BlogVeranstaltungen für Ausländer

Veranstaltungen für Ausländer

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Es gibt sie in nahezu allen Gemeinden Japans – Veranstaltungen für Ausländer bzw. Ausländer und Japaner, besonders zu kulturellen Anlässen und von der Gemeinde zusammen mit Freundschaftsorganisationen (NGO’s) organisiert. Da kann man sich nach Herzenskräften gegenseitig beschnüffeln. Die Aktionen sind natürlich sehr lobenswert – so kann den Einheimischen die Angst vor den Fremden genommen werden und die Ausländer können Leute und Kultur kennenlernen.
Am Sonnabend war ich zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung in der Stadt, in der ich seit 2005 lebe. Als Austauschstudent hatte ich so etwas freilich des öfteren mitgemacht – aber das war vor gut 10 Jahren. Anlass war das Hina-Matsuri (Mädchenfest) – eine nette japanische Tradition, die eigentlich am 3. März stattfindet, aber geschmückt wird bereits jetzt schon (siehe diesen früheren Beitrag).
Ein Schwede kam mit seinem Kind, viele Japaner und ein paar wenige Koreaner und Taiwanesen. Ein paar wenige Studenten waren es, und viele Familien mit kleinen Kindern. Wir waren auch wegen unserer Tochter da – zwar konnte sie sich für Origami noch nicht so begeistern, für das Essen und das ganze drumherum schon.
Irgendwann lief mir der Chef der hiesigen Organisation für Ausländerbegegnung über den Weg. Seit wann ich denn in Japan lebe, was ich so arbeite, ob ich japanisch spreche usw. usf. Routineuntersuchung also. Dann glänzte er mit traditioneller japanischer Etikette: Hochernst erklärte er mir auf Englisch: „In Japan haben wir eine wichtige Tradition – das Austauschen von Visitenkarten“. Ich war sprachlos. Von dieser Tradition hatte ich in meinen drei Jahren als Manager und COO noch nie was gehört. Ich war baff vor Staunen.
Schon hatte ich seine Karte in der Hand (er verletzte die wichtige Regel des gleichzeitig Überreichens), ich musste mich entschuldigen: „Meine Karten sind in meiner Jacke, einen Moment bitte“. Dann musste ich meine Tochter nebenher noch davon überzeugen, nicht den echten Kimono einer zufällig dort herumstehenden, lebensgrossen Puppe herunterzureissen. Dabei liess mich der Boss nicht aus den Augen, bis er meine Karte bekam.
Naja, das wird mich nicht abschrecken – für ein Kind sind solche Veranstaltungen definitiv eine Freude. Und vielleicht versteht ja der Herr Vereinschef eines Tages, dass Ausländer, die seit einigen Jahren in Japan leben, mitunter durchaus ein gewisses Grundwissen japanische Etikette betreffend angesammelt haben könnten.
Das Wort des Tages: 国際交流 kokusai kōryū – „Internationaler Austausch“. Durchaus viele Japaner sind daran interessiert (aber hingehen tun freilich nur Wenige).

tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

26 COMMENTS

  1. JO, das mit den Visitenkarten kenn ich auch, mit übergibt mit beiden händen die karte und nimmt mit beiden händen die karte an sich, meist wird das zu aller erst gemacht,bevor man sich vorstellt.

    Deshalb an alle, die nach Japan fahren, habt immer Visitenkarten dabei.

  2. Ha! Ich hab selber keine private Visitenkarten und bin deswegen in all den Jahren nicht ein einziges Mal in Verlegenheit geraten.
    Hat der Ausländerchef echt „Tradition“ gesagt? Es gibt ja überall Leute mit missionarischem Eifer die andere(s) nach ihrem Gusto umbeugen. Für solche würde ich mir allerdings gerne Visitenkarten zulegen, natürlich mit aussagekräftigen Titeln wie: „Home Manager“ für die Hausfrau (da wird man sicher für eine Real Estate Agentin gehalten), „CEO/CTO mit eigener Firma im Detailhandel“ für Leute die auf eBay verkaufen, „Environmental Health Spezialist“ für Putzfrauen und andere Desinfektionswütige, „Sonderbeauftragte des oberen Managements“ für Kaffeemädchen in der Firma, „Nachlassverwalter“ für Leute die Toiletten reinigen, etc.
    Dann klappt es auch mit dem Levelboss – und sonst hat man wenigstens den Scherz auf seiner Seite ;-)

  3. Habe Aehnliches auch schon ein paar Mal erlebt. Einige Japaner koennen einfach nicht von ihrem vorgefertigtem Bild eines Auslaenders lassen. Auch wenn der gerade vor Ihnen steht und das Gegenteil beweist.

