Sanriku-Kantō-Erdbeben – Update II: Kernschmelze im AKW – oder?

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    Drei Dinge vorneweg:

    1) Erreichbarkeit
    Diese Webseite befindet sich auf einem Server in meinem Büro (vorübergehend). Angeblich kann es in den nächsten Tagen zu Stromausfällen kommen, da es zwangsläufig zu Engpässen kommt. Sollte dies auch in der Innenstadt von Tokyo der Fall sein, wird diese
    Seite für eine Weile nicht erreichbar sein. In diesem Fall werde ich Freunde und Bekannte auf meiner Facebook-Seite auf dem Laufenden halten.

    2) Eine allgemeine Bitte – wenn Ihr Freunde oder Bekannte in Japan habt: NICHT ANRUFEN! Die Telefonnetze sind stark beschädigt und die verbliebenen Resourcen werden für wichtigere Dinge gebraucht!!! Internet hingegen ist kein Problem, also lieber über Twitter, Skype, Facebook usw. kontaktieren

    3) Deutsche Medien, hütet Euch vor offensichtlich falschen Informationen!
    Es war teilweise von einer Kernschmelze im AKW in Fukushima die Rede. ZUM JETZIGEN ZEITPUNKT KONNTE EINE KERNSCHMELZE NICHT FESTGESTELLT WERDEN. Also, nicht zu schnell schiessen – bei so einer ernsten Angelegenheit sollte man erst etwas schreiben, wenn man weiss, dass es stimmt.

    Stichpunktartig ein Update:

    AKW
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    Zwei Reaktorblöcke in zwei verschiedenen AKW in der Präfektur Fukushima (ca. 250 km nördlich von Tokyo) haben ernsthafte Schwierigkeiten. Alle insgesamt 7 Blöcke haben sich während des Erdbebens automatisch abgeschaltet. Allerdings herrschte danach auch in den AKW Stromausfall, und Teile der Notstromversorgung und Notkühlmittelbehälter wurden von dem gewaltigen Tsunami weggespült. Die Kühlung konnte somit nicht mehr gewährleistet werden. Da auch die komplette Infrastruktur hinüber ist, ist eine spontane Zwischenlösung schwer. Der Atomnotstand wurde Stunden nach dem Beben ausgerufen: Eine Kernschmelze hält man für denkbar.
    Am Nachmittag des 12. März wurde eine Explosion aus einem der AKW’s gemeldet. Nach ein paar Stunden, gegen Mitternacht (alles japanische Zeit) wurde von der Regierung bekanntgegeben, dass es sich dabei NICHT UM EINER EXPLOSION DES REAKTORKESSELS sondern um den EINSTURZ DES HALLENDACHES handelte. Man bemüht sich seit Stunden, eine Kühlung durch Meerwasser aufzubauen – dies sollte um 1 Uhr nachts vollbracht sein (jetzt ist es 1:15). Sollte dies erfolgreich sein, kann der GAU womöglich abgewendet werden.

    Zusammenfassung: LAUT OFFIZIELLER MELDUNG GAB ES KEINE KERNSCHMELZE. Jedoch: DIE GEFAHR IST NOCH NICHT gebannt.

    Mittlerweilen wurden 3 Menschen aus der Gegend als kontaminiert diagnostiziert. Es soll ihnen angeblich jedoch soweit gut gehen. Im Kontrollraum des AKW wurden bis zu 1000-fach höher als übliche Messwerte festgestellt, Ausserdem stellte man Cäsium – ein Zerfallsprodukt von Uran, in der Umgebung fest.

    Das wahre Ausmass der Verstrahlung werden wir – selbst bei Stabilisierung der Lage – so schnell nicht erfahren. Generell verfolgt man hier (logischerweise) auch das Prinzip des Beschwichtigens. Es ist dementsprechend schwer, festzustellen, was stimmt und was nicht.

    Momentan herrschen an den AKW Windstille. Ein Nordwind ist in den nächsten Tagen nicht zu erwarten – Tokyo ist also (vorerst) relativ sicher. Von Aufatmen kann aber keine Rede sein.

