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        <title>Japan Almanach</title>
        <link>http://www.tabibito.de/japan/</link>
        <description><![CDATA[Seiten aus und &uuml;ber Japan - f&uuml;r alle Japan-Reisenden, Japan-Interessierten und Japan-Infizierten.]]></description>
        <language>de</language>
        <copyright>Copyright 2010</copyright>
        <lastBuildDate>Tue, 20 Jul 2010 01:29:23 +0900</lastBuildDate>
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        <item>
            <title>Yokosuka</title>
            <description><![CDATA[ <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="yokohama.html">←横浜 Yokohama</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="kamakura.html">Kamakura 鎌倉→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/kanagawa.png" alt="Lage von Kanagawa" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kanto.html">関東 Kantō</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kanto.html#kanagawa">神奈川 Kanagawa</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>横須賀 Yokosuka</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: kein Muss" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Yokosuka. "-suka" wird häufig in Ortsnamen für einen Ort mit einer Sandbank verwendet - diese kann an einem Fluss oder am Meer liegen. "Yoko" bedeutet "waagerecht" und "bei".

							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Am (nördlichen) Eingang zur <em>三浦半島 Miura-Halbinsel</em>, am Westufer der Bucht von Tokyo und unweit des Eingangs zur Bucht. Bis zur Präfekturhauptstadt <a href="yokohama.html">Yokohama</a> im Norden sind es rund 20 km Luftlinie.
							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die Uferpromenade. Ansonsten - die Umgebung (Affeninsel, den ältesten Leuchtturm Japans usw).
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Yokosuka: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Yokosuka - Beschreibung</h3>


<p>
Yokosuka ist mit gut 400,000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt der sehr dicht besiedelten Präfektur Kanagawa und ist zudem die erste grössere Stadt die man nach dem Einlaufen in die Bucht von Tokyo vorfindet. Ein Ortsteil der Stadt heisst <em>久里浜 Kurihama</em> - der Ort, an dem Mitte des 19. Jahrhunderts Commodore Perry mit seinen schwarzen Schiffen anlegte und damit die Landesöffnung und Modernisierung Japans einleitete (siehe <a href="geschichte.html#meiji">Meiji-Zeit</a>).
</p>
<p>
Seitdem bzw. auch schon teilweise davor war Yokosuka deshalb eine wichtige Hafen- und Werftstadt. Hinzu kam die Stahlproduktion in der Stadt, um die Werften mit den erforderlichen Rohstoffen beliefern zu können. Dabei spielte ein Franzose eine grosse Rolle - <em>フランソワ・レオンス・ヴェルニー François Léonce Verny</em> wurde 1864 nach Yokosuka entsandt, um dort beim Aufbau einer modernen Stahlproduktion zu helfen. Er blieb für 12 Jahre vor Ort und trug damit wesentlich dazu bei, das Japan an andere Industrienationen anschloss und nebenher seine Flotte in kurzer Zeit modernisieren konnte. Ihm ist deshalb in Yokosuka heute auch ein Park gewidmet.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yokosuka1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yokosuka - Im Stadtzentrum">
			<br><span>Yokosuka - Im Stadtzentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/yokosuka2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yokosuka - Im Mikasa-Park">
			<br><span>Yokosuka - Im Mikasa-Park</span>
		</div>
	</div>
<p>
Des weiteren erlangte Yokosuka auch schnell Berühmtheit als Marinestützpunkt - seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es in Yokosuka einen Flottenstützpunkt sowie eine Kadettenschule. 1907 wurde Yokosuka das Stadtrecht verliehen. 1923 wurde die Stadt durch das Grosse Kantō-Erdbeben (siehe <a href="geschichte.html#taisho">hier</a> arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Rolle als einer der wichtigsten Flottenstützpunkte büsste sie jedoch dadurch nicht ein. Sofort nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Japan im August 1945 nahm die amerikanische Marine den Ort in Beschlag, um dort neben <a href="iwakuni.html">Iwakuni</a> und <a href="insel-okinawa.html">Futenma/Okinawa</a> einen der grössten Stützpunkte in Japan aufzubauen. 
</p>
<p>
Seitdem taucht Yokosuka zumeist in Verbindung mit den amerikanischen Stützpunkten in den Nachrichten auf - so nach Zwischenfällen zwischen Zivilisten und Stützpunktpersonal oder auch durch die Stationierung eines nukleargetriebenen Flugzeugträgers zwischen 2005 und 2008 usw. In Yokosuka gibt es jedoch nicht nur amerikanische Stützpunkte, sondern auch solche der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte.
</p>
<p>
Die Stadt selbst ist eher uninteressant - grosse Bereiche entlang der Küste sind off-limit für Zivilisten und das Stadtzentrum selbst recht modern und unspektakulär. Geschichtsinteressierte können jedoch im zentralen <em>三笠公園 Mikasa-Park</em>. Herzstück des Parks ist das dort am Kai eingemauerte Schlachtschiff "Mikasa", welches im Russisch-Japanischen Krieg 1904/5 eine zentrale Rolle spielte (der Krieg brachte der russischen Marine eine verheerende Niederlage ein). Das Schiff ist gut erhalten und kann auch von innen besichtigt werden.
</p>
<p>
Ansonsten ist die Umgebung von Yokosuka schon interessanter - südlich der Stadt beginnt die Miura-Halbinsel, und unweit der Stadt steht der älteste Leuchtturm Japans (westlichen Vorbilds) - der <em>観音埼灯台 Kannon-Zaki Tōdai (Kap Kannnon-Leuchtturm)</em>, erbaut 1869. Direkt im Hafen der Stadt Yokosuka und mit der Fähre erreichbar liegt das winzige, unbewohnte Eiland <em>猿島 (Entō. Auch: Sarushima</em> - zu Deutsch die "Affeninsel" - die einzige natürliche Insel in der Bucht von Tokyo (in selbiger gibt es unzählige künstliche Inseln).
</p>



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		<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Drei Bahnlinien verbinden Yokosuka mit dem Rest der Welt - eine davon ist die <em>横須賀線 Yokosuka-Linie</em>. Diese beginnt in Kurihama südlich von Yokohama und fährt über Yokosuka nach <a href="zushi.html">Zushi</a>, <a href="kamakura.html">Kamakura</a>, <a href="yokohama.html">Yokohama</a> bis nach <a href="tokyo.html">Tokyo</a>. Diese Linie ist eine der wichtigsten Bahnlinien des Grossraums Tokyo. Vom Bahnhof Tokyo bis Yokosuka braucht man mit dieser Linie 80 Minuten, die einfache Fahrt kostet 1'050 Yen.
</p>
<p>
Etwas schneller ist die private <em>京浜急行 Keihin (=Tokyo-Yokohama) -Expresslinie</em>, welche auch über Yokohama bis nach Tokyo fährt (allerdings nicht zum Bahnhof Tokyo, sondern nur nach Shinagawa und Sengakuji). 
</p>
<p>
Die <em>京急久里浜線 Keikyū Kurihama-Linie</em> ist eigentlich nur eine Erweiterung der oben genannten Keihin-Linie und fährt gen Süden auf die Miura-Halbinsel.
</p>
<p>
In Yokosuka muss man mit den Bahnhöfen aufpassen - es gibt mehrere Bahnhöfe im Stadtzentrum, und genau gesehen gibt es zwei Hauptbahnhöfe - Yokosuka als Hauptbahnhof der JR-Linie (Yokosukua-Linie) und <em>横須賀中央 Yokosuka-Chūō (Zentrum)</em> als Hauptbahnhof der Keihin-Linie. Der Bahnhof Yokosuka ist sehr klein und liegt ziemlich abseits - von dort muss man mit dem Bus weiter bis ins Zentrum fahren. Yokosuka Chūō hingegen markiert das eigentliche Zentrum der Stadt.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Das <em>セントラルホテル Central Hotel</em> liegt eine Minute zu Fuss entfernt vom Yokosuka Chūō-Bahnhof und damit so zentral wie mōglich. Ein typisches Stadthotel mit den üblichen Annehmlichkeiten  dieser Preisklasse. Ein Doppelzimmer kostet ab 16'000 Yen. Die Adresse: 〒238-0007 神奈川県横須賀市若松町2-8 (zip 238-0007, Kanagawa Pref. Yokosuka-shi Wakamatsu-chō 2-8, Tel: 046-827-1111.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br /><?php include($_SERVER['DOCUMENT_ROOT'].'/agodatest.php'); ?>
</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/yokosuka.html</link>
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            <pubDate>Tue, 20 Jul 2010 01:29:23 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Kofu</title>
            <description><![CDATA[  <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="niigata.html">←新潟 Niigata</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="izu.html">Shōsenkyō 昇仙峡→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/yamanashi.png" alt="Lage von Yamanashi" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chubu.html">中部 Chūbu</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chubu.html#yamanashi">山梨 Yamanashi</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>甲府 Kōfu</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Abstecher wert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
				Kōfu. Setzt sich zusammen aus dem "Kō" (甲) in 甲斐国 (Kai-no-kun, Name der historischen Provinz) und dem "fu" in Kokufu (国府 - Name der damaligen Provinzregierung).
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
					In einem Talkessel inmitten der Präfektur - und rundherum umgeben von bis über 2'500 m hohen Bergen.  Bis Tokyo im Osten sind es gute 100 km Luftlinie, bis zum Fuji-san im Süden gute 30 km.
 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Zu sehen gibt es eigentlich nicht sehr viel, aber die Bergwelt rundherum ist spektakulär.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kōfu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Kōfu - Beschreibung</h3>

<p>
Kōfu ist das Verwaltungszentrum der Präfektur Yamanashi und war schon früher das Zentrum der historischen Provinz <em>甲斐国 Kai-no-kuni</em>. Jenes entsprach so ziemlich genau der heutigen Präfektur - und ist eine der wenigen Verwaltungseinheiten Japans, die nicht an der Küste liegen. Kōfu erlangte aufgrund seiner abgeschiedenen Lage in einem Talkessel im Hinterland deshalb nie wirklich überregionale Bedeutung. Die Stadt bzw. die Verwaltungseinheit Kōfu (mit allen eingemeindeten Orten fast 200 km² hat heute weniger als 200'000 Einwohner und ist damit für eine Präfekturhauptstadt sehr klein. Der Talkessel ist schon seit Jahrtausenden bewohnt - in der Gegend fand man auch Hügelgräber aus der <a href="geschichte.html#kofun">Kofun-Zeit</a>.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kofu1.jpg" alt="Kofu - Blick auf das Stadtzentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Kofu - Blick auf das Stadtzentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kofu2.jpg" alt="Dominiert die weitere Umgebung - der Fuji-san" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Dominiert die weitere Umgebung - der Fuji-san</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wie es sich für eine alte Provinzhauptstadt gehōrt, wurde auch in Kōfu eine Burg gebaut - der Bau begann 1583. Später wurde die Stadt und das Gebiet zwar streckenweise zentral vom Shogunat in Edo (heute Tokyo) verwaltet, aber das damals <em>舞鶴城 (Maizuru-jō - Burg des tanzenden Kranichs)</em> blieb bestehen. Der Name ist übrigens keine Seltenheit - viele weisse Burgen in Japan wurden so genannt, und die meisten Burgen in Japan waren weiss. Burgherr war anfangs kein geringerer als <em>徳川家康 Tokugawa Ieyasu</em>, der berühmte Reichseiniger des 17. Jahrhunderts.
</p>
<p>
Von der Burg stehen seit Ende des 19. Jahrhunderts nur noch die Burgmauern, doch beginnt man nach und nach, Teile der Burg wieder aufzubauen. Selbst von einem Nachbau des Hauptbaus, dem Donjon, ist die Rede. Selbst ohne Donjon gilt die Burgruine bereits als eine der 100 bekanntesten Burgen Japans. Vom Burgplateau hat man jedenfalls einen guten Überblick über die Stadt bzw. den ganzen Talkessel - und die umliegende Bergwelt. Auf dem Gelände der Burg sticht ansonstend der <em>謝恩塔 Shaon-tō ("Turm der Dankbarkeit")</em> sofort ins Auge - der weisse Obelisk wurde 1914 errichtet und dem gut 3 Jahre zuvor verstorbenen Meiji-Tennō gewidmet.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kofu3.jpg" alt="Kofu - in der Burgruine" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>In der Burgruine</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/kofu4.jpg" alt="Kofu - was von der Burg noch steht" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Kofu - was von der Burg noch steht</span>
		</div>
	</div>
<p>
Ausser der Burgruine - praktischerweise im Zentrum gelegen - gibt es nicht allzu viel zu sehen in Kōfu - das liegt zum Teil auch daran, dass die Stadt am 7. Juli 1945 von gut 100 Bombern der Amerikaner nahezu vollständig dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das Stadtzentrum beginnt am Hauptbahnhof, und dort, am Südausgang, beginnt auch gleich der Schlosspark mit der Schlossruine. Die grösste Einkaufsstrasse befindet sich etwas weiter südlich. Unweit des Nordausgangs wiederum steht man direkt vor dem klobigem <em>山梨文化会館 (Yamanashi-Kulturhaus)</em> - ein gigantischer Betonklotz, der zahlreiche Medienfirmen (Fernsehen, Radio, Internet usw.) unter einem Dachvereint. Entworfen wurde der gewaltige Bau 1966 von keinem geringeren als <em>丹下健三 Tange Kenzō</em>, dem japanischen Stararchitekten, welcher auch das gewaltige <a href="/japan/tokyo-shinjuku.html">Rathaus von Tokyo</a>, den Hauptbahnhof von <a href="/mazedonien/skopje.html">Skopje</a> und viele andere Bauwerke entworfen hatte.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kofu5.jpg" alt="Kofu: Im 長禅寺 (Chōzen-ji)-Tempel" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Im 長禅寺 (Chōzen-ji)-Tempel</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/kofu6.jpg" alt="Kofu - Die Stadt ist bekannt für Hōtō" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Hōtō - die Spezialität der Stadt</span>
		</div>
	</div>
<p>
Natürlich gibt es auch in Kōfu die übliche Anzahl von Tempeln und Schreinen - viele Tempel konzentrieren sich dabei hauptsächlich im Stadtteil nordöstlich des Bahnhofs, und einige von ihnen, besonders aber der <em>甲斐善光寺 Kai-Kōzenji</em>, sind einen Abstecher wert.
</p>
<p>
Wie jede andere Stadt in Japan auch, wartet Kōfu mit seiner eigenen Spezialität auf - jene wird <em>ほうとう (Hōtō)</em> genannt und ist im wesentlichen ein dicker, würziger Eintopf mit sehr breiten Nudeln, Fleisch und Gemüse. Empfehlenswert. 
</p>
<p>
Der Hauptgrund für einen Besuch in Kōfu ist für viele allerdings die Lage der Stadt - wer in die traumhaft schöne Bergwelt <a href="shosenkyo.html">Shosenkyo</a> im Norden will, kommt um Kōfu kaum herum.

