Samurai Blue fertig für Fußball-WM in Russland. Oder?

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    Ja, auch dieses Mal hat sich die japanische Fussballnationalmannschaft für die Fußballweltmeisterschaft qualifiziert, und das ist auch gut so: Wären die sogenannten Samurai Blue nämlich nicht dabei, würde man während der WM wahrscheinlich so gut wie gar nichts über selbige in den Medien hören.

    Die Vorzeichen sind allerdings etwas gemischt. So beschloss man, für Außenstehende etwas plötzlich, den bisherigen Coach Vahid Halilhodžić zu feuern – der bosnische Ex-Fußballprofi führte das Team immerhin drei Jahre lang an, doch so kurz vor der WM schien es plötzlich nicht mehr zu gehen, und das soll unter anderem daran gelegen haben, dass er drauf und dran war, beliebte Spieler wie Honda und Kagawa aus dem Kader zu schmeißen – dafür hatte man dann doch wenig Verständnis. Das Faible für bosnische Nationaltrainer ist dabei ein kleines Rätsel; leitete doch schon 2006-07 ein Bosnier (Osim) das Team. Halilhodžić wurde nun von Akira Nishino, einem erfahrenen Trainer aus heimischer Produktion, abgelöst. Und die Premiere hat dieser am Mittwoch schon mal grandios vermasselt, als er mit den Samurai Blue in Yokohama bei einem Freundschaftsspiel 0:2 gegen Ghana verlor.

    Basierend auf dem Spiel gab der Trainer heute die endgültige Aufstellung der Nationalelf bekannt, und die sieht nun wie folgt aus:

    Torwart:
    Eiji Kawashima (Metz), Masaaki Higashiguchi (Gamba Osaka), Kosuke Nakamura (Kashiwa Reysol)

    Verteidiger:
    Yuto Nagatomo (Galatasaray), Tomoaki Makino (Urawa Reds), Maya Yoshida (Southampton), Hiroki Sakai (Marseille), Gotoku Sakai (HSV), Gen Shoji (Kashima Antlers), Naomichi Ueda (Kashima Antlers), Wataru Endo (Urawa Reds)

    Mittelfeld:
    Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt), Keisuke Honda (Pachuca), Takashi Inui (Eibar), Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Hotaru Yamaguchi (Cerezo Osaka), Genki Haraguchi (Fortuna Düsseldorf), Takashi Usami (Fortuna Düsseldorf), Gaku Shibasaki (Getafe), Ryota Oshima (Kawasaki Frontale)

    Stürmer:
    Shinji Okazaki (Leicester City), Yuya Osako (Werder Bremen), Yoshinori Muto (Mainz)

    Interessant: 8 Spieler des 23-köpfigen Kaders spielen in der J-League, der japanischen Liga, und 7 in der Bundesliga. Ach ne, ‚tschuldigung, 6 – der HSV ist ja nun abgestiegen. Das ist beachtlich aber für Kenner natürlich nicht unerwartet, da sich ja gerade in den deutschen Ligen überdurchschnittlich viele Japaner verdingen.

    Hoffen wir für Japan also, dass das Trainerwirrwarr so kurz vor der WM keine Schäden hinterlässt! Ein gutes Vorzeichen gibt es schliesslich auch: Der neue Trainer Nishino war im Jahr 1996 Trainer der japanischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Atlanta und schaffte dort das マイアミの奇跡 Wunder von Miami: Japan gewann gegen Brasilien 1:0.

    In der Vorrunde spielt Japan dieses Jahr übrigens gegen Kolumbien (19. Juni, in Saransk), Senegal (24. Juni, Jekaterinenburg) und Polen (28. Juni, Wolgograd).

    4 COMMENTS

    1. Hallo,
      Fussball interessiert mich zwar nicht die Bohne, weder in Deutschland noch sonstwo, allerdings finde ich das Loge interessant, warum eine dreibeinige Krähe , welche die Sonne, zumindest erinnert es doch stark an die rote Sonne auf der japanischen Flagge, in der dritten Klaue hält, warum überhaupt drei Beine? Gibt es dazu irgendwelche Infos?
      Gruß
      Mike

    2. Stimmt, das mit der dreibeinigen Krähe finde ich auch komisch.

      Davon abgesehen: Nur 3 Stürmer? Was spielt Japan? 4-5-1? (Auch Fußball-uninteressierter hier).

    3. Ich bin ja wirklich schon sehr gespannt!
      Ich bin kein Fußball-Fan, aber die WM (und EM) schau ich mir immer an.
      Die letzte WM hab ich noch live in Japan miterlebt. :)

      Nach Deutschlands Niederlage gegen Österreich mache ich mir aber in diesem Jahr doch etwas Sorgen. ^^;

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