You are currently browsing posts tagged with Erdbeben

Buntes Allerlei: Erdbeben | Schnee | Abe’s Fehlgriff und Geschichtsstunde

November 24th, 2016 | Tagged , , , | Kommentare deaktiviert für Buntes Allerlei: Erdbeben | Schnee | Abe’s Fehlgriff und Geschichtsstunde | 955 mal gelesen

Unerhört: Schnee in Tokyo im November

Unerhört: Schnee in Tokyo im November

Irgendwann im vergangenen Jahr, im November oder Dezember, meldete das Wetteramt Schnee für Tokyo an. Das war recht ungewöhnlich, denn wenn es mal in Tokyo schneit (man erinnere sich – Tokyo liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Tunis!), dann eher um den Februar herum. Und siehe da – es schneite nicht, und die falsche Vorhersage wurde damit begründet, „dass es nicht kalt genug war“. Aha. Heute hat es jedoch gereicht. Zwar blieb der Schnee im Zentrum von Tokyo kaum liegen, wohl aber in den Randgebieten, inklusive meines Gärtchens. Und das ist schon etwas besonderes: Das letzte mal, dass es im Zentrum von Tokyo im November geschneit hat, war 1962 – also vor 54 Jahren. Das Verkehrschaos war da, aber es hielt sich einigermaßen in Grenzen.


A propos Natur: Am Dienstag, dem 22. November, morgens kurz vor 6 Uhr, rüttelte es spürbar im Raum Tokyo — Grund dafür war ein Erdbeben der Stärke 6.9¹ vor der Küste von Fukushima – also genau da, wo man in den Jahrzehnten lieber kein grösseres Erdbeben erwarten möchte. Es wurde sogar eine Tsunami-Warnung herausgegeben, aber der Tsunami war letztendlich maximal 1.5 Meter hoch und richtete keine größeren Schäden an.  Auch im havarierten AKW gab es wohl keine besonderen Vorkommnisse. In den deutschen Medien las sich das jedoch alles so furchtbar, dass zahlreiche Bekannte ganz erschrocken über Facebook und Co. fragten, ob alles in Ordnung sei. Das freut mich natürlich sehr, aber andererseits war es letztendlich ein relativ harmloses Beben.


Und da wäre noch Ministerpräsident Abe, der in dieser Woche nach New York eilte, um als erstes Staatsoberhaupt eines anderen Landes mit Donald Trump reden zu können. Das schien Abe wohl sehr wichtig, um die Gemüter zu Hause zu beschwichtigen, denn wie hier geschildert, macht man sich auch in Japan große Sorge darüber, was Trump außen- und wirtschaftspolitisch alles anrichten wird. Scheinbar ist man noch optimistisch – nach einem kurzen Sturzflug ist die Börse seit Tagen im Höhenflug, doch es fällt schwer zu glauben, dass sich die Lage mit Trump verbessern wird. Heute kam jedenfalls ans Licht, dass Abe ein besonderes Souvenir im Gepäck hatte: Einen goldfarbenen Golfschläger der Firma Honma Golf Co. Damit wollte er die Besonderheit und Qualität der Marke „Made in Japan“ unterstreichen. Das ganze hatte nur einen Schönheitsfehler, wie die chinesischen Medien in dieser Woche genüsslich feststellten²: Honma Golf ging schon vor 11 Jahren pleite und wurde danach von chinesischen Geschäftsleuten übernommen. Das einzige, was an dem Golfschläger noch japanisch ist, ist der alte Firmenname „Honma“.


Zu guter letzt noch eine Perle japanischer Wissensvermittlung. Beim Zappen fiel mir neulich ein Programm mit dem Namen 戦国鍋TV 〜なんとなく歴史が学べる映像〜 (Sengoku-nabe TV – ‚Videos, mit denen man irgendwie ein bisschen Geschichte lernen kann‘ auf. Eine Boygroup in Glitzergewändern sang da mit viel Humor und noch mehr Verrenkungen die Erbfolgen der verschiedenen japanischen Clans im 17. Jahrhundert herunter. Das war einfach zu göttlich anzuschauen. Leider scheint es das Programm nur 2 Jahre lang gegeben zu haben – produziert wurde es laut Wikipedia von 2010 bis 2012 vom lokalen Sender TV Kanagawa, aber zur Zeit gibt es manchmal Wiederholungen. Ob das unten folgende Video in Deutschland sichtbar ist und wenn ja wie lange, weiss ich leider nicht. Aber es versuche es trotzdem:

Fazit: Interessanter Ansatz. Könnte mir vorstellen, dass einige Leute wirklich dank dieser Sendung etwas gelernt haben.

