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Japan Almanach - Tokyo - Koto - Japan Almanach

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Lage von Koto
Region: 関東 Kantō
Präfektur: 東京 Tokyo

江東区 Kōtō-ku

3 von 5 Sternen: Abstecher wert
Name:
"Kōtō" bedeutet Osten der Mündung - gemeint ist der Teil östlich des Sumida-gawa 隅田川 (Sumida-Flusses).
Lage:
Am Nordrand der Bucht von Tōkyō zwischen den Flüssen Sumida-gawa und Arakawa (der Sumida ist ein Nebenarm des Arakawa). Fast der komplette Bezirk ist auf Neuland gebaut und zählt im Falle eines Erdbebens zu dem gefährlichsten Bereich der Stadt. Liegt ausserhalb der Yamanote-Linie. Kōtō-ku ist 39.2 km² gross - Tendenz steigend, denn neue Inseln sind in Bau - und hat 361'000 Einwohner, da der Südteil fast vollständig aus Industrie- und Hafengelände besteht.
Ansehen:
Die Neulandinseln. Das Museum für Zeitgenössische Kunst (Gendai bijutsukan 現代美術館) - war selbst allerdings noch nicht mal da). Das gigantische Sumidagawa-Feuerwerk (genannt Hanabi) ganz im Nordwesten von Koto-ku. Am letzten Samstag im Juli - selbst wenn es regnet.

埋立地 Neuland

Koto-ku: Neulandinseln
Die neueste Insel und Mülldeponie

Seit der Meiji-Zeit wurden in der Bucht von Tokyo massiv Neulandinseln angelegt - schliesslich ist die Bucht relativ flach und Land knapp. Bei den älteren Neulandinseln - sie beginnen unweit der Ginza - merkt man kaum, dass man auf künstlichem Land steht. Am besten sind die Neulandgebiete vom Nihon Terekomu Sentaa 日本テレコムセンター (Nihon Telecom Center) zu sehen - einem gigantischen Neubau unweit von Odaiba, zu erreichen mit der Yurikamome-Linie ゆりかもめ線. Das ganze geht nicht ohne Probleme ab. Wie das Erdbeben von Kōbe gezeigt hat, sehen die Neulandinseln bei schweren Erdstössen schlecht aus - das Material wird dynamisch und aufgrund geringer werdender Zwischenräume fast flüssig - die darauf stehenden Gebäude gehen schlichtweg unter (ekijōka 液状化).

Momentan werden zwei neue - aufgrund bereits fehlenden Platzes vielleicht die letzten - Neulandinseln erbaut. Aufgefüllt werden sie mit nicht brennbarem Hausmüll der Stadt. Die Faulgase werden in einem kleinen Methangaskraftwerk verarbeitet. Und - Premiere! - zwei Windkrafträder gibt es hier seit kurzem - die ersten in Tokyo. Die beiden Inseln haben noch keinen richtigen Namen.

青海 Ōmi

Koto-ku: Neulandinseln
Blick auf die Insel Ariake 有明

Die westliche Neulandinsel von Kōtō-ku heisst Ōmi 青海, auf der sich auch Odaiba お台場 befindet. Aber hier hat man ein Problem - man findet keine Bauherren. Klassischer Fall von Fehlplanung und kein Wunder bei den exorbitanten Bodenpreisen. Weitere Inseln sind u.a. Ariake 有明, Toyosu 豊洲, Tatsumi 辰巳 - fast alle sind Hafen- und Handelsgebiete. Entlang der Mündung des Arakawa-Flusses liegt Wakasu 若洲 - auf welcher sich unter anderem ein Campingplatz (!) und ein Golfplatz befinden. Nördlich davon liegt Shinkiba 新木場 - der "Neue Holzplatz", vor dem immer noch importierte Holzstämme in rauhen Mengen im Wasser gelagert werden.

Nördlich davon liegt die Insel Yume no shima 夢の島 - die "Trauminsel". Kein schlechter Name für eine ehemalige Müllkippe! Heute findet man auf Yume no shima einen Tropischen Botanischen Garten. Die Inseln kann man schön sehen, wenn man mit der Keiyō-Linie 京葉線 vonTokyo nach Chiba fährt.

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