BlogGastarbeiter in Japan - "Saure Erdbeeren"

Gastarbeiter in Japan – "Saure Erdbeeren"

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Tilman König and Daniel Kremers von der Freien Filmgruppe Leipzig haben vor kurzem einen interessanten Dokumentarfilm in Japan abgedreht – jener heisst „Saure Erdbeeren“ und beschäftigt sich mit dem Los von Gastarbeitern in Japan. Mit Gastarbeiter sind zumeist Menschen vom gleichen Kontinent und Südamerika gemeint, die nach Japan kommen, um zum Beispiel in der Landwirtschaft Praxiserfahrung zu sammeln.
Das mit der Praxiserfahrung wird allerdings von zahlreichen Arbeitgebern etwas falsch verstanden: Den „Gästen“ werden mitunter die Pässe entzogen, die Arbeitsbedingungen sind oft extrem, Urlaub ein absolutes Fremdwort und die Arbeit selbst kann man schlichtweg nur Ausbeutung, gegebenenfalls auch Sklaverei nennen. Dieses Problem ist in der japanischen Politik durchaus bekannt: Zahlreiche Politiker beschweren sich über die Praxis und fordern Gesetzesnachbesserungen und schärfere Kontrollen.
Nun ist das sicher kein japanisches Problem – Lohnsklaven aus dem Ausland sind auch in Deutschland oder den USA nichts unbekanntes. In Japan kommt jedoch latenter Rassismus und der heftige Zusammenprall verschiedener Arbeitskulturen dazu (was mich an eine junge Deutsche erinnert, die mir erzählte, dass sie auch schon von ihrem japanischen Boss geschlagen wurde – ich sagte ihr recht deutlich, dass dort die Anpassung an fremde Kulturen aufhören muss).
In dem deutsch-englisch-japanischen, 60-minütigen Film kommen auch Politiker, Gewerkschafter und etliche ehemalige Opfer zu Wort. Hier der Trailer zum Film:



Saure Erdbeeren Trailer German from Cinemabstruso Leipzig on Vimeo.

Im Film kommt auch der berühmt-berüchtigte, umstrittene „Whistleblower“ Debito Arudo zu ein paar Minuten. Zu recht – kaum ein Ausländer kennt die dunklen Ecken Japans besser als er.
Der Film wird ab dieser Woche an diversen Orten in Japan gezeigt:
TOKYO: Samstag, 21 März
TSUKUBA: Sonntag, 22 März
TOKYO: Montag, 23 März
TOKYO: Dienstag, 24 März
NAGOYA: Mittwoch, 25 März
HIKONE, SHIGA: Donnerstag, 26 März
OSAKA: Donenrstag, 26 März
OKAYAMA: Samstag, 28 März
KUMAMOTO: Dienstag, 31 März
SAPPORO: irgendwann im April 2009
Genaue Informationen zu Ort und Zeit findet man hier bei Debito.
Zu den Aufführungen werde ich es selber nicht schaffen, aber ich bemühe mich um eine Kopie und werde mehr darüber schreiben, denn dieses Thema wollte ich schon seit langem aufgreifen.
Das Wort des Tages: 人権 – jinken. Die Menschenrechte.

tabibitohttps://www.tabibito.de/japan/
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

19 COMMENTS

  1. @Felix
    Nun, nicht jeder kommt mit seiner Art klar. Er schiesst gelegentlich über das Ziel hinaus und hackt auf Dinge und Personen herum, die das nicht unbedingt verdient haben. Und in einem Artikel http://www.eltnews.com/features/guide/universities/ schreibt er unter 7) an potentielle Interessenten an einer Universitätsstelle „komm nicht nach Japan“. Mit dieser Einstellung komme ich auch nicht klar. Dinge aufzeigen und verbessern wollen ist eine Sache. Alles komplett schlecht machen eine andere. Aber das ist eben Ansichtssache. Andererseits hat er sehr brauchbare Blacklists japanischer Bildungsträger zusammengestellt und damit sehr viel für Ausländer in Japan getan.

