Kansai (Kinki) – 京都で, 大阪、より多くの

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Die Region hat zwei gebräuchliche Namen: Kinki bedeutet “Region nahe der Hauptstadt”, denn sowohl Nara als auch Kyōto waren vor langer Zeit Hauptstadt. Kansai bedeutet “westlich der Barriere” – das Gegenstück zur Region um Tokyo, Kanto (östlich der Barriere). Kinki beinhaltet Kyōto-fu und Ōsaka-fu sowie fünf weitere Präfekturen. Kinki liegt zwischen Chūbu und Chūgoku in der Mitte Honshū’s. Im Norden befindet sich das Japanmeer, im Süden der Pazifik. In der Mitte liegt der Biwa-ko 琵琶湖, der mit Abstand grösste See Japans.

Auch im Zentrum liegt die Millionenstadt Ōsaka – das zweitgrösste Ballungsgebiet Japans. Insgesamt ist Kansai 33’097 km² gross (ca. 1/12 Japans). Hier leben insgesamt ca. 22.4 Mio Menschen (mehr als ein 1/6 des gesamten Landes). Die Region Kinki ist nahezu deckungsgleich mit Kansai 関西 – die Region “westlich der Grenze” (die “Grenze” lag bei Hakone). Kansai ist der kulturelle Gegenpol zu Kantō – die Hauptstadtregion. Mt eigenem Dialekt und einem gehörigen Stolz auf die Herkunft.

Reiseziele

Reiseziele in Kansai, die auf diesen Seiten vorgestellt werden: Einfach einen Ort anklicken, und los geht die Reise!

Kansai: Akashi | Amanohashidate | Hashimoto | Hikone | Himeji | Himeji-jō | Hōryūji | Ise | Kōbe | Kōyasan | Kyōto | Nara | Ōsaka | Ōsaka-jō (大阪城) | Sakamoto | Sasayama | Wakayama | Yokkaichi

Allgemeines

Wo ist Kinki? Anklickbare Minikarte Japans Kinki ist vielseitig – zum einen befindet sich hier das historische Kernland Japans mit Städten wie Nara und Kyōto, die bereits lange vor der Gründung Edo’s (Tōkyō) erblühten, zum anderen liegt hier das stark industrialisierte Keihanshin-Ballungsgebiet 京阪神大都市圏 (“kei” ist Kyōto, “han” ist Ōsaka und “shin” steht für Kōbe) mit fast 15 Millionen Einwohnern. Im krassen Gegensatz dazu die Nordküste (Japanmeerküste) mit ihrer wilden, ursprünglichen Natur und sehr geringen Bevökerungsdichte.

 

Präfektur Mie 三重県

Flagge von MieMie liegt im Südosten von Kinki unweit von Nagoya an der Ostküste der Kii-Halbinsel 紀伊半島. Die Präfektur ist 5’772 km² gross und hat 1.8 Mio Einwohner. Verwaltungssitz ist die Stadt Tsu 津. Mie ist bekannt für die Perlenzucht und den Ise-Schrein – der wichtigste Shintō-Schrein. Die Flagge stilisiert die erste Silbe des Namens “Mi” in Hiragana. Die nördliche Küste besteht aus einer langen, stark industrialisierten Ebene mit furchtbaren Industriestädten wie Yokkaichi. Die weiter südlich gelegene Stadt Matsuzaka 松坂 ist im ganzen Land für hervorragendes Rindfleisch bekannt.

Präfektur Shiga 滋賀県

Flagge von ShigaDie Präfektur Shiga ist eine der sechs küstenlosen Präfekturen Japans und liegt nordöstlich von Kyōto. Der alte Name dieser Region ist Ōmi 近江. Verwaltungssitz ist die Stadt Ōtsu 大津, gerade mal 8 km von Kyoto entfernt. Die ganze Präfektur ist 4’017 km² gross und hat 1.3 Mio Einwohner. Mitten im Zentrum der Präfektur liegt der 670 km² grosse Biwa-ko 琵琶湖 (“Biwa”= chinesische Laute, -ko = See). Vor allem die Ebene entlang der Ostküste ist stark industrialisiert. Die Flagge symbolisiert den See (in der Mitte) sowie die Zeichen “shi” (links) und “ga” (rechts) in Katakana

