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        <title>Japan Almanach</title>
        <link>http://www.tabibito.de/japan/</link>
        <description><![CDATA[Seiten aus und &uuml;ber Japan - f&uuml;r alle Japan-Reisenden, Japan-Interessierten und Japan-Infizierten.]]></description>
        <language>de</language>
        <copyright>Copyright 2010</copyright>
        <lastBuildDate>Mon, 15 Mar 2010 02:26:04 +0900</lastBuildDate>
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        <item>
            <title>Okayama</title>
            <description><![CDATA[     <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="kurashiki.html">倉敷 Kurashiki</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="hiroshima.html">Hiroshima 広島→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okayama.png" alt="Lage von Okayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#okayama">岡山 Okayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Okayama 岡山</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Okayama - oka bedeutet Hügel, Erhebung; -yama ist der Berg. Der Name kennzeichnet auch die gesamte Präfektur.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Okayama liegt auf halbem Wege zwischen <a href="osaka.html">Ōsaka</a> und <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a> im Süden der gleichnamigen Präfektur. Die Stadt erstreckt sich unweit der Mündung entlang des Flusses <em>旭川</em>. Bis zur Küste der Seto-Binnensee sind es knapp 10 Kilometer.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>Hauptsächlich die schöne Burg sowie der angrenzende Kōrakuen - einer der drei schönsten Gärten in Japan.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Hagi: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Okayama - Beschreibung</h3>

<p>
Okayama ist mit gut 700'000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt der Region <a href="/japan/chugoku.html">Chūgoku</a> (West-Honshū) - nach <a href="/japan/hiroshima.html">Hiroshima</a>. Die Stadt liegt ziemlich genau zwischen <a href="/japan/osaka.html">Ōsaka</a> im Osten und Hiroshima - bis zu beiden Städten sind es rund 140 km Luftlinie. Okayama gilt zudem als  Pforte zur <a href="/japan/shikoku.html">Insel Shikoku</a>.
</p>
<p>
In Japan verbindet man mit der Stadt unter anderem den legendären <em>桃太郎 Momotarō (Wörtlich: Pfirsich-Hans)</em>. In dem in Japan allseits bekannten Märchen entspringt der Held einem Pfirsich, wird von Pflegeeltern mit viel Liebe grossgezogen und zieht später mit seinen Freunden Affe, Hund und Fasan auszieht, um dem Teufel den Garaus zu machen (so laut Legende geschehen in <a href="/japan/takamatsu.html">Takamatsu</a> auf der anderen Seite der Seto-Binnensee). Um die Schlacht zu gewinnen, wurde er dabei von seinen Zieheltern mit <em>吉備団子 Kibidango</em> verpflegt - diese süssen Bällchen aus Reis- und Hirsemehl gelten daher als DIE Spezilität der Stadt. Vor dem Hauptbahnhof der Stadt steht standesgemäss ein Denkmal für Momotarō und seine drei Begleiter.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okayama1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama: Das Schloss bei Tag...">
			<br><span>Okayama: Das Schloss bei Tag...</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/okayama2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="... und bei Nacht">
			<br><span>...und bei Nacht"</em>
		</div>
	</div>
<p>
Die Gegend um Okayama ist schon seit Jahrtausenden besiedelt, doch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts spielte das heutige Okayama keine herausragende Rolle. Im 16. Jahrhundert baute der regionale Herrscher <em>金光氏 Kanamitsushi</em> ein kleines Schloss am Asahigawa-Fluss im heutigen Okayama. Um 1570 wurde jenes jedoch von <em>宇喜多 Ukita</em> übernommen - einem mächtigen Daimyō jener Zeit. Ukita erkannte die strategisch günstige Lage und baute das Schloss aus - wodurch zwangsläufig auch die Siedlung rundherum wuchs. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Stadt schliesslich vom <em>池田氏 Ikeda-Clan</em> regiert - und im Gegensatz zu den meisten Burgen jener Zeit wurde die Präsenz der Burg von Okayama vom Bakufu in Edo (heute: Tokyo) geduldet. 
</p>
<p>
Okayama mauserte sich in den folgenden Jahrhunderten zum bedeutendsten Wirtschaftszentrum der Region. Im Zuge der Abschaffung der traditionellen Lehen (Han) und der Einrichtung von Präfekturen (<em>廃藩置県 Haihan Chiken</em>) 1871 wurde Okayama aus guten Gründen Hauptstadt der Präfektur Okayama. Auch die Industrie begann sich allmählich zu entwickeln. Jene wurde dementsprechend Ziel amerikanischer Bombenangriffe - am 29. Juni 1945 verloren so geschätzte 1'000 Einwohner ihr Leben, und ein grosser Teil der Stadt wurde zerstört.
</p>
<p>
Die Entwicklung der Stadt ging nach dem Krieg weiter. Seit 1972 ist die Stadt mit dem Shinkansen erreichbar, und seit 1988 ist Okayama über Schiene und Strasse mit dem nahen Shikoku verbunden. Okayama ist heute eine "von der Regierung ausgewiesenen Grossstadt" (<em>政令指定都市 Seireishiteitoshi</em>) - davon gibt es insgesamt 19 in Japan. Diese Städte geniessen Sonderrechte und haben Zugang zu gesonderten Resourcen in Japan.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okayama3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/okayama4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Hauptstrasse von Okayama heisst nicht überraschend <em>桃太郎通り - Momotarō-Strasse</em> und führt vom Hauptbahnhof schnurstracks Richtung Osten zum Fluss Asahigawa. Läuft man die Strasse rund 1,5 km geradeaus und dann noch ein bisschen weiter geradeaus, kommt man direkt zum Schloss - jenes fällt auf, da es schwarz ist (die meisten Schlösser in Japan sind weiss oder grau). Deshalb trägt die Feste auch den Beinamen <em>烏城 U-jō (Rabenburg)</em>. Der Grundstein für die erste Burg an jener Stelle wurde 1346 gelegt, doch die heutige Form stammt aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. 
</p><p>
Im Gegensatz zu vielen anderen Burgen Japans überlebte das Schloss die Edo-Zeit, doch mit Beginn der <a href="/japan/geschichte.html#meiji">Meiji-Restauration</a> gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss aufgegeben. Mit Ausnahme eines Nebenturms (Yagura) gingen die Reste des Schlosses leider beim Luftangriff der Amerikaner 1945 verloren. Was man heute sieht, ist ein Nachbau aus Stahlbeton von 1966. Der Nachbau ist jedoch, zumindest von aussen betrachtet, durchaus gelungen. Eintritt in das Schloss (im Inneren gibt es ein Museum sowie von oben einen guten Ausblick über die Stadt) kostet 300 Yen - ein Kombiticket (Schloss und benachbarter Park, siehe unten) kostet 520 Yen und ist empfehlenswert.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okayama5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/okayama6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
	</div>
<p>
Direkt vor dem Schloss, auf einer hakenförmigen Insel im Fluss Asahigawa, liegt der <em>後楽園 Kōrakuen</em>, ein gut 13 Hektar grosser, wunderschöner Garten, der zu Recht zu einem der <em>日本三名園 - 3 berühmtesten Gärten Japans</em> gezählt wird (die anderen beiden sind der <a href="/japan/kanazawa.html">Kenroku-en in Kanazawa</a> (Präf. Ishikawa) sowie der <a href="/japan/mito.html">Kairoku-en in Mito</a> (Präf. Ibaraki)). Der Kōrakuen wurde 1700 fertiggestellt und war der benachbarten Burg angeschlossen - erst 1871 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Garten ist gross und sehr vielfältig: Man findet Bäche und Hügel, dichte Wälder und grüne Lichtungen, Sandflächen mit vereinzelten Steinen und Büschen, Seen mit winzigen Inseln mit jeweils einem Baum drauf, Bogenbrücken usw. usf. - der Garten lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein.
</p>
<p>
Von Ende Juli bis Mitte August zelebriert man im Garten den <em>幻想庭園 ("Garten der Illusionen")</em> - ausnahmsweise bleibt der Garten dann bis 21:30 auf und es werden vielerorts Kerzen und spezielle Lichter aufgestellt. Auch die benachbarte Burg wird auf besondere Weise angestrahlt - ein Anblick, den man sich bei einem Besuch im Sommer auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Der Eintritt in den Garten kostet 350 Yen - ein Kombiticket (Schloss und benachbarter Park) kostet 520 Yen - man spart damit 130 Yen.
</p>
<p>
Die beiden Sehenswürdigkeiten sind mit Abstand das Beste, was Okayama zu bieten hat - ansonsten gibt es viel Industrie am Stadtrand und das übliche Gemenge im Zentrum. Ansonsten bietet sich Okayam wunderbar als Sprungbrett an - ins Hinterland von Okayama (zum Beispiel nach <a href="/japan/bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi</a>) sowie zu den zahllosen Inseln in der Seto-Binnensee - sowie nach <a href="/japan/shikoku.html">Shikoku</a>.
</p>



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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Okayama liegt an der wichtigen <em>山陽本線 San'yō-Linie</em> - jene verbindet <a href="/japan/osaka.html">Ōsaka</a> mit <em>下関 Shimonoseki</em> - dem Eingang zur <a href="/japan/kyushu.html">Kyūshū</a>. Wie eingangs erwähnt, liegt Okayama genau zwischen 
<a href="osaka.html">Ōsaka</a> und <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a>. Die Fahrt nach Hiroshima dauert 41 Minuten mit dem Shinkansen und kostet 6'060 Yen - mit Bummelzügen dauert es fast drei Stunden, dafür kostet die Fahrkarte auch nur die Hälfte. Die Fahrpreise nach Osaka sind exakt die gleichen.
</p>
<p>
In Okayama beginnt die <em>JR 伯備線 JR Hakubi-Linie</em> - die fährt von der Ostküste Japans bis zur Westküste (das sind in Okayama nur 82 km) nach <em>Yonako 米子</em>. Die Strecke führt quer durch die Berge und ist sehr schön. Die Züge halten unterwegs auch in <a href="/japan/bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi</a>. Der <em>やくも Yakumo Ltd. Express</em> fährt auf der gleichen Linie nach Norden bis nach <a href="/japan/matsue.html">Matsue</a> (2&frac12; Stunden, 5'870 Yen) bzw. weiter bis nach Izumo.
</p>
<p>
Auch nach Shikoku kommt man schnell - mit dem <em>マリンライナー Marine Liner Ltd. Express</em> fährt man eine knappe Stunde bis nach <a href="/japan/takamatsu.html">Takamatsu</a> (über <a href="/japan/sakaide.html">Sakaide</a>) sowie mit dem <em>しおかぜ Shiokaze Ltd. Express</em> bis nach <a href="/japan/matsuyama.html">Matsuyama</a> - das dauert jedoch gute 2&frac12; Stunden und kostet 6'630 Yen. Der Zug hält auch in <a href="/japan/marugame.html">Marugame</a>. Auch bis nach <a href="/japan/kochi.html">Kōchi</a> kommt man ohne Umsteigen - mit dem <em>南風 Minamikaze Ltd. Express</em>. Das dauert fast 3 Stunden und kostet 5,790 Yen - ein kurzer Abstecher unterwegs zur <a href="/japan/oboke.html">Oboke-Schlucht</a> ist definitiv empfehlenswert.
</p>

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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Das <em>ダイワロイネットホテル Daiwa Roynet Hotel</em> direkt vor dem Hauptbahnhof von Okayama bietet soliden Service und eine sehr günstige Lage. Ein Einzelzimmer dort kostet ab 7'300 Yen. Die Adresse: <em>〒700-0023 岡山県岡山市駅前町1-1-1 zip 700-0023 Okayama-ken, Okayama-shi, Ekimae-chō 1-1-1</em>, Tel: 086-803-0055.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/okayama.html</link>
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            <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 02:26:04 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Kurashiki</title>
            <description><![CDATA[     <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="matsue.html">松江 Matsue</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="okayama.html">Okayama 岡山→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okayama.png" alt="Lage von Okayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#okayama">岡山 Okayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Kurashiki 倉敷</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Kurashiki - "Lager - Haus/Platz". Der Name hat einen guten Grund.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Kurashiki liegt 15 km landeinwärts des Seto-Binnenmeers am linken Ufer des <em>高梁川 Takahashi-gawa (gawa=Fluss)</em>. Die gleichnamige Hauptstadt der Präfektur Okayama liegt ebenfalls nur rund 15 km entfernt von Kurashiki im Osten.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die alten Lagerhäuser, Museen, Galerien usw. entlang der Kanäle im sogenannten Bikan-Viertel. Der Achi-Schrein. 
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Hagi: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Kurashiki - Beschreibung</h3>

<p>
Kurashiki ist der Name des gleichnamigen Bezirks im Südwesten der Präfektur Okayama. Der gesamte Bezirk hat knapp eine halbe Million Einwohner und ist ein enorm wichtiges industrielles Ballungsgebiet - der Produktionsausstoss von Kurashiki ist der zweithöchste in Westjapan - nur in <a href="/japan/osaka.html">大阪</a> wird mehr produziert. Die meisten Besucher kommen jedoch nicht deswegen nach Kurashiki, und als Tagesbesucher merkt man von den ganzen Industriekombinaten nicht viel. In der eigentlichen Stadt Kurashiki leben ca. 200'000 Einwohner, aber auch das merkt man eigentlich nicht - im historischen Stadtzentrum.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kurashiki1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki: Blick vom Achi-Schrein auf die Stadt">
			<br><span>Blick vom Achi-Schrein auf die Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kurashiki2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - einer der Kanäle im Bikan-Viertel">
			<br><span>Kurashiki - einer der Kanäle im Bikan-Viertel</em>
		</div>
	</div>
<p>
Kurashiki erhielt erst im Jahre 1928 offiziell das Stadtrecht, aber der Ort tauchte schon lange vorher in den Annalen auf. Der Ortsname Kurashiki erschien allerdings erst sehr spät - vorher war der Ort unter anderen Namen, darunter <em>阿智 Achi</em>, <em>鶴形 Tsurugata</em> u.a., bekannt. Diese sind heute Hügel im Stadtgebiet, waren damals aber noch Inseln in der Seto-Binnensee. Die Region um Kurashiki gehörte damals zur Provinz <em>吉備国 Kibi-no-kuni</em>. Mit Beginn der <a href="/japan/geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> Anfang des 17. Jahrhunderts begann man, dem Meer zunehmend Land abzugewinnen - einstige Inseln wurden somit zu Hügeln, und der <em>倉敷川 Kurashiki-Fluss</em> wurde geboren - dieser prägt heute das historische Stadtzentrum, existierte damals allerdings nicht. Hinzu kam ein Geflecht von Kanälen, die auch heute noch zu sehen sind. Kurashiki wurde damals zu einem <em>代官所 Daikansho</em>, dem Sitz des Lehnsherren einer Region. 1606 wurde auch eine Burg gebaut, doch jene wurde nur gute 30 Jahre später auf Druck aus Edo verlassen. Das heutige Zentrum des Ortes wurde zu jener Zeit unter Direktherrschaft des Bakufu gestellt. 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kurashiki3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - alte Lagerhäuser im Bikan-Viertel">
			<br><span>Alte Lagerhäuser im Bikan-Viertel</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kurashiki4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - Schmale Gassen, lange Holzmauern">
			<br><span>Schmale Gassen, lange Holzmauern</span>
		</div>
	</div>
<p>
Aufgrund der Rolle als Hauptortes der Region begann Kurashiki zu gedeihen. Der Ort wurde bekannt für seine Lagerhäuser sowie für seine Spinnereien. Da auch noch heute zahlreiche Bauten aus jener Zeit existieren, ist Kurashiki heute ein beliebtes Ausflugsziel. 1864 fand in Kurashiki der <em>倉敷浅尾騒動 Kurashiki-Asao-Aufstand</em> statt, bei dem Kämpfer des Asao-Clans versuchten, den Vertreter der Regierung aus Edo zu töten. Jener war damals gerade auf Dienstreise, aber etliche Gebäude wurden damals niedergebrannt.
</p>
<p>
Seit dem 19. Jahrhundert wurde Kurashiki mehr und mehr zum Industriegebiet. Vor allem auf den Neulandinseln bei Kurashiki, darunter z.B. die Insel <em>水島 Mizushima</em>, entstanden riesige Fabriken - unter anderem von Mitsubishi Heavy Industries, die dort Kampfflugzeuge montierten. Dementsprechend wurde Kurashiki am 22. Juni 1966 Angriffsziel einer Flotte von geschätzten 110 amerikanischen Bombern. Die Betriebe wurden dabei stark zerstört, mit geringem Schaden in der Stadt selbst.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kurashiki5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - Viel Grün im Ivy Square">
			<br><span>Viel Grün im Ivy Square</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kurashiki6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Altes Ryokan (Herberge) in Honmachi/Kurashiki">
			<br><span>Altes Ryokan (Herberge) in Honmachi/Kurashiki</span>
		</div>
	</div>
<p>
<p>
Schon seit Jahrhunderten spielte in Kurashiki die Unternehmerfamilie <em>大原 Ōhara</em> eine sehr wichtige Rolle - jene gründete <em>倉敷紡績 Kurabo Industries</em>, ein riesiges Textilunternehmen, welches auch heute noch floriert, international aktiv ist und sehr viel zum Wohlstand der Stadt beitrug. Unter anderem durch die Einrichtung des <em>大原美術館 Ohara Museum of Art</em>. Das Museum, beherbergt in einem für Japan sehr untypischen, neoklassizistischen Bau im Bikan-Viertel, zeigt Kunstwerke vieler mehr oder weniger alter europäischer Meister - unter anderem Renoir, Picasso, Matisse, Toulouse-Lautrec, Gauguin - aber auch japanische Grössen wie Shōji Sekine, Narashige Koide und andere findet man hier. 
</p>
<p>
Eine weitere Hinterlassenschaft der Familie Ōhara ist der sogenannte <em>倉敷アイビースクエア Kurashiki Ivy Square</em> im Zentrum der Altstadt. Dort stand früher das Verwaltungsamt während der Edo-Zeit. Später wurde auf der Ruine die Fabrik der Kurabo Industries Textilienfabrik gebaut. Das Ensemble besteht aus zahlreichen schönen Ziegelhäusern, viele davon efeuüberwuchert und heutzutage zu einem grossen Teil als Hotel genutzt. Für Kurzbesucher aus Deutschland in Japan nicht zwingend etwas Aufregendes, aber in Japan sehr beliebt da äusserst selten in diesem Teil der Erde anzutreffen.
</p>
<p>
Fazit: Das Bikan-Viertel von Kurashiki ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Japan, mit einer schönen Mischung aus traditionell japanischer sowie europäischer Architektur. Die Kanäle mit den Trauerweiden sorgen für einen schönen Spaziergang. Für Liebhaber von Kunstmuseen ist die Stadt ohnehin ein Muss. Wer einige Wochen in Japan verbringt und in der Region weilt - sowie sich für Kunst und/oder Geschichte interessiert, ist Kurashiki definitiv einen Abstecher wert.

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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Kurashiki liegt an der wichtigen <em>山陽本線 San'yō-Linie</em> - jene verbindet <a href="/japan/osaka.html">Ōsaka</a> mit <em>下関 Shimonoseki</em> - dem Eingang zur <a href="/japan/kyushu.html">Kyūshū</a>. Kurashiki liegt dabei zwischen <a href="/japan/hiroshima.html">Hiroshima</a> und <a href="/japan/okayama.html">Okayama</a>. Letzteres liegt nur 15 km entfernt - die Fahrt mit der JR San'yō-Linie kostet 320 Yen und dauert nur eine Viertelstunde. Mit einem normalen Zug von Hiroshima braucht man 2&frac12; Stunden und kostet 2,520 Yen. Der Shinkansen hält auch in Kurashiki - der Bahnhof ist jedoch ein anderer, nämlich <em>新倉敷 Shinkurashiki (Neu-Kurashiki)</em> und liegt 10 km vom Bahnhof Kurashiki entfernt (die JR San'yō-Linie hält auch dort). Im Falle von Kurashiki gilt daher: Wer von Osten (Tokyo, Osaka) kommt, fährt besser bis Okayama und steigt dort in den normalen Zug um. Wer von Westen kommt, fährt besser bis Shin-Kurashiki und steigt dort um (allerdings ist auch vom Westen aus die Route über Okayama schneller, da nur die "langsamen" Shinkansen in Kurashiki halten).
</p>
<p>
In Kurashiki beginnt die <em>JR 伯備線 JR Hakubi-Linie</em> - die fährt von der Ostküste Japans bis zur Westküste (das sind in Okayama nur 82 km) nach <em>Yonako 米子</em>. Die Strecke führt quer durch die Berge und ist sehr schön. Die Züge halten unterwegs auch in <a href="/japan/bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi</a>.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Im nahen <a href="/japan/okayama.html">Okayama</a> übernachtet - deshalb keine speziellen Tipps.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/kurashiki.html</link>
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            <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 04:21:36 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Iwakuni</title>
            <description><![CDATA[    <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="miyajima.html">宮島 Miyajima</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="hagi.html">Hagi 萩→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/yamaguchi.png" alt="Lage von Yamaguchi" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#yamaguchi">山口 Yamaguchi</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Iwakuni 岩国</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Äusserst Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Iwakuni - "Fels - Land". Iwakuni entstand durch Zusammenlegung der Ortschaft Iwakuni und dem Ort 麻里布 Marifu.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Iwakuni liegt an der Flussmündung des <em>錦川 Nishiki-gawa</em> an der Seto-Binnensee, ca 35 km (Luftlinie) südwestlich von <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a>, aber gerade noch so in der <a href="chugoku.html#yamaguchi">Präfektur Yamaguchi</a>. Die Neustadt liegt nahe des Ufers, die Altstadt ein paar Kilometer flussaufwärts.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die kleine Burg. Die markante Kintai-Brücke und der Park nebst Samuraiviertel zwischen Burg und Brücke. Die Landschaft drumherum.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Hagi: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Iwakuni - Beschreibung</h3>

<p>
Iwakuni ist eine von zahllosen Industriestädten, die sich entlang der <em>山陽本線 San'yō-Bahnlinie</em> an der Seto-Binnensee (zwischen Honshū und Shikoku) aneinanderreihen. Die Stadt hat gute 110'000 Einwohner und drei verschiedene Gesichter: Das erste sieht man, wenn man mit dem Zug - aber nicht mit dem Shinkansen - anreist: Eine typische, kleine, uninteressante, gesichtslose Industriestadt, die man schnell wieder verlassen möchte. Gesicht Nummer zwei ist der grosse Militärstützpunkt der US Marines - die <em>U.S. Marine Corps Air Station Iwakuni</em> - einer der grössten Stützpunkte der Amerikaner in Japan neben Yokosuka und Atsugi bei Tokyo sowie den grossen Stützpunkten auf der <a href="/japan/insel-okinawa.html">Hauptinsel von Okinawa</a>. Der Stützpunkt - zum grossen Teil Flughafen - nimmt fast die gesamte dreieckige Insel im Mündungsbereich des <em>錦川 Nishiki-gawa</em> ein. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Blick von der Burg auf West-Iwakuni">
			<br><span>Blick von der Burg auf West-Iwakuni</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Blick Richtung Meer - in der Mitte: der Stützpunkt">
			<br><span>Blick Richtung Meer - in der Mitte: der Stützpunkt</em>
		</div>
	</div>
<p>
Läuft man den Fluss entlang ca. drei Kilometer landeinwärts, werden die Häuser schnell kleiner und ländlicher. Zwischen Stützpunkt und dem Bahnhof der Shinkansen-Linie liegt die Altstadt bzw. der historische Teil der Stadt. Die Altstadt von Iwakuni an sich liegt in einer Flussschlaufe und bietet ausser ein paar kleineren Tempeln nicht allzu viel - dieser Teil der Stadt ist eher verschlafen. Die Hauptsehenswürdigkeit liegt vom Meer und der Neustadt aus gesehen hinter der Altstadt, nämlich die <em>錦帯橋 Kintaikyō (wörtlich: Wollgürtelbrücke)</em>. Diese 193 m lange Holzbrücke ruht auf vier grossen Steinsockeln und fällt durch die stark geschwungenen Bögen auf: Gebaut wurde die Brücke zuerst 1673, aber schon im folgenden Jahr wurde sie weggespült - und umgehend wieder aufgebaut. Erst 1950 wurde die Brücke erneut weggespült - nach einem Taifun, und auch 2005 gab es schwere Schäden durch einen Taifun. Die Brücke ist ein Besuchermagnet und zählt zu den drei bekanntesten Brücken Japans - neben der <em>眼鏡橋 Meganebashi ("Brillenbrücke")</em> in <a href="/japan/nagasaki.html">Nagasaki</a> und der heute zugegebenermassen nicht allzu attraktiven <a href="http://www.tabibito.de/japan_blog/blogs/index.php/2007/01/16/was_dem_berliner_sein_schloss">Nihonbashi ("Japanbrücke")</a> im Zentrum von <a href="/japan/tokyo.html">Tokyo</a>.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Die berühmte Kintai-Brücke">
			<br><span>Die berühmte Kintai-Brücke</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni - Das kleine, feine Schloss">
			<br><span>Iwakuni - Das kleine, feine Schloss</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wer über die Brücke möchte, muss Eintritt bezahlen (am Brückenkopf). Dabei rechnet sich der Kauf eines Kombi-Tickets für 930 Yen - dafür kommt man auch in das Schloss, dass da in Rufweite auf dem Berg hinter dem Fluss thront, sowie in den Genuss einer Seilbahnfahrt bis zur selbigen. Ein Besuch der Burg lohnt sich auf jeden Fall - zwar ist die <em>岩国城 Iwakuni-jō (Burg Iwakuni)</em> selber nur sehr klein, aber der Ausblick von oben ist grandios - siehe Fotos. Die Burg selbst wurde 1601 vom <em>吉川氏 Kikkawa-Clan</em> erbaut, aber bereits 1615 - im Zuge der Verlegung der Zentralgewalt nach Edo (heute Tokyo) verlassen. Die Burg verfiel zunehmend. 1962 wurde sie jedoch nahezu an gleicher Stelle rekonstruiert. Von historischem Wert ist der Nachbau nicht, aber die kleine Burg passt gut in die Landschaft und ist den Spaziergang wert (es gibt auch eine Seilbahn bis fast ganz hoch zur Burg). 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni7.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Springbrunnen im Kikko-Park">
			<br><span>Iwakuni: Springbrunnen im Kikko-Park</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni8.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Im ehemaligen Samuraiviertel">
			<br><span>Im ehemaligen Samuraiviertel</span>
		</div>
	</div>
<p>
<p>
Unterhalb der Burg, direkt am Fluss mit oben beschriebener Brücke, befindet sich der <em>吉香公園 Kikkō-Park</em>, ein gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegter, für Japan durchaus eher ungewöhnlicher Park mit Kanälen, grossen Wasserspielen, ein paar alten Wohnhäusern sowie Denkmälern, Museen usw. Der Park selbst ist schön grün und einen ausgedehnten Spaziergang wert - mit dem Fluss im Vordergrund und den grünen Bergen im Hintergrund kann man hier richtig entspannen - da Iwakuni jedoch ein beliebtes Ausflugsziel ist, sollte man nicht erwarten, den Genuss allein für sich zu haben. Zum Park gehört auch das ehemalige Samuraiviertel des alten Kikkawa-Lehens - nur wenige Jahre nach Bauende der Burg kam der Befehl aus der Hauptstadt Edo, die Burg zu verlassen und sich am Fluss niederzulassen. Teile des altem Viertels sind gut erhalten und - das ist nicht häufig in Japan - nicht totrestauriert, sondern sehen halbwegs authentisch aus. 
</p>
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Spezialität der Stadt: Iwakuni-zushi">
			<br><span>Spezialität der Stadt: Iwakuni-zushi</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Die moderne Innenstadt kann man sich schenken">
			<br><span>Die moderne Innenstadt kann man sich schenken</span>
		</div>
	</div>
<p>
Vom Samuraiviertel aus gesehen am anderen Ende der Kintai-Brücke findet man zahlreiche der obligatorischen Souvenirläden sowie die üblichen, den Ausflüglern dienenden Restaurants. Diese werben unter anderem mit <em>岩国寿司 (Iwakuni-Zushi)</em> - diese Sushiart kommt im Kastenformat daher und ist ein Kompromiss eines Ortes, in dem es sowohl Spezialitäten aus dem Meer als auch aus den Bergen gibt: Gesäuerter Reis wird hier nicht nur mit Fisch und anderem Meeresgetier, sondern auch mit Lotuswurzel, Pilzen und einigem mehr belegt und schliesslich gepresst. Sehr empfehlenswert und mit Sicherheit auch sehr gesund. Die Preise sind zivil - für ein Set mit Tee und noch etwas anderem (wie Udon z.B.) kostet meist um die 1,000 Yen.
</p>
<p>
In der Umgebung von Iwakuni gibt es viel schöne Landschaft und einige interessante Tempel. Die Neustadt rund um den Hauptbahnhof kann man hingegen getrost umgehen - es gibt nicht viel zu sehen ausser Industriegebieten, gesichtslosen Eikaufspassagen und dem Stützpunkt. Letzterer sorgt freilich dafür, dass das Angebot für nächtliche Vergnügungen über das übliche Angebot hinausgehen: Je näher man dem Stützpunkt kommt, desto mehr dubiose Bars und Schilder mit dubiosem Englisch findet man (so viele Läden sind es dann allerdings auch nicht - selbst um den Stützpunkt herum sieht die Stadt eher verschlafen aus).
</p>
<p>
Iwakuni ist auf jeden Fall einen Abstecher wert - das alte Samuraiviertel, die Burg und die Brücke passen einfach zu gut in die Landschaft. Ausserdem ist Iwakuni zwar relativ gut besucht, aber für Besucherströme wie in <a href="/japan/naha.html"> oder <a href="/japan/kyoto.html">Kyōtō</a> dann doch zu abgelegen.
</p>


