BlogMission Impossible? Konto in Deutschland, Leben in Japan

Mission Impossible? Konto in Deutschland, Leben in Japan

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Gültig in über 100 Ländern. Japan gehört nicht mehr dazu.
Gültig in über 100 Ländern. Japan gehört nicht mehr dazu.
Japan war schon immer etwas anders, wenn es ums Geld geht. Die Banken arbeiten nicht selten mit absurder und/oder maroder Technik, die Sicherheitsvorkehrungen inkl. diverser Geldtransfers betreffender Gesetze kann man teils durchaus als paranoid bezeichnen, und sonst universelle Regeln, zumindest was Reisen anbelangt, sind gelegentlich ausser Kraft gesetzt. So sind Kreditkarten wie VISA oder Mastercard dazu gedacht, sie jederzeit und weltweit benutzen zu können – egal wo man herkommt – doch in Japan gibt es etliche Institutionen, die im Ausland ausgestellte Kreditkarten einfach ablehnen. Ohne Kreditkarte sieht es noch schwieriger aus. Vor 17 Jahren (um mal in der Erinnerung zu kramen) gab es nur drei Möglichkeiten: Entweder man besorgte sich Traveller Cheques, nahm alles als Bargeld mit oder besorgte sich ein Konto bei CITIBANK: Jene hatte damals Filialen in vielen Ländern weltweit, so auch ein paar wenige in Japan, und man konnte so mit seiner normalen Geldkarte auch in Japan Geld abheben. Natürlich nicht am Wochenende oder in der Nacht… Traveller Cheques und Bargeld waren und sind auch nicht das Gelbe vom Ei – nur wenige Banken ausserhalb der internationalen Flughäfen können damit etwas anfangen (so man das Bargeld nicht in Yen dabei hat), und die Wechselkurse sind nicht selten unvorteilhaft.
Vor ein paar Jahren konnte man dann plötzlich Karten mit dem von Mastercard betriebenen Maestro bzw. Cirrus-Netzwerk in Japan benutzen. Nur bei Filialen der Japanischen Post, vorerst, und nicht am Wochenende usw. Wir kennen das ja. Aber immerhin. Plötzlich konnte man eben jene Karten sogar bei der 7-Eleven-Bank benutzen – sprich an den Bankautomaten in nahezu allen der 15’000 7-Eleven-Convenience Stores in Japan. Bargeld – ganz einfach! Selbst die Gebühren waren nicht übermässig hoch.
Damit war plötzlich Schluss am 19. April diesen Jahres. Auf der Mastercard-Webseite findet sich dazu folgende Erklärung:

An: Inhaber von Karten mit Maestro-Logo und EMV-Chip, die außerhalb des asiatisch-pazifischen Raums ausgestellt wurden
Betreff: Zeitweilige Unterbrechung von Transaktionen an Geldausgabeautomaten mit Maestro-Funktion in Japan
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in MasterCard. Alle EMV-Karten mit Maestro-Funktion, die außerhalb des asiatisch-pazifischen Raums ausgestellt wurden, können vorübergehend nicht zum Abheben an Geldausgabeautomaten verwendet werden, da ein Upgrade des örtlichen Geldautomaten-Netzwerks durchgeführt wird.
EMV-Karten mit Maestro-Funktion, die in den folgenden Ländern ausgestellt wurden, sind jedoch nicht betroffen:
Niederlande
Kanada
EMV-Karten mit Maestro-Funktion, die innerhalb des asiatisch-pazifischen Raums ausgestellt wurden, sowie Karten mit Maestro-Logo aber ohne EMV-Chip, Karten mit MasterCard-Logo und Karten mit Cirrus-Logo sind ebenfalls nicht betroffen. Diese MasterCard-Karten können an Geldautomaten und in Ladengeschäften in Japan weiterhin benutzt werden.
MasterCard bemüht sich derzeit in Zusammenarbeit mit den betroffenen Finanzinstituten, die Nutzung der Karten schnellstmöglich wiederherzustellen.
Wir entschuldigen uns vielmals für jegliche Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Nun, aus zeitweilige wurde nun ein halbes Jahr, und es ist immer noch nicht in Sicht, wann man die Karten wieder benutzen kann. Was nun? Aus Citibank wurde Targobank. Da sitze ich nun also mit meinem Targobank-Konto, kann mir online ansehen, wie sich die Euronen vermehren – oder auch nicht – und das war es auch schon. Überweisen nach Japan? Scheint nicht zu gehen, man kann wohl nur in Länder überweisen, die ans IBAN-System angeschlossen sind. Ob ich eine Kreditkarte bekommen kann, weiss ich noch nicht, aber vermutlich nicht.
Nächster Versuch: Das Einrichten eines DKB-Cash-Kontos, welches für Auslandsaufenthalte recht brauchbar zu sein scheint. Bei der Anmeldung muss man sich offiziell identifizieren – in Japan geht das evtl. nur mit einem Notar (angeblich auch bei einer Bank, aber ich habe da so meine Zweifel). Und – so man keinen Personalausweis hat (und ohne festen Wohnsitz in der BRD hat man keinen gültigen) – muss man sich mit dem Pass identifieren, doch dann heisst es:

Falls Sie sich für die Legitimation mit dem Reisepass entscheiden, benötigen wir zusätzlich einen maximal 12 Monate alten Anschriftennachweis (Gehaltsabrechnung, Gas-, Wasser- oder Stromrechnung, Meldebescheinigung).