    Nachbeben
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    So ein schweres Erdbeben zieht unzählige Nachbeben nach sich. Alle 5 Minuten wackelt auch mein Computer. Ein mal in 1, 2 Stunden erhalten wir Nachrichten auf das Handy, dass uns gleich ein Erdbeben treffen wird (danach hat man ein paar Sekunden). Im Norden der Präfektur Nagano gab es gegen 4 Uhr morgens ein schweres Erdbeben. Auch in Niigata gab es am frühen Abend ein Beben mit der Stärke 6.1. Ich kann Euch versichern, dass die Warnungen und Nachbeben an den Nerven zehren. Das ganze wird auch noch ungefähr einen Monat so weitergehen.

    Opfer
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    Gute 1,000 Tote sind identifiziert. Jedoch: Allein in der Stadt 南三陸町 (Minami-Sanrikuchō) konnten rund die Hälfte der Einwohner nicht kontaktiert werden: Das sind rund 10,000 Menschen. Jedoch: In der kompletten Region herrscht Stromausfall und Telefone funktionieren auch nicht. Dementsprechend ist es momentan absolut unmöglich, auch nur annähernd korrekte Vorstellungen zu bekommen. Fest steht: Einige Dörfer und Städte wurden vom Tsunami nahezu vollständig weggespült. Die Opferzahlen werden zweifelsohne in die Tausende gehen. In meiner Präfektur wurden soweit 15 Tote identifiziert, auch hier fehlt jedoch von einigen Menschen jegliche Spur.

    Lage in Tokyo
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    Die meisten Bahnen fahren wieder, zahlreiche Autobahnen sind auch wieder geöffnet. Die Spitze des Tokyo Tower hat einen leichten Knick (stand aber zumindest gestern abend noch in prachtvoller Beleuchtung da). TEPCO, die hiesige Stromversorgungsfirma, kündigte an, dass man eventuell Strom in Schichten ausschalten muss – also 3 Stunden hier, 3 Stunden da usw. Grund dafür sind die Schäden an einigen Kraftwerken und der anhaltend grosse Verbrauch (Nächte sind noch kalt, und fast alle heizen mit Strom).
    Versorgungsmässig bin ich nicht ganz sicher. War heute in Edogawa-ku – dem Nachbarbezirk. Dort gab es fast alles – stilles Wasser war jedoch rationiert, Brot und das meiste Tiefkühlessen war ausverkauft (Grund dafür siehe Urayasu). Die Wasserversorgung schien in Ordnung zu sein – öffentliche Bäder haben geöffnet, Wäsche hängt auf den Balkons usw.

    Lage in Urayasu (mein Wohnort)
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    Ca. 77,000 von 90,000 Haushalten haben kein Wasser. Wir (und ich weiss nicht, wie viele andere) haben kein Gas. Es gibt Trinkwasser an diversen Ausgabestellen, rationiert (4 Liter pro Person). Wann die Wasserversorgung wieder hergestellt werden kann, ist nicht sicher.
    Supermärkte haben zwar geöffnet – manche aber nur im Notbetrieb, so sie kein Wasser haben. Alle Supermärkte sind nahezu komplett ausgeräumt – sehr viel Essbares gibt es nicht, aber ich würde die Lage noch nicht als kritisch bezeichnen. Ausverkauft sind logischerweise am meisten die Dinge, die man ohne Zubereitung (also ohne Wasser und Gas) essen kann. Es gibt dementsprechend keinen Krümel Brot zu kaufen. Wasser gibt es auch nicht zu kaufen.
    Urayasu ist nahezu vollständig auf Neuland gebaut. Bei einer kurzen Fahrt durch die Stadt (und durch Kenntnisse historischer Luftbilder und der Entwicklung der Stadt in den letzten Jahrzehnten) konnte ich eine klare Linie der Zerstörungen ausmachen. Keine 100 m von unserem Haus entfernt verläuft eine vierspurige Strasse: Alles zwischen Strasse und Meer (2 bis 3 km) ist mehr oder weniger Opfer des 液状化 Ekijōka (Bodenverflüssigung) geworden: Sand und Wasser haben sich da vermischt und verflüssigt. Das äussert sich darin, dass Wasser und ein grauer Schlamm aus dem Boden tritt, Strassen und Fussgängerwege aufgeworfen werden und teilweise auch Häuser zusammenbrechen. Von uns aus gesehen hinter der Strasse kann man dies an allen Ecken und Enden feststellen, zwischen Fluss und unserer Strasse gibt es so etwas nicht.