</p>

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	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Mit dem <em>JR Azusa Ltd. Express あずさ特急列車 </em> dauert es bis <strong>Kōfu 甲府</strong> rund 
1½ Stunden von <a href="tokyo-shinjuku.html">Shinjuku</a> sowie eine Viertelstunde länger von 
<a href="tokyo-chiyoda.html#tokyo">Tōkyō-eki</a>. Der gleiche Express fährt weiter nach <a href="matsumoto.html">Matsumoto</a> - das dauert über eine Stunde. 
</p><p>
Regionalzüge fahren auch nach Tokyo - man muss jedoch in <strong>Ōtsuki 大月</strong> umsteigen. Das ganze
dauert dann von <a href="tokyo-shinjuku.html">Shinjuku</a> 2¼ Stunden, ist jedoch spürbar 
billiger.
</p>

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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Direkt vor dem Bahnhof steht das schmale <em>甲府ターミナルホテル Kōfu Terminal Hotel</em> - ein typisches Businesshotel mit dem üblichen Service. Praktisch, da sehr zentral. Die Preise sind auch normal und beginnen bei 4'000 Yen für ein Einzelzimmer und bzw. 7'700 Yen für ein Doppelzimmer. Die Adresse: <em>〒400-0031 山梨県甲府市丸の内1-2-12 (zip 400-0031 Yamanashi Pref. Kōfu-shi Marunouchi 1-2-12)</em>, Tel.: 055-232-7351.
<br /><br />

 Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/kofu.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/kofu.html</guid>
            
            
            <pubDate>Thu, 08 Jul 2010 01:40:48 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Uwajima</title>
            <description><![CDATA[<center>
		<div id="rundgang">
					<a href="matsuyama.html">松山 Matsuyama</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="yawatahama.html">Yawatahama 八幡浜→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/ehime.png" alt="Lage von Ehime" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="shikoku.html">四国 Shikoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="shikoku.html#ehime">愛媛 Ehime</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Uwajima 宇和島</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Uwajima. Der Name "uwa" leitet sich angebluch aus einem alten Wort für "umgeben, Ring" her - da hier Berge eine Bucht umgeben. Der heutige Name enstand später aus der Verschmelzung der alten Ortsnamen Uwagun und Itashima.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Uwajima liegt im Westen der Insel Shikoku im Südwesten der Präfektur Ehime - unweit der Stadt beginnt die südliche Präfektur Kōchi. Bis zur Präfekturhauptstadt <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a> im Norden sind es 75 km Luftlinie - auf der Strasse ungefähr doppelt so viel.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die schöne Burg mitten im Stadtzentrum. Ansonsten: Die Gegend - die Küste und die Terassenfelder westlich und südlich der Stadt.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Uwajima: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#sotodomari">Sotodomari</a> | <a href="#yusu">Yusu</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Uwajima - Beschreibung</h3>

<p>
Uwajima ist der Name einer fast 500 km² grossen Verwaltungseinheit nebst gleichnamiger Stadt im Westen der Präfektur Ehime auf Shikoku. Die Gemeinde hat ca. 83'000 Einwohner - und die Tendenz ist stark rückläufig, denn in den 1980ern zählte man noch gute 110'000 Einwohner. Insgesamt ist die Gegend um Uwajima selbst für japanische Verhältnisse relativ abgeschieden, wobei sich die Verkehrsanbindung jedoch innerhalb der letzten Jahre durch den Bau einer Schnellstrasse verbessert hat. 
</p>
<p>
Zusammengelegt wurde die Stadt aus <em>吉田町 Yoshida-chō</em>, <em>三間町 Mima-chō</em> und <em>津島町 Tsushima-chō</em> zusammengelegt. Eine erste Festung wurde im heutigen Uwajima um 941 u.Z. gebaut. Die Gegend sah damals jedoch noch ein bisschen anders aus - der grösste Teil der flachen Bereiche der Stadt war damals noch Meer, dem man nach und nach Neuland abgerungen hatte. 1601, zu Beginn der <a href="geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> also, wurde im heutigen Uwajima die Burg vom Daimyō <em>藤堂 Tōdō</em> errichtet - danach entwickelte sich die Stadt selbst zur florierenden Burgunterstadt.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/uwajima1.jpg" alt="Uwajima: Blick auf die Umgebung vom Schloss aus" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Uwajima: Blick auf die Umgebung vom Schloss aus</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/uwajima2.jpg" alt="Uwajima - Das Zentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Blick auf das Zentrum</span>
		</div>
	</div>
<p>
1914 verband man Uwajima mit dem Eisenbahnnetz. 1921 wurde der Stadt erstmals Stadtrecht verliehen. Da Uwajima einen wichtigen Hafen und auch etwas Industrie hat, fiel die Stadt im Sommer den Bombenangriffen der Alliierten zum Opfer - mehr als die Hälfte des Stadtzentrums wurde zerstört.
</p>
<p>
Auch heute noch ist der Hafen von Bedeutung und zählt zur Gruppe der eigens ausgewiesenen "wichtigen Häfen" Japans. Von und nach Uwajima verkehren vor allem Fischtrawler und Fähren zu etlichen abgelegenen Inseln in der Gegend. Es gibt jedoch keine Fähre (mehr) zur Nachbarinsel <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> - wer dorthin will, muss in <a href="yawatahama.html">Yawatahama</a> aufs Boot. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/uwajima3.jpg" alt="Uwajima - die kleine, feine Burg" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Uwajima - die kleine, feine Burg</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/uwajima4.jpg" alt="Uwajima: Der Stierteufel - Die Stadt ist bekannt für Stierkämpfe" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Stierteufel - Die Stadt ist bekannt für Stierkämpfe</span>
		</div>
	</div>
<p>
Uwajima selbst ist eine eher blasse, kleine, moderne Stadt, in der es nicht furchtbar viel zu sehen gibt. Definitiv sehenswert ist jedoch die Umgebung einschliesslich der Lage der Stadt sowie die Burg, die mitten in der Stadt auf einem steilen Hügel thront. Jene Burg gehört zur Gattung der <em>平山城 Hirayama-Burgen</em>, was bedeutet, dass sie auf einem Hügel in einer Ebene errichtet wurde. Das ist nichts Besonderes in Japan - aber die Burg von Uwajima ist eine der nur 12 verbliebenen <em>現存天守 Genzai Tenshu</em> - Burgen, bei denen der Hauptbau (Donjon) noch im Originalzustand ist (siehe <a href="burgen.html">Burgen in Japan</a>). Wer zur Burg will, muss erstmal über einen steilen Weg 80 Höhenmeter überwinden. Der Eintritt in die Burg selbst kostet 200 Yen. Die Burg selbst ist sehr klein, mit einem kleinen, gepflegten Park vor dem Eingang - und einem formidablen Blick über die Stadt und die Bucht.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/uwajima5.jpg" alt="Uwajima - Der Hafen" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Hafen</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/uwajima6.jpg" alt="Uwajima" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Landschaft bei Uwajima</span>
		</div>
	</div>

<p>
Ansonsten ist Uwajima in Japan vor allem für <em>闘牛 tōgyū - Stierkampf</em> bekannt - im Gegensatz zum spanischen Stierkampf kämpfen hier jedoch die Rindviecher gegeneinander. Der Fremdenverkehrsverband von Uwajima hat sich nicht lumpen lassen und dem Spektakel eine eigene japanische und englische Webseite ins Netz gestellt - siehe <a href="http://www.tougyu.com" target="_blank">www.tougyu.com</a>.
</p>

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	</div>
</div>


<h3 id="sotodomari">外泊 Sotodomari</h3>

<p>
Die gesamte Küste bei Uwajima und südlich davon ist stark zergliedert - mit unzähligen langen, verzweigten Buchten und unzähligen kleinen und winzigen Inseln. Es handelt sich dabei um eine <em>Rias-Küste</em>, was in etwa bedeutet, dass aufgrund des in der Vergangenheit gestiegenen Meeresspiegels Täler unter den Meeresspiegel gerieten und vollliefen. Zwar liegt bei solchen Küsten die Talsohle meistens nur knapp unter dem Meeresspiegel (will heissen, die Buchten sind nicht tief), aber dafür gibt es auch so gut wie kein ebenes Land - die Berge erstrecken sich bis zum Meer.

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/sotodomari1.jpg" alt="Altes Terassendorf bei Sotodomari I" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Altes Terassendorf bei Sotodomari I</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/sotodomari2.jpg" alt="Altes Terassendorf bei Sotodomari II" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Altes Terassendorf bei Sotodomari II</span>
		</div>
	</div>
<p>
Aus diesem Grund mussten die hiesigen Bewohner aus der Not eine Tugend machen - die Berghänge sind zu steil zum Bebauen und zum Anbau von Obst, Gemüse und Getreide. Da es reichlich Steine gibt, baute man also Terassen. Die meisten Dörfer der Region liegen dabei meist direkt am Meer auf schmalen Uferstreifen - und gehen dann auf Steinterassen weiter. <em>外泊 Sotodomari</em> ist so ein Dorf - es liegt im äussersten Südwesten der Präfektur Ehime auf einer langgezogenen Halbinsel rund 35 km Luftlinie von Uwajima entfernt. Das Dorf könnte auch irgendwo in Schottland liegen: Winzige Gassen und Treppen durchziehen die Siedlung, und alles ist auf liebevoll geschichteten Steinwällen errichtet. Da das Dorf noch sehr intakt ist, gilt es heute als eines der <em>美しい日本の歴史的風土100選 - die 100 schönsten historischen Landschaften Japans</em>. Zu Recht.
</p>

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	</div>
</div>


<h3 id="yusu">遊子 Yusu</h3>
<p>
Das Dorf Yusu bzw. die komplette Halbinsel <em>蒋淵半島 Komobuchi-Halbinsel</em> beginnt gute 10 km westlich von Uwajima und wurde schon vor Jahrzehnten von der Stadt eingemeindet. Yusu ist eigentlich ein Fischerdorf, aber aus Gründen der Selbstversorgung wird auch Landwirtschaft betrieben - auf sogenannten <em>段々畑 Dandanbatake - Terassenfeldern</em>. Das Konzept ist simpel: Durch das Anlagen von Terassen schafft man nahezu genauso viel Anbaufläche wie in einer Ebene vorhanden wäre.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yusu1.jpg" alt="Terassenfelder in Yusu - sie werden weniger" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Terassenfelder in Yusu - sie werden weniger</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yusu2.jpg" alt="Bucht bei Yusu" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Bucht bei Yusu</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Hangneigung ist jedoch in dieser Region durchweg sehr gross und man kann nur erahnen, wieviel Aufwand es kostete bwz. kostet, die Terassen zu pflegen geschweige denn neue anzulegen. Dies wird ersichtlich, wenn man von Uwajima auf die Halbinsel fährt: Man erkennt überall die Überreste alter Terassen - diese zerfallen und verwittern innerhalb weniger Jahre aufgrund der Vegetation und den starken Regenfällen während der Regenzeit und der Taifune. Die Terassen selbst sind meist nur einen Meter breit. Das Betreiben der Terassenfelder ist sehr aufwendig und die Produktionskosten können freilich mit landschaftlichen Betrieben in Ebenen nicht mithalten - die Terassen begannen somit aus der Landschaft zu verschwinden. Der Ort Yusu ist heute einer der ganz wenigen Orte auf Shikoku, in denen man noch aktiv auf Terassen anbaut. Die Gegend um Yusu bietet somit eine einzigartige Kulturlandschaft, wie man sie sonst kaum noch sieht. 
</p>
<p>
Natürlich kämpfen örtliche Gruppen für den Erhalt der wenigen verbliebenen Terassen - wie lange dies Erfolg hat, bleibt abzuwarten: Die Region kämpft seit langem gegen einen deutlichen Bevölkerungsrückgang, und in die Terassen muss viel Arbeit gesteckt werden.
</p>



<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "uwajima"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "uwajima"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>


<p>
Der nächste Flughafen ist weit entfernt - er liegt fast 150 km weiter nördlich in <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a>. Uwajima liegt am Ende bzw. dem Beginn der <em>予土線 Yodo-Linie</em> - die fährt von Uwajima Richtung Osten in die Präfektur Kōchi bis nach <em>窪川 Kubokawa</em> - von dort kann man dann weiter bis nach <a href="kochi.html">Kōchi</a> fahren. Uwajima ist auch Endhaltestelle der <em>予讃線 Yosan-Linie</em> - diese fährt von Uwajima über <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a> bis nach <a href="takamatsu.html">Takamatsu</a>. Nach bzw. von Matsuyama dauert es mit dem Expresszug knapp 90 Minuten und kostet 3'410 Yen; mit dem Bummelzug braucht man fast 3 Stunden, die Fahrkarte kostet dann 1'750 Yen. Alle Linien sind JR, können also mit dem <a href="reisetipps.html#railpass">Japan Railpass</a> benutzt werden.
</p>
<p>
Achtung: Es gibt keine nennenswerten Fährverbindungen mehr von und nach Uwajima - wer nach <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> möchte, muss nach <a href="yawatahama.html">Yawatahama</a> im Nordwesten.
</p>



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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Bei Verwandten in der Umgebung übernachtet - deshalb keine persönlichen Empfehlungen.

</p>

<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/uwajima.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/uwajima.html</guid>
            
            
            <pubDate>Tue, 22 Jun 2010 01:31:36 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Kusatsu</title>
            <description><![CDATA[   <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="kanto.html">関東 Kantō</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="kinugawa-onsen.html">Kinugawa-Onsen 鬼怒川温泉→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/gunma.png" alt="Lage von Gunma" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kanto.html">関東 Kantō</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kanto.html#gunma">群馬 Gunma</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Kusatsu-Onsen 草津温泉</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Kusatsu - wörtlich: "Gras" und "Hafen". Es gibt noch ein - wesentlich grösseres Kusatsu in Japan (Präfektur Shiga), aber der Name Kusatsu-Onsen (onsen=heisse Quelle) macht deutlich, welches gemeint ist.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Kusatsu liegt in einem Talkessel am Hang des Shirane-san auf durchschnittlich über 1'000 m Höhe. Bis <a href="nagano.html">Nagano</a> im Westen sind es 35 km Luftlinie, bis <a href="tokyo.html">Tōkyō</a> im Südosten knapp 150 km.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die Stadt selbst. Die zahllosen heissen Quellen unter freiem Himmel. Der Shirane und die anderen Vulkane inkl. Kraterseen
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kusatsu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Kusatsu - Beschreibung</h3>

