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| Luang Prabang: Blick über die Stadt und den Mekong |
In Luang Prabang, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz,
trifft man den Mekhong wieder. Sie war Hauptsitz des ersten laotischen
Königreichs seit 1353, doch im 16. Jahrhundert musste sie das
Zepter an Vientiane weiterreichen, wobei jedoch Luang Prabang mit rund
200- jähriger Unterbrechung ein eigenständiges, wenn auch schwaches
Königreich blieb. Der letzte König wurde 1975 von den Pathet
Lao abgesetzt und gefangengenommen; er starb vermutlich in den 80er Jahren.
In der auf einer Halbinsel gelegenen Stadt leben gut 15000 Menschen. Exakt
in der Stadtmitte erhebt sich der große Hügel Phu Si, auf dem
sich noch aktive, begehbare Klöster befinden, von denen man einen
wirklich guten Ausblick genießen kann. Sämtliche Sehenswürdigkeiten
der Stadt aufzuzählen und zu beschreiben würde Bücher füllen.
In der Stadt rund um und auf dem Hügel wimmelt es nur so von Tempeln,
Stupas und Klöstern. Jeder dritte Einwohner scheint ein Mönch
zu sein, die bei gutem Wetter zu Dutzenden mit ihren Schirmen die Straßen
bevölkern. Eine der Hauptattraktionen ist der Königspalast mit
Museum und die umliegenden Anlagen, die allesamt in bestem Zustand sind.
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| Luang Prabang: Ein Gebäude des Königspalastes |
Auch an Übernachtungsmöglichkeiten mangelt es nicht. Eine Übernachtungsmöglichkeit wäre das Hotel Vira Desa in Ufernähe. Es ist ziemlich neu und hat schöne Zimmer, wobei ein Doppelzimmer lediglich 10000 Kip (etwa 2.5 Euro) kostet. Leider fanden auch Ameisen das Zimmer ganz schön - sie nahmen über Nacht das gesamte Zimmer in Beschlag, inklusive des Gepäcks und der Esswaren - wenigstens bissen sie nicht. Vor den außen befindlichen Waschgelegenheiten lungern, wie eigentlich überall in der Region, Dutzende Geckos, die dort herumtollen und lärmen. Vertrieben von den Ameisen ging es danach in das Rama Hotel, in dem das Doppelzimmer sogar nur 8000 Kip (2 Euro) kostet. Es ist größer, älter und ein wenig schmutziger als das Vira Desa, dafür aber scheinbar insektenfrei. Direkt daneben gibt es Kaffeehäuser, in denen man den berühmten, fast dickflüssigen laotischen Kaffee, der die Zähne umgehend dunkel färbt, genießen kann während russische Propellermaschinen die Straße entlang Richtung Flughafen fliegen.
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| Luang Prabang: Die versteckten Höhlen von Pak Ou |
Im langsamen Boot, in dem Laoten und Touristen gleichermaßen reisen, herrschte etwas gereizte Stimmung, da der Platz eng, der Motor laut und zumindest bis zur Abfahrt die Luft stickig war. Das Boot, zu erreichen über eine ganz schmale Holzlatte, legte eine Stunde zu spät ab und legte nach 200 Metern wieder an.
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| Slowboat: Die kleine Box hinten links ist die Toilette! |
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| Falang, Falang!!! (Am Mekong) |
Sie kochte über der Feuerstelle eine Nudelsuppe, wie man sie, importiert aus China, überall in Laos bekam. Das Mädchen, sie schien zur Schule zu gehen, konnte ein paar wenige Worte englisch, doch auch mit dem Reiseführer-Laotisch konnte man sich auf kleinstem Niveau unterhalten. Sie fragten uns nach Papier und einem Stift, da sie es für die Schule brauche und man dieses nur schwer bekäme. So gab ich ihr einen Teil meines Notizblockes und einen Stift. Nach dem Essen bat man uns um ein bisschen Geld und rechnete uns auf, was Essen und Schlafstatt kosten. Es scheint also häufig vorzukommen, dass die Boote unterwegs halten und die Passagiere dort nächtigen. Für zwei Personen verlangte man 12000 Kip, also 3 Euro - sicherlich eine große Menge Geld für die Bewohner.
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| Das namenlose (!?) Dorf |
Diese Angst war jedoch unberechtigt, denn irgendwo in dem großen Wohnraum schien auch ein Hahn zu sein, der mit dem Morgengrauen in unglaublicher Lautstärke zu krähen begann. Nach und nach wachten alle Hähne auf und stimmten mit ein, was sich über eine halbe Stunde hinzog und auch Tote geweckt hätte. Jeder begab sich schlaftrunken zum Boot, das im Frühnebel bei angenehm frischen Temperaturen gegen halb Sieben ablegte. Die Fahrt bis Pak Beng schien eine Ewigkeit zu dauern - erst nach fünf Stunden kam es in Sichtweite, so dass man für die 150 km mit dem langsamen Boot tatsächlich genau einen Tag brauchte. Nach einem Essen in einem ebenfalls völlig ameisenverseuchten Restaurant beschloss ich aus Neugier und Zeitmangel, dass Speedboat zu probieren, da das langsame Boot sicherlich wieder 24 Stunden bis zum Ziel, der Grenzstadt Huay Xai, brauchen würde.
Hier geht die Reise weiter: →Pak Beng
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