Will heissen, wie es aussieht, braucht man einen Wohnsitz (und nicht nur eine Adresse) in Deutschland. Ich bin momentan dabei, zu bestätigen, ob dem wirklich so ist. Falls ja (und es würde mich nicht überraschen), dann kommt diese Lösung auch nicht in Frage. Was tun? Warten, bis man, irgendwann? nirgendwann? wieder Maestro benutzen kann? Warten, bis man wieder in Deutschland ist? Mal schauen. Was mich an dieser Stelle jedoch mittlerweile brennend interessiert – welche Möglichkeiten gibt es noch? Was macht der Rest?

tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

44 Kommentare

  1. W T F
    Ohne diesen Blog-Eintrag hätte ich das nicht mit bekommen!
    Ich bin vom 20. Dezember bis zum 4. Januar in Japan und hätte erwartet wie immer, mit meiner MasterCard, am Geldautomaten, Geld abheben zu können.
    Das heisst ich kann in Japan meine MasterCard aktuell nicht einsetzen? Auch nicht in 成田 am Flughafen?

    • Ich habe mal meine Bankbearterin gefragt, die wird das wissen ob meine Karte geht oder nicht :P
      Ich hab nämlich überhaupt keine Ahnung ob meine Karte einen EMV Chip hat oder nicht.
      Wenn ich das richtig Lese sind Karten mit der Aufschrift „MasterCard“ nicht betroffen
      […] Karten mit MasterCard-Logo […] sind ebenfalls nicht betroffen.
      Und das sind ja die einzigen „echten“ MasterCard oder nicht? Oder verstehe ich da was falsch.
      Bin was Geldkarten Technik angeht überhaupt nicht versiert…

  2. Da ich von Juli bis September in Japan war, kann ich dazu soviel sagen:
    deutsche Visa-Kreditkarten und Maestro/EC-Karten, die über die DKB laufen, (nicht notwendigerweise die dkb selbst), funktionieren.
    Soll heißen, ich habe mein Konto bei der Comdirekt, incl kostenloser Kreditkarte.
    Da es ein Onlinekonto ist, reicht glaube ich aus, wenn die Post an irgendeine deutsche Adresse geschickt wird, nur unterschreiben muss man… aber viele akzeptieren mittlerweile auch ausgedruckte, unterschriebene und wieder eingescannte formulare, die dann per internet verschickt werden. (könnte also deine beste option sein)
    die lufthansa mastercard, die man zusätzlich zur Miles and More Karte bekommen kann, läuft auch über die DKB, hier ist allerdings eine Kontoverifizierung notwendig.
    grüße
    yuura