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	</div>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Iwakuni liegt an der wichtigen <em>山陽本線 San'yō-Linie</em> - jene verbindet das nahe <a href="/japan/hiroshima.html">Hiroshima</a> mit <em>下関 Shimonoseki</em> - dem Eingang zur <a href="/japan/kyushu.html">Kyūshū</a>. Die Fahrt von Hiroshima nach Iwakuni kostet 740 Yen und dauert ca. eine dreiviertel Stunde. Wer es eilig hat, kann auch mit dem Shinkansen fahren - die Shinkansen zwischen <a href="/japan/tokyo.html">Tokyo</a> und <a href="/japan/fukuoka.html">Fukuoka</a> fahren durch <em>新岩国 Shin-Iwakuni (Shin=Neu)</em>. Von Hiroshima dauert es damit nur 16 Minuten, kostet aber 2'190 Yen. Nach Hakata (Fukuoka) dauert es eine Stunde, der Preis beträgt 4'310 Yen. Der Bahnhof Shin-Iwakuni liegt in den Bergen rund 10 km vom Bahnhof Iwakuni entfernt - die Altstadt mit der Burg liegt ziemlich genau dazwischen. Zwischen Shin-Iwakuni, Kintai-Brücke und Stadtzentrum verkehren Busse - bis zur Kintai-Brücke zahlt man 280 Yen. In Iwakuni beginnt auch die <em>錦川清流線 Nishikigawa-Seiryū-Linie</em> - eine kleine, schöne Überlandbahn, die gute 30 km weit in die Berge hineinfährt. Alle Linien von und nach Iwakuni sind JR-Linien und können somit mit dem <a href="/japan/reisetipps.html#railpass">Japan Railpass</a> benutzt werden.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Die meisten Hotels findet man in der unattraktiven Neustadt, und die gehören dann oft zur Kategorie Business-Hotel. Eins davon ist das <em>ホテル安藤 - Hotel Andoh</em>. Jenes liegt an der Hauptstrasse und nur 2 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Iwakuni entfernt (nicht zu verwechseln mit dem Shinkansen-Bahnhof Shin-Iwakuni). Eine Nacht im Einzelzimmer dort kostet 4,500 Yen. Hier die <a href="http://www.cityhotelandoh.jp/">Webseite</a>. Adresse: Iwakuni Marifu-chō 2-3-8, Tel. 0827-22-0110.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/iwakuni.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/iwakuni.html</guid>
            
            
            <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 03:24:38 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Insel Okinawa</title>
            <description><![CDATA[               <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="okinawa.html">←沖縄県 Präfektur Okinawa</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="regionen.html">Regionen / Rundreise Start→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okinawa.png" alt="Lage von Okinawa" width="170" height="142" longdesc="Okinawa">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="okinawa.html">沖縄 Okinawa</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="okinawa.html">沖縄 Okinawa</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2 style="font-size:16px;">Insel Okinawa 沖縄本島</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-5.png" alt="5 von 5 Sternen: Unbedingt sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Okinawa Hontō - Okinawa Hauptinsel. Oft auch Okinawa-jima (Insel Okinawa) genannt. Der alte, chinesische Name lautet <em>中山 - Tsju San (Mittlerer Berg</em>. Im Shuri-Dialekt von Okinawa wurde die Insel auch <em>Zizi</em> genannt. Die Bewohner bezeichnen ihre Insel oft auch als <em>美ら島 - Churashima = schöne Insel</em> bezeichnet.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Die Hauptinsel liegt im Norden der Ryūkyū-Inselkette und im Norden der Präfektur Okinawa. Bis zur nächsten japanischen Hauptinsel (<a href="kyushu.html">Kyūshū</a>) sind es über 500 km, bis <a href="tokyo.html">Tōkyō</a> 1'500 km, bis <a href="/taiwan/taipei.html">Taipei</a> 700 km und bis zu den Philippinen 1'100 km.
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die Südküste. Shuri und der Königspalast. Die Gusuku-Ruinen. Die Atmosphäre schlechthin in Naha.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Okinawa Hontō: 
<a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | 
<a href="#naha">Naha</a> | 
<a href="#shuri">Shuri</a> | 
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<a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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<h3>Okinawa Hontō - Beschreibung</h3>

<p>
Okinawa-Hontō bzw. Okinawa-jima (Insel Okinawa) ist die grösste und wichtigste Insel der <a href="okinawa.html">Präfektur Okinawa</a> bzw. der gesamten <em>琉球諸島 Ryūkyū-Inselkette</em> bzw. der <em>南西諸島 Nansei-Inselkette</em>, die sich von der Südspitze der Insel <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> bis nach <a href="/taiwan/">Taiwan</a> erstreckt. Die Insel ist 1'207 Quadratkilometer gross (etwas grösser als Berlin) und hat geschätzte 1,23 Millionen Einwohner.
</p>
<p>
Die Insel ist von der Nordostspitze bis zur Südwestspitze gute 100 km lang, aber nur 3 bis 30 km breit. Die Küste ist vielerorts stark zergliedert und hat zahlreiche vorgelagerte Inseln. Die Insel lässt sich grob in drei Bereiche untergliedern: 
<ul>
	<li>
Der Nordteil, genannt <em>山原 Yanbaru</em> ist 764 km&sup2; gross, hat aber nur rund 120'000 Einwohner. Es gibt keine grösseren Städte, sehr viel Natur und bis über 500 m hohe Berge. Ein grosser Bereich wird allerdings von den US Marines als Dschungeltrainingscamp genutzt und ist damit nicht zugängig. 
	</li>
<br />
	<li>
Der mittlere Teil <em>中頭 Nakagami</em> ist nur 280 km&sup2; gross, hat aber fast 600'000 Einwohner. Die grössten Ortschaften hier sind <em>沖縄市 Okinawa Stadt</em>, <em>浦添 Urasoe</em>, <em>宜野湾 Ginowan</em>, <em>うるま市</em>, <em>読谷 Yomitan</em> sowie <em>嘉手納 Kadena</em>. In Okiwana, Ginowan und Kadena gibt es sehr grosse Militärbasen der Amerikaner - darunter zwei grosse Militärflughäfen in den Ginowan und Kadena.
	</li>
<br />
	<li>
Der Südteil <em>島尻 Shimajiri</em> ist nur 198 km&sup2; gross und mit 540'000 Einwohnern am dichtesten besiedelt. Die grössten Städte hier sind die Präfekturhauptstadt <em>那覇 Naha</em>, <em>豊見城 Tomigusuku</em> (wobei die beiden Städte quasi zusammengewachsen sind) sowie <em>糸満 Itoman</em>. 
	</li>
</ul>
<p>
Die Insel Okinawa war gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Schauplatz heftigster Kämpfe zwischen den Amerikanern und den Japanern. Daraus resultiert die Tatsache, dass es auf Okinawa nur relativ wenige historisch interessante Plätze gibt - zumindest wenige im Original verbliebene. Es gibt jedoch trotzdem allerhand zu sehen.
</p>


<h3 id="naha">那覇 Naha (Präfekturhauptstadt)</h3>
<p>
Naha ist die grösste Stadt der Insel Okinawa sowie der gesamten Präfektur - es gibt rund 315'000 Einwohner. Naha liegt im Südwesten der Insel in relativ hügeligem Terrain - daraus resultiert eine selbst für japanische Verhältnisse ziemlich chaotische Bebauung. Der Westen von Naha wird zu einem grossen Teil vom Hafen sowie vom Flughafen eingenommen. Der Flughafen ist verhältnismässig gross, hat einen riesigen nationalen und einen winzigen internationalen Terminal. Gleichzeitig wird der Flughafen von den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften (自衛隊 jieitai) genutzt. Da der Flughafen nur wenige Kilometer entfernt vom Stadtzentrum liegt, gelten in Naha Baubeschränkungen - es darf nicht hoch gebaut werden.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/naha1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Blick auf die Stadt von der Monorail bei Shuri">
			<br><span>Blick auf die Stadt von der Monorail bei Shuri</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/naha2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Die Stadt von Tomigusuku aus gesehen">
			<br><span>Naha: Die Stadt von Tomigusuku aus gesehen</em>
		</div>
	</div>
<p>
Naha war früher wesentlich kleiner, aber schon seit jeher aufgrund des Hafens das Handelszentrum der Insel. Mittlerweilen wurden zahlreiche Ortschaften eingemeindet - darunter auch die ehemalige Hauptstadt <a href="#shuri">Shuri</a>. Naha ist derweilen auch mit den umgebenden Gemeinden zusammengewachsen - die urbane Region Naha hat ca. 750'000 Einwohner. 
</p> 
<p>
Man merkt in der Stadt gleich, das Naha zu einem grossen Teil von Touristen - aber auch von den Angehörigen der US-Streitkräfte lebt. Es gibt unzählige Souvenirshops, Steakhäuser, Clubs usw. Sowie sehr viele Ladenangestellte auf Kundenfang - im Gegensatz zu den meisten anderen japanischen Städten wird man dabei sogar als Ausländer angesprochen (das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass das Englisch besser ist). Im Mittelpunkt steht dabei die <em>国際通り Kokusai-dōri</em> (Internationale Strasse), die ihrem Namen alle Ehre macht: Es sieht sehr bunt und international aus. Hinzu kommen Palmen entlang der Strasse und der Versuch, einigen Häusern einen Hawaii-Anstrich zu geben. Entlang der Strasse aber auch in den Nebenstrassen gibt es unzählige Restaurants, Bars, Souvenirgeschäfte usw. An der Kokusai-dōri liegt auch das bekannteste Kaufhaus der Stadt - das <em>沖縄三越 Okinawa Mitsukoshi</em> mit dem seltsamen, ziemlich kleinen Naha Tower auf dem Dach.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/naha3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Kokusai-dōri (Internationale Strasse)">
			<br><span>Naha: Kokusai-dōri (Internationale Strasse)</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/naha4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Busbahnhof">
			<br><span>Naha: Busbahnhof</em>
		</div>
	</div>
<p>
Am westlichen Ende der schnurgeraden, gut 1.5 km langen Kokusai-dōri liegt der Busbahnhof - der wichtigste Ort für Okinawa-Besucher ohne eigenes Fahrzeug. Mehr zum Verkehr in Naha und auf Okinawa siehe <a href="#transport">Transport</a>. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen auch das Rathaus von Naha sowie das Gebäude der <em>県庁 Präfekturverwaltung</em>. Läuft man von dort aus immer weiter die Hauptstrasse entlang Richtung Westen, überquert man erst den <em>久茂地川 Kumoji-Fluss</em> und nähert sich anschliessend dem Hafen. Etwas nördlich befindet sich dort das Vierte <em>辻 Tsuji</em> - ein Vergnügungsviertel (inkl. Rotlichtviertel). 
</p>
<p>
Das Naha südwestlich des Zentrums, auf der anderen Seite der breiten Mündung des <em>国場川 Kokuba-Flusses</em>, ist der modernste Teil der Stadt mit neuen Wohngebieten, Einkaufszentren usw. Von dort bis zum Flughafen sind es nur noch sehr wenige Kilometer.


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/naha5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Töpfergasse">
			<br><span>Naha: Töpfergasse</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/naha6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Im Zentrum (!)">
			<br><span>Naha: Im Zentrum (!)</em>
		</div>
	</div>
<p>
Naha kann auch anders - selbst mitten im Stadtzentrum findet man sehr ruhige Ecken. Auf der gegenüberliegenden Seite des Mitsukoshi-Kaufhauses an der oben erwähnten Kokusai-dōri gehen zwei überdachte Einkaufsstrassen ab - die linke von Mitsukoshi aus gesehen ist die <em>平和通り Heiwa-dōri Friedensstrasse</em>. Folgt man dieser Strasse und hält sich dabei linkerhand, kommt man nach guten 5 Minuten zur <em>壺屋通り Tsuboya-dōri Töpfergasse</em>. Dort befinden sich etliche Töpfereiwerkstätten. Das ganze ist für die Besucher der Insel (gemeint sind die japanischen Besucher) sehr schön angelegt, mit für Okinawa typischem Strassenbelag, aber im allgemeinen ist die Gegend rund um die Töpfergasse erstaunlich ruhig und schön anzusehen.  
</p>
<div class="back-to-top-wrapper">
	<div class="back-to-top">
		<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3>首里 Shuri (die alte Hauptstadt)</h3>
<p>
Die alte Hauptstadt von Okinawa ist <em>首里 Shuri</em> - dieser Ort liegt ein paar Kilometer landeinwärts im Südwesten der Hauptinsel und etwas höher als das Küstengebiet. Aufgrund der Entfernung vom Hafen hatte Shuri jedoch nie die gleiche wirtschaftliche Bedeutung wie <a href="#naha">Naha</a>. 1954 verlor die Stadt endgültig ihre Unabhängigkeit - Shuri ist nunmehr ein Ortsteil von Naha. Während der <em>三山時代 Sanzan-(=Drei Berge)- Periode</em> im 14. und 15. Jhd. wurde in Shuri erstmals eine Burg errichtet. Damals gab es drei Königreiche auf der Insel (Nord-, Mittel- und Südberg), die zu jener Zeit vereinigt wurden - aufgrund der strategisch guten Lage wurde Shuri so zum Königssitz für die nächsten Jahrhunderte. Leider wurde die Anlage jedoch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges während der Schlacht von Okinawa nahezu komplett dem Erdboden gleichgemacht - was man heute an Gebäuden sieht, ist alles rekonstruiert worden.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/shuri1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - die Aussenmauern des Palastes">
			<br><span>Shuri - die Aussenmauern des Palastes</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/shuri2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - das Hauptgebäude des Palastes">
			<br><span>Shuri - das Hauptgebäude des Palastes</em>
		</div>
	</div>
<p>
Die Burgen werden auf Okinawa wie auch in Japan mit dem Schriftzeichen <em>城</em> geschrieben, doch während man dies im Japanischen <i>-shiro</i> liest, wird es auf Okinawa <i>gusuku</i> gelesen. Im Jahre 2000 wurden die bedeutendsten Burgen, bzw. was davon übrig blieb, als <em>琉球王国のグスク及び関連遺産群 - Die Gruppe der Gusuku und anderer, zusammenhängender Kulturerbestätten des Königreiches Ryūkyū </em> zusammengefasst und als UNESCO-Weltkulturerbe registriert. <em>首里城 Shuri-jō, Okinawa: Sui-gusuku</em> ist dabei die einzige Burg, die halbwegs wiederhergestellt wurde (und zwar erst 1992) - alle anderen Burgen auf der Insel wurden spätestens im Zweiten Weltkrieg, so sie nicht schon vorher verfallen waren.
</p>
<p>
Die Burg Shuri unterscheidet sich grundsätzlich von den <a href="burgen.html">Burgen in Japan</a>: Der typisch konzentrische Aufbau fehlt, die Steinwälle sind anders und auch das Hauptgebäude, genannt <em>正殿 seiden</em>, sieht anders aus: Der rote Bau ist breiter (knapp 30 m) als hoch (18 m) und sieht nicht sonderlich wehrhaft aus. Bemerkenswert ist der grosse, weiss-rote <em>御庭 Innenhof</em>: Hier wurden Zeremonien abgehalten und die Abordnungen von China empfangen - über Jahrhunderte hinweg war Ryūkyū ein Vasallenstaat des Chinesischen Kaiserreiches. Sowohl die Architektur als auch die Ornamente und Plastiken lassen eher an China denken als an Japan. Besonders schön an Shuri ist dabei jedoch die Farbmischung - das Lackrot (wobei der traditionelle japanische Lack verwendet wird) und das Weiss strahlen etwas Erhabenes aus.


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/shuri3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - der grosse Innenhof">
			<br><span>Shuri - der grosse Innenhof</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/shuri4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - der Thron im Palast">
			<br><span>Shuri - der Thron im Palast</em>
		</div>
	</div>

<p>
Das Hauptgebäude sowie die anliegenden Gebäude kann man besichtigen - darin gibt es unter anderem Ausstellungen sowie traditionelle eingerichtete Räume. Hinter dem Gebäude auf der rechten Seite des Innenhofs (Südflügel) liegt das <em>書院・鎖之間 Shoin & Sasunoma</em> mit einem winzig kleinen, aber feinen Garten hinter dem Bau. Das Hauptgebäude ist auch innen ganz in Rot gehalten. In der Mitte - im 2. Stock - steht der <em>御差床 Usasuka</em> - eine Nachbildung des Königsthrons, der bei Empfängen und Audienzen benutzt wurde. Im Erdgeschoss kann man durch einen Glasfussboden auf die Originalgrundmauern schauen, was allerdings nicht sehr aufschlussreich ist.
</p>
<p>
Die Burg von Shuri ist mit Abstand die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel - kaum ein Okinawabesucher besucht sie nicht. Das heisst, das gerade während der Wochenenden und japanischen Feiertage & Ferien dort die Hölle los ist - unzählige Reisegruppen und Schulklassen turnen dann durch die Anlage. Eintritt kostet übrigens 800 Yen pro Person oder 640 Yen, wenn man ein Tagesticket für die Monorail hat. Shuri ist mit der Monorail-Linie mit dem Stadtzentrum von Naha und dem Flughafen verbunden - Shuri ist dabei die Endhaltestelle. Vom Bahnhof braucht man knapp 15 Minuten zu Fuss; der Weg ist gut ausgeschildert.
</p>
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<h3 id="tomigusuku">豊見城 Tomigusuku</h3>
<p>
Die Stadt, die sich im Süden an die Stadt Naha anschliesst, verdient ihren Namen einer Burg (gusuku), die dort einst auf einem Hügel stand, von der jedoch nicht mehr viel übrig ist. Die Stadt hat knapp 60'000 Einwohner und wird manchmal als Bettenstadt bezeichnet - viele der Einwohner arbeiten in der Präfekturhauptstadt Naha.  In der Stadt befand sich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges der <em>海軍司令部壕 Hauptbefehlsstand der Marine</em> - heute oft kurz <em>海軍壕 Kaigungō</em> genannt. Die Anlage liegt zwar auf einem Hügel, ist aber fast vollständig unterirdisch.

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/tomigusuku1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Tomigusuku: Im ehemaligen Stabsquartier der Marine">
			<br><span>Im ehemaligen Stabsquartier der Marine</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/tomigusuku2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Tomigusuku - Denkmal für die Kriegsgefallenen">
			<br><span>Denkmal für die Kriegsgefallenen</em>
		</div>
	</div>
<p>Von dem 74 m hohen Hügel hat man einen guten Blick auf den Hafen und Flughafen von Naha. Als sich die Front gegen Ende 1944 allmählich Okinawa näherte, baute die Marine dort eine Stellung auf, um von dort Naha, Flughafen und Hafen kontrollieren zu können. Zwar hatten die Amerikaner schon seit 1944 einige kleinere japanische Inseln erobert, doch Okinawa war die erste grössere Insel, deren Eroberung Anfang April 1945 begann. Japan verteidigte die Insel mit allen Mitteln - die Schlacht dauerte fast drei Monate, und geschätzte 100'000 japanische Soldaten sowie rund 50'000 alliierte Soldaten verloren ihr Leben. Am schlimmsten traf es jedoch wie so oft die Zivilisten - viele Zehntausende starben, wobei viele dabei durch Massenselbstmord starben. Auf Okinawa stand kein Stein mehr auf dem Anderen. Es herrscht immer noch Streit und Erbitterung zwischen den Bewohnern Okinawas und der Regierung in Tokyo über die Rolle des Militärs bei den Massenselbstmorden - laut den Überlebenden waren jene Zwangsmassenselbstmorde, angeordnet von den Militärs, doch viele Kreise erkennen dies nachwievor nicht an. 
</p>
<p>
Der extrem heftige Widerstand seitens des Militärs - es gab auch unzählige Kamikazeeinsätze auf Okinawa - sowie der Zivilbevölkerung sollte der USA im August 1945 als Vorwand dienen, Atombomben auf <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a> und <a href="nagasaki.html">Nagasaki</a> abzuwerfen, um die gleiche Situation bei der Eroberung des Rests Japans zu vermeiden.
</p>
<p>
Das ehemalige Hauptquartier besteht aus insgesamt 1'500 Metern Tunnel, doch zugänglich sind nur rund 200 Meter. Es gibt bewegende Photos aus den letzten Kriegstagen zu sehen sowie zahlreiche Räume im Originalzustand - darunter ein Raum mit unzähligen Granatsplittern: Geschätzte 4'000 japanische Soldaten begingen kurz vor der Einnahme Selbstmord in den Tunnelanlangen. 
</p>
<p>
Der Eintritt in das ehemalige Hauptquartier kostet 420 Yen. Das ganze Denkmal ist übrigens nicht den Bewohnern Okinawas, sondern dem <em>大田実海軍中将 Vizeadmiral Minoru</em> gewidmet. Jener war einer der Kommandeure der Verteidigung der Insel und setzte kurz vor seinem Tod ein Telegramm an das Hauptquartier in Tokyo ab, in denen er die Bewohner Okinawas bewunderte und bedauerte.
</p>
<p>
Zum Denkmal kommt man mit dem Bus, Linie 33, 46 und 101, vom Busbahnhof in <a href="#naha">Naha</a> - die Fahrkarte kostet 220 Yen. Von der Bushaltestelle <em>豊見城公園前 Tomigusuku-kōen mae</em> dauert es knappe 10 Minuten zu Fuss. Von der Anlage hat man einen schönen Ausblick auf Naha und das Gebiet südlich der Stadt.
</p>
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</div>


<h3 id="ginowan">宜野湾 Ginowan</h3>
<p>
Ginowan liegt gute 15 km nördlich der Präfekturhauptstadt <a href="#naha">Naha</a>. Die Stadt hat heute fast 100'000 Einwohner, die sich auf knapp 20 km&sup2; drängen - und zwar und um den <em>普天間飛行場（Marine Corps Air Station Futenma、MCAS FUTENMA）</em> genannten Stützpunkt der US Marines. Jener nimmt dabei ein Viertel des Stadtgebietes ein. Nur durch eine Strasse getrennt, gibt es auch im Norden der Stadt einen Stützpunkt, womit quasi ein Drittel der Stadt vom Militär genutzt wird.
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/ginowan1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Ginowan: Altes Grabmal">
			<br><span>Ginowan: Schildkrötenpanzer-Grab</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/ginowan2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Ginowan: Einfahrt zur MCAS Futenma">
			<br><span>Einfahrt zur MCAS Futenma</em>
		</div>
	</div>
<p>
Als die Amerikaner nach Ende des Zweiten Weltkrieges den Flughafen in Ginowan zum Stützpunkt ausbauten, war Ginowan noch dünn besiedelt, doch das hat sich im Laufe der Jahrzehnte geändert. Der Flughafen liegt auf einem kleinen Plateau und wird durch ein schmales Waldgebiet von der Stadt getrennt, doch bringt der rege Flugverkehr - vor allem durch Armeehubschrauber - in einer dichtbesiedelten Gegend Probleme mit sich: Mehrfach stürzten schon Hubschrauber über Wohngebieten und Schulen ab oder verloren Teile. Dementsprechend gibt es grossen Widerstand gegen den Stützpunkt sowie eine starke Bewegung für die Verlegung der Einheit nach... irgendwohin - andere Präfekturen Japans sind ebenso im Gespräch wie Gebiete ausserhalb, zum Beispiel Guam. 
</p>
<p>
Entlang der Südspitze des Stützpunktes Futenma kann man etliche prächtige Grabanlagen im Okinawa-Stil sehen (ein Teil davon liegt jedoch innerhalb des Stützpunktes) - der Unterschied zu Grabanlagen im Rest Japans könnte grösser nicht sein. Die Gräber werden <em>亀甲墓 Kikkōbaka - Schildkrötenpanzer-Grab</em> genannt, und daran erinnern sie auch. Unter dem "Panzer" gibt es einen Eingang zu einem kleinen Raum. Das ganze soll jedoch keine Schildkröte, sondern eine Gebärmutter - bzw. das Symbol für Leben - darstellen. Interessant ist dabei, dass sich Gräber in Okinawa oft nahe oder hinter Wohnhäusern befinden: Das versucht man im restlichen Japan eher zu vermeiden.
</p>
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</div>

<h3 id="itoman">糸満 Itoman</h3>
<p>
Itoman nimmt den südwestlichen Zipfel der Insel Okinawa ein - das ganze Gebiet hat rund 55'000 Einwohner und ist verhältnismässig dicht besiedelt, obwohl es keine sehr grosse Ortschaft gibt. Die Gegend war früher bzw. ist heute noch immer für die Fischerei bekannt - so gibt es nahe des Stadtzentrums auch einen grösseren Fischereihafen. Itoman war von 1923 bis zur Schlacht von Okinawa 1945 mit <a href="#naha">Naha</a> durch die 15 km lange, einzige Bahnlinie von Okinawa verbunden. Durch die Schlacht wurden jedoch sämtliche Anlagen zerstört und seitdem nicht wiederaufgebaut.

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/itoman1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman: Der Rotary (Kreisel) im Zentrum">
			<br><span>Itoman: Der Rotary (Kreisel) im Zentrum</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/itoman2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman - Markthalle und Gaststätte">
			<br><span>Itoman - Markthalle und Gaststätte</em>
		</div>
	</div>
<p>
Ganz im Süden der Stadt, am <em>喜屋武岬 Kap Kiyan</em> an der Südwestspitze der Insel Okinawa gibt es 
eine schöne Steilküste, ein Friedensmahnmal und die Überreste einer alten Burg. Das ganze Gebiet gehört zum <em>沖縄戦跡国定公園　Okinawa-Schlachtfeld Quasi-Nationalpark</em>. So schön die ganze Gegend auch ist - in den letzten Tagen der Schlacht um Okinawa im Juni 1945 tobten dort erbitterte Kämpfe und unzählige Menschen begangen Selbstmord, indem sie sich von den Klippen stürzten. Ganz in der Nähe starb auch der amerikanische Generalleutnant Buckner durch umherfliegende Granatsplitter.
</p>
<p>
Das Stadtzentrum von Itoman selbst wirkt eher verschlafen - es geht gemächlich zu und es gibt kaum Sehenswertes und damit auch kaum Besucher. Die zieht es scharenweise eher zum <em>平和祈念公園 Friedenspark</em> ein paar Kilometer weiter östlich an der Küste und noch immer im Stadtgebiet von Itoman.

