Slowakei – Allgemeines, Reisetipps, Historisches und mehr

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Landesname

Slovenská Republika (Slowakische Republik). Die Kurzform davon lautet Slovensko – nicht zu verwechseln mit Slovenija (Slowenien). Die gängige Kurzform im deutschen Sprachraum ist Slowakei. Während man beim Nachbarn im Westen besser nicht „Tschechei“ sagt sondern Tschechien, gibt es zu diesem Namen keine Alternative. Slawische Stämme nannten sich einst Slověne – der Landesname leitet sich also schlicht weg vom Wort „Slav“ ab – kein Einzelfall, siehe Slawonien. Ungarn nannten die heutige Slowakei zu k.u.k.-Zeiten auch Ober- und Niederungarn.

Fläche & Bevölkerung

Anklickbare Karte der Slowakei
Anklickbare Karte der Slowakei

Das Land ist rund 48,845 km² gross – das entspricht etwa der Fläche von Niedersachsen.

Die Bevölkerung beträgt ca. 5,4 Millionen die Wachstumsrate liegt seit langem bei plusminus 0. Das sind zwei Drittel der Einwohner Niedersachsens. Damit ist die Slowakei verhältnismäßig dünn besiedelt.

Die Bevölkerung ist relativ homogen. Ca. 85,8 % sind Slowaken, 9,7 % Ungarn, 1,7 % Roma (keine zuverlässige Angabe), , 0,8 % Tschechen, 0,4 % Ruthenen und 0,2 % Ukrainer, weitere jüdische, deutsche, schlesische u.a. Minderheiten. (nach Schätzung von 2004).

Religion

Knapp 10 % gaben an, keinen Glauben zu haben. Ansonsten sind 60,3 % Römisch-Katholisch, 8,4 % Protestanten, 4,1 % Orthodox, andere 17,5%.

Zeitzone

MEZ (Mitteleuropäische Zeit). Also wie Deutschland, Österreich, die Schweiz usw. Sommerzeit gibt es auch.

Sprache

Slowakisch. Diese Sprache gehört zum westslawischen Zweig der Satem-Sprachen innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie. Am nächsten ist dem Slowakischen definitiv das Tschechische, zum Teil aber auch das Polnische.

In der Vergangenheit wurde, gerade als Schriftsprache, dass Tschechische in der Slowakei benutzt, was eine Annäherung des Slowakischen ans Tschechische zur Folge hatte. Erst seit dem 18. Jhd. gibt es eine eigene Schriftsprache. Wie viele andere slawische Sprachen auch hat das Slowakische 6 Fälle (der 7. Fall, der Vokativ, wurde abgeschafft). Eine Besonderheit sind einige ungarische Lehnswörter. Das Slowakische unterscheidet sich zudem vom Tschechischen durch einige andere Endungen, ein paar unterschiedliche Wörter sowie sogar ein paar andere Buchstaben und Laute. Interessant ist das Phänomen der rhythmischen Kürzung – dies besagt, dass zwei lange Silben hintereinander nicht vorkommen sollen – eine Silbe wird deshalb kurz. Ausnahmen inklusive.

Folgende Buchstaben gibt es nicht im Deutschen, werden anders gesprochen oder bilden einen wesentlichen Unterschied zum Tschechischen:

  • á é í ó ú ý : Werden schlichtweg lang gesprochen wie das [a] in [Nase] usw. [ í ] und [ ý ] sind identisch – ein langes [ i ] wie in [Miene].
  • ä : Wird wie das deutsche [ä] gesprochen, manchmal jedoch auch einfach nur wie das erste [ e ] in [Rede].
  • c : Wird immer wie ein deutsches [ z ] (ts) gelesen.
  • č : Stimmloses [tsch] wie in [Autsch].
  • ď : Dj, also wie ein D mit angedeutetem [ j ] dahinter. In etwa wie das [ dj ] in [ Nadja ].
  • dz : Stimmhaftes [z], also wie [ds] in….gibt’s nicht im Deutschen.
  • : Stimmhaftes [tsch], wie das [ g ] in [ Gin ].
  • ľ : Lj, also wie ein L mit angedeutetem [ j ] dahinter. In etwa wie das [ lli ] in [ Million ].
  • ň : Nj, also wie ein N mit angedeutetem [ j ] dahinter. Wie das [ ny ] in [ Canyon ].
  • ô : Ein zusammengezogenes [uo], ( əʊ ), ähnlich dem [ ow ] im englischen Wort [know].
  • s : Stimmloses [ s ], also wie das deutsche [ ß ].
  • š : Stimmloses [ sch ], wie in [ rasch ].
  • ť : Tj, also wie ein T mit angedeutetem [ j ] dahinter. Ähnlich dem [ tj ] in [ Matjes ].
  • v : Eher wie ein deutsches [ w ].
  • ž : Stimmhaftes [ sch ], also wie das zweite [ g ] in [ Gage ].