¹ Siehe unter anderem hier
² Siehe unter anderem hier

Teilen:  

Kumamoto 4 Tage nach den Beben

April 20th, 2016 | Tagged | 1 Kommentar | 884 mal gelesen

Verschiebung infolge des Bebens. Quelle: Kyodo

Verschiebung infolge des Bebens. Quelle: Kyodo

Ja, DEN Beben, denn wie über Blog und Twitter berichtet, gab es letztendlich zwei schwere Beben innerhalb von 30 Stunden, und dazu noch unzählige weniger starke Beben, von denen jedoch etliche stark genug wären, den Zugverkehr auf Stunden lahmzulegen.

Das erste Beben in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag forderte letztendlich neun Menschenleben, das zweite in der Nacht vom Freitag zum Sonntag bisher 37, aber es werden noch cirka 10 Menschen vermisst. Die Infrastruktur hat arg gelitten: Zahlreiche Strassen in und um Kumamoto, darunter auch Autobahnen, sind unpassierbar – entweder, weil sie durch Trümmer oder Erdrutsche bedeckt sind oder weil sie auseinandergerissen worden sind. Der Flughafen von Kumamoto ist vorerst nicht benutzbar, da Teile der Decke abstürzten. Bei den Bahnlinien sieht es nicht besser aus – selbst die Shinkansentrasse ist beschädigt.

Das erste Beben konnte die Stadt Kumamoto noch verkraften, aber das zweite Beben sorgte für unterbrochene Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Geschäfte blieben entsprechend geschlossen und die Versorgungslage spitzte sich langsam zu. Laut Berichten von Freunden vor Ort scheinen aber Teile der Infrastruktur wieder zu funktionieren und erste Geschäfte zu öffnen.

Burg von Kumamoto - vor dem Beben

Burg von Kumamoto – vor dem Beben

Besonders schlimm hat es die Gemeinde Minami-Aso erwischt. Eine wichtige Brücke zu einer Hauptverkehrsstrasse (die Hauptverbindung zwischen Kumamoto und Oita) ist von einem massiven Erdrutsch völlig zerstört worden. Dementsprechend kommt auch kaum Hilfe in den Ort – trotz Einsatzes der Selbstverteidigungskräfte. Selbst „Ärzte ohne Grenzen“ hat die medizinische Versorgung vor Ort als unzureichend h noch eingestuft und eine kleine Gruppe von Ärzten in Marsch gesetzt. Überhaupt hört man in den Nachrichten (und von Freunden vor Ort) Klagen, dass keine Hilfe in Form von Decken (vorgestern war es dort in der Nacht 3 Grad kalt, und viele Tausende campieren noch im Freien), Nahrung, Wasser und so weiter ankommt. Gerade in Kumamoto liegt das, wie auch vor 5 Jahren in Tohoku, nicht am Mangel, sondern an der zerstörten Infrastruktur – Hilfslieferungen kommen einfach nicht durch (wir wollten auch Sachen schicken, aber man riet uns davon ab – es würde vorerst nicht ankommen).

Wenigstens scheinen die Kernkraftwerke nichts abbekommen zu haben. Und: Letztendlich waren die Folgen des Bebens weit weniger verheerend als die des gleich starken Bebens von Kobe im Jahr 1995. Der Schock sitzt den Bewohnern jedoch noch immer in den Knochen und wird so schnell nicht weichen – schliesslich war Kumamoto ziemlich lange von einer solchen Katastrophe verschont geblieben.

Die altehrwürdige Burg von Kumamoto hat es ebenfalls ziemlich stark mitgenommen. Die Burg ist zwar ein Nachbau — allerdings ein charmanter, verglichen mit anderen Nachbauten wie denen in Osaka oder Nagoya. Viele der traditionellen Dachziegel sind heruntergefallen und etliche der dicken Festungsmauern eingestürzt. Zu den Dachziegeln und deren Reaktion beim Erdbeben gibt es übrigens einen hochinteressanten Artikel. Auch der uralte und berühmte Aso-Schrein hat schwer gelitten.

Teilen:  