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/itoman3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman: Im Friedenspark">
			<br><span>Itoman: Im Friedenspark</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/itoman4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman - Buddhastatue im Friedensdom">
			<br><span>Itoman - Buddhastatue im Friedensdom</em>
		</div>
	</div>

<p>Im Mittelpunkt der sehr grosszügig angelegten Anlege steht der 45 m grosse, strahlend weisse <em>沖縄平和祈念堂 Okinawa-Friedensgebet-Turm</em>. Im Mittelpunkt des dunklen Inneren steht eine grosse Buddhastatue. Vor allem Schulklassen besuchen diesen Turm oft und legen dort Gebinde aus gefalteten Papierkranichen als Zeichen für den Frieden ab. Der Eintritt in den Turm kostet 450 Yen. Ein paar Schritte entfernt vom Turm Richtung Küste steht das riesige <em>沖縄県立平和祈念資料館 Friedensmuseum der Präfektur Okinawa</em>, begonnen 1975 und hauptsächlich zu Bildungszwecken eingerichtet. Im Friedenspark gibt es noch ein paar andere Mahnmale - darunter das <em>平和の礎 Friedensufer</em>: ein kleiner, runder Brunnen, der wie bei einer antiken Arena mit zahlreichen grossen Gedenkstelen umgeben ist - dort sind die Namen vieler Gefallener eingraviert.
</p>
<p>
Zum Friedenspark kommt man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln - ein Bus fährt von Naha über Itoman zum Park (Haltestelle <em>平和祈念堂入口 Heiwakinendō-Iriguchi</em>). Von Itoman dauert das rund 20 Minuten und kostet 460 Yen.
</p>
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</div>


<h3 id="seifa-utaki">斎場御嶽 Seifa-utaki</h3>

<p>
Auf einer kleinen Halbinsel im Südosten der Insel Okinawa und in der Gemeinde <em>知念 Chinen</em> liegt ein Heiligtum des alten Königreiches Ryūkyū - das sogenannte <em>斎場御嶽 Seifa-utaki</em>. Japanisch- (bzw. Schriftzeichenkenntnisse) helfen bei dem Namen übrigens gar nicht: Im Japanischen würde man den Namen eigentlich <em>Saijō Mitake</em> lesen, aber das wird auf Okinawa nicht verstanden. Im Okinawa-Dialekt bedeutet der Name "Höchste Ritualstätte". Seifa-Utaki ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes <em>琉球王国のグスク及び関連遺産群 - Die Gruppe der Gusuku und anderer, zusammenhängender Kulturerbestätten des Königreiches Ryūkyū </em>. Das Gebiet liegt nur wenige Kilometer von der Küste entfernt an einem kleinen Berg und besteht aus Steinwegen, die zahlreiche seltsam geformte Felsen miteinander verbinden. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/sefa-utaki1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Im Heiligtum Seifa-utaki">
			<br><span>Im Heiligtum Seifa-utaki</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/sefa-utaki2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Blick auf die Insel Kudaka">
			<br><span>Blick auf die Insel Kudaka</em>
		</div>
	</div>
<p>Die Ritualstätte war vor allem im 15. und 16. Jahrhundert bedeutsam - also teilweise noch vor der Vereinnahmung durch das benachbarte Japan. Der Zutritt war aufgrund des heiligen Charakters der Anlage begrenzt - nur sehr wenige Menschen durften den Ort besuchen. Wer sich nicht ausgiebig mit der Geschichte des Königreichs Ryūkyū auseinandergesetzt hat, wird Seifa Utaki nicht sonderlich spannend finden (obwohl die Natur schön ist, aber die teilt man sich in der Regel mit mehr oder weniger grossen Besuchergruppen). Eine Besonderheit ist aber ein Ort namens <em>三庫理 Sangūi</em> - eine senkrecht stehender Felsen und eine daran angelehnte Felswand bilden einen fast perfekten dreieckigen Durchgang. Geht man dort hindurch, hat man dahinter von einem winzigen Platz einen schönen Blick auf den Pazifik und die <em>久高島 Kudaka-jima</em> genannte Insel (jene hat knapp 200 Einwohner) - siehe Foto.
</p>
<p>
Der Eintritt in die Anlage kostet 200 Yen. Der einzige Bus dorthin ist die Linie 38, die bis zum Busbahnhof nach <a href="#naha">Naha</a> fährt. Der Bus fährt allerdings recht selten - wer Pech hat, wartet 2 Stunden. Die Fahrt dauert über eine Stunde - je nach Verkehr kann es allerdings auch wesentlich länger dauern.
</p>

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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Aufgrund der Entfernungen reisen die meisten per Flugzeug an - es gibt unzählige Flüge zu den meisten grossen Städten in Japan. Nach Tokyo beträgt die Flugzeit ca. 3 Stunden. Je nach Saison kann man Hin- und Rückflug schon für rund 20'000 Yen buchen. Es gibt auch ein paar Auslandsflüge nach Naha - so zum Beispiel von <a href="/taiwan/taipei.html">Taipei (Taiwan)</a>, <a href="/hongkong/">Hong Kong</a>, <a href="/korea/seoul.html">Seoul</a> sowie nach Shanghai.
</p>
<p>
Naha Airport ist auch das Drehkreuz für Flüge zu den anderen Inseln Okinawas - nach <a href="okinawa.html#ishigaki">Ishigaki</a>, <a href="okinawa.html#miyakojima">Miyakojima</a>, <a href="okinawa.html#yonaguni">Yonaguni</a> usw. usf. Je kleiner die Insel desto kleiner das Flugzeug desto teurer das Flug - Island-Hopping in der Präfektur ist ein teures Vergnügen.
</p>
<p>
Die andere Möglichkeit ist eine Anfahrt mit der Fähre - es gibt Fähren von Tōkyō (2 Tage, 23'500 Yen - ohne Bett, fährt aber nicht im Winter), Ōsaka (1&frac12; Tage, 18'800 Yen) sowie Kagoshima (14'200 Yen). Fahrpläne und mehr Informationen zu Preisen etc. gibt es bei <a href="http://www.aline-ferry.com/route/" target="_blank">A"Line</a>.
</p>
<p>
Achtung: Im Internet gibt es nachwievor viele Informationen zu den Fährverbindungen Richtung <a href="okinawa.html#ishigaki">Ishigaki</a>, <a href="okinawa.html#miyakojima">Miyakojima</a> usw. - einige der Fährlinien haben jedoch bereits ihren Betrieb komplett eingestellt. Daher vor allem bei Fährverbindungen zu den kleineren Inseln nicht auf das Internet verlassen!
</p>
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<h3 id="anreise">Transport</h3>
<p>
Es gibt auf Okinawa seit ein paar Jahren die sogenannte <em>ゆいレール Yui-Rail</em> - eine Einschienen-Hochbahn. Die Linie beginnt praktischerweise direkt am Flughafen von Naha, fährt quer durch <a href="#naha">Naha</a> und endet - ebenfalls - praktisch am 15. Bahnhof - unweit des alten Königspalastes von <a href="#shuri">Shuri</a>. Eine Fahrt von Anfang bis Ende kostet 290 Yen, ansonsten meist um die 200 Yen. Es gibt ein sogenanntes <em>フリー乗車券 furii jōshaken - Tageskarte</em>. Für 600 Yen kann man damit die Bahn den ganzen Tag lang benutzen und kommt zudem ermässigt in viele der Sehenswürdigkeiten. 
</p>
<p>
Ansonsten hat man auf der Insel nur zwei Möglichkeiten: Auto mieten oder mit dem Bus fahren. Es gibt unzählige Buslinien, doch die Busse brauchen auch ihre Zeit und fahren - je nach Linie - nicht sehr häufig: Es ist mühselig, sich mit dem Bus zu bewegen. Ohne Buslinienplan ist man auch ziemlich aufgeschmissen - man kann den Plan scheinbar nur am Zentralen Busbahnhof kaufen (unweit der Kokusai-dōri). Den Plan gibt es nur auf Japanisch.
</p>
<p>
Auch mit eigenem Auto ist es schwer, voranzukommen - zumindest, so lange man in der Gegend von Naha ist. Die ganze Gegend leidet unter akuter Strassenverstopfung.
</p>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Wenn es eins im Übermass gibt, dann Übernachtungsmöglichkeiten - ausserhalb von Naha gibt es entlang der Strände riesige Strandresorts, und ansonsten unzählige kleine Hotels und Pensionen. Da die Preise im allgemeinen recht niedrig sind (im Vergleich zum Rest Japans), sind auch Übernachtungen recht günstig: Man kann mitten in Naha für gerade mal 2'000 Yen übernachten. Ein Beispiel dafür ist das <em>Stella Resort</em> - ein kleines Hotel am Ende einer überdachten Einkaufsstrasse, keine 5 Minuten Fussweg von Kokusai-dōri und Mitsukoshi-Kaufhaus entfernt. Die nächstgelegene Station der Yui-Rail ist <em>牧志 Makishi</em>, knapp 10 Minuten entfernt. Sowohl zum Flughafen als auch nach Shuri braucht man also keine 30 Minuten. Das Hotel ist sauber, hat seine eigene Atmosphäre und die Betreiber sind nett. Dusche und Toilette werden gemeinschaftlich genutzt - dafür kostet ein Einzelzimmer auch nur 2'500 Yen. Mehrbettenzimmer gibt es auch, da wird es noch billiger. Die Adresse: <em>〒900-0013　那覇市牧志3丁目6−41 (zip 900-0013, Naha-shi Makishi 3-6-41) STELLA RESORT, Tel: 098(863)1330</em>. Vorbildlich: Die Webseite hat sogar eine englische Variante - <a href="http://www.stella-cg.com/" target="_blank">www.stella-cg.com</a>.
</p>

<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br />
</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/insel-okinawa.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/insel-okinawa.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sat, 02 Jan 2010 03:42:20 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Okinawa</title>
            <description><![CDATA[  <center>
	<div id="rundgang">
		<a href="kagoshima.html">← 鹿児島 Kagoshima</a> <img src="img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="insel-okinawa.html">Insel Okinawa 沖縄島 →</a>
	</div>
</center>


<div class="wrapper clearfix">
<div class="left"><img src="chiho/hata-okinawa.gif" width="150" height="100" alt="Flagge von Okinawa" /></div><div class="left160"><h2>沖縄県  Präfektur Okinawa</h2>
Das weisse "O" in der Mitte steht für den ersten Buchstaben im Namen, der äussere rote Kreis für das Meer und der innere rote Kreis für Entwicklung. Symbolblume der Präfektur ist der Indische Korallenblaum, Symbolbaum die Ryūkyū-Kiefer und Symbolvogel der vom Aussterben bedrohte Okinawa-Specht.</div>
</div>
					<div id="internal-links">
						Präfektur Okinawa: <a href="insel-okinawa.html">Insel Okinawa</a>
					</div>
<p>
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</p>
<br />	
		<center>
			<div style="border: 1px solid #777;color:#5D030F;font-size: 12px;width:515px" align="center">
					<img src="chiho/okinawa-map.gif" alt="Karte von Okinawa" border="0" width="503" height="318" usemap="#okinawamap" border="0" style="margin: 5px;" /><br />
					<span style="margin-left:5px;">Karte von Okinawa mit den wichtigsten Inseln</span>
			</div>
		</center>
<br />
<p>
Okinawa bedeutet wörtlich übersetzt "Band im Meer", und das beschreibt die Präfektur recht gut: Die Präfektur besteht aus einem langen Band lose verteilter Inseln, die sich im weiten Bogen zwischen <a href="/taiwan/">Taiwan</a> und den Inseln der Präfektur Kagoshima erstrecken. Die Inselkette trennt dabei das Südchinesische Meer vom offenen Ozean - dem Pazifik. Die Inselkette wird dabei in die <em>沖縄諸島Okinawa-Inseln</em>, die <em>慶良間 Kerama-Inseln</em>, die <em>尖閣諸島 Senkaku-Inseln</em>, die <em>宮古諸島 Miyako-Inseln</em> sowie die <em>八重山諸島 Yaeyama-Inseln</em> untergliedert, doch es gibt auch etliche abgelegene, isolierte Inseln.
</p>
					<h3>Allgemeines</h3>
<p>
<a href="regionen.html"><img src="chiho/overview-okinawa.gif " width="200" height="158" alt="Wo ist Okinawa? Anklickbare Minikarte Japans" align="left" border="0" usemap="#regionen" /></a> Okinawa liegt mit einer Gesamtfläche von 2'275 km&sup2; auf Rang 44 der japanischen Präfekturen - nur <a href="tokyo.html">Tokyo-to</a>, <a href="kinki.html#kyoto">Kyōto-fu</a> und <a href="shikoku.html#kagawa">Präfektur Kagawa</a> sind kleiner. Mit ca. 1,36 Millionen Einwohnern liegt Okinawa auf Rang 32 von insgesamt 47 Präfekturen. Von der Ausdehnung her gesehen ist Okinawa jedoch eindeutig am grössten: Die Ost-West-Ausdehnung beträgt rund 1'000 km, die Nord-Süd-Ausdehnung um die 400 km.
</p><p>
Die Präfektur besteht aus 160 Inseln - wenn man nur Inseln mit einer Fläche > 0,01 km&sup2; einbezieht: Es gibt jedoch unzählige kleinere Inseln, wobei sich aufgrund der Topographie die genaue Anzahl ständig ändert - aufgrund der vielen Korallenriffe verschwinden und entstehen Inseln. Von den 160 "grösseren" Inseln sind 49 bewohnt. Die Inseln im Nordosten, inklusive der Hauptinsel, sind subtropisch, die anderen tropischer Natur - dies bedeutet, dass die durchschnittliche Temperatur im kältesten Monat 18 Grad Celsius nicht unterschreitet.
</p>

					<div class="picture-only clearfix">
						<img src="chiho/okinawa-islet.jpg" alt="Winzige Insel in Okinawa" border="0" width="300" height="225" border="0" /><br />
						<span>Typisch in Okinawa: Winzigste Inseln</span>
					</div>
<p>
Der alte Name Okinawas lautet <em>琉球 Ryūkyū</em>, und diesen Namen findet man noch immer sehr häufig in Okinawa. Zwar wird Okinawa verwaltungstechnisch oft zusammen mit <a href="kyushu.html">Kyushu</a> zu Kyushu-Okinawa zusammengefasst, doch historisch, kulturell, geographisch, wirtschaftlich und ethnisch gesehen bildet Okinawa eine eigene Einheit. Meinungen über die Herkunft der Bewohner gehen auseinander (besonders bezüglich der Nähe von Okinawa-Bewohnern zu Japanern), doch Ryūkyū gehörte traditionell nicht zu Japan - erst 1609 geriet es unter den Einfluss Japans, blieb dabei jedoch auf lange Zeit gleichzeitig ein Vasallenstaat Chinas. Offiziell wurde Ryūkyū 1872 von Japan annektiert. Okinawa war die einzige Region Japans (von einigen sehr kleinen, abgelegenen anderen Inseln abgesehen), die direkt von den Amerikanern während des 2. Weltkrieges erobert wurde. Aus diesem sowie aus strategischen Gründen blieb Okinawa bis 1972 unter amerikanischer Kontrolle, bis die Territorialgewalt zurück an Japan übertragen wurde.
</p>
<p>
Okinawa unterscheidet sich somit in vielen Dingen von anderen Landesteilen Japans: Die Kultur ist eigen, und so ist mitunter auch die Sprache, wobei es von Insel zu Insel mittweilen grosse Unterschiede gibt. Okinawa gehört leider auch zu den Regionen Japans mit den grössten wirtschaftlichen Problemen: Die Arbeitslosigkeit ist grösser als im Rest des Landes und die Wirtschaftsleistung geringer. Eine der Haupteinnahmequellen der Präfektur ist dabei der Tourismus: Okinawa ist aufgrund seines subtropischen bis tropischen Klimas sehr beliebt als Ausflugsziel von Inlandstouristen.
</p>
<h3 id="kultur">Besonderheiten</h3>
<p>
Okinawa ist in Japan bekannt für eine ganze Reihe von Besonderheiten, die man sonst nicht oder kaum in Japan findet. Eines davon ist der <em>シーサー Shīsā (auch: Siisaa oder shisaa)</em>, eine mythologische, Wasserspeier-ähnliche Figur (auch als Gargoyle im Englischen bekannt), wobei die Shisaa stets eine Mischung aus Hund und Löwe darstellen. Man findet sie auf Okinawa an nahezu allen älteren Gebäuden, aber auch vor Geschäften und anderen Orten. Diese Sagengestalt soll böse Geister fernhalten und ist in ähnlicher Gestalt durchaus auch in China, weniger aber in Japan anzutreffen (dort findet man eher die <a href="/japan/burgen.html#shachi">Shachihoko</a> - welsähnliche Gestalten auf den Dächern, die vor Feuer schützen sollen). Das Wort steht im Okinawa-Dialekt für "Löwe" - auf Japanisch "Shishi".
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okinawa1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Ein typischer Shīsā">
			<br><span>Gibt es überall: Shīsā</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/okinawa2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Auch die gibt es oft: Habu (Giftschlangenart)">
			<br><span>Auch die gibt es oft: Habu (Giftschlangenart)</em>
		</div>
	</div>
<p>
Okinawa ist auch bekannt für seine <em>ハブ (Habu)</em> - eine Grubenotternart (eine Unterfamilie der Vipern). Die Habu gibt es in rauhen Mengen auf den Ryūkyū-Inseln. Auf der Insel Amami (nördlich von Okinawa, in der Präfektur Kagoshima) fand man heraus, das 2 von 1'000 Einwohnern bereits einen Schlangenbiss hinter sich hatten. Diese Schlangen können bis über 2 m lang werden und sind, verglichen mit anderen Vertretern der Familie, "relativ harmlos" - die Sterblichkeitsrate liegt wohl bei ca. 3%. Es gibt auch ein Gegengift. Da die Habu kühle, dunkle Orte lieben, verkriechen sie sich gern in Häusern, Höhlen usw. Okinawa-Einwohner haben jedoch aus der Not eine Tugend gemacht: Sie legen Habu in japanischen Reisschnaps ein - der heisst <em>ハブ酒 (habu-shu)</em>. Die Flaschen enthalten oft eine komplette Schlange.
</p>
<h3 id="essen">Essen und Trinken</h3>
<p>
In Okinawa gibt es überdurchschnittlich viele sehr alte Menschen - Japan ist ja allgemein bekannt für seine hohe Lebenserwartung, aber innerhalb Japans sind die Bewohner von Okinawa am langlebigsten - zumindest die Frauen mit knapp 87 Jahren (Männer liegen in Japan auf Rang 25 von 47 Präfekturen). Das Geheimnis der Langlebigkeit suchen viele in der Ernährung - die Frage ist, ob da was dran ist. Obwohl Okinawa aus vielen kleinen Inseln besteht, dreht sich in Okinawa weniger um Fisch als ums Schweinefleisch: Nahezu alles wird verwertet, z.B.:
<ul>
	<li><em>ミミガー Mimigaa</em> sind sehr klein geschnittene Schweineohren</li>
	<li><em>チラガー Chiragaa</em> sind ähnlich wie die Mimigaa, jedoch vom Schweinegesicht</li>
	<li><em>ラフティー Raftii</em> sind sehr dick geschnittene, fettige Schweinerippchen</li>
	<li><em>ソーキそば Sōki Soba</em> Mit Soyasauce, Awamori (siehe unten), braunem Zucker usw. angerichtete Nudelsuppe mit knorpellastigen Schweinerippchen</li>
	<li><em>スパム Spam</em> - ein Mitbringsel der amerikanischen Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg - im Deutschen oft als "Frühstücksfleisch" bezeichnet. Spam ist in Okinawa sehr beliebt, überall erhältlich und in zahlreichen Gerichten anzutreffen.</li>
</ul>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okinawa3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Sōki-Soba">
			<br><span>Sōki-Soba</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/okinawa4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Umi-budō">
			<br><span>Umi-budō (=Meerestrauben)</em>
		</div>
	</div>
<p>
Des weiteren ist Okinawa für folgende Speisen und Zutaten berühmt:
<ul>
	<li><em>チャンプルー Chanpurū</em> Gebratenes Gemüse (wörtlich: Vermischtes). Am bekanntesten: Mit <em>ゴーヤー Goya</em>, eine grüne Bittermelone, die wirklich recht bitter aber trotzdem recht gut schmeckt. Chanpurū enthält oft Tōfu, O-fu (kleine Brotstückchen) und ähnliches.</li>
	<li><em>豆腐よう Tōfu-yō</em> ist zusätzlich mit Hefe vergorener Tōfu von schmieriger Konsistenz und markantem Eigengeschmack. Ist sehr nahrhaft, schwer und wird deshalb nur in geringen Mengen, häufig zusammen mit Sake oder Schnapps, verzehrt</li>
	<li><em>すくがらす豆腐 Sukugarasu Tōfu</em> Sukugarasu sind eine Kaninchenfischart - sie sind klein und haben giftige, stark schmerzende Stacheln. Auf Okinawa werden diese Fische in sehr jungem Alter gefangen und in Salzlake oder Essig eingelegt - die 1, max. 2 cm langen Fische werden im Ganzen auf Tōfu gelegt und haben einen charakteristischen Eigengeschmack.</em> 
	<li><em>タコライス Taco-rice</em> Ein Mitbringsel der amerikanischen Streitkräfte - und der lokalen Küche angepasst - man nehme typische Tacos-Zutaten wie Salat, Tomate, gebratenes Gehacktes, scharfe Sauce - und serviere es auf Reis. Taco-Reis ist weit verbreitet auf Okinawa.</li>
	<li><em>紅芋 Beni-imo</em> (auch: Daijo) eine purpurfarbene Süsskartoffelart. Wird vor allem süss - als Gebäck oder Eis zum Beispiel verwendet. </li>
	<li><em>海ぶどう Umi-budō</em> - wörtlich "Meerestrauben", oft auch "Meereskaviar" genannt. Eine Algenart mit vielen kleinen, grünen Kügelchen, die beim Essen von der Struktur her an Kaviar erinnern. Wird meistens roh einfach nur so oder im Salat gegessen.</li>
	<li><em>シークヮーサー shīkwāsā</em> Eine sehr saure Zitronenart, roh nicht geniessbar. Wird gern als Zusatz an Erfrischungs-, aber auch alkoholische Mixgetränke gegeben oder als Zutat beim Kochen verwendet. Hat neben der Säure einen charakteristischen Beigeschmack.</li>
</ul>
<p>
Dies ist freilich nur eine kleine Auswahl. Da es sehr viel Militär und einen beachtlichen amerikanischen Einfluss (jenen jedoch nur auf der Hauptinsel) gibt, ist auch viel westliches Essen anzutreffen (darunter eine nur in Okinawa anzutreffende Fast Food-Kette namens A&W). Die Hauptinsel zum Beispiel wimmelt nur so von Steakhäusern, wobei die Preise leicht unter dem üblichen (recht hohen) Preisen für Steak in Japan liegen. In Sachen Alkohol ist Okinawa auch kein unbeschriebenes Blatt:
<ul>
	<li><em>泡盛 Awamori</em> ist ein für Japan ungewöhnlich starker Reisschnapps, meist über 40% stark. Es gibt hunderte Sorten davon und er ist auch oft in Bars im übrigen Japan anzufinden. Gebraut wird Awamori interessanterweise nicht aus japanischem (Rundkorn)reis, sondern aus Basmati- und anderem Langkornreis, der dafür oft aus Thailand und anderen Ländern importiert wird. Probieren lohnt sich - es gibt sehr gut schmeckende Sorten.</li>
	<li><em>オリオンビール Orion Beer</em> Selbst in Sachen Bier braut man auf Okinawa sein eigenes Süppchen - anstelle von Kirin, Ebisu, Asahi und Co. wird auf Okinawa meistens das lokale Bier "Orion" eingeschenkt. Prädikat: Nicht umwerfend, aber trinkbar.
	</li>
</ul>
<p>
Folgend eine Kurzbeschreibung der bedeutendsten Inseln von Okinawa, geordnet nach Grösse (und nicht vollständig!):
</p>

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<br />
<div class="wrapper clearfix" id="okinawa">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">沖縄島</span><br>
       <span class="redsmall">[Okinawa-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Okinawajima (-jima = Insel) wird oft auch schlicht als <em>本島 Hauptinsel</em> sowie poetisch oft als <em>美ら島 (Churashima = schöne Insel)</em> bezeichnet. Sie ist die grösste (mehr als 53% der Gesamtfläche der Präfektur) und am dichtesten bevölkerte Insel, ist rund 1'208 km&sup2; gross und beherbergt mit 1.23 Millionen Einwohner rund 90% der Gesamtbevölkerung der Präfektur. Fast 20% der Insel werden als Militärstützpunkt der Amerikaner benutzt.</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="iriomote">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">西表島</span><br>
       <span class="redsmall">[Iriomote-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Iriomote ist gute 289 km&sup2; gross, hat aber nur ca. 2'000 Einwohner. Die gesamte Insel ist grösstenteils bewaldet und relativ stark zerklüftet. Der höchste Berg ist immerhin fast 470 m hoch. Das Innere der Insel ist verhältnismässig ursprünglich - ein grosser Teil der Insel ist Teil des <em>西表石垣国立公園 Iriomote-Ishigaki Nationalparks</em>.</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="ishigaki">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">石垣島</span><br>
       <span class="redsmall">[Ishigaki-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Ishigaki (wörtlich Steinzaun) liegt nur wenige dutzend Kilometer entfernt von Iriomote, ist knapp 223 km&sup2; gross und ist Heimat von rund 45'000 Menschen (also relativ dicht besiedelt). Die tropische Insel ist bekannt für seine Mangroven und den relativ naturbelassenen Norden - jener ist Teil des <em>西表石垣国立公園 Iriomote-Ishigaki Nationalparks</em>. Die Insel ist touristisch sehr gut erschlossen und ein beliebtes Ausflugsziel für Japaner.
</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="miyako">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">宮古島</span><br>
       <span class="redsmall">[Miyako-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>
Die Insel Miyako ist knapp 159 km&sup2; gross, hat aber mit ca. 55'000 Einwohnern eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Es gibt keine hohen Berge auf Miyako, aber die Küste der Insel gilt als eine der schönsten von Japan. Zudem ist Miyako für seine eigene Kultur und eigene Sprache (bzw. Dialekt) sehr bekannt. 1873 strandete ein deutsches Handelsschiff auf Miyako - die Schiffbrüchigen wurden sehr gastfreundlich aufgenommen und schrieben später darüber in Büchern und Zeitungen. Als Gedenken wurde 1995 ein deutscher Themenpark eingerichtet, welcher auch von Gerhard Schröder während seiner Amtszeit als Kanzler besucht wurde - seitdem gibt es auch eine Gerhard-Schröder-Strasse auf Miyako-jima.

</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="kume">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">久米島</span><br>
       <span class="redsmall">[Kume-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Kume-Jima ist ca. 59 km&sup2; gross, liegt ca. 100 km westlich der Hauptinsel und hat knapp 10'000 Einwohner - die leben nahezu ausnahmslos in der einzigen Stadt auf der Insel. Die Insel ist bekannt für ihre schönen, langen Sandstrände und als Taucherparadies. </p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="minamidaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">南大東島</span><br>
       <span class="redsmall">[Minamidaitō-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Minamidaitō-jima (Minami = Süd) ist eine der entlegensten Inseln - sie liegt ca. 400 km östlich der Hauptinsel und ist knapp 31 km&sup2;. Die Insel ist nahezu topfeben, relativ rund und hat rund 1'300 Einwohner. Bis 1899 war die Insel unbewohnt - danach wurde sie von Japan annektiert und besiedelt. Geologisch gesehen gehört die Insel nicht zu Okinawa. Der alte Name der Insel lautet <em>Süd-Borodino-Insel</em>.</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="irabu">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">伊良部島</span><br>
       <span class="redsmall">[Irabu-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Irabu liegt ein paar Kilometer westlich der <a href="#miyako">Insel Miyako</a>, ist rund 29 km&sup2; gross - allerdings hängt Irabu quasi mit der benachbarten <em>下地島 Shimoji-shima</em> zusammen - jene ist rund 10 km&sup2; gross. Beide Inseln zusammen haben rund 7'500 Einwohner. Beide Inseln sind recht flach</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="yonaguni">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">与那国島</span><br>
       <span class="redsmall">[Yonaguni-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Yonaguni markiert den westlichsten Punkt Japans - bis zur Hauptinsel sind es 520 km; bis <a href="/taiwan/">Taiwan</a> im Westen nur 111 km. Die linsenförmige Insel ist rund 29 km&sup2; gross und hat weniger als 2'000 Einwohner. Bekannt wurde die Insel in den 1980ern durch die Entdeckung der <em>与那国島海底遺跡 Unterwasserpyramiden von Yonaguni</em> in rund 5 bis 30 Meter Tiefe - es wird noch immer gestritten, ob die relativ streng geometrischen Strukturen menschlichen oder natürlichen Ursprungs sind. 
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="ie">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">伊江島</span><br>
       <span class="redsmall">[Ie-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Ie liegt nur ein paar Kilometer westlich der Hauptinsel und ist knapp 23 km&sup2; gross. Auf der Insel leben knapp 5'000 Einwohner, die grösstenteils von der Landwirtschaft und Fischerei leben. Ein grosser Teil der Insel wird von den Amerikanern als Stützpunkt genutzt - dazu zählt auch ein Flughafen. Zudem gibt es zahlreiche Zeugen der Schlacht von Okinawa.</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="iheya">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">伊平屋島</span><br>
       <span class="redsmall">[Iheya-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Iheya ist die nördlichste bewohnte Insel der Präfektur Okinawa, knapp 22 km&sup2; gross und hat rund 1'400 Einwohner. Bis zur Nordspitze der Hauptinsel sind es rund 40 km. Die Insel besteht eigentlich aus zwei Inseln: der Insel Iheya und der <em>野甫島 Noho-jima</em>. Unweit der Insel, ein paar Kilometer weiter südlich, liegt die <em>伊是名島 Izena-Shima</em> - 15 km&sup2; gross und mit knapp 1'600 Einwohnern.</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="tarama">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">多良間島</span><br>
       <span class="redsmall">[Tarama-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Tarama liegt auf halbem Wege zwischen <a href="#miyako">Miyako</a> und <a href="#ishigaki">Ishigaki</a>, ist fast kreisrund, knapp 20 km&sup2; gross und hat knapp 1'000 Einwohner. Die Insel hat ihren eigenen Flughafen und ist hauptsächlich für den Zuckerrohranbau, weniger jedoch als Ausflugsziel bekannt.
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="tarama">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">渡嘉敷島</span><br>
       <span class="redsmall">[Tokashiki-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Hauptinsel der Tokashiki-Inseln ist gute 15 km&sup2; gross und hat ca. 700 Einwohner. Die Insel liegt in Sichtweite der Hauptinsel und ist leicht von dort mit der Fähre zu erreichen. Rund um die grösste Insel der Tokashiki-Inseln schart sich eine grosse Anzahl weiterer kleiner und kleinster Inseln.
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="kitadaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">北大東島</span><br>
       <span class="redsmall">[Kitadaitō-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Diese Insel ist rund 12 km&sup2; gross, hat gerade mal 680 Einwohner und liegt sehr abgelegen: Bis zur Hauptinsel sind es ca. 400 km gen Westen. Die einzige nähergelegene, bewohnte Insel ist die <a href="#minamidaito">Minamidaitō-jima</a> ein paar dutzend Kilometer weiter nördlich. Bis 1899 war die Insel unbewohnt - heute wird hier hauptsächlich Zuckerrohr angebaut.
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="senkaku">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">尖閣諸島</span><br>
       <span class="redsmall">[Senkaku-Shotō]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Senkaku-Inseln sind eine territorial umstrittene Inselgruppe 410 km westlich der Hauptinsel und 170 km nördlich von <a href="#ishigaki">Ishigaki</a>. Sowohl die <a href="/china/">VR China</a> als auch <a href="/taiwan/">Taiwan</a> beanspruchen die insgesamt rund 7 km&sup2; grosse, unbewohnte Inselgruppe für sich - vor allem, seit rund um die Inseln Erdöllagerstätten entdeckt wurden. In China sind die Inseln als <em>釣魚台群島 - Diaoyutai Islands - Fischerinseln</em> bekannt. Seit ein paar Jahre betreibt Japan auf den Inseln einen Leuchtturm und sogar einen kleinen Schrein. Die insgesamt 8 Inseln waren von 1880 bis in die 1940er bewohnt.

</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="okidaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">硫黄鳥島</span><br>
       <span class="redsmall">[Iōtori-shima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>
Die Insel Iōtori (wörtlich: Schwefel-Vogel-Insel) ist nur 2,5 km&sup2; gross, unbewohnt und die nördlichste Insel der Präfektur. In der Inselmitte befindet sich ein aktiver Vulkan, dem die Insel reiche, abbaubare Sulphatvorhaben verdankt. Bis 1959 war die Insel bewohnt, doch wurden dann alle Bewohner aufgrund der vulkanischen Aktivität zur Insel <a href="#kume">Kume</a> evakuiert. Schwefel wurde danach noch bis zu einem weiteren Vulkanausbruch 1967 abgebaut.