Betont wird stets die erste Silbe. Man kommt mit Tschechisch ziemlich gut zurecht. Wer Russisch spricht, wird einiges verstehen, aber sich selbst nur schwer verständlich machen können. Viele Leute sprechen Deutsch und ähnlich viel Englisch, so dass man keine allzu grossen Verständigungsprobleme in der Slowakei hat. Für eine Tabelle mit den wichtigsten Vokabeln in slawischen Sprachen (slowakisch ist allerdings nicht mit dabei) nebst Vergleich mit anderen slawischen Sprachen bitte hier klicken.

Reiseinfos

Prolog

Zu DDR-Zeiten bot die Slowakei die einzige Möglichkeit, problemlos in ein Hochgebirge zu gelangen. Deshalb war vor allem die Hohe Tatra sehr beliebt. Das zog auch uns mehrmals dorthin – wobei auch nach der Wende das Land keinesfalls an Reiz verloren hat. Zwar habe ich nur Photos von der letzten Reise in die Slowakei im Jahr 2003 (nach Kosice, weshalb ich in diesen Seiten nur diese eine Stadt vorstelle). Ein Besuch der Slowakei möchte ich trotzdem jedem ans Herz legen – es lohnt sich.

Visa

Alle West- und Mitteleuropäer benötigen kein Visum. Ein gültiger Personalausweis reicht für deutsche Staatsangehörige zumindest auch aus. Mit dem EU-Beitritt sind die zum Teil lästigen Zollkontrollen an den EU-Innengrenzen auch größtenteils weggefallen. Das gilt nicht für die Grenze zur Ukraine (siehe unten).

Geld

Achtung: Seit 2009 gilt auch in der Slowakei der Euro. Die unten stehenden Informationen bleiben nur aus historischen Gründen.

Die Landeswährung nennt sich Slovenská Koruna (Slowakische Krone), welche in der Regel abgekürzt wird mit Sk. Eine Krone besteht aus 100 halier (Heller).

100-Koruna-Schein
100-Koruna-Schein

Es zirkulieren Münzen im Wert von 10, 20 und 50 Heller sowie zu 1, 2, 5 und 10 KronenAn Geldscheinen gibt es 20, 50, 100, 200, 500, 1000 und 5000 Sk-Noten.

In der Slowakei herrscht mittel- bzw. westeuropäischer Standard. Geldautomaten gibt es überall. Diese akzeptieren alle gängigen Kredit- und Bankkarten, also auch Cirrus- und Maestrokarten. Natürlich kostet das pro Abhebung ca. 4 Euro. Viele Banken wechseln freilich auch Bargeld. Lediglich wer über die kleinen Dörfer zieht, sollte sich mit genügend Bargeld eindecken. An der ukrainischen Grenze kann man auch ukrainische Hrivna tauschen.

Preise

Die Slowakei liegt nicht nur geografisch sondern auch preislich zwischen Tschechien und der Ukraine. Man kann durchaus für umgerechnet 10 Euro ein einfaches Doppelzimmer bekommen und für 5 Euro gut essen – je nachdem, wie gross die Ansprüche sind und wo man ist – in Bratislava ist es natürlich etwas kostspieliger. Auch die Fahrtkosten halten sich wirklich in Grenzen. Einmal quer durchs Land – von Bratislava nach Košice – kostet mit dem Zug nur umgerechnet 9 Euro. Internationale Züge sind freilich spürbar teurer.

Man kann somit problemlos mit 20 Euro am Tag zurecht kommen – sogar mit noch weniger, wenn man campt und sich selbst verpflegt. Wer will kann natürlich auch viel mehr Geld für Hotels und Essen ausgeben.