Schweres Erdbeben in Kumamoto

April 14th, 2016 | Tagged | 12 Kommentare | 1595 mal gelesen

Kumamoto-Erdbeben

Kumamoto-Erdbeben

Heute, am 14. April 2016, gab es um 21:26 schweres Erdbeben auf Kyushu – das Epizentrum lag zwischen Kumamoto Stadt und Yamaga, in der Stadt 益城町Mashiki-machi. Nach der japanischen Erdbebenskala erreichte das Beben dort die Maximalstärke 7. Nach der Richterskala waren es „nur“ 6,4, mit der Besonderheit, dass das Beben in lediglich 10 km Tiefe lag und Augenzeugenberichten zufolge nur ca. 15 Sekunden dauerte. Das Beben war sehr deutlich überall auf Kyushu zu spüren.
In der Millionenstadt Kumamoto scheint es nur begrenzte Schäden zu geben. Wir erreichten sogar meine Schwiegeroma per Telefon – sie war sichtbar geschockt, aber auch in ihrem Haus gab es keine grösseren Schäden. Während in Kumamoto die Lichter an sind, herrscht in Mashikimachi scheinbar Stromausfall. Über Twitter liest man bereits von ersten eingestürzten Gebäuden; Berichte über Tote und Verletzte gibt es noch nicht.
Da das Beben sein Epizentrum in der Inselmitte hatte und recht flach war, sind Tsunamis nicht zu befürchten. Zum Glück – zwischen Kumamoto und Kagoshima liegt das AKW 川内 Sendai.
Die Nachbeben halten an und werden die Bewohner noch die ganze Nacht über wach halten. Das schwerste soweit hatte eine Stärke von 5.7 und fand 22:08 statt. Just in diesem Moment kam wieder eine Warnung herein.

Mehr Infos gibt es wie immer über meinen Twitter-Account (@Tabibito_Tokyo) – siehe Beispiel unten:

Teilen:  

5 Jahre danach

März 8th, 2016 | Tagged , , | 12 Kommentare | 948 mal gelesen

Fünf Jahre ist es nun schon her, dass der ganze Norden Japans bebte. Und ich muss mich noch nicht einmal großartig konzentrieren, um die Bilder und Gefühle wieder hochkommen zu lassen. Die Sorge. Das Wort trifft es zumindest in meinem Fall besser. Es war Sorge, nicht Angst. Sorge davor, alles hier zu verlieren. Sorge davor, dass mein erst vier Wochen zuvor geborener Sohn, von seiner damals erst 4-jährigen Schwester mal abgesehen, zur falschen Zeit am falschen Ort sind und wir zu Flüchtlingen werden. Sorge davor, dass die Panikmacher vielleicht doch recht haben könnten und Fukushima die weite Umgebung inklusive Tokyo unbewohnbar macht. Sorge davor, dass es innerhalb weniger Jahre zu einem richtig schweren Erdbeben direkt unter Tokyo kommen würde. Sorge davor, dass die Politik entgegen jeglichen gesunden Menschenverstandes wieder die nuklearen Meiler anwerfen würden.

2 km landeinwärts in Minami-Sōma, Fukushima

2 km landeinwärts in Minami-Sōma, Fukushima

Was hat sich bewahrheitet in den 5 Jahren? Waren die Sorgen berechtigt? Nun, Tokyo ist bekanntermassen noch bewohnbar. Es gab – bisher – kein schweres Erdbeben direkt unter der Hauptstadt (auch wenn gesagt wurde, dass dies mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% in den folgenden 4 Jahren eintreten würde). Ich bin mit auf die Straße gegangen, um gegen Atomkraft zu demonstrieren (eigentlich plädiere ich für Nichteinmischung, denn ich bin Deutscher, kein Japaner – aber es geht um meine Kinder). Und trotzdem haben die Irren begonnen, die Meiler wieder anzuschalten. Fukushima wird gereinigt, doch man ist gerade erst am Anfang. Japan stellt entsetzt fest, dass man überhaupt nicht weiß, wie es mit dem ganzen radioaktiven Müll weitergehen soll. Ich habe mit der Familie die Stadt, in der wir wohnten, hinter mich gelassen, denn die war zur Hälfte zerstört.

Irgendwann kehrt man zur Normalität zurück. Man hat ja keine andere Wahl. Und zu den Jahrestagen werfen mal diese, mal andere mit mehr oder weniger gekonnten Beitägen zum Thema Fukushima um sich. Neutral scheint keiner dabei zu bleiben – die deutschen Medien schon mal gar nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass uns in absehbarer Zeit eine neue Katastrophe erspart bleibt. Ein Mal reicht.

Ach ja: Auch die Filmemacherin Doris Dörrie hat dem Thema nun ein Film gewidmet. Ob er was taugt? Ich weiß es nicht. Wenn ja, wäre ich überrascht.

Falls jemand über gute Reportagen oder Artikel stolpert, bitte her damit. So lange es nicht von RT oder DWN ist, schaue ich gern rein.

Teilen:  

Erdbebensicher? Schau auf den Bushaltestellennamen!

November 17th, 2015 | Tagged , | 2 Kommentare | 652 mal gelesen

Da hat mir doch jetzt tatsächlich eine Geowissenschaftlerin, Mariko Kawai von der Nagoya University, die Idee geklaut, eine Korrelation zwischen Ortsnamen und dem Gefährdungsgrad durch Erdbeben (und Überschwemmungen) herzustellen¹. Eine Idee, die eigentlich auf der Hand liegt.