    Gesunder Menschenverstand vs. Vorurteil 0 : 1

    Das penetrante Englisch sprechen, trotz eines Gespraechpartners, der fluessig und gut Japanisch spricht, regt mich auch masslos auf (wenn es auch selten ist). Haeufiger „gefrieren“ Japaner, wenn Sie mir „ploetzlich“ gegenueberstehen. Die meisten tauen dann aber zum Glueck auf, wenn sie merken, dass sie auf Japanisch mit mir kommunizieren koennen.

  4. Erstaunlich, dass selbst Japanexperten solche Erfahrungen machen muessen.

    Wenn ich mich kurz vorstellen darf: Ich habe eigentlich Koreanistik studiert, lebe nun seit ungefaehr fuenf Monaten in Japan mit meiner japanischen Frau. Genau diese Art von Geschichten, von denen Tabibito hier ein Beispiel gegeben hat, beschäftigen mich schon seit meinem Studium und trotz gutem Willen, Verständnis zu zeigen, gelingt es mir erstaunlich schlecht.

    Insbesondere der Chef der Organisation für Ausländerbegegnung müsste es doch eigentlich besser wissen und das gewisse Maß an Sensibilität aufbringen, um den Wissensstand seines Gegenübers einschätzen zu können.
    Mich wuerde wirklich mal interessieren wie andere mit solchen Situationen, die man ja in allen möglichen Varianten erleben kann, umgehen.

    Schönen Gruß

  5. Für mich ist das einfach die pure Ignoranz, basierend auf Rassismus und Borniertheit.

    Ein Ausländer KANN gar nicht Japanisch sprechen können… NIEMALS!

    Auch müssen den Barbaren immer erstmal die Landesbräuche erklärt werden, auch wenn man natürlich selbst keine Ahnung hat und derjenige der vor einem steht unter Umständen mehr Zeit in das Studium der Hintergründe dieser Kultur gesteckt hat, als der „Native“ jemals tun wird…

    Ich weiß selbst, dass man es mir nie wirklich recht machen kann, ich würde mir glaube ich einfach mal nur wünschen, dass Japaner eine gesunde Einschätzung ihrer eigenen Wichtigkeit und der Fähigkeiten ihres Gegenübers hätten.

    Zu diesen Veranstaltungen muss ich sagen, dass ich oft das Gefühl habe, dass die lediglich nur dazu dienen sollen den Ausländern die „Einzigartigkeit“ Japans näher zu bringen. Mit Annäherung an die Ausländer hat das wohl zumeist wenig zu tun. Japaner haben doch eh von den Ländern die sie kennen schon ihre festen Vorurteile. Deutschland = Bier, Fußball und Würstchen!

  6. @ Bastian: ich glaub Bier, Fußball und Würstchen wird von allen Nichtdeutschen als typisch Deutsch deklariert.

    Ich weiß nicht, wie man den Vereinschef einschätzen soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser keine Ahnung von Migranten in Japan hat. Vielleicht wollte er nur lässig an die Daten von unserem Reisenden kommen. Und die englische Konversation mag auch nur der Versuch sein, ein wenig Weltoffenheit darzustellen und Interesse zu zeigen (oder meinetwegen zu heucheln). Meinte er wirklich dir noch die japanischen Etikette beibringen zu wollen, nachdm er deine Vita gerade gehört hatte?

    Wenn ich an die Woche der ausländischen Mitbürger hierzulande denke, kommt glaube ich kaum ein Deutscher auf die Idee, sein ausländisches Gegenüber auf Englisch anzusprechen. Die meisten Deutschen kommen nicht mal im Ausland darauf, mindestens auf Englisch (wenn nicht gar die Landessprache) sich zu artikulieren.

    Wie auch immer, vielleicht kann uns Tabibito über die Beweggründe des Vereinschefs aufklären oder etwas über den Verein selbst noch erzählen. Womöglich klärt sich dann die ganze Sache auf.