    @BigAl
    Ja, ihr Yokohamaner könnt ruhig auch mal gelegentlich in die „Stadt“ fahren. Ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder!? Immer dieses beleidigte Rumpöbeln aus Kanagawa :-)

  2. hab schon vor einiger Zeit bei debito davon gelesen. Mich würde stark interessieren, ob eine DVD-Veröffentlichung geplant ist, oder ob der Film irgendwie anders zu kaufen ist.

    (Poste das einfach mal hier, daß tabibitos Blog ja quasi eines der am meisten besuchten Japanblogs ist und das sicherlich hier über Google seinen Weg in die Welt findet)

  3. Hallo der Film ist jetzt auf DVD erhältlich. Bei Interesse schreibt bitte ein Mail an
    kontakt@cinemabstruso.de – für Versand nach Deutschland.

    Ansonsten über die verlinkte URL. Viele Grüße von einem der Filmemacher und Danke für die Bekanntmachung des Filmes auf diesem Blog!

    PS: Wir waren als 3 Mann-Team in Tokio 2008 unterwegs – Matsumura Shingo, ein Independent-Filmemacher, hat uns viel geholfen. Der Film ist somit eine Deutsch/Japanische Koproduktion.

  4. Man muss micht so weit schauen um diese Mischung aus Ausbeutung und Rassismus zu finden. In Spanien verdingen sich Schwarzafrikaner in den endlosen Treibhäusern Südspaniens und in Italien wurden estnische Agrarstudenten von der Mafia als Arbeitsskläven missbraucht. Es gab dort sogar einen Toten. Und wir freuen uns auf günstige Tomaten und Erdbeeren das ganze Jahr hindurch. Ich nehmme mich da gar nicht aus.Das erschreckende ist das es Menschen gibt die so verzweifelt sind das Sie sich in diese Rechtlosigkeit begeben. Ein Grund mehr für Fairtrade- Produkte, die paar Rappen mehr sollten es uns wert sein. Gibt es eigentlich in Japan auch Fairtrade und Bioprodukte wie hierzulande ?
    Ist mir in Japan nie aufgefallen bis jetzt. Heydal

  5. Das interessiert mich. Ich werde versuchen, den Film am Samstag zu schauen, da ich dieses Wochenende ohnehin in Tokyo bin. Falls Bedarf besteht schreibe ich auch gern einen kleinen Kommentar.

  6. Man muss ja nicht mal bis Spanien schauen, auf den deutschen Erdbeerfeldern und ähnlichem geht es oft auch nicht angenehm ab. Ich vermute mal, dass da selbst das Label „Bio“ nicht davor schützt, Tagelöhner und Erntehelfer aus Osteuropa in gleißender Hitze stundenlang ohne ausreichende Getränkeversorgung und Pausen auf die Felder zu schicken. Das größte Problem sind doch die Konsumenten, die einfach nicht bereit sind (oder es einfach nicht können), den für eine „vernünftige“ Produktion notwendigen Preis zu zahlen. Sicherlich ein Problem weltweit.

  7. Gastarbeiter bekommen egal in welchem Land unglaublich harte Schicksale zu spüren. Sie stehen tief unten in der Gesellschaft, und diese hat wenig Interesse sich für deren Rechte einzusetzen. Das ist wirklich schlimm, und ich bin sehr auf den Film gespannt.

    Übrigens sehr gut beobachtet, Heydal. Dokus dieser Art rufen uns in Erinnerung, dass der Luxus und Lebenstandard der Industriestaaten vielfach auf der Ausbeutung wirtschaftlich schwacher Länder abstützt. Wir alle profitieren davon, und man sollte wenigstens so ehrlich sein und sich dies selber eingestehen.

    Was mich auch interessiert, wie kam es dazu dass deutsche Filmemacher nach Japan gehen um dort eine Doku zu drehen?