  3. Hoho, hier geht’s ja um meine Doktorarbeit! Kann Tabibito’s Erfahrungen mehrere Jahre in die Vergangenheit zurück bestätigen. Stunden-, nein tagelang sass ich in den Schalterhallen verschiedenster Banken und wartete dass man mir schlussendlich negativen Bescheid gab. Ich hätte dort gleich übernachten können da jeder winzibinzi Vorgang ewig dauert – was aber nicht geht weil alle Banken um 15 Uhr(!) den Laden dicht machen. Anstatt hier Romane zu schreiben, was ich zu dem Thema wohl könnte weil ausreichend daran rumgedoktert, hier das Wichtigste in „Kürze“.
    Bargeldbezug:
    Wie schon gesagt, japanische Banken und ausländische Karten vertragen sich nicht. Man kommt nach Schalterschluss nicht mal in die Automatenhalle rein, egal was für eine Karte man benutzt um die Schiebetüren zu öffnen. Banken also grundsätzlich aussen vor lassen! Am Flughafen hingegen geht alles, also Geld wechseln oder mit der Karte Geld abheben. Wegen der schlechten Wechselkonditionen aber lieber sein lassen.
    Die japanische Post ist der Retter in der Not, da jede Postfiliale über mind. einen internationalen ATM (Geldautomat) verfügt. Visa, Mastercard, American Express, Diners funktionieren weiterhin alle ausnahmslos. Falls nicht -> Konto überzogen und mal nach Hause mit E.T. telefonieren. Die Post als nationaler Zulieferer hat mit ihren unzähligen Ablegern nicht nur das mit Abstand grösste Netz an ATMs, sondern versorgt selbst den hintersten Winkel Japans. Von einzelnen winzigen Poststellen abgesehen, bekommt man selbst in der Pampa flott Cash. Die Gebühren die das Kreditkartenunternehmen einkassiert sind allerdings hoch mit ca. 7.5 Euro pro Bezug plus einen Prozentsatz des abgehobenen Betrages. Auch beachten: Seit kurzem ist der Maximalbezug pro Transaktion auf 200,000 Yen (ca. 1500 Euro) beschränkt.
    Bis hierhin nix neues, hat bestimmt jeder schon gewusst.
    Maestro Karte:
    Das Problem mit der Maestro-Karte ist dem koordinierten Bankraub vom letzten Februar zu verdanken, als weltweit 45 Mio. Dollar an ATMs in 26 Ländern mit gefälschten Karten abgehoben wurden (Magnetstreifenkarten ohne EMV Chip). Mastercard zog die Notbremse und wird die Maestrokarte erst wieder zulassen, wenn die japanischen ATMs die Sicherheitsstandards erfüllen – was bei den maroden Systemen noch LANGE dauern könnte. Und jetzt gut mitlesen: nur die MAESTRO ist davon betroffen, nicht die Kreditkarte namens MASTERCARD! Beide gehören der Firma Mastercard.
    Geld wechseln:
    Gleich vergessen, geht nämlich nur am Flughafen oder in Tokyo in einer Hauptfiliale und dauert EWIGKEITEN. US Dollar in Yen wechseln? Oh, da müssen Sie nach Tokyo fahren! Überall derselbe Tenor. Dass Yen in die exotische Währung US Dollar wechseln nicht geht, wär ja noch verständlich…
    Bargeldbezug am Bankschalter:
    Bieten nicht alle Banken an, im Notfall aber ein Versuch wert. Mit dem Reisepass und der Kreditkarte kann man die volle Limite direkt am Schalter beziehen. Also nicht die Bargeld-Limite die für die Automaten gilt, sondern die ganze Limite der Kreditkarte. Das geht weil es sich in diesem Fall nicht um einen Bezug via ATM handelt, sondern eine Dienstleistung bei der Geld abgebucht wird. Warnung auch hier, dauert sicher 1 Stunde, wenn’s schnell geht „nur“ 30 Minuten. Nicht vergessen dass die Banken um 15 Uhr schliessen und nur wochentags auf haben.
    Trick für die Kreditkarte:
    Wer seine Limite nicht erhöhen kann, zahlt IM VORAUS vor der Abreise genügend Geld auf das Kreditkartenkonto ein bzw. überweist es dem Kreditkarteninstitut. Dadurch lässt sich dieser Betrag plus die Limite beziehen. Beispiel: Kartenlimite ist 2000 Euro, zusätzlich einbezahlt hat man 3000 Euro -> Yen im Gegenwert von 5000 Euro können bezogen werden.
    Nicht vergessen dass maximal 200,000 Yen pro Transaktion bezogen werden können. Kann umgangen werden mit Gang zum Bankschalter – Reisepass und viel Geduld mitbringen!
    Western Union und Konsorten für Sofort-Cash:
    Im Notfall ja, ansonsten nein weil schweineteuer.
    Inhaber eines japanischen Bankkontos:
    Überweisung von eigenem Bankkonto ist bei grossen Beträgen mit Abstand am günstigsten. Dazu braucht man in jedem Fall den SWIFT Code der Empfängerbank. Auf der Homepage nachschauen oder um ganz sicher zu gehen, in der Filiale nachfragen. Da dieser nur 8-stellig ist und nicht 11-stellig wie in Europa, kann es hier Probleme mit der Hausbank geben. Im schlimmsten Fall kommt das Geld zurück und man macht ziemlich Verlust wg. doppelten Gebühren auf beiden Seiten plus Kursverlust. Beispiel: Euro überwiesen, in Japan angekommen automatisch in Yen gewechselt, Konto wurde nicht gefunden, Geld fliesst zurück und wird in Euro zurück gewechselt. Hinzu kommen die Verarbeitungsgebühren, die auf japanischer Seite zw. 1500-2500 Yen betragen. Für Schlaumeier: Alle Kosten zu Lasten Sender ist ein Eigentor, da dann die Kosten auf japanischer Seite der Hausbank angelastet werden, welche (neben den von Yen in Euro umgewandelten Kosten ->Kursverlust) zusätzlich noch Gebühren draufschlagen kann.
    Die letzten 3 Stellen im 11-stelligen SWIFT Code bezeichnen die Filiale. Man kann versuchen diese mit „XXX“ zu ersetzen, denn dies steht international immer für die Hauptstelle, von wo aus die Filiale eigentlich zugeordnet werden kann, solange die ADRESSE DER FILIALE in den Angaben zur Überweisung stimmt. Dies jedoch alles ohne Gewähr.
    Tipp: Testweise 100 Euro überweisen und schauen ob’s geht. Erst danach grössere Beträge. Nicht vergessen dass die Bank anruft um den Eingang einer Überweisung aus dem Ausland bestätigen zu lassen – und zwar jedes verflixte Mal!
    Für Risikopatienten:
    Wer gern mit Forex spielt, kann auf’s eigene Konto überweisen und nebenbei Gewinn machen. Bekannte FX Seiten bieten neben FX Trading auch Money Transfers an. Auf eigenes Risiko!!
    Längerer Aufenthalt in Japan:
    Etappenweise mit Kreditkarte abheben ist auf Dauer ziemlich teuer, verglichen mit einer Überweisung auf ein Bankkonto. Nur ist es extrem schwierig ohne die „Alien Registration Card“ ein Bankkonto zu eröffnen (Ausnahme Citibank, die landesweit aber wenig vertreten ist). Postkonto ist schon einfacher, nur kann das dann schief gehen mit dem Bankkonto in der Heimat (ja, ausprobiert und Lehrgeld bezahlt). Auf alle Fälle braucht man einen eigenen hanko (Namensstempel) um irgendwo ein Konto zu eröffnen.
    UND JETZT KOMMT’S!
    Inhaber eines Kontos bei der Schweizer Post:
    Die Postämter der Welt scheinen enger zusammen zu arbeiten als die Banken. Mit einer PostFinance Karte lässt sich nicht nur an den ATMs der japanischen Post Cash holen, sondern grundsätzlich an allen ATMs die das blaue VISA PLUS Symbol aufweisen. Damit werden ausnahmsweise ATMs japanischer Banken zum potentiellen Geldspender! Allerdings ist leider nicht jede Bank dem VISA PLUS angeschlossen. Von daher sind wiederum nur die Post ATMs absolut verlässlich. Weiter positiv ist, dass die Spesen (5 Franken) und Wechselkurse der Schweizer Post bei weitem besser sind als bei den Kreditkarteninstituten.
    Für Konten bei der deutschen Postbank geht dies leider nicht.
    Für Schlaumeier: Schweizer Postkonto eröffnen geht nur mit Identifikation per Ausweis.
    VISA PLUS Automaten finden: http://www.visa.com/atmlocator/
    Karte streikt:
    Karte hat bisher einwandfrei funktioniert und streikt auf einmal. Entweder Limite überzogen oder Hausbank hat Karte gesperrt. Letzteres kommt SEHR häufig vor, nur ein Anruf in die Heimat kann das Problem lösen. „Ungewöhnliche“ oder „verdächtige“ Bezüge führen zur sofortigen Sperrung der Karte durch das System. Daher VOR ABREISE Hausbank SCHRIFTLICH inkl. Reisedaten über Aufenthalt informieren, um sich später hohe Telefonrechnungen und viel Ärger zu ersparen.
    Karte geht von Anfang an nicht:
    Etwa im Online Banking das „Geoblocking“ eingeschaltet und vergessen Japan freizuschalten? Mama anrufen und zu Western Union gehen und viel Lehrgeld bezahlen.
    Noch was:
    Was die Beraterin der Hausbank erzählt, könnt ihr euch ans Bein streichen. Einzig und allein die Bedingungen vor Ort entscheiden, ob eine Karte funktioniert oder nicht. Das kann in den meisten Fällen keiner vorhersagen, auch nicht auf japanischer Seite.