</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="okidaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">沖大東島</span><br>
       <span class="redsmall">[Okidaitō-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die dreieckige Insel Okidaitō-jima ist heute unbewohnt und nur einen guten Quadratkilometer gross. Einst war die Insel auch als <em>Rasa Island</em> bekannt. Die nächstgelegene, bewohnte Insel ist die 150 km entfernte <a href="#minamidaito">Minamidaitō-jima</a>. Die Insel war während des Krieges zeitweise Armeestützpunkt - heute wird sie zum Teil von den Amerikanern auf Okinawa als Schiessplatz benutzt. Bekannt war die Insel auch für den industriellen Guano-Abbau.
</p></div>
</div>



<br />

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            <pubDate>Tue, 29 Dec 2009 03:38:35 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Yamaga</title>
            <description><![CDATA[             <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="aso.html">←阿蘇 Aso</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="kagoshima.html">Kagoshima 山鹿→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/kumamoto.png" alt="Lage von Kumamoto" width="170" height="150" longdesc="tohoku.html">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kyushu.html">九州 Kyūshū</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kyushu.html#kumamoto">Kumamoto 熊本</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Yamaga 山鹿</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Kann man sich mal ansehen" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Yamaga. Bedeutet "Berg - Reh". Ein seltener Ortsname in Japan. Die gleichen Zeichen (aber "sanroku" gesprochen) werden für einen Spielstein im japanischen Schach (Shōgi) benutzt.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Im Norden der Präfektur Kumamoto, ca. 30 km nördlich der Stadt <a href="kumamoto.html">Kumamoto</a>. Die Stadt erstreckt sich in einem Tal entlang des kurzen, aber relativ breiten <em>菊池川 Kikuchi-gawa (-gawa=Fluss)</em>. 
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> (bzw. erleben:) Eine der vielen heissen Quellen in Yamaga. Das Yachiyo-za Kabuki-Theater - ein interessantes Theater mit viel Geschichte.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Yamaga: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Yamaga - Beschreibung</h3>

<p>
Yamaga ist eigentlich der Name einer Region im Norden von Kumamoto bzw. in der historischen Provinz <em>肥後 Higo</em> und tauchte in der heutigen Form zum ersten Mal im 8. Jahrhundert auf. Das Gebiet wurde aber bereits spätestens im 5. Jahrhundert besiedelt - davon zeugen die Überreste von alten Gräbern aus der <a href="/japan/geschichte.html#kofun">Kofun-Zeit</a>. Auf einem Berg nahe der heutigen Stadt stand sogar seit dem 8. Jahrhundert eine historische Festung - das <em>鞠智城 Kikuchi-Schloss</em>. Den Namen verdankte die Feste dem über Jahrhunderte in der Region dominierenden Kikuchi-Clan. Die Stadt tauchte später oft in den Annalen auf - als Kriegsschauplatz, als Ort mit ausgezeichneten heissen Quellen sowie im 18. Jahrhundert als Ort, der für die Schirm- und Laternenherstellung berühmt ist.
</p>
<p>
Obwohl verhältnismässig abgelegen, war Yamaga vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts wegen seiner heissen Quellen ein beliebter Ausflugsort. Darüber hinaus wuchs Yamaga aber nicht übermässig - es gab nie wirklich nennenswerte Industrien in der Gegend, weshalb der Ort auch völlig unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überstand.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamaga1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Steintor des Kongōjō-ji">
			<br><span>Steintor des Kongōjō-ji</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/yamaga2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Ehemaliges Bankgebäude von 1925">
			<br><span>Ehemaliges Bankgebäude von 1925</em>
		</div>
	</div>
<p>
Der Ort hat heute ausser in der Tat sehr schönen heissen Quellen (siehe <a href="/japan/kinugawa-onsen.html#onsen">Onsen</a>) auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten - so zum Beispiel den <em>金剛乗寺 Kongōjō-ji</em>, ein schöner Tempel der Shingon-Sekte, interessanterweise unter anderem von einem Engländer geleitet. Der Tempel befindet sich im Stadtzentrum quasi neben dem Rathaus der Stadt. 
</p>
<p>
Wie eingangs erwähnt war und ist die Stadt bekannt für die Produktion traditioneller <em>灯籠 Tōrō - Laternen</em>, die hier nur aus japanischem Papier und Leim hergestellt werden. Zur O-bon-Zeit, hier am 15. und 16. August, findet in Yamaga zu Ehren der Laternenmacher das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte <em>山鹿灯籠まつり Yamaga-Laternenfest</em> statt. Ca. 1'000 in Sommerkimonos gekleidete Frauen tanzen dort mit Laternen auf ihren Köpfen - laut Stadt kommen alljährlich  um die 300'000 Besucher zu dem Fest.
</p>
<p>
Im Stadtzentrum gibt es zudem das <em>山鹿灯籠民芸館 - Yamaga-Laternen-Handwerksmuseum</em> (siehe Photo oben rechts). Das Gebäude war einst eine Bank und ist ein schönes Beispiel für die der europäischen Architektur angelehnten Bauweise der <a href="/japan/geschichte.html#taisho">Taishō-Zeit</a> rund um 1920 - dieser Bau stammt von 1925 und befindet sich im Originalzustand.
</p> 


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamaga3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Aussenansicht des Yachiyoza-Theaters">
			<br><span>Aussenansicht des Yachiyoza-Theaters</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/yamaga4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Im Filmmuseum des Yachiyoza-Theaters">
			<br><span>Im Filmmuseum des Yachiyoza-Theaters</em>
		</div>
	</div>

<p>
Eine besondere Attraktion von Yamaga ist das <em>八千代座 Yachiyo-za</em> - Kabuki-Theater. Das Gebäude stammt von 1910 und befindet sich ebenfalls nahezu im Originalzustand. Yamaga war damals sehr bekannt als Ort vorzüglicher heisser Quellen - Besucher kamen aus ganz Japan. Und den Urlaubern dürstete nach Unterhaltung. Ursprünglich wurden nur Kabuki-Stücke aufgeführt (Kabuki ist die unterhaltsamere Variante japanischer Theaterkunst, im Gegensatz zum schwer verdaulichen Nō), doch später wurden auch Stummfilme und dann normale Filme aufgeführt. Leider ging der Betreiber jedoch schliesslich Anfang der 1970er bankrott und das Theater begann zu zerfallen. In den 1980ern begannen jedoch die Stadtbewohner, für den Erhalt zu kämpfen. Mittlerweilen wurde das Theater als wichtiges Kulturerbe Japans anerkannt. Ganz gelegentlich gibt es Aufführungen; ansonsten kann man das teilweise zum Museum ausgebaute Theater auch besichtigen - Eintritt kostet 200 yen sowie 100 yen für den Museumsbereich. Die fortschrittliche Bühnentechnik in Verbindung mit traditioneller japanischer Theaterbauweise ist durchaus interessant. Das Theater befindet sich unweit des Rathauses.
</p>



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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Die Stadt liegt etwas abseits der Eisenbahnen und Autobahnen. Ohne eigenes Gefährt ist man auf Busse angewiesen. Es gibt regelmässige Busse nach <a href="/japan/kumamoto.html">Kumamoto</a> - dauert gute 70 Minuten und kostet 870 yen.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Mangels Grösse gibt es kaum normale und Businesshotels - die meisten Herbergen sind Hotels mit angeschlossener heisser Quelle. Ich bin nicht mehr sicher, wo ich dort übernachtet habe, aber die meisten Hotels ähneln sich in Ausstattung und Angebot. Die Preise inkl. Abendessen und Frühstück liegen bei 10,000 yen aufwärts.
</p><p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br />

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/yamaga.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/yamaga.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sun, 20 Dec 2009 04:22:58 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Tabibito unterstützen</title>
            <description><![CDATA[<p>
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Ob Link oder einfach nur Mundpropaganda - je mehr Leute diese Seiten lesen, desto besser wird sie. Alle Seiten innerhalb von tabibito.de dienen als Informationsquelle und Denkanstoss. Wer also denkt, dass das Lesen dieser Seiten einem anderen von Nutzen sein könnten, dann teilt ihm/ihr davon mit!
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">
</center>
</p>
<p>
<em>Achtung:</em> Durch eine Spende entstehen keinerlei rechtliche Ansprüche an den Betreiber dieser Seiten. Eine Rückerstattung der Spenden ist ebenfalls nicht möglich.
</p>
<h3><strike>Anständiges Bier nach Fernost schicken</strike></h3>
<p>
<strike>Schreiben macht durstig. Und was in Japan nachwievor eher Mangelware ist, ist ein ordentliches Bier mit Charakter, für das man nicht gleich einen Tageslohn ausgeben muss.</strike>
</p>

<h3>Spenderliste</h3>
<p>(Achtung: Der Link wurde vom Spender gesetzt und muss nicht identisch mit dem Spender sein)</p>:

<ul>
<?php if (date("Ymd") < 20101020) { ?>
<li><a href="http://www.100zeni.com/" target="_blank">the zenishop - Japanese knives and much more</a></li>
<?php } ?>
</ul>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/support.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/support.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sat, 17 Oct 2009 02:49:10 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Neulandentwicklung in Japan</title>
            <description><![CDATA[

<center>        <h2>Neulandgewinnung in der Bucht von Tokyo</h2>
<br />
        <h4>Kawasaki's Küstenentwicklung - eine Nachhaltige Stadtentwicklung?</h4>
<br />   <img src="/logo.gif" width="100" height="94"></center>
<br />   <dir>     
<h3>GLIEDERUNG</h3>   
<dir>
  <tt><a href="#V">VORWORT</a></tt></p><p>
    <dir>

    <a href="#anc1">1. Japans Ballungsgebiete</a></p><p>
    <a href="#anc2">2. Stadtplanung in Japan</a></p><p>
    <a href="#anc3">3. Morphologie der Bucht von T&ocirc;ky&ocirc;</a></p><p>
    <a href="#anc4">4. Kurze Geschichte der Stadt Kawasaki</a></p><p>
    <a href="#anc5">5. Die Rolle Kawasaki's in der Gesamtplanung des Küstenbereichs der Bucht von T&ocirc;ky&ocirc;</a></p><p>
    <a href="#anc6">6. Der &quot;Kawasaki im Neuen Zeitalter 2010 - Plan&quot; (Masterplan)</a></p><p>
    <a href="#anc7">7. Die Küstenrandgebietsplanung am Beispiel der Stadt Kawasaki</a></em>
</dir></p><p>
 <tt><a href="#S">SCHLUSSWORT</a></tt></p><p>
  <tt><a href="#A">ANMERKUNG ZUR SPRACHE</a></tt></p><p>
  <tt><a href="#L">LITERATURVERZEICHNIS</a></tt></font>
    </dir> </dir>
    </p><p>
        </p><p>
        <h3 id="V">VORWORT</h3>
    <dir>

<p>Spätestens seit der Konferenz über Umwelt und Entwicklung in  Rio de Janeiro 1992 gehört der Begriff der &quot;Nachhaltigen
  Entwicklung&quot;, welcher erstmals 1987 im sogenannten  Brundtland-Report im Sinne der jetzt geläufigen Definition  auftauchte, zu einem der meistgebrauchtesten Begriffe, wenn es um die  zukünftige Entwicklung geht. Betrachtet man das Prinzip der  Nachhaltigen Entwicklung und die Absichtserklärung zur Lösung
  der in Rio diskutierten Probleme, die Agenda 21, so wird klar, das die  zukünftige Entwicklung der urbanen Räume auf der Erde eine  entscheidende Rolle bei der Verwirklichung haben wird. So stellt sich  die Frage, was die Stadtplanung und Planungspolitik für die  Verwirklichung des Konzeptes der Nachhaltigen Entwicklung tun kann.</p>

<p>Die Verwirklichung der Agenda 21 mit ihren 115 Programmen wird  voraussichtlich pro Jahr 625 Mrd. USD kosten, wobei Industriestaaten  durchschnittlich 0,7 % ihres Bruttosozialprodukts aufbringen müssten.
  Soll die Agenda jedoch verwirklicht werden, so muss dies in allen Ländern,
  auch in denen der Dritten Welt, geschehen. Da jedoch jede Regierung von  der Durchsetzung wirtschaftliche Nachteile befürchtet, wurde auch  noch beim letzten Klimagipfel in Ky&ocirc;to 1997 darüber
  gestritten, wer den Anfang machen soll und wer welche Emissionen um wie vielProzente senken soll.</p>

<p>Es gibt jedoch auch erste vielversprechende Projekte zur Realisierung  einzelner Punkte, wie zum Beispiel das &quot;100000-Dächer-Programm&quot;
  zur Förderung alternativer Energiegewinnungsformen. Dieses Programm  wurde auch in Japan realisiert. Japan hat, trotz der jüngsten
  Rezession in Ostasien, die zweithöchste Wirtschaftskraft der Welt  (gemessen am Bruttosozialprodukt, wobei nach BSP pro Einwohner Japan an  dritter Stelle liegt) - und das auf engstem Raum. Damit steht Japan eine  Vorreiterrolle bei der Verwirklichung der Agenda 21 zu - aus zweierlei  Gründen. Der erste Grund ist die enorme wirtschaftliche Potenz, die  zum Beispiel eine ausgezeichnete Forschung ermöglicht und nebenher  einen neuen Markt, vor allem für Umwelttechnologie, eröffnet.
  Zum zweiten müssen allein aus der Not heraus dringend neue,  umweltfreundliche Lösungen her, da Japan aufgrund seiner  Topographie verstärkt unter der zunehmenden Umweltbelastung leidet.</p>

<p>Japan hat in dieser Sache schon einmal Handlungskompetenz bewiesen. Während
  der Zeit des hohen Wirtschaftswachstums, die in etwa mit dem Koreakrieg  1953 begann und bis zur ersten Ölkrise 1973 dauerte, traten  Umweltschäden großen Ausmaßes auf. Diese äußerten
  sich beispielsweise in verheerenden Umweltkrankheiten wie zum Beispiel  der Minamata- und Itai-Itai Krankheit oder dem Yokkaichi-Asthma. Die  Belastung von Luft, Wasser und Boden erreichte an etlichen Orten mehr  als besorgniserregende Ausmaße. Als Geschädigte vor Gericht  zogen und erstmals gewannen, war eine schnelle Lösung vonnöten.
  So wurde beispielsweise als Gegenmaßnahme eine Abgabe auf die  Emission von Schwefeldioxid eingeführt, die mit zunehmender Senkung  der Emission immer weiter angehoben wurde - auf ein sehr hohes Niveau.
  Diese Abgabe wurde schließlich dazu benutzt, die Opfer zu entschädigen.
  Dadurch konnten zumindest die akutesten Probleme relativ schnell gelöst
  werden - schneller als in anderen Ländern.</p>

<p>Doch tauchten dafür neue Probleme auf, so zum Beispiel - das  Abfallproblem: Vor allem in Ballungsgebieten fehlt es an Deponieflächen,
  hinzu kommt die wachsende Dioxinbelastung durch Müllverbrennungsanlagen.Vom
  Konzept der Müllvermeidung ist man noch weit entfernt, auch die Mülltrennung
  ist noch in den Kinderschuhen. - das Ressourcenproblem: Japan hat einen  hohen Rohstoffbedarf aber selbst kaum Rohstoffe. Welche ökonomischen
  Probleme das bedeuten kann, zeigten die Ölkrisen der 70er Jahre.
  Hinzu kommt die weltweite Verknappung einiger Ressourcen, unter deren  Druck gerade Japan nach Alternativen suchen muss.</p>

<p>Ein Teilbereich des Ressourcenproblems ist das Energieproblem, da der  Verbrauch weiter steigt, und die Produktion hauptsächlich auf Erdöl,
  Kohle und Atomkraft beruht. - das Ballungsgebietsproblem: Vor allem das  Problem der Wärmeemission durch Klimaanlagen und das dadurch  verursachte Wärmeinselphänomen, einhergehend mit dem hohen  Versiegelungsgrad und dem Ausmaß der Ballungsgebiete, wird immer  ernster; Prognosen gehen von Innenstadttemperaturen bis 50&#176;C in  naher Zukunft aus. Das natürliche Gefahrenpotential: eine außergewöhnlich
  hohe Gefährdung durch Erdbeben, Taifune und Tsunami, deren Prävention
  keine konventionellen Lösungen zuläßt.</p>

<p>All diese Probleme sind gerade in der Planungspolitik hinsichtlich der  Verfolgung der in der Agenda 21 festgeschriebenen Ziele wichtig. Doch  wie bereits erwähnt, ist die Verwirklichung teuer. Aus diesem Grund  stellt sich die Frage, ob wirklich ernsthaft nach Lösungen gesucht  wird oder nur kostengünstigere, weniger wirkungsvolle Kompromisse  geschlossen werden. Da eine Nachhaltige Entwicklung per definitionem  nicht regional, sondern global erfolgen muss, ist es wichtig zu  betrachten, wie sich die Stadtplanung Japans in globale Konzepte einfügt.
  Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob es in Japan Lösungsansätze
  gibt, die man auch auf andere Länder übertragen kann, also ob  man von moderner japanischer Stadtplanung etwas lernen kann.</p>

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</div>

<h3 id="anc1">1. Japans Ballungsgebiete</h3>
<div>
  <center>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="2"width="80%" bordercolor="#800000">
  <tr height="10">
    <td><div><em><b>Name des Ballungs-</p><p>gebietes</b></em></div></td>
    <td><div><em><b>Darin enthaltene</p><p>Städte</b></em></div></td>
    <td><div><em><b>Einwohner in</p><p>Millionen</b></em></div></td>
    <td><div><em><b>In % der Gesamt-</p><p>bevölkerung</b></em></div></td>
  </tr>
  <tr>
    <td><b><a href="/japan/kanto.html" target="_blank">→Kant&ocirc;-Region</a></b></td>
    <td><b>T&ocirc;ky&ocirc;, Yokohama, Kawasaki, Chiba, &Ocirc;miya,
Urawa, Funabashi, Fujizawa, Yokosuka u. a.</b></td>
    <td>etwa 22,4</p><p>knapp 40
    <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#1','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
<sup><font color="#FF0000"><tt>1</tt></em></sup></a></td>
    <td>rd. 18 %</p><p>rd. 32 %</td>
  </tr><tr>
    <td><b><a href="/japan/kinki.html" target="_blank">→Kinki-Region</a></b></td>
    <td><b>&Ocirc;saka, K&ocirc;be, Ky&ocirc;to, Wakayama, Nara, &Ocirc;tsu, Amagasaki</b></td>
    <td>rd. 14,5</td><td>rd. 12 %</td>
  </tr><tr>
    <td><b><a href="/japan/fukuoka.html" target="_blank">→Fukuoka</a></b></td>
    <td><b>Kitaky&ucirc;sh&ucirc;, Fukuoka, Shimonoseki, Tosu</b></td><td>4,92</td><td>4 %</td>
  </tr><tr>
    <td><b><a href="/japan/nagoya.html" target="_blank">→Nagoya</a></b></td>
    <td><b>Nagoya, Gifu, Toyota, Okazaki, Yokkaichi</b> </td><td>3,7</td><td>3 %</td>
  </tr><tr>
    <td><b>Sapporo</b></td><td><b>Sapporo, Tomokomai, Otaru</b></td><td>2,4</td><td>knapp 2 %</td>
  </tr><tr>
    <td><b><a href="/japan/hiroshima.html" target="_blank">→Hiroshima</a></b></td>
    <td><b>Hiroshima, Kure, Iwakuni</b></td><td>1,5</td><td>1,2 %</td>
  </tr><tr>
    <td><b>Summe</b></td><td>&nbsp;</td><td>rd. 50 (68)</td><td><b>rd. 40 (54) %</b></td>
  </tr>
</table>
</div>
<p><img src="/japanmap1.gif" ALT="Schematische Karte: Japans Ballungsgebiete" width="525" height="300"></p>
    </center>

<p>Wie man anhand der Karte und der Tabelle sieht, hat man es in Japan  mit besonders großen Ballungsgebieten zu tun. Japan als Ganzes ist  ungefähr genauso groß wie Deutschland, die Einwohnerzahl ist  jedoch um etwa 50 % höher. Japan ist also dichter besiedelt, doch  ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte allein keine schlüssige
  Erklärung für die Bildung von Ballungsgebieten mit bis zu über
  20 Millionen Einwohnern. Um dieses Phänomen zu verstehen, genügt
  ein Blick in den Atlas. Japan besteht aus mehr als 1000 Inseln, wobei 80
  % der Gesamtfläche der vier größten Inseln aus schwer  erschließbarem Bergland besteht. Es gibt nur wenige, meist nur  schmale Ebenen. Mit rund 5000 km2 Gesamtfläche ist die Kant&ocirc;-Ebene
  (bei T&ocirc;ky&ocirc;), gefolgt von der schon wesentlich kleineren  Konsen-Ebene auf Hokkaid&ocirc;, die Größte. Aufgrund  historischer Gegebenheiten ist zudem die verhältnismäßig
  siedlungsfreundliche Insel Hokkaido sehr dünn besiedelt: Sie hat  zwar an der Landesfläche einen Anteil von 22 %, doch ist der Anteil  an der Gesamtbevölkerung kleiner als 5 % (von denen zudem die Hälfte
  in und um Sapporo lebt).</p>

<p>Kein Ort in Japan ist mehr als 150 km von der Küste entfernt,  doch ein flacher Küstenrandstreifen ist meist schmal oder gar nicht  erst vorhanden, im Inselmittleren erheben sich bis über 3000 Meter  hohe Gebirgsketten. Da es durch die natürlichen Gegebenheiten  schwer ist, eine Gebirgsregion zu erschließen, wurden fast alle  Großstädte der Welt entweder dicht am Meer oder in Tälern
  und Ebenen errichtet. So liegen auch in Japan alle Großstädte
  mit Ausnahme von Sapporo und Ky&ocirc;to direkt am Meer. Betrachtet man  dabei Städte wie &Ocirc;saka, K&ocirc;be oder Niigata, erkennt man  schnell die vom naheliegenden Gebirge gegebenen Entwicklungsgrenzen. Es  mangelt an freiem Platz in den Ebenen, so dass zum Beispiel neue  Wohnstädte &Ocirc;saka's bereits in den Bergen errichtet werden müssen.</b>
</p>

<p>Im Falle T&ocirc;ky&ocirc;'s ist die weitere Entwicklung im Westen  durch Bergland, im Osten durch die Bucht von T&ocirc;ky&ocirc; und im  Norden wie Süden durch die ebenfalls flächenmäßig
  nahezu ausgereizten Städte Kawasaki, Yokohama, Chiba, &Ocirc;miya
  etc. begrenzt. Leicht erschließbarer Raum ist somit Mangelware  geworden.</p>

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</div>

<h3 id="anc2">2. Stadtplanung in Japan</h3>

<p>Möchte man Stadtplanung in Japan so kurz wie möglich
  umschreiben, so spricht man oft vom &quot;Scrap and build&quot;-System. Vor allem  Gebäude sind weit mehr als in Europa durch ihre Funktionalität
  definiert. Baute und baut man in Europa meist mit dem Ziel, ein  funktionelles Gebäude zu errichten, das so lange wie nur möglich
  bestehen bleibt (wie man oft sieht, für Jahrhunderte), so wird in  Japan schlicht mit dem Ziel gebaut, ein funktionierendes Gebäude zu  errichten, das schon aufgrund der Baumaterialien und der Bauweise nach  20, 30 oder mehr Jahren einfach abgerissen und wieder neu gebaut wird.
  Die Zeitspanne zwischen Abriss und Neubau ist dabei extrem kurz,  die Baulücke wird umgehend geschlossen. Der Grundriss ist  aufgrund des Flächenmangels eine relativ feste Konstante.</p>

<p>Bei dieser Gewohnheit ist es für Stadtplaner fast unmöglich,
  Änderungen durchzusetzen. Als Beispiel kann K&ocirc;be angeführt
  werden. Bei dem verheerenden Erdbeben 1995 zerstörte eine  Feuerwalze fast das gesamte Schuhmacherviertel - dort waren auch die  meisten Todesopfer zu beklagen. Dieses bestand hauptsächlich aus  ein- bis dreistöckigen Wohnhäusern und Werkstätten, die  hauptsächlich aus Holz gebaut werden. Der Abstand zwischen den einzelnen
Häusern liegt in der Regel bei nur 1 bis 2 Metern, die  durchquerenden Straßen sind zudem nicht breit genug, die  Ausbreitung eines Großfeuers zu verhindern. Drei Jahre später
  ist mehr als die Hälfte dieses Viertels wieder bebaut - im fast  gleichen Grundriß mit genau so geringem Abstand und ebenfalls aus  Holz. Natürlich wurden zahlreiche Maßnahmen zur Verhütung
  einer neuerlichen Katastrophe getroffen, doch das &quot;Scrap and Build-System&quot;
  setzt dem scharfe Grenzen.</p>

<p>Auch T&ocirc;ky&ocirc; erscheint an vielen Stellen chaotisch, und  zurecht denken viele Ausländer in Japan, es gäbe wohl keine  Stadtplanung. T&ocirc;ky&ocirc; und die umliegenden Städte wurden  zwar 1923 und 1943-45 komplett dem Erdboden gleichgemacht, doch erfolgte  jeweils kurz darauf ein scheinbar noch schnelleres Wachstum. Das  Subzentrum Ikebukuro zum Beispiel liegt heute am inneren Ring der Stadt  und ist ein pulsierender Verkehrs- und Wirtschaftsstandort fernab der  Natur. Anfang der 60er Jahre dieses Jahrhunderts stand hier noch ein  kleines Dorf, umgeben von Reisfeldern. Aus dieser Zeit blieb nur ein  einziges Gebäude erhalten. Planung bei einem solch hohen Wachstum  ist ergo denkbar schwierig, der nachträgliche Bau von Ringstraßen
  zum Beispiel erwies sich als sehr schwierig. Anders hingegen sieht es  bei Neulandgebieten am Rande dieser Städte aus. Bei diesen Gebietenmuss von Null an geplant werden - eine Chance also, verbesserte  Konzepte in die Tat umzusetzen, wie etwa das der Nachhaltigen  Entwicklung.</p>

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</div>

<h3 name="anc3">3. Morphologie der Bucht von Tokyo</h3>

<p>Die Bucht von T&ocirc;ky&ocirc; befindet sich auf der Pazifikseite  der japanischen Hauptinsel Honsh&ucirc; und hat eine Wasserfläche
  von rund 1200 km&#178;. Die durchschnittliche Tiefe beträgt in etwa  24 Meter bei variierendem Tidenhub. Bewohnt sind die Ufer der Bucht  nachweislich seit der J&ocirc;mon-Zeit, welche im 6. Jahrtausend v. Chr.
  begann. Seit der Etablierung der Regierung in Edo  <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#2','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
  <sup>2</sup></a>
  im 16. Jahrhundert ist das Umland geistiges und politisches Zentrum  Japans. Seit jeher dient die Bucht als Fischgrund, zur Algenzucht, als  Naherholungsgebiet, Hafen und Notankerplatz. In der heutigen Zeit halten  sich in der Bucht täglich durchschnittlich 4600 Schiffe auf.</p>

<p>Schon vor über 450 Jahren begann man mit dem Ausräumen von  Flüssen und Kanälen und parallel dazu mit der Aufschüttung
  erster Neulandgebiete in der Nähe der heutigen Ginza in  Shinagawa-ku, T&ocirc;ky&ocirc;.
<img src="/umetate.jpg" align="left" hspace="9" alt="Neuland in Yokohama / Kawasaki" width="335" height="200">Diese
  Aktivitäten verstärkten sich mit der Etablierung Edo's zum  Machtzentrum, und innerhalb der folgenden 260 Jahre  
<a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#3','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">  <sup>3</sup></a>
  schuf man so insgesamt rund 23 km&#178; Neuland. Außerhalb T&ocirc;ky&ocirc;'s
  wurden die Häfen Yokosuka, Yokohama, Kawasaki, Chiba und Kisarazu  gegründet. Die Bevölkerung rund um die Bucht vergrößerte
  sich zur gleichen Zeit explosionsartig. Zwischen 1868 und 1990 wurden  rund 240 km&#178; Neuland geschaffen- etwa 13 % der Gesamtfläche küstennaher
  Gemeinden. Da die Neulandgebiete stets in Inselform errichtet wurden,  stieg die Gesamtlänge der Küstenlinie von 300 Kilometern vor  130 Jahren auf über 880 Kilometer. Von diesen 880 Kilometern sind  in der gesamten Bucht lediglich 40 Kilometer mehr oder weniger naturnah.
</p>
<img src="/tokyobay.gif" align="right" hspace="9" width="289" height="421" ALT="Neuland in der Bucht von Tokyo">

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</div>


<h3 id="anc4">4. Kurze Geschichte der Stadt Kawasaki</h3>

<p>Das älteste Bauwerk im Stadtbereich Kawasaki's ist der 1128 begründete
  Taishi-Tempel. Seit 1579 gewann man im Küstenbereich Salz; 60 Jahre  später wurde gleicherorts eine der vielen Poststationen des T&ocirc;kaid&ocirc;
    <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#4','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
  <sup>4</sup></a>
  eingerichtet. Die Stadt Kawasaki als solche wurde jedoch erst 1890 gegründet.
  Seit dem Jahr 1906 siedelten sich vermehrt große Industriebetriebeim Stadtgebiet an, und die Bevölkerung wuchs dementsprechend auf  rund 6300 Einwohner im Jahr 1908. Sechs Jahre später wurde damit  begonnen, etwa 530 Hektar Neuland zu erschließen. Seitdem stiegen  Einwohnerzahl und Produktionskapazität sprunghaft an, so dass 1925 schon über 50000 Menschen in Kawasaki lebten. Obwohl Kawasaki  beim großen Erdbeben 1923 sowie 1944/45 durch heftigste  Luftangriffe nahezu komplett zerstört wurde, war die weitere,  schnelle Entwicklung der Stadt kaum zu bremsen.</p>

<p>Heute zählt die Stadt über 1,2 Millionen Einwohner und  stellt einen der wichtigsten Industriestandorte Japans dar. Der Hafen  hat heute eine enorme Bedeutung als Außenhandelszentrum und  Versorgungsstützpunkt für die gesamte Hauptstadtregion. Der in  Kawasaki einst bedeutende primäre Sektor mit seiner Landwirtschaft  und vor allem dem Fischereiwesen ist mittlerweilen bedeutungslos, und  obwohl Kawasaki ein traditioneller Industriestandort ist, neigt auch  hier die Tendenz eindeutig zum tertiären Sektor</p>

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<h3 id="anc5">5. Die Rolle Kawasaki's in der Gesamtplanung des Küstenbereichs
    der Bucht von T&ocirc;ky&ocirc;</h3>