    Persönliches
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    Eigentlich haben wir noch Glück im Unglück (verglichen mit den Bildern aus dem Norden sowieso): Zwar haben wir kein Wasser, aber vor uns gibt es einen Grünstreifen mit kleinem Bach, kleinen Spielplätzen usw. Dort gibt es auch Wasserhähne. Und dort kommt tatsächlich Wasser raus. Mittlerweilen – nach etlichen Gängen – steht in meinem Flur ein 70-Liter-Kübel voll mit Wasser.
    Jedoch spricht sich das „Wasserloch“ langsam rum – es kommen mehr und mehr Leute mit Kanistern und Eimern, teilweise aus kilometerweiter Entfernung.
    In der Wohnung einer Bekannten unweit von hier gibt es zudem Gas und Wasser, weshalb wir uns heute zum Duschen eingeladen haben. Wir selber können zwar noch notgedrungen ohne auskommen, aber unser 4-Wochen-alter Sohn zeigt bereits deutlich an, dass er nun doch unbedingt wieder gewaschen werden möchte.

    Mehr später. Ich danke allen für die Anteilnahme und Interesse, und hoffe, dass Ihr mir vergeben werdet, momentan keine Einzelmails und Antworten auf Fragen zu schreiben.

    30 COMMENTS

    1. Vollkommen verständlich, auf einzelne Kommentare nicht näher einzugehen. Es gibt tatsächlich Wichtigeres vor Ort. Ich bin sehr beruhigt zu lesen, dass euch nichts passiert ist. Das klingt so locker-flockig dahin geschrieben und deshalb muss ich mich korrigieren: Es ist sehr viel passiert. Natürlich steckt der Schrecken tief in den Knochen, natürlich leben die Sorgen mit jedem weiteren Nachbeben auf und gerade deshalb hoffe ich sehr, dass die Zeit danach eure Nerven und Sorgen nicht zu sehr strapazieren wird, auch mit dem Blick auf die AKWs. Meine Gedanken sind aus diesem Grund sowohl stets bei euch als auch bei dem ganzen japanischen Volk. Joachim

      Joachim

    2. Danke für das Update.

      Dass man bezüglich des AKWs die Beschwichtigungs-Tour fährt ist zwar verständlich, erschwert aber natürlich Aussenstehenden eine brauchbare Einschätzung der Lage bzw. gibt den (deutschen) Medien Spielraum bei der Dramatisierung der Berichterstattung. Da werden zwar die offiziellen Statements auch genannt, aber nicht ohne im Nachsatz darauf hinzuweisen, dass der AKW-Betreiber schon bei Problemen in der Vergangenheit meist nur das zugegeben hat, was sich nicht mehr verheimlichen liess.

      @Urayasu: Da habt ihr wohl Glück gehabt, dass euer Haus auf der „richtigen“ Seite der vierspurigen Strasse liegt. Die Situation ist ja so schon nicht einfach für euch mit einem Säugling im Haus.
      Ich drücke euch weiterhin die Daumen, dass ihr da gut durchkommt.

    3. Ich bete dafür, dass Japan sich schnell von dem Beben und seinen Nachwirkungen erholt. Passt auf euch auf!

    4. Huhu,

      falls du deinen Blog vorübergehend nach Europa verschieben möchtest, kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen, ich kann dir ohne umwege Platz auf meinem Root-Server anbieten. Traffic ist bei dem Egal.

      Gruß

      Stephan

    5. Wenn selbst in Deutschland das Thema rauf und runter im TV läuft, dann weiß man wie schlimm das Beben war. Wobei der Hauptgrund wohl echt das AKW sein dürfte… gefundenes Futter für eine bestimmte Gruppe. Man sollte momentan echt erst einmal an andere Dinge denken, als gegen Atomkraft zu protestieren. -_- Das kann man dann, wenn man weiß, dass in Japan wieder alles ok ist. (Und irgendwie ist es auch erschreckend, dass die Folgen vom Erdbeben etc. schon kaum noch zu zählen scheinen)

      Nunja, noch einmal: Hoffe es geht alles gut. Ist schon genug Mist passiert, das mit dem AKW muss nun echt nicht auch noch sein.

    6. Ich fand die Explosion des Blocks im AKW Fukushima sehr bemerkenswert. Es wird natürlich auch in den deutschen Medien sehr populärwissenschaftlich der Aufbau und die Arbeitsweise eines AKW beschrieben. Da bleibt viel mehr als eine mögliche Kernschmelze als Ursache nicht übrig. Und: Ich kann mich noch an unsrige Berichterstattung über Tschernobyl erinnern – war auch nicht anders. Alles halb so schlimm. Keine Panik! Wir haben alles im Griff! Also keine Gedanken gemacht.

