TV & Musiktipp

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    Eigentlich will ich immer mal wieder TV- und Musiktipps vorstellen — jedoch, ich komme nur leider zu selten dazu. Beziehungsweise finde ich so selten etwas, was mir wirklich gefällt und was ich dementsprechend ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann. Aber nun gibt es doch zwei Sachen:

    Der TV-Tipp

    Es ist furchtbar – kaum finde ich ein Fernsehprogramm, das mal Spass macht, und das auch noch zu einer Zeit sendet, zu der ich fernsehen kann, wird es auch schon abgesetzt. Das war bei Arabikidan der Fall, und leider dann auch bei Pikaru no Teiri (und eins, zwei weiteren Programmen). Momentan ist es gar nicht so einfach, Ersatz zu finden – egal, wohin man schaltet, man stösst entweder auf Ariyoshi oder auf Matsuko DeLuxe. Die beiden sind zwar gut, aber tagein, tagaus muss das nicht sein.

    Am Freitag Abend läuft seit einiger Zeit 脱力タイムズ Datsuryoku Times (offizielle Seite siehe hier) – abends ab 23 Uhr, gehostet von Arita und gesendet auf Fuji TV. Das Konzept: Man lädt diverse Gäste ein, stellt ein paar wirklich ernsthafte Themen vor – und zieht danach brilliant den ganzen Fernseh- und Nachrichtenrummel genüsslich durch den Kakao, und das auf eine ganz eigene Art und Weise. Das ganze kann man nach ein paar wenigen Minuten einfach nur mit “Chaos” bezeichnen, denn Arita bekommt ständig neue Regieanweisungen, die alles über den Haufen werfen. Sicher, nicht jede Folge ist dabei unbedingt ein Erfolg, aber bei den meisten Sendungen kann man einfach nur lachen.


    Der Musik-Tipp

    Ein guter Freund machte mich neulich auf eine japanische Band aufmerksam, die noch nie auf meinem Radar war. Die Band gibt es bereits seit 20 Jahren, sie nennen sich MONO, und wie es sich für eine richtig gute, japanische Band gehört, kennt sie in Japan kein Schwein. Dafür touren sie allerdings gelegentlich durch Europa und Amerika. Der Anspieltipp war “Breathe” vom “Nowhere Now Here”-Album und erinnerte mich umgehend an Kirlian Camera (in ihrer späteren, Post-Italo-Pop-Phase, wohlgemerkt). Das klang schon mal recht gut, doch der Rest des Albums machte mir persönlich noch mehr Spass – Instrumentalstücke, die in der Regel leise beginnen und nach wenigen Minuten an Fahrt gewinnen und fast in den Metalbereich abgleiten. Wie auch Sonic Youth haben die Künstler Freude am Spiel mit Effekten. Entspannend, aufwühlend, mitreissend – man kann hier alles gleichzeitig haben, wie man an diesem Live-Mitschnitt sehen kann:

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