In nahezu allen Ländern und Sprachen dieser Erde gibt es unzählige Ortsnamen, die quasi nicht mehr tun, als die topgraphische Lage zu beschreiben: Kapstadt, Nürnberg, Hongkong, Freital und so weiter. Burg und Berg? Oben. -au, -wiesen, -tal? Unten. Die Liste ist lang. Und das ist auch in Japan nicht anders. Es ist sogar einfacher in Japan, da Schriftzeichen bzw. sogar Teile von Schriftzeichen oft schon Auskunft geben über die Lage. Während dieses Hintergrundwissen in Deutschland keine allzu grosse Rolle spielt (wobei es natürlich nützlich ist, zu wissen, ob man in einer ehemaligen Flussaue lebt oder nicht), ist dieses Wissen in Japan jedoch überlebenswichtig. Beziehungsweise sehr hilfreich, wenn man überlegt, sich ein Haus zu kaufen, denn das sollte ja nach Möglichkeit auf stabilem Untergrund stehen und nicht beim nächsten Taifun fortgespült werden.

Die Idee, dazu Ortsnamen zu benutzen, ist gut und schön. So merkt man schon am Stadtnamen Urayasu, dass hier viel Wasser mit im Spiel ist (ura = kleine Bucht). Um jedoch im kleineren Maßstab arbeiten zu können, hat der Wissenschaftler nun Bushaltestellennamen benutzt, und das ist natürlich genial. Die Haltestellen liegen in der Stadt keine 300 Meter weit auseinander und erlauben so ein viel exakteres Bild. So zum Beispiel bei einer Buslinie, die ich gelegentlich benutze: Sie startet in 溝の口 Mizonokuchi (= Mündung des Wassergrabens), geht erst mal durch flaches Land, über die Haltestelle „平 Taira“ (Ebene), gefolgt von der Haltestelle „初山 Hatsuyama“ (=erster Berg), dann bis 潮見台浄水場 Shiomidai Jōsuijō (Meeresblickplateau-Wasseraufbereitungsanlage) bis 鷲ヶ峰 Washigamine (Adlerpass). Auf der Strecke werden zwar nur rund 100 Höhenmeter bewältigt, aber die Haltestellennamen dramatisieren die Morphologie auf eindrucksvolle Weise. Und wo kauft man also nun ein Haus? In Mizonokuchi? Oder Taira? Oder doch lieber am Plateau? Natürlich kauft der Großteil lieber in Mizonokuchi, denn erstmal ist das bequemer, und zweitens näher dran an Tokyo. Dass die Gefährdung durch Erdbeben und Fluten hier wesentlich höher ist, sollte jedoch klar sein.

Natürlich ist das Raster mit den Bushaltestellennamen zu grob. Ein -tal (-ya wie im Shibuya, oder -tani) bedeutet ja nicht, dass das ganze Gebiet gefährdet ist – schliesslich ändert sich die Lage am Talhang umgehend. Man muss sich also die Gegend schon selbst ansehen – mit einem Mindestmass an Logik (Wasser fliesst immer abwärts, die Schwerkraft siegt immer usw.) – um zu ahnen (!), wie gefährdet ein Gebiet ist. Oftmals ist die Lage aufgrund der dichten Bebauung jedoch nicht so offensichtlich – da fallen 5 Meter Höhenunterschied nicht auf und äussern sich nur im Ortsnamen, der meistens entstand, bevor alles zugestellt wurde.

Die Karte der Bushaltestellennamen, unterteilt in „sichere“ und „unsichere“ Ortsnamen, weist dabei in der Tat eine Korrelation auf mit zum Beispiel der Schwere der Erdbebenschäden nach dem grossen Kanto-Erdbeben 1923. Östlich, vor allem aber nordöstlich der Ginza, tauchen vermehrt Ortsnamen mit Schriftzeichen auf, in denen das Radikal Wasser enthalten ist. Und in der Tat: Diese Gegend ist besonders gefährdet, durch Überschwemmungen und durch Erdbeben. Das ist letztendlich auch der Grund, warum ich mir dort kein Haus kaufen würde. Im Westen von Tokyo, Kawasaki und Yokohama sieht es dann ganz anders aus: Da gibt es ganz viele „Berge“, Hänge“, „Gipfel“ und „Plateaus“.
Für Interessierte hier eine kurze, unvollständige Liste von „guten“ und „schlechten“ Schriftzeichen in Ortsnamen:
Eher stabil:

山 (yama, san) 尾 (-o), 岳 (-dake), 峰, (mine), 嶽 (gaku), 嶺 (mine)
岡 丘 (beides: oka) 台 (dai) 坂上 (sakagami) 坂 阪 (beides: saka) 岩 (iwa) 盤 (ban) 曽根 (sone) 森 (mori) 林 (hayashi, rin) 高 (taka, kō) 上 (ue, kami)

Eher instabil:

崎 (saki) 岬 (misaki) 浜 (hama) 洲 (su) 潟 (gata) 島 (shima) 岸 (kishi, gan) 潮 (shio) 入 (iri) 湾 (wan) 谷 (tani, -ya) 窪 (kubo) 袋 (fukuro) 坂下 (sakashita)

Wie man sieht, eigentlich ganz logisch: Ortsnamen, die eher instabilen Untergrund / eine instabile Lage versprechen, enthalten oft das Radikal „Wasser“ (氵 ); stabiler hingegen erscheinen Ortsnamen mit dem Radikal Erde ( 土 ) und Berg ( 山 ). Natürlich gibt es genügend Ausnahmen: Das Schriftzeichen 島 shima (Insel) zum Beispiel enthält das Radikal für Berg, deutet hingegen auf Wasser hin – taucht jedoch auch in Ortsnamen fernab der Küste auf.