      Ich hoffe für euch, dass die Entscheider in Japan recht haben.

    7. Danke , ich war geschockt über das was ich gelesen habe – ich freue mich das es eine Entwarnung gibt. Die Medien hier machen einem hier echt Angst , in Facebook redet man viel darüber. Ich werde jetzt mit deinem Link eine kleine Entwarnung geben , auch wenn ich keine Verwandten in Japan habe ist mein menschlicher Verstand dazu veranlagt sich permanent Sorgen zu machen.
      Auch wenn es keine „Entwarnung“ ist wie ich es oben genannt habe , wird hier nicht übertrieben.
      Vielen Dank !

      Benni.

    8. @Explosion:

      Die IAEA spricht mit Bezug auf japanische Behörden allerdings durchaus von einer Explosion, die lediglich nicht im inneren Containment (das ist ein Metallmantel um den Reaktor herum) stattgefunden hat. Indirekt kann man daraus lesen, dass eine Explosion zwischen Primary (Metallmantel) und Secondary Containment (die Betonhülle des Gebäudes) stattgefunden hat.

      „Japanese authorities have informed the IAEA that the explosion at Unit 1 reactor at the Fukushima Daiichi plant occurred outside the primary containment vessel (PCV), not inside.“

    9. Die Erklärung mit der Kernschmelze wollte ein ARD-Reporter im brennpunkt nach der tagesschau auf ein unterschiedliches Verständnis von Kernschmelze in Japan und bei uns zurückführen. Was er damit meinte, hat er leider nicht erklärt.

      In den tagesthemen hatte ich dann die Vermutung, dass bei uns zumindest in den Medien mit Kernschmelze wohl ein Mitschmelzen des Containments gemeint wird.

      Ich selbst sehe Kernschmelze aber nur als Beschädigung / Anschmelzen oder eben vollständiges Schmelzen der Brennstäbe an (so wird es auch in der Wikipedia definiert) und nach dem Lesen einer Erklärung zur Entstehung von Cäsium 137 und Jod 131, scheint es für mich so, als würden die nur bei einer Beschädigung der Brennstäbe austreten. Das hieße aber, es müsste schon vor dem Ablassen von Druck aus dem Reaktor in das Containment (erste Entlastungsstufe, soweit ich das gelesen habe), zu einer Beschädigung gekommen sein. Denn erst später – als der Druck im Containment auch zu hoch wurde – wurde der Dampf ja in die Atmosphäre entlassen und dann wurden Cäsium und Iod gemessen. Und laut Erklärung kommen Cäsium und Iod eben nur in das Wasser / den Dampf, wenn der Stab beschädigt wird und nicht mehr stabil ist.

      Soweit meine Einschätzung zum Thema Brennstäbe. Ich weiß ja nicht, ob vielleicht wirklich alle bei Kernschmelze direkt an einen durchgebrannten Metallcontainer denken. Hätte ich bestimmt auch, bevor ich mich da grob eingelesen habe. Dann wäre die Beschwichtigung natürlich vollkommen korrekt und vielleicht ist die Erklärung, die ich gelesen habe, auch nicht korrekt.

      Wäre vielleicht besser, wenn es da genauere Begriffe gäbe. Nicht nur „Kernschmelze“, sondern „Anschmelzen der Brennstäbe“, „komplettes Schmelzen der Brennstäbe“ etc…

    10. In den Nachrichten hier wird einerseids ein vollkommen zerstörtes Kraftwerk geeigt und darauf hingewiesen,das ja angeblich auch ein deutscher dort gearbeitet haben soll(als wäre das wirklich wichtig) aber auf die Frage nach dem GAU antworten sie nicht direkt.
      Sollte es wirklich einen geben,werden wir es hören MÜSSEN aber solange es nicht passiert sollte man nicht unnötig Angst schüren.
      Es gibt im Moment auch so schon so vieles was Angst machen kann.

      Ich bin nicht gläubig aber ich fange an zu beten und zu hoffen das deiner Familie und allgemein vielen weiteren Menschen Leid erspart bleibt und das die Lage stabil bleibt,vor allem was die Kraftwerke angeht.