<p>
Kusatsu heisst heute eigentlich <em>草津町 Kusatsu-chō</em> (chō ist eine Verwaltungseinheit innerhalb einer Stadt) und ist ein in Japan landesweit bekannter Erholungsort. Den Grund für den Ruhm findet man in der umliegenden Bergwelt: Direkt hinter Kusatsu befindet sich der 2'160 m hohe <em>草津白根山 Kusatsu-Shirane-san</em> - siehe weiter unter - sowie weniger als 30 km weiter südlich der <em>浅間山 Asama-yama</em>. Beides sind ziemlich aktive Vulkane mit in der jüngeren Vergangenheit imposanten Ausbrüchen.
</p>
<p>
Eine derart geologisch aktive Zone bringt angenehme Nebeneffekte mit sich: <em>温泉 - onsen - heisse Quellen</em>. Gerade in Kusatsu am Fuss der Berge tritt sehr viel heisses Wasser aus dem Boden und machte so den Ort bereits vor hunderten von Jahren berühmt. Die heissen Quellen von Kusatsu haben dabei zwei Besonderheiten aufzuweisen: Zum einen ist das Wasser vom pH-Wert aus gesehen sehr sauer, zum anderen äusserst heiss - die Austrittstemperatur liegt je nach Quelle bei 45 bis fast 95 Grad Celsius.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kusatsu1.jpg" alt="Kusatsu: Im Zentrum der Stadt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Kusatsu: Im Zentrum der Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kusatsu2.jpg" alt="Der Kōsen-ji (Tempel) im Zentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Kōsen-ji (Tempel) im Zentrum</span>
		</div>
	</div>
<p>
Während in den meisten Kurorten mit heissen Quellen in Japan mehr oder weniger tief im Boden gebaut werden muss, kann man in Kusatsu protzen: Mitten in der Stadt sprudelt das dampfende Wasser nur so aus dem Boden und von dort über ein Geflecht aus Holzgestellen. Das ganze nennt sich <em>湯畑 Yubatake (Heisswasserfeld)</em> und gibt es durchaus auch anderswo, aber nicht so gross und zentral wie in Kusatsu. Mittels der Gestelle werden die <em>湯の花 yunohana - "Heisswasserblumen"</em> quasi "angebaut" - diese Kristalle bestehen zu einem grossen Teil aus Schwefel und werden später in anderen Onsen zum Beispiel als Badezusatz verkauft bzw. genutzt. In Kusatsu dreht sich dabei alles rund um das Yubatake - die erste Adresse am Platz befindet sich dort und alle wichtigen Strassen beginnen bzw. enden dort. 
</p>
<p>
Rund 200 m südwestlich des Yubatake "thront" der <em>光泉寺 Kōsen-ji</em>, ein kleiner Tempel, über dem Geschehen. Jener ist schon sehr alt - möglicherweise wurde er schon um das Jahr 712 u.Z. herum gegründet. Der Tempel ist ansonsten eigentlich nur aufgrund seiner Lage interessant. Interessant ist auch die Strasse, die im Nordosten (dem unteren Teil) von Yubataka beginnt - hier findet man ein schönes Ensemble typischer Onsen-Herbergen. Das ist in der Form relativ selten geworden in Japan: Normalerweise sind selbst die berühmten Onsen-Kurorte in Japan mit modernen Betongebäuden nur so durchsetzt. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kusatsu3.jpg" alt="Yubatake - das Heisse-Wasser-Feld" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>"Yubatake" - das "Heisse-Wasser-Feld"</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kusatsu4.jpg" alt="Kusatsu: Yubatake bei Nacht" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Yubatake bei Nacht</span>
		</div>
	</div>
<p>
Yubatake ist übrigens auch nachts durchaus ansehenswert, da das dampfende Feld und die umliegenden Häuser nett angestrahlt werden. Ebenfalls am Yubatake beginnend verläuft die wichtigste Flaniermeile der Stadt Richtung Westen. Die Strasse ist sehr klein, seltsamerweise nicht für den Verkehr gesperrt (jener ist zur Hauptreisezeit im Stadtzentrum unerträglich - man kann nur davon abraten, mit dem Auto ins Zentrum zu fahren) und wird hauptsächlich von Souvenirläden und Restaurants dominiert. Eine der Besonderheiten von Kusatsu sind die <em>温泉饅頭 Onsen-Manjū</em> - meist mit Bohnenpaste gefüllte, runde und sehr weiche Teigbällchen, die vor den Häusern im Dampf der heissen Quellen gedünstet werden (in der Regel wird freilich nachgeholfen).
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kusatsu7.jpg" alt="Kusatsu - Heisse Quellen im Freien" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Heisse Quellen im Freien</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kusatsu8.jpg" alt="Kusatsu" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Tradition Wasserschlagen</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der Ort selbst war bereits zur <a href="geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> (17. bis 19. Jahrhundert) für seine heissen Quellen berühmt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits ca. 65 Herbergen rund um oben genanntes Yubatake - geschätzte 10 bis 20 Tausend Besucher konnte der Ort alljährlich verzeichnen. Man sprach von <em>草津千軒江戸構え Kusatsu Senken Edo-gamae</em> - etwa "Kusatsu mit seinen Tausend Häusern, die es wie Edo (jetzt: Tokyo) aussehen lassen". Aufgrund der hohen Azidität des Wassers in Kusatsu galt ein heisses Bad dort auch schon damals als heilend - wichtig gerade für die oberen Schichten in Edo, bei denen Geschlechtskrankheiten dank häufiger Bordellbesuche verbreitet waren. Das Wasser aus den heissen Quellen war allerdings zum grossen Teil zu heiss zum Baden - deswegen liess man sich das sogenannte <em>湯もみ Yumomi</em> einfallen. Frauen rühren dabei mit grossen Holzpaddeln im Quellwasser, um es ein bisschen abzukühlen. Das wird heute als Folkloredarstellung angeboten - in einem kleinen Haus am Yubatake. Eintritt zur Show kostet 500 Yen. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.
</p>
<p>
Läuft man von Yubatake die oben erwähnte Hauptflaniermeile immer weiter Richtung Westen, kommt man erst zu einem kleinen Bach, und weiter oben zu dem <em>西の河原公園　Nishi-no-kawara kōen (Park am westlichen Flussbett)</em>. Dort fliesst vielerorts heisses Quellwasser direkt aus dem Boden - mit Temperaturen, die von heiss bis fast siedend reichen. An einigen (offensichtlich weniger heissen) Stellen kann man auch ein Fussbad nehmen. Dort steht auch ein Gedenkstein mit der Inschrift "Freundschaft zwischen Japan und Deutschland". Dahinter stehen zwei Büsten - von <em>Julius Karl Scriba</em> und <em>Erwin Bälz</em>. Beide waren Ärzte, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Japan gingen, dort an der Universität Tokyo (Tōdai) lehrten und dabei halfen, das Land und sein Lehrwesen zu reformieren. Sie erforschten unter anderem die Heilkraft der heissen Quellen von Kusatsu und werden seitdem dort mit Büsten und Gedenktafeln geehrt.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kusatsu5.jpg" alt="Der Yugama am Shirane-san" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Yugama am Shirane-san</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kusatsu6.jpg" alt="Kusatsu - Blick vom Shirane Richtung Asama-Vulkan" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Blick vom Shirane Richtung Asama-Vulkan</span>
		</div>
	</div>
<p>
Kusatsu ist nicht nur für seine heissen Quellen berühmt, sondern auch für die umliegende Bergwelt - die Berge halten im Winter für Wintersport her und im Sommer für Wanderungen. Die Infrastruktur ist bestens darauf ausgelegt - es gibt entsprechende Bergstrassen, Seilbahnen, Sessellifte usw. usf. Ohne eigenes Gefährt kann man sowohl mit dem Bus als auch mit der Seilbahn fast bis ganz auf den Gipfel des Shirane-san fahren. Im Winter sind freilich die Strassen für lange Zeit unpassierbar - dort oben liegt selbst im Mai mitunter noch viel Schnee. Wer mit dem Bus fährt, kann dies vom Busbahnhof in Kusatsu-chō aus tun: Die Fahrt bis zur grossen Raststätte (Haltestelle: <em>白根火山 Shirane-Kazan</em>) unterhalb des eigentlichen Gipfels dauert eine halbe Stunde und kostet 1'100 Yen einfach. Die Route ist sehr schön. Es gibt 12 Busse pro Tag - die Abfahrtszeiten der Busse findet man <a href="http://www.kusatsu-onsen.ne.jp/access/bus02.html" target="_blank">hier</a> (leider nur Japanisch).
</p>
<p>
Alternativ kann man mit dem gleichen Bus bis zur Haltestelle <em>殺生河原 Sesshō-Kawara</em> fahren - dort befindet sich die untere Haltestelle der 2,4 km langen Seilbahn, die bis auf 2'100 m Höhe fährt und 2,4 km lang ist (der Name der Station besteht aus den Wörtern "Leben vernichten - Flussbett" und erinnert an die lebensfeindlichen Charakter der Umgebung). Die Fahrt mit der Seilbahn kostet einfach 900 Yen und hin- und zurück 1'500 Yen. Die Bahn fährt ganzjährig, aber es gibt Wartungsintervalle (so z.B. Ende Oktober bis Mitte November), währenddessen die Bahn nicht fährt. Von der oberen Station fahren Shuttlebusse bis zum Rasthaus am Shirane-san - man kann aber auch laufen (dauert weniger als eine halbe Stunde).
</p>
<p>
Die Hauptsehenswürdigkeit am Shirane-san ist der <em>湯釜 yugama (heisses-Wasser-Topf)</em> - ein fast runder, smaragdgrün bis blauer Kratersee mit einem Durchmesser von gerade mal 300 m und einer Wassertiefe von 30 m. Dank der Einspeisung von hauptsächlich Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid aus dem Untergrund ist der See mit einem pH-Wert von knapp unter 1 einer der - wenn nicht DER - sauerste natürliche See in der Welt - der See ist saurer als Batteriesäure. Da aus dem Untergrund rund um den See nachwievor viel Schwefelwasserstoff strömt, ist die unmittelbare Umgebung Sperrgebiet und lebensgefährlich - man hält sich auch besser an die Warnschilder (obwohl die nur auf Japanisch sind!) - mit Fumarolen ist nicht zu spassen. Wenn man schon mal dort ist, kann man von der Raststätte auch gleich auf den Hauptgipfel laufen: Der Weg ist leicht erkennbar, gut ausgebaut und der Aufstieg dauert keine Stunde. Von oben hat man - gutes Wetter vorausgesetzt - eine wunderbare Aussicht bis hin zu den japanischen Alpen in der Präfektur Nagano.

</p>


<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "kusatsu"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "kusatsu"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<div class="picture-only clearfix" align="right">
	<img src="chiho/kusatsu-express.jpg" alt="Karte von Rebun" width="300" border="0" height="225" /><br />

						<span>Fährt durch von Tokyo: Kusatsu Express</span>
					</div>
<p>
Früher fuhr sogar eine Eisenbahn bis nach Kusatsu, doch die Linie wurde irgendwann aufgegeben. Wer heute mit der Bahn fährt, kommt maximal bis <em>長野原草津口 Nagano-hara Kusatsu-guchi</em>. Der schnellste Weg dorthin von Tokyo aus ist der <em>特急草津 Kusatsu-Express</em> - jener braucht genau 2½ Stunden, die Fahrkarte kostet 4'930 Yen (einfach). Der Zug fährt von Ueno in Tokyo ab. Wer mit normalen Zügen fährt, muss in <em>高崎 Takazaki</em> umstunden - das dauert dann knapp 3½ Stunden und kostet 2'940 Yen. Von Nagano-Hara Kusatsu-guchi fahren dann mit dem Eisenbahnfahrplan abgestimmte Busse bis zum Busbahnhof von Kusatsu-chō - die einfache Fahrt kostet 670 Yen und dauert keine halbe Stunde.
</p>
<p>
Von Shinjuku in Tokyo fahren auch Busse durch bis nach Kusatsu. Von Kusatsu bzw. vom oben genannten Bahnhof Nagano-hara Kusatsu-guchi fahren auch Busse ins nahe <em>軽井沢 Karuizawa</em> sowie bis nach <a href="nagano.html">Nagano</a>. Zu den Bussen zum Vulkan Shirane-san und der Seilbahn siehe oben.
</p>
<p>
Zumindest in der Hauptreisezeit bedeutet die Anreise mit eigenem Auto Stress - das enge Stadtzentrum ist durch den Verkehr hoffnungslos überfordert. In der Stadt selbst kommt man mit dem <em>町内巡回バス Chōnai Junkai Basu (Stadt-Ringlinienbus)</em> - der fährt rund um die Stadt herum und kostet - egal wie lange man fährt - nur 100 Yen.
</p>
 



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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
In Kusatsu gibt es unzählige Hotels und Ryokans - viele mit eigenen heissen Quellen. Die im Stadtzentrum sind meistens relativ klein und teilweise nahezu historisch, die ausserhalb sind mitunter echte Bettenburgen. Eine interessante Alternative zu den üblichen Hotels ist die <em>綿貫ペンション Watanuki-Pension</em> - nach eigenen Angaben die älteste Pension Japans. Die Pension wird im Familienbetrieb unterhalten und hat ein bisschen Jugendherbergscharakter - das erkennt man gleich am Eingangsbereich und dem Speisesaal. Es gibt europäische und japanische Zimmer - bei beiden sollte man jedoch besser anspruchslos sein. Das ist allerdings bei einem Pro-Person-Preis für eine Nacht mit Frühstück von 6,400 Yen auch zu erwarten.
</p>
<p>
Die Pension Watanuki hat jedoch zwei Besonderheiten aufzuweisen: Zum einen die heisse Quelle im Erdgeschoss - die ist winzig und besteht eigentlich nur aus einem kleinen Bad und Duschen, aber das Wasser im Bad stammt aus der heissen Quelle, und da der Raum sehr klein ist, kann man dort (so allein) wirklich das heisse Quellwasser nebst der Dämpfe voll und ganz geniessen: Sehr entspannend und nicht zu vergleichen mit den grossen, heissen Quellen. 
<br />
Im Untergeschoss der Pension betreibt eines der Familienmitglieder zudem ein italienisches Restaurant - das <em>Ristorante Al Rododendoro</em>. Der Koch, ein Japaner, hat sein Handwerk drei Jahre lang gelernt - in Italien und Frankreich. In das Restaurant kann man nicht unvorangemeldet rein, und es gibt keine Speisekarte. Zudem ist es winzig - es passen keine 20 Leute rein. Wer essen möchte, muss ein paar Tage im Voraus reservieren. Das Menü ist eine Riesenüberraschung - alle Zutaten, vom Speck über Räucherfisch, diverse Brotsorten, Lasagneteig usw. bis zum Digestif ist alles selbstgemacht. Es wird auch sehr viel Gemüse genutzt - alles stammt aus der unmittelbaren Umgebung und aus biologischem Anbau. Die Kombinationen, der Ideenreichtum und die Qualität der Zutaten sind Michelin-Sterne-verdächtig und definitiv empfehlenswert. Das 5-Gänge-Menü (können auch mehr gewesen sein) kostet mit 7'000 Yen auch überraschend wenig - zumindest im Vergleich zu ähnlich hoher Qualität in Tokyo. Die Weinkarte ist übrigens klein, bietet jedoch auch angemessene Qualität.</p>
<p>
Hier die Adresse der Pension:<br />
綿貫ペンション　/　リストランテ・アル・ロドデンドロ (Watanuki Pension/Al Rododendoro)<br />
〒377-1711 (zip 377-1711)<br />
群馬県吾妻郡草津町大字草津557-11 (Gunma-ken Agatsuma-gun Kusatsuchō Daiji-Kusatsu 557-11)<br />
Tel. Pension: 0279-88-3509<br />
Tel. Restaurant: 0279-88-6150<br />
Web: <a href="http://www.watapen.com" target="_blank">www.watapen.com</a>

</p>

<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/kusatsu.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/kusatsu.html</guid>
            
            
            <pubDate>Thu, 27 May 2010 01:19:29 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Yamagata</title>
            <description><![CDATA[  <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="sendai.html">仙台 Sendai</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="yamadera.html">Yamadera 山寺→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/yamagata.png" alt="Lage von Yamagata" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#yamagata">山形 Yamagata</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Yamagata 山形</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="3 von 5 Sternen: Sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Yamagata - wörtlich: "Berg" und "Form". So heisst auch die Präfektur.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Yamagata liegt im gleichnamigen Talkessel in der Mitte der Tōhoku-Region (Nordosten) der Insel Honshū. Bis zur nächstgrösseren Stadt - das ist <a href="sendai.html">Sendai</a> am Pazifik - sind es rund 70 km. Yamagata ist eingerahmt von bis zu 2'000 m hohen Bergen.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die Stadt selbst ist eher uninteressant, aber die Gegend bietet einiges - so das Zaō-Massiv, der Berg Gassan, der Tempel in Yamadera usw.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Yamagata: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Yamagata - Beschreibung</h3>

<p>
Yamagata ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur im Norden der Hauptinsel Honshū. Die Stadt selbst zählt dabei zu den kleinsten Präfekturhauptstädten Japans - die gesamte Gemeinde (diese ist mit umliegenden Ortschaften fast 400 km² gross - hat gerade mal eine Viertelmillion Einwohner. Die Stadt liegt in einem Talkessel und ist von sehr hohen Bergketten umgeben - dies bedeutet sehr heisse Sommer (bis 40 Grad plus) und sehr kalte Winter, schneereiche Winter (bis 20 Grad minus). Schon vor dem Jahr 1000 u.Z. war Yamagata eine Station auf der Reiseroute vom Kernland nach <a href="akita.html">Akita</a>, doch sehr bedeutend war die Siedlung damals nicht.

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamagata1.jpg" alt="Yamagata: Im Zentrum der Stadt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Yamagata: Im Zentrum der Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yamagata2.jpg" alt="Betonorgie..." width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Betonorgie...</span>
		</div>
	</div>
<p>
In der Stadt selbst gibt es nicht allzu viel zu sehen - das Zentrum erstreckt sich hauptsächlich östlich des Bahnhofes und auch ein bisschen westlich des Bahnhofs, wobei letztere Gegend durch ihren riesengrossen, freien Platz und die umgebenden Betonriesen ein bisschen an Städte wie <a href="/belarus/minsk.html">Minsk</a> erinnert.
</p>
<p>
Nördlich des Bahnhofs und leicht zu Fuss erreichbar liegt die <em>山形城 Burg von Yamagata</em>, welche komplett von einem Wassergraben umgeben ist. Die Feste war auch unter dem Namen <em>霞城 (Kajō) - "Nebelburg"</em> bekannt. Die erste Festung hier wurde 1356 gebaut. Die Burg gehörte zum Schluss dem Mizuno-Clan und trug wesentlich zur Entwicklung der Stadt bei. 1871 teilte die Burg jedoch das Schicksal sehr vieler anderer Burgen in Japan - sie wurde im Zuge der Lehnsauflösung bzw. Meiji-Restauration geschliffen. Dementsprechend sind heute nur noch wenige Bestandteile der alten Burg erhalten - das ganze, grosse Gelände wird heute vielfältig als Park und Sportplatz genutzt.

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamagata3.jpg" alt="Yamagata: Tristesse im Zentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Tristesse im Zentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yamagata4.jpg" alt="Yamagata: Die Überreste der Burg" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Die Überreste der Burg</span>
		</div>
	</div>
<p>
Yamagata als Stadt ist nicht gerade ein typischer Touristenmagnet, doch die Stadt eignet sich wunderbar als Sprungbrett zu den zahlreichen, spektakulären Bergen in der Umgebung. Nur wenige Kilometer östlich beginnt zum Beispiel die <em>蔵王連峰 Zaō Renpō - das Zaō-Massiv</em>. Der Zaō ist ein aktiver, wenn auch in letzter Zeit relativ ruhiger, bis zu 1'841 m hoher Vulkan, wobei ein Teil dees Vulkans bereits zur Nachbarpräfektur Miyagi gehört. Das Highlight von Zaō ist der auf 1'550 m Höhe gelegene <em>御釜 Okama - "Kessel"</em> - ein kleiner, fast kreisrunder Kratersee. Zaō ist in Japan sehr beliebt und bekannt als Skigebiet. Ausserdem verdankt die Umgebung dem Vulkan zahlreiche <em>温泉 Onsen - "Heisse Quellen"</em>. 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamagata5.jpg" alt="Yamagata - Torii am Yudonosan" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Torii am Yudonosan</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yamagata6.jpg" alt="Yamagata" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Hochebene am Gassan (auf ca. 1'500 m)</span>
		</div>
	</div>
<p>
Ein bisschen weiter entfernt (knapp 50 km Luftlinie gen Nordwesten) liegen die sogenannten <em>出羽三山 Dewa-sanzan - die "Drei Gipfel von Dewa"</em>, welche in Japan eine religiöse Bedeutung haben und deshalb sehr gern von Pilgern besucht werden. Die "drei Gipfel" bedeutet eigentlich die "drei Schreine" - und zwar der am <em>羽黒山 Haguro-san</em>, der nächste auf dem Gipfel des 1'984 m hohen <em>月山 Gassan - "Mondberg"</em> sowie der am <em>湯殿山 Yudonosan</em> unterhalb des Gassan. Es ist möglich, alle drei Schreine an einem Tag zu besuchen, doch dazu muss man sehr früh aufstehen und Glück mit den Bussen haben, denn die fahren sehr selten in der Gegend. Zudem gilt es, ca. 3'000 Höhenmeter bewältigen.
</p>
<p>
Der Schrein am Fusse des Yudono-san ist dabei relativ leicht mit dem Bus erreichbar. Als Hauptsanktuarium gilt ein grosser Felsen, der von natürlichem, sehr heissen Wasser umspült wird - den Felsen kann man ein Mal umklettern (der Felsen hängt in einem steilen Hang). Im Gelände des Yudono-sans ist Fotografieren leider streng verboten. Vom inneren Heiligtum des Yudono-san-Schreines (auf gut 1'000 m NN) führt übrigens ein Wanderweg auf den 1'984 m hohen Gassan - bis auf ca. 1'500 m Höhe geht es ziemlich steil zu (streckenweise auf fast senkrecht stehenden Leitern), danach etwas gemächlicher. Bein Aufstieg auf festes Schuhwerk achten - zudem Vorsicht mit dem Wetter: Jenes gilt in den japanischen Bergen als unberechenbarer als in den Alpen zum Beispiel. Ausserdem sollte darauf verwiesen werden, dass es in der Region wilde Bären gibt.