  7. Nun ja es mag unpassend erscheinen einem Gaijin der fliessend japanisch spricht mit Englisch zu antworten, trotzdem glaube ich die Sache ist nicht ganz so einfach. Ich hatte erst kürzlich ein Erlebnis mit ähnlichen Vorzeichen, wobei ich die Rolle des Einheimischen einnahm. Als Schweizer bin ich es reflexhaft gewohnt, und das ist keine Ausrede sondern ein Fakt, Ausländer welcher Art auch immer (auch deutsche Muttersprachler) nicht in meiner Muttersprache (basler dialekt) sondern in Hochdeutsch anzureden. Dies tue ich, wie schon gesagt, reflexartig, ohne darüber nachzudenken, ja mir darüber wirklich bewusst zu sein. Auch mit den Arbeitskollegen die aus dem Ausland stammen, wovon es im Gesundheitswesen viele gibt, läuft dieser Reflex ab. Nur wenn mir jemand wirklich nahe steht wird dieser Reflex durchbrochen. Vor ein paar Tagen hatten wir unser, wie immer sehr verspätetes Weihnachtsessen, und dabei geschah es. Ich stand mit ein paar Kollegen (alles keine Dialeksprachler) zusammen, wovon einer des Deutschen nicht so gut mächtig war, und ich sprach ohne mir dies zunächst bewusst zu sein mit allen Hochdeutsch. Die Reaktionen kamen natürlich prompt, ich war peinlich berührt und mehr als verlegen mit Kollegen die zum Teil seit Jahrzehnten in der Schweiz leben, und den Dialekt ohne Probleme verstehen, Hochdeutsch gesprochen zu haben. Nichtsdestotrotz passierte es mir noch zwei Mal das ich ins Hochdeutsche zurückfiel (jedesmal im Gespräch mit dem einten Kollegen) und „vergass“ wieder auf Dialekt umzuschalten.Dieses wechseln der Sprachebenen geschah also wirklich unbewusst und es war für mich eine sehr befremdliche Erkenntnis das es mich grösster Konzentration bedurfte um diesem Reflex Herr zu werden. Der Schluss aus diesem Erlebniss wäre den Japanern vielleicht doch mit etwas mehr Nachsicht zu begegnen. Denn über eines bin ich mir sicher, böswillige Absicht steckt sicher nicht dahinter. Japaner sind es wohl reflexartig gewohnt mit nicht Muttersprachlern eine andere Sprachebenen zu benutzen, selbst dann wenn dies gar nicht notwendig wäre. Ich kann es Ihnen auf jeden Fall nachfühlen. Interessant wäre es ob diejenigen Gaijin von Euch die in Japan arbeiten, diesen Reflex bei Arbeitskollegen erleben, bzw wann dieser Reflex aufhört.zu wirken. Heydal

  8. @Alex(Avant)
    Naja, so schlimm ist es auch nicht. Lieber keine Visitenkarte als irgendwelche hilflos selbst zusammengebauten Karten!

    @ディーン
    „a very important Japanese tradition“ (sic). Hmm, Nachlassverwalter. Guter Titel!

    @Bastian
    Ein bisschen ist da was dran, aber ich würd es trotzdem nur ungern so verallgemeinern. Ich habe auch viele mit hehren Absichten kennengelernt – die eher zum Lernen als zum Lehren kommen.

    @Terry
    So viel weiss ich gar nicht über den Verein. Aber die Vereine haben meist wirklich nur schlichtweg das Ziel, Ausländer und Eingeborene zusammenzubringen. Ja – das mit dem Englisch ansprechen ist so eine Sache: In Deutschland wundert sich kein Schwein, wenn ein Asiate Deutsch spricht – man nimmt es als selstverständlich hin. Hier jedoch ist es noch lange nicht selbstverständlich, und das wird es auch nicht werden: Nur ein kleiner Teil der Ausländer hier (auch der lange hier lebenden Ausländer) spricht brauchbares Japanisch.

    @Heydal
    Ich weiss, was Du meinst. Wenn sich bei uns jemand bewirbt, mache ich das Vorstellungsgespräch meistens erst auf Englisch, dann auf Japanisch (auf Englisch kommt die Persönlichkeit bei den meisten nicht zur Geltung). Viele sind davon verwirrt und fallen gelegentlich ins Englische zurück. Allerdings: So sie denn eingestellt werden, legt sich das meistens am ersten (!) Arbeitstag – danach ist es nur noch Japanisch und nie mehr Englisch.
    Allerdings ist Dialekte schalten schon schwerer. Sprachen schalten geht noch – mit etwas Übung, es sei denn, man benutzt eine lange nicht mehr benutzte Sprache. Habe auf Reisen mit meiner Frau in Osteuropa auch mein Gegenüber mit einer köstlichen Mischung aus russischen Verben, Artikeln, Pronomen und japanischen Substantiven verwirrt – und meine Frau hernach später auf Russisch angesprochen. Aber bei Dialekten – wenn mir danach ist, spreche ich Berlinerisch – ist das schon noch etwas schwerer, da die Dialekte ja doch der Standardsprache eher ähneln. Nun ja, bei Baaseldytsch bin ich mir da allerdings nicht so sicher :-)

  9. ich würde gerne noch einwerfen, daß man gerne (und ich tue es oft) über die Japaner schimpfen kann, aber es nicht so ist, als wenn man sich da in Deutschland wesentlich besser tun würde.

    Gut, vielleicht in den gebildeten Kreisen oder in denen, die sich mit anderen Kulturen beschäftigen. Unter Studenten u.ä.

