Rumänien – Allgemeines, Reisetipps, Historisches und mehr

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Landesname

România (Rumänien). Zur richtigen Aussprache auf Rumänisch siehe unten.

Fläche & Bevölkerung

Anklickbare Karte von Rumänien
Anklickbare Karte von Rumänien

Rumänien ist rund 238’000 km² gross – das sind ca. zwei Drittel Deutschlands.

Die Bevölkerung beträgt hindes nur knapp 20 Millionen – etwa ein Viertel Deutschlands. Und die Tendenz zeigt deutlich nach unten.

Knapp 90% sind Rumänen, 6,5% Ungarn, 3,3% Roma (offizielle Zahlen und inoffizielle Zahlen gehen weit auseinander!), ferner Deutsche, Ukrainer, Russen, Türken etc.

Religion

Knapp 90 % Rumänisch-Orthodox, ansonsten Griechisch-Orthodox, Katholisch, Protestanten etc.

Zeitzone

Deutsche Zeit minus eine Stunde – auch im Sommer

Sprache

Rumänisch. Der Landesname leitet sich von „Romanisch“ ab, und das lässt bereits erahnen, woher der Wind weht. Die Sprache leitet sich aus einem Dialekt des Lateinischen ab, widerfuhr jedoch Einflüssen aus slawischen und anderen Sprachen (Beispiel: „Ja“ lautet auf Rumänisch „da“ – wie im Russischen). Russisch hilft ansonsten gar nicht weiter – eher Französisch oder Italienisch. Junge Leute sprechen sehr oft hervorragendes Englisch, ansonsten ist allerdings eher Deutsch verbreitet. Im Rumänischen werden lateinische Buchstaben benutzt – allerdings gibt es auch hier nicht benutzte Buchstaben: Das sind â, ă, î, ş und ţ:

  • ă wird wie ein schwa, also wie das schwache [ e ] in [ Blume ] (phon: ə), gelesen
  • â ist ein schwaches, nasales [ i ] und ähnlich dem [ i ] in [ hinten ] (phon: ɨ, i ).
  • î wird praktisch genauso wie â gelesen.
  • ţ ist nichts weiter als ein deutsches [z] – das rumänische „z“ hingegen wird englisch gelesen und ist damit ein weiches [s].
  • ş wird schlicht und ergreifend wie [sch] gelesen wird.
  • gh ist ein einfaches [g] wie in [ Weg ].

Reiseinfos

Prolog

Bisher war ich insgesamt drei Mal in Rumänien. Der erste Besuch hatte mich rein gar nicht überzeugt, aber das lag wahrscheinlich am sehr schlechten Wetter und der Auswahl der Reiseziele: Brasov and Bukarest. Die zweite Fahrt war schon wesentlich besser, doch die dritte Tour machte mich zu einem Fan: In Rumänien gibt es sehr, sehr viel zu sehen, und die Bewohner sind übermässig freundlich. Letztendlich war ich froh, trotz des eher misslungenen, ersten Anlaufs es noch mal gewagt zu haben.

Visa

Die meisten EU-Angehörigen brauchen seit wenigen Jahren kein Visum mehr. Drei Monate Aufenthalt werden visafrei gestattet, der Pass sollte bei Einreise noch einige Monate gültig sein. Angeblich reicht mittlerweilen wohl selbst der Personalausweis.

Geld

Die rumänische Währung heisst Leu (Plural: Lei), früher gab es auch mal den Bani (1 Lei= 100 Bani), doch die Inflation raffte das Kleingeld dahin. Im Sommer 2004 war ein Euro ca. 40’500 Lei wert. Es gab drei Münzen (500, 1000 und 5000 Lei) sowie 2000, 10’000, 50’000, 100’000 und 500’000 (und höhere!?) Geldscheine. Soweit der Stand 2004 – im Sommer 2005 wurden jedoch vier Nullen gestrichen, seitdem heisst es 1 € = 4.5 Lei.

