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Schilder bis zum Abwinken

Oktober 19th, 2008 | 4 Kommentare | 601 mal gelesen

Wenn zig Millionen Menschen auf engstem Raum zusammenleben, erfordert dies eine gewisse Anzahl von Gesetzen und Reglementierungen, damit das mit den zwischenmenschlichen Beziehungen nicht schief geht und sich auch ja alle lieb haben.
Um Gesetze und Regeln zu verkünden, nutzt man in Japan gern zwei Medien bzw. Wege: Aktionismus und … Schilder. In beiden Fällen sind da der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Heute habe ich wieder, gleich in der Nähe meiner Wohnung, schöne Schilder gefunden, die mich spontan am Kopf kratzen liessen.

Schilder ohne Ende

Das gelbe Schild ist dabei offensichtlich schon ein paar Jahre alt und sagt folgendes aus: „MODELLBEZIRK FÜR DIE FÖRDERUNG VORBILDHAFTER HUNDEHALTUNG“. Du meine Güte, wie viele kluge Köpfe haben denn da in wie vielen stundenlangen Sitzungen gegrübelt, bis sie sich diesen Quatsch ausgedacht haben!? Was für einen Effekt verspricht man sich davon? Und warum liegen in diesem Modellbezirk an jeder Ecke Hundehaufen!?

Das Schild darunter weist übrigens noch darauf hin, dass man die Sch**** seines Lieblings mit nach Hause nehmen soll, den Hund keinesfalls frei herumlaufen lassen soll und – ganz wichtig – so man sich nicht mehr der Haltung des Biests gewachsen sieht, selbiges nicht aussetzen soll.

Die meisten hier nehmen den Hundedreck wieder mit, aber natürlich handeln auch viele nach dem Motto im Wort des Tages: おきざり知らんぷり – okizari shiranpuri – liegenlassen und so tun, als wisse man von nichts.

Ein Bloggerkollege – leider habe ich vergessen, wer – meinte ein Mal, dass Ausserirdische, die uns beobachten, nur zu einem logischen Schluss kommen können: Hunde sind die wahren Herrscher und die Menschlinge nur dazu da, ihnen die Sch**** hinterherzutragen. Recht hatte er.

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