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Machida Shiruba Shio-Ramen Shinka (町田汁場 しおらーめん 進化) in Machida, Tokyo

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Geschmack: Salz (塩), Meerestiere (魚介)
Sorten: Ramen (ラーメン), Tsukemen (つけ麺)
Preislage: 800 - 1'300 yen
Adresse: 194-0013 Tokyo Machida Haramachida 4-6-15
Adresse Japanisch: 〒171-0021 東京都町田市原町田4-6-15

Machida im Südwesten von Tokyo ist seit geraumer Zeit ein 激戦区 gekisenku – ein „heiss umkämpftes Schlachtfeld“, was Ramen anbelangt. Und aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen findet man hier vor allem Ramen auf Salzbasis – und darunter sind etliche wirklich gute Restaurants. Betritt man das Shinka unweit des Bahnhofs (es gibt noch eine etwas weiter entfernte Zweigniederlassung) fallen erstmal zwei Sachen auf: Zum einen gibt es relativ viele Plätze – circa 15 – und das nicht nur direkt an der Küche. Zum zweiten fällt die Musik auf: Heavy Metal, vom feinsten. Vom Musikgeschmack des Betreibers zeugen diverse Metal-Devotionalien an den Wänden.

Für viele gilt „Shio-Ramen Shinka“ (shinka = Evolution) als die Nummer 1 der Salzbasis-Ramenrestaurants in Machida, und das möchte etwas heissen. Die Suppe basiert auf Huhn und „ago“ – ein fliegender Fisch, der in Japan gern für Fischbrühen benutzt wird. Hin und wieder gibt es ein zeitlich begrenztes Angebot mit leicht veränderter Geschmacksrichtung, aber das Menü ist (siehe Foto) sehr übersichtlich, und so soll es sein. Es gibt Ramen und Tsukemen, und man kann bei beiden noch wählen, ob man die Basisvariante oder die vollständige Variante (sprich mit viel Fleisch, mit 味付け卵 ajitsuke-tamago, dem marinierten, halb gekochten Ei, und メンマ, leicht fermentierter Bambus) essen möchte.

Die Suppe ist bei beiden gleich, und sie schmeckt sehr angenehm salzig, mit einer klaren Note von 鶏油 chiiyu, Hühnerfett, und einer dezenten Note von Fischbrühe. Genau so müssen Ramen auf Salzbasis schmecken. Was bei den Tsukemen allerdings anders ist als anderswo, sind die Nudeln: Die kommen wohlsortiert in einer etwas schlierigen Flüssigkeit daher, und dazu wird eine Minisprühflasche gereicht – darin befindet sich Saft der ブッシュカン busshukan – einer „Buddha’s Hand“ genannter Zitrusfrucht, die übrigens sehr ungewöhnlich aussieht. Die Empfehlung des Restaurants: Etwas Zitrussaft auf die Nudeln sprühen, bevor man sie in die Suppe taucht. Und das liefert eine ganz besondere, sehr angenehme Note aus süßlich-saurem Zitrusfruchtsaft, der deftigen Suppe nebst deutlicher Salznote.

Fazit: Für Fans von Ramen und Tsukemen auf Salzbasis eine absolute Empfehlung. Unbedingt die Tsukemen nebst Busshukan-Saft probieren!

Bewertung

Suppe 92Punkte
Nudeln 93Punkte
Beilage 92Punkte
Gesamt 92Punkte
tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

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