    Aber vieles ist genauso komisches Verhalten ohne Nachzudenken wie in Japan. Ich kann mich gut daran erinnern, wie die Frau am Flohmarkt meiner Freundin freundlich erklärte, daß man diese Manga-Comcis ja von hinten nach vorne lesen würde.
    Die war dann ganz erstaunt… und ich hatte Mühe mein Lachen zu verkneifen.

    In Deutschland werden Ausländer übrigens auch sehr sehr oft auf Englisch angesprochen. Fällt einem auch erst auf, wenn man mit westlich oder asiatisch aussehenden Menschen unterwegs ist.
    z.B. die Frau am Ticketschalter am Flughafen in Bonn, die, nach dem ersten Satz der Freundin auf Deutsch sofort auf Englisch wechselte. Obwohl das Deutsch nicht schlecht war, halt nur mit Akzent.

  10. @ Tabibito
    Naja das mit den Ähnlichkeiten ist relativ. Selbst gleiche Wörter haben längst noch nicht die gleiche Bedeutung. Ein Klassiker ist das schmöcke sprich schmecken. Damit ist im Schweizer Dialekt nicht das Wahrnehmen von Essen sondern das Riechen gemeint. Ein anderes Beispiel wäre; „es isch müesam“, was wörtlich übersetzt bedeutet es ist mühsam. Gemeint ist aber etwas ist unangenehm was doch nicht ganz dasselbe ist. Deine differenzierung von Sprache und Dialekt kann ich nicht ganz folgen. Für mich ist Hochdeutsch tatsächlich eine Fremdsprache, die zwar durchaus Ähnlichkeiten mit meiner Muttersprache aufweist, aber niemals die Intimität und Gefühlsebene meines Dialekts haben wird. Die Aussage von Dir das bei Japanern die im Vorstellungsgespräch bei Dir Englisch sprechen, die Persönlichkeit nicht zum vorschein kommt, scheint mir da recht zu geben. Ein Punkt den ich interessant fände aber nichts mit deinem aktuellen Blogbeitrag zu tun hat, sind die verschiedenen Dialekte die in Japan gesprochen werden. Habe mir von meiner Sensei sagen lassen, das selbst innerhalb Tokyos man die Einheimischen von den Zuwanderern (selbst wenn diese schon viele Generationen in der Stadt leben) klar durch den Dialekt unterscheiden kann. Kann es sein dass in Japan ebenso viele Dialekte gesprochen werden wie im deutschsprachigen Raum? Vielleicht ein Thema für einen Blog? wie au immer ich wünsch e gueti ziit, aadie mitenand. Heydal

  11. @ Heydal

    Deutsch ist die einzige Sprache auf der ganzen Welt die in ihren Dialekten komplett katalogisiert ist. Habt ihr alle das gewusst? Interessant oder. Das penetrante Englischreden obwohl der ausländische gegenüber einen perfekt in seiner Muttersprache angeredet hat haben nicht nur Japaner drauf. Vor zwei Monaten war ich auf einer ähnlichen Veranstaltung in Düsseldorf die von der dortigen japanischen Gemeinde ausgetragen wurde. Ich habe einen etwas älteren Deutschen beobachtet der sich mit einem Japaner unterhalten hat, dieser hatte sich mit akzentfreiem Deutsch vorgestellt, aber was macht der Typ er fängt an auf Englisch zu labern (noch nicht mal gutes) und weigert sich auf Deutsch zu sprechen obwohl das einfacher für alle wäre. Na was sagter dazu ich glaube solche Erfahrungen machen wohl alle Ausländer überall auf der Welt.

  12. Wollte hier doch noch was anfügen:
    Ich könnte einige Geschichten erzählen von nicht europäisch aussehenden Deutschen/Schweizern. Es kommt ab und zu vor, dass mit ihnen in simple English (no, we not have that) oder in „leicht verständlichem“ Deutsch (diese ich nicht kennen) gesprochen wird, obwohl sie dieselbe Sprache oder sogar den lokalen Dialekt sprechen. Den Schweizern unter ihnen kommt nicht selten ein stark dialektgefärbtes Hochdeutsch entgegen, das ausser Schweizern wohl niemand versteht. Das hat weniger mit Ignoranz oder Rassismus zu tun. Eher mit vorschnellen Annahmen, Stereotypen, gepaart mit Automatismen und evtl. Übermüdung am Arbeitsplatz – ok, manchmal auch mit fehlendem Anstand. Sowas kommt weltweit vor und ist – wie sollte es auch – sicher nicht auf die Japaner beschränkt. Das sieht man auch daran, dass in Japan aufgewachsene Ausländer oder Ausländer die schon 20-30 Jahre dort leben, fast immer Antwort auf Japanisch bekommen.