<p>Die Gesamtlänge der Küstenlinie der Bucht von T&ocirc;ky&ocirc;
  (in ihrer Definition von Yokosuka bis Futtsu) beträgt 726
  Kilometer, wobei davon 65 Kilometer (rund 9%) zur Stadt Kawasaki gehören.
  Vergleicht man die Nutzungsarten der Neulandgebiete der jeweiligen Städte,
  so stößt man auf große Unterschiede. Die Neulandgebiete  der Stadt Chiba zum Beispiel dienen fast ausschließlich der  Schaffung neuen Wohnraums. 
<img src="/kantomap.gif" align="right" hspace="9" alt="Verstaedterung und administrative Einheiten in der Kanto-Region" width="302" height="326">
Setzt man die Einwohnerzahl der Neulandinseln mit deren Küstenlänge
  in Beziehung, so wohnen in Chiba entlang eines Kilometers 1365 Menschen,  in T&ocirc;ky&ocirc; sind es 686, in Kawasaki gar nur 35 Menschen pro  Kilometer mit fallender Tendenz. Dementsprechend gibt es in Chiba nur  sehr wenige Industriebetriebe, während in Kawasaki fast alles  Industriegelände ist. Ähnlich sieht es mit Naherholungsmöglichkeiten
  aus. Die Insel Maihama in Chiba zum Beispiel ist fast ausschließlich
  diesem Zweck geweiht, zum Beispiel durch Disneyland T&ocirc;ky&ocirc;
  u.a. Öffentliche Parks und Erholungsgebiete fehlen hingegen auf den  Neulandinseln Kawasaki's fast vollständig. Der Zutritt zum Ufer ist  ehedem für die Öffentlichkeit stark eingeschränkt.
  Betrachtet man nun die Stadtplanung von Kawasaki, so muss man auch  auf die Planung der benachbarten Städte eingehen, da es sich um  eine Art Planungsverband handelt. Die Rangfolge der auf die StadtplanungEinfluss nehmenden Behörden sieht dabei wie folgt aus:</p>
<UL>
  <em>- Das Ministerium für Landesplanung (auch NLA = National Land    Agency genannt) steht an oberster Stelle. Die Entwicklung der    Hauptstadtregion hat dort ein eigenes Ressort. Die von der NLA    herausgegebenen Direktiven sind verbindlich.</em>
  <em>- Das Amt für die Entwicklung der Hauptstadtregion. In diesem    Planungsgebiet leben ca. 32 Millionen Menschen. Planungsleitlinie ist    die Schaffung eines Multikernsystems    <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#5','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
  <sup>5</sup></a>.
    Der Aufgabenbereich gliedert sich in zwei Hauptteile. Der erste    Bereich ist die Lösung von Wohnungs-, Verkehrs-, Umwelt- und    Katastrophenschutzproblemen im Kernbereich. Die zweite große
    Aufgabe ist die Verwirklichung großer Projekte wie dem der    Bucht-Ringstraße (inklusive dem Bau der Aqualine etc.) oder des    innerstädtischen Flughafens Haneda. Insgesamt werden 5 autonome    Stadtverbunde um Tokyo definiert. Einer dieser Kreise ist der &quot;Verbund
    autonomer Städte Kanagawa&quot;
<a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#6','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');"><sup>6</sup></a>.
    Dieser Verbund wiederum besteht aus drei Unterzentren: Yokohama,    Kawasaki und Atsugi. </em>
  <em>- Das Planungsamt für die Entwicklung des Verbundes autonomer    Städte Kanagawa mit Sitz in Yokohama. Dieses Amt dient zur    Koordination der Planungsmaßnahmen zwischen den einzelnen    Unterzentren.</em>
  <em>- Die Planungsabteilung der Stadtverwaltung Kawasaki </em>
  <em>- Die Planungsabteilung der Stadtbezirksverwaltung von Kawasaki-Ku  <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#7','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');"> <sup>7</sup></a>,
    da Kawasaki's Neulandgebiete in diesem Stadtteil liegen</em>
  <em>- Das Büro für Planung und Finanzen der Förderung
    und des Unterhalts des Küstenrandgebietes in Kawasaki, welches    schließlich die konkrete Planung vollzieht und für deren    Durchführung sorgt - unter Beachtung sämtlicher Leitlinien    obengenannter Institutionen.</em>
</em></UL>

<p>Der Handlungsweg ist also relativ lang und kompliziert, zumal bei der  Planung natürlich auch mit anderen Ministerien und Ämtern
  zusammengearbeitet werden muss. Hierbei wird es wichtig zu  untersuchen, welchen Einfluss zum Beispiel das Umweltamt oder auch  die Industrie, und letzten Endes schließlich auch die Bewohner,  auf die Planung haben. Die Rolle des Planungsamtes für die  Hauptstadtregion wird es in Zukunft auch sein müssen, zwischen T&ocirc;ky&ocirc;
  und den benachbarten Präfekturen zu vermitteln. Japan ist  administrativ in Präfekturen untergliedert  <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#8','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
  <sup>8</sup></a>
  , wobei T&ocirc;ky&ocirc;-to von den Präfekturen Kanagawa, Saitama  und Chiba umgeben ist. Die Deponieflächen der Stadt T&ocirc;ky&ocirc;,
  die zur Zeit auf den jüngsten Neulandinseln konzentriert sind,  werden jedoch bald ausgereizt sein. Der Anteil der Stadt an der Bucht  von T&ocirc;ky&ocirc; ist bereits fast komplett zu Neuland verbaut  worden, so dass keine neuen Inseln im Stadtgebiet mehr angelegt  werden können. Damit wird T&ocirc;ky&ocirc; bald seinen Müll
  exportieren müssen, doch schon jetzt zeichnen sich Konflikte mit  den benachbarten Präfekturen ab, da diese bereits selbst große
  Entsorgungsprobleme haben. In Saitama-ken zum Beispiel gibt es bereits  größere Bürgerinitiativen, die massiv gegen private Müllverbrennungsanlagen
  und der von diesen Anlagen ausgehenden Dioxinbelastung protestieren.</b>
</p>

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</div>


<h3 id="anc6">6. Der Kawasaki im Neuen Zeitalter 2010 - Plan    (Masterplan)</h3>

<p>Der Stadtrat Kawasaki's verabschiedete 1983 eine Planungsgrundlage  mit dem Namen 2001 Kawasaki-Plan. Obwohl bis zum Jahr 2001 für gültig
  erklärt, zwangen neue Ereignisse die Stadtplaner zum frühzeitigen
  Abbruch und der Schaffung einer neuen Planungsgrundlage. Einer dieser  Ereignisse ist die Entstehung und der spätere Zusammenbruch der  Seifenblasenkonjunktur  <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#9','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">   <sup>9</sup></a>.
  Ein weiterer Grund für eine Richtungsänderung sind  Umweltprobleme und die Sensibilisierung der Bevölkerung für
  diese, verbunden mit der Bildung von Bürgerinitiativen. Hinzu  kommen Neuheiten wie die Umweltverträglichkeitsprüfung und ebendas Konzept der Nachhaltigen Entwicklung. Schließlich waren  Begriffe wie Globale Erwärmung oder Zerstörung der Ozonschicht  in der Zeit vor 1983 kaum relevant für die konkrete Stadtplanung.
  Ein weiteres Schlagwort - das der Globalisierung - ist ebenfalls neu und  verlangt nach einem Umdenken. Mit der Liberalisierung des japanischen  Marktes und dem weltweiten Wettbewerb muss gerade der  wirtschaftliche Teil der Planung überdacht werden. Deshalb wurde  1993 erstmals der Kawasaki im Neuen Zeitalter 2010 - Plan vorgestellt.
  Erklärtes Hauptziel ist laut Plan die Neuschaffung einer  menschlichen Stadt im Zeitalter des Stadtbewohners als Weltbürger.
  Dieses etwas pathetisch klingende Ziel unterteilt sich in drei Gruppen  mit fünf Unterpunkten:</p>

<p>a.</em> Die Stadt als Ort, an dem Mensch und Natur  in Einklang miteinander leben und voneinander profitieren, was  beinhaltet:</p>
<UL>
  <em><b>1. Die Stadt als Ort der sozialen Wohlfahrt</b> </em>
  <em><b>2. Die Stadt als Ort einer bewohnerfreundlichen Umwelt</b></em>
</em></UL>

<p>b.</em> Schaffung einer weltoffenen, reizvollen und  vitalen Stadt mit lebendigen Traditionen, was beinhaltet:</p>
<UL>
  <em><b>3. Eine regional unabhängige Stadt</b> </em>
  <em><b>4. Eine Stadt, die schöpferische Kraft ausstrahlt</b> </em></em>
</UL>

<p>c.</em> Die Stadt als Ort, in der vollmündige
  Bürger lernen, sich gemeinsam und durch aktive Beteiligung selbst  zu verwalten, was beinhaltet:</p>
<UL>
  <em><b>5. Eine Stadt mit Bürgerselbstverwaltung.</b></em>
</em></UL>

<p>Die gesamte Planung ist also stark anthropozentrisch ausgelegt, was  nicht verwunderlich ist, da das komplette Stadtgebiet bereits dicht  besiedelt ist. Die Verwirklichung von Umweltzielen liegt hauptsächlich
  im 2. Unterpunkt. Dieser beinhaltet folgende Ziele:</p>
<UL>
  <em><b>- Die Verbesserung der Luft- und Wasserqualität.</b> </em>
  <em><b>- Die Renaturierung des Tama-Flusses
<a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#10','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
<sup>10</sup></a>
    und des anliegenden Hügellandes, um den erhöhten Bedarf an    Erholungsmöglichkeiten zu decken.</b> </em>
  <em><b>- Amenity, also Schaffung einer für den Menschen behaglichen    Umwelt.</b> </em>
  <em><b>- Erschließung der Küstenlinie als Naherholungsraum -    ein interessantes Unterfangen, da fast das gesamte Gebiet von der    Industrie belegt ist.</b> </em>
  <em><b>- Schonung natürlicher Ressourcen durch mehr Recycling und    Einsparung von Rohstoffen und Energie.</b> </em>
  <em><b>- Stärkung des Umweltbewusstseins der Bewohner, unter    anderem durch die Bürger selbst. All diese Punkte sollen dazu    unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Trends    verwirklicht werden. Diese wären das Problem der Alterung der    Gesellschaft, des Geburtenrückgangs, der Individualisierung und    dem damit gestiegenen Verlangen nach Erholung, sowie dem erstarkenden    Bügerbewusstsein.</b> </em>
</em></UL>

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<h3 id="anc7">7. Die Küstenrandgebietsplanung am Beispiel der Stadt    Kawasaki</h3>

<p>Das Küstenrandgebiet befindet sich wie bereits erwähnt im  Stadtteil Kawasaki-Ku. Es wird in 4 Zonen gegliedert. Die erste Zone  befindet sich östlich der Keihin-T&ocirc;hoku-Linie (einer
  Hauptverkehrstrasse) und dem dort befindlichen Hauptbahnhof. Sie ist in  Wirklichkeit kein Neuland und wird als &quot;Vollendeter Stadtteil&quot;
  bezeichnet. Dieser Bereich ist Verwaltungs- und Einkaufsviertel. Das  eigentliche Neuland wird in die Zonen 1, 2 und 3 gegliedert. Diese  Gliederung unfasst auch Neulandbereiche des benachbarten Yokohama.
  So verläuft zum Beispiel die Stadtgrenze exakt durch die  Neulandinsel Ogi-shima  <a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#11','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">  <sup>11</sup></a>,
  die also von Yokohama und Kawasaki gleichermaßen geplant,  errichtet und verwaltet wurde.</p>

<p>In der Zone 1 (innen) dominieren Industrieflächen, hauptsächlich
  der verarbeitenden Industrie. Da jedoch Wohngebiete an diese Flächen
  angrenzen, handelt es sich meist um geräusch- und  abgasemissionsarme Bereiche wie zum Beispiel Lagerhäuser. Weiterhin  befindet sich in diesem Gebiet ein großer Güterbahnhof, in  welchem auch die alle Industriegebiete verbindende Güterzugtrasse
  beginnt. Lose verstreut befinden sich auch öffentliche
  Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kliniken und Sportstätten
  in diesem Bereich.</p>

<p>Die zweite Zone besteht aus dem Großteil der Uki-shima, dazu aus  Chidori-ch&ocirc;
  
<a href="#" onClick="window.open('/fussnote.htm#12','Fussnote','status=no,toolbar=no,location=no,scrollbars=no,menu=no,width=300,height=100,resizable=yes');">
<sup>12</sup></a>,
  Mizue-ch&ocirc;, Ogi-ch&ocirc; und Okawa-ch&ocirc;. Dieser Teil ist noch  nicht komplett entwickelt, doch die bisher erschlossenen Bereiche sind  fast ausschließlich Industrieflächen. Die größten
  Flächen belegen hier Konzerne wie Isuzu (Autoindustrie), Nippon  Steel, Sh&ocirc;wa und Mitsubishi, wobei Chemie-, genauer  Petrochemieindustrie, eine sehr wichtige Rolle spielt. Wohnflächen
  gibt es nicht, und bis auf 6 sehr kleine Parks ist das Gebiet nicht für
  die Öffentlichkeit zugängig.</p>

<p>Zone 3 stellt die heutige Küstenlinie dar. Diese beinhaltet den  Uki-shima Interchange, Higashi Ogi-shima und den Ostteil Ogi-shimas.
  Zone 3 besteht zum großen Teil aus Verkehrsflächen, inklusive  des Hafengeländes. Ganz Ogishima hingegen wird von Nippon Steel zum  Warenumschlag und zur Stahlproduktion benutzt. Ferner gibt es auch in  Zone 3 erdölverarbeitende Industrie und Kraftwerke. Die vom T&ocirc;ky&ocirc;ter
  Flughafen Haneda kommende Hauptstadtküstenrand-Schnellstraße
  durchquert die dritte Zone in ganzer Länge und ist somit die  wichtigste Verkehrsachse. Als Teil dieses Ringstraßenkonzeptes
  beginnt hier auch die Aqualine genannte Brücken-Tunnel-Kombination,
  die das West (Kawasaki) - mit dem Ostufer (Kisarazu) verbindet.</p>

<p>Auf den Neulandgebieten Kawasaki's findet man ein interessantes  Pilotprojekt. Es handelt sich um den <em>&quot;Zero Emission  Industriepark&quot;</em>. Dieser ist jedoch vorerst nur 8,4 ha groß
  und befindet sich auf der Mizue-Shima. Die dort angesiedelten kleinen  und mittelständigen Unternehmen sind hier zu einem Zweckverbund zusammengefasst, sodass zum Beispiel sämtliche Abfälle
  in einer gemeinsam genutzten Anlage recycelt werden und gemeinsame  Einrichtungen zur sinnvollen Nutzung der Ressourcen bestehen. Da dieses  Projekt recht neu ist, gibt es in diesem Gebiet auch viele  Forschungseinrichtungen, die sich unter anderem mit der Optimierung des  Zero Emission Parks beschäftigen. Da Verwaltung und Industrie in  diesem Projekt sehr eng zusammenarbeiten müssen, ist diese Anlage  eine nähere Betrachtung wert. Sollte dieses auf Nachhaltige  Entwicklung zielende Konzept Erfolg haben, dürfte es sich zumindest  in Japan schnell verbreiten.</p>

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</div>


<h3 id="S">Schlußwort</h3>

<p>Zumindest in T&ocirc;ky&ocirc; und bald auch in Kawasaki wird es nicht  mehr lange dauern, bis die Neulandgewinnung endgültig abgeschlossen  ist, da schlicht die Wasserfläche limitiert ist. Sieht man sich  jedoch in Ostasien um, so gibt es noch sehr viele Projekte, wie zum  Beispiel in der Bucht von &Ocirc;saka, dem In'chon-Flughafen in Südkorea
  und auch in Hongkong. Zwar ist diese Form der Neulandgewinnung  eigentlich irrelevant in Europa (die Neulandgewinnung und -nutzung in  den Niederlanden zum Beispiel unterscheidet sich wesentlich von der  Japanischen), doch das Ziel der Neulandgestaltung ist ein Ähnliches:
  Auf möglichst kleinem Raum funktionierende Industrie-, Verkehrs-  und Wohneinheiten zu schaffen, die ressourcenschonend und emissionsarm  die Vorgaben der Agenda 21 zumindest teilweise erfüllen. Die  zunehmende Versiegelung des Bodens kann somit gebremst werden, bei einer  Verkehrsoptimierung und dem Recycling vor Ort kann man ebenfalls eine  Entschleunigung und Dezentralisierung bewirken. Nicht zuletzt können
  Ressourcen und, durch stark verringerte Emission, die Umwelt geschont  werden. Das Zero Emission- Projekt kann bei entsprechendem Erfolg als  weltweite Vorlage dienen. Man kommt dabei jedoch nicht um die Industrie  herum, denn mit Verschlechterung der Wirtschaftslage sind hier  langfristig Rückschritte zu befürchten.</p>

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</div>

<h3 id="A">ANMERKUNG ZUR SPRACHE</h3>

<p>Die Wiedergabe der japanischen Namen erfolgte nach der  Hepburn-Umschrift, nach der &quot;s&quot; wie &lt;ß&gt; und &quot;z&quot;
  wie &quot;s&quot; zu lesen ist. &quot;&ocirc;&quot; und &quot;&ucirc;&quot;
  und sind Langvokale.</p>

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</div>


<h3 id="L">LITERATURVERZEICHNIS</h3>

<p> <b> Kawasaki-shi (1993). Kawasaki Shinjidai 2010 Puran (Kawasaki Neues  Zeitalter 2010 Plan (Masterplan)).</b> Kawasaki. Kawasaki-shi Shich&ocirc;
  (Stadtverwaltung der Stadt Kawasaki, Hrsg., 1996). Kawasaki rinkai-bu  saihen seibi no kihon h&ocirc;shin (Richtlinien für eine  Reorganisation des Umgangs mit dem Küstenrandgebiet Kawaski's).
  Internes Dokument. Kawasaki.</p>

<p> <b> Kawasaki-shi S&ocirc;g&ocirc; Kikaku-Kyoku Toshi Seisaku-Bu </b>(Amt für
  Gesamtplanung Abteilung Stadtplanerische Maßnahmen der Stadt  Kawasaki, Hrsg., 1997/8). Seisaku J&ocirc;h&ocirc; Kawasaki (Amtsblatt
  der Stadt Kawasaki). Heft 3 Nov. 1997, Heft 4 März 1998, Kawasaki.</p>

<p> <b> Keihin rinkai-bu saihen seibi ky&ocirc;gikai (Konferenz für die  Reorganisation des Umgangs mit dem Küstenrandgebiet des Großraums
  Tokyo - Yokohama, Hrsg., 1996)</b>. Keihin rinkai-bu no saihen seibi ni kan  suru kihon h&ocirc;shin (Für die Reorganisation des Umgangs mit dem  Küstenrandgebiet des Großraums T&ocirc;ky&ocirc; - Yokohama  relevante Leitlinien). Yokohama. Kokudo-ch&ocirc; (Ministerium für
  Landesplanung, Hrsg., 1993).</p>

<p>T&ocirc;ky&ocirc;-wan - Hito to mizu no fureai o mezashite (Bucht von  T&ocirc;ky&ocirc; - Den Kontakt zwischen Mensch und Wasser erstreben)</b>. T&ocirc;ky&ocirc;:
  &Ocirc;kura-sh&ocirc; Insatsu-kyoku.</p>

<p> <b> Kubo, Takao (Hrsg., 1998). KSP - Kawasaki Science Park. Kawasaki: KSP  Inc. Ueda, Kazuhiro (1992)</b>. &quot;Baburu&quot; ni yori kakatta keikaku  no hatai (Der Bankrott der Planung aufgrund des Seifenblasenwachstums).
  In: Ekonomisuto, Sonderausgabe vom 23.6.1992, T&ocirc;ky&ocirc;:
  Mainichi Shinbunsha.</p> </dir>


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</div>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/neulandentwicklung.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/neulandentwicklung.html</guid>
            
            
            <pubDate>Fri, 07 Aug 2009 01:20:21 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Gunkanjima</title>
            <description><![CDATA[            <center>
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					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
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							<img src="/japan/img/prefectures/nagasaki.png" alt="Lage von Nagasaki" width="170" height="150" longdesc="tohoku.html">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kyushu.html">九州 Kyūshū</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kyushu.html#nagasaki">Nagasaki 長崎</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Gunkanjima 軍艦島</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Unbedingt Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Panzerkreuzerinsel. Den Namen verdankt die Insel ihrer Form und Silhouette - die Insel sieht in der Tat aus wie ein Panzerkreuzer. Das ist aber nur der Spitzname - der eigentliche Name ist 端島 (Hashima) und bedeutet Rand- bzw. Grenzinsel.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Die kleine Insel liegt ca. 20 km südwestlich von <a href="nagasaki.html">Nagasaki</a> nahe der Spitze der langen Nagasaki-Halbinsel. 
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die ganze Insel als solches.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Gunkanjima: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Gunkanjima - Beschreibung</h3>
<p>
Die Insel ist an der längsten Stelle 480 m lang und maximal 160 m breit - der Umfang beträgt gerade mal 1.2 km, die Fläche liegt bei 6,3 Hektar. Und das ist nicht die Originalgrösse - die eigentliche Insel war nur in etwa ein Drittel so gross wie Gunkanjima heute und nicht mehr als ein grosser Felsen im Meer. Die Erweiterung erfolgte hauptsächlich durch Abraum, der beim Kohleabbau anfiel.
<p><p>
Es hätte keinen vernünftigen Grund gegeben, die Insel zu besiedeln - hätte man nicht im 19. Jahrhundert dort Kohle gefunden. 1890 erwarb <em>Mitsubishi 三菱</em> die komplette Insel, um für die eigenen Stahlwerke hochwertige Kohle abzubauen. Da es günstiger erschien, die Arbeiter auf der Insel wohnen zu lassen, anstatt sie täglich hin und her zu fahren, baute man Unterkünfte und eine Pier.
Die Mine wurde langsam grösser, die Arbeiter mehr. Im Zweiten Weltkrieg wurden Arbeiter mit Kriegsgefangenen aus Korea und China ersetzt - viele kamen dabei ums Leben.
</p>
<div class="picture-only clearfix">
	<img src="chiho/gunkanjima-panorama.jpg" width="640" height="226" alt="Gesamtansicht von Gunkanjima"><br>

					<span>Gesamtansicht von Gunkanjima - der Name wird so verständlich</span>
</div>
<br /><br />
<p>
Bereits während der Meiji-Zeit (bis 1912) lebten und arbeiteten bis zu 2'000 Menschen auf der Insel. Die Platznot sorgte für bahnbrechende Innovation auf dem kleinen Eiland: So baute man 1917 den ersten Stahlbetonbau auf Hashima - Block Nr. 30 war ein Wohnblock mit insgesamt sieben Etagen, in dem zu Spitzenzeiten bis zu 145 Haushalte Platz fanden. Die Hälfte der letztendlich 6 Hektar grossen Insel war dem Bergbau gewidmet, die andere Hälfte war Wohngebiet.
</p>
<p>
Die Insel wurde damals noch bei ihrem offiziellen Namen, <em>Hashima 端島</em>, genannt. Bis 1945: Damals hielt die Besatzung eines amerikanischen U-Bootes die Insel für das <em>Schlachtschiff Tosa 戦艦「土佐」</em> und feuerte Torpedos ab. Getroffen wurde dabei ein gerade vor Anker liegender Kohlekahn. Dank dieser Verwechslung wurde aus Hashima die Panzerkreuzerinsel.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/gunkanjima1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Gunkanjima">
			<br><span>Verwitterung in Zeitlupe</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/gunkanjima2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Gunkanjima">
			<br><span>Der älteste Stahlbetonbau (links) steht hier</em>
		</div>
	</div>
<p>
Nach dem Krieg baute man weiter Kohle ab - immer mehr. Also baute man mehr Wohnungen. Liess die Familien mit auf die Insel ziehen. Baute extra eine Schule. Erweiterte die Insel Stück für Stück. Errichtete einen winzigen Schrein. Und ein Kino. Bars. Auf den 6.3 Hektar (zusammen mit einem Kohleverladeplatz, den Schächten usw). lebten in den 1960ern letztendlich über 5'300 Menschen - eine 9fach höhere Bevölkerungsdichte als Tokyo bzw. damals die höchste Dichte auf der Welt.
</p><p>
Die Arbeiter verdienten nicht schlecht auf der Insel: Farbfernseher besassen damals nur sehr, sehr reiche Menschen in Tokyo... und die Kumpel von der Panzerkreuzerinsel. 1974 war der Traum jedoch vorbei: Hauptgrund war ein Wandel in der Energiepolitik des Landes, das damals von Kohle auf Erdöl umzuschwenken (fatalerweise kurz darauf in die Ölkrise zu schlittern). Die Gruben auf der Insel schrieben wohl bis zum allerletzten Ende schwarze Zahlen. Mitsubishi schloss das Gelände nach und nach, gegen 1974 lebten noch rund 2'200 Menschen dort.

</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/gunkanjima3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Gunkanjima">
			<br><span>Die Verladestation</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/gunkanjima4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Gunkanjima">
			<br><span>So viel Platz muss sein: Der Mini-Schrein</em>
		</div>
	</div>

<p>
Das Ende kam für die verbliebenen Kumpel jedoch halbwegs überraschend: Nur wenige Wochen wurden den verbliebenen Menschen gegeben. Die Familien verliessen die Insel nahezu fluchtartig - viele Alltagsgegenstände wurden zurückgelassen, und Mitsubishi, Besitzer der Insel, dachte gar nicht daran, irgendwelche Anlagen und Bauten "rückzubauen". Man überliess die Insel mit ihrer Stadt seither den Naturgewalten. Und Taifune und Regenzeiten sowie die Gischt gehen langsam aber unaufhaltsam gegen die Bauten vor. Eine dicht geballte Geisterstadt, die man (aus verständlichen Gründen) nicht betreten darf ... wohl aber umrunden darf. Eine ähnliche Atmosphäre dürfte man auf diesem Planeten wohl nur in Prypjat (Ukraine, bei Chernobyl) vorfinden.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/gunkanjima5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Gunkanjima">
			<br><span>Taifune hinterlassen ihre Spuren</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/gunkanjima6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Gunkanjima">
			<br><span>Gefährliches Terrain - Betreten verboten</em>
		</div>
	</div>

<p>
Die Insel strahlt heute einen morbiden Charme aus - sie ist ein Symbol für die Vergänglichkeit der von Menschenhand geschaffenen Dinge sowie ein Symbol der Industrialisierung Japans. Aus gutem Grund bemüht man sich deshalb um eine Eintragung als UNESCO-Weltkulturerbe - ob mit Erfolg, wird sich herausstellen. Aufgrund des starken Verfalls darf man die Insel nicht betreten - es herrscht überall Einsturzgefahr. Allerdings baut man seit 2009 einen sicheren Pfad durch die Insel. Dies soll schliesslich dahin führen, dass Besucher die Insel (unter Anleitung) betreten dürfen, um sich alles aus der Nähe anzusehen.
</p><p>
Aus guten Gründen ist die Insel natürlich ein Magnet für Fotografen, Regisseure (z.B. für "Battle Royale") und Videospielmacher. </p>



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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Zumindest bis Frühjahr 2009 war es nicht erlaubt, die Insel legal zu betreten. Es fahren Ausflugsboote vom Hafen von <a href="nagasaki.html">Nagasaki</a> bis zur Insel und ein Mal rundherum - nah genug, um einiges zu sehen. Die Boote fahren zwei Mal am Tag  (9:30 und 12:30 Abfahrt vom Hafen, die Fahrt kostet 3'300 Yen und dauert knapp zwei Stunden.
</p>
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</div>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Nicht genehmigt, da Zutritt verboten. Zu Übernachtungen in der Nähe siehe <a href="nagasaki.html#hotel">Übernachtung in Nagasaki</a>.
</p><p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br /><?php include($_SERVER['DOCUMENT_ROOT'].'/agodatest.php'); ?>
</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/gunkanjima.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/gunkanjima.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sat, 04 Apr 2009 01:57:16 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Nagasaki</title>
            <description><![CDATA[            <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="karatsu.html">←唐津 Karatsu</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="gunkanjima.html">Gunkanjima 軍艦島→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/nagasaki.png" alt="Lage von Nagasaki" width="170" height="150" longdesc="tohoku.html">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kyushu.html">九州 Kyūshū</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kyushu.html#nagasaki">Nagasaki 長崎</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Nagasaki 長崎</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-5.png" alt="4 von 5 Sternen: Unbedingt Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Nagasaki. Bedeutet "Lange (Land)spitze". Sowohl "Naga" als auch "saki" findet man häufig in japanischen Ortsnamen. Nagasaki ist auch Namensgeber der Präfektur.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Im Nordosten der Insek Kyūshū am Eingang zur <em>西彼杵半島 Nishi-Sonogi Halbinsel</em>. Die Stadt erstreckt sich in dem engen Tal des <em>浦上川 (Urakami-Fluss)</em>, welches schliesslich in der ebenfalls langen, gesch&uuml;tzten Bucht von Nagasaki mündet. 
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Den Gedenkpark und die Urakami-Kathedrale als Erinnerungsstätten an den Atombombenabwurf. Die ehemalige Ausländerkolonie Dejima. Die Clover-
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Karatsu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Nagasaki - Beschreibung</h3>