    • Zum Thema Geld wechseln: Diese Infos sind zumindest momentan nicht mehr ganz aktuell, da ich vor nicht allzu langer Zeit auch weit abseits von Tokyo problemlos Geld wechseln konnte. Es geht vielleicht nicht auf jedem Dorf, aber eine kleine Recherche für den jeweiligen Aufenthaltsort zeigt, dass größere Banken in den Städten so etwas schon anbieten. :)

      • Die Info ist durchaus aktuell. In meinem Fall abseits von Tokyo (400’000 Einwohner Stadt), bei sämtlichen Grossbanken nach Tokyo verwiesen worden. Gleiches erlebt in Zentraljapan in Stadt ähnlicher Grösse. Der Grund dafür ist banal: der Durchschnittsjapaner wechselt kein Geld, deshalb wird dieser Dienst kaum angeboten. Auslandsreisen sind selten, kenne viele die noch nie im Ausland waren. Und wenn dann wird am Flughafen kurz vor Abflug gewechselt.
        Was ich mit obiger Aussage meinte ist, man sollte davon ausgehen dass Geld wechseln nicht möglich ist. Vereinzelt Ausnahmen gibt’s immer, aber einfach in irgendeine Bank spazieren und Geld wechseln wird allermeistens nicht gehen. Eine der Ausnahmen ist z.B. auf dem Koyasan, der geographisch eigentlich in einer der hintersten Ecken des Landes liegt. Seit Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe von Besucheranstürmen überrollt als wär man auf der Wiesn, hatten zwei Lokalbanken begonnen einen Money Exchange Service anzubieten (USD und EUR).

    • Schön, dass wir die Doktorarbeit rauskitzeln konnten :)
      Einiges davon ist mir neu — ich dachte vorher, dass japanische Institutionen beschlossen hatten, aus dem Maestro-Verbund auszusteigen. Wenn Maestro wirklich wartet, bis japanische ATM auf- bzw. nachgerüstet werden, kann es wirklich noch ein paar Jährchen dauern. Oh weh.

      • Vielleicht ist genau das der Grund für den Ausstiegsgedanken ;)
        Upgrades in Banken geschehen normalerweise leise und ohne die öffentlichen Dienstleistungen auch nur im Geringsten zu beeinträchtigen. Schliesslich geht’s immer um viel Geld.
        Die Roadmap von Mastercard, alle [Anbieter zwingen ihre] ATMs auf Chipkarten aufzurüsten, liegt schon seit längerem vor (VISA folgt). Nur haftete bis dahin Mastercard für Verluste durch Betrügereien am ATM. Dies wird sich nun ändern und der ATM Betreiber haftet vollumfänglich für jeden Schaden.
        Die Massnahme von Mastercard muss jeden Tag Unsummen Verlust einfahren. Andererseits wäre der Imageverlust wohl grösser. Ich höre auch von Hong Kong und Indonesien, dass auch dort die westlichen Maestro Karten mit EMV Chip nicht mehr funktionieren bis die ATMs aufgerüstet sind (eigentlich logisch).

  4. Ich kenn‘ die Geschichte schon von der Schilderung einiger Reisender, die dann ohne Geld in Japan gestrandet waren – man verlässt sich natürlich heutzutage auf Kreditkarten, die ja sonst auch überall funktionieren… Nordkorea und Japan natürlich ausgenommen! ;-)

  5. aus dem sehr informativen Posting von ディーン hier die wahrscheinlich wichtigste Info nochmal rausgenommen: Visakarten gehen an japan. Postbank ATMS.
    Ansonsten möchte ich Tabibito Mut zusprechen: Ich bin jetzt seit über sechs Jahren Kunde bei der DKB, und kann nur empfehlen, mal anzurufen bzw. zu schreiben. Meist zeigen die sich nämlich recht kundenfreundlich und flexibel, auch bei einem Wohnsitz im Ausland – auch wenn das halt nicht unter das Standardprozedere fällt und damit nicht vollautomatisch abgewickelt wird.