    Lori, wir sind alle gespannt auf dein Review ;-)

    PS: Wegen den „Japanese only“ Schildern: bin an einigen Orten trotzdem reingegangen nur um feststellen zu müssen, dass gemeint war man spreche nur Japanisch(!). Man kennt ja die Englisch-Sprachkünste der Japaner. Es gibt sicher andere Fälle, man sollte aber nicht immer gleich vorschnell urteilen und Schlussfolgerungen ableiten, wenn einen mal was seltsam dünkt (und das tut es oft in Japan).

  8. Wundern tut es mich nicht. Besucher Heydal hat da schon recht, jeder freut sich über billige ganzjährige Nahrungsmittel und hinterfragt die Produktionsmethoden nicht.

    Und solange die Slogan „Gewinnmaximierung“ und „Wachstum“ noch angebetet werden, wird sich so schnell daran auch nichts ändern.

    Es sei denn: Konsument hinterfragt doch und konsumiert Produkte die anständig produziert worden (siehe Besucher Heydal – Fairtrade u.ä.). Mich wundert aber, dass die doch sonst so nationalstolzen Japaner diese Lücke noch nicht geschlossen haben.

    Glückwunsch nach Leipzig und Tokio zu dieser Produktion. Hoffentlich sieht man die auch einmal in der BRD.

  9. Oh, noch eine Frage: wie würdest du dich eigentlich einordnen wollen? Gastarbeiter waren ja mal vorübergehende Arbeitskräfte, die einen Bedarf abdecken sollten (zumindest die Definition in der BRD). Gibt es sowas in Japan wirklich noch (vgl. Greencard)? Was passiert eigentlich, wenn Voraussetzungen in der Person wegfallen (z.B. nicht mehr mit einem Japaner verheiratet)? Gilt dann die Arbeitserlaubnis weiter? Gibt es keine Überwachung der sogenannten Asuzubildenden von staatlichen Behörden?

    Vielleicht beantwortet der Film auch diese Fragen.

  10. @Heydal
    Das erschreckende ist das es Menschen gibt die so verzweifelt sind das Sie sich in diese Rechtlosigkeit begeben.
    Nun ja, sehr viele wissen ja nicht, was da auf sie zukommt. Die meisten wissen es nicht. Die Esten sind ein gutes Beispiel – der Lebensstandard ist dort höher als in vielen Regionen Italiens. Die wollten wahrscheinlich wirklich etwas lernen.
    Aber mit dem Fair Trade und dem Bewusstsein der Öffentlichkeit hast Du freilich recht. Nein, Fair Trade habe ich in Japan noch nie gesehen. Organischen Anbau schon (有機栽培), aber das hat mit dem oben genannten Problem nichts zu tun.

    @Lori
    Klar, gerne. Sollte der Kommentar länger werden, kannst Du auch einen Gasteintrag machen (credits gehen natürlich an Dich).
    Ansonsten schreibe ich später eine längere Rezension.

    @ディーン
    Ja, die Sache mit den „Japanese Only“ stimmt. Habe ich auch schon selbst erlebt. Trotzdem fehlt da eine gewisse Feinfühligkeit: Man kann ja auch „Sorry, no English spoken“ oder ähnliches schreiben. Ministerien geben hier so viele Leitlinien heraus, das das auch ruhig durch solche Kanäle verbreitet werden kann.

    @Terry
    Greencards gibt es nicht. Wer aber qualifiziert ist und eine Arbeitsstelle in Japan hat und/oder von Japanern abstammt oder mit jenigen verheiratet ist, kann nach 5 (offensichtlich zum Teil auch schon nach 3 Jahren) eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erlangen.
    Die habe ich zum Beispiel noch nicht. Will heissen, sollte ich plötzlich eigene Wege gehen wollen und dazu noch meine Arbeit verlieren, müsste ich bald das Land verlassen. Das ist natürlich kein schöner Gedanke. Dazu wird es nicht kommen, aber ich werde auch dieses Jahr eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen – man fühlt sich damit ein kleines Stück willkommener.