<p>
Nagasaki ist relativ jung und hat heuer nur knapp 500'000 Einwohner (Tendenz fallend) - um 1935 waren es nur knapp 200'000 Einwohner. Für japanische Verhältnisse liegt die Stadt sehr abgelegen und ist recht klein - und doch ist Nagasaki äusserst bedeutsam in der japanischen Geschichte. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass die Stadt jahrhundertelang die einzige Verbindung Japans zur Aussenwelt war. Und damit auch Ausgangspunkt der (versuchten) Christianisierung des Reiches. Zum anderen, und das ist eher bekannt, ist Nagasaki dafür bekannt, dass es neben <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a> eine von zwei Städten weltweit ist, die von einer Atombombe getroffen wurden. Mehr zum letzteren Ereignis siehe unten.
</p>
<p>
Um die damalige Bedeutung von Nagasaki zu verstehen, muss man zuerst auf die Lage schauen: Die Stadt liegt ca. 250 km entfernt vom Festland der koreanischen Halbinsel - und 800 km von Shanghai. Zum Vergleich: 
Bis Tokyo sind es gute 960 km. Alles Luftlinie - schaut man sich die Entfernung über Land und/oder Meer an, rückt Tokyo in noch weitere Ferne. Hinzu kommen die historischen Seefahrtswege: Nach Ostasien gab es von Europa aus nur eine echte Route: Rund um Afrika, dann um Indien herum und ab Singapur Richtung Norden. Der Süden und Westen der Insel Kyushu sind in diesem Fall das erste, was man von Japan zu sehen bekommt.
Nagasaki wurde zwar vor dem 16. Jahrhundert gegr&uuml;ndet, war aber nichts mehr als ein Dorf mit Naturhafen. 1542 begannen sich die Dinge zu ändern - ein portugiesisches Schiff landete erstmals in Japan (allerdings nicht direkt bei Nagasaki, sondern etwas weiter im Süden). 7 Jahre später landete ein weiteres portugiesisches Schiff in der Nähe. An Bord war der Jesuitenpriester <em>St. Francis Xavier</em>, der sich mit seiner Mannschaft in Nagasaki niederliess. Er selbst ging bald darauf wieder nach China und starb 1552, doch seine Crew blieb und missionierte fleissig. 
</p>
<p>
Zu den ersten Konvertiten zählte der örtliche <em>大名 Daimyō 大村純忠 Ōmura Sumitada</em>. Er erlaubte den Portugiesen daraufhin, Nagasaki als Handelsposten zu nutzen. Und so begann ein schwunghafter Handel: Viele europäische bzw. portugiesische "Errungenschaften" gelangten so über Nagasaki ins mittelalterliche Japan: Tabak, Brot, das Christentum, Castella, Gewehre und einiges mehr. Davon zeugen noch immer Lehnwörter aus dem Portugiesischen wie z.B. <em>パン (pan) von "pão" - Brot</em>, <em>タバコ (tabako) von "tabaco" - Tabak</em> oder <em>シャボン玉 (shabon-dama) von "sabão" +tama (jap.), die Seifenblase</em>, die auch heute aus dem Japanischen nicht wegzudenken sind.
</p>
<p>
Eine nachhaltigere Bedeutung hatte jedoch der Import von <em>基督教 (kirisuto-ky&#333;) Christentum</em> und Feuerwaffen, die bis dato unbekannt waren. Nagasaki gedieh aufgrund des Handelsmonopols mit Europa und viele Bewohner wurden katholisch. Das wurde dem Landeseigener <em>豊臣秀吉 Toyotomi Hideyoshi</em> 1587 zu viel - er befahl die Ausweisung der Ausländer, was jedoch anfangs ignoriert wurde. 1596 lief ein spanisches Schiff bei <a href="shikoku.html">Shikoku</a> auf Grund, und Toyotomi kam wohl mit den Insassen in Kontakt. Ihm wurde zugetragen, dass die Spanier nur eine Vorhut seien - mehr sollten folgen. Das reichte  Toyotomi, um die Christen letztendlich als Gefahr zu begreifen: Auf sein Geheiss wurden daraufhin am 19. Dezember des Jahres Keich&#333; 0 (nach unserem Kalender der 5. Feb. 1597) 26 japanische Christen, heute bekannt als die <em>26 japanischen Heiligen 日本二十六聖人</em>, in Nagasaki gekreuzigt. Die Ausländer liess man jedoch vorerst unangetastet.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/nagasaki3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Nagasaki: Eingang zur kleinen Enklave Dejima">
			<br><span>Eingang zur kleinen Enklave Dejima</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/nagasaki4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Nagasaki: Eindeutig europäischer Einfluss: Architektur auf Dejima">
			<br><span>Eindeutig europäischer Einfluss: Architektur auf Dejima</em>
		</div>
	</div>
<p>
Damit setzte langsam die Christenverfolgung ein. Die Missionare versuchten, die konvertierten Daimyos zum Sturz der Regierung zu bewegen, aber die Daimyo waren in der ersten Linie Japaner - erst in der zweiten Christen. Zwar kam es zu einem grossen Aufstand der Christen 1637 im nahegelegenen <em>Shimabara 島原</em>, aber eine echte Chance hatten die Christen nicht. Um diese Zeit herum liessen sich zudem mehr und mehr Niederländer in Nagasaki nieder - und die hatten vornehmlich am Handel Interesse. Holländer sollen dabei wohl angeblich sogar auf der Seite der Regierung gegen die Christen gekämpft haben.
</p>
<p>
Anfang des 17. Jahrhunderts begann man, das Land abzuschotten (später <em>Landesabschliessung 鎖国</em> genannt). Ab 1616 durften ausländische Schiffe nur noch Nagasaki und <em>Hirado 平戸</em> (nördlich von Nagasaki) anlaufen.  1624 wurde die englische Handelsniederlassung in Hirado geschlossen. Im Hafen von Nagasaki schüttete man 1.5 Hektar Neuland im Hafen auf - das neue Zuhause der Ausländer in Japan. Die Portugiesen wurden in den kommenden Jahren nach und nach vertrieben und erhielten keine Genehmigung mehr, Japan anzulaufen. Das Neuland im Hafen, genannt <em>Dejima 出島</em> wurde die einzige Verbindung Japans zur Aussenwelt. Aller Handel mit China und Europa, vornehmlich Holland, lief nun über das winzige Stück Land. Erst über 200 Jahre später, im Jahre 1854, konnte der Commodore Perry die Öffnung anderer Häfen in Japan erzwingen; ganz aufgehoben wurde die Landesabschliessung 1854.
</p>
<p>
Dejima gibt es noch, aber es liegt heute nicht mehr direkt am Wasser sondern ein paar hundert Meter landeinwärts. Eintritt in die liebenswert restaurierte Enklave, der volle Name lautet <em>Überreste des japanisch-holländischen Handelspostens Dejima 出島和蘭商館跡</em>, kostet 500 Yen. Dafür kann man in der gepflegten Anlage frei herumlaufen und europäische Architektur bewundern.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/nagasaki1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Nagasaki: Im Atombombenpark während des Jahrestages">
			<br><span>Im Atombombenpark während des Jahrestages</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/nagasaki2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Nagasaki: Hier war das Epizentrum der Explosion">
			<br><span>Hier war das Epizentrum der Explosion</em>
		</div>
	</div>

<p>
Nagasaki liegt seetechnisch gesehen ideal: Zum einen, weil es relativ nah an Korea und China liegt. Zum anderen, weil es am Ende einer langen, schmalen Bucht liegt - prädestiniert für einen Hafen. Damit wurde Nagasaki zu einem wichtigen Werftstandort und Marinestützpunkt. Letzteres machte die Stadt leider interessant für den Einsatz einer neuen, furchtbaren Waffe während des Zweiten Weltkrieges: Der Atombombe. Am 9. August 1945, drei Tage nach dem Abwurf einer Atombombe auf <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a>, wurde Nagasaki nahezu vollständig zerstört. Eigentlich sollte die zweite Bombe <em>小倉 Kokura</em> im Nordosten der Insel Kyūshū treffen, da jenes eine wesentlich wichtigere Rolle für die japanische Kriegsproduktion spielte. Kokura lag jedoch unter einer dichten Wolkendecke, und so wich man Richtung Nagasaki aus. Dort war der Militärhafen und die Werften von Bedeutung, doch auch die lagen unter dichten Wolken. Der Pilot stand jedoch unter dem Zwang, die Bombe abzuwerfen, sonst hätte er es nicht auf einen Flughafen der eigenen Seite geschafft. Und so flog er Nagasaki mit Radar an. Die Bombe traf nicht direkt das Zentrum, sondern <em>浦上 Urakami</em> ein paar Kilometer landeinwärts. Die Gegend war dicht bewohnt. 
</p>
<p>
Aufgrund der Tallage blieb die Wirkung der in ca. 470 m Höhe explodierten Bombe relativ begrenzt, doch die Folgen waren freilich verheerend genug: Eine gängige Schätzung geht davon aus, dass ca. 80,000 Menschen in Nagasaki bis Ende des Jahres 1945 entweder während bzw. kurz nach der Explosion starben.  Mindestens genauso viele Menschen starben an den Spätfolgen. Makabrerweise befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion wohl auch etliche Menschen in der Stadt auf, die nach der Atombombenexplosion in Hiroshima nach Nagasaki geflohen waren. Zum Sinnbild der gewaltigen, plötzlichen Zerstörung der Stadt wurde vor allem die <em>Kathedrale von Nagasaki 浦上天主堂</em>, die faktisch im Epizentrum der Bombe stand. Während der Explosion wurde gerade eine Messe zu Mariä Himmelfahrt abgehalten - alle Besucher der Kirche wurden von der Bombe getötet, die Kuppel stürzte herunter und die meisten Mauern ein. Heute sieht man noch ein Mauerfragment, aber die Kirche als solche wurde ansonsten wieder aufgebaut.
</p>
<p>
Die Gedenkstätten zum Atombombenabwurf konzentrieren sich im hügeligen Stadtviertel <em>Matsuyama-chō 松山町</em> rund um den kreisrunden <em>Epizentrum-Park 爆心地公園</em>.  Dieser Park ist wiederum Teil des über 18 Hektar grossen <em>Friedensparks 平和公園</em> mit einer grossen, anklagenden Statue und vielen kleinen Gedenkstätten, darunter auch der Glocke der Kathedrale, die bei der Explosion herabstürzte und seitdem so belassen wurde. Oberhalb des Epizentrum-Parks - eine lange, steile Treppe führt hinauf - befindet sich das moderne <em>Nagasaki Atombombenmuseum 長崎原爆資料館</em> mit eindrucksvollen Exponaten über Nagasaki vor, während und nach des Abwurfes. Der Eintritt kostet 200 Yen und die Angestellten erklären gern, was es zu sehen gibt.
</p>
<p>
Sehr lebendig wird der Friedenspark alljährlich am 9. August, dem Jahrestag. Zehntausende Menschen versammeln sich im Park. Um 11:02 vormittags erklingen Sirenen, und alles und Jeder verharren in Stille, um der Opfer zu gedenken. Ein ergreifender Moment, und doch ist es mit normalem, menschlichen Verstand nur schwer zu fassen, was sich damals an diesem Ort abgespielt haben muss.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/nagasaki5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Nagasaki: China-Town von Nagasaki">
			<br><span>China-Town von Nagasaki</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/nagasaki6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Nagasaki: Im Zentrum der Stadt">
			<br><span>Im Zentrum der Stadt</em>
		</div>
	</div>

<p>
Nagasaki bietet alles in allem sehr viel Abwechslung: Vom hochmodernen Bahnhof und Bahnhofsvorplatz muss man nicht allzu lange laufen, um in die schmalen Gassen entlang des <em>Nakashima-Flusses 中島川</em> zu gelangen. Jener mündet schliesslich bei oben beschriebener Dejima in den Hafen von Nagasaki. Der Fluss ist eigentlich eher ein Bach und wird von zahllosen Brücken überspannt - unter anderem von der <em>Brillenbrücke 眼鏡橋</em> (die so heisst, weil sie aus zwei Bögen besteht). Diese Brücke wurde 1634 erbaut und ist damit Japans älteste Steinbogenbrücke. Im Laufer der Geschichte wurde sie mehrmals von Überschwemmungen ganz oder halb weggerissen - das letzte Mal 1982. Sie gilt als wichtiges Kulturgut (重要文化財) Japans. A propos Hochwasser: Beim schweren Hochwasser am 23. Juli 1982 fielen nahe Nagasaki innerhalb einer Stunde 187 mm Regen (mehr als ein Drittel dessen, was in Berlin in einem Jahr fällt). Ab 100 mm pro Stunde fällt übrigens im Freien das Atmen schwer. 262 Menschen kamen bei dem Hochwasser ums Leben oder gelten seitdem als vermisst. 
</p>
<p>
Besonders schön sind die Viertel am linken Ufer des Nakashima-Flusses. Läuft man von der Brillenbrücke Richtung Dejima (also Richtung Hafen), stösst man linkerhand auf die farbenprächtige <em>China-Town 中華街</em> von Nagasaki. Für Jahrhunderte war Nagasaki nicht nur das einzige Tor zu Europa, sondern auch zum nahen China. In Nagasaki steht auch das <em>Siebold-Museum シーボルト記念館</em>. Philipp Franz Balthasar von Siebold, war ein deutscher Arzt und Botaniker, der von 1823 bis 1829 sowie noch einmal von 1859 bis 1862 in Japan lebte. Die ersten Jahre verbrachte er als Arzt auf Deshima. Er heiratete beim ersten Aufenthalt eine Japanerin und zeugte eine Tochter mit ihr, wurde aber 1829 des Landes verwiesen (er hatte wohl versucht, Landkarten herauszuschmuggeln) und konnte für die nächsten 30 Jahre nicht zurückkehren. Siebold ist in Japan weithin bekannt und der erste deutsche Japan-Forscher. Seine Publikationen über Japan waren lange Zeit das Nonplusultra der Japanwissenschaften in Europa.
</p>
<p>
Weiterhin ist Nagasaki für den grossen <em>Glover-Garten グラバー園</em> bekannt. Die Anlage liegt auf einem Hügel am Hafen, von wo aus man letzteren gut überschauen kann. Gebaut wurde der Park nebst Residenz für den schottischen Industriellen Glover, der viel für den Aufbau der Wirtschaft in Nagasaki beitrug. Die 1863 fertiggestellte Residenz gilt als das älteste, noch erhalten gebliebene europäische Gebäude in Japan. Jahr für Jahr besuchen rund 2 Millionen Menschen die Anlage. Eintritt kostet 600 Yen.
</p>
<p>
Dies sind nicht alle Sehenswürdigkeiten von Nagasaki. Es gibt wirklich sehr viel zu entdecken in Nagasaki, und die wunderbare Vermischung von steilen Hügeln und dem Meer hat in Nagasaki ein sehr interessantes Stadtbild geschaffen. Alles in einem Tag zu erkunden ist bei dieser Stadt nahezu unmöglich. Übrigens ist Nagasaki gelegentlich auch mit negativen Schlagzeilen aufgefallen: 1990 wurde der damalige Bürgermeister Motoshima von Rechten niedergeschossen - er überlebte schwerverletzt. Weniger Glück hatte sein Nachfolger Itō 2007 - er wurde von einem verwirrten Gangster während einer Wahlkampfveranstaltung mitten in einer Menschenmenge erschossen.
</p>



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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Mit Bahn, Flugzeug oder Fähre. Eine direkte Fährverbindung nach Portugal und den Niederlanden gibt es jedoch nicht mehr. Zugtechnisch gab es zwei Möglichkeiten, von anderen japanischen Grossstädten nach Nagasaki zu kommen - erst mit dem Shinkansen nach <a href="fukuoka.html">Hakata</a> und von dort weiter mit dem Schnellzug. Oder mit dem Nachtzug - jener verkehrte zwischen Tokyo und <a href="kumamoto.html">Kumamoto</a> bis <em>Tosu 鳥栖</em> und von dort weiter mit dem Expresszug. Leider wurde der Nachtzugbetrieb (in Japan <em>Blue Train ブルートレイン</em>) am 14. März 2009 eingestellt. Insgesamt fahren drei Schnellzüge nach Nagasaki: <em>Kamome Ltd. Express かもめ</em>, <em>Midori Ltd. Express みどり</em> und <em>Huis Ten Bosch ハウステンボス</em> (letztere ist eine nach holländischem Vorbild gebaute Stadt nebst Vergnügungspark). Mit dem Kamome braucht man von Fukuoka (Bahnhofsname: <em>Hakata 博多</em>) gute 2 Stunden, die Fahrkarte kostet 4'910 Yen. Wer mit dem Bummelzug fährt, zahlt zwar nur 2'730 Yen, braucht aber doppelt so lange. Alle Linien sind JR - Railpass-Besitzer brauchen also nichts zuzuzahlen. Verschlafen kann man auch nicht: Der Hauptbahnhof von Nagasaki ist ein imposanter Kopfbahnhof - hier ist die (Eisenbahn)welt zu Ende. Wer nach <em>Shimabara 島原</em> am Unzen-Vulkan möchte, muss erst ein paar Kilometer Richtung Fukuoka nach <em>Isahaya 諫早</em> und dort in die private Shimabara-Linie umsteigen. Dauert zusammen etwas mehr als eine Stunde und kostet 2'640 Yen. 
</p>
<p>
Man kann auch mit dem Highway-Express-Bus von Fukuoka fahren. Dauert in der Regel ca. 2&frac12; Stunden und kostet 2'500 Yen. Wer von Tokyo z.B. nach Nagasaki möchte, braucht also über 8 Stunden mit dem Zug, die ganze Fahrt kostet dann über 25'000 Yen. Wer keinen Railpass und wenig Zeit hat, kommt mit dem Flugzeug besser weg. Der Flughafen liegt weiter nördlich Richtung <em>Sasebo 佐世保</em> und damit etwas abseits. Von dort gibt es zwei internationale Verbindungen: Nach <a href="/korea/seoul.html">Seoul (Südkorea)</a> und Shanghai/VR China. Alles andere sind Inlandsverbindungen.
</p>
<p>
Fähren von Nagasaki fahren alle möglichen Inseln in der Gegend an - aber nicht weiter. Fähren ins Ausland und nach Okinawa gibt es nicht. 
</p>
<p>
In Nagasaki selbst kommt man hervorragend mit der <em>Strassenbahn 路面電車</em> herum - vier Linien gibt es, zwei davon fahren auch zum Hauptbahnhof. Mit der Strassenbahn kommt man bequem zu den meisten, oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten. Der Preis ist seit Jahrzehnten konstant und liegt bei nur 100 Yen (Stand 2009).
</p>
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</div>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
In Japan gibt es nur eine Handvoll wirklich guter Hostels - eines davon steht in Nagasaki und heisst <em>Nagasaki International Hostel AKARI</em>. Es liegt sehr günstig direkt am Nakashima-Fluss unweit des Rathauses und damit nur rund 10 Minuten zu Fuss vom Hauptbahnhof entfernt. Läuft man den Fluss entlang, gelangt man direkt zu Deshima und zum Hafen. Die Besitzer sind ein junges Ehepaar - er ist ein Aussteiger, der seinen Job in Tokyo geschmissen hat, um ein Hostel zu betreiben. Die beiden sind sehr, sehr freundlich und sprechen gut Englisch. Es gibt einen grossen Gemeinschaftsraum mit Küche, Büchern, Internet usw. Das Hostel hat mehrere Etagen. Es gibt Einzelzimmer und Schlafsäle. Alles ist sauber und angenehm. Eine Nacht im Schlafsaal kostet nur 2'500 Yen. Hostel World Wide hat AKARI zum besten Hostel in Japan 2008 gekürt - zu Recht. Adresse: 〒850-0871 長崎県長崎市麹屋町2-2 (zip 850-0871, Nagasaki-shi, Kōjiyamachi 2-2), Tel.: 095-801-7900. Webseite: <a href="http://www.nagasaki-hostel.com/" target="_blank">www.nagasaki-hostel.com</a>.
</p><p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br /><?php include($_SERVER['DOCUMENT_ROOT'].'/agodatest.php'); ?>

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/nagasaki.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/nagasaki.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sun, 08 Mar 2009 01:43:48 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Karatsu</title>
            <description><![CDATA[            <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="fukuoka.html">←福岡 Fukuoka</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="nagasaki.html">Nagasaki 長崎→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/saga.png" alt="Lage von Saga" width="170" height="150" longdesc="tohoku.html">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kyushu.html">九州 Kyūshū</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kyushu.html#saga">Saga 佐賀</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Karatsu 唐津</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Definitiv Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Wurde früher <em>韓津</em> geschrieben - bei gleicher Lesung. Kara- steht für Korea, -tsu ist der Hafen. Korea ist nicht weit von Karatsu.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Karatsu liegt im Norden der kleinen Präfektur Saga auf der Insel Kyūshū. Die Stadt wird vom Fluss <em>松浦川 (Matsuura-gawa)</em> und seinen Nebenflüssen umflossen und mündet in der Stadt in die sehr inselreiche Bucht von Karatsu.</em>.
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die schöne Burg direkt am Meer. Der Ausblick von dort.  Das landesweit berühmte Karatsu-Kunchi-Festival Anfang November (oder zumindest die Figuren in der Festhalle). Die Keramikmanufakturen.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Karatsu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Karatsu - Beschreibung</h3>

<p>
Karatsu ist eine eher kleine Stadt mit ca. 130'000 Einwohnern und liegt im Norden der Präfektur Saga. Allerdings war schon immer die Bindung zum nur 
rd. 50 km östlich gelegenen <a href="fukuoka.html">Fukuoka</a> grösser als zur Präfekturhauptstadt Saga. Eine erste Siedlung wurde hier bereits nachweislich während 
der <a href="geschichte.html#jomon">Jōmon-Zeit</a> gebaut (bis 1000 v.u.Z.). Ein Beleg für die frühe Entwicklung sind die <em>菜畑遺跡 (Nabatake-Iseki) Feldanbau-Überreste</em>, die neben einer weiteren Stätte in Fukuoka die frühesten Zeugen des Nassreisanbaus in Japan darstellen. Die Felder wurden laut Historiker vor 2'500 bis 2'600 Jahren bestellt.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/karatsu1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Akita: Blick von der Burgruine auf die Innenstadt">
			<br><span>Blick von der Burg auf die Innenstadt</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/karatsu2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Akita: Nachgebauter Wachturm in der Burganlage">
			<br><span>Die prächtige Burg von Karatsu direkt am Meer</em>
		</div>
	</div>

<p>
Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter weiter und gehörte fortan zur Provinz <em>肥前国 Hizen-no-kuni</em>. Überregionale Bedeutung sollte der Ort aber nicht erlangen. Historiker spekulieren dabei noch heute über den Namensursprung: Das 唐 (Kara) im Namen bezeichnete dereinst das China der T'ang-Dynastie. Belege für einen Austausch mit China von Karatsu aus gibt es jedoch wohl nicht. Das Schriftzeichen 韓, welches für Korea steht, wird ebenfalls "kara" gelesen - und Korea liegt gleich auf der anderen Seite der See. Möglicherweise stammt der Name eher aus der Richtung.
</p>
<p>
Zwar hat die Stadt offiziell über 100,000 Einwohner, aber das auch nur aufgrund zahlreicher Eingemeindungen. Die Innenstadt selbst ist eher beschaulich. Das meiste spielt sich zwischen der Bahnlinie und der Küste ab. Der Streifen ist keine 2 km breit. Läuft man vom Bahnhof Richtung Norden, kommt man durch kleine Ladenstrassen - dahinter beginnt die eigentliche Altstadt mit etlichen alten Häusern. Läuft man weiter Richtung Ufer und biegt dann rechts ab, kommt man schnell zu einer Halbinsel, umrandet von Meer und der breiten Mündung des Matsuura-Flusses. Am Ende der kleinen Halbinsel liegt ein grosser, runder Hügel - und auf ihm die imposante Burg von Karatsu. Mehr zur selbigen siehe <a href="burgen3.html">Burg von Karatsu</a>. 


</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/karatsu3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Akita: Schöne Häuser am alten Burgpark">
			<br><span>Die eindeutig von China motivierten, grossen Wagen <br />des landesweit bekannten Hikiyama-Festivals</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/karatsu4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Akita: Der gläserne Hafenturm bei Akita">
			<br><span>Die Nakazato-Keramik-Werkstatt von Karatsu<br /></em>
		</div>
	</div>
<p>
Karatsu ist landesweit vor allem für eins bekannt: Das <em>唐津くんちの曳山行事 - Das Karatsu-Kunchi (Kunchi=Fest)</em>. Jenes findet alljährlich vom 2. November (abends) bis zum 4. November statt und hat seinen Ursprung in der Zeit um 1600, als das Schloss gebaut wurde. So ziemlich die gesamte Stadt und sehr viele Besucher von ausserhalb (im Schnitt um die 500'000 Menschen) nehmen teil, wenn 14 grosse Figuren, darunter Samuraihelme, Fabelwesen und ein grosser Gockel, durch die Stadt geschaukelt werden. Die Wagen sind 5, 6 oder mehr Meter hoch und auf einem speziellen Mechanismus aufgebaut, der es erlaubt, die Figuren zu kippen und zu wackeln. Teilweise "reiten" Teilnehmer auf den Figuren, und das sieht in den engen Gassen leicht gefährlich aus.
</p>
<p>
Normalerweise werden die über 5 Tonnen schweren Figuren in der <em>曳山展示場 (Hikiyama-Ausstellungshalle)</em> geparkt - dort kann man alle Figuren und ein paar andere Ausstelllungsstücke sowie ein paar Videos sehen. Die Festwagen stammen alle aus der Zeit zwischen 1819 und 1876. Die Halle findet man zwischen Bahnhof und Küste hinter dem Rathaus - Eintritt kostet 300 Yen, geöffnet ist von 9 bis 17 Uhr.
</p>
<p>
Ansonsten ist Karatsu auch für seine <em>唐津焼 (Karatsu-Keramik)</em> bekannt, deren Eigenarten wohl im 16. Jahrhundert aus dem nahen Korea überliefert wurden. Noch heute gibt es zahlreiche Keramikwerkstätten und Öfen in Karatsu, wobei man einige von ihnen besichtigen kann. Besichtigen bedeutet eher, die Verkaufsräume zu besuchen. Eine der bekannteren Manufakturen ist die <em>中里太郎右衛門陶房 Nakazato Tarōemon-Keramikwerkstatt</em> ca. 500 m südöstlich des Bahnhofs. Das Anwesen ist sehr schön und die Werke wirklich beeindruckend (und sehr, sehr teuer). Der Meister Nakazato Tarōemon stellt bereits die 13. Generation des Familienbetriebs dar. Eine Besichtigung ist kostenlos. In der Gegend gibt es auch noch andere Keramikmanufakturen.
</p>
<p>
Karatsu ist auf jeden Fall einen Besuch wert - allein der Blick auf das inselreiche Meer von der Burg auf dem Hügel ist die lange Anfahrt wert.
</p>



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		<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Am besten kommt man nach Karatsu von <a href="fukuoka.html">Hakata (Fukuoka)</a> - mit der <em>筑肥線 (Chikuhi-Linie)</em>. Die beginnt eigentlich in <em>姪浜 (Meinohama)</em> bei Fukuoka, hat aber direkte Anbindung an die U-Bahn von Fukuoka. Obwohl nur gute 50 km, dauert die Fahrt fast 1&frac12; Stunden. Die Fahrkarte kostet 1'110 Yen. Wer sich von Süden nähert, kann von Saga, der Präfekturhauptstadt, mit der Bummelbahn fahren. Die nennt sich <em>唐津線 (Karatsu-Linie)</em>, die Fahrt dauert 1 Stunde 10 Minuten und kostet 1'080 Yen. Die Bahn fährt weiter nach West-Karatsu, wo die Schienen schliesslich enden.
</p>
<p>
Vom Hafen von Karatsu fährt eine Fähre auf die <em>壱岐島 (Ikinoshima)</em> - eine grosse Insel zwischen Japan und Korea. Die Überfahrt dauert 1 Stunde und 40 Minuten, der Preis (Hinfahrt) ist 2'400 Yen.
</p>
<p>
JR verleiht Fahrräder am Bahnhof (Nordausgang) - für 600 Yen kann man sich ein Fahrrad (mit Hilfsmotor - andere gibt es nicht) für 4 Stunden ausleihen. Praktisch, wenn man nur kurz in Karatsu ist, aber viel sehen möchte.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Nicht im Ort übernachtet, daher keine speziellen Tipps. Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br /><?php include($_SERVER['DOCUMENT_ROOT'].'/agodatest.php'); ?>

</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/karatsu.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/karatsu.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2009 02:22:15 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Work in Japan</title>
            <description><![CDATA[<br />
<h2>日本で働く Working in Japan - Arbeiten in Japan</h2>
<br />
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<br />

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<!--
table tr td { font-size: 12px;line-height:1.6em; }
-->
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<h3>Employers, Recruiting companies, teacher matching services etc.</h3>