  6. Danke ディーン!
    Das ist mal ausführlich :)
    Vor meiner Auswanderung hatte ich ein Konto bei einer Sparkasse. Für meinen damaligen geplanten 6 monatigen Japanaufenthalt hatte ich mir extra Kreditkarten ausstellen lassen. Vor 7 Jahren konnte ich zwar auch mit der EC Karte Geld in Japan abheben (ich habe übrigens nie darauf geachtet wo, ich bin einfach zum nächstbesten ATM am Bahnhof gegangen), aber Kreditkarten schienen mir doch sicherer.
    Ich hatte die Nachricht auch immer so verstanden, dass ich eben nicht mehr mit der Maestro Karte (Girocard) an Geld komme, sondern eine Kreditkarte brauche. Weshalb man automatisch von Maestro auf MasterCard schließt, ist mir schleierhaft.
    Vor meiner Auswanderung stellte ich mir dann auch die Frage, welche Bank soll ich nutzen. Ich brauchte eine ohne Kontoführungsgebühren.
    Nach einigen Vergleichen entschied ich mich für die DKB. Die Girocard der DKB kann man zwar eigentlich gleich wegschmeißen, da man, wenn man mit ihr Geld abhebt, eigentlich immer Gebühren zahlen muß, aber man hat ja noch die Visa Card. Hier wirbt die DKB mit „kostenlos Geldabheben weltweit“. Bis jetzt hatte ich keine Probleme.
    Nur die Problematik des Bargeldeinzahlens bleibt..

  7. Sorry für den überlangen Kommentar der länger ist als der Blogbeitrag.
    Muss zum verwirrt da eilig geschriebenen Bank-Bank-Transfer noch was korrigierend anfügen. Es gibt 2 Möglichkeiten, nämlich entweder den SWIFT Code der Hauptstelle benutzen oder aber gar keinen.
    Beispiel anhand der Mizuho Bank: MHCBJPJT
    Aufschlüsselung des SWIFT Codes:
    MHCB = Bank code
    JP = Country Code
    JT = Location Code
    XXX = Branch Code
    Methode via Hauptstelle:
    Den 8-stelligen SWIFT Code der Bank benutzen und XXX (Hauptstelle) anhängen. Dazu die Adresse der HAUPTSTELLE in Japan eingeben. Die sogenannte Routingnummer ist dringend nötig, da sie die Filiale bezeichnet (US und Japan). In Europa existiert sowas nicht, sondern es werden Buchstabenkürzel verwendet. In einem europäischen 11-stelligen SWIFT Code entspricht dies den letzten 3 Buchstaben. Da es auf europäischen Zahlungsanweisungen keinen Platz für eine Routingnummer gibt, kann diese nur in den Feldern „Zahlungszweck/Mitteilung“ angebracht werden. Ohne Routingnummer kann die Empfängerbank das Geld keiner Filiale eindeutig zuweisen und wird es über die Empfängeradresse versuchen müssen. Stimmt diese, dann müsste es funktionieren. Auf keinen Fall versuchen die Routingnummer an den SWIFT Code anzuhängen!
    Beispiel: MHCBJPJTXXX ins SWIFT Feld, Adresse der Bank muss die HAUPTSTELLE sein!! Zur Sicherheit Routingnummer, Kontonummer etc. in die Felder Zahlungszweck/Mitteilung.
    Methode via Filiale:
    Meine Hausbank akzeptiert 8-stellige Codes gar nicht. Daher lasse ich das Feld für den SWIFT Code einfach leer, gebe aber den 8-stelligen Code, Routingnummer sowie Kontonummer für alle Fälle in den Feldern Zahlungszweck/Mitteilung nochmal an. Adresse ist diesmal die FILIALE der Empfängerbank! Das hat mit Zahlungen in die US sowie Japan bisher geklappt. Die Überweisung erfolgt sofort innert eines Banktages ohne irgendwelche Verzögerungen.
    Beispiel: SWIFT Feld leer lassen, Adresse der FILIALE angeben. In die Mitteilungsfelder kommt MHCBJPJT, Routingnummer, Kontonummer etc.
    Hinweise:
    Im Internet kursieren einige Webseiten mit SWIFT Code Tabellen. Vorsicht hier, da diese teils veraltet sind (Mizuho hat seit Juli dieses Jahres einen neuen Code). Immer die Empfängerbank direkt anfragen oder zumindest auf deren Website nachschauen. Ein weiterer Grund dafür ist, dass Grossbanken teils mehrere SWIFT Codes haben, die deren unabhängigen Finanzinstituten entsprechen (Securities, Bonds). Wählt man den falschen Code, geht das Geld u.U. an eine Untergruppe die mit Wertpapieren handelt, was unweigerlich zu einer teuren Rückzahlung führt.
    Eröffnen eines Kontos in der Heimat ist zwar möglich, nur kann es sein dass die Bank bei Kenntnis Wohnsitz Ausland die Bedingungen verschärft plus hohe Kontogebühren verlangt. Gewisse Lokalbanken lehnen eine Kontoeröffnung gänzlich ab. Kreditkarte bekommt man eher nicht, und wenn doch muss man ein Depot in Höhe der Kartenlimite permanent auf dem Konto lassen. Falls man abtaucht kann die Bank immer darauf zurückgreifen.
    Für Überweisungen die dem eigenen Konto entsprechen und somit eigenes Geld sind, fallen in Japan keine Steuern an (zumindest in meiner Stadt). Zur Sicherheit vorher das Steueramt anfragen. Überweisungen von anderslautenden Konten könnten als Lohnzahlungen angesehen werden und müssen u.U. versteuert werden. Japanische Banken informieren das Steueramt bei jeder Zahlung aus dem Ausland die 1’000’000 Yen (100 Man Yen) übersteigt. Die Kosten für die Überweisung sind auf japanischer Seite mit 1500-2500 Yen relativ hoch, aber zumindest unabhängig vom überwiesenen Betrag.
    Alle Angaben ohne Gewähr.

