Ramen - Navigator: der ultimative Ramen-Guide für Tokyo und Umgebung Kikoroku (きころく) in Itabashi-ku, Tokyo

Kikoroku (きころく) in Itabashi-ku, Tokyo

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Geschmack: Tonkotsu (豚骨), Meerestiere (魚介)
Sorten: Ramen (ラーメン), Tsukemen (つけ麺), Mazesoba / Aburasoba (まぜそば・油そば)
Preislage: 650-850 yen
Adresse: 2-10-7 Narimasu, Itabashi-ku, Tōkyō-to 175-0094
Adresse Japanisch: 〒175-0094 東京都板橋区成増2丁目10−7

Kikoroku gibt es seit 2014 – der Laden befindet sich gleich neben dem U-Bahnhof 成増 Narimasu in Itabashi-ku, Tokyo. Die Präfekturgrenze zu Saitama ist nur einen Steinwurf entfernt. Das Restaurant ist entsprechend relativ modern, hat eine grosse und voll einsehbare Küche und 15 Plätze.

Kikoroku ist auf Tsukemen spezialisiert, aber es gibt auch Aburasoba und Ramen. Von den „Spezialtsukemen“ werden nur 15 Portionen pro Tag verkauft, aber die anderen Gerichte sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Die Basis bildet eine extrem dicke Suppe aus Huhn, Schwein, Gemüse sowie Bonito-Dashi (Fischbrühe). Die Nudeln sind hausgemacht. Die Ramennudeln sind relativ dünn (normale Portion: 130g), die Tsukemen-Nudeln sehr dick (200g). Auffällig ist erstmal das man qualitativ sehr hochwertige Katsuobushi (Fischraspel) verwendet, und das macht sich beim Geschmack bemerkbar. Die Tsukemen-Suppe ist süffisant, ohne jegliche Schärfe, und so dick, dass am Ende rein gar nichts davon übrig bleibt – alles bleibt an den Nudeln haften. Mir war die Suppe etwas zu gemüselastig, aber das ist reine Geschmackssache.

Die Ramen sind ebenfalls empfehlenswert – mit einer dickeren, süffigen Suppe. Die eigentliche Überraschung waren jedoch die Aburasoba. Mit ordentlich viel Fleisch, zwei Sorten Lauch bzw. Zwiebeln, den oben erwähnten Katsuobushi, sowie einem rohen Eigelb garniert, sieht die volle Schale schon mal sehr ansehnlich aus. Darüber eine gute Portion Essig (darin: eingelegtes Kombu) geträufelt, und fertig ist das Festmahl. Etwas Schärfe gehört natürlich auch dazu – hier dargereicht in Form von Tabasco Chipotle (was mich überrascht hat, denn Kikoroku legt offensichtlich Wert darauf, alles selbst herzustellen – warum man sich da gerade bei dieser wichtigem Zutat auf schnödes Tabasco verlässt, war mir ein Rätsel). Dass man für die Aburasoba gerade mal 650 yen verlangt, ist eine kleine Sensation – selten habe ich für so wenig Geld so gutes Essen gegessen (in Japan zumindest). Aber auch die Ramen (750 yen) und Tsukemen (800 yen) sind sehr preiswert – kein Wunder, dass das Geschäft gut zu laufen scheint. So gut, das Kikoroku im February 2019 ein zweites Restaurant in Nerima-ku aufgemacht hat.

Bewertung

Suppe
Nudeln
Beilage
Gesamt
tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

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