Anreise

Es gibt direkte Flüge von den wichtigsten europäischen Städten nach Bratislava. Ansonsten bleiben nur Bus und Bahn. Von Österreich ist es nur ein Katzensprung: Von Wien nach Bratislava kann man die rund 60 km mit dem Schiff, der Bahn oder dem Auto zurücklegen. Bratislava liegt an der internationalen Bahnlinie von Berlin nach Budapest (Achtung: Ein Nachtzug fährt nicht über Bratislava sondern via Passau und Wien!).

Vom Hauptbahnhof der Hauptstadt Bratislava hl. st. fahren Direktzüge nach Hamburg über Berlin (9½ h), Prag (4¼ h) über Brno, nach Bukarest (18 h) über Budapest (2½ h), nach Warschau (7½ h) sowie unzählige Züge zu den unterschiedlichsten Bahnhöfen von Wien in rund einer Stunde. Von Košice gibt es einen direkten Zug nach Kyiv (Kiew) (21 h) über L’viv (Lemberg) (10½) sowie einen weiteren direkten Zug nach Kraków (Krakau) in 6 Stunden. Des weiteren gibt es auch von anderen Städten lokale Grenzzüge. Das Land verfügt zudem über ein ausgedehntes Busverkehrsnetz.

Grenzübergänge

Die Slowakei grenzt im Norden an Polen, im Osten an die Ukraine, im Süden an Ungarn, im Südwesten an Österreich sowie im Westen an Tschechien. Es gibt unzählige Grenzübergänge, so dass man nicht lange suchen muss.

Ein- und Ausreise

Es gelten die üblichen Zollregelungen der EU. Die Ein- und Ausreise geht fix, so dass man nach keinen fünf Minuten im Land ist. Es gibt auch nichts besonderes zu beachten. Nur die Ostgrenze ist, da EU-Aussengrenze, nicht ganz einfach. Für die Ukraine unbedingt vorher ein Visum besorgen!!! Reisende mit dem Auto müssen an dieser Grenze mit Problemen (lange Wartezeiten, strenge Kontrollen) rechnen, können das Procedere allerdings mit etwas papiergeldförmigen Schmiermitteln minimieren (so selbst an der slowakisch-ukrainischen Grenze gesehen) – wenn man diese Grenze zu Fuss, mit dem Fahrrad oder der Bahn überquert, braucht man so etwas nicht.

Essen und Trinken

Eine gewisse Nähe zur tschechischen und zur ungarischen Küche lässt sich nicht leugnen, und so ist für eine passable Atzung durchaus gesorgt. Klassiker wie knedle (Knödel) und Guláš (Gulasch) findet man überall – von der Bahnhofskantine bis zum teuren Restaurant. Man verwendet viel Fleisch, viel Käse und auch oft Kartoffeln. Ein typisch slowakisches Gericht nennt sich Bryndžové Halušky (Schafskäse-Nockerln). Quasi Gnocchi-ähnliche Spätzle, dazu eine sehr gehaltvolle Schafskäsesouce und gebratener Speck. Ist sehr schmackhaft, preiswert und macht sehr schnell satt. Auch in Ungarn gibt es das gelegentlich – vielleicht ist es auch ursprünglich ungarisch. Auch Selbstverpfleger können gut leben. Vor allem die slowakischen Käsesorten sind sehr ansprechend.

Zu trinken gibt es die üblichen Feuerwasser und andere Getränke. Die Slowakei produziert ihren eigenen Wein und natürlich auch diverse Sorten pivo (Bier). Der in dieser Region allgegenwärtige slivovice (Pflaumenbrand) und andere Obst- und Kräuterbrände sowie Liköre sind auch in der Slowakei sehr beliebt. Unnötig zu sagen dass es auch überall Tee und Kaffee und die üblichen Antialkoholika gibt.

Slowakische Topographie, Natur und Klima

Zwar hat die Slowakei keine Küste, dafür aber um so mehr Berge zu bieten. Von der Donauniederung im Südwesten bei Bratislava entlang der Grenze zu Ungarn und einer weiteren kleinen Ebene im Dreiländereck UkraineUngarn – Slowakei einmal abgesehen besteht das Land nur aus mehr oder weniger hohen Bergen. Die Karpaty (Karpaten) spielen dabei die grösste Rolle.