  8. Ich habe auch das Problem, dass Maestro nicht geht, und bin jetzt dazu übergegangen, mit meiner Visa von Ing-Diba Geld abzuheben. Da muss ich zwar zähneknirschend 1,75% Visa-Gebühren in Kauf nehmen, aber ich habe mir das jetzt einfach als etwas schlechteren Wechselkurs akzeptiert.
    Also Visa geht auf jeden Fall noch (bei der japanischen Post). Überweisungen habe ich mir auch mal angesehen, aber das war noch viel teurer als Bar abzuheben.
    Naja, ansonsten bleiben vielleicht noch Bitcoins? :D

  9. Habe gerade die Rückmeldung von meiner Bank bekommen. Weder meine normale EC-Karte (mit Maestro Logo) noch meine normale MasterCard sind betroffen und funktionieren einwandfrei in Japan.

    • Siehe auch ディーン weiter unten.
      Von der Vorstellung, Bank- und andere Beamte können und wissen alles, sollte man sich unbedingt verabschieden. Frage bei Deiner Bank drei verschiedene Angestellte, ob Du Deine EC-Karte in Japan benutzen kannst, und Du wirst genau drei verschiedene Antworten bekommen.
      Ich gehe davon aus, dass die Angaben im Betriebshandbuch Deiner Bank veraltet sind. Und wie ディーン schon sagt: Gehe davon aus, dass Deine EC-Karte eben nicht funktionieren wird.

  10. Ich nutze für meine Aufenthalte in Japan (und anderen Ländern) seit Jahren eine Kombination aus DKB-VISA und Postbank „Sparcard direkt“.
    Das die DKB-VISA gut funktioniert wurde ja hier schon einigemale erwähnt – das kann ich so bestätigen.
    Die „Sparcard direkt“ ist eigentlich eine Art Sparbuch (im Kreditkartenformat). Jedoch hat man pro Kartenkonto jährlich 10 gebührenfreie Auslandsabhebungen zur Verfügung. Man kann über mehrere Sparcard-Konten verfügen. Derzeit habe ich beispielsweise 3 Sparcard-Konten und somit 30 gebührenfreie Abhebungen im Ausland pro Jahr. Somit kann ich bei meinen Japanaufenthalten gebührenfrei Bargeld bei den ATMs der Japan Post beziehen. Beachten muss man lediglich noch, dass man pro Sparcard-Konto maximal über 2000 Euro im Monat vorschusszinsfrei verfügen kann – noch ein Grund warum ich mehrere dieser Karten habe.
    Beantragt hatte ich die Sparcards damals auch über Internet & Postidentverfahren. Aber vielleicht gibt es da auch eine andere Möglichkeit sich zu verifizieren als das Postidentverfahren – fragen kostet ja nichts.

  11. Um es nochmal klar zu sagen: Die vier grossen Kreditkartenanbieter hatten immer mit den Post-ATMs funktionert und tun es heute noch. Eine zuverlässige, wenn auch teure Methode da schlechter Wechselkurs und typisch 1.75-2.75% vom abgehobenen Betrag plus ca. 7 Euro Gebühr.
    Überweisungen lohnen sich wenn es um viel Geld geht (hohe Gebühren aber besserer Wechselkurs, im besten Fall Interbank Kurs). Wer nur ein paar hundert Euro braucht, geht besser zum ATM.
    @Vamp898
    Junge, nimm die MasterCard auf alle Fälle mit. Ich fress nen Kappa wenn Deine deutsche EC-Karte unter den derzeitigen Umständen in Japan funktioniert. Die Hausbanken drüben in Europa haben keine Ahnung was anderswo geht oder nicht geht. Was man mir in verschiedenen Banken so alles erzählt hatte, haha, und dann in Japan angekommen war nicht die Bohne wahr und jemand musste tüchtig schwitzen um an Cash zu kommen :-(

    • Ich werde die MasterCard auf jeden Fall mit nehmen, vor allem da ich keinerlei Gebühren habe wenn ich mit der im Ausland Geld abhebe (lustigerweise nur innerhalb DE :D). Ich bekomme auch den Tagesaktuellen Wechselkurs der Börse und nicht den „Endkundenkurs“ oder wie auch immer PayPal das gerne nennt.

