Ramen - Navigator: der ultimative Ramen-Guide für Tokyo und UmgebungTori-Soba Tai-Soba Kyosuke (きょうすけ) in Akihabara, Tokyo

Tori-Soba Tai-Soba Kyosuke (きょうすけ) in Akihabara, Tokyo

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Geschmack: Soyasauce (醤油), Salz (塩), Meerestiere (魚介)
Sorten: Ramen (ラーメン), Tsukemen (つけ麺), Mazesoba / Aburasoba (まぜそば・油そば)
Preislage: 850-1100
Adresse: 3-12-2 Sotokanda, Chiyoda City, Tokyo 101-0021
Adresse Japanisch: 〒101-0021 東京都千代田区外神田3丁目12−2

In einer der vielen Seitengassen von Akihabara – wo es mittlerweile unglaublich viele, zum Teil sehr gute Ramenrestaurants gibt – liegt Kyosuke, ein mit 16 Sitzen im Erdgeschoß sowie ein paar Tischen im 2. Stock relativ großes Ramenrestaurant, welches im März 2020, also genau dann, als die Pandemie begann, eröffnete. Die folgenden Jahre überstand das Restaurant trotz komplett ausbleibender ausländischer Touristen – und dank großzügiger Unterstützung durch den Staat – zum Glück unbeschadet.

Die Spezialität wird bereits im Namen preisgegeben – Hühner-Soba und Meerbrassen-Soba. Von den Zutaten abgesehen kann man zwischen einer Salz- und einer Soyasaucenvariante wählen. Die Auswahl am obligatorischen Ticketautomaten am Eingang ist relativ groß, aber wenn man eines der Gerichte von den großen Knöpfen wählt, kann man nichts falsch machen.

Die Tsukemen sind sehr ansehnlich – mit hauchdünnen Hühner- und Schweinefleischscheiben, einem langen Streifen fermentierten Bambus‘ (menma genannt), und einem Solei. Die Mazesoba sind weniger fotogen, aber sie kommen mit einem winzigen Teller mit dem Eigelb (und Soyasause) eines Soleis und einer Scheibe Zitrone. Man ist gut beraten, beides über die Mazesoba zu geben und ordentlich zu mischen – beide Sachen passen hervorragend und runden den Geschmack der relativ intensiven Mazesoba ab.

Auch die Tsukemen sind nicht ohne – das „chiyu“ genannte Hühnerfett entfaltet seine volle Wirkung zusammen mit den geschnittenen Zwiebeln. Die Nudeln der Tsukemen selbst schwimmen bereits in ein bisschen Konbu-Wasser, welches das Gericht ebenfalls gut abrundet.

Die Nudeln der Tsukemen und Mazesoba sind die gleichen – sie kommen von der Kanno-Nudelfabrik, die viele gute Ramenrestaurants bedient. Sie sind relativ dünn und vergleichbar mit Linguine – sie sind bissfest und haben einen sehr eigenen, angenehmen Geschmack von frischem Weizen. Ansonsten erinnern die Nudeln von Kyosuke an Takano Ramen, dem berühmten Ramenrestaurant in Yokohama. Fazit: Absolut empfehlenswert, und preislich erstaunlich günstig.

Bewertung

Suppe 90Punkte
Nudeln 98Punkte
Beilage 92Punkte
Gesamt 95Punkte
tabibito
tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

1 Kommentar

  1. Die „grosszuegige Unterstuetzung“ durch den Staat hat sich leider als zweischneidiges Schwert fuer viele Gastwirte erwiesen…
    Die Corona-Hilfen waren in der Tat weit hoeher als das, was deutschen Gastwirten als Almosen gereicht wurde. Allerdings muessen sie komplett versteuert werden, und da die Betriebskosten ja grossteils wegfallen, sind viele Gastwirte arg ins Schleudern gekommen…

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