    11. Und nochmal ich, hab nen Link vergessen, der sehr interessant ist:
      http://www.beyondnuclear.org/home/2011/3/12/fukushima-dai-ichi-unit-1-reactor-schematic.html

      Insbesondere das „wet well“ ist vollkommen neu für mich. Wobei ich noch nicht ganz verstehe, wie das funktionieren soll. Meinen Informationen nach sollten Wasser und flüssige Brennstäbe nicht aufeinandertreffen… Naja, kommt ja eh nicht so richtig in Frage, wenn man jetzt eh das drywell flutet. Dann hat man das wetwell nach oben verlagert.

    12. Also erstmal vielen Dank für die Info. Und dann wünsche ich Dir und Deiner Familie alles Gute auch weiterhin.

      Danke auch für die Fotos. 4 Stunden Rückweg zu Fuß – wow, ich glaube, das hätte ich nicht geschafft.

      Hoffen wir, dass sich Japan schnell erholt und die AKWs halten und eine Kernschmelze nicht eintritt oder zumindestens gestoppt werden kann.

    13. Hi Tabibito, ich habe gelesen, dass es leider mitlerweile 20 Menschen sind, die Strahlung ausgesetzt gewesen sind. Gleichzeitig sollen die Grenzwerte rund ums Atomkraftwerk überschritten sein. Hoffen wir mal, dass die Probleme nicht schlimmer werden.

    14. Ich bin froh das ihr so weit zurecht kommt :-). Bei uns hat sich die Lage etwas entspannt Akiko und ich werde morgen zur Arbeit fahren und versuchen etwas Ablenkung zu finden. Haltet weiter durch!
      頑張るましょ。
      Akiko und Enrico

    15. Erstmal möchte ich sagen das ich froh bin das es Dir, deiner Familie und deinem Umfeld den Umständen entsprechend gut geht.

      Weiterhin noch vielen Dank für die sachlichen Infos. Ehrlich, ich kann diese ganzen Experten die auf einmal aus ihren Löchern gekrochen kommen und rumspekulieren nicht mehr sehen. Und würden unsere Politiker öffentlich sagen was sie privat spenden würden als rumzulabern, dann würde das mehr helfen. Und zwar den Leuten vom Roten Kreuz, THW, Ärtze ohne Grenzen etc. welche Leib und Seele einsetzen.

      Kommt alle noch gut durch
      Oliver

    16. 1000Dank auch von mir für die Infos. Ich bin gestern den ganzen Tag zwischen Radio, TV und Internet hin und her gependelt, um brauchbare Informationen über das Geschehen in Japan und vor allem in Fukushima zu sammeln. Deswegen ist es echt schön, mal sachliche „Vor-Ort-Infos“ lesen zu können. Vielen Dank!
      Es stößt bei mir trotzdem auf blankes Entsetzen, was Japan gerade durch machen muss.

      Ich wünsche alles Gute und das sich die Gesamtlage schnellstmöglich wieder entspannt!
      Ich bin in Gedanken bei euch!

    17. Vielen Dank für die sachlichen Infos. Es ist manchmal wirklich nicht einfach aus den vielen verschiedenen Nachrichten die Tatsachen herrauszufiltern.

    18. As an outsider in Germany, I estimate the situation as extremly critical.
      The forums reveil, that MOX-nuclear fuel is used in number 3 block, so plutonium would cloud out in case of explosion, which is long-termin highly lethal toxic. This is really the worst case.

      The wind will not stay always in North-East direction.

      The information policy is similar to Tschernobyl.

      Draw you conclusions on your own,

      The ones who have family, should move them out in order to avoid the fallout and track the weather situation and the resulting fallout.

      I hope that the (german) pessimists are wrong, but I fear nothing is under control.

      Think and rescue yourself and your love ones !

    19. Ich bin froh zu hören dass ihr euch bisher gut durchkämpfen könnt.

      Vielen vielen Dank auch für die persönliche Berichterstattung. Für dich gibt es sicherlich wichtigeres als im Internet zu posten, aber für mich, auf der anderen Seite der Erde, bleibt kaum etwas anderes als eben genau solche Infos im Internet zu suchen. Deshalb wirklich vielen Dank für die Mühe!

      Ich bin maßlos angewidert von der deutschen Berichterstattung. Seien es die öffentlich-rechtlichen, seien es irgendwelche Boulevard-Blätter.
      Es ist widerlich wie die kritische Situation im AKW rein zur Panikmache und für die eigenen Ziele instrumentalisiert wird.

      Ich schätze für alle, in den betroffenen Regionen Lebenden, gibt es akut weitaus wichtigeres und größere Probleme als eine unklare AKW-Situation.