</p>


<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "yamagata"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "yamagata"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Yamagata ist an das Shinkansennetz angeschlossen - mit dem <em>Tsubasa-Shinkansen (Richtung Shinjō) </em> braucht man so nur 2½ Stunden; die Fahrt kostet 11'030 Yen. Wer es langsam angehen möchte, kann auch mit einfachen Zügen von Tokyo fahren - von Ueno nach Utsunomiya, dann nach Kuroiso, Kōriyama, Fukushima und Yonezawa. Dauert gute 8 Stunden und kostet knappe 6'000 Yen. Die Strecke zwischen Fukushima und Yonezawa ist wunderschön.
</p>
<p>
Durch Yamagata führt auch die <em>奥羽本線 Ōu-Linie</em> gen Japanisches Meer einerseits (man kommt damit bis nach <a href="akita.html">Akita</a> und <a href="aomori.html">Aomori</a> im Norden) und Fukushima andererseits. sowie die <em>仙山線 Senzan-Linie</em>, die da zwischen Yamagata und <a href="sendai.html">Sendai</a> verkehrt - die Fahrtzeit für diese Route beträgt nur eine gute Stunde (1'110 Yen). Mit dieser Linie kommt man auch ins nahegelegene <a href="yamadera.html">Yamadera</a>.
</p>
<p>
Wer Richtung Gassan möchte, kann von der Bushaltestelle am Bahnhofsvorplatz abfahren. Busse nach <em>鶴岡 Tsuruoka</em> halten am Gassan und am Yudonosan-Hotel. Bis zu letzterem braucht man eine Stunde, die Fahrkarte kostet 1'890 Yen. Jenes Hotel liegt knapp 3 km vom Eingang zum Schrein entfernt - ein Shuttlebus verkehrt zwischen Hotel und Schrein (200 Yen einfach, 300 Yen hin und zurück. Achtung: Es fahren nur sehr, sehr wenige Busse - von Yamagata fährt vormittags nur einer.


 



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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Das <em>ホテルニュー最上屋 Hotel New Mogamiya</em> liegt keine 5 Minuten zu Fuss vom Ostausgang des Hauptbahnhofs entfernt und damit recht praktisch. Das Hotel ist ein typisches Business-Hotel und schon etwas älter und schlicht ausgestattet, aber für den Preis in Ordnung - ein Einzelzimmer kostet dort ab 4'500 Yen. Die Adresse: <em>〒990-0039　山形市香澄町1-15-28 (zip 990-0039, Yamagata-shi, Kasumi-chō 1-15-28, Tel: 023-632-8000</em>. Hier die <a href="http://mogamiya.co.jp/" target="_blank">Webseite</a> (nur Japanisch).
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/yamagata.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/yamagata.html</guid>
            
            
            <pubDate>Thu, 20 May 2010 01:17:22 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Yamadera</title>
            <description><![CDATA[ <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="yamagata.html">山形 Yamagata</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="aizu-wakamatsu.html">Aizu-Wakamatsu 会津若松→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/yamagata.png" alt="Lage von Yamagata" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#yamagata">山形 Yamagata</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Yamadera 山寺</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Yamadera - setzt sich zusammen aus "Berg" und "Tempel" - und das beschreibt ziemlich gut, was es hier gibt. Der eigentliche Name ist jedoch viel länger (siehe unten).
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Yamadera liegt zwischen <a href="yamagata.html">Yamagata</a> und <a href="sendai.html">Sendai</a> - bis Yamagata im Westen sind es knapp 20, bis Sendai ca. 50 km.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Den Tempel. Die Landschaft.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Yamadera: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Yamadera - Beschreibung</h3>

<p>
Yamadera bedeutet eigentlich lediglich "Bergtempel", und wenn es eins genug gibt in Japan, dann sind es Berge, Tempel und dementsprechend auch Bergtempel. Im Laufe der Zeit jedoch mauserte sich der "Yamadera" in der Präfektur Yamagata zum bekanntesten Bergtempel. Der eigentliche Name lautet <em>宝珠山阿所川院立石寺 Hōjusan Asokawa-in Risshaku-ji</em>, wobei dieser Name auch zumeist zu "Risshaku-ji" abgekürzt wird. Der Ort unterhalb des Tempels sowie der örtliche Bahnhof heissen jedoch "Yamadera", wobei der Ort mittlerweilen von der Präfekturhauptstadt Yamagata eingemeindet wurde. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamadera1.jpg" alt="Yamadera: Im Tempel" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Yamadera: Im Tempel</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yamadera2.jpg" alt="Yamadera: Im Tempel" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Im inneren (oberen) Bereich</span>
		</div>
	</div>
<p>
Yamadera liegt im engen Tal des kleinen Flusses <em>立谷川 Tachiya-gawa</em> - jemer bewegt sich bei Yamadera auf 250 m Höhe. Der Tempel, welcher Yamadera so berühmt machte, erstreckt sich dabei innerhalb einer engen Schlucht bis auf ca. 400 m Höhe, wobei es jedoch bereits am Eingang zur Schlucht ein paar bedeutende Tempelgebäude gibt - darunter die <em>根本中堂 Konponchū-dō</em> - eine grosse Halle am Tempeleingang, die als Nationales Kulturgut gilt. 
</p>
<p>
Laut Tempelaufzeichnungen wurde der Risshaku-ji um 860 u.Z. gegründet, und zwar von keinem geringeren als dem Mönch <em>円仁 Ennin</em>, der im 9. Jahrhundert für seine Chinareisen bekannt wurde und einen sehr grossen Einfluss auf den Buddhismus ausübte. Das ist beachtenswert, denn diese Gegend Japans war im 9. Jahrhundert kaum erschlossen und die Gegend um Yamagata nur schwer erreichbar.

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamadera3.jpg" alt="Yamadera: Die (restaurierte) Burg der Stadt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Im Yamadera-Tempel</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yamadera4.jpg" alt="Yamadera: Mittelalterspektakel vor der Burg" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der wichtigste Tempel im Inneren</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der Eintritt in den Tempel kostet 300 Yen. Läuft man vom Eingang in die Schlucht hinein, heisst es erstmal Treppen steigen. Umgeben von schönen alten Bäumen sieht man bereits dort zahlreiche kleine Statuen und tempelübliche Symbole. Weiter oben wird man von Felswänden umgeben, in die zahlreiche Nischen getrieben wurden. Am oberen Ende der Schlucht stösst man schliesslich auf den inneren Bereich des Tempels.

</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamadera5.jpg" alt="Yamadera - Die Gräber der Byakkotai-Märtyrer" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Bergwelt bei Yamadera</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yamadera6.jpg" alt="Yamadera" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Blick vom Bahnhof Richtung Tempel</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der Reiz des Tempels liegt in seiner Lage - vom oberen Teil der Anlage hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Tal und die umliegenden Berge, und die Kombination aus alten Tempelgebäuden und den schroffen Felsen ist besonders reizvoll. Ansonsten gibt es im Ort selbst nicht allzu viel zu sehen - Yamadera ist sehr klein und eher ländlich. Einen Abstecher ist der Tempel auf jeden Fall wert.

</p>


<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "yamadera"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "aizu"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Die <em>仙山線 Senzan-Linie</em> verkehrt zwischen <a href="yamagata.html">Yamagata</a> und <a href="sendai.html">Sendai</a> und hält unterwegs in Yamadera. Von Yamagata dauert es rund 15 Minuten und kostet 230 Yen - nach Sendai dauert es rund eine Stunde, der Preis beträgt 800 Yen. Vom Bahnhof sind es gute 10 Minuten zu Fuss bis zum Tempeleingang.

</p>
 



<div class="back-to-top-wrapper">
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		<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Im nahen <a href="yamagata.html">Yamagata</a> übernachtet - deshalb keine persönliche Empfehlung.

</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/yamadera.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/yamadera.html</guid>
            
            
            <pubDate>Tue, 18 May 2010 01:29:46 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Aizu-Wakamatsu</title>
            <description><![CDATA[       <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="sendai.html">仙台 Sendai</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="kanto.html">Kantō 関東→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/fukushima.png" alt="Lage von Fukushima" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#fukushima">福島 Fukushima</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Aizu-Wakamatsu 会津若松</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Sehr Sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Aizu-Wakamatsu. Aizu ist der Name der Region, Wakamatsu der der Stadt. Letzterer Name wird oft alleinstehend als Stadtname benutzt - zumindest in Aizu-Wakamatsu. Wakamatsu bedeutet übersetzt "Junge Kiefer".
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> In der Mitte der Präfektur Fukushima, gute 200 km (Luftlinie) nördlich von <a href="tokyo.html">Tōkyō</a> und 90 km östlich von Niigata.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Den Burgnachbau. Das Samuraiviertel. Die Byakkotai-Gräber. Bandai - eine grandiose Bergwelt - östlich der Stadt.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Aizu-Wakamatsu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Aizu-Wakamatsu - Beschreibung</h3>

<p>
Aizu-Wakamatsu ist eine Stadt mit Geschichte im westlichen Zentrum der Präfektur Fukushima. Zusammen mit einigen umliegenden Gemeinden hat die Gemeinde heute ca. 127'000 Einwohner. Das reicht in Japan nicht unbedingt, um den Ort landesweit bekannt zu machen, doch Wakamatsu hat eine lange, bewegende Geschichte und hat sich zu einem sehr beliebten Ausflusgziel gemausert.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/aizu-wakamatsu1.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Blick auf die Stadt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Aizu-Wakamatsu: Blick auf die Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/aizu-wakamatsu2.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Der örtliche Expresszug" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der örtliche Expresszug</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wakamatsu liegt in einem grösseren Talkessel, mit bis über 2'000 m hohen Bergen im Norden, etwas weniger hohen Bergen im Süden und dem grossen <em>猪苗代湖 Inawashiro-ko</em> genannten See im Osten. Der fast kreisrunde See ist mit über 100 km² Wasserfläche immerhin der viertgrösste See Japans. Die Stadt und der See liegen bei ca. 500 m NN - und aufgrund der Talkessellage sind die Winter kalt (und sehr schneereich) und die Sommer sehr warm.
</p>
<p>
Aizu verdankt seinen Namen dem <em>会津藩 Aizu-Han (Daimyat / Lehen)</em> - einem historischen Verwaltungsbezirk im Süden des <em>陸奥国 Mutsu-no-kuni</em> genannten Landes. Zu Beginn der <a href="/japan/geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> (Anfang des 17. Jahrhunderts) verlegte der herrschende Clan des Aizu-Hans seinen Hauptsitz nach <em>黒川 Kurokawa (=schwarzer Fluss)</em>. Erst später wurde der Ort dann in Wakamatsu umbenannt.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/aizu-wakamatsu3.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Die (restaurierte) Burg der Stadt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Die (restaurierte) Burg der Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/aizu-wakamatsu4.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Mittelalterspektakel vor der Burg" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Mittelalterspektakel vor der Burg</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wie es sich für den Hauptsitz eines Landesfürsten gehört, wurde auch in Wakamatsu eine grosse Burg gebaut. Die Burg trägt den Beinamen <em>鶴ヶ城 tsuru-ga-jō, Kranichburg</em>, ist aber ansonsten eher als Burg von Wakamatsu bekannt. Erstmals wurde hier im Jahre 1384 eine Burg gebaut, doch die heutige Grösse wurde der Anlaga erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts gegeben. Die Burg war daraufhin bis zur Meiji-Restauration gegen 1868 bewohnt - die umliegende Stadt wurde dabei als typische Burgunterstadt angelegt und florierte dementsprechend. Während des kurzen Krieges in Aizu um 1868 wurde die Burg belagert und dabei schwer beschädigt. Wie es der Zufall so wollte, machten wenige Jahre später ein Franzose und ein Schweizer nebst japanischem Photografen einen Zwischenstopp in Aizu und fertigten dabei auch Fotos der Burg an.
</p>
<p>
1874 kam ein Erlass aus Tokyo, nach dem die meisten Burgen zerstört werden sollten, um somit die zentrale Rolle Tokyos im sich modernisierenden Japan zu unterstreichen. Die 6 Jahre vorher schwer beschädigte und seitdem unbewohnte Burg von Aizu wurde somit geschliffen (wobei natürlich wie an vielen anderen Orten auch die gewaltigen Mauern bestehen blieben). Nach Ende des 2. Weltkrieges, vornehmlich in den 1960ern, folgte man schliesslich jedoch auch in Aizu dem landesweiten Trend und baute die Burg mehr oder weniger originalgetreu nach - mit Stahlbeton. Der Eintritt in die Burg kostet heute 500 Yen (das ist relativ teuer), erlaubt aber dafür einen lohnenswerten Blick auf die Stadt. Die Burganlage als solche ist fast vollständig von Wassergräben umgeben und einen Spaziergang wert. Heute liegt die Burganlage - im Gegensatz zu früher - allerdings ein kleines bisschen abseits vom Hauptgeschehen der Stadt.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/aizu-wakamatsu5.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu - Die Gräber der Byakkotai-Märtyrer" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Die Gräber der Byakkotai-Märtyrer</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/aizu-wakamatsu6.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>"Ein Deutscher - den jungen Rittern von Aizu"</span>
		</div>
	</div>
<p>
Rund drei Kilometer östlich der Burg findet man einen gut restaurierten Bereich des ehemaligen Samuraiviertels (<em>会津武家屋敷 Aizu Buke Yashiki</em>). Rund vier Kilometer nordöstlich der Burg befindet sich eine weitere, sehr symbolträchtige Sehenswürdigkeit der Stadt. Die befindet sich am <em>飯盛山 Iimoriyama</em> (yama=Berg). Dabei handelt es sich um die Grabstätte der <em>白虎隊 Byakkotai</em> (= die Gruppe der weissen Tiger). Diese Gruppe war eine von vier speziellen militärischen Einheiten, die dem örtlichen Daimyō dienten - es handelte sich um 15 bis 17 Jahre alte Söhne örtlicher Samurai. Im Jahre 1868 tobte damals der <em>戊辰戦争 Boshin-Krieg</em> im Lande - zwischen den Kämpfern des Shogunats und den kaiserlichen Truppen aus Edo (Tokyo). Der Krieg dauerte nur ein gutes Jahr und läutete die Modernisierung ds Landes ein. Aizu-Wakamatsu war damals eine Hochburg der Shogunatsanhänger. Ende 1868 kam es zu einer entscheidenden Schlacht in Aizu. 20 Mitglieder der Byakkotai verloren dabei Anschluss zu ihrer Gruppe und sahen kurze Zeit später Rauch aus der Richtung der Festung aufstiegen. Die 20 jungen Männer glaubten somit, dass die Festung gefallen und ihre Väter und Befehlsgeber bereits tot waren und begingen so gemeinsam den rituellen Selbsmord (Seppuku).
</p>
<p>
In Wahrheit stand zu dem Zeitpunkt jedoch nicht die Burg in Flammen, sondern nur ein Teil der Burgunterstadt, doch wenig später fiel auch die Burg. Von den 20 überlebte nur der Jüngste den Gruppenselbstmord - er lebte danach noch bis 1931 und schämte sich eigenen Aussagen dafür, als Einziger noch am Leben zu sein. Die Truppen des Kaisers fanden nach der Einnahme der Stadt zwar die Leichen der Jugendlichen, liessen jenige jedoch aus Abschreckung nicht beerdigen. 
</p>
<p>
Die Tat wurde vor allem in den Jahren vor und während des Zweiten Weltkrieges zur Heldenlegende hochstilisiert und sprach sich bis nach Deutschland und Italien herum: Die Stadt Rom spendierte den Helden eine grosse, originale Säule, gewidmet den Kriegern der Byakkotai, gezeichnet "Anno MCMXXVIII VI era fascista" (1928 - Jahr 6 der Ära der Faschisten). Auch der damalige deutsche Botschafter Hasso von Etzdorf spendete einen Gedenkstein mit der Aufschrift "Ein Deutscher - den jungen Rittern von Aizu". Etwaige Hakenkreuze und andere Symbole wurden nach der Niederlage Japans damals von den Alliierten entfernt.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/aizu-wakamatsu7.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu - SPQR - Allo Spirito Del Bushido" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>"SPQR - Allo Spirito Del Bushido"</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/aizu-wakamatsu8.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Doppel-Wendeltreppenturm" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Doppel-Wendeltreppenturm</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Geschichte der Byakkotai kennt in Japan jeder, aber vor allem jüngere Japaner haben verständlicherweise ein mulmiges Gefühl bei der Gedenkstätte - hier beging immerhin eine Gruppe blutjunger Jugendlicher Selbstmord. Die Gedenkstätte besteht aus einem kleinen Schrein und zahlreichen Gedenkstelen, -säulen und den Gräbern selbst. Wie es sich für eine Sehenswürdigkeit gehört, gibt es unterhalb des Berges auch zahlreiche Souvenirshops. Und - es gibt eine Rolltreppe, die neben der normalen Treppe nach oben führt. Die Benutzung jener kostet extra. Eintritt in den Bereich kostet 500 Yen.
</p>
<p>
Unterhalb der Grabstätten steht ein merkwürdiger Holzturm - der <em>栄螺堂 Sazae-dō (Turbanschnecken-Turm)</em>. Der buddhistische Bau wurde 1780 fertiggestellt und ist drei Etagen hoch. Obwohl der Turm klein ist, beherbergt er zwei Spiraltreppen, die ineinander verwoben sind - Besucher, die nach oben laufen, begegnen denen, die nach unten laufen, nicht - man sieht sich auch nicht. Einen ähnlichen Turm (wenngleich auch neuer) gibt es übrigens eine Nummer grösser auch in <a href="/slowenien/ljubljana.html">Ljubljana</a>. Der Eintritt kostet 300 Yen. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/aizu-wakamatsu9.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu - Die 5-Farben-Seen in der Bandai-Region" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Die 5-Farben-Seen in der Bandai-Region</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/aizu-wakamatsu10.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Die 5-Farben-Seen in der Bandai-Region" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Die 5-Farben-Seen in der Bandai-Region</span>
		</div>
	</div>
<p>
Nahe Aizu-Wakamatsu beginnt der fast 2'000 km² grosse <em>磐梯朝日国立公園 Bandai-Asahi-Nationalpark</em>, der sich bis in die Nachbarpräfekturen Niigata und Yamagata erstreckt und einige sensationelle Berge enthält. Nordöstlich von Wakamatsu befindet sich eines der Kerngebiete des Nationalparks - die Bandai-Region, genauer gesagt das <em>磐梯高原 Bandai-Plateau</em> (oft auch <em>裏磐梯 - "Hinter-Bandai"</em> genannt). Dieses besteht aus einer Reihe von Seen, recht jungen Wäldern, umsäumt von mehr oder weniger schroffen, bis über 2'000 m hohen Bergen. Die gesamte Region wurde seit jeher und ganz besonders im Jahr 1881 vom Vulkanismus geprägt - damals explodierte der Kleine Bandai (fast ein kompletter Berg) und staute im Tal einige mehr oder weniger kleine Flüsse auf. Als Ergebnis findet man in Ura-Bandai gute 200 Seen, wobei die meisten Seen sehr klein sind.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/aizu-wakamatsu11.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu - Blick vom Mt. Bandai auf den Inawashiro-See" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Blick vom Mt. Bandai auf den Inawashiro-See</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/aizu-wakamatsu12.jpg" alt="Aizu-Wakamatsu: Die Ura-Bandai-Bergwelt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Die Ura-Bandai-Bergwelt</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Gegend in Ura-Bandai eignet sich wunderbar zum Wandern - es gibt zahlreiche sehr einfache bis recht anspruchsvolle Wanderwege. Zu den leichten Wegen zählt der Weg vorbei an den <em>五色沼 Goshikinuma - 5-Farben-Seen</em>. Die Seen sind aufgrund der vielfältigen Untergrundbeschaffenheit tatsächlich verschiedenfarbig und sehr schön anzuschauen. Der Rundgang entlang der Seen dauert eine gute Stunde und ist für Jedermann leicht zu bewältigen. Etwas anspruchsvoller, wenn auch für Laien kein Problem, sind die Routen auf die beiden grossen Gipfel der Gegend - den <em>西吾妻山 Nishi-Azuma-yama, 2'035 m)</em> im Norden und dem <em>磐梯山 Bandai-san, 1'818 m</em>. Der Aufstieg dauert bei Beiden drei bis vier Stunden. Man kann den Bandai-san auch von Süden aus bestiegen (von der Bahnlinie erlaufbar), aber obwohl diese Route etwas kürzer ist, ist der Weg auch etwas gefährlicher: Gerade für die Route unbedingt gutes Schuhwerk mitbringen!
</p>
<p>
Vom Bandai-san hat man einen aussergewöhnlich guten Blick auf die Reste des explodierten Kleinen Bandai-sans, die gesamte Ura-Bandai-Region sowie, auf der südlichen Seite, den <em>猪苗代湖 Inawashiro-ko</em> - siehe oben.
</p>
<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "aizu"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "aizu"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Von Tokyo aus gibt es zwei Varianten - eine schnelle, unspektakuläre und eine zeitraubende, aber schöne Variante. Wer es eilig hat, ist mit der ersten besser bedient: Mit dem Shinkansen von Tokyo oder Ueno bis <em>郡山 Kōriyama</em> (76 Minuten) und von dort weiter mit dem <em>磐越西線 Ban'etsusai-sen</em> (eine Stunde). Dauert mit allem knapp drei Stunden und kostet 8,820 Yen einfach (der Railpass kann benutzt werden). Die langsamere, billigere und interessantere Variante führt über <em>会津田島 Aizu-Tajima</em>. Die Fahrt von Wakamatsu mit der privaten Aizu-Linie dauert eine gute Stunde und kostet 1'610 Yen. Von Tajima fährt ein langsamer Zug direkt durch bis Ueno/Tokyo - das dauert 4 Stunden 15 Minuten und kostet 3'140 Yen. Die Strecke von Wakamatsu bis Tajima und darüber hinaus ist sehr schön anzusehen.
</p>
<p>
Von Wakamatsu kommt man auch mit der Bahn bis nach <a href="/japan/niigata.html">Niigata</a> an der Westküste - das dauert 2&frac12; Stunden und kostet 2'210 Yen. Auch diese Strecke ist sehr schön. Ansonsten kommt man auch noch bis <a href="/japan/kinugawa-onsen.html">Kinugawa-Onsen</a> - das dauert gute zwei Stunden und kostet 3'180 Yen.
</p>
<p>
Wer nach Ura-Bandai möchte, fährt am besten mit dem Zug Richtung Kōriyama bis <em>猪苗代 Inawashiro</em> (30 Minuten, 450 Yen) und von dort weiter mit dem Bus gen Goshiki-Numa - das dauert eine knappe halbe Stunde und kostet 750 Yen.
</p>
<p>
Vom Bahnhof Aizu-Wakamatsu fahren die sogenannten <em>Akabee-Busse</em> im Kreisverkehr durch die Stadt - diese fahren auch an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei.
</p>
 