Die Hohe Tatra - vom Süden her gesehen
Die Hohe Tatra – vom Süden her gesehen

Ein Teilgebirge der Karpaten an der Grenze zu Polen ist die Tatry (Tatra), wobei die Západné Tatry (Westtatra) und Vysoké Tatry (Hohe Tatra) den höchsten Teil der Karpaten bilden. Hier findet man auch den höchsten Gipfel des Landes, nämlich den Gerlachovský štit (Gerlsdorfer Spitze) mit 2655 m Höhe. Die Hohe Tatra hat bereits alpinen Charakter und mit dem Kriváň (2494 m), Ryzy (Meeraugspitze), mit 2499 m gleichzeitig der höchste Gipfel Polens und anderen auch Berge im Programm, die so ziemlich jeder besteigen kann. Der Hauptkamm der Hohen Tatra ist gerade mal gute 25 km lang. Von der im Süden gelegenen Stadt Poprad aus gesehen wirkt die Tatra wie eine grosse, massive Wand. Im Gebirge selbst findet man die berühmten Meeraugen – kleine, sehr klare Schmelzwasserseen. Auch im Sommer gibt es hier einige kleine Eisfelder.

Südlich der Hohen Tatra fließt der kleine Fluss Váh (Waag) erst gen Westen, dann nach Süden bis zur Donau. Gegenüber der Waag von der Hohen Tatra aus gesehen liegt die grössere Nízke Tatry (Niedere Tatra), die zwar nicht alpinen Charakter zeigt, aber auch am Berg Ďumbier über 2000 Höhenmeter erreicht. In der Niederen Tatra findet man schöne Schluchten und Höhlen. Die ganze Tatra ist sehr gut erschlossen und ein beliebtes Urlaubsziel im Sommer.

Weniger frequentiert sind die anderen, mehr oder weniger waldreichen Mittelgebirge des Landes. Teile der Tatra und anderer Gebiete wurden unter Schutz gestellt und zu Nationalparks erklärt. Im Südwesten hat das Land einen kleinen Anteil an der Dunaj (Donau) und im Südosten an der Tisa (Theiß). Der längste Fluss im Lande ist ansonsten die oben erwähnte Váh (Waag) mit knapp 400 km Länge. Am ursprünglichsten ist die Slowakei im Nordosten, wo bereits die Waldkarpaten beginnen.

Das Klima ist leicht kontinental mit kalten Wintern und heissen Sommern. Vor allem in der Hohen Tatra ist es naturgemäss kälter und vor allem sehr wechselhaft.

Slowakische Geschichte – kurzer Überblick

Die heutige Slowakei bildete einstmals eine der Aussenprovinzen des Römischen Reiches, dass sich später jedoch zurückziehen musste. Ab Ende des 5. Jhd. kamen die ersten Slawen ins Land und verdrängten die anderen Stämme, wobei sie sich jedoch der Awaren im heutigen Ungarn (siehe Geschichte Ungarns) erwehren mussten. Anfang des 9. Jahrhunderts bildeten sich erste Fürstentümer – so dass Mährische Fürstentum im Westen und das Neutraer Fürstentum, benannt nach der Stadt Nitra im Südwesten.

833 vereinnahmte man das Neutraer Fürstentum – es entstand das Großmährische Fürstentum (siehe auch Geschichte Tschechiens), das weit über die Grenzen der heutigen Slowakei hinausging. Gute 20 Jahre später leiteten die Mönche Method und Kyrill aus Ohrid die Christianisierung ein. Im Jahre 907 wurde das Großmährische Reich jedoch von den Ungarn zerschlagen.

Auch das Neutraer Fürstentum wurde von den ungarischen Stämmen erobert. So zerfiel es in etliche kleine Fürstentümer, die nach und nach von den Ungarn erobert wurden. Als im Jahr 1000 das Erste Ungarische Königreich gegründet wurde, gehörten weite Teile der heutigen Slowakei dazu. Die Ungarn übernahmen dabei auch zahlreiche slawische Wörter und Verwaltungsstrukturen. Kurz gesagt blieb die Slowakei bis 1918 ungarisch – nur ein kleiner Teil im Norden gehörte zu Polen. Das Grenzfürstentum Nitra (Neutra) hatte jedoch grössere Freiheiten. Durch den Abbau von Gold und Silber kam die Region schnell zu Reichtum. Nach den verheerenden Mongoleneinfällen um 1241 wurden zahlreiche Deutsche ins Land gerufen, um die entvölkerten Gegenden neu zu beleben.