    Die Überwachung Auszubildener ist scheinbar noch unzureichend, aber da Politiker über die Missstände gehört haben, könnte das womöglich bald eingeführt werden. Wobei auch das keinen Schutz vor Willkür bringen wird: Man braucht den Leuten nur ihre Pässe einzuziehen, und schon sind sie eingeschüchtert.

  11. Hallo, um ein paar Fragen zu beantworten – im Anschluss einige Anmerkungen:

    Der Film entstand aus einem Magisterarbeitsthema – ist also dementsprechend lange und sorgfältig recherchiert.

    Dies ist auch eine der Begründungen, weshalb wir den Film gemacht haben. Ein zweiter ist, dass wir uns sehr mit dem Thema Migration beschäftigen und an Japan interessierte Filmemacher sind.

    Während der Dreharbeiten wurde Debito am gezeigten Schild ganz eindeutig der Einlass verwehrt, mit der Begründung, dass er kein Japaner sei – die Szene ist grotesk witzig, denn Debito ist auf solche Situationen sehr gut vorbereitet…

    Der Film beschäftigt sich vor allem mit den Arbeitsmigranten, die schlecht bezahlt werden um irgendwo in der Produktion oder Ernte bezahlt zu werden. Hier vor allem Chinesen die mit dem Kenshûsei Visa nach Japan gekommen sind und Nikkeijin.

    Ein Film über die Sprachschulen-Industrie (NOVA usw.) wäre sicher auch sehr interessant – aber wir mussten fokussieren um den Film nicht zu allgemein zu machen.

    Viele Grüße

    Cinemabstruso

  12. Danke an das Produktions Team für die interessanten Hintergrundinfos.
    Find es gut dass man sich auf ein Thema beschränkt hat.
    Debito kennt sich natürlich bestens aus mit den einschlägigen Plätzen, wo Ausländern tatsächlich der Zutritt verwehrt wird. Eine traurige Sache.

    Ich weiss von Schmuck- und Juweliergeschäften an bekannten europäischen Touristendestinationen, die mit Touristen aus Fernost (Japaner, Koreaner und neuerdings Chinesen) ein Vermögen machen. Dazu werben sie für die Sommersaison oder für 1 Jahr (Kurzaufenthaltsbewilligung) junge japanische/koreanische Aushilfskräfte an. An Traumdestinationen arbeiten wo sonst nur reiche Landsleute hinreisen können, wen lockt das nicht? Realität ist dann, dass das Arbeitsgesetz bis zum Maximum ausgenützt und auch überzogen wird, gezahlt wird ein Minimallohn der netto gerade als Taschengeld reicht, Ferien gibt’s keine, div. überzogene und ungerechtfertigte Unkosten werden in Rechnung gestellt, Standpauken gehalten man müsse froh und dankbar sein hier sein zu dürfen, bei Widerrede gedroht und eingeschüchtert, teils zu illegalen Handlungen gedrängt etc. In einem fremden Land und ohne Sprachkenntnisse ist die Angst grösser als der Instinkt für Gerechtigkeit. Und trotzdem erhalten diese Firmen weiterhin Arbeitsbewilligungen ausgestellt. Die Situation ist aber bei weitem nicht vergleichbar mit der der Gastarbeiter.

