Taichung (臺中)

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Vorwort

Taichung ist die zweitgrößte Tai***-Stadt nach Taipei, vor Taitung, Taixi und Tainan, und hat bereits rund eine Million Einwohner (2006 überschritten). Hier gibt es wohl das moderateste Klima im Land – sagen die Taiwanesen. Ende Januar waren es zumindest fast 25 Grad. Die Stadt ist eine boomende, überall wird gebaut, und neue Bank-, Geschäfts- und Wohnhäuser prägen das Stadtbild. Ist das das wirkliche Taiwan? Wohl ja – ebend einer der starken Tigerstaaten in Ostasien, mit sehr hohem Lebensstandard. Von einigen wenigen Sehenswürdigkeiten abgesehen ist Taichung jedoch nicht außergewöhnlich interessant. Aber sicherlich ein angenehmes Plätzchen, an dem es sich eine Weile aushalten läßt.

Taichungkang-Strasse 台中港路

Interessant ist die Tatsache, dass Taichung de facto zwei Stadtzentren hat; welche durch die breite Taichungkang Rd. ( zu deutsch „Strasse des Hafens von Taichung“) verbunden sind. Ein Zentrum befindet sich nordwestlich des Hauptbahnhofs; ein weiteres, neueres Zentrum, kurz Kungchang genannt, liegt knapp 4 km vom Zentrum entfernt. Letzteres ist nicht unbedingt interessant, wenn auch ein eindrucksvoller Beweis für die wirtschaftliche Dynamik des Landes. Breite Strassen kennzeichnen das Stadtzentrum, und die üblichen unzähligen Mopeds und Autos verstopfen die bunten Strassen.

In Taichung: In Taiwan leben gute 20 Millionen Einwohner, und es gibt rund 10 Millionen Mopeds und Mofas. Sie sind eine wahre Plage und ignorieren und blockieren einfach alles.
In Taichung: In Taiwan leben gute 20 Millionen Einwohner,
und es gibt rund 10 Millionen Mopeds und Mofas. Sie sind
eine wahre Plage und ignorieren und blockieren einfach alles.

Konfuzius-Tempel 孔子廟

Wer genug vom Gewimmel der Innenstadt hat, mag vielleicht zum
Konfuzius-Tempel (kõngzi miào) laufen, welcher rund 3km nördlich des Bahnhofs zu finden ist. Ein Ort der Ruhe im hektischen Taichung. Die Anlage ist ziemlich gross und gut in Schuss.

Konfuzius-Tempel in Taichung
Konfuzius-Tempel in Taichung

Paochueh-Tempel 寶覺寺

Bewegt man sich weiter vom Bahnhof weg, so gelangt man zum Paochueh-Tempel (bãojué sì), welcher nicht weit vom Konfuzius-Tempel entfernt liegt. Der Tempel selbst besteht aus zahlreichen Gebäuden, umgeben von einem kleinen Park. Hier kann man schön verschnaufen. Das wahre Highlight jedoch ist eine gut 30 m hohe, goldfarbene Milefo-Buddhastatue 弥勒大佛像.
Dieser Buddha wird von Chinesen Milefo-Buddha genannt, sein eigentlicher, indischer Name ist jedoch Maitreya. Er strahlt Frohsinn aus – eine Sache, die mir am Buddhismus schon immer sympathisch war. Während man in christlichen Gotteshäusern zumeist nur Abbildungen gequälter und geschundener Körper und Gesichter sieht sowie allerlei Phantasien der Apokalypse, so findet man in buddhistischen Tempeln immer hoffnungmachende Darstellungen, die einen daran erinnern, dass es auch Freuden im irdischen Jammertal gibt bzw. geben sollte.

Der grosse Buddha von Taichung
Der grosse Buddha von Taichung

Die Statue ist sogar höher als die umliegenden Wohnhäuser. Da sich zwischen Nase und Lippe oft Schwalben einnisten, wird er im Volksmund auch „Popel-Buddha“ genannt. Die Statue strahlt Frohsinn aus und ist Teil einer Tempelanlage.

Unterkunft

Auch in Taichung mangelt es ganz und gar nicht an Unterkünften jeder Preisklasse. Eins davon ist das Tungchang-Hotel (東成大旅社 -dôngchèng dàlüshè). Es ist sehr nah am Bahnhof, und somit mitten im Zentrum des Geschehens. Kein lateinisches Schild weist daraufhin, aber das grosse gelbe Schild mit blauen Buchstaben ist leicht zu finden. Innen ist es ziemlich alt, eng und dunkel, aber die kleinen Zimmer sind sauber. Die Übernachtung im Einzelzimmer – es gibt kein Dormitory – kostet 300 Yuan (rund 10 €). Es gibt sicherlich schönere Hotels, aber wer nicht lange suchen und rumfahren will, ist hier richtig. Die Adresse ist 中正路43巷16號.

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