    Den einen oder anderen Japaner hat es sicher auch schon genervt, dass obwohl er sich bemühte auf Englisch zu kommunizieren (ob gut oder schlecht sei dahingestellt), das Gegenüber stur auf Japanisch (und mit schwer verständlichem Akzent) weiter Japanisch schwatzt und somit (scheinbar) annimmt, dass Japaner kategorisch kein Englisch können. Japaner nerven sich darüber auch, ob gerechtfertigt oder ungerechtfertigt. Bestimmt steckt auf keiner Seite böse Absicht dahinter. Das sind interkulturelle Missverständnisse, entstehend aus Unwissen und unterschiedlichen Wertvorstellungen.

    Nicht oder schlecht verstanden zu werden und somit vom Gegenüber als sprachunkundig eingeschätzt zu werden, liegt meist an ganz anderen Faktoren. Obwohl man die Worte von den Buchstaben her richtig gesagt hat, kann eine ungewohnte Sprachmelodie und falsche Betonung/Rhythmus dazu führen, nicht verstanden zu werden.
    Beispielsweise wenn Schweizer in Norddeutschland versuchen Hochdeutsch zu sprechen oder umgekehrt. Bei starken Dialekten wird man u.U. im eigenen Land nicht verstanden.
    Erst in einer Fremdsprache fällt einem vieles auf, was man in der Heimat nicht mal wahrnimmt.

    Europa’s demographische Situation ist oft mit anderen Ländern nicht vergleichbar.
    Wie Tabibito schon sagte, in der Heimat auf Deutsch sprechende Asiaten zu treffen erregt kein Aufsehen. In Japan Ausländer zu treffen die fliessend Japanisch können ist immer noch selten – und erregt Aufsehen. Es gibt weiterhin relativ wenig Ausländer, und davon sprechen wiederum nur sehr wenige wirklich gut Japanisch.

    Das Verhalten des Vereinschefs find ich, gerade in seiner Position, trotzdem etwas seltsam. Andererseits kenn ich seine Beweggründe nicht.

    @Christian
    Hab ich ned gewusst, echt bikkuri! Hätt eher auf Klingonisch getippt ;-)

  13. @Heydal

    Das menschliche Ohr ist in der Lage, feinste Variationen in Tonhöhe, Rhythmus und Sprachmelodie zu unterscheiden. Ein Wort, ein kurzer Satz, und der Dorfnachbar (oder Spion in früheren Zeiten) ist entlarvt.
    Natürlich gibt es auch in Japan enorm viele und teils stark unterschiedliche Dialekte, wie in fast allen Ländern dieser Welt. Ich glaube es gibt um die 150 Dialekte, vielleicht bis an die 200(?).

    Der Tokyo Dialekt ist 標準語 (hyōjungo = Standardsprache) geworden, weswegen man in dieser Region, so meine ich, nicht mehr wirklich von einem Dialekt sprechen kann (obwohl es Eigenheiten gibt die vom Hochjapanisch abweichen). Yokohama und Umgebung haben bereits ein paar Eigenheiten, aber es sind bloss einzelne Ausdrücke und Wendungen. Ganz anders Leute aus der Tōhoku Region, die nicht selten versuchen ihren schwäbisch klingenden Dialekt und den starken Akzent zu verbergen, um nicht als ländliche Trampel zu gelten wenn sie nach Tokyo kommen.

    Neben dem Dialekt erschwert der Akzent, also unterschiedliche Lautformung, Intonation, Akzentuierung und Rhythmus, die Kommunikation.
    Selbst für Japaner ist es äusserst schwierig andere Dialekte nachzuahmen, ohne von „Natives“ enttarnt zu werden. Schon im Standard Japanisch gibt es für Sprecher eines starken Dialektes (und damit verbunden ein starker Akzent) Schwierigkeiten bei der Intonation. Meist ist aus dem Kontext klar was gemeint ist. Dennoch sind Missverständnisse möglich, wenn der eigene Akzent durchdrückt. Hab schon mehrmals miterlebt wie ein Japaner den anderen fragte, ob er denn Japaner sei.

    Einfache Beispiele Standard Japanisch:
    ame (飴, Bonbon :: Tonhöhe steigend) // ame (雨, Regen :: Tonhöhe fallend)
    kame (亀, Schildkröte :: fallend) // kame (瓶, Krug :: steigend)
    kaeru (カエル, Frosch :: steigend) // kaeru (変える, verändern :: steigend) // kaeru (帰る, zurückkehren :: fallend)
    tōsan (父さん, Vater :: fallend) // tōsan (倒産, Konkurs :: steigend)
    hitsuji (羊, Schaf :: steigend) // shitsuji (執事, Concierge :: fallend)

    Kehrt man die Intonation um, wird jeweils das andere Wort verstanden. Es gibt unzählige solche Beispiele, und entsprechend viel Fachliteratur. Schwierig daran ist, dass das in jeder Region/Dialekt anders sein kann! Z.B. Leute aus Tōhoku sprechen tendenziell „nach oben“ (mit steigender Tonhöhe).