</p><div class="back-to-top-wrapper">
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</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Direkt am Bahnhof - rechterhand - steht das grosse, unspektakuläre <em>駅前フジグランドホテル Ekimae Fuji Grand Hotel</em>. Ein typisches Businesshotel mit angemessenem Service. Ein Einzelzimmer inkl. Frühstück kostet dort 4'800 Yen. Wer dort übernachtet, bekommt auch Gutscheine für das gegenüberliegende <em>富士の湯 Fuji-no-yu</em> - ein grosses Onsen. Hier die Webseite des Hotels: <a href="http://fujigrandhotel.co.jp" target="_blank">http://fujigrandhotel.co.jp</a>. Achtung: Zwar liegt das Hotel praktisch da direkt vor dem Bahnhof - das Zentrum von Aizu ist jedoch ca. 15 Minuten zu Fuss vom Bahnhof entfernt und eine grosse Auswahl an Ausgehmöglichkeiten gibt es nicht in Bahnhofsnähe.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />

</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/aizu-wakamatsu.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/aizu-wakamatsu.html</guid>
            
            
            <pubDate>Thu, 25 Mar 2010 02:25:23 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Bitchū-Takahashi</title>
            <description><![CDATA[      <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="okayama.html">岡山 Okayama</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="hiroshima.html">Hiroshima 広島→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okayama.png" alt="Lage von Okayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#okayama">岡山 Okayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Bitchū-Takahashi 備中高梁</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Sehr Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Takahashi. Oft aber auch mit vollem Namen Bitchū Takahashi genannt (Bitchū ist eine alte Provinz). Bis 1869 hiess der Ort allerdings 松山 Matsuyama. Taka = hoch, hashi = Balken, Brücke.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Takahashi liegt im Westen Präfektur Okayama, gute 30 km Luftlinie von <a href="okayama.html">Okayama</a> entfernt. 
Die Stadt schlängelt sich entlang des <em>高梁川 Takahashi-gawa (gawa = Fluss)</em> in einem engen Tal.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>Die Burg Matsuyama-jō. Der Raikyū-Tempel mit seinem hervorragenden japanischen Garten. Das alte Samuraiviertel.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Bitchū-Takahashi: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Bitchū-Takahashi - Beschreibung</h3>

<p>
Bitchū-Takahashi ist eine kleine Stadt mitten in den Bergen der Präfektur Okayama und hat 36,000 Einwohner - wie es bei japanischen Gemeinden immer der Fall ist, bezieht sich die Einwohnerzahl nicht nur auf die eigentliche Stadt, sondern auf das Verwaltungsgebiet - dies ist fast 550 km&sup2; gross. Bitchū ist der Name einer historischen Provinz Japans - jene war damals Teil der grossen Provinz <em>吉備国 Kibinokuni</em>. Die Gegend war dereinst bekannt für Eisenerzabbau und -verhüttung. Heute hat die Stadt und das Gebiet mit anhaltendem Bevölkerungsrückgang zu kämpfen. Dank zweier Universitäten ist der Anteil junger Menschen jedoch überdurchschnittlich gross - Takahashi ist im gewissen Sinne eine Universitätsstadt.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/takahashi1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Bitchū Takahashi: Blick auf die Stadt">
			<br><span>Bitchū Takahashi: Blick auf die Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/takahashi2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Bitchū Takahashi: Alter Strassenzug im Stadtzentrum">
			<br><span>Im ehemaligen Samuraiviertel</span>
		</div>
	</div>
<p>
Takahashi hat ein Kleinod aufzuweisen - ein kleines Schloss, welches da auf einem nahen Hügel über der Gegend thront. Das Schloss wurde erstmals 1240 gebaut - auf dem <em>大松山 Ōmatsuyama (Grosser Kiefernberg)</em>. Dementsprechend wurde die Feste unter dem Namen <em>松山城　Matsuyama-jō</em>　bekannt. Um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Schloss in <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a> auf Shikoku zu vermeiden, ist das Schloss allgemein als <em>備中国松山城 Bitchūnokuni Matsuyama-jō</em> bekannt. Dieses Schloss zählt zur Gattung der Bergschlösser - also Burgen, die auf Berggipfeln gebaut wurden (was in Europa relativ normal, in Japan jedoch recht selten der Fall ist). Und - das Schloss von Takanashi ist das einzige Bergschloss, welches in Japan bis heute überlebt hat: Ein grosser Teil der Strukturen inklusive des Hauptgebäudes (dem Donjon) ist dank der abgeschiedenen Lage noch original (in ganz Japan gibt es nur 12 Donjons, die noch im Originalzustand erhalten sind).
</p>
<p>
Erstmals wurde 1240 an dieser Stelle eine Burg gebaut. Der nur zwei Ebenen umfassende Donjon stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Burg spielte damals eine zentrale Rolle in der Provinz Bitchū(nokuni). 1873 wurde die Burg jedoch im Zuge der Modernisierung des Landes aufgegeben und verlor ihre Bedeutung. Die Burg verfiel daraufhin, wurde jedoch in den 1920/1930ern restauriert und zum wichtigen Kulturgut erklärt. Seitdem kümmern sich verschiedene Organisationen und Gruppen um die Pflege der Anlage (man kämpft dabei gegen Steinschlag, wilde Affen und andere Hindernisse).
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/takahashi3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Bitchū Takahashi: Die kleine, feine Burg in Stadtnähe">
			<br><span>Die kleine, feine Burg Matsuyama-jō</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/takahashi4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Bitchū Takahashi: Die Burg von hinten">
			<br><span>Die Burg von hinten</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wer zur Burg will, muss jedoch erstmal steil bergauf: Takahashi liegt im Durchschnitt auf 65 m NN - die Burg liegt nur einen guten Kilometer Luftlinie von der Stadt entfernt, aber auf 430 m Höhe. Man sollte also eine knappe Stunde Fussmarsch einrechnen. Der Eintritt in die Anlage kostet 300 Yen und die sind gut angelegt: Es gibt relativ wenig Leute, die sich hierher verirren, und die Burg selbst ist zwar sehr klein, aber die gesamte Anlage doch sehr sehenswert - und wirklich gut erhalten. Diese Burg ist wahrscheinlich die einzige original erhaltene Burg in Japan, in der man eine Ahnung bekommt, wie es früher so aussah. Es empfiehlt sich dabei unbedingt, die Anlage gründlich zu erkunden (die Festungsanlage ist gute 250 m lang und bis zu 70 m breit) - man entdeckt interessante Details und Perspektiven.
</p>
<p>
Die Burg liegt 2,8 km vom Bahnhof entfernt - man braucht wegen des Anstieges jedoch eine gute Stunde. Wer abkürzen will, kann ein Taxi vom Bahnhof nehmen - das kostet 1'250 Yen bis zum Pass. Von dort geht es noch 700 m steil bergauf.
</p>
<p>
Wo es in Japan eine Burg gibt, gab es in der Regel auch eine <em>城下町 (jōkamachi) Burgunterstadt</em>, in der sich dort dienende Samurais nebst Familien sowie natürlich Händler und andere Leute ansiedelten. Das war in Takahashi nicht anders. Davon zeugt die relativ gut erhaltene, recht ursprünglich wirkende aber kleine <em>武家屋敷 (Buke Yashiki) Samuraiviertel</em> mit grossen, alten Häusern vornehmlich au s Holz. In der Nähe befindet sich zudem ein kleines Museum über das angrenzende Händlerviertel.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/takahashi5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Bitchū Takahashi - Im famosen Raikyūji">
			<br><span>Im famosen Raikyūji</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/takahashi6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Bitchū Takahashi">
			<br><span>Japanischer Garten im Raikyūji</span>
		</div>
	</div>
<p>
Nur wenige hundert Meter vom Samuraiviertel entfernt liegt ein weiteres Kleinod - der <em>頼久寺 Raikyū-ji</em>, ein (buddhistischer) Tempel der Eigen-ji-Sekte, welche dem Rinzai-Buddhismus verschrieben ist. Man ist sich nicht sicher, wann genau der Tempel gebaut wurde, aber man weiss, dass er zum Beispiel 1339 umgebaut wurde. 1604 zog <em>小堀遠州 Kobori Enshū</em>, Sohn des damaligen Burgherren und Herrschers der Region Bitchū-no-kuni, in den Tempel. Jener war bekannt für seine Gartenbaukunst und begann, im Tempel einen grossen Garten anzulegen. Enshū war zudem für die Verfeinerung der heute weltweit bekannten Teezeremonie bekannt - seitdem gibt des den Enshū-Stil der Teezeremonie. Der Garten im Raikyū-ji verwendet das <em>借景 Shakkei-Prinzip</em> - jenes bedeutet "geborgte Landschaft". Bei diesem Prinzip wird die Landschaft im Hintergrund in den Garten einbezogen - in diesem Fall dient der kleine Berg <em>愛宕山 Atago-san</em> als Verlängerung des Gartens. Wer es sieht, versteht das Prinzip sofort.
</p>
<p>
Schöne Landschaftsgärten gibt es in Japan viele - aber der Raikyūji - die Gebäude sind gute 500 Jahre, der Garten über 400 Jahre alt - ist besonders interessant, weil man ihn in Ruhe geniessen kann und nicht mit hunderten Anderer im Schnelllauf durchschreiten muss (ich war während der O-Bon Ferien im August dort - halb Japan hat dann Urlaub - und ich hatte den Tempel nebst Garten ganz für mich allein; eine Garantie für so viel Glück gibt es freilich nicht). 
</p>


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	</div>
</div>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Takahashi liegt an der <em>JR 伯備線 JR Hakubi-Linie</em> - die fährt von der Ostküste Japans bis zur Westküste (das sind in Okayama nur 82 km) nach <em>Yonako 米子</em>. Die Strecke führt quer durch die Berge und ist sehr schön.  Von <a href="okayama.html">Okayama</a> braucht man gute 50 Minuten mit der Bahn, die Fahrkarte kostet 820 Yen.
</p>
<p>
Wer an die Westküste möchte, fährt mit der gleichen Linie Richtung <em>米子 Yonako</em> - mit dem (selten fahrenden) <em>Yakumo Ltd. Express</em> dauert das 1&frac12; Stunden und kostet 4'380 Yen, mit der normalen Bahn kostet es nur 1'890 Yen, dauert jedoch dafür 2&frac34; Stunden.