  12. In einigen Ländern gibt’s auch Travel Cash Cards oder Travel Money Cards, die Lösung für Übervorsichtige und Schussel. Ausgestellt von Visa oder Mastercard, sind diese im Grunde genommen Kreditkarten die aber nur Prepaid Funktion haben. Daher braucht man nicht mal ein Bankkonto um so eine Karte zu bekommen. Bei Verlust ist der aufgeladene Betrag nicht verloren und in der Regel (Vertrag genau lesen!) wird die Karte kostenlos ersetzt bzw. ins Ausland nachgesendet. Kurz gesagt, bei Verlust/Diebstahl kann ein allfälliger Schaden den aufgeladenen Betrag nicht übersteigen.
    Nachteil ist, irgend jemand muss auf die Prepaid Karte Geld überweisen wenn leer. Eltern bitten oder Online Banking mitnehmen. Oder vor Abreise mehrere Überweisungen zu festgelegten Daten in Auftrag geben – besonders gut für Leute die ein Budget einhalten müssen.

  13. Habe mir für Japan auch die DKB besorgt, und freue mich, dass ihr alle gute Erfahrungen gemacht habt. Dann freu ich mich schon auf den Urlaub.
    Kurze Frage rein aus Neugier: Wenn es mit Swift-Codes so kompliziert ist auf japanische Banken zu überweisen, wie sieht es mit Paypal aus? Habe damit überhaupt keine Erfahrung, ich weiß dort werden wohl Gebühren verlangt und der Wechselkurs ist vermutlich auch schlecht. Aber rein theoretisch müsste das doch funktionieren, oder?

    • Nun es klappt schon mit dem SWIFT oder auch ohne – wenn man’s mal raus hat. Kompliziert ist es nicht, nur risikobehaftet. Überweisungen in andere Länder ausserhalb Europas laufen ähnlich ab. Je mehr Angaben die beiden beteiligten Banken haben, desto eher kommt das Geld am richtigen Ort an.
      Noch ein Tipp: nach Japan nicht Yen senden sondern die Originalwährung beibehalten. Ansonsten „dankt“ es die Empfängerbank mit einer höheren Transaktionsgebühr (2500 Yen statt 1500 Yen). Schliesslich hat sie nix davon wenn sie die Devisen nicht selber wechseln kann/darf. Yen schicken kann sich trotzdem lohnen, nämlich wenn der Wechselkurs der Heimbank um Längen besser ist als der Wechselkurs der Empfängerbank, gerade wenn’s um sehr hohe Beträge geht.
      Zu Paypal kann ich nicht viel sagen. Weiss nur dass der Gesetzgeber vor 2-3 Jahren mal kräftig die Schrauben angezogen hat und gewisse Dienste nicht mehr möglich seien, z.B. Geld senden an Privatpersonen mit japanischer Adresse. Der Grund wird wohl Geldwäsche sein.

  14. @HamuSumo
    Bleibt zu hoffen ja! Kann sich ja nicht jeder deswegen eine Kreditkarte holen!
    BTT:
    Ich bin verwirrt! Visa geht doch noch oder nicht?
    Meine Bankkarte z.B. (Postbank) ging 2009 noch aber 2011 schon nicht mehr.
    Vorher konnte ich bei 7-Banking und JP-Banking noch ganz normal Geld abheben.
    War 2011 schon nicht mehr möglich, die Kreditkarte vom Kumpel (DKB&Postbank) mussten her halten.

  15. Ich hab‘ seit einer Weile eine japanische VISA-Karte. Hatte ein bisschen Angst, dass sie in Deutschland nicht funktioniert, hat aber alles geklappt.
    Beim ueberweisen von und nach Deutschland hat bisher auch immer alles geklappt (Swift-Code hilft!). Nur die Bankgebuehren sind halt ziemlich arg.

    • Bei vielen Kreditkarten gibts die Bargeldverfügung am Automaten für Lau und eig. verlangt keine Geld für das Einzahlen von Bargeld auf das Konto, Geld.
      Ich schaufle häufiger Geld zwischen der Kreditkarte und dem Giro Konto via. Bargeld ein-/Auszahlung hin und her wie es mir gerade besser passt.

    • Jaja, die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Äußerst seriös und eine Perle des zeitgenössischen Journalismus! Wunderbar!
      http://www.freitag.de/autoren/ernstchen/deutsche-wirtschaftsnachrichten
      Soll nicht heissen, dass an dem Artikel rein gar nichts dran ist, aber der suggestive Schreibstil, die zahlreichen sprachlichen Fehler und mitunter einschlägig bekannte Quellen sollten stutzig machen.
      Davon mal abgesehen, wenn es nach dem Artikel geht, ist doch die ganze Nordhalbkugel in akutestester (!) Gefahr! Dann sitzen wir eben alle im gleichen Boot.

  16. Ok, DWN ist nicht die Tagesschau. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgentwo in der Mitte.
    Und mit dem gleichen Boot : Die Auswirkungen werden, sollte das Szenario eintreten, in Japan viel heftiger sein als hier in Europa. Das alle was davon abbekommen – keine Frage.

  17. Verstehe nicht, Sparkassen-EC in Postbank-Automat hat bei mir noch nie Probleme gemacht. Da gibt es in Japan schon länger eine gegenseitige Vertrauensbasis als bei den neumodischen Direktbanken.