Kyōto-fu 京都府

Flagge von Kyoto-fuKyōto-fu ist keine Präfektur, sondern eine “Stadtpräfektur”, was aber fast das gleiche ist. Kyōto-fu ist 4’613 km² gross und hat 2.6 Mio Einwohner. Der Name bedeutet schlichtweg “Hauptstadt”. Was die gleichnamige Stadt auch in der Heian-Zeit war. Die Präfektur reicht bis ans Japanmeer. Ausser der historischen, von Tempeln nur so strotzenden Stadt Kyōto hat die Region noch viel mehr zu bieten. Die Japanmeer-Küste ist zum San’in-Küsten-Nationalpark 山陰海岸国立公園 erklärt worden. Dort befindet sich auch eine der drei schönsten Landschaften Japans – die Amanohashidate.

Ōsaka-fu 大阪府

Flagge von Osaka-fuKerngebiet von Kansai und des Keihanshin-Ballungsgebietes. Genau wie Kyōto ist Ōsaka keine Präfektur, sondern Stadtpräfektur. Diese ist nur 1’892 km² gross, hat aber 8.6 Mio Einwohner – obwohl der Süden und Norden kaum besiedelt sind. Fast alle Einwohner leben in der Ōsaka-Heiya 大阪平野 (Heiya = Ebene) an der gleichnamigen Bucht. Wie auch bei Tōkyō gilt – man merkt nicht, wann man die eine Stadt verlässt und in die nächste kommt. Die Flagge stilisiert das Wappen (einen Flaschenkürbis) von Toyotomi Hideyoshi (siehe Momoyama-Zeit).

Präfektur Hyōgo 兵庫県

Flagge von HyogoHyōgo-ken ist eine von nur drei Präfekturen, die sich von der Pazifikküste bis zum Japanmeer erstrecken. Der Name stammt evtl. vom Wort “Muko” – “Waffenlager” – ab. Die Präfektur ist 8’388 km² gross und hat rund 5.5 Millionen Einwohner – die meistend davon leben an der Setonaikai 瀬戸内海 (Seto-Binnenmeer) – Küste im Süden. Verwaltungshauptstadt ist Kōbe, welches fast lückenlos an Ōsaka anschliesst. Zur Präfektur gehört auch die grosse Insel Awaji 淡路 zwischen Honshū und Shikoku, von der 1995 ein verheerendes Erdbeben ausging. Das Wappen deutet das erste Schriftzeichen im Namen und die beiden Küsten an.

Präfektur Nara 奈良県

Flagge von NaraNara ist eine der sechs küstenlosen Präfekturen des Landes und quasi Kernland der japanischen Kultur. Der alte und sehr bekannte Name der Region lautet Yamato 大和. Der Süden ist Bergland (Kii-Gebirge 紀伊山地) und nur spärlich besiedelt. Die Präfektur selbst ist 3’691 km² gross und hat 1.45 Mio Einwohner. Verwaltungssitz ist die die Stadt Nara selbst, welche sich ganz im Norden der Präfektur in der gleichnamigen Ebene befindet. Von dort sind es nur 30 km bis nach Ōsaka. Im Süden der Region gibt es einige alte Grabhügel (kofun 古墳) sowie den Ort Asuka 飛鳥 (siehe Asuka-Zeit). Das Wappen stellt die erste Silbe “na” in Katakana dar.

Präfektur Wakayama 和歌山県

Flagge von WakayamaPräfektur an der Südseite der Kii-Halbinsel 紀伊半島. Wakayama-ken ist 4’724 km² gross und hat 1.1 Mio Einwohner. Verwaltungssitz ist die gleichnamige Stadt im äussersten Nordosten. Die ganze Region besteht fast nur aus Küste und Bergen – mit einigen Stränden und vielen heissen Quellen (onsen). Der Ursprung des Namens selbst ist nicht klar – die Schriftzeichen bedeuten jedoch “Frieden” (wa), “Lied” (ka) und “Berg” (yama). Die erste Silbe “wa” ist in der Flagge als Katakana stilisiert. Wakayama-ken ist eine der niederschlagsreichsten Regionen Japans – oftmals treffen Taifune die Region mit voller Wucht.

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