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	</div>
</div>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Im nahen <a href="okayama.html">Okayama</a> übernachtet - daher keine persönlichen Empfehlungen.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/bitchu-takahashi.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/bitchu-takahashi.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sun, 21 Mar 2010 03:26:40 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Okayama</title>
            <description><![CDATA[     <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="kurashiki.html">倉敷 Kurashiki</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi 備中高梁→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okayama.png" alt="Lage von Okayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#okayama">岡山 Okayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Okayama 岡山</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Okayama - oka bedeutet Hügel, Erhebung; -yama ist der Berg. Der Name kennzeichnet auch die gesamte Präfektur.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Okayama liegt auf halbem Wege zwischen <a href="osaka.html">Ōsaka</a> und <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a> im Süden der gleichnamigen Präfektur. Die Stadt erstreckt sich unweit der Mündung entlang des Flusses <em>旭川</em>. Bis zur Küste der Seto-Binnensee sind es knapp 10 Kilometer.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>Hauptsächlich die schöne Burg sowie der angrenzende Kōrakuen - einer der drei schönsten Gärten in Japan.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Okayama: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Okayama - Beschreibung</h3>

<p>
Okayama ist mit gut 700'000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt der Region <a href="/japan/chugoku.html">Chūgoku</a> (West-Honshū) - nach <a href="/japan/hiroshima.html">Hiroshima</a>. Die Stadt liegt ziemlich genau zwischen <a href="/japan/osaka.html">Ōsaka</a> im Osten und Hiroshima - bis zu beiden Städten sind es rund 140 km Luftlinie. Okayama gilt zudem als  Pforte zur <a href="/japan/shikoku.html">Insel Shikoku</a>.
</p>
<p>
In Japan verbindet man mit der Stadt unter anderem den legendären <em>桃太郎 Momotarō (Wörtlich: Pfirsich-Hans)</em>. In dem in Japan allseits bekannten Märchen entspringt der Held einem Pfirsich, wird von Pflegeeltern mit viel Liebe grossgezogen und zieht später mit seinen Freunden Affe, Hund und Fasan auszieht, um dem Teufel den Garaus zu machen (so laut Legende geschehen in <a href="/japan/takamatsu.html">Takamatsu</a> auf der anderen Seite der Seto-Binnensee). Um die Schlacht zu gewinnen, wurde er dabei von seinen Zieheltern mit <em>吉備団子 Kibidango</em> verpflegt - diese süssen Bällchen aus Reis- und Hirsemehl gelten daher als DIE Spezilität der Stadt. Vor dem Hauptbahnhof der Stadt steht standesgemäss ein Denkmal für Momotarō und seine drei Begleiter.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okayama1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama: Das Schloss bei Tag...">
			<br><span>Okayama: Das Schloss bei Tag...</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/okayama2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="... und bei Nacht">
			<br><span>...und bei Nacht"</em>
		</div>
	</div>
<p>
Die Gegend um Okayama ist schon seit Jahrtausenden besiedelt, doch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts spielte das heutige Okayama keine herausragende Rolle. Im 16. Jahrhundert baute der regionale Herrscher <em>金光氏 Kanamitsushi</em> ein kleines Schloss am Asahigawa-Fluss im heutigen Okayama. Um 1570 wurde jenes jedoch von <em>宇喜多 Ukita</em> übernommen - einem mächtigen Daimyō jener Zeit. Ukita erkannte die strategisch günstige Lage und baute das Schloss aus - wodurch zwangsläufig auch die Siedlung rundherum wuchs. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Stadt schliesslich vom <em>池田氏 Ikeda-Clan</em> regiert - und im Gegensatz zu den meisten Burgen jener Zeit wurde die Präsenz der Burg von Okayama vom Bakufu in Edo (heute: Tokyo) geduldet. 
</p>
<p>
Okayama mauserte sich in den folgenden Jahrhunderten zum bedeutendsten Wirtschaftszentrum der Region. Im Zuge der Abschaffung der traditionellen Lehen (Han) und der Einrichtung von Präfekturen (<em>廃藩置県 Haihan Chiken</em>) 1871 wurde Okayama aus guten Gründen Hauptstadt der Präfektur Okayama. Auch die Industrie begann sich allmählich zu entwickeln. Jene wurde dementsprechend Ziel amerikanischer Bombenangriffe - am 29. Juni 1945 verloren so geschätzte 1'000 Einwohner ihr Leben, und ein grosser Teil der Stadt wurde zerstört.
</p>
<p>
Die Entwicklung der Stadt ging nach dem Krieg weiter. Seit 1972 ist die Stadt mit dem Shinkansen erreichbar, und seit 1988 ist Okayama über Schiene und Strasse mit dem nahen Shikoku verbunden. Okayama ist heute eine "von der Regierung ausgewiesenen Grossstadt" (<em>政令指定都市 Seireishiteitoshi</em>) - davon gibt es insgesamt 19 in Japan. Diese Städte geniessen Sonderrechte und haben Zugang zu gesonderten Resourcen in Japan.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okayama3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/okayama4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Hauptstrasse von Okayama heisst nicht überraschend <em>桃太郎通り - Momotarō-Strasse</em> und führt vom Hauptbahnhof schnurstracks Richtung Osten zum Fluss Asahigawa. Läuft man die Strasse rund 1,5 km geradeaus und dann noch ein bisschen weiter geradeaus, kommt man direkt zum Schloss - jenes fällt auf, da es schwarz ist (die meisten Schlösser in Japan sind weiss oder grau). Deshalb trägt die Feste auch den Beinamen <em>烏城 U-jō (Rabenburg)</em>. Der Grundstein für die erste Burg an jener Stelle wurde 1346 gelegt, doch die heutige Form stammt aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. 
</p><p>
Im Gegensatz zu vielen anderen Burgen Japans überlebte das Schloss die Edo-Zeit, doch mit Beginn der <a href="/japan/geschichte.html#meiji">Meiji-Restauration</a> gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss aufgegeben. Mit Ausnahme eines Nebenturms (Yagura) gingen die Reste des Schlosses leider beim Luftangriff der Amerikaner 1945 verloren. Was man heute sieht, ist ein Nachbau aus Stahlbeton von 1966. Der Nachbau ist jedoch, zumindest von aussen betrachtet, durchaus gelungen. Eintritt in das Schloss (im Inneren gibt es ein Museum sowie von oben einen guten Ausblick über die Stadt) kostet 300 Yen - ein Kombiticket (Schloss und benachbarter Park, siehe unten) kostet 520 Yen und ist empfehlenswert.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okayama5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/okayama6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okayama - Im berühmten Kōrakuen">
			<br><span>Okayama - Im berühmten Kōrakuen</span>
		</div>
	</div>
<p>
Direkt vor dem Schloss, auf einer hakenförmigen Insel im Fluss Asahigawa, liegt der <em>後楽園 Kōrakuen</em>, ein gut 13 Hektar grosser, wunderschöner Garten, der zu Recht zu einem der <em>日本三名園 - 3 berühmtesten Gärten Japans</em> gezählt wird (die anderen beiden sind der <a href="/japan/kanazawa.html">Kenroku-en in Kanazawa</a> (Präf. Ishikawa) sowie der <a href="/japan/mito.html">Kairoku-en in Mito</a> (Präf. Ibaraki)). Der Kōrakuen wurde 1700 fertiggestellt und war der benachbarten Burg angeschlossen - erst 1871 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Garten ist gross und sehr vielfältig: Man findet Bäche und Hügel, dichte Wälder und grüne Lichtungen, Sandflächen mit vereinzelten Steinen und Büschen, Seen mit winzigen Inseln mit jeweils einem Baum drauf, Bogenbrücken usw. usf. - der Garten lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein.
</p>
<p>
Von Ende Juli bis Mitte August zelebriert man im Garten den <em>幻想庭園 ("Garten der Illusionen")</em> - ausnahmsweise bleibt der Garten dann bis 21:30 auf und es werden vielerorts Kerzen und spezielle Lichter aufgestellt. Auch die benachbarte Burg wird auf besondere Weise angestrahlt - ein Anblick, den man sich bei einem Besuch im Sommer auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Der Eintritt in den Garten kostet 350 Yen - ein Kombiticket (Schloss und benachbarter Park) kostet 520 Yen - man spart damit 130 Yen.
</p>
<p>
Die beiden Sehenswürdigkeiten sind mit Abstand das Beste, was Okayama zu bieten hat - ansonsten gibt es viel Industrie am Stadtrand und das übliche Gemenge im Zentrum. Ansonsten bietet sich Okayam wunderbar als Sprungbrett an - ins Hinterland von Okayama (zum Beispiel nach <a href="/japan/bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi</a>) sowie zu den zahllosen Inseln in der Seto-Binnensee - sowie nach <a href="/japan/shikoku.html">Shikoku</a>.
</p>



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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Okayama liegt an der wichtigen <em>山陽本線 San'yō-Linie</em> - jene verbindet <a href="/japan/osaka.html">Ōsaka</a> mit <em>下関 Shimonoseki</em> - dem Eingang zur <a href="/japan/kyushu.html">Kyūshū</a>. Wie eingangs erwähnt, liegt Okayama genau zwischen 
<a href="osaka.html">Ōsaka</a> und <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a>. Die Fahrt nach Hiroshima dauert 41 Minuten mit dem Shinkansen und kostet 6'060 Yen - mit Bummelzügen dauert es fast drei Stunden, dafür kostet die Fahrkarte auch nur die Hälfte. Die Fahrpreise nach Osaka sind exakt die gleichen.
</p>
<p>
In Okayama beginnt die <em>JR 伯備線 JR Hakubi-Linie</em> - die fährt von der Ostküste Japans bis zur Westküste (das sind in Okayama nur 82 km) nach <em>Yonako 米子</em>. Die Strecke führt quer durch die Berge und ist sehr schön. Die Züge halten unterwegs auch in <a href="/japan/bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi</a>. Der <em>やくも Yakumo Ltd. Express</em> fährt auf der gleichen Linie nach Norden bis nach <a href="/japan/matsue.html">Matsue</a> (2&frac12; Stunden, 5'870 Yen) bzw. weiter bis nach Izumo.
</p>
<p>
Auch nach Shikoku kommt man schnell - mit dem <em>マリンライナー Marine Liner Ltd. Express</em> fährt man eine knappe Stunde bis nach <a href="/japan/takamatsu.html">Takamatsu</a> (über <a href="/japan/sakaide.html">Sakaide</a>) sowie mit dem <em>しおかぜ Shiokaze Ltd. Express</em> bis nach <a href="/japan/matsuyama.html">Matsuyama</a> - das dauert jedoch gute 2&frac12; Stunden und kostet 6'630 Yen. Der Zug hält auch in <a href="/japan/marugame.html">Marugame</a>. Auch bis nach <a href="/japan/kochi.html">Kōchi</a> kommt man ohne Umsteigen - mit dem <em>南風 Minamikaze Ltd. Express</em>. Das dauert fast 3 Stunden und kostet 5,790 Yen - ein kurzer Abstecher unterwegs zur <a href="/japan/oboke.html">Oboke-Schlucht</a> ist definitiv empfehlenswert.
</p>

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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Das <em>ダイワロイネットホテル Daiwa Roynet Hotel</em> direkt vor dem Hauptbahnhof von Okayama bietet soliden Service und eine sehr günstige Lage. Ein Einzelzimmer dort kostet ab 7'300 Yen. Die Adresse: <em>〒700-0023 岡山県岡山市駅前町1-1-1 zip 700-0023 Okayama-ken, Okayama-shi, Ekimae-chō 1-1-1</em>, Tel: 086-803-0055.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/okayama.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/okayama.html</guid>
            
            
            <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 02:26:04 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Kurashiki</title>
            <description><![CDATA[     <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="matsue.html">松江 Matsue</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="okayama.html">Okayama 岡山→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okayama.png" alt="Lage von Okayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#okayama">岡山 Okayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Kurashiki 倉敷</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Kurashiki - "Lager - Haus/Platz". Der Name hat einen guten Grund.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Kurashiki liegt 15 km landeinwärts des Seto-Binnenmeers am linken Ufer des <em>高梁川 Takahashi-gawa (gawa=Fluss)</em>. Die gleichnamige Hauptstadt der Präfektur Okayama liegt ebenfalls nur rund 15 km entfernt von Kurashiki im Osten.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die alten Lagerhäuser, Museen, Galerien usw. entlang der Kanäle im sogenannten Bikan-Viertel. Der Achi-Schrein. 
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kurashiki: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Kurashiki - Beschreibung</h3>

<p>
Kurashiki ist der Name des gleichnamigen Bezirks im Südwesten der Präfektur Okayama. Der gesamte Bezirk hat knapp eine halbe Million Einwohner und ist ein enorm wichtiges industrielles Ballungsgebiet - der Produktionsausstoss von Kurashiki ist der zweithöchste in Westjapan - nur in <a href="/japan/osaka.html">大阪</a> wird mehr produziert. Die meisten Besucher kommen jedoch nicht deswegen nach Kurashiki, und als Tagesbesucher merkt man von den ganzen Industriekombinaten nicht viel. In der eigentlichen Stadt Kurashiki leben ca. 200'000 Einwohner, aber auch das merkt man eigentlich nicht - im historischen Stadtzentrum.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kurashiki1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki: Blick vom Achi-Schrein auf die Stadt">
			<br><span>Blick vom Achi-Schrein auf die Stadt</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kurashiki2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - einer der Kanäle im Bikan-Viertel">
			<br><span>Kurashiki - einer der Kanäle im Bikan-Viertel</em>
		</div>
	</div>
<p>
Kurashiki erhielt erst im Jahre 1928 offiziell das Stadtrecht, aber der Ort tauchte schon lange vorher in den Annalen auf. Der Ortsname Kurashiki erschien allerdings erst sehr spät - vorher war der Ort unter anderen Namen, darunter <em>阿智 Achi</em>, <em>鶴形 Tsurugata</em> u.a., bekannt. Diese sind heute Hügel im Stadtgebiet, waren damals aber noch Inseln in der Seto-Binnensee. Die Region um Kurashiki gehörte damals zur Provinz <em>吉備国 Kibi-no-kuni</em>. Mit Beginn der <a href="/japan/geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> Anfang des 17. Jahrhunderts begann man, dem Meer zunehmend Land abzugewinnen - einstige Inseln wurden somit zu Hügeln, und der <em>倉敷川 Kurashiki-Fluss</em> wurde geboren - dieser prägt heute das historische Stadtzentrum, existierte damals allerdings nicht. Hinzu kam ein Geflecht von Kanälen, die auch heute noch zu sehen sind. Kurashiki wurde damals zu einem <em>代官所 Daikansho</em>, dem Sitz des Lehnsherren einer Region. 1606 wurde auch eine Burg gebaut, doch jene wurde nur gute 30 Jahre später auf Druck aus Edo verlassen. Das heutige Zentrum des Ortes wurde zu jener Zeit unter Direktherrschaft des Bakufu gestellt. 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kurashiki3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - alte Lagerhäuser im Bikan-Viertel">
			<br><span>Alte Lagerhäuser im Bikan-Viertel</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kurashiki4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - Schmale Gassen, lange Holzmauern">
			<br><span>Schmale Gassen, lange Holzmauern</span>
		</div>
	</div>
<p>
Aufgrund der Rolle als Hauptortes der Region begann Kurashiki zu gedeihen. Der Ort wurde bekannt für seine Lagerhäuser sowie für seine Spinnereien. Da auch noch heute zahlreiche Bauten aus jener Zeit existieren, ist Kurashiki heute ein beliebtes Ausflugsziel. 1864 fand in Kurashiki der <em>倉敷浅尾騒動 Kurashiki-Asao-Aufstand</em> statt, bei dem Kämpfer des Asao-Clans versuchten, den Vertreter der Regierung aus Edo zu töten. Jener war damals gerade auf Dienstreise, aber etliche Gebäude wurden damals niedergebrannt.
</p>
<p>
Seit dem 19. Jahrhundert wurde Kurashiki mehr und mehr zum Industriegebiet. Vor allem auf den Neulandinseln bei Kurashiki, darunter z.B. die Insel <em>水島 Mizushima</em>, entstanden riesige Fabriken - unter anderem von Mitsubishi Heavy Industries, die dort Kampfflugzeuge montierten. Dementsprechend wurde Kurashiki am 22. Juni 1966 Angriffsziel einer Flotte von geschätzten 110 amerikanischen Bombern. Die Betriebe wurden dabei stark zerstört, mit geringem Schaden in der Stadt selbst.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kurashiki5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Kurashiki - Viel Grün im Ivy Square">
			<br><span>Viel Grün im Ivy Square</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kurashiki6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Altes Ryokan (Herberge) in Honmachi/Kurashiki">
			<br><span>Altes Ryokan (Herberge) in Honmachi/Kurashiki</span>
		</div>
	</div>
<p>
<p>
Schon seit Jahrhunderten spielte in Kurashiki die Unternehmerfamilie <em>大原 Ōhara</em> eine sehr wichtige Rolle - jene gründete <em>倉敷紡績 Kurabo Industries</em>, ein riesiges Textilunternehmen, welches auch heute noch floriert, international aktiv ist und sehr viel zum Wohlstand der Stadt beitrug. Unter anderem durch die Einrichtung des <em>大原美術館 Ohara Museum of Art</em>. Das Museum, beherbergt in einem für Japan sehr untypischen, neoklassizistischen Bau im Bikan-Viertel, zeigt Kunstwerke vieler mehr oder weniger alter europäischer Meister - unter anderem Renoir, Picasso, Matisse, Toulouse-Lautrec, Gauguin - aber auch japanische Grössen wie Shōji Sekine, Narashige Koide und andere findet man hier. 
</p>
<p>
Eine weitere Hinterlassenschaft der Familie Ōhara ist der sogenannte <em>倉敷アイビースクエア Kurashiki Ivy Square</em> im Zentrum der Altstadt. Dort stand früher das Verwaltungsamt während der Edo-Zeit. Später wurde auf der Ruine die Fabrik der Kurabo Industries Textilienfabrik gebaut. Das Ensemble besteht aus zahlreichen schönen Ziegelhäusern, viele davon efeuüberwuchert und heutzutage zu einem grossen Teil als Hotel genutzt. Für Kurzbesucher aus Deutschland in Japan nicht zwingend etwas Aufregendes, aber in Japan sehr beliebt da äusserst selten in diesem Teil der Erde anzutreffen.
</p>
<p>
Fazit: Das Bikan-Viertel von Kurashiki ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Japan, mit einer schönen Mischung aus traditionell japanischer sowie europäischer Architektur. Die Kanäle mit den Trauerweiden sorgen für einen schönen Spaziergang. Für Liebhaber von Kunstmuseen ist die Stadt ohnehin ein Muss. Wer einige Wochen in Japan verbringt und in der Region weilt - sowie sich für Kunst und/oder Geschichte interessiert, ist Kurashiki definitiv einen Abstecher wert.