Ziemlich fälschungssicher: 500'000 Lei-Schein
Ziemlich fälschungssicher: 500’000 Lei-Schein

Alte Scheine blieben nur bis Ende 2006 gültig. Von der Zahl abgesehen haben sich die Scheine jedoch kaum geändert. A propos – erstaunlich ist die Art der Geldscheine – modernste Polymerstoffe mit durchsichtigem Fenster und anderen state-of-the-art Sicherheitsmerkmalen – als ob die Regierung denkt, dass jeder Haushalt einen Farbkopierer stehen hat! In grösseren Städten gibt es Geldautomaten, die alle gängigen Kreditkarten, Maestro und Cirrus akzeptieren (bei letzteren mit der üblichen Gebühr von 4 Euro pro Transaktion).

Achtung: Rumänisches Geld wird man ausserhalb des Landes sehr schwer los! Es gibt Wechselstuben in Sofia, aber dort ist der Kurs schlecht. In Budapest sieht es noch schlechter aus. In ungarischen Grenzstädten kann man zwar oft tauschen, aber der Kurs ist ebenfalls ungünstig. Also alles verjubeln oder im Land zurücktauschen!

Preise

Rumänien ist nachwievor sehr preiswert. Eine Übernachtung in einfachen, aber meist sauberen Hotels oder Pensionen kostet etwa 10 Euro pro Person im Doppelzimmer. Selbstverpflegung lohnt sich – es sei denn, man wandert in entlegenen Gebieten, kaum – in vielen Restaurants kann man sich für zwei, drei Euro ordentlich laben. Auch Zugfahren ist günstig: So kostet etwa die Strecke von Braşov nach Bukarest mit dem Schnellzug (Rapid) ca. 5 Euro. Auch Taxis sind billig: Für die ersten paar Kilometer zahlt man zum Beispiel in Bukarest den Festpreis von 4 Lei – das reicht für die meisten Strecken in der Stadt. Die Kilometerpreise variieren ansonsten und liegen je nach Stadt zwischen 0,6 und 0,9 Lei pro Kilometer (Preise stehen praktischerweise oft an der Taxitür). Ansonsten sollte man darauf achten, ob es ein Taxameter gibt und wenn ja, ob es angeschalten ist. Vor dem Einsteigen überprüfen oder verhandeln! Bei längeren Strecken lohnt es sich allemal, vorher zu verhandeln.

Wer Luxus nicht nötig hat, trotzdem aber gut essen und einiges sehen will, kommt mit 30 Euro pro Tag sehr gut zurecht. Selbstversorger (Lebensmittel bekommt man fast rund im die Uhr in allgegenwärtigen Alimentare) und Camper zahlen freilich spürbar weniger. Ach ja – ein Bier im Restaurant kostet meistens 1,5 Lei, also 0,4 €.

Anreise

Bus, Bahn, Schiff, Flugzeug – alles möglich. Und von der Ukraine und Moldawien mal abgesehen braucht man kein Transitvisum für die Einreise auf dem Landweg. Es gibt direkte Flugverbindungen von den grossen Flughäfen in Deutschland. Internationale Drehscheibe in Rumänien ist der Otopeni-Flughafen 17 km nördlich der Hauptstadt.

Und ist das Auto ganz kaputt...
Und ist das Auto ganz kaputt…

Auch zahlreiche Busse fahren von Deutschland direkt nach Rumänien. Ob man sich die lange Fahrt und die ganzen Grenzkontrollen antun möchte, sollte man sich jedoch genau überlegen. Busse sind allerdings wahrscheinlich der billigste Weg – vom Trampen mal abgesehen.

Mit der Eisenbahn kommt man entspannter ins Land. Allerdings gibt es keine Direktverbindungen mehr von Deutschland. Man steigt entweder in Wien um oder in Prag bzw. Budapest. Leider gibt es keinerlei Rabatte für Rumänien – es ist völlig egal, ob man zu zweit oder zu zehnt, nur hin oder hin und zurück fährt. Beispiel: Von Halle nach Braşov über Dresden und Prag kosten rund 140 Euro pro Person – nur Hinfahrt, allerdings inklusive Schlafwagenzuschlag. Die ganze Tour dauert von Halle/Saale ca. 27 Stunden, ist allerdings auch sehr entspannt. Billiger ist es freilich, immer nur von Grenze zu Grenze zu fahren und selbige mit lokalen Zügen zu überqueren. Wie lange das jedoch dauert, kann sich wohl jeder vorstellen. Es gibt auch Spar-Night-Tarife – von Deutschland nach Budapest für 98 Euro (hin und zurück, rechtzeitig buchen!). Von Budapest bis zur rumänischen Grenze kostet es dann ca. 8 Euro.