¹Siehe hier (PDF, Japanisch).

Teilen:  

Hut ab, liebe Macher des Tokyoter Katastrophenschutzhandbuches

September 29th, 2015 | Tagged , , , | 3 Kommentare | 933 mal gelesen

Nur echt mit Nashorn: Das Katastrophenhandbuch

Nur echt mit Nashorn: Das Katastrophenhandbuch

Sicher, die Tatsache, dass Tokyo die Nummer 2 weltweit im Lloyd’s City Risk Index 2015-2025¹ ist (die Nummer 1 ist übrigens Taipei), schreit geradezu danach, die Bewohner auf eventuelle Katastrophen so gut wie möglich vorzubereiten. Es kann schließlich viel passieren: Erdbeben. Taifune. Überschwemmungen. Wirbelstürme. Vulkanausbrüche. Terrorangriffe. Epidemien. Ein knallgelbes, kostenloses Buch mit wertvollen Tips für die Vorbereitung auf den Ernstfall sowie dem, was zu tun ist, wenn mal wieder etwas geschehen ist, sollte doch ideal sein. Also seid ihr auf die Idee mit dem 東京防災 Tokyo Bōsai-Buch gekommen. Und um den Ernst der Lage auch gut zu vermitteln, nehmt ihr also das „sai“ (das Zeichen bedeutet „Katastrophe“; bō bedeutet „Schutz, Vorbeugung“) und pappt deshalb ein Nashorn auf den Buchumschlag, denn Nashorn auf Japanisch heisst schliesslich „sai“, und schliesslich weiss man ja, wie gefährlich Nashörner sind. Haha. Ha. Und damit das auch ja alle lesen, kommen natürlich auch ein paar Seiten Manga rein, damit man, wenn man mit dem Buch verschüttet ist, auch was zum schmökern hat.

Das Inhaltsverzeichnis listet auch schön alle möglichen Ernstfälle auf. Aber halt, war das nicht was, vor circa vier Jahren, als eine radioaktive Wolke nach Tokyo reinwehte? Komisch, davon steht rein gar nichts im Buch. Und es ist ja nicht so, dass die Atommeiler nicht wieder angefahren werden sollen. Doch halt, was ist das – Seite 165:

Angriffe durch Guerilla und andere Spezialtruppen

Man muss von plötzlich auftretenden Schäden ausgehen. Falls atomare Anlagen angegriffen wurden, besteht ausserdem die Gefahr, dass es zu großflächigen Schäden kommt.

Ah, von daher weht der Wind! Die wahre Gefahr für die japanischen Atommeiler geht also nicht von den Naturkatastrophen sowie, und davor habe ich mehr Sorge, von den Betreibern aus, sondern von ominösen Guerillakriegern. Höchstwahrscheinlich von nordkoreanischen Froschmännern!

Dass diese – wie man ja gesehen hat, sehr reale – Gefahr einer atomaren Verseuchung mal eben so vollständig ausgeklammert wird, ist unglaublich. Was will uns die Stadtverwaltung von Tokyo, Herausgeber des Buches, damit sagen? Dass so etwas ganz bestimmt nicht wieder vorkommt? Oder hat man Angst, so kurz vor Olympia wieder ins Gerede zu kommen? Schliesslich hatte ja Abe dem Internationalen Olympischen Komitee hoch und heilig versprochen, dass Fukushima kein Thema mehr ist? Es darf gerätselt werden.

¹ Siehe hier.