    Andere Wörter klingen sehr ähnlich und können zu Verwechslungen führen, wenn schnell gesprochen wird. Für Japanisch-Anfänger teils sehr schwierig, diese unmissverständlich wiederzugeben.

    Einfache Beispiele:
    konnyaku(こんにゃく / 蒟蒻, Gelee aus Aronstabknolle)
    konyakku (こにゃっく, Cognac)
    konyaku(こんやく / 婚約, Verlobung)
    byōin (びょういん / 病院, Krankenhaus)
    biyōin (びよういん / 美容院, Friseursalon)
    ryokan (りょかん / 旅館, Japanisches Hotel)
    ryōkan (りょうかん / 猟官 / 量感 / 僚艦 / 僚官, mehrere Bedeutungen)
    osaka (おさか, Name)
    ōsaka (おおさか / 大阪, die Stadt Osaka)

    Letzteres ist kein Problem für Japaner, soll nur verdeutlichen was für manche nicht augenfällig ist:
    Fragt man nach ‚o-saka‘ (kurzes ‚o‘ wie in o-sake) wird man garantiert nicht verstanden.

    Hinzu kommt der Rhythmus (Wortakzent): sagt man ‚hitodebusoku‘ (ひとでぶそく / 人手不足, Mangel an Arbeitskräften) im falschen Rhythmus als ‚hito-debu-soku‘, gibt’s sicher einige Schmunzeleien.
    Anderer Wortakzent und schon wird’s auch in der eigenen Sprache schwierig:
    „Blumento-Pferde“ (was für Pferde?)
    „Lachs-Alven“ (Fische? Bäume?)

    Zusätzlich führt falsche/fehlende Akzentuierung im Satz zu Mehrdeutigkeiten.
    Ist auf Deutsch auch so:
    „Die Maus frass die Katze!“ // „Wo hast du ihn getroffen?“ – „Mitten ins Herz!“ // „Ich schlug den Mann auf dem Rad.“ // „Ich sah den Jungen mit dem Feldstecher.“

    Das ganze Thema ist sehr umfangreich und kompliziert, deswegen gehe ich auf die Lautformung gar nicht ein.

    Wen die Intonation interessiert, werfe mal einen Blick in dieses Buch:
    日本語教育能力検定試験 音声パーフェクト対策 http://www.amazon.co.jp/%E6%97%A5%E6%9C%AC%E8%AA%9E%E6%95%99%E8%82%B2%E8%83%BD%E5%8A%9B%E6%A4%9C%E5%AE%9A%E8%A9%A6%E9%A8%93-%E9%9F%B3%E5%A3%B0%E3%83%91%E3%83%BC%E3%83%95%E3%82%A7%E3%82%AF%E3%83%88%E5%AF%BE%E7%AD%96-%E7%8C%AA%E5%A1%9A-%E5%85%83-%E6%81%B5%E7%BE%8E%E5%AD%90/dp/4757412231

    Soviel zum Akzent. Jeder Dialekt wiederum hat eigene Ausdrucksweisen. Einige der japanischen Dialekte sind für Aussenstehende nur schwer oder total unverständlich, teils sogar mit Einflüssen aus dem Koreanischen. Es gibt Bücher inkl. CD für xyz-Dialekt zu Hochjapanisch, die wie Englisch-Japanisch Lehrbücher aufgebaut sind (situationsbezogene Dialoge, Vokabulartraining).
    Ich verweise hier gern auf die „Datenbank der Japanischen Dialekte“, betrieben vom „National Institute for Japanese Language“: http://www.kokken.go.jp/en/publications/hougendanwa_db/

    Der bekannte Osaka-ben (Dialekt) wurde früher bei weitem nicht so gut verstanden wie heute, wo dank TV und unzähliger Comedians Osaka-Dialekt landesweit populär geworden ist.

    Kanazawa-ben:
    nya~nya = yome = Braut
    nukui = atatakai = warm
    nagashi = daidokoro = Küche
    sorete~ = sore chōdai = gib/reich mir das

    Toyama-ben:
    kochogashii = kusuguttai = kitzlig
    dara = baka = Dummkopf

    Shizuoka-ben:
    …dara~ = …deshō = wahrscheinlich

    Hokkaidō-ben:
    …dabe = …deshō = wahrscheinlich
    koresho = kore deshō = das/dieses wahrscheinlich

    Hakata-ben:
    nani o shiteiru no? = nanbashiyotto? = Was machst du?
    oyogikirantoya? innya, abunakaken, oyogandaketai. = oyogenai no ka? iya, abunai kara oyoganai dake da yo. = Kannst du nicht schwimmen? Nein nein, ich schwimme nur nicht weil es gefährlich ist.