Noch eine Möglichkeit: Man fahre bis Passau oder einem anderen Grenzbahnhof zu Österreich, denn dort gibt es einen Schalter der OeBB – die bieten CityStar-Tickets an, mit denen man für wenig Geld nach Ungarn, Serbien und so weiter kommt. Die Tickets sind billig und gelten für Hin- und Zurück. Die erste Person zahlt 100%, die zweite nur noch 50%. Ein CityStar Rumänien gibt es nicht, aber von Ungarn ist es schnell und billig, siehe oben. (ein Dankeschön für diesen Tipp an Michael Forster).

Mit dem Auto geht es natürlich auch. Über Tschechien oder Österreich, evtl. die Slowakei und Ungarn oder Serbien. Allerdings ist zahlreichen Berichten zufolge Rumänien für ausländische Fahrer hier und dort noch gefährlich – Überfälle, willkürliche Kontrollen, fingierte Unfälle usw. scheinen möglich. Ganz zu schweigen vom irrsinnigen Verkehr in der Hauptstadt.

Grenze

Die Grenze ist mittlerweilen vorbildlich: In der Regel äusserst nette Grenzer, keine übertriebenen (bzw. keine) Kontrollen und grosse Hinweise, die darauf verweisen, dass Korruption strikt verboten ist – dazu nützliche Telefonnummern, falls man schlecht behandelt wurde. Sehr schön. Es gibt zahlreiche Grenzübergänge in die Nachbarländer – allerdings scheinen einige Grenzübergänge in die Ukraine nicht für normale Reisende, sondern nur für Anwohner geöffnet zu sein. Zumindest im Jahr 2004 war nur der Übergang bei Suceava für alle geöffnet.

Unterwegs im Land

Mit Flugzeug, Bahn oder Bus. Da das Land von Gebirgen durchzogen ist, dauert es in der Regel ziemlich lange, um von A nach B zu kommen.

Fahrkarte
Fahrkarte

Es sei denn, man nimmt den Flieger oder den InterCity. Selbiger ist der teuerste Zug, dafür aber relativ schnell. Etwas weniger schnell sind rapid/expres-Züge. Markant sind die fast immer hellblauen Accelerat genannten Schnellzüge. Mit obligatorischer Sitzplatzreservierung. Da es noch an Computern mangelt, werden freie Sitze meist per Telefon durchgegeben – bedeutet, man kann die Fahrkarte erst frühestens eine Stunde vor Abfahrt kaufen. Und manchmal sind Sitze doppelt belegt. Obwohl die Accelerats oft 12 Stunden oder mehr von einem Ort zum anderen brauchen, haben sie kein Restaurant oder Buffet, deshalb besser am Bahnhof oder woanders rechtzeitig für die Atzung sorgen.

Nur halb so teuer, dafür aber nervtötend und meist überfüllt sind die personal genannnten normalen Züge. Halten an jedem Baum und warten oft lange auf schnellere Züge. Achtung: Oftmals stehen Abfahrt (plecare) und Ankunft (sosire) auf der gleichen Tafel im Bahnhof – das ist manchmal ziemlich verwirrend. Und – grenzüberschreitende Züge gibt es noch sehr wenige. Wer nach Landkarten geht und denkt, da sind zwei Grossstädte und eine Eisenbahnlinie dazwischen – also muss da doch was fahren – kann sich schnell täuschen. So fährt zum Beispiel rein gar nichts zwischen Satu Mare und Debrecen.

Busse sind nur dann hilfreich, wenn es keinen Zug gibt. Die lokalen Busse sind langsam und dreckig – die Fernbusse lediglich etwas schneller. Da Busse auf Zuwinken anhalten, sind sie einerseits praktisch, andererseits kann es jedoch ewig dauern, bis man sein Ziel erreicht hat. Der autogară (Busbahnhof) liegt in der Regel unmittelbar in der Nähe des Bahnhofs – es sei denn, der Bahnhof ist weit ausserhalb des Zentrums.