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</div>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Kurashiki liegt an der wichtigen <em>山陽本線 San'yō-Linie</em> - jene verbindet <a href="/japan/osaka.html">Ōsaka</a> mit <em>下関 Shimonoseki</em> - dem Eingang zur <a href="/japan/kyushu.html">Kyūshū</a>. Kurashiki liegt dabei zwischen <a href="/japan/hiroshima.html">Hiroshima</a> und <a href="/japan/okayama.html">Okayama</a>. Letzteres liegt nur 15 km entfernt - die Fahrt mit der JR San'yō-Linie kostet 320 Yen und dauert nur eine Viertelstunde. Mit einem normalen Zug von Hiroshima braucht man 2&frac12; Stunden und kostet 2,520 Yen. Der Shinkansen hält auch in Kurashiki - der Bahnhof ist jedoch ein anderer, nämlich <em>新倉敷 Shinkurashiki (Neu-Kurashiki)</em> und liegt 10 km vom Bahnhof Kurashiki entfernt (die JR San'yō-Linie hält auch dort). Im Falle von Kurashiki gilt daher: Wer von Osten (Tokyo, Osaka) kommt, fährt besser bis Okayama und steigt dort in den normalen Zug um. Wer von Westen kommt, fährt besser bis Shin-Kurashiki und steigt dort um (allerdings ist auch vom Westen aus die Route über Okayama schneller, da nur die "langsamen" Shinkansen in Kurashiki halten).
</p>
<p>
In Kurashiki beginnt die <em>JR 伯備線 JR Hakubi-Linie</em> - die fährt von der Ostküste Japans bis zur Westküste (das sind in Okayama nur 82 km) nach <em>Yonako 米子</em>. Die Strecke führt quer durch die Berge und ist sehr schön. Die Züge halten unterwegs auch in <a href="/japan/bitchu-takahashi.html">Bitchū-Takahashi</a>.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Im nahen <a href="/japan/okayama.html">Okayama</a> übernachtet - deshalb keine speziellen Tipps.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/kurashiki.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/kurashiki.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 04:21:36 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Iwakuni</title>
            <description><![CDATA[    <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="miyajima.html">宮島 Miyajima</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="hagi.html">Hagi 萩→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/yamaguchi.png" alt="Lage von Yamaguchi" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chugoku.html">中国 Chūgoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chugoku.html#yamaguchi">山口 Yamaguchi</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Iwakuni 岩国</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Äusserst Sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Iwakuni - "Fels - Land". Iwakuni entstand durch Zusammenlegung der Ortschaft Iwakuni und dem Ort 麻里布 Marifu.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Iwakuni liegt an der Flussmündung des <em>錦川 Nishiki-gawa</em> an der Seto-Binnensee, ca 35 km (Luftlinie) südwestlich von <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a>, aber gerade noch so in der <a href="chugoku.html#yamaguchi">Präfektur Yamaguchi</a>. Die Neustadt liegt nahe des Ufers, die Altstadt ein paar Kilometer flussaufwärts.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die kleine Burg. Die markante Kintai-Brücke und der Park nebst Samuraiviertel zwischen Burg und Brücke. Die Landschaft drumherum.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Iwakuni: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Iwakuni - Beschreibung</h3>

<p>
Iwakuni ist eine von zahllosen Industriestädten, die sich entlang der <em>山陽本線 San'yō-Bahnlinie</em> an der Seto-Binnensee (zwischen Honshū und Shikoku) aneinanderreihen. Die Stadt hat gute 110'000 Einwohner und drei verschiedene Gesichter: Das erste sieht man, wenn man mit dem Zug - aber nicht mit dem Shinkansen - anreist: Eine typische, kleine, uninteressante, gesichtslose Industriestadt, die man schnell wieder verlassen möchte. Gesicht Nummer zwei ist der grosse Militärstützpunkt der US Marines - die <em>U.S. Marine Corps Air Station Iwakuni</em> - einer der grössten Stützpunkte der Amerikaner in Japan neben Yokosuka und Atsugi bei Tokyo sowie den grossen Stützpunkten auf der <a href="/japan/insel-okinawa.html">Hauptinsel von Okinawa</a>. Der Stützpunkt - zum grossen Teil Flughafen - nimmt fast die gesamte dreieckige Insel im Mündungsbereich des <em>錦川 Nishiki-gawa</em> ein. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Blick von der Burg auf West-Iwakuni">
			<br><span>Blick von der Burg auf West-Iwakuni</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Blick Richtung Meer - in der Mitte: der Stützpunkt">
			<br><span>Blick Richtung Meer - in der Mitte: der Stützpunkt</em>
		</div>
	</div>
<p>
Läuft man den Fluss entlang ca. drei Kilometer landeinwärts, werden die Häuser schnell kleiner und ländlicher. Zwischen Stützpunkt und dem Bahnhof der Shinkansen-Linie liegt die Altstadt bzw. der historische Teil der Stadt. Die Altstadt von Iwakuni an sich liegt in einer Flussschlaufe und bietet ausser ein paar kleineren Tempeln nicht allzu viel - dieser Teil der Stadt ist eher verschlafen. Die Hauptsehenswürdigkeit liegt vom Meer und der Neustadt aus gesehen hinter der Altstadt, nämlich die <em>錦帯橋 Kintaikyō (wörtlich: Wollgürtelbrücke)</em>. Diese 193 m lange Holzbrücke ruht auf vier grossen Steinsockeln und fällt durch die stark geschwungenen Bögen auf: Gebaut wurde die Brücke zuerst 1673, aber schon im folgenden Jahr wurde sie weggespült - und umgehend wieder aufgebaut. Erst 1950 wurde die Brücke erneut weggespült - nach einem Taifun, und auch 2005 gab es schwere Schäden durch einen Taifun. Die Brücke ist ein Besuchermagnet und zählt zu den drei bekanntesten Brücken Japans - neben der <em>眼鏡橋 Meganebashi ("Brillenbrücke")</em> in <a href="/japan/nagasaki.html">Nagasaki</a> und der heute zugegebenermassen nicht allzu attraktiven <a href="http://www.tabibito.de/japan_blog/blogs/index.php/2007/01/16/was_dem_berliner_sein_schloss">Nihonbashi ("Japanbrücke")</a> im Zentrum von <a href="/japan/tokyo.html">Tokyo</a>.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Die berühmte Kintai-Brücke">
			<br><span>Die berühmte Kintai-Brücke</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni - Das kleine, feine Schloss">
			<br><span>Iwakuni - Das kleine, feine Schloss</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wer über die Brücke möchte, muss Eintritt bezahlen (am Brückenkopf). Dabei rechnet sich der Kauf eines Kombi-Tickets für 930 Yen - dafür kommt man auch in das Schloss, dass da in Rufweite auf dem Berg hinter dem Fluss thront, sowie in den Genuss einer Seilbahnfahrt bis zur selbigen. Ein Besuch der Burg lohnt sich auf jeden Fall - zwar ist die <em>岩国城 Iwakuni-jō (Burg Iwakuni)</em> selber nur sehr klein, aber der Ausblick von oben ist grandios - siehe Fotos. Die Burg selbst wurde 1601 vom <em>吉川氏 Kikkawa-Clan</em> erbaut, aber bereits 1615 - im Zuge der Verlegung der Zentralgewalt nach Edo (heute Tokyo) verlassen. Die Burg verfiel zunehmend. 1962 wurde sie jedoch nahezu an gleicher Stelle rekonstruiert. Von historischem Wert ist der Nachbau nicht, aber die kleine Burg passt gut in die Landschaft und ist den Spaziergang wert (es gibt auch eine Seilbahn bis fast ganz hoch zur Burg). 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni7.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Springbrunnen im Kikko-Park">
			<br><span>Iwakuni: Springbrunnen im Kikko-Park</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni8.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Im ehemaligen Samuraiviertel">
			<br><span>Im ehemaligen Samuraiviertel</span>
		</div>
	</div>
<p>
<p>
Unterhalb der Burg, direkt am Fluss mit oben beschriebener Brücke, befindet sich der <em>吉香公園 Kikkō-Park</em>, ein gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegter, für Japan durchaus eher ungewöhnlicher Park mit Kanälen, grossen Wasserspielen, ein paar alten Wohnhäusern sowie Denkmälern, Museen usw. Der Park selbst ist schön grün und einen ausgedehnten Spaziergang wert - mit dem Fluss im Vordergrund und den grünen Bergen im Hintergrund kann man hier richtig entspannen - da Iwakuni jedoch ein beliebtes Ausflugsziel ist, sollte man nicht erwarten, den Genuss allein für sich zu haben. Zum Park gehört auch das ehemalige Samuraiviertel des alten Kikkawa-Lehens - nur wenige Jahre nach Bauende der Burg kam der Befehl aus der Hauptstadt Edo, die Burg zu verlassen und sich am Fluss niederzulassen. Teile des altem Viertels sind gut erhalten und - das ist nicht häufig in Japan - nicht totrestauriert, sondern sehen halbwegs authentisch aus. 
</p>
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/iwakuni5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Spezialität der Stadt: Iwakuni-zushi">
			<br><span>Spezialität der Stadt: Iwakuni-zushi</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/iwakuni6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Iwakuni: Die moderne Innenstadt kann man sich schenken">
			<br><span>Die moderne Innenstadt kann man sich schenken</span>
		</div>
	</div>
<p>
Vom Samuraiviertel aus gesehen am anderen Ende der Kintai-Brücke findet man zahlreiche der obligatorischen Souvenirläden sowie die üblichen, den Ausflüglern dienenden Restaurants. Diese werben unter anderem mit <em>岩国寿司 (Iwakuni-Zushi)</em> - diese Sushiart kommt im Kastenformat daher und ist ein Kompromiss eines Ortes, in dem es sowohl Spezialitäten aus dem Meer als auch aus den Bergen gibt: Gesäuerter Reis wird hier nicht nur mit Fisch und anderem Meeresgetier, sondern auch mit Lotuswurzel, Pilzen und einigem mehr belegt und schliesslich gepresst. Sehr empfehlenswert und mit Sicherheit auch sehr gesund. Die Preise sind zivil - für ein Set mit Tee und noch etwas anderem (wie Udon z.B.) kostet meist um die 1,000 Yen.
</p>
<p>
In der Umgebung von Iwakuni gibt es viel schöne Landschaft und einige interessante Tempel. Die Neustadt rund um den Hauptbahnhof kann man hingegen getrost umgehen - es gibt nicht viel zu sehen ausser Industriegebieten, gesichtslosen Eikaufspassagen und dem Stützpunkt. Letzterer sorgt freilich dafür, dass das Angebot für nächtliche Vergnügungen über das übliche Angebot hinausgehen: Je näher man dem Stützpunkt kommt, desto mehr dubiose Bars und Schilder mit dubiosem Englisch findet man (so viele Läden sind es dann allerdings auch nicht - selbst um den Stützpunkt herum sieht die Stadt eher verschlafen aus).
</p>
<p>
Iwakuni ist auf jeden Fall einen Abstecher wert - das alte Samuraiviertel, die Burg und die Brücke passen einfach zu gut in die Landschaft. Ausserdem ist Iwakuni zwar relativ gut besucht, aber für Besucherströme wie in <a href="/japan/naha.html"> oder <a href="/japan/kyoto.html">Kyōtō</a> dann doch zu abgelegen.
</p>


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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Iwakuni liegt an der wichtigen <em>山陽本線 San'yō-Linie</em> - jene verbindet das nahe <a href="/japan/hiroshima.html">Hiroshima</a> mit <em>下関 Shimonoseki</em> - dem Eingang zur <a href="/japan/kyushu.html">Kyūshū</a>. Die Fahrt von Hiroshima nach Iwakuni kostet 740 Yen und dauert ca. eine dreiviertel Stunde. Wer es eilig hat, kann auch mit dem Shinkansen fahren - die Shinkansen zwischen <a href="/japan/tokyo.html">Tokyo</a> und <a href="/japan/fukuoka.html">Fukuoka</a> fahren durch <em>新岩国 Shin-Iwakuni (Shin=Neu)</em>. Von Hiroshima dauert es damit nur 16 Minuten, kostet aber 2'190 Yen. Nach Hakata (Fukuoka) dauert es eine Stunde, der Preis beträgt 4'310 Yen. Der Bahnhof Shin-Iwakuni liegt in den Bergen rund 10 km vom Bahnhof Iwakuni entfernt - die Altstadt mit der Burg liegt ziemlich genau dazwischen. Zwischen Shin-Iwakuni, Kintai-Brücke und Stadtzentrum verkehren Busse - bis zur Kintai-Brücke zahlt man 280 Yen. In Iwakuni beginnt auch die <em>錦川清流線 Nishikigawa-Seiryū-Linie</em> - eine kleine, schöne Überlandbahn, die gute 30 km weit in die Berge hineinfährt. Alle Linien von und nach Iwakuni sind JR-Linien und können somit mit dem <a href="/japan/reisetipps.html#railpass">Japan Railpass</a> benutzt werden.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Die meisten Hotels findet man in der unattraktiven Neustadt, und die gehören dann oft zur Kategorie Business-Hotel. Eins davon ist das <em>ホテル安藤 - Hotel Andoh</em>. Jenes liegt an der Hauptstrasse und nur 2 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Iwakuni entfernt (nicht zu verwechseln mit dem Shinkansen-Bahnhof Shin-Iwakuni). Eine Nacht im Einzelzimmer dort kostet 4,500 Yen. Hier die <a href="http://www.cityhotelandoh.jp/">Webseite</a>. Adresse: Iwakuni Marifu-chō 2-3-8, Tel. 0827-22-0110.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />
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</p>
]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/iwakuni.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/iwakuni.html</guid>
            
            
            <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 03:24:38 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Insel Okinawa</title>
            <description><![CDATA[               <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="okinawa.html">←沖縄県 Präfektur Okinawa</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="regionen.html">Regionen / Rundreise Start→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/okinawa.png" alt="Lage von Okinawa" width="170" height="142" longdesc="Okinawa">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="okinawa.html">沖縄 Okinawa</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="okinawa.html">沖縄 Okinawa</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2 style="font-size:16px;">Insel Okinawa 沖縄本島</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-5.png" alt="5 von 5 Sternen: Unbedingt sehenswert" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Okinawa Hontō - Okinawa Hauptinsel. Oft auch Okinawa-jima (Insel Okinawa) genannt. Der alte, chinesische Name lautet <em>中山 - Tsju San (Mittlerer Berg</em>. Im Shuri-Dialekt von Okinawa wurde die Insel auch <em>Zizi</em> genannt. Die Bewohner bezeichnen ihre Insel oft auch als <em>美ら島 - Churashima = schöne Insel</em> bezeichnet.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Die Hauptinsel liegt im Norden der Ryūkyū-Inselkette und im Norden der Präfektur Okinawa. Bis zur nächsten japanischen Hauptinsel (<a href="kyushu.html">Kyūshū</a>) sind es über 500 km, bis <a href="tokyo.html">Tōkyō</a> 1'500 km, bis <a href="/taiwan/taipei.html">Taipei</a> 700 km und bis zu den Philippinen 1'100 km.
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die Südküste. Shuri und der Königspalast. Die Gusuku-Ruinen. Die Atmosphäre schlechthin in Naha.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Okinawa Hontō: 
<a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | 
<a href="#naha">Naha</a> | 
<a href="#shuri">Shuri</a> | 
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<a href="#ginowan">Ginowan</a> | 
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<a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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<h3>Okinawa Hontō - Beschreibung</h3>

