Ramen - Navigator: der ultimative Ramen-Guide für Tokyo und UmgebungRamen Yasushi (ら~麺 安至) in Sagamihara

Ramen Yasushi (ら~麺 安至) in Sagamihara

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Geschmack: Soyasauce (醤油), Meerestiere (魚介)
Sorten: Ramen (ラーメン)
Preislage: 700 yen
Adresse: 1-35-8 Nihonmatsu, Midori-ku, Sagamihara-shi 252-0137
Adresse Japanisch: 〒252-0137 神奈川県相模原市緑区二本松1丁目35−8

Etwas abseits vom Stadtzentrum von Sagamihara im Westen der Präfektur Kanagawa findet man im Erdgeschoss eines relativ neuen, kleinen Einfamilienhauses einen unscheinbaren Ramenladen – Ramen Yasushi. Innen wie außen wirkt alles spartanisch. Am Tresen finden 5 Menschen Platz, ausserdem gibt es noch zwei Tische für jeweils 4 Personen. Klimborium oder irgendwelche Stehrumchen gibt es überhaupt nicht – hier sollen sich die Gäste gefälligst auf die Nudelsuppe konzentrieren.

Wie so oft zieht man die Essensmarken vom Automaten direkt am Eingang. Allzu viel gibt es nicht zu grübeln – es gibt Ramen mit schwarzer Suppe, weißer Suppe und klarer Suppe. Bei allen drei Arten kann man wählen, ob man glatte, dünne Nudeln bevorzugt oder handgeschlagene und handgewalzte, breitere Nudeln. Und man kann sich noch ein paar Beilagen aussuchen – ein Solei zum Beispiel, denn das gehört nicht zur Standardvariante. Über den Preis braucht man auch nicht lange grübeln – alle drei Varianten kosten 700 Yen, und das ist für Ramen preislich am unteren Ende angesiedelt.

Die schwarze Suppe macht natürlich neugierig. Dieses klare, aber wirklich schwarze Suppe verdankt die Farbe frischer Soyasauce, ansonsten ist die Basis eine Fischbrühe. Verstärkt wird das Geschmackserlebnis noch durch Ingwer, der sich geschmacklich langsam, aber unaufdringlich immer mehr in den Vordergrund drängelt. Bei den ersten Löffeln ist man ob der Milde der Suppe erstaunt, doch Soyasauce und Ingwer machen sich mit jedem Löffel immer mehr bemerkbar. Die Standardvariante kommt mit zwei dünnen Scheiben Schweinefleisch und Menma (fermentierter Bambus), ein bisschen Grün, eine winzige Menge Zwiebeln und Pfeffer. Das wars. Spartanisch wie die Innenausrichtung, aber das passt schon, denn die Brühe ist die Hauptattraktion.

Auch die klare Brühe ist empfehlenswert – diese wird mit Iriko (getrocknete Sardinen) von der Insel Ibukijima hergestellt, und die zählen zu den besten des Landes.

Zumindest die schwarze und die klare Variante gehören zur „assari“-Kategorie – leicht bekömmliche Ramen, die nach der Mahlzeit nicht stundenlang im Magen liegen. Auf seine kompromisslose Art ist Yasushi eine Seltenheit und definitiv empfehlenswert.

Bewertung

Suppe 94Punkte
Nudeln 88Punkte
Beilage 88Punkte
Gesamt 90Punkte
tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

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