Essen & Trinken

Nun ja. Kann mitunter recht lecker sein, ist aber auf Dauer etwas einseitig (meine Meinung). Berühmt ist die allgegenwärtige Ciorbâ de Burtâ genannte saure Suppe mit Flecken (Rindermagen) – garantiert nicht jedermanns Sache.

Ciorbâ de Burtâ (links) und Mâmâligâ mit Brânză
Ciorbâ de Burtâ
Mâmâligâ mit Brânză
Mâmâligâ mit Brânză

Auch häufig anzutreffen sind Mititei – gegrilltes Gehacktes. Fast das gleiche wie Čevapčiči. Werden zum Teil mit einer recht leckeren Sahnesosse serviert. Beilage ist ziemlich oft Mâmâligâ – eine Art Polenta, die mit Sosse oder, nicht selten, mit Brânză (salziger Schafskäse) serviert wird. Wer genug vom Gegrillten Fleisch hat, kann sich am caşcaval pane laben – panierter und gebratener Käse, wie man ihn überall von Tschechien bis Bulgarien bekommt. A propos paniert – Creier pane (Paniertes Hirn) ist ebenfalls Standard. In jedem Restaurant wird man gefragt, ob man dazu Pâine (auch Pîine) (Brot) dazu haben möchte. Kostet immer eine Handvoll Lei extra. Wer genug von Mâmâligâ und/oder Cartofi (Kartoffeln, meist als Pommes) hat, kann ja in ein italienisches Restaurant flüchten – davon gibt es mittlerweilen mehr als reichlich. Manchmal mehr als rumänische Restaurants. Die Qualität reicht von hundsmiserabel bis sehr passabel. Übrigens: Nicht überall, wo Restaurant dran steht, gibt es auch etwas zu essen – manchmal sind dies nur Bars.

Rumänien ist bekannt für seine Weine (vin) wie etwa Murfartlar. Bier gibt es auch überall, und es nicht schlecht – besonders gut ist die Marke „Skol“. Einheimische Feuerwasser gibt es reichlich – Ţuică (Pflaumenschnaps), Raki (Traube? Pflaume? jedenfalls ziemlich gut) u.a. Auch Wodka ist verbreitet – darunter eine Marke namens „Stalinskaya“. Lieber die Finger von lassen… In der Südbukowina (siehe z.B. Suceava) gibt es hervorragende Kirsch- und andere Liköre. Kaffee ist oftmals mit Zucker aufgekocht und von vornherein süss. Espresso und Kaffee (cafea) gibt es mittlerweilen auch immer öfter (je weiter man im Westen des Landes ist, desto besser ist der Kaffee – so weit der aktuelle Stand).

Rumäniens Topographie, Natur und Klima

Rumänien wird in verschiedene kulturhistorische Gegenden unterteilt – dazu zählen die Bukowina & Moldawien (nicht das Land Moldawien!) im Nordosten, Maramureş im Nordwesten, Banat im Westen, die Wallachei im Süden, die Dobrudscha im Südosten und schliesslich Transilvanien (alias Siebenbürgen) im Zentrum. Wie ein Haken ragen die Karpathen von Norden her in das Land mit dem Moldoveanu als höchsten Gipfel(2’543 m).

Vor allem Transilvanien besteht ausschliesslich aus Bergen, der Rest besteht aus sanften Hügeln und absolut flachem Land. Die Dobrudscha, genauer gesagt die Norddobrudscha (der Süden gehört zu Bulgarien), beheimatet das Donaudelta mit seinen unzähligen Seitenarmen – die einzige noch halbwegs naturbelassene Flusslandschaft Europas.

Baden im Schwarzen Meer, Bergsteigen in Transilvanien, Wandern in Maramures oder derBukowina – Rumänien hat viel zu bieten, und da das Land nicht sehr dicht besiedelt ist sowie viele Gegenden sich seit Jahrhunderten kaum geändert haben, kann man hier noch das „ganz alte Europa“ hautnah erleben.

Klimatisch gesehen ist Rumänien etwas kontinentaler – die Sommer sind heisser und die Winter kälter (und schneesicherer) als in Deutschland.