    Schon mal von umpaku Dialekt gehört? (Izumo-ben)
    dandan = arigatō = Danke
    tabako = kyūkei = Pause
    darendai = daremo = niemand
    dakenne = dakarane = …(ohne Kontext nicht übersetzbar)
    bettabetta, dandan = itsumo itsumo arigato = Danke für immer wieder

    Hier ein paar Beispiele: http://www7a.biglobe.ne.jp/~izumobenn/izumo/jisho/i_ta_1.htm

    Schon interessant, wie in einer so kleinen Region befragte Leute ein und denselben Ausdruck unterschiedlich wiedergeben: http://www7a.biglobe.ne.jp/~izumobenn/izumo/map/map_main.htm

    Und zum Abschluss ein paar Dialekte zum Anhören:
    Tōhoku-ben http://www.youtube.com/watch?v=JaQHufacSOI

    Getränkeautomat in Tōhoku-ben (leider nicht von einem Native gesprochen) http://www.youtube.com/watch?v=vU5L051bthk

    Getränkeautomat in Hakata-ben http://www.youtube.com/watch?v=w-o6zxwo5xI

    Getränkeautomat multikulti-multilingual http://www.youtube.com/watch?v=8uiVZdEIscA

    So, genug geplappert. Wer bis hier gelesen hat, sitzt eindeutig zu lange vorm Computer X-(
    Sorry tabibito für’s vollkribbeln deines Blogs, soll nicht mehr vorkommen m(-_-)m

  14. @ディーン
    Fast schon zu schade für einen Kommentar – gehört eigentlich auf meine Seite zur japanischen Sprache :-) Dankeschön, vor allem für die Links.

    Mit dem Tokyo-Dialekt wäre ich vorsichtig. Das in Tokyo gesprochene Japanisch gilt zwar als Standardjapanisch, das aber wohl auch nur, weil mindestens die Hälfte der Tokyoter Zugezogene sind, die, um sich einordnen zu können, das zumeist in Medien benutzte Standardjapanisch aneignen.
    Ich wohne ja in Urayasu, von Tokyo nur durch einen Fluss getrennt. Und ich wohne schon etliche Jahre hier. Einmal bin ich mit einem Taxi in der Stadt von A nach B gefahren, und der Fahrer war sehr, sehr gesprächig. Aber er sprach einen eigenartigen Dialekt, den ich nicht richtig zuordnen konnte. Nichtswissend wie ich bin, fragte ich ihn irgendwann, seit wann er denn in der Stadt wohne und wo er eigentlich her sei. „Na, Urayasu – ich wohne schon immer hier“. Er war um die 60, muss ich dazusagen. Er sagte mir, es sei schon traurig, dass der Urayasu-Dialekt kaum noch gesprochen wird. Urayasu war noch vor 80 Jahren ein Fischerdorf. Es gibt kaum noch „Eingeborene“, aber seitdem höre ich genauer hin, und siehe da – man hört den Urayasu-Dialekt gelegentlich. Nicht so schwer verständlich wie Tsugaru, Satsuma oder auch Kansai, aber deutlich unterscheidbar von anderen Dialekten.
    Das gleiche habe ich nun auch schon in Asakusa, Hachiōji und Meguro bemerkt: Auch Tokyo hat noch seine Dialekte, auch wenn sie fast nur noch von der Gruppe >60 gesprochen werden. Japanisch verliert rapide an Vielfalt, auch wenn etliche Dialekte recht stark sind (und wer weiss – vielleicht wird Kansaiben irgendwann Standardjapanisch).

  15. Jau stimmt, Tokyo besteht ja auch nur aus zusammengewachsenen Stadtbezirken – und sprachlich standardisierten Japanern. Ich meinte eigentlich, dass der Tokyo Dialekt gesamthaft gesehen kein Dialekt mehr ist weil als Hochjapanisch angesehen. Danke übrigens für die Aufnahme meines obigen ähm Kommentars.
    Auf die Dialekte der Stadtbezirke bin ich nicht näher eingegangen, weil ich nicht viel darüber weiss und weil es einfach den Rahmen sprengt. Danke für das interessante Taxi-Anekdötchen (^.^)
    Man müsste an dieser Stelle auch Dialekte des Bürgertums, der Unterschicht als auch Kaufmanns-Dialekte erwähnen, die eine etwas spezielle Stellung einnehmen.
    Es ist echt sehr schade dass diese sprudelnde lokale Vielfalt wie sie selbst in Tokyo noch vorhanden ist, mit den nächsten Generationen wohl ein Ende hat. Aber schön zu sehen dass es Deutsche mit Urayasu Dialekt gibt.
    An dem Tag wo Kansai-ben Standard wird, werde ich standhaft auf der Seite des Disneyland-Dialekts stehen.