Teilen:  

Die ganze Palette der Naturgewalten

September 15th, 2015 | Tagged , , | 2 Kommentare | 841 mal gelesen

Man ist ja in Japan einiges gewohnt in Sachen Naturgewalten, aber die Häufung der Ereignisse in den letzten 4 Tagen ist selbst für Japaner etwas Besonderes. Das ganze begann am 10. September. Taifun Nummer 18 und Taifun Nummer 19 nahmen Japan in die Zange. Nummer 18 war zwar relativ schwach und Nummer 19 traf gar nicht erst aufs Land, aber diese besondere Wetterlage hatte zur Folge, dass ein dünner Streifen sehr warmer und feuchter Luft zwei Tage lang vom Süden her über Tokyo gen Norden zog und sich dort in den Bergen in sintflutartige Regenfälle entlud. In den Bergen von Tochigi an der Grenze zur Präfektur Ibaraki fielen so rund 600 mm Regen in weniger als zwei Tagen. So viel Niederschlag fällt in Berlin nicht mal in einem Jahr. Das Wasser will natürlich erstmal abfliessen – doch die Menge war so gross, dass es in der Stadt 常総市 Jōsō-shi 50 Kilometer nördlich von Tokyo – fast genau zwischen Tokyo und Nikkō – zum Deichbruch kam. Das Gebiet links vom Kinugawa-Fluss lief danach binnen weniger Stunden voll wie eine Badewanne, und da Holzhäuser ohne Keller und allem den Wassermassen nicht viel entgegenzusetzen haben, ähnelten die Bilder denen nach dem Tsunami 2011. Ein paar Menschen kamen dabei ums Leben, und es werden immer noch Menschen vermisst.

Das pikante am 決壊 kekkai Deichbruch war, dass für die Gegend an der Stelle des Bruches keine Evakuierungsanordnung galt. Evakuierungsanordnungen gab es zwar – aber eben nicht an jener Stelle. Die Begründung dafür war, nun ja, interessant: Man hat nur dort evakuiert, wo besorgte Anrufe von Anwohnern eingegangen waren. Wenn also zwei, drei Leute eines Bereiches anriefen und sagten „Der Fluss scheint hier bald über die Ufer zu treten“, wurde eine Evakuierung angeordnet. Es gab aber keine Anrufe von der Bruchstelle – und damit hatten die Menschen sich ergo ihre Lage selbst eingebrockt.

Auf den Bildern war jedoch klar zu erkennen, dass das Wasser nur noch weniger als einen Meter unter der Deichkrone stand. Dass bei dieser Lage und anhaltendem Starkregen keine Deichläufer oder zumindest Luftüberwachung angeordnet wurden, grenzt an Fahrlässigkeit.

Nummer 2 folgte am Sonnabend, kurz vor 6 Uhr morgens: Ein Erdbeben der Stärke 5.2 weckte so ziemlich ganz Tokyo auf, denn es hatte nahezu überall in Tokyo, Kawasaki, Chiba und Yokohama die Stärke 4. Es wackelte also sehr deutlich. Grössere Schäden gab es nicht, aber das Besondere an diesem Beben war das Epizentrum: Es lag in der Bucht von Tokyo, oder, um genauer zu sein, fast genau unterhalb des Flughafens Haneda. Und das ist relativ selten. Seit Jahren wartet man ja nun auf das 直下型 chokka-gata – das grosse Erdbeben direkt unter Tokyo. War dies das Vorspiel? Oder war es gar ein Entlastungsbeben, dank dessen das große nun um ein paar Jahre nach hinten verschoben wurde? Diese Fragen kann die Seismologie leider noch nicht gewissenhaft beantworten. So richtig vorstellen möchte es sich jedoch niemand – das grosse Beben könnte nämlich, rechnerisch zumindest, bis 8-komma-nochwas stark sein. Und das ist hunderte Male stärker als die läppischen 5.2 am Sonnabend.

Das Mass voll machte heute, am 14. September, der Vulkan Aso auf Kyushu, der mal eben plötzlich eine 2 Kilometer hohe Aschewolke in den Himmel schickte. Das kam etwas überraschend – die Warnstufe ist lediglich 2 (von 5), aber das ist dem Aso offensichtlich egal. Den Livestream kann man sich hier ansehen – bei ca. 3h 25m geht es richtig los:

Das reicht dann auch erst einmal für die nächsten Wochen. Hoffen wir zumindest.

Teilen:  

Die tektonische Woche

Mai 31st, 2015 | Tagged , | 6 Kommentare | 1947 mal gelesen

Eigentlich lässt es einen ja schon fast kalt, wenn die Erde mal wieder ein bisschen wackelt oder irgendwo ein Vulkänchen brodelt. Aber die letzten 5 Tage legte sich der Untergrund in und um Japan so richtig ins Zeug. So gab es am Nachmittag des 25. Mai ein Beben der Stärke 5.6 auf der Richterskala – mit dem Epizentrum in der Präfektur Saitama, also beinahe schon direkt unter Tokyo. In einer Gemeinde war dies eine schwache 5 auf der japanischen Skala und in etlichen Teilen der Hauptstadt eine 4. Erdbeben dieser Stärke steckt man hierzulande eigentlich ganz locker weg, aber zu etlichen Zugverspätungen kam es trotzdem. Es war jedenfalls eine Weile her, dass mein Handy wegen eines Erdbebens losging: „Ein Erdbeben kommt! Ein Erdbeben kommt! Achtung!“ – da das Epizentrum jedoch in unmittelbarer Nähe lag, kam die Warnung exakt zur gleichen Zeit wie das Erdbeben.