Geschichte – kurzer Überblick

Rumänien? Vlad Ţepeş alias Vlad der Pfähler, Ceauşescu, vielleicht noch Iliescu? Wesentlich mehr Namen assoziert wohl kaum jemand mit Rumäniens Historie. Zu griechischen Zeiten Getae, von den Römern Daker genannte thrakische Stämme besiedelten das heutige Rumänien und bildeten eine wichtige Provinz Roms. Im frühen Mittelalter besiedelten zudem Ungarn, Slawen, Hunnen, Gothen u.a. die Region. Ungarn kontrollierte grosse Teile der Region und holte erstmals im 13. Jahrhundert zahlreiche Sachsen nach Transilvanien.

Im 14. und 15. Jahrhundert wehrten sich die lokalen Herrscher erfolgreich gegen den Vorstoss der Osmanen gen Norden. Zu den Heroen zählt auch Vlad Ţepeş, dereinst Prinz der Wallachei. „Ţepeş“ bedeutet „der Pfähler“ – er liess Gefangenen einen Pfahl ins Rückgrat treiben – allerdings so vorsichtig, dass die armen Teufel noch gute zwei Tage bei Bewusstsein waren, bevor sie dahinschieden (historische Zeichnungen davon kann man in der Festung Rosenau bei Brasov sehen). Erst der Schriftsteller Bram Stoker erschuf, basierend auf der echten Figur Vlad Ţepeş, die fiktive Gestalt des Dracula.

Vlad Ţepeş-Strasse in Braşov
Vlad Ţepeş-Strasse in Braşov

Im 16. Jahrhundert fiel die Region letztendlich doch und wurde Teil des Osmanischen Reiches. Allerdings mit weitreichender Autonomie. Nach der Niederlage der Osmanen bei Wien 1683 wurde Transilvanien „befreit“ – genauer gesagt fiel es an die Habsburger. Der grosse Rest blieb osmanisch bis ins 19. Jhd.

Als Ergebnis des Ersten Weltkrieges, in dem Rumänien gegen Österreich-Ungarn kämpfte, wurden Banat, Transilvanien und die Bukowina mit Rumänien vereinigt. Tragisch wurde die Rolle im Zweiten Weltkrieg – Rumänien erhielt eine faschistische Diktatur im engen Schulterschluss mit Deutschland, was unzählige Juden und Roma mit dem Leben bezahlten. 1944 allerdings wechselte das Land plötzlich die Seite und kämpfte nunmehr gegen Deutschland und Ungarn an der Seite der Roten Armee.

Nun zählte Rumänien zum sowjetischen Einflussbereich und linke Parteien gewannen die Oberhand – die Monarchie wurde 1947 aufgehoben und das Land sozialistisch. Allerdings mit grösserer Distanz zur Sowjetunion als die anderen Staaten der Region. 1965 kam Nicolae Ceauşescu an die Macht, seit 1974 als Präsident betitelt. Sowohl Vettern- als auch Misswirtschaft schwächten jedoch das Land enorm, und wahnwitzige Projekte sogen die Energie aus dem Land – das ässerte sich Ende der 80er Jahre in heftigen und blutigen Aufständen sowie Hungerkatastrophen.

1989 war der Höhepunkt der Aufstände – die Oberen „verstanden“, inhaftierten Ceauşescu und seine Frau und richteten sie mal ebend spontan hin – warum wohl die Eile!? Rumänien blieb allerdings in den nächsten chaotischen Jahren bis 1996 sozialistisch. Heute bemüht man sich, das Land mit schmerzhaften Reformen Europa im allgemeinen und der EU im speziellen näher zu bringen. Immerhin wurde mittlerweilen die Inflation halbwegs gestoppt, doch eine allgegenwärtige Armut lässt sich nicht verbergen. Der Fortschritt ist trotzdem da und vieles hat sich geändert, und so wurde Rumänien 2007 in die EU aufgenommen.

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  1. Es gibt wirklich schöne gebirge in Romänien. Man muss nur ein bisschen vorsichtig sein, weil es sehr häufig passiert, dass die Turisten besthlen werden.

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