      Am meisten beunruhigt mich die Tatsache der vielen starken Nachbeben, dass jetzt immer noch Häuser einstürzen und dass sie Grundversorgung problematisch ist. Diese Probleme sind vermutlich die akutesten und beschäftigen jeden vor Ort. Aber genau das wird von unseren Medien komplett totgeschwiegen, weil es offenbar nicht für die gewünsche Stimmungsmache reicht?
      Widerlich.

      Ich kann dir nur zum x-ten Mal danken für deine ehrlichen und realistischen Informationen.

      Mich persönlich interessert wie das Leben im Moment weitergeht. Steht es komplett still? Von manchen habe ich gelesen sie gehen (oder versuchen es zumindest) wieder „normal“ zur Arbeit? Wie darf man sich das vorstellen?
      Dass du einzelne Fragen nicht beantworten kannst, ist mir natürlich klar ;) Keinen Stress.

      Im übrigen bin ich generell wahnsinnig überrascht von der Diziplin der Japaner, mit so einer Situation umzugehen. Das ist beispielhaft!

      Soweit.
      Viel Glück euch noch!

      Ich selbst werde alles mir mögliche tun, um Japan zu helfen – was leider nur sehr wenig ist…

    20. Wenn wir das so in Deutschland verfolgen, was in Japan passiert, dann kommt mir das so vor wie ein unwirklicher Taum. Der Atommeiler Fukushima 1 droht zu überhitzen, auch in Anlage 3 ist das Kühlsystem ausgefallen. Falls mehr Radioaktivität entweicht, wären ganze Regionen verseucht. Der erste Gedanke ist, alles AKWs abschalte. Aber dann, woher bekommen wir unsere Energie? Ich glaube wir sind energiepolitisch in einer Sackgasse.

    21. Ich habe versucht, herauszufinden, wo Haruki Murakami lebt: Laut Wikipedia in Oiso. Das liegt an der Küste, südlich von Tokio. Falls er dort noch wohnt, wünsche ich mir, dass er in Sicherheit ist und noch viele Bücher schreiben kann.

    22. Vielen vielen Dank für die Informationen vor Ort. Ich bin immer noch geschockt. Ich bin in Gedanken immer bei Euch und bei all den anderen die jetzt diese Lage überstehen müssen.

    23. Ich bin in Gedanken bei den Verletzten und den 500.000 Obdachlosen.Werde spenden, was ich kann.
      Ich finde es unverantwortlich die Situation in Japan für den Wahlkampf der Grünen hier in Deutschland zu instrumentalisieren.

      Ich bedanke mich für die Berichterstattung, trotz der Unruhen in Japan. Alles Gute.
      Donaufalterzeitung

      http://gesundheit-politik-migration-kultur.donaufalter-zeitung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=409:500000-menschen-sind-obdachlos&catid=34:politik&Itemid=2

    24. ich würde mir vor angst bestimmt in keller verstecken wenn ich live dabei bin obwohl das nicht bringen würden wie schaut es bei dir aus als beteiligter?

    25. DIE EINFACHSTE aber radikale Methode ist auf die defekten Atomkraftwerke Atombomben oder Wasserstoffbomen werfen.. da ist zwar 50 km im Umkreis alles platt aber die Strahlen bleiben nur in dem Bereich

    26. Eine zeitweise Kernschmelze? Ist das nicht so wie ein bisschen schwanger? Ich mach mal ein bisschen Kernschmelze? Gleich nach der Katastrophe werden die Bürger,nicht nur in Japan, die ganze Zeit belogen. Mich interessiert, wie die globalen Auswirkungen tatsächtlich sind. Ich glaube zwar nicht, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland verstrahlt werden aufgrund des Unfalls in Japan, aber wie sind die Auswirkungen zum Beispiel auf die Nahrungskette? Neuere Informationen zu diesem Thema konnte ich auf dieser Seite finden.

    27. in unseren medien ist das jahrhundertereignis fukushima langsam so gut wie raus …

      ich moechte auf jeden fall feststellen und Dir uebermitteln, daß folgende dpa meldung in unserer heimatzeitung sehr klein in der links unteren ecke sich versteckt haelt, wo geschrieben steht:

      daß die brennstaebe in reaktor 1 schon offenbar 16 stunden nach dem riesenbeben zum groeßten teil geschmolzen sind, wie TEPCO jetzt mitteilt.

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