Am 29. Mai meldete sich der gut 600 m hohe Vulkan 新岳 (Shindake, wörtlich: „Neuer Gipfel“) eindrucksvoll in die Nachrichten zurück. Der Vulkan liegt auf einer kleinen Insel mit dem recht eigenartigen Namen 口永良部島 Kuchinoerabu in der Präfektur Kagoshima – direkt neben der sehr bekannten Insel Yakushima. Im vergangenen Jahr rührte sich der gleiche Vulkan schon ein Mal, zum ersten Mal seit über 30 Jahren, aber da gab es eine nur rund 800 Meter hohe Aschewolke. Dieses Mal ging die Aschewolke rund 9,000 Meter hoch. Verständlicherweise wurde daraufhin die höchste Warnstufe (5) ausgerufen – schliesslich leben auf der Insel ja auch noch rund 130 Menschen.

Nummer drei folgte heute abend, am 30. Mai: Erst gab es ein leichtes Erdbeben. Rund eine Minute später fing es schon etwas stärker an zu wackeln. Es waren keine heftigen Bewegungen, eher ein Gefühl, als ob der Untergrund zu schwimmen beginnt. Türen gingen auf und zu, Lampen pendelten hin und her. Kurze Zeit später erfuhren wir, dass das Zentrum bei den Ogasawara-Inseln lag. Also weit weg. Stärke: 8.5. Also sehr, sehr stark. Trotzdem wurde nur eins, zwei Minuten später bekanntgegeben, dass keine Tsunami-Gefahr besteht. Das ist erstaunlich – aber letztendlich nicht verwunderlich, da das Epizentrum in 590 km Tiefe – also sehr, sehr tief – lag. Bei der Stärke und Tiefe ist es dann auch nicht verwunderlich, dass das Beben in ganz Japan spürbar war – von Hokkaido bis Okinawa (siehe Karte).

20150530203436395-302024

Automatisch erstellte Erdbebenkarte: Die Farbpunkte markieren Messstation, die Farbe selbst die dort gemessene Stärke. Weisse Punkte: Von der Wahrnehmung her kaum spürbar. Blau spürt man, wenn man nicht fest schläft oder im Zug sitzt. Grün – keine Schäden, aber schon deutlicher spürbar. Gelb = hier möchte man schon nicht mehr im Fahrstuhl stecken. Orange: Gut geschüttelt. Dunkelorange: Au weia. Rot: Definitiv nicht gut. Risse in Mauern und Strassen, Erdrutsche, Möbel umgekippt, alte Häuser zusammengebrochen. Violett: Dürfte jeder Beschreibung trotzen.

Gut. Das reicht dann doch erstmal für eine Woche. Hoffen wir, dass die nächste Woche etwas ruhiger wird. Übrigens: Wer auf neueste Nachrichten zum Thema aus ist, folge mir einfach auf Twitter. Dann gibt es Nachrichten wie die unten – und dies meistens schneller als die Tagesschau!

Teilen:  

Über 150 Delfine stranden in Ibaraki – ein Menetekel?

April 11th, 2015 | Tagged , | 3 Kommentare | 2150 mal gelesen

Heute morgen sind in der Nähe von Kashima in der Präfektur Ibaraki 156 Breitschnabeldelfine gestrandet. Ein paar konnten von Ortsansässigen gerettet werden, aber es waren einfach zu viele der bis zu 300 Kilogramm schweren Tiere – die meisten verendeten schliesslich am Strand¹.

Nun stranden alljährlich Delfine und Wale an Stränden in den unterschiedlichsten Gegenden der Welt, auch in Japan, aber die Menge ist ungewöhnlich. Schnell tauchte in japanischen Medien jedoch die Nachricht auf, dass zum Beispiel am 4. März 2011 über 50 Delfine unweit der diesjährigen Stelle strandeten. Was eine Woche später geschah, ist ja hinlänglich bekannt.

Eine der Theorien für die Massenstrandungen besagt, dass plötzliche Änderungen im Magnetfeld der Erde dazu führen können, dass die Tiere ihren Orientierungssinn verlieren. So etwas kann auch vor, während und nach Erdbeben vorkommen. Aber ein stichfester Beweis für diesen Zusammenhang scheint zu fehlen.

Soll man sich also kirre machen lassen? Lieber nicht. Aber etwas unheimlich ist das ganze natürlich schon. Von daher kann es nicht schaden, wenn man bei der Gelegenheit mal seine Strategie für den Ernstfall überlegt. Hat man genügend Toilettenpapier? Instantnahrung? Wasser?



¹ Eine Zusammenfassung mit Twitterfotos sowie eine Zusammenfassung von Argumenten pro und contra die Erdbebentheorie findet man hier (Japanisch).

