Madai Ramen Machikado (真鯛らぁめん まちかど) in Ebisu, Tokyo

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    Geschmack: Salz (塩), Meerestiere (魚介), Tantan (担々)
    Sorten: Ramen (ラーメン), Tsukemen (つけ麺)
    Preislage: 950 - 1800 yen
    Adresse: 2F Tanaka Bldg., 1-39 Ebisunishi, Shibuya City, Tokyo 150-0021
    Adresse Japanisch: 〒150-0021 東京都渋谷区恵比寿西1-3-9 田中ビル 2F

    Am Rande des Vergnügungsviertels Ebisu (Westseite) gibt es seit Januar 2019 ein kleines Ramenrestaurant, dessen Eingang man erstmal finden muss, denn dieser Laden befindet sich ausnahmsweise nicht im Erdgeschoss, sondern im zweiten Stock. Innen sieht es, auch das ist untypisch, gemütlich aus – neben den obligatorischen Plätzen direkt am Tresen gibt es nämlich auch lange Sitzbänke, so dass hier bequem über 20 Leute reinpassen.

    Der Name des Geschäfts sagt bereits deutlich, woher der Wind weht: Hier werden Ramen mit der in Japan so beliebten Fischart 真鯛 Madai, auf deutsch “rote Meerbrasse”, kredenzt. Dieser hat roh milchig-transparentes und gekocht weisses Fleisch und muss aufgrund seiner roten Farbe oft zu festlichen Anlässen seinen Kopf hinhalten.

    Der Besitzer hat sein Handwerk unter anderem in Italien gelernt und ist noch relativ jung. Seine Erfahrungen setzt er hier auch ein: Die Nudeln werden zum Beispiel, auch das ist sehr selten in Japan, mit Hartweizengrieß hergestellt und erinnern deshalb in ihrer Textur eher an westliche Nudeln. Auch die Zitronenscheibe auf der Ramenschale und die gewürzten Oliven an den Plätzen weisen auf Italien hin.

    Das “Hausgericht” sind die mit 950 Yen normal bepreisten “Madai Ramen”, und allein für den Anblick verdienen die einen Sonderpreis: Drei Scheiben roher Meerbrasse (anfangs noch durchsichtig, werden sie im Laufe des Mahls ganz weiß), dazu etwas grünes Gemüse hier und die Zitronenschale in der Mitte. Die Brühe ist auf Fisch-Salz-Basis und gehört zur Kategorie さっぱり – “leicht, erfrischend”, sprich der Geschmack ist dezent, angenehm zurückhaltend. Die Nudeln aus Hartweizengrieß passen wie die Faust aufs Auge.

    Meiner Meinung könnte der Geschmack etwas kräftiger sein, aber dazu kann man ja mit den Oliven nachhelfen. Mit einem Bärenhunger sollte man allerdings nicht einkehren – vollends satt wird man mit einer Portion nicht. Wer Fisch, vor allem Seebrasse, mag, sollte sich diesen Laden jedoch nicht entgehen lassen – es lohnt sich.

    Und wer gerade noch ein paar Yen mehr in der Hosentasche hat, kann auch die Luxusvariante nehmen: Mit Meerbrasse und Hummer, verziert mit einem halben Krustentier. So viel Luxus muss auch mal sein.

    Bewertung

    Suppe
    Nudeln
    Beilage
    Gesamt

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