    @tabibito
    Ein „Japanese only“ Schild ist für Englisch sprechende natürlich ein Schlag ins Gesicht. Man stelle sich vor ein Schild „Nur Deutsche“, anstelle von „(Wir sprechen) Nur deutsch“. Für Japaner ist der Unterschied aber nicht ohne weiteres ersichtlich.
    „We speak Japanese only“ sieht man manchmal. „English only“/“Japanese only“, das wird rein auf die Sprache bezogen verstanden. Dass letzteres zweideutig sein kann, wird wirklich nicht ohne weiteres verstanden. „Sorry, no English spoken“ ist ein frommer Wunsch, vor allem das „spoken“, so weit reichen die Sprachkenntnisse nicht. Die Regierung dürfte sich hier schon mehr reinknien um solche grobe Missverständnisse zu vermeiden.
    Ich hab schon Menükarten auf „englisch“ gesehen, ich hab mir einen Schranz in den Bauch gelacht. Aber ein Test zeigte jeweils, dass der Durchschnittsjapaner wirklich nicht versteht, was an dem Englisch komisch sein soll. Am Flughafen Narita gibt’s ein Restaurant mit „French Flies“ auf dem Menü. Wo sich uns gleich der Magen verkehrt, sehen und verstehen das die meisten Japaner echt nicht (Test gemacht).

  13. Hallo,

    ein toller Beitrag und ein interessantes Thema! Man sollte sicherlich nie schwarzweiß malen (sorry, weiß leider nicht, ob das die korrekte Schreibweise ist) und ich kenne Japan auch nur aus der Ferne, aber gerade unsere Japanophilen – die dieses Land und dessen Gesellschaft durch eine rosarote Brille betrachten – sollten sich den Film mal anschauen.
    Aber wenn man nur als Touri oder Austauschstudent dort hinkommt, glaube ich zumindest, lebt man sowieso im Elfenbeinturm. Deswegen finde ich es auch gut, daß Du auch auf die nicht ganz so schönen Seiten Japans (und die man auch in jedem anderen Land finden kann) hinweist – Disney-Land und die Obdachlosen nur so als Beispiel.
    Dazu paßt auch, was ich vor kurzem auf einer österreichischen Internetseite gelesen habe, wo Künstler über ihre Arbeit in Japan schrieben. Eine davon meinte so, man sollte nur nach gehen (auf Dauer), wenn man dort ein Job bekommen, dort Freunde oder viel Geld hat.
    Zu der Japanese only Geschichte: Habe vor nicht all so langer Zeit (war 2008) über einen Fall gelesen (der aber auch ein paar Jahre zurück lag) in dem es um Ausländer ging, denen der Zutritt zu einem Onsen (?) verweigert wurde. Die Betreiber/Besitzer sind dann in einem Prozeß zu einer Geldstrafe veruteilt worden.
    Fazit: Japanese only kann auch wirklich „nur für Japaner“ heißen.

    Schönen Tach noch.

    Mach weiter so!

  14. @Bastian

    Besagter Fall ging genau von Debito aus, das war der Otaru Onsen Fall (2002). Bei „Japanese only“ denkt man sofort an ihn. Dein Fazit ist eine bekannte Tatsache, die heftig diskutiert wurde und ziemlich Beachtung fand. Es steht ausser Zweifel dass diese Schilder manchmal wirklich so gemeint sind – aber eben nicht immer. Ich würde meinen es ist doch selten, was es aber nicht besser macht oder entschuldigt. Ganz klar verstösst dies gegen div. Abkommen die Japan ratifiziert hat.
    So speziell Japan und die Japaner in vielen Bereichen sind (das will nicht heissen besser als andere), sie sind auch nur Menschen. Es gibt genauso Eifersucht, Gier, Verachtung, Hass, Mord und Totschlag. In den News hört man teils schreckliche Sachen.
    Wenn das Aufzeigen von Missständen Verbesserungen und ein Umdenken mit sich bringt, bin ich klar dafür. Ein Problem habe ich, wenn Leute ihren Frust loswerden müssen indem sie vor allem schlecht machen und Sensationsjournalismus gleich, Dinge verzerrt und übertrieben darstellen (nennen wir es die dunkel-rosa Brille). Das bringt niemandem etwas.

  15. Danke Lori für den ausführlichen und objektiven Bericht, tönt sehr interessant. Freut uns alle die nicht einfach so hingehen können/konnten. Der Anlass hört sich fast nach ner Privatparty an, Genre Studiofilm.

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