<table width="620" border="0" cellspacing="1" cellpadding="2">
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.gaijinpot.com/emp_j.php" target="_blank" ID="rdf:#$soAPC">Jobs 
      in Japan &gt; Employers &gt; Overview</A> </td>
          <td><img src="../igirisukokki.gif" alt="English" width="24" height="12">&nbsp;<img src="../nihonkokki.gif" alt="Japanese" width="24" height="12"></td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.eltnews.com/jobs/" target="_blank">Teaching jobs and other positions</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.jtb.co.jp/recruit/" target="_blank">Joy of Jobs, New 
      JTB 求人情報トップページ</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://metropolis.japantoday.com/" target="_blank">:: Metropolis 
      Tokyo :: Japan's No. 1 English Magazine HIRE LEARNING SPECIAL</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.7act.net/" target="_blank">7act - The leader in Home 
      private lessons</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://japan.accent-corp.com/job-offer/job-info/employees.html" target="_blank">Accent 通訳　社内スタッフ</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.best-honyaku.com/german.html" target="_blank">ドイツ語翻訳の会社の一覧</A>
    </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.gctravel.co.jp/links.htm" target="_blank">GCトラベルのホームページ</A> 
    </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.tsubasainc.net/" target="_blank">TsubasaInc 
        外国人のための就職、求人＆仕事探しの専門サイト「外国人就職ネット」</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.accesstech.com/" target="_blank">accesstechnology</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.careerjet.jp/" target="_blank">Careerjet.jp - 日本全国のお仕事探し</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.aeonet.com/" target="_blank">AEONet Homepage</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.cpir.com/" target="_blank">Cannon Persona - Japanese 
      Recruitment and Employment Specialists in London.</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.geoscareer.com" target="_blank">GEOS: Teach
      English in Japan...Home</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.hdi.co.jp/" target="_blank">HDI 人材紹介・派遣</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="https://job.japantimes.com/my_top_j.php?" target="_blank">Japan Times Jobs</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.jobsinjapan.com/" target="_blank">Jobs in Japan</A> 
    </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.ohayosensei.com/" target="_blank">O-Hayo Sensei: The 
      Newsletter of (Teaching) Jobs in Japan</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.transearch.co.jp/" target="_blank">TRANSEARCH</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.eslworldwide.com/" target="_blank">ESLworldwide.com specializes in providing the latest all language training jobs</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.daijob.com/dj/en/" target="_blank">Work in Japan. Jobs in Japan and Japanese Jobs</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.arkstar.co.jp/" target="_blank">アークスター</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.arc-career.com/" target="_blank">キャリア転職･就職支援、求人情報サイト｜ARC CAREER INC.</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.b-cause.co.jp/" target="_blank">外国人人材派遣　翻訳・通訳 (B-Cause)</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.careercross.com/" target="_blank">外資系求人情報－IT・金融など、バイリンガル向け外資系企業へ転職・就職 : キャリアクロスは外資系求人サイト</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.careerquest.jp/" target="_blank">転職から展職へのノウハウ・キャリアクエスト</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.acm.co.jp/" target="_blank">転職コンサルタント | 人材紹介のアカデミック</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://tenshoku.adecco.co.jp/index.asp" target="_blank">転職支援も求人情報検索も 
        - アデコ株式会社</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.careerinq.com/" target="_blank">転職情報人材紹介のCAREERINQ.COM「戦略コンサル、ITコンサル、経営幹部、金融業界、MBA」等の求人情報が満載！</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.hiraganatimes.com/" target="_blank">Hiragana Times - Friends Finding, Travel and Living in Japan</A> 
</td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.gaijinpot.com/" target="_blank">Gaijinpot - Jobs in Japan</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.intec-comms.com/" target="_blank">企業内語学研修のインテックコミュニケーションズ株式会社</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.isize.com/work/" target="_blank">イサイズ仕事探し／リクルートの仕事情報サイト</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.pasona.co.jp/" target="_blank">PASONA -- 人材派遣はパソナ --</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.jtest.org/job/" target="_blank">外国人求人オンライン</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://jobfinder.japantoday.com/biz.asp?action=home&pid=0" target="_blank">jobfinder.japantoday.com: Japan's No 1 Employment Website</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.tempstaff.co.jp/personal" target="_blank">派遣・人材派遣はテンプスタッフ | お仕事をお探しの個人の皆様へ</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.tempuniversal.co.jp/" target="_blank">外国人派遣・外国人人材紹介・海外への人材紹介テンプスタッフ・ユニバーサル株式会社 TEMPSTAFF UNIVERSAL CO.,LTD.&quot;JOB in JAPAN&quot;</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.hri-net.co.jp/" target="_blank">派遣・転職は人材派遣会社ヒューマンリソーシスインターナショナル-hri-</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.1st-position.com/" target="_blank">転職でキャリアアップ！ファーストポジションが提供する求人情報</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.tokyoconnections.com/" target="_blank">Tokyo Connections: The ultimate guide to jobs in Japan</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.japanesejobs.com/" target="_blank">Japanese Jobs: Bilingual Japanese Speaking Jobs in the United States and Japan</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><A HREF="http://www.fukuoka-now.com/forums/forum.php?forum=job" target="_blank">Fukuoka 
        Now Forums</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td colspan="3">その他（学校・翻訳の会社など）</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><DT><A HREF="http://www.ecc.jp/20050803spi/" target="_blank">ECC外語学院 - spi</A> </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><DT><A HREF="http://www.keikotomanabu.net/" target="_blank">資格・スキルアップ | ケイコとマナブ.net</A> 
      </td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><DT><A HREF="http://www.ironmannet.com/tntweb/translation/tetsujin/german.htm" target="_blank">ドイツ語翻訳の鉄人</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><DT><A HREF="http://japan.accent-corp.com/" target="_blank">翻訳会社Accent - 翻訳サービス 通訳</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><DT><A HREF="http://www.dila.co.jp/" target="_blank">DILA 大学書林国際語学アカデミー</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>&nbsp;</td>
    <td><DT><A HREF="http://www.nativesensei.com/" target="_blank">英会話の先生・英語家庭教師検索</A></td>
    <td>&nbsp;</td>
  </tr>
</table>
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	</div>
</div>
<br >
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<br />
<table width="620" border="0" cellspacing="1" cellpadding="2">
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://piggybabes.gozaru.jp/world/marriage/marriagejapan2.htm" target="_blank">ｂ</A></td>
          <td width="112">&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.pref.osaka.jp/osaka-pref/kokusai/OIS_webmarriage/" target="_blank">Living 
            handbook in Osaka</A> </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.tokyo.diplo.de/ja/01/Seite__ehesachen.html" target="_blank">ドイツ大使館
            - ドイツ人との結婚に必要な書類</A> </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.e.u-tokyo.ac.jp/~nagai/ISA/visa.html" target="_blank">ビザについて</A>
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.mofa.go.jp/mofaj/toko/todoke/koseki/" target="_blank">外務省ホームページ（日本語）-戸籍・国籍-</A>
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.pref.osaka.jp/osaka-pref/kokusai/OIS_webmarriage/02.html" target="_blank">結婚、国籍</A>
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.catv296.ne.jp/~iwahime/nazo.htm" target="_blank">国際結婚</A> 
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://plaza.rakuten.co.jp/tamochan/6001" target="_blank">国際結婚の方法</A> 
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.moj.go.jp/ONLINE/FAMILYREGISTER/5-2-1.html" target="_blank">婚姻届</A>
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.rnac.ne.jp/~kabutoya/konin.htm" target="_blank">婚姻届の書き方</A> 
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.yokoho.com/contentsB006.html" target="_blank">在留許可申請手続サポート（国際結婚）</A>
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www9.plala.or.jp/gennai/OfficeHiraga/SyougaiGyoumu.htm" target="_blank">在留資格証明書</A> 
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.moj.go.jp/" target="_blank">法務省</A></td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr> 
          <td>&nbsp;</td>
          <td><A HREF="http://www.immi-moj.go.jp/" target="_blank">入国管理局ホームページ</A> 
          </td>
          <td>&nbsp;</td>
        </tr>
      </table>

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<br />

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	</div>
</div>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/work-in-japan.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/work-in-japan.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sat, 14 Feb 2009 14:35:32 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Wohnen in Japan - Was gibt es, wieviel kostet es, wie sehen Wohnungen in Japan aus?</title>
            <description><![CDATA[<style type="text/css">
<!--
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</style>
<br />
<h2>日本での暮らし方 Wohnen in Japan</h3>
<br />
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:560px;margin-bottom:10px;">
<img src="/japan/expat/wohnen-banner.jpg" width="560" height="121" alt="Tabibito's Japan-Guide: Wohnen in Japan">
</div>
</center>
<br />
<p><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></p>

<ol class="toc" style="margin-left:50px;">
<li><a href="#vorwort">Vorwort</a></li>
<li><a href="#miete">Kaufen oder Miete?</a></li>
<li><a href="#arten">Wohnung? Apartment? Haus?</a></li>
<li><a href="#kriterien">Welche Kriterien gibt es?</a></li>
<li><a href="#inventar">Wohnungsarten & Gliederung</a></li>
<li><a href="#preise">Wie sind die Preise?</a></li>
<li><a href="#procedere">Wohnungssuche - aber wie?</a></li>
<li><a href="#umzug">Umzug / Formalitäten</a></li>
<li><a href="#links">Links & Tipps</a></li>
</ol>
<br />
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<h3 id="vorwort">1. Vorwort</h3>
<p>
Diese Seite ist jenen gewidmet, die - aus welchen Gründen auch immer - länger in Japan bleiben und darauf angewiesen sind, sich 
eine eigene Wohnung zu suchen. Studentenwohnheime werden auf dieser Seite ausgelassen, da sie von Universität zu Universität zu 
unterschiedlich sind - und Bewohner dieser Wohnheime meist nur kurze Zeit (sprich bis zu einem Jahr) in Japan sind.
Auch Wohnen auf dem Land lasse ich hier bewusst aus, denn dort herrschen andere, einfachere Regeln - Haus kaufen oder es bleiben lassen, sozusagen.
</p>
<p>
Über japanische Wohnverhältnisse grassieren etliche Vorurteile: Die meisten denken, japanische Wohnungen sind eher wie 
Karnickelbuchten. Und zudem sehr teuer. Mit Wänden aus Papier. Natürlich steckt auch ein bisschen Wahrheit dahinter, aber 
wenn man den Durchschnitt betrachtet, so hat der japanische Durchschnitts-Taro mit seiner Familie eine grössere Wohnung als 
Otto-Normalverbraucher nebst Familie in Deutschland. Die japanische Wohnkultur ändert sich zumal rasant.
</p>
<p>
Die schönsten Beschreibungen nutzen nichts, wenn die japanischen Begriffe dafür nicht genannt werden - da es zahlreiche Wörter 
gibt, die nur im japanischen Wohnungsmarkt benutzt werden. Die wichtigsten Wörter stehen im Glossar der einzelnen Abschnitte auf der 
rechten Seite. Der Vollständigkeit halber stehen auch die Schriftzeichen da - sollten diese nicht richtig angezeigt werden, bitte UTF-8 bei der
Browser-Dekodierung wählen (und/oder ostasiatische Sprachunterstützung aktivieren - nur bei Windows erforderlich).
</p>


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	</div>
</div>

<h3 id="miete">2. Kaufen oder Miete?</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">
<p>
Wer von seiner Firma für Jahre nach Japan beordert wird, braucht sich um diesen Punkt meistens keine Gedanken machen. Wer 
allerdings für unbestimmte Zeit nach Japan zieht, sieht sich mit dieser Frage oftmals konfrontiert. 
Wie überall kann man auch in Japan Wohnungen / Häuser mieten oder ebend kaufen. 
</p>
<p>
Dazu sollte jedoch erwähnt werden, dass die Dinge in Japan etwas anders liegen. In Deutschland kann man, genügend 
Finanzen vorausgesetzt, durchaus ein Haus kaufen und diese Immobilie als gewinnträchtige Geldanlage betrachten. Nicht so in Japan. 
Während in Deutschland viele Häuser so gebaut wurden, dass sie sehr viele Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte halten, haben in 
Japan Häuser eine sehr viel geringere Halbwertszeit - zumindest in der Stadt. Im Durchschnitt sind viele Häuser auf eine 
Nutzungsdauer von ca. 30 Jahren ausgerichtet. Mit zahlreichen Ausnahmen natürlich. Man muss also schon ein Grundstück besitzen, 
aber Grundstücke sind in Japan nachwievor sehr, sehr teuer. Und der Besitz allein reicht nicht, um reich zu werden.
</p>
<div class="fallbeispiel">
<strong><u>Fallbeispiel</u></strong>
<br>
Wohnungspreis (neu): 30 Mio Yen<br>
Anzahlung: 1 Mio Yen<br>
Startkosten: 2-3 Mio Yen<br>
Kreditkosten pro Monat <br>
(Laufzeit 35 Jahre): 100,000 Yen
</div>
<p> 
Prinzipiell hat man zwei Möglichkeiten: Man mietet eine Wohnung / ein Haus. Die <u>durchschnittliche Mietdauer beträgt dabei 2 Jahre</u>. 
Oder man kauft ein Haus / eine Wohnung. Nur ein Beispiel: Für eine nagelneue 3-Raum-Wohnung mit gut 70 m&sup2; Wohnfläche sollte man 
in Tokyo Stadt mit ca. 50,000,000 &yen; rechnen. Das sind ca. 10 Jahresgehälter bei japanischem Durchschnittslohn. In Euro umgerechnet ca. 
350,000 &euro;. Ist man bereit, ein paar Kilometer weiter weg zu wohnen, halbiert sich die Summe schnell. In der Regel werden bis zu 10% des Gesamtpreises anbezahlt, 
der Rest wird mit relativ günstigen und sehr leicht erhältlichen Krediten über einen Zeitraum von bis zu 35 Jahren abbezahlt.
</p>
	</td>
	<td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h3>
<p>不動産 (fudōsan) - die Immobilie</p>
<p>物件 (bukken ) - das Objekt</p>
<p>分譲物件 (bunjō bukken) - Kaufimmobilie</p>
<p>住宅ローン (jūtaku rōn) - Wohnungskredit</p>
<p>頭金 (atamakin) - Anzahlung</p>
<p>諸経費 (shokeihi) - Sonstige Kosten, Gebühren</p>
<p>返済 (hensai) - Kreditrückzahlung</p>
<p>賃貸物件 (chintai bukken) - Mietimmobilie</p>
</td></tr>
</table>

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</div>

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<h3 id="arten">3. Wohnung? Apartment? Haus?</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">

<p>
In Japan findet man eine grosse Vielfalt an Wohnungen. Da in Japans Ballungsgebieten andere Bedingungen herrschen als 
in Europa, gibt es durchaus japanische Besonderheiten. Prinzipiell hat man die Wahl zwischen grossen, mittelgrossen und kleinen 
Wohnblocks, Häusern und Reihenhäusern. Hinzu kommt noch die Frage, wer das Haus gebaut hat und woraus das 
Haus gebaut wurde.
</p>
<p>
Bei grossen Wohnblocks gibt es drei Möglichkeiten: Kommunaler Wohnungsbau, Firmenwohnungen oder private Wohnblocks. 
Kommunaler Wohnungsbau ist nicht allzu häufig anzutreffen. Die Wohnungen sind oftmals sehr eng und relativ alt (30 Jahre und 
älter). Die Mieten sind relativ günstig, aber nicht unbedingt ein Schnäppchen. Firmenwohnungen sind von der 
Wohnqualität sehr schwer einzuschätzen. Sie hängen von der Grösse der Firma, der Position des Angestellten und der 
Region ab. Gerade bei diesen Wohnungen gilt häufig "von aussen pfui, von innen hui". Die Firmen wollen mit den Wohnungen nicht 
protzen oder den Eindruck erwecken, die Firma hat viel zu verschenken. Innen sind die Wohnungen aber oftmals gross und äusserst 
brauchbar. Die Bewohner zahlen oft eine arg reduzierte Miete.
</p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:300px;margin-bottom:10px;">
<img src="/japan/expat/apartment.jpg" width=300 height=225 alt="Teure Apartmentblocks">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Apartmentblocks bei Tokyo: Dies sind in der Regel <br>relativ teure Eigentumswohnungen</p>
</div>
</center>
<p>
Gerade in Ballungsgebieten sind <em>Eigentumswohnungen</em> sehr beliebt - sie kosten oft genau so viel oder sogar mehr als ein eigenes Haus. Die 
Wohnungen sind gross, gut gestaltet und luxuriös ausgestattet. Und - sie bieten Sicherheit. In Japan folgt man dem amerikanischen Trend - eine 
gepflegte Paranoia in Sachen Sicherheit ist mittlerweilen sehr beliebt. Je mehr Sicherheit (spezielle Schlösser, Pförtner, Sicherheitssysteme 
für alle Zimmer usw) desto beliebter sind die Wohnungen. Hier liegt ein grosser Unterschied zu Europa z. B. - während man in Mitteleuropa 
mehr auf ein eigenes Haus setzt, sind Apartments in riesigen Wohnanlagen beliebter (und heben den Status). Man setzt auf Sicherheit und 
Bequemlichkeit.
</p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:300px;margin-bottom:10px;">
<img src="/japan/expat/mansion.jpg" width=300 height=225 alt="Mansions - aus Holz gebaut">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">
Sogenannte Apaato - meist aus Holz gebaut</p>
</div>
</center>

<p>
Wer länger in Japan lebt, wird sich oft mit der Frage konfrontiert sehen, wie man denn wohne - "Manshon" oder "apaato" (siehe Glossar). 
Dabei können jedoch selbst Japaner oft nicht eindeutig sagen, was was ist. Es gibt keine gesetzliche Definition der beiden Begriffe. 
In Japan wurde früher generell aus Holz gebaut, und japanische Schreinerkunst ist weltberühmt. Auch heute wird noch viel mit 
Holz gebaut. Unzählige Wohnblöcke - meist zwei, manchmal drei Etagen hoch, stehen überall in der Gegend. Wohnungen darin werden meist 
als <em>apaato</em> bezeichnet und sind preisgünstiger als in anderen Häusern. Japaner assoziieren mit Apaato billige 
Mieten (und automatisch damit auch "niedriges Einkommen"). Bei Apaato kann man davon ausgehen, dass es mindestens ein japanisches Zimmer 
gibt. Da dem Begriff "Apaato" nunmehr in Japan eine leicht negative Bedeutung anhaftet, werden gern andere Begriffe benutzt - zum Beispiel "Heights" 
(findet sich in Adressen). 
</p>
<p>
Mansions (manshon) hingegen befinden sich meist in Stahlbauten, Stahlbetonkonstruktionen oder in Wohnblöcken (aus Beton). Diese reichen von zwei- bis 50-Geschossern. Apartments haben naturgemäss dickere Wände (meistens zumindest) und eher vertrauenerweckende Balkons und Treppen. 
Bei mehr als 4 Etagen haben die Häuser in der Regel Fahrstühle. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass in japanischen 
Blöcken (Apartments und Mansions) die Eingangstür in der Regel ins Freie führt - die Flure sind nicht im Haus, sondern aussen. 
Dies gilt freilich nicht für riesengrosse Wohnblöcke (mehr als 20 Etagen).
</p>
<p>
Über Häuser lässt sich zusammenfassend nicht sehr viel sagen - von extrem klein bis extrem gross gibt es alles. Rein japanisch 
eingerichtete, enge Häuser gibt es genau so wie sehr grosse Villen. Uralte japanische Häuser sind in der Stadt kaum zu bekommen - 
diese sind meist sehr gross, innen recht dunkel und komplett aus Holz. Um den Wohnbereich führt ein Gang herum, der im Sommer für 
bessere Zirkulation sorgen soll. Alte japanische Häuser haben oft nur ein Geschoss.
</p>
	</td>
	<td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h4>
<p>社宅 (shataku) - Firmenwohnung</p>
<p>アパート (apaato) - von "Apartment". Meist kleiner und in aus Holz gebauten Häusern. Oft als geringerwertig empfunden.</p>
<p>マンション (manshon) - von engl. "Mansion". Abgrenzung zur "Apaato" nicht immer fest definiert - bedeutet aber meist "aus Beton/Stahlbeton gebaut" und damit sicherer bei Erdbeben (theoretisch).</p>
<p>マイホーム (mai hōmu) - "my home" - eigenes Haus.</p>
<p>オートロック (ōto rokku) - "auto lock". Sicherheitssystem. Nur Bewohner kommen in das Haus herein.</p>
<p>木造 (mokuzō) - Holzbau</p>
<p>鉄筋系 (tekkinkei) - Stahlbetonbau</p>
<p>鉄骨系 (tekkotsukei) - Stahlbau (=Träger sind aus Stahl)</p>
<p>団地 (danchi) - Wohngebiet (mit Wohnblöcken)</p>
</td></tr>
</table>


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	</div>
</div>


<h3 id="kriterien">4. Welche Kriterien gibt es?</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">
<p>
In Europa z.B. gelten hauptsächlich Kriterien wie "Lage" (damit verbunden Preis & Sicherheit der Umgebung), "Grösse" und "Gestaltung". 
In Japan liegen die Dinge etwas anders. Auch in Japan ist die Lage freilich sehr wichtig, aber Grösse und Gestaltung wirken weniger wichtig. 
Obwohl sich das allmählich auch in Japan ändert - Designerwohnungen und Luxuswohnungen werden immer beliebter. 
<p>
Aufgrund der Naturgegebenheiten ist in Japan allerdings noch etwas extrem wichtig: die Erdbebensicherheit. Dabei wird noch nach zwei Typen unterschieden - "taishin" (siehe Glossar) 
besagt dabei, dass das Haus ein Erdbeben bis zu einer gewissen Stärke übersteht. "Taishin" wird mittlerweilen nahezu als Voraussetzung 
angesehen. Die meisten Häuser werden bei Erdbeben jedoch nicht durch das Beben selbst, sondern eher durch daraus entstandene Feuer vernichtet 
(siehe <a href="kobe.html">Kōbe</a>). Das wiederum bedeutet, das "Mansions" in ihren Holzkonstruktionen 
schlichtweg gefährdeter sind bei schweren Erdstössen. Dank der Forschung wird zudem das "menshin"- Prinzip immer beliebter. Dies 
besagt, dass der Bau nicht nur das Erdbeben "überstehen" soll, sondern möglichst wenig von der Energie eines 
Erdbebens aufnehmen soll. Dies geschieht z.B. durch Shock-Absorber - wie etwa Gummidämpfer im Sockel, oder rechnergesteuerte Gegengewichte wie 
Bleischlitten ... oder ein Pool auf dem Dach. Das man für Wohnungen in solchen Häusern wesentlich mehr zahlt, ist selbstverständlich. 
</p>
<p>
Hauptkriterien, die auf jeden Fall bei Immobilienmaklern erwähnt werden, sehen in Japan wie folgt aus (japanische entsprechende Begriffe im Glossar rechts):
<ul>
<li>Mietkosten. Japanische Mietkosten sind prinzipiell Kaltmieten. Sie enthalten höchstens eine monatliche Verwaltungsgebühr. Mehr siehe <a href="preise">Preise</a>.</li>
<li>Einzugskosten - wieviel muss bei Einzug gezahlt werden? (mehr siehe <a href="#preise">Preise</a>).</li>
<li>Wohnraumaufteilung. Mehr siehe <a href="#inventar">Wohnungsarten & Gliederung</a>.</li>
<li>Wohnungstyp - Apartment? Mansion? Haus? Mehr siehe <a href="#arten">Arten</a>.</li>
<li>Haustyp - verbunden mit Erdbebensicherheit. Stahlbeton? Holz? Stahlgerüst? Block?</li>
<li>Nähe zum Bahnhof - wieviel Minuten zu Fuss / mit dem Bus? Essentiell in Japan.</li>
<li>Fläche - wieviele Quadratmeter?</li>
<li>Alter des Hauses - neu? 5 Jahre alt? 20 Jahre alt? Spielt auch eine entscheidende Rolle. Alt ist in Verbindung mit "Wohnen" generell von schlechter Bedeutung.</li>
<li>Parkplatz vorhanden? Wenn ja, wieviel kostet der extra? Wenn keiner vorhanden, kann man ein eigenes Auto gleich vergessen.</li>
<li>Sonstiges: Küche eingerichtet? Autolock-System? Kinder / Haustiere / Instrumente erlaubt?</li>
</ul>

</p>

</td><td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h4>

<p>耐震 (taishin) - Erdbebensicherheit</p>
<p>免震 (menshin) - "Erdbebenabweisend"</p>
<p>賃料 (chinryō) - Mietkosten</p>
<p>管理費 (kanrihi) - Verwaltungskosten. Oft um die 5% der Mietkosten.</p>
<p>初期費用 (shoki hiyō) Einzugskosten</p>
<p>間取りタイプ (madori taipu) - Raumaufteilung</p>
<p>建物種別 (tatemono shubetsu) - Wohnungstyp</p>
<p>構造 (kōzō) - (Haus)typ</p>
<p>駅徒歩、駅距離 (ekitoho, ekikyori) - Entfernung vom Bahnhof (zu Fuss / allgemein)</p>
<p>専有面積 (sen'yū menseki) - Wohnfläche</p>
<p>築後年数 (chikugo nensū) - Alter des Hauses</p>
<p>駐車場あり・なし (chūshajō ari / nashi) Parkplatz vorhanden / nicht vorhanden</p>
<p>ペット（不）可 (petto [fu]ka) Haustier (nicht) erlaubt</p>
</td></tr>
</table>

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	</div>
</div>



<h3 id="inventar">5. Wohnungsarten & Gliederung</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:300px;margin-bottom:10px;"><img src="/japan/expat/washitsu.jpg" width=300 height=225 alt="Typisches japanisches Zimmer mit Oshiire (Wandschrank) rechts sowie westlichem Zimmer (links)">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">
Typisches japanisches Zimmer mit Oshiire<br>(Wandschrank) rechts sowie westlichem Zimmer (links)
</p>
</div>
</center>
<p>
Natürlich ist auch in Japan die Zimmerzahl wichtig. Aber Wohnungen werden kurz und bündig 
auch gleich beschrieben: Eine Typenbezeichnung für eine Wohnung besteht in der Regel aus einer Zahl und 
den Buchstaben L, D, K, R - eventuell auch S. Die Abkürzungen bedeuten <em>L = Living room (Wohnzimmer)</em>, 
<em>D = Dining room (Esszimmer)</em>, <em>K = Kitchen (Küche)</em>, <em>R - Room (Zimmer)</em> sowie <em>S = Service room</em>. 
Es verlangt etwas Kenntnis, um zu verstehen, was sich genau hinter diesen Kürzeln verbirgt. Um dies zu erklären, sollte man 
folgendes wissen:
</p>
<p><ul><li>
Die Gesamtgrösse japanischer Wohnungen wird in Quadratmeter angegeben.
</li>
<li>Die Grösse von Zimmern wird in <em>-jō</em> angegeben (siehe Glossar). Ein japanisches Standardmass für Zimmer 
ist eine Grösse von 6 jō - das sind 8,67 m&sup2;</li>
<li>Grundstücke oder sehr grosse Räume werden in Tsubo angegeben (siehe Glossar).</li>
<li><em>Parkplätze</em> kosten fast immer extra - meist um die 10,000 JPY pro Monat. Es gibt auch sehr viele Apartments/Mansions ohne Parkmöglichkeit - in diesem Fall kann man sein eigenes Auto gleich vergessen.</li>
</ul>
<p>Was die genaue Definition von K, D und L angeht, so gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Definition. In der Regel kann man aber von den folgenden Werten ausgehen:</p>
<ul>
<li>1 R bedeutet Ein-Raum-Wohnung. Evtl. mit Waschbecken und Kochnische, manchmal auch ohne. Die kleinste Wohnungsart in Japan. Meistens nur 6 jō, manchmal sogar noch kleiner.</li>
<li>K bedeutet meistens kleiner als 4.5 jō (6.5 m&sup2;). 2 K bedeutet also zwei Zimmer + kleiner Küche.</li>
<li>DK bedeutet meistens zwischen 4.5 jō und 8 jō (6.5 - 11.5 m&sup2;) - "Dining Kitchen".</li>
<li>LDK steht für eine "Living Dining Kitchen" mit mehr als 8 jō (11.5 m&sup2;), also Wohnzimmer + Küche.</li>
<li>SLDK ist noch grösser und hat meist eine Art Kammer oder abgegliederten Bereich (=Service Room).</li>
</ul>
</p>

<div class="picturebox"><img src="/japan/expat/apartment_beispiel.jpg" width=234 height=281 alt="Typischer Aufbau eines kleinen japanischen Hauses"><br>
Typischer Aufbau eines <br>kleinen japanischen Hauses</div>
<p>
Haus oder Wohnung? Während in Deutschland Wohnungen meistens billiger sind bzw. Häuser als ganzes nicht allzu oft vermietet 
werden (zumindest nicht in normalen Wohngebieten), ist das in Japan durchaus üblich. Es ist zudem oftmals erstaunlich billig, ein ganzes 
Haus zu mieten - grössere Apartments kosten oft mehr. Grund: Apartments gelten als sicherer und erdbebensicherer gebaut. 
Viele Häuser sind auch sehr, sehr klein - siehe Beispiel links.
</p>
<p>Der Grundriss links zeigt das Erdgeschoss (in Japan 1. Stock) auf der linken Seite und den 2. Stock rechts. Dort sieht man Bad mit Dusche und Wanne (in Japan meist sehr klein aber ein Muss), den winzigen Eingang, einen Waschmaschinenstellplatz (links in der Mitte) sowie, gelb, DK8 mit Kochnische - also eine "Dining Kitchen". Aussen vor befindet sich bei diesem Beispiel eine kleine Terasse.
</p>
<p>Das Obergeschoss besteht aus einem japanischen Zimmer (grün, 6 jō gross) mit zwei angeschlossenen Wandschränken (Oshiire, siehe Glossar) sowie einem gleich grossen europäischen Zimmer (altrosa, 6jō gross).
</p>
<p>Zusammengefasst sollte erwähnt werden, dass typisch japanische Wohnungen etwas anders gegliedert sind. Es gibt kein Schlafzimmer per se - 
der Futon und das restliche Bettzeug verschwinden nach dem Aufstehen im grossen Wandschrank - danach wird das leere Zimmer anderweitig genutzt. Nur ziemlich 
teure Wohnungen haben echte Schlafzimmer und Wohnzimmer. 
</p>
</td><td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h4>
<p>畳 tatami, auch -jō. Manchmal auch 帖 geschrieben bei Grössenangaben. Japanische Reisstrohmatten. Diese haben fast ausnahmslos die gleiche Grösse, nämlich 
910mm×1820mm (3 shaku x 6 shaku). Zimmergrössen werden stets in -jō angegeben. Ein -jō entspricht damit 1,6562 m&sup2;. 
Allerdings beziehen sich die Zimmergrössen sehr oft auf Danchima-Grösse (nächstes Wort).</p>
<p>団地間 (danchima) - die in Apartments, Wohnblöcken und Mansions am häufigsten benutzte Tatamiart: Diese ist 
850mm×1700mm gross, also 1,445 m&sup2;.
<p>坪 (tsubo) - japanische Flächeneinheit. Ein Tsubo sind ziemlich genau 3.3 m&sup2;.</p>
<p>和室 (washitsu) - japanisches Zimmer, also mit Reisstrohmatten. Ohne Stühle, sehr flach gehaltene Tische usw.</p>
<p>洋室 (yōshitsu) - westliches Zimmer. Alles was nicht Japanisch ist. Sehr häufig: Laminatfussboden oder Imitationen solcher.</p>
<p>玄関 (genkan) - Eingangsbereich. Dort werden die Schuhe abgestellt. Liegt immer etwas niedriger als der Rest.</p>
<p>押入 (oshiire) - Wörtlich "reinquetschen". Ein traditioneller japanischer Wanschrank, der so hoch wie das Zimmer ist, keinen Meter tief ist und meist in der Mitte durch ein horizontales, sehr stabiles Brett geteilt wird. Nach dem Schlafen wird hier das gesamte Bettzeug hereingelegt. Der untere Teil dient als Speicherplatz (Keller sind in Japan sehr, sehr selten!).</p>
</td></tr>
</table>

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	</div>
</div>

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<h3 id="preise">6. Wie sind die Preise?</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">

<p>
Sicher gibt es für den Immobilienmarkt universelle Regeln, aber in Japan herrschen aufgrund besonderer Bedingungen zum Teil für Europäer oder 
Amerikaner nicht unbedingt einleuchtende Gesetze. Beispiel: In Deutschland sind Wohnungen in alten Häusern oftmals teurer, da diese mehr Stil und höhere 
Decken haben. So etwas gibt es in Japan nicht. Folgende Regeln den Wohnungspreis betreffend stammen aus eigenen Beobachtungen. Manche überscheiden sich. 
Die folgenden Regeln sind der Wichtigkeit nach geordnet:
</p>
<p>
<ol><li>Je grösser die Stadt, desto teurer</li>
<li>Je näher am Stadtzentrum (=Hauptbahnhof) desto teurer</li>
<li>Je grösser der Wohnraum desto teurer</li>
<li>Je neuer das Haus desto teurer</li>
<li>Je stabiler das Haus desto teurer</li>
<li>Je näher am nächstgelegenen Bahnhof desto teurer</li>
<li>Je näher an einem Bahnhof, an dem Schnellzüge halten, desto teurer</li>
</ol>
</p>
<p>
Gerade die Punkte 4 bis 7 sind eine typisch japanische Besonderheit. Diese gelten freilich nur 
für Ballungsgebiete - allen voran Tokyo und Umgebung sowie Osaka und Umgebung. Aufgrund enormer 
Mietpreisunterschiede haben die meisten Japaner lange Anfahrtswege zum Büro (= 1 Stunde nur Hinfahrt und 
länger). Da macht es einen grossen Unterschied, ob man bis zum nächstgelegenen Bahnhof 
2 Minuten läuft oder 20. Ob am Bahnhof die meist wesentlich schnelleren Expresszüge halten oder nicht 
ist ebenfalls wichtig.
</p>
<p>
Die regionalen Unterschiede sind enorm - während man in der Provinz relativ problemlos eine 3DK- Wohnung 
für unter 50,000 Yen (350 Euro) bekommt, zahlt man für die gleiche Wohnung z.B. in der Gegend von Shibuya/Tokyo 
gern mal über 300,000 Yen (knapp 2,000 Euro). Man ist gut beraten, den Mietpreis genau mit der Entfernung vom Arbeitsort 
abzuwägen. Das bezieht sich übrigens auch auf die Lebensqualität - das Wohnumfeld in Tokyo ist nicht unbedingt 
ideal in vielen Stadtvierteln. 
</p>
<p>
Wie eingangs erwähnt, beträgt die durchschnittliche Mietdauer 2 Jahre. Man sollte vor dem Einzug dies sowie 
die weiteren Kosten bedenken: Wie hoch ist die Maklerprovision? Wie hoch die Kaution? Gibt es eine Vermittlungsgebühr? 
Im Durchschnitt sind in Japan bei Einzug <strong>drei Monatsmieten extra</strong> fällig. Bei beliebten Objekten auch 
gern mal 5 Monatsmieten. Man sollte dabei in Japan nicht darauf bauen, die Kaution wiederzusehen - meistens kommt nichts 
zurück.
</p>
<p>
In jüngster Zeit werben etliche Immobilienmakler mit "0 Monatsmieten Kaution, 0 Monatsmieten Provision". Bei diesen Offerten 
ist Vorsicht geboten - oftmals ist in dem Fall ein horrender Beitrag bei Auszug fällig (=Räumungsgebühr). So oder so - 
eine neue Bleibe zu mieten ist in Japan in der Regel ein teurer Spass.
</p>
<p>
Neben der Miete sind in der Regel noch eine "Gemeinnutzpauschale" und / oder Verwaltungsgebühr fällig - i.d.R. sind das weniger 
als 5% der Monatsmiete - pro Monat. Ferner ist auch oft eine Versicherung nötig. Die wird alljährlich bezahlt.
</p>
<p>
Es sollte noch einmal betont werden, dass japanische Mieten <strong>generell Kaltmieten sind</strong> - Strom, Wasser, Gas (so angeschlossen), 
Rundfunkgebühr, Abwassergebühr, Telefon, Parkplatz (siehe <a href="#umzug">Umzug</a>) etc. sind nicht inbegriffen.