Teilen:  

Drei Jahre danach und …

März 13th, 2014 | Tagged , , | 1 Kommentar | 1658 mal gelesen

Mit etwas Verspätung möchte ich nun auch meinen Senf zum 3. Jahrestag der Erdbeben-Tsunami-AKW-Katastrophe hinzugeben. Im japanischen Fernsehen liefen zum Anlass verschiedene Dokumentationen beziehungsweise Momentaufnahmen, die einige interessante bis erschütternde Tatsachen ans Licht brachten.

Dazu gehört die Lage in den Katastrophengebieten schlechthin. Man war sehr flink beim Aufräumen – das muss man einräumen. Ein großer Teil des Schutts war bereits nach einem Jahr verschwunden, und noch viel mehr im Jahr danach. Doch was passierte danach? Leider nicht viel. Mit Quellen kann ich leider nicht aufwarten, aber es wurde zum Beispiel erwähnt, dass

– Nur 4% der Bewohner, die weiter oberhalb des Meeresspiegels angesiedelt werden müssten, auch wirklich umgesiedelt wurden
– Nur 2% der wirklich neu zu bauenden Wohnhäuser gebaut wurden
– 0% der die Tsunamigefahr Rechnung tragenden neuen Flächennutzungsplanung abgeschlossen sind.

Will heissen: Orte wie Minamisanriku oder Ōtsuchi, die quasi komplett zerstört wurden, sind zwar aufgeräumt, aber: Was bleibt ist eine unbewohnte Ödnis, und man weiss nicht, was daraus werden soll.
Mangelt es an Geld? Eher nicht. Es ist genug Geld zum Wiederaufbau verhanden – sogar so viel, dass selbst abwegige, weit entfernte Projekte Geld im Gießkannenverfahren erhalten. Es ist eher die Planung. Und das geht in etwa so: Um überhaupt erstmal planen zu können, müssen die Deiche neu gebaut werden, da die meisten zerstört wurden. Und die Deiche müssen höher und breiter werden. Doch meistens gehört das Land dahinter jemandem. In nicht wenigen Fällen stehen im Grundbuch gleich mehrere Besitzer als Gemeinschaft, die das Land vor vielen Jahrzehnten erstanden oder erhalten haben. Diesen Leuten muss das Land abgekauft werden (oder das Einverständnis geholt werden, das Land abzutreten). Sind die ursprünglichen Besitzer verstorben, müssen die Kinder angesprochen werden. Oder die Enkelkinder. Und schon kommt man auf beispielsweise rund 200 Leute, im ganzen Land verstreut, die man persönlich ansprechen muss, um den einen oder andern Hektar freizukaufen. Dieser Aufwand überwältigt verständlicherweise die Behörden.
Andererseits sind sich die Betroffenenen in vielen Fällen nicht einig. Einige wollen umsiedeln, andere wollen auf jeden Fall bleiben. Eine Gruppe kämpft dafür, dass eine Ruine als Mahnung an nachkommende Generationen bestehen bleibt – eine andere Gruppe möchte die Folgen restlos beseitigen. Es ist entsprechend eine Mammutaufgabe, einen Konsens für jedes noch so kleine Wiederaufbauprojekt zu finden.

Einige japanische Sendungen zum Thema Fukushima waren ebenfalls sehr interessant. Auch wenn mancher in Europa denken mag, dass das Thema in Japan keine so große Rolle mehr spielt — dem ist nicht so. Auch in Japan schaut man mit Schaudern auf dass, was da in Fukushima passiert. Doch redet man in Japan gleichzeitig gern darüber, wie verstrahlte Gebiete gereinigt werden und die Bewohner bald wieder zurückkehren können. Ein Experte zum Thema – leider muss ich hier schon wieder eine Quelle schuldig bleiben – meinte, nach der Ursache der sich häufenden „kleineren“ Unfälle am AKW gefragt, ganz lapidar: Natürlich wird sowas vermehrt auftreten, da es nicht allzu viele Nuklearexperten gibt, und die meisten von ihnen damit beschäftigt sind, andere AKW für die Wiederinbetriebnahme vorzubereiten. Das leuchtet ein, kann aber zynischer nicht sein: Man verspielt die Zukunft einer ganzen Region, nur um ähnliche potentielle Gefahrenquellen zurück ins Leben zu rufen. Diese Logik kann man getrost als pervers bezeichnen.

Wer sich mehr für den Fortschritt – oder Nicht-Fortschritt beim Wiederaufbau interessiert, dem sei die Webseite des Ministeriums für Wiederaufbau (復興庁) anempfohlen: www.reconstruction.go.jp. Die Qualität und Anzahl der Daten ist allerdings spärlich, aber das muss bei einer staatlichen Webseite wohl so sein.

Teilen:  

« Ältere Einträge