  16. @ディーン
    Hoffe er hat’s gelesen! Ansonsten – ich hab’s gelesen und genossen und sehr viele andere mit Sicherheit auch.

    Die Werbung habe ich neulich zum ersten Mal gesehen. Ein Alptraum. Meinst Du das „Big money hit me?“

    @Michael
    Die unterhalten sich darüber, ob man nun das eine Lied singt oder nicht… oder was ist die Lösung?

  17. @tabibito
    Danke für die Blumen (*^_^*) dann war’s den Aufwand schon wert.

    Beim „Big money hit me“ kringelte und krümelte es mich vor Lachen, und auch am Schluss als sie vor lauter genki-ness fast nach hinten umkippt. Meinte aber das ganze – das ist nämlich von A-Z alles Englisch…(nicht dass ich viel verstanden hätte).
    Die Werbung erinnerte mich an einen Kollegen, der an der Uni Englisch studierte, und einmal was auf Englisch vortragen musste. Der Lehrer (Amerikaner) unterbrach ihn „Nein nein, nicht Japanisch, auf Englisch bitte!“. Der Kollege verstand die Welt nicht mehr, denn er sprach ja schon Englisch – halt einfach mit japanischem Akzent.

    @Michael Hess
    Entweder über gegrilltes Schweinefleisch oder über chinesische Hunde.
    Die Intonation (Tonhöhe) muss aber stimmen, sonst wird der Satz evtl. nicht verstanden.
    ちゃう = じゃない (Kansai-ben)
    ちゃうちゃう = 違う、違う (Kansai-ben)
    ちゃうちゃう = チャーシュー (Schweinefleisch, Kansai-ben)
    チャウチャウ = Chow-Chow Hund

    Liesse sich auch so sagen:
    P1: chau chau chau?
    P2: chau chau! chau chau chau!
    P3: ….. (@_@)?
    Jaja, diese Gekläffe bedeutet tatsächlich etwas.
    Wenn P1 Schweinefleisch meint, P2 aber Chow-Chow, dann ist die Verwirrung perfekt.

  18. @Michael Hess
    Was ist denn nun die offizielle Lösung?
    Du sprachst von Kanji – gab’s noch andere Bedeutungen?
    Ich mag nicht mehr warten, will’s wissen!

  19. Sorry… habe die Frage jetzt erst gelesen

    Lösung:
    (Kansai-ben)
    [P1] Ist das ein Chau chau?
    [P2] Neiiin das ist kein Chau chau.

    der Chow-Chow wird ja hier Chau-Chau intoniert. (Deswegen ist das mit „Kanjis“ dann einfach)

    Das erste ちゃう bei P2 wird dann oft langgezogen mit wedelnder Hand begleitet.

    Wenn man den „Witz“ bringt hat man zumindestens in Osaka/Hyogo als Gaijin die Lacher auf seiner Seite! :D

  20. PS
    es gibt wohl im Chinesischen einen Zungenbrecher der in Umschrift unverständlich aber in „Kanjis“ ganz klar ist.

    Xie Xie Xie Xie
    Xie Xie Xie Xie
    Xie Xie Xie Xie
    Xie Xie Xie Xie

    (Alles in verschiedenen Intonationen)

    Leider finde ich das Original in Chinesisch nicht mehr :-(
    Soll sozusagen der Chinesische Gehörtest sein ;)

  21. Du weisst nicht zufällig wie man in Kansai von チャーシュー auf ちゃうちゃう kam?
    Hoffe ja nicht dass es einen Zusammenhang mit チャウチャウ gibt… x-(

    Der wohl bekannteste Gehörtest ist, denk ich:
    mā má mă mà ma = Mutter, Hanf, Pferd, beschimpfen/beschuldigen, Fragepartikel

    Woraus sich folgender Zungenbrecher ergibt:
    māmā qí mă, mă màn, māmā mà mă, mă mà māmā ma?
    Mama reitet Pferd, Pferd langsam, Mama beschuldigt Pferd, Pferd beschuldigt Mama?

    Leider werden Chinesische Zeichen hier nicht angenommen, sonst hätt ich sie gepostet.

  22. @ディーン
    nope weis ich leider nicht, kann aber mal „Frau“ fragen, obwohl die aus Okayama stammt kann die sehr gut Kansai-ben und kennt auch viel Historie.

    Das mit dem „Pferd“ ist auch nett :)

    Sach mal, was machst du so und wo wenn ich fragen darf, gerne als PM wenn du dich hier nicht enttarnen möchtest :)

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