</p>
</td><td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h4>
<p>家賃 (yachin) Miete</p>
<p>共益費 (kyōoekihi) "Gemeinnutzkosten"</p>
<p>管理費 (kanrihi) Verwaltungsgebühr</p>
<p>礼金 (reikin) Maklerprovision</p>
<p>敷金 (shikikin) Kaution</p>
<p>退去費用 (taikyohiyō) Räumungsgebühr</p>
<p>仲介手数料 (chūkai tesūryō) Vermittlungsgebühr</p>
<p>保証金 (hoshōkin) Versicherungsgebühr</p>
</td></tr>
</table>

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	</div>
</div>


<h3 id="procedere">7. Wohnungssuche - aber wie?</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">
<p>
In Deutschland und einigen anderen Ländern auch kann man mit etwas Glück die Wohnung von jemandem übernehmen - 
das wird dann meist etwas billiger. Vor allem Studenten wohnen dabei auch gern in WG's. Beides ist in Japan weniger üblich - vor allem 
Ersteres. Dass Wohnen in Wohngemeinschaften scheint hingegen langsam immer beliebter zu werden.
</p>

<div class="picturebox"><img src="/japan/expat/fudosanya.jpg" width=300 height=225 alt="Leicht als solche an den beklebten Fenstern zu erkennen: Japanische Immobilienmakler"><br>
Leicht als solche an den beklebten Fenstern <br>zu erkennen: Japanische Immobilienmakler</div>
<p>
Natürlich geht man auch in Japan zum Immobilienmakler. Die konzentrieren sich zumeist an gewissen Punkten - oft rund um Bahnhöfe 
herum - so das man nicht allzu lange suchen muss. Anhand der Grundrisse, die zahlreich von innen an die Scheiben geheftet werden, sind 
japanische Immobilienmakler auch für Nicht-Sprachkundige schnell zu finden. Mit Englisch kommt man bei gewöhnlichen 
Immobilienmaklern aber meistens nicht weit - wer darauf angewiesen ist, sollte englische kostenlose Wochenzeitschriften wie <em>Tokyo Notice Board</em>
oder <em>Metropolis</em> konsultieren - zumindest wenn man im Grossraum Tokyo wohnen möchte.
</p>
<p>
Eine kleine <strong>Warnung</strong> vorneweg: <u>Fälle, in denen Ausländer von Immobilienmaklern und/oder den Hausbesitzern abgelehnt 
werden, kommen durchaus vor.</u> Der Grund: Man fürchtet sich zum einen vor der Sprachbarriere - sollte mal etwas sein, so befürchtet man, 
dass ein Ausländer mangels Japanisch-Kenntnisse zur Last wird. Und: Ausländer gelten als laut und extravagant. Zwei Eigenschaften, die 
Hausbesitzer nirgendwo wirklich leiden können. Wer Sorgen hat, abgewiesen zu werden, sollte am besten die Sache mit einem Japaner zusammen 
angehen. Viele Hausbesitzer andererseits haben keinerlei Bedenken in punkto Ausländer.
</p>
<p>
Eine Alternative für Ausländer, die sich nicht für zwei Jahre auf eine Wohnung festlegen wollen - meistens weil der 
Aufenthalt kürzer ist - sind die <em>Gaijin Houses</em> - Gemeinschaftsunterkünfte, die man wochen- und monatsweise 
mieten kann. Gaijin Houses sind meistens relativ eng und einige von ihnen stark heruntergekommen. Es empfiehlt sich dringend, 
sich das Haus vor der Entscheidung persönlich anzusehen, sonst kann man eine böse Überraschung erleben. 
Praktisch an Gaijin Houses ist, dass man ohne jeglichen Hausrat zurecht kommen kann - meist ist alles vorhanden. In so ziemlich allen 
Gaijin Houses wohnen nicht nur Ausländer, sondern oft auch mehr als 50% Japaner - Leute von ausserhalb, denen die Enge und der gelegentliche 
Lärm nichts ausmacht.
</p>
<p>
Ansonsten gibt es Informationsquellen wie Sand am Meer: Gedruckt und im Internet. Beides in der Regel nur auf Japanisch. Mehr zu konkreten 
Seiten und Blättern siehe Linksammling unten.
</p>
</td><td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h4>
<p>不動産屋 (fudōsanya) Immobilienmakler</p>
<p>ソーシャルアパートメント (sōsharu apaatomento) Social Apartment - WG, Kommune</p>
<p>外人ハウス (gaijin house) Gaijin Haus, gedacht für Ausländer, die Wochen oder Monate im Land bleiben.</p>
</td></tr>
</table>


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	</div>
</div>


<h3 id="umzug">8. Umzug / Formalitäten</h3>
<table width="620" cellpadding="5" cellspacing="0" border="0">
	<tr>
		<td width="450">
<p>
Auch in Japan ist ein Umzug mit zahlreichen Unannehmlichkeiten verbunden. Um es kurz zu machen, der Versuch einer 
Aufzählung: 
</p>
<p>
Vor dem Umzug:
<ul>
<li>Momentanen Hausbesitzer & Immobilienmakler rechtzeitig vor Vertragsverlängerung über den Auszug informieren</li>
<li>Falls man in eine andere Stadt zieht: Ca. 2 Wochen vor Umzug im Rathaus Umzugsantrag einreichen. Meist reichen Ausweis (Alien 
registration card, Führerschein) und Stempel oder Unterschrift. I.d.R. kostenlos</li>
<li>Krankenkasse & Rentenkasse im Rathaus informieren - den von der Stadt genehmigten Umzugsantrag sowie alle Kranken- und Rentenkasse 
betreffenden Unterlagen & Stempel mitbringen. Nicht vergessen - der Versicherungsausweis wird später zurückgeschickt.</li>
<li>Telefon ab/ummelden. Wer es bei NTT angemeldet hat - 116 wählen.</li>
<li>Bei der nächstgelegenen Post eine Post-Umzugsanmeldung abholen (ist eine Postkarte) und ausgefüllt abschicken. Die Post 
leitet dann alles kostenlos für ein Jahr zur neuen Adresse weiter.</li> 
<li>Beim zuständigen Amt am neuen Wohnort die Strombenutzungsanmeldung abgeben. Das Formular bekommt man i.d.R. vom 
Immobilienmakler nach Vertragsabschluss. Einzugstermin angeben.</li>
<li>Bei der Geschäftsstelle des Wasseramtes am neuen Wohnort anrufen, Adresse und Nutzungsbeginn angeben.</li>
<li>Beim Besucherzentrum / der Geschäftsstelle der Gasgesellschaft anrufen (so Gas in der neuen Wohnung installiert) und Termin 
ausmachen. Jemand von den Gaswerken muss in die neue Wohnung kommen, um Gas freizuschalten.</li>
<li>Beim örtlichen NHK (Staatl. Fernsehen) anrufen, Adressenänderungsantrag ausfüllen. NHK - Rundfunkgebühren sind 
Pflicht; seit 2007 werden Gebührenmuffel gelegentlich vor Gericht gezerrt.</li>
<li>Sonstige Anbieter/Provider (Internet? Kabelfernsehen? usw) rechtzeitig informieren.</li>
<li>Umzugsspedition finden und Termin organisieren</li>
</ul>
</p>
<p>
Nach dem Umzug geht es munter weiter:
</p>
<p>
<ul>
<li>Arbeitgeber vom Umzug informieren - wichtig!</li>
<li>Zum Rathaus am neuen Wohnort gehen, Einzugsantrag einreichen (bleibt man im gleichen Ort, reicht die vorher 
ausgefüllte Auszugsgenehmigung). Wer eine Alien Registration Card (begrenzte Aufenthaltsgenehmigung) hat, 
neue Adresse auf der Rückseite eintragen lassen (ebenfalls im Rathaus).</li>
<li>Ebenfalls am Rathaus Kranken- und Rentenkasse klären - Adressen müssen geändert werden</li>
<li>Empfohlen bei Umzug in andere Stadt: Konto bei hiesiger Bank eröffnen. Sonst muss man später gelegentlich zur Bank am 
alten Wohnort zurück.</li>
<li>So Führerschein vorhanden, bei Polizei oder Fahrschule Adresse ändern lassen.</li>
<li>Adresse beim Mobilfunkanbieter ändern lassen.</li>
<li>Falls man Zeitungen abonniert hat: Beim Vertragspartner Adresse mitteilen bzw. ab- und anmelden.</li>
</ul>
</p>


</td><td width="180" class="rightbox-w" valign="top">
<h4>Glossar</h4>
<p>市役所 (shiyakusho) Rathaus</p>
<p>印鑑 (inkan) jap. Namensstempel. Unterschrift tut es meistens auch.</p>
<p>転出届 (tenshutsu-todoke) Umzugsanmeldung</p>
<p>身分証明書 (mibun shōmeisho) ID (ausländische Dokumente nicht gültig)</p>
<p>転居届 (tenkyo-todoke) Umzugsanmeldung (bei der Post)</p>
<p>電気使用申込書 (denki shiyō mōshikomisho) - Strombenutzungs- anmeldung</p>
<p>水道局営業所 (suidōkyoku eigyōsho) - Geschäftsstelle des Wasseramtes</p> 
<p>ガス会社 (gasu gaisha) Gaswerke</p>
<p>住所変更申込 (jūsho henkō mōshikomi) Adressenänderungs- antrag</p> 
<p>転入届 (tennyū todoke) Einzugsformular</p>
<p>通帳 (tsūchō) Sparbuch, Bankbuch</p>
<p>運転免許証 (unten menkyoshō) Führerschein</p>
<p>携帯電話会社 (keitai denwa gaisha) Mobilfunkanbieter</p>

</td></tr>

</table>

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</div>


<h3 id="links">9. Links</h3>

<p>
<ul><li>
<a href="http://www.forrent.jp/house/fr/edit/dictionary/chintai_kisoyogo/index.html" target="_blank">http://www.forrent.jp/house/fr/edit/dictionary/chintai_kisoyogo/index.html</a><br>
Kleines Glossar zum Thema Wohnen auf Japanisch.
</li>
<li>
<a href="http://www.chintai.net/" target="_blank">http://www.chintai.net/</a><br>
Eine der ganz grossen Seiten in Japan wenn es um Wohnungssuche geht. Veröffentlicht auch umfangreiche, kostenlose 
Wohnanzeiger in vielen Gebieten.
</li>
</ul>
</p>

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	</div>
</div>

]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/wohnen.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/wohnen.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sat, 14 Feb 2009 01:32:04 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Japan-Blog-Feed-Radar</title>
            <description><![CDATA[<br />
<h2>Neue Beiträge aktiver Japan-Blogs</h2>
<br />
<p>
Dies ist eine Übersicht der neuesten Beiträge aktiver Blogs aus und über Japan. Wenn Ihr Blog hier aufgenommen werden soll, bitte <a href="http://www.tabibito.de/form.html">Kontaktformular</a> benutzen. Tabibito behält sich die Entscheidung vor, ob der Blog aufgenommen wird oder nicht.
</p>

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<table cellpadding="2" cellspacing="0" valign="top" class="feed-radar">
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</div>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/blogs.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/blogs.html</guid>
            
            
            <pubDate>Fri, 13 Feb 2009 00:53:55 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Japans Berge</title>
            <description><![CDATA[<br />
<h2>Japans Gipfel</h2>

<center>
<table width="600" cellpadding="10" cellspacing="0" border="0">
<tr valign="top">
	<td width="388">
		<img src="/japan/yama/japanmap.gif" width="378" height="215" border="0" alt="Berge Japans">
	</td>
<td>
	<p><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></p>
	<ul class="toc">
	   <li><a href="#iwaki">Iwaki-san</a></li>
	   <li><a href="#fuji">Fuji-san</a></li>
	   <li><a href="#hotaka">Hotaka-dake</a></li>
	   <li><a href="#aso">Aso-san</a></li>
	   <li><a href="#karakuni">Karakuni-dake</a></li>
	   <li><a href="#sakurajima">Sakurajima</a></li>
	   <li><a href="#unzen">Unzen-dake</a></li>
	</ul>
</td></tr></table>
</center>
<br />
<br />
<p>Japan's Gipfel: Diese Seite habe ich hauptsächlich der Photos wegen erstellt. Nebenbei gibt es auch ein paar wenige Erläuterungen, aber mit Wanderrouten oder gar Bergsteigertipps kann ich leider nicht aufwarten. Trotzdem viel Spass beim anschauen!
</p>

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<h3 id="iwaki">岩木山 Iwaki-san</h3>
<p>
Der Iwaki-san (-san bedeutet Berg) befindet sich in der Präfektur Aomori - der nördlichsten Präfektur der Insel Honshū. Der Gipfel ist 1625 m hoch. Der Berg befindet sich inmitten des Tsugaru-Nationalparks. Wie man unschwer erkennen kann, ist der Iwaki ein - momentan nicht sehr aktiver - Stratovulkan, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass man an seinem Fuss einige heisse Quellen (sogenannte Onsen) 
finden kann. Der letzte Ausbruch war 1863. Der Ausstoss heisser Dämpfe wurde zum letzten Mal 1986 beobachtet. Rund um den Berg rumort es hin und wieder - Erdbeben sind auch hier keine Seltenheit.
</p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P2220139.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Iwaki-Berg">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Der Iwaki-san, photographiert von der Burg in Hirosaki.</p>
</div>
</center>
<p>
Der Berg ist leicht zu erklimmen. Man kann von <a href="hirosaki.html">Hirosaki</a> mit dem Bus bis zum Fuss fahren und dann mit der Seilbahn weiterfahren - nach nur noch 45 Minuten Fussmarsch ist man auf dem Gipfel. Im Winter fährt die Seilbahn freilich nicht. Im nahegelegenen Hirosaki gibt es ein Schloss und andere Sehenswürdigkeiten. Mehr zum Schloss siehe unter <a href="burgen.html#hirosaki">Hirosaki-jō</a>.
</p>

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	</div>
</div>



<h3 id="fuji">富士山 Fuji-san</h3>
<p>
Der Fuji-san wird hierzulande fälschlicherweise oft als "Fujiyama" bezeichnet - ein historischer Irrtum. Das Schriftzeichen "-san" wird ebenfalls "yama" gelesen, doch in Zusammensetzung mit dem Bergnamen liest man es "san". Der Fujisan ist mit 3'776 Metern Höhe der grösste Berg Japan und aufgrund seiner Form weltberühmt. Er ist an klaren Wintertagen selbst vom gut 100 km entfernten <a href="tokyo.html">Tōkyō</a> zu sehen. Der Fujisan ist ein Stratovulkan, dessen Geschichte vor schätzungsweise 100'000 Jahren begann. Der letzte Ausbruch fand 1707 statt und bedeckte ganz Edo (alter Name Tōkyō's) mit einer gut 15 cm dicken Ascheschicht. Diese Vulkanasche ist äusserst fruchtbar und spielte deshalb eine enorm wichtige Rolle bei der Erschliessung der <a href="kanto.html">Kantō-Ebene</a>. 
</p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/fujisan_nichibotsu13.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Fuji-san">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Der Fuji-san bei Sonnenuntergang, fotographiert <br />vom <a href="takao.html">Takao</a> (Tōkyō-to)</p>
</div>
</center>
<p>
Der Fuji wird aufgrund seiner nahezu perfekten Form nicht nur von Naturliebhabern, sondern auch von religiösen Gruppen verehrt - er ist in vielerlei Hinsicht ein heiliger Berg.  Einzig ein parasitärer Nebenkrater am Südosthang - der Hoei-san - unterbricht die konische Form. Der Berg befindet sich inmitten des Fuji-Hakone-Izu-Nationalparks. Besonders gut zu sehen ist er von den fünf Seen am Nordhang (<em>fuji goko 富士五湖</em>), der Industriestadt <em>Fuji 富士</em> im Süden oder auch von <a href="hakone.html">Hakone</a>. 
Die Chance, ihn im Frühjahr oder Sommer zu Gesicht zu bekommen, ist ziemlich klein.
</p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P1070022.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Fuji-san von nahem">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Nahaufnahme von der Stadt Fuji. Deutlich zu erkennen ist einer der Pfade.</p>
</div>
</center>
<p>
Die besten Chancen auf eine gute Sicht auf den Fuji hat man im Winter. Dumm nur, dass man den Berg nur in der schneefreien Zeit vom 1. Juli bis 31. August besteigen darf. Zumal zu dieser Zeit schon die ersten Taifune anrücken. Jeder darf in dieser Zeit den Fuji-san besteigen - und jeder macht es: Rund 3'000 Menschen pro Nacht, also fast 200'000 Menschen pro Saison! Populär ist es, bis zu einer der vier Fünften Stationen (<em>gogōme 五合目</em>) zu fahren. Die liegen auf 1'400 bis 2'400 Meter Höhe. Die meisten besteigen ihn nachts, 
da früh am Morgen die Chancen am höchsten sind, überhaupt etwas zu sehen. 
</p><p>
Von <em>Fujinomiya Gogōme 富士宮五合目</em> geht's am schnellsten - viereinhalb Stunden dauert der Aufstieg (und zweieinhalb Stunden der Abstieg). Man sollte viel, viel Kleidung mitbringen, denn auch im Sommer ist es oft frostig und sehr windig. Und viel Wasser sowie eventuell etwas zu Essen. Auch eine Taschenlampe ist angebracht. Zwar ist der Aufstieg wohl für jedermann zu schaffen, doch die Höhe reicht aus, einige Leute höhenkrank zu machen. Bei ersten Anzeichen der Höhenkrankheit (Schwindelgefühl, Schwächeanfall etc.) 
sollte man also lieber absteigen. Es gibt vier Routen mit jeweils 10 Stationen - in einigen von ihnen kann man auch übernachten und essen.
Viele Tipps zum Aufstieg (leider nur auf Japanisch) gibt es unter <a href="http://www.fuji.tozan.org/" target="_blank">http://www.fuji.tozan.org/</a>.
</p>

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	</div>
</div>

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<h3 id="hotaka">穂高岳 Hotaka-dake</h3>


<p>
Entlang der Präfekturgrenze von Gifu und Toyama zur Präfektur Nagano erstreckt sich - exakt in Nord-Süd-Ausrichtung - das rund 100 km lange <em>Hida-Gebirge 飛騨高地</em>, welches oft schlicht als <strong>Nordalpen 北アルプス</strong> bezeichnet wird. Hier reihen sich dutzende Dreitausender aneinander. Der grösste in der Kette ist mit 3&#8217;190 Metern der Hotaka-dake, oft auch Meishin-dake genannt. Weiter nördlich befindet sich <a href="hakuba.html">Hakuba</a> - Ausrichtungsort der Skispringen während der Olympiade in <a href="nagano.html">Nagano</a>. In den Nordalpen gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten. Berge wie der Hotaka sind allerdings sehr anspruchsvoll. Entlang der Nordalpen verläuft die <em>Fossa Magna</em> - eine gigantische Verwerfung, entdeckt vor über 100 Jahren vom deutschen Geologen Naumann. Beliebter Ausgangspunkt für Touren durch die Nordalpen ist <a href="matsumoto.html">Matsumoto</a> - dort gibt es auch die sehr schöne Burg <a href="burgen2.html#matsumoto">Matsumoto-jō</a>.
</p>
<p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P1090072.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Berg Hotaka">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Hotaka-dake, photographiert von Matsumoto.</p>
</div>
</center>
</p>


<div class="back-to-top-wrapper">
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	</div>
</div>


<h3 id="aso">阿蘇山 Aso-san</h3>



<p>
Die Insel <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> kann mit drei äusserst lebhaften Vulkanen aufwarten: Dem Aso, dem <em>Unzen 雲仙</em> und dem <a href="#sakurajima">Sakurajima</a>. Vor allem vom Aso und Unzen geht eine akute Gefahr aus. Aso befindet sich in der Inselmitte, zwischen <em>Beppu 別府</em> und <a href="kumamoto.html">Kumamoto</a>. Und er ist nicht einfach ein Berg. Es ist ein gigantischer Krater mit 80 km Umfang. Innerhalb dieses Kraters gibt es alles - Städte, Landwirtschaft usw. Insgesamt leben dort rund 100'000 Menschen! Innerhalb des Kraters gibt es 5 Berge. Der höchste ist der 1592 Meter hohe <em>Taka-dake 高岳</em>. Momentan recht aktiv ist lediglich der 1'216 m hohe <em>Naka-dake 中岳</em>, der ab und an überraschend ausbricht, mit ein paar vulkanischen 
Bomben um sich wirft und damit kilometerweit entfernte Menschen umbringt. Das passiert allerdings selten. Das letzte sehr aktive Jahr war 1995. Doch noch immer brodelt es am Naka-dake. Hinauf gelangt man - wenn der Krater ruhig ist - mit einer Seilbahn. Leider hatte ich kein Glück mit dem Wetter, wie man auf dem Photo sieht. Mehr über diesen Vulkan und die Umgebung 
siehe unter <a href="aso.html">Aso</a>! 
</p>
<p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P2160115.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Vulkan Aso">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Naka-dake - der aktive Krater des Aso-san.</p>
</div>
</center>
</p>

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	</div>
</div>



<h3 id="karakuni">韓国岳 Karakuni-dake</h3>
<p>
Im Süden <a href="kyushu.html">Kyūshū's</a>, an der Grenze zwischen den Präfekturen Miyazaki und <a href="kagoshima.html">Kagoshima</a>, befindet sich das ca. 10 mal 10 Kilometer grosse <em>Kirishima-Massiv 霧島山</em>.
Dieses ist gleichzeitig Nationalpark. Der höchste Punkt dieses Massivs ist der Karakuni-dake mit 1'700 Metern Höhe. Zu dem Massiv zählen vier Vulkane, die zwar momentan nicht sehr aktiv sind, mit denen man aber immer noch rechnen muss.
</p>
<p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P1090046.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Berg Karakuni">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Kirishima-Massiv mit dem Karakuni-dake</p>
</div>
</center>
</p>



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	</div>
</div>




<h3 id="sakurajima">桜島御岳 Sakura-jima Mitake</h3>
<p>
Gegenüber der Stadt <a href="kagoshima.html">Kagoshima</a> im äussersten Süden <a href="kyushu.html">Kyūshū's</a>
befindet sich der Sakurajima-Vulkan. Zwischen der Stadt und dem Vulkan liegen lediglich 5 Kilometer Bucht. Der Vulkan hat, wie man sieht, mehrere Gipfel - den Kita-dake (Nordgipfel), Naka-dake (Mittelspitze) und den Minami-dake (Bedeutung darf erraten werden). Der Kita-dake ist mit 1'117 Metern Höhe der grösste Gipfel. Aktiv ist zur Zeit allerdings nur der Minami-dake (Auf dem Photo rechts zu sehen. Auf dem Photo mischen sich die Wolken und der Dampf des Vulkans). 1914 gab es einen gewaltigen Ausbruch, durch den die Insel Sakurajima zur Halbinsel wurde. Und sie näherte sich dadurch der Stadt. Seitdem gibt es alle Jahre mal wieder eine grosse Explosion - so 2002, 2000, 1995 usw. Wenn er mal nicht explodiert, raucht er, wie auf dem Photo erkennbar ist, permanent vor sich hin. Die Einwohner der Stadt sind bei grösseren Explosionen und ungünstigem Wind einem penetranten, atemraubenden Ascheregen ausgesetzt.
</p>
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P1090045.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Sakurajima">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Schneebedeckter Sakurajima - eine absolute Seltenheit!</p>
</div>
</center>
<p>
Das ganze Explodieren und Ascheregnen hat freilich auch seine guten Seiten, denn die Asche sorgt für ausserordentlich fruchtbare Böden. 
So wird auf der Insel massiv landwirtschaft betrieben - und über 30 kg schwere Rettiche gezogen! Ebenfalls berühmt sind Miniorangen, die allerdings exorbitante Preise haben. Aufgrund der akuten Gefahr ist es leider nicht gestattet, den Berg zu besteigen. Auf halbem Wege ist Schluss. 
<center>
<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/P1090044.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Sakurajima">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Der Minami-dake nach einer Miniexplosion</p>
</div>
</center>
<p>
Die Halbinsel ist vom Fährhafen in <a href="kagoshima.html">Kagoshima</a> zu erreichen. Die Fähren brauchen gerade mal zehn Minuten und fahren sehr häufig, die Überfahrt kostet 150 &yen;. Die Halbinsel ist voller Hotels und Touristenzentren. Es gibt allerdings auch ein kleines, akzeptables und obendrein noch kostenloses Museum unweit des Fährhafens. Auf der Insel gibt zahlreiche Lavaströme vorangegangener Eruptionen zu sehen - darunter auch ein halb von Lava bedeckter Torii. Auch eine Jugendherberge fehlt nicht. Auf der Insel kann man mit dem Bus herumfahren. <strong>Anmerkung zu den Photos:</strong> Diese entstanden im Januar 2003 und haben einen gewissen Seltenheitswert, denn einen Tag zuvor schneite es zum ersten Mal seit 16 Jahren in Kagoshima!
</p><p>
Tägliche Livephotos von der Wohnung eines Kagoshimaners gibt es hier (nur japanisch):
<a href="http://page.freett.com/sakurajima/index.htm" target="_blank">http://page.freett.com/sakurajima</a>
</p>

<div class="back-to-top-wrapper">
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	</div>
</div>



<h3 id="unzen">雲仙岳 Unzen-dake</h3>
<p>

</p>
<center>
<div style="width:640px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/unzen-panorama.jpg" width="640" height="105" border="0" alt="Unzen-dake">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Blick vom Unzen Richtung Ariake-See</p>
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Der Unzen ist einer der aktivsten (und gefährlichsten) Vulkane Japans. Der Berg nimmt fast die komplette <em>Shimabara-Halbinsel 島原半島</em> ein und ist mit seinen 1'486 Meter Höhe, beginnend vom Meeresspiegelniveau wohlgemerkt, mehr als weithing sichtbar. Der Vulkan ist von komplizierterer Natur - er weist nicht die klassische Vulkanform wie der <a href="#fuji">Fuji-san</a> auf, sondern ist eher eine Gruppe von Vulkanen - ein Gebilde mehrerer, sich überlappender Stratovulkane.
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<div style="border:1px solid #555;padding:5px; width:500px;margin-bottom:10px;">
	<img src="/japan/yama/unzen.jpg" width="500" height="375" border="0" alt="Unzen">
<br><p style="font-size:12px;color:#800;">Der 平成新山 - der neue Berg Heisei</p>
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</div>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/berge.html</link>
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            <pubDate>Thu, 12 Feb 2009 01:08:38 +0900</pubDate>
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