BlogAuf geht es nach Nord-Kyushu. Tipps?

Auf geht es nach Nord-Kyushu. Tipps?

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In der nächsten Woche geht es endlich in den zumindest meiner Meinung nach mehr als wohlverdienten Urlaub. Nach zwei Jahren ausgedehnter Reisen nach Hokkaido und West-Japan geht es dieses Mal wieder nach Kyushu. Zum x-ten Mal, denn Kyushu ist es immer wieder wert. Doch während die letzten vier oder fünf Reisen in den Süden der Insel gingen, soll es dieses Mal der Norden sein. Die Reise beginnt in Fukuoka, führt von dort, aus familiären Gründen, nach Kumamoto, von dort geht es weiter gen Norden nach Sasebo, und von dort mit dem Schiff zu den Gotō-Inseln – nach Arikawa, um genau zu sein. Die nächste Station wird die berühmte Keramikstadt Arita sein, und zu guter letzt steht Kitakyushu auf dem Programm.

Nord-Kyushu-Reiseroute im Juni 2022
Nord-Kyushu-Reiseroute im Juni 2022

Wie so oft habe ich nicht genügend Zeit, mich gründlich durch diverse Literatur zu wühlen, bevor es losgeht. Wer also Tipps für Sehenswertes, Erlebenswertes – und Kulinarisches! – hat, dem wäre ich sehr verbunden. Dabei sei angemerkt, dass ich Shimabara, Nagasaki, Gunkanjima, Karatsu und dergleichen bereits „abgeklappert“ habe, weshalb diese ebenfalls sehr sehenswerten Orte nicht auf dem Programm stehen. Nicht sicher bin ich mir momentan zum Beispiel, ob ein Abstecher nach Huis Ten Bosch lohnenswert ist – andererseits war ich seit 5 Jahren nicht mehr in Europa, weshalb ein kurzer Abstecher, und sei es nur für eine Stunde, vielleicht doch gut tut.

Neugierig bin ich, ob sich die Rückkehr der Touristen bemerkbar machen wird, denn die dürfen ja, wenn auch vorerst nur in Grüppchen, ab morgen wieder nach Japan.

Ach ja: Falls jemand zufällig am 13. Juni in Kumamoto oder am 17. Juni in Fukuoka ist und Lust auf eine Gerstenkaltschale hat – ich bin dabei.

tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

10 Kommentare

  1. Hi Mattias
    Meine Frau ist aus Kyushu weshalb ich die Ecke ganz gut kenne.

    Wenn es zeitlich geht wäre Beppu/Oita sehr zu empfehlen. Beppu hat ein paar sehr schöne Onsen und Sentou. Und weils am Meer liegt kannst Du vielleicht ein bisschen am Strand ausspannen?

    Dann gäbe es von Sasebo aus noch Hirado – sehr hübsches kleines Hafenstädtchen – war mal ein alter Handelsposten. Hat ne schöne Burg mit Sicht auf den Hafen.

    Viel Spass!

    Michel

  2. vielleicht Okawachiyama, Dorf in den Bergen, wo Töpfer aus Korea mit der Porzellanmanufaktur begannen; bin vor ein paar Jahren mit dem Rad von Imari aus hingefahren.

  3. Für Fukuoka (da war ich einen Monat):
    * Touristisch aber sehenswert
    – Dazaifu Tenmangu (mit Kontrastprogramm des modernen Geschichtsmuseums direkt nebenan), – Nanzouin (liegender Buddha mit buddhistischem ‚Wonderland‘ Statuenpark)
    – Uminonakamichi Park
    – Falls man gerne joggen geht: Runde im Ohori Kouen drehen
    * Essen:
    – ich fand die Yatai und die Tonkotsu-Ramen-Ketten (auch wenn das die OG-honten sind) überbewertet, das beste Ramen hatte ich in nem Laden neben einer Schnellstraße, der von zwei Baseballmannschaften belagert wurde (Adresse und Name leider vergessen)
    – nicht ganz Jahreszeit-passend: Mizutaki (njam)
    – Mentaiko (in verschiedenen Gerichten)

  4. * Präfektur Fukuoka: Yanagawa, mit Unagi no seiromushi als lokaler Spezialität
    – Mein persönlicher Tipp als Mitbringsel: Yuzusco (Tabasco-ähnliche Würzsoße, mit grünen Chilis und Yuzu)

  5. Yanagawa auf dem Weg nach Arita kann ich auch empfehlen.
    Ich fand die geführte Paddeltour durch die Stadtkanäle sehr malerisch und unterhaltsam. Hatten einen 80+ jährigen äußerst agilen und redeseligen Paddler. Wobei „Stecher“ trifft es ja eher.
    Essen, fand ich 立花うどん sehr lecker.
    Ordentlich Tenkasu dazubestellen.

    Kashima der Sake-Brauereien wegen. Wobei man sich Ende März im Zuge des Sake-Festivals und der „Tag der offenen Brauerei-Türen“ am besten durchverkosten kann.
    Auch wenn das mittlerweile durch Ticketvergaben in etwas absturzsichere Bahnen gelenkt wird ;-)
    Aber immer noch die beste Möglichkeit die Sakevielfalt kennen zu lernen.

    Als Geologieinteressierten kann man in Ureshino sicherlich einen kurzen Stopp an den Todoroki Wasserfällen einlegen.
    Ansonsten empfehle ich die Teeplantagen in der Umgebung, die auch landschaftlich sehr schön gelegen sind. Wenn man die richtigen Rindōs erwischt und den Weg dorthin findet :-)
    Mein liebstes Teeanbaugebiet. Auch wenn da sicherlich ein gewisser Lokalpatriotismus durchblitzt.

    Die Gotō Inseln stehen auch schon ewig auf meiner ToDo-Liste.
    Bin daher sehr auf deinen Urlaubsbericht gespannt.

    Auf jeden Fall einen schönen Urlaub!

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