  18. wie ich mal sagte, es muss nicht unbedingt die DKB selbst sein, bei der man sein Konto hat.
    Ich habe eins bei der Comdirekt, und kriege die Visa-Kreditkarte kostenlos zur Verfügung gestellt.
    Ebenso kann ich kostenlos mit aktuellem Wechselkurs von meinem Bankkonto geld abheben an ATMs der Citybank, JP Postbank. (die anderen hatte ich keine Notwendigkeit auszuprobieren)
    Das Abhebelimit von 200.000yen ist immer noch aktuell, aber wer will bitte mehr als 2000€ auf einmal abheben? da macht ja die eigene Bank einem meist eher den Hahn zu…für den Rest des Tages/der Woche oder was auch immer die Limits sind.
    Bei mir sind übrigens als Standard-Limit eingestellt, 600€ pro Tag.
    Allerdings war es in der Tat so, dass ab April diesen Jahres für kurze Zeit gar keine ausländischen Karten funktionierten, mittlerweile geht aber alles, was echte Kreditkarte ist, wieder. (also sind aussagen darüber, wie es vor ein paar jahren aussah, eher weniger hilfreich)
    Weiterhin ist es so, dass es in Japan nicht üblich ist, in Läden mit Karte zu zahlen, also kann es schon mal sein, wenn man teuer essen gewesen ist/shoppen war, nicht mit Kreditkarte zahlen zu können. also ist es besser auch mal 20.000-30.000yen bargeld für solche fälle dabei zu haben.(dort funktionieren nur japanische Karten)
    Hotels, grade in größeren Städten akzeptieren westliche Karten aber eigentlich..
    so, ich hoffe, die etwas anwendungsbezogeneren Aussagen helfen den reisenden mehr.
    und für alle, die es nicht wissen, ich meine, dieser EMV-Chip von dem alle sprechen, ist das kleine goldene Kästchen auf der Vorderseite der Karte. Das ist im Zuge der neuerungen in den letzten Jahren dazu gekommen.
    zu der Paypal frage, ich habe keine ahnung, wie es mit der Regelung von Paypal und japanischen Konten aussieht, aber man kann mit paypal an jp Personen überweisen, also müssen die das geld da auch irgendwie wieder runter kriegen können.

    • In Japan ist es durchaus üblich, mit Karte zu zahlen. Weit mehr als in Deutschland, würde ich mal sagen. Ob es dabei um einen 300-Yen-Kaffee bei Starbucks geht oder um größere Dinge – viele Leute zahlen alles, was geht, mit Karte.
      Natürlich gibt es aber viele Läden, die Kreditkarten nicht akzeptieren, aber je teurer desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert.
      Mit Paypal kann man Geld auf sein japanisches Konto überweisen. Mache ich selbst auch, obwohl es jedes Mal bedeutet, dass einen die Bank anruft und fragt, was das für eine ominöse Überweisung aus dem Ausland ist.
      Man kann sich entsprechend, so das eine Option ist, per Paypal bezahlen lassen und dann auf das Konto überweisen. Kosten – je nachdem, wie viel man über Paypal umschlägt, zwischen 2.2 und 3.4 Prozent und eine Handvoll Yen (40 yen oder so) pro Transaktion. Die Überweisung auf das eigene, japanische Konto ist kostenlos (wenn der Wert über 50,000 yen liegt, wenn ich mich richtig erinnere). Dementsprechend muss man eben rechnen. Wenn ich zum Beispiel 1,000 Euro über Paypal an mein Konto überweise, bezahle ich gute 30 Euro Gebühr, und zwar für das Empfangen via Paypal. Wenn ich das gleiche Geld an ein deutsches Konto überwiesen bekomme, bezahle ich hingegen nur 9 Euro Gebühr — wenn ich es hier via Maestro abheben kann. Und zwar 4,50 Euro mal zwei, da ich maximal 100,000 yen pro Abhebung bekomme. So gesehen sieht Paypal auf den ersten Blick günstig aus – bei Beträgen über 300 Euro wird Paypal jedoch schnell teuer.

  19. Interessant. In Thailand ist es möglich bei Vorlage von Pass, Arbeitsgenehmigung, Gehaltsnachweis und einem beliebigen Konto in Deutschland lautend auf den eigenen Namen eine fixe Verbindung aufzubauen. Geld wird innerhalb von 24 Stunden überwiesen und läuft super einfach über Online-Banking. Ein Transfer kostet jedoch mindestens THB 1500,- (rund 38 EUR). EC, Maestro und Visa funktionieren hier überall tadellos.
    Ein Konto in Deutschland muss immer mit Legitimation eröffnet werden. Auch ohne Personalausweis aber mit Reisepass VOR ORT also zum Beispiel bei einer Postfilialle (PostIdent Verfahren bei Direktbanken) geht das ohne die Wohnnachweise, lediglich eine Kontaktanschrift in Deutschland genügt. Sobald man aber es versucht aus dem Ausland direkt zu machen wird es einem fast unmöglich gemacht.

  20. Hallo,
    auf der Migrosbank webseite ist folgendes zu lesen:
    „Wichtige Reiseinformation:
    Bargeldbezüge mit Maestro-Karte an Bancomaten in Japan und USA temporär eingeschränkt
    MasterCard Worldwide informiert, dass alle Bancomaten in Japan zwischen dem 19.4.2013 und 31.10.2013 sämtliche Bargeldbezüge mit der Maestro-Karte und bei der Seven Bank auch Bezüge mit der MasterCard Kreditkarte blockieren…“
    Ich hoffe das es dann wieder funktioniert.

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