Nach dem Sieg der Osmanen gegen die Ungarn 1526 wurde die Slowakei zum Mittelpunkt des nicht osmanisch besetzten Königlichen Ungarns, das aber de facto den Habsburgern gehörte. Bratislava wurde zur Hauptstadt, während Buda an Bedeutung verlor. Im 17. Jahrhundert wurde es turbulent. Die Osmanen stellten eine permanente Bedrohung dar. Die Reformation wurde von der Gegenreformation zerschlagen. Und es gab etliche schwere Aufstände gegen die Habsburger.

Erst 1711 konnte der Frieden von Sathmar (Satu Mare) die Kämpfe gegen Osmanen und Habsburger beenden. Die Osmanen zogen sich aus Ungarn zurück, und letzteres wurde von der Slowakei aus wiederaufgebaut. Zu Lasten der Slowaken – die Region verlor an Bedeutung. 100 Jahre später sorgte die Napoleonischen Kriege auch in dieser Region für viel Leid. 1831 kam es zu einer Choleraepidemie, welche schliesslich im Osten einen heftigen Bauernaufstand zur Folge hatten.

Ab der Mitte des 19. Jhd. wurde die Slowakei zwar industrialisiert, aber gleichzeitig wurde die Magyarisierung vorangetrieben – vorher gegründete slowakische Schulen wurden geschlossen und Ungarisch zur Pflichtsprache für alle. Das wurde vor allem nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich von 1867 problematisch – die Slowakei geriet noch mehr unter ungarischen Einfluss, während sich Tschechien unter der fortschrittlicheren Herrschaft der Österreicher wesentlich besser entwickeln konnte. Doch schon damals gab es natürlich auch nationalistische Gruppierungen, die schon früh engen Kontakt zu tschechischen politischen Gruppen knüpften. Den Slowaken ging es damals in vielen Regionen so schlecht, dass eine geschätzte halbe Million nach Amerika auswanderte.

Nach der Niederlage von Österreich und Ungarn im Ersten Weltkrieg trugen die tschechisch-slowakischen Kontakte Früchte – die Unabhängigkeit der Tschechoslowakei wurde propagiert. Die jedoch nur bis 1939 Bestand hatte. Tschechien wurde von Deutschland besetzt; die Slowakei hindes wurde zum ersten Mal unabhängig. Aber nicht wirklich – unter Jozef Tiso wurde nur ein faschistischer Marionettenstaat gebildet. Der Großteil der jüdischen Minderheit wurde an die Deutschen ausgeliefert und ermordet.

Von August bis Oktober 1944 kam es zum Slowakischen Nationalaufstand gegen die Faschisten, der jedoch blutig niedergeschlagen wurde – unter Mithilfe der SS. 1945 rückte die Rote Armee ins Land ein. Im bereits befreiten Košice wurde eine provisorische Regierung installiert. Die Tschechoslowakei wurde erneut gegründet – 1948 griffen dort schliesslich die Kommunisten nach der Macht.

Zur Geschichte der Tschechoslowakei von 1948 bis 1993 siehe Geschichte Tschechiens. Die Slowakei wurde zum 1. Januar 1993 nach der samtenen Scheidung zum zweiten Mal unabhängig. Vladimír Mečiar wurde Ministerpräsident, aber er wurde vom Ausland aufgrund seines Regierungsstils argwöhnisch betrachtet. Obwohl er auch die Wahlen von 1998 und 2002 gewann, musste er 1998 seinen Posten abgeben, da er keine Mitstreiter fand. Einige Gerüchte über mafia-ähnliche Zustände im Land machten die Runde. Trotz allem wurde die Slowakei 2004 sowohl in die NATO (fünf Jahre nach Tschechien) als auch in die EU aufgenommen. Das Land zeichnet sich durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum, aber auch durch sehr niedrige Löhne aus.

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