BlogFlughafen Narita wie ausgestorben

Flughafen Narita wie ausgestorben

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Zum ersten Mal seit 4 Jahren bin ich wieder am Internationalen Flughafen von Narita, und wie es aussieht, ist die Pandemie an dem Flughafen nicht spurlos vorübergegangen. Die Hälfte der Läden und Restaurants ist verschwunden – und die verbliebenen Läden machen scheinbar alle gegen 19 Uhr zu. Pech gehabt, wenn der Flug um 22:30 beginnt.

Bei vielen Läden heißt es übrigens 臨時rinji休業kyūgyō, also temporär geschlossen – möglicherweise öffnen diese Geschäfte wieder ab dem 11. Oktober, wenn auch Individualtouristen ohne Einschränkungen nach Japan reisen können. Einen Überblick darüber, welche Geschäfte geöffnet haben – und von wann bis wann – gibt es auf dieser Webseite.

Man merkt auch, dass Narita mittlerweile in die Jahre gekommen ist – das ist allerdings auch kein Wunder, wurde er doch bereits 1978, also vor fast 45 Jahren eröffnet. Immerhin ist der ja nun wirklich weit abgelegene Flughafen leichter beziehungsweise schneller zu erreichen – dank des Skyliners, der in nur 45 Minuten nach Nippori fährt. Zu meinem Lieblingsflughafen wird Narita allerdings dadurch auch nicht. Er ist einfach zu groß, zu weit weg und somit einfach nur unpraktisch. Da bevorzuge ich, so ich die Wahl habe, dann doch lieber Haneda.

Trostloser Anblick: Flughafen Narita am Abend
Trostloser Anblick: Flughafen Narita am Abend

tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

3 Kommentare

  1. Ich war auch vor ein paar Tagen auch in Narita. Mir ist gleich aufgefallen dass der Uniqlo dem ich mir sonst gerne immer noch ein T-Shirt mitgenommen habe aus „Corona-Gründen“geschlossen hat. So zumindest habe ich es mit meinem begrenzten Kanji-Wissen wahrgenommen . コロナ, viel mehr konnte ich nicht verstehen und ich ging davon aus dass man um Infektionen zu verhindern diesen engen Laden geschlossen hat. Aber jetzt ist es mir klar: Es hat natürlich wirtschaftlich keinen Sinn mehr gemacht.
    Aber wie wir jetzt ja wissen kommen bald wieder andere Zeiten. Und jetzt auch ohne diskriminierend zu wirken ich habe die Zeit in Japan am Touristenspots ohne chinesische (und eigentlich auch kaum koreanische) Reisende wirklich genossen.. es war einfach so schön ruhig.. gerade in Okinawa, was normal auch fest von China eingenommen ist.. es war einfach ruhig dort!

  2. War denn dieses nervige Kamerateam von TV Tokyo noch da? .. Jedes mal bei der Landung haben die einen ja ausfragen wollen. Das ist das letzte, was ich nach nem (damals) 10h Flug noch wollte: Von irgendwelchen Leuten interviewed zu werden. :D
    Was macht diese Sendung eigentlich jetzt … „YOU wa nan shi ni noppen e?“ …
    Sendeten die Seit der Coronasperre aus der Konserve?

    Als ich dann immer Solo gereist bin, bin ich übrigens immer mit der billigen langsamen Lokalbahn dann nach Tokyo rein. Machte den Kohl nach dem langen Flug dann auch nicht mehr fett ;)

  3. ja, Haneda, schön war es vor gut 50 Jahren, schnell in die monorail eingestiegen (fährt die eigentlich noch oder wieder) und Ruck Zuck war man in Tokyo. Dann kam Narita, 2 -3 Stunden Busfahrt zum TCAT, bei Stau auch gerne noch mehr. einige Jahre später dann wenigstens Zuganbindung 2? Linien zur Wahl.
    2014 hatte ich das Glück, mal wieder von Haneda aus zurückzufliegen „Nach dem Einchecken, Gepäck- und Paßkontrolle hatte ich noch Zeit die endlose Reihe der Luxusläden, Cartier, Rolex, Mont Blanc, Tiffany, Hermes usw. usw. zu bewundern, wo sich die hübsch rausgeputzen Verkäuferinnen die Beine in den Bauch standen, so gut wie keine Kunden in den Läden.“

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