<p>
Okinawa-Hontō bzw. Okinawa-jima (Insel Okinawa) ist die grösste und wichtigste Insel der <a href="okinawa.html">Präfektur Okinawa</a> bzw. der gesamten <em>琉球諸島 Ryūkyū-Inselkette</em> bzw. der <em>南西諸島 Nansei-Inselkette</em>, die sich von der Südspitze der Insel <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> bis nach <a href="/taiwan/">Taiwan</a> erstreckt. Die Insel ist 1'207 Quadratkilometer gross (etwas grösser als Berlin) und hat geschätzte 1,23 Millionen Einwohner.
</p>
<p>
Die Insel ist von der Nordostspitze bis zur Südwestspitze gute 100 km lang, aber nur 3 bis 30 km breit. Die Küste ist vielerorts stark zergliedert und hat zahlreiche vorgelagerte Inseln. Die Insel lässt sich grob in drei Bereiche untergliedern: 
<ul>
	<li>
Der Nordteil, genannt <em>山原 Yanbaru</em> ist 764 km&sup2; gross, hat aber nur rund 120'000 Einwohner. Es gibt keine grösseren Städte, sehr viel Natur und bis über 500 m hohe Berge. Ein grosser Bereich wird allerdings von den US Marines als Dschungeltrainingscamp genutzt und ist damit nicht zugängig. 
	</li>
<br />
	<li>
Der mittlere Teil <em>中頭 Nakagami</em> ist nur 280 km&sup2; gross, hat aber fast 600'000 Einwohner. Die grössten Ortschaften hier sind <em>沖縄市 Okinawa Stadt</em>, <em>浦添 Urasoe</em>, <em>宜野湾 Ginowan</em>, <em>うるま市</em>, <em>読谷 Yomitan</em> sowie <em>嘉手納 Kadena</em>. In Okiwana, Ginowan und Kadena gibt es sehr grosse Militärbasen der Amerikaner - darunter zwei grosse Militärflughäfen in den Ginowan und Kadena.
	</li>
<br />
	<li>
Der Südteil <em>島尻 Shimajiri</em> ist nur 198 km&sup2; gross und mit 540'000 Einwohnern am dichtesten besiedelt. Die grössten Städte hier sind die Präfekturhauptstadt <em>那覇 Naha</em>, <em>豊見城 Tomigusuku</em> (wobei die beiden Städte quasi zusammengewachsen sind) sowie <em>糸満 Itoman</em>. 
	</li>
</ul>
<p>
Die Insel Okinawa war gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Schauplatz heftigster Kämpfe zwischen den Amerikanern und den Japanern. Daraus resultiert die Tatsache, dass es auf Okinawa nur relativ wenige historisch interessante Plätze gibt - zumindest wenige im Original verbliebene. Es gibt jedoch trotzdem allerhand zu sehen.
</p>


<h3 id="naha">那覇 Naha (Präfekturhauptstadt)</h3>
<p>
Naha ist die grösste Stadt der Insel Okinawa sowie der gesamten Präfektur - es gibt rund 315'000 Einwohner. Naha liegt im Südwesten der Insel in relativ hügeligem Terrain - daraus resultiert eine selbst für japanische Verhältnisse ziemlich chaotische Bebauung. Der Westen von Naha wird zu einem grossen Teil vom Hafen sowie vom Flughafen eingenommen. Der Flughafen ist verhältnismässig gross, hat einen riesigen nationalen und einen winzigen internationalen Terminal. Gleichzeitig wird der Flughafen von den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften (自衛隊 jieitai) genutzt. Da der Flughafen nur wenige Kilometer entfernt vom Stadtzentrum liegt, gelten in Naha Baubeschränkungen - es darf nicht hoch gebaut werden.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/naha1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Blick auf die Stadt von der Monorail bei Shuri">
			<br><span>Blick auf die Stadt von der Monorail bei Shuri</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/naha2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Die Stadt von Tomigusuku aus gesehen">
			<br><span>Naha: Die Stadt von Tomigusuku aus gesehen</em>
		</div>
	</div>
<p>
Naha war früher wesentlich kleiner, aber schon seit jeher aufgrund des Hafens das Handelszentrum der Insel. Mittlerweilen wurden zahlreiche Ortschaften eingemeindet - darunter auch die ehemalige Hauptstadt <a href="#shuri">Shuri</a>. Naha ist derweilen auch mit den umgebenden Gemeinden zusammengewachsen - die urbane Region Naha hat ca. 750'000 Einwohner. 
</p> 
<p>
Man merkt in der Stadt gleich, das Naha zu einem grossen Teil von Touristen - aber auch von den Angehörigen der US-Streitkräfte lebt. Es gibt unzählige Souvenirshops, Steakhäuser, Clubs usw. Sowie sehr viele Ladenangestellte auf Kundenfang - im Gegensatz zu den meisten anderen japanischen Städten wird man dabei sogar als Ausländer angesprochen (das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass das Englisch besser ist). Im Mittelpunkt steht dabei die <em>国際通り Kokusai-dōri</em> (Internationale Strasse), die ihrem Namen alle Ehre macht: Es sieht sehr bunt und international aus. Hinzu kommen Palmen entlang der Strasse und der Versuch, einigen Häusern einen Hawaii-Anstrich zu geben. Entlang der Strasse aber auch in den Nebenstrassen gibt es unzählige Restaurants, Bars, Souvenirgeschäfte usw. An der Kokusai-dōri liegt auch das bekannteste Kaufhaus der Stadt - das <em>沖縄三越 Okinawa Mitsukoshi</em> mit dem seltsamen, ziemlich kleinen Naha Tower auf dem Dach.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/naha3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Kokusai-dōri (Internationale Strasse)">
			<br><span>Naha: Kokusai-dōri (Internationale Strasse)</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/naha4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Busbahnhof">
			<br><span>Naha: Busbahnhof</em>
		</div>
	</div>
<p>
Am westlichen Ende der schnurgeraden, gut 1.5 km langen Kokusai-dōri liegt der Busbahnhof - der wichtigste Ort für Okinawa-Besucher ohne eigenes Fahrzeug. Mehr zum Verkehr in Naha und auf Okinawa siehe <a href="#transport">Transport</a>. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen auch das Rathaus von Naha sowie das Gebäude der <em>県庁 Präfekturverwaltung</em>. Läuft man von dort aus immer weiter die Hauptstrasse entlang Richtung Westen, überquert man erst den <em>久茂地川 Kumoji-Fluss</em> und nähert sich anschliessend dem Hafen. Etwas nördlich befindet sich dort das Vierte <em>辻 Tsuji</em> - ein Vergnügungsviertel (inkl. Rotlichtviertel). 
</p>
<p>
Das Naha südwestlich des Zentrums, auf der anderen Seite der breiten Mündung des <em>国場川 Kokuba-Flusses</em>, ist der modernste Teil der Stadt mit neuen Wohngebieten, Einkaufszentren usw. Von dort bis zum Flughafen sind es nur noch sehr wenige Kilometer.


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/naha5.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Töpfergasse">
			<br><span>Naha: Töpfergasse</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/naha6.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Naha: Im Zentrum (!)">
			<br><span>Naha: Im Zentrum (!)</em>
		</div>
	</div>
<p>
Naha kann auch anders - selbst mitten im Stadtzentrum findet man sehr ruhige Ecken. Auf der gegenüberliegenden Seite des Mitsukoshi-Kaufhauses an der oben erwähnten Kokusai-dōri gehen zwei überdachte Einkaufsstrassen ab - die linke von Mitsukoshi aus gesehen ist die <em>平和通り Heiwa-dōri Friedensstrasse</em>. Folgt man dieser Strasse und hält sich dabei linkerhand, kommt man nach guten 5 Minuten zur <em>壺屋通り Tsuboya-dōri Töpfergasse</em>. Dort befinden sich etliche Töpfereiwerkstätten. Das ganze ist für die Besucher der Insel (gemeint sind die japanischen Besucher) sehr schön angelegt, mit für Okinawa typischem Strassenbelag, aber im allgemeinen ist die Gegend rund um die Töpfergasse erstaunlich ruhig und schön anzusehen.  
</p>
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	</div>
</div>


<h3>首里 Shuri (die alte Hauptstadt)</h3>
<p>
Die alte Hauptstadt von Okinawa ist <em>首里 Shuri</em> - dieser Ort liegt ein paar Kilometer landeinwärts im Südwesten der Hauptinsel und etwas höher als das Küstengebiet. Aufgrund der Entfernung vom Hafen hatte Shuri jedoch nie die gleiche wirtschaftliche Bedeutung wie <a href="#naha">Naha</a>. 1954 verlor die Stadt endgültig ihre Unabhängigkeit - Shuri ist nunmehr ein Ortsteil von Naha. Während der <em>三山時代 Sanzan-(=Drei Berge)- Periode</em> im 14. und 15. Jhd. wurde in Shuri erstmals eine Burg errichtet. Damals gab es drei Königreiche auf der Insel (Nord-, Mittel- und Südberg), die zu jener Zeit vereinigt wurden - aufgrund der strategisch guten Lage wurde Shuri so zum Königssitz für die nächsten Jahrhunderte. Leider wurde die Anlage jedoch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges während der Schlacht von Okinawa nahezu komplett dem Erdboden gleichgemacht - was man heute an Gebäuden sieht, ist alles rekonstruiert worden.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/shuri1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - die Aussenmauern des Palastes">
			<br><span>Shuri - die Aussenmauern des Palastes</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/shuri2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - das Hauptgebäude des Palastes">
			<br><span>Shuri - das Hauptgebäude des Palastes</em>
		</div>
	</div>
<p>
Die Burgen werden auf Okinawa wie auch in Japan mit dem Schriftzeichen <em>城</em> geschrieben, doch während man dies im Japanischen <i>-shiro</i> liest, wird es auf Okinawa <i>gusuku</i> gelesen. Im Jahre 2000 wurden die bedeutendsten Burgen, bzw. was davon übrig blieb, als <em>琉球王国のグスク及び関連遺産群 - Die Gruppe der Gusuku und anderer, zusammenhängender Kulturerbestätten des Königreiches Ryūkyū </em> zusammengefasst und als UNESCO-Weltkulturerbe registriert. <em>首里城 Shuri-jō, Okinawa: Sui-gusuku</em> ist dabei die einzige Burg, die halbwegs wiederhergestellt wurde (und zwar erst 1992) - alle anderen Burgen auf der Insel wurden spätestens im Zweiten Weltkrieg, so sie nicht schon vorher verfallen waren.
</p>
<p>
Die Burg Shuri unterscheidet sich grundsätzlich von den <a href="burgen.html">Burgen in Japan</a>: Der typisch konzentrische Aufbau fehlt, die Steinwälle sind anders und auch das Hauptgebäude, genannt <em>正殿 seiden</em>, sieht anders aus: Der rote Bau ist breiter (knapp 30 m) als hoch (18 m) und sieht nicht sonderlich wehrhaft aus. Bemerkenswert ist der grosse, weiss-rote <em>御庭 Innenhof</em>: Hier wurden Zeremonien abgehalten und die Abordnungen von China empfangen - über Jahrhunderte hinweg war Ryūkyū ein Vasallenstaat des Chinesischen Kaiserreiches. Sowohl die Architektur als auch die Ornamente und Plastiken lassen eher an China denken als an Japan. Besonders schön an Shuri ist dabei jedoch die Farbmischung - das Lackrot (wobei der traditionelle japanische Lack verwendet wird) und das Weiss strahlen etwas Erhabenes aus.


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/shuri3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - der grosse Innenhof">
			<br><span>Shuri - der grosse Innenhof</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/shuri4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Shuri - der Thron im Palast">
			<br><span>Shuri - der Thron im Palast</em>
		</div>
	</div>

<p>
Das Hauptgebäude sowie die anliegenden Gebäude kann man besichtigen - darin gibt es unter anderem Ausstellungen sowie traditionelle eingerichtete Räume. Hinter dem Gebäude auf der rechten Seite des Innenhofs (Südflügel) liegt das <em>書院・鎖之間 Shoin & Sasunoma</em> mit einem winzig kleinen, aber feinen Garten hinter dem Bau. Das Hauptgebäude ist auch innen ganz in Rot gehalten. In der Mitte - im 2. Stock - steht der <em>御差床 Usasuka</em> - eine Nachbildung des Königsthrons, der bei Empfängen und Audienzen benutzt wurde. Im Erdgeschoss kann man durch einen Glasfussboden auf die Originalgrundmauern schauen, was allerdings nicht sehr aufschlussreich ist.
</p>
<p>
Die Burg von Shuri ist mit Abstand die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel - kaum ein Okinawabesucher besucht sie nicht. Das heisst, das gerade während der Wochenenden und japanischen Feiertage & Ferien dort die Hölle los ist - unzählige Reisegruppen und Schulklassen turnen dann durch die Anlage. Eintritt kostet übrigens 800 Yen pro Person oder 640 Yen, wenn man ein Tagesticket für die Monorail hat. Shuri ist mit der Monorail-Linie mit dem Stadtzentrum von Naha und dem Flughafen verbunden - Shuri ist dabei die Endhaltestelle. Vom Bahnhof braucht man knapp 15 Minuten zu Fuss; der Weg ist gut ausgeschildert.
</p>
<div class="back-to-top-wrapper">
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	</div>
</div>

<h3 id="tomigusuku">豊見城 Tomigusuku</h3>
<p>
Die Stadt, die sich im Süden an die Stadt Naha anschliesst, verdient ihren Namen einer Burg (gusuku), die dort einst auf einem Hügel stand, von der jedoch nicht mehr viel übrig ist. Die Stadt hat knapp 60'000 Einwohner und wird manchmal als Bettenstadt bezeichnet - viele der Einwohner arbeiten in der Präfekturhauptstadt Naha.  In der Stadt befand sich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges der <em>海軍司令部壕 Hauptbefehlsstand der Marine</em> - heute oft kurz <em>海軍壕 Kaigungō</em> genannt. Die Anlage liegt zwar auf einem Hügel, ist aber fast vollständig unterirdisch.

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/tomigusuku1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Tomigusuku: Im ehemaligen Stabsquartier der Marine">
			<br><span>Im ehemaligen Stabsquartier der Marine</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/tomigusuku2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Tomigusuku - Denkmal für die Kriegsgefallenen">
			<br><span>Denkmal für die Kriegsgefallenen</em>
		</div>
	</div>
<p>Von dem 74 m hohen Hügel hat man einen guten Blick auf den Hafen und Flughafen von Naha. Als sich die Front gegen Ende 1944 allmählich Okinawa näherte, baute die Marine dort eine Stellung auf, um von dort Naha, Flughafen und Hafen kontrollieren zu können. Zwar hatten die Amerikaner schon seit 1944 einige kleinere japanische Inseln erobert, doch Okinawa war die erste grössere Insel, deren Eroberung Anfang April 1945 begann. Japan verteidigte die Insel mit allen Mitteln - die Schlacht dauerte fast drei Monate, und geschätzte 100'000 japanische Soldaten sowie rund 50'000 alliierte Soldaten verloren ihr Leben. Am schlimmsten traf es jedoch wie so oft die Zivilisten - viele Zehntausende starben, wobei viele dabei durch Massenselbstmord starben. Auf Okinawa stand kein Stein mehr auf dem Anderen. Es herrscht immer noch Streit und Erbitterung zwischen den Bewohnern Okinawas und der Regierung in Tokyo über die Rolle des Militärs bei den Massenselbstmorden - laut den Überlebenden waren jene Zwangsmassenselbstmorde, angeordnet von den Militärs, doch viele Kreise erkennen dies nachwievor nicht an. 
</p>
<p>
Der extrem heftige Widerstand seitens des Militärs - es gab auch unzählige Kamikazeeinsätze auf Okinawa - sowie der Zivilbevölkerung sollte der USA im August 1945 als Vorwand dienen, Atombomben auf <a href="hiroshima.html">Hiroshima</a> und <a href="nagasaki.html">Nagasaki</a> abzuwerfen, um die gleiche Situation bei der Eroberung des Rests Japans zu vermeiden.
</p>
<p>
Das ehemalige Hauptquartier besteht aus insgesamt 1'500 Metern Tunnel, doch zugänglich sind nur rund 200 Meter. Es gibt bewegende Photos aus den letzten Kriegstagen zu sehen sowie zahlreiche Räume im Originalzustand - darunter ein Raum mit unzähligen Granatsplittern: Geschätzte 4'000 japanische Soldaten begingen kurz vor der Einnahme Selbstmord in den Tunnelanlangen. 
</p>
<p>
Der Eintritt in das ehemalige Hauptquartier kostet 420 Yen. Das ganze Denkmal ist übrigens nicht den Bewohnern Okinawas, sondern dem <em>大田実海軍中将 Vizeadmiral Minoru</em> gewidmet. Jener war einer der Kommandeure der Verteidigung der Insel und setzte kurz vor seinem Tod ein Telegramm an das Hauptquartier in Tokyo ab, in denen er die Bewohner Okinawas bewunderte und bedauerte.
</p>
<p>
Zum Denkmal kommt man mit dem Bus, Linie 33, 46 und 101, vom Busbahnhof in <a href="#naha">Naha</a> - die Fahrkarte kostet 220 Yen. Von der Bushaltestelle <em>豊見城公園前 Tomigusuku-kōen mae</em> dauert es knappe 10 Minuten zu Fuss. Von der Anlage hat man einen schönen Ausblick auf Naha und das Gebiet südlich der Stadt.
</p>
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</div>


<h3 id="ginowan">宜野湾 Ginowan</h3>
<p>
Ginowan liegt gute 15 km nördlich der Präfekturhauptstadt <a href="#naha">Naha</a>. Die Stadt hat heute fast 100'000 Einwohner, die sich auf knapp 20 km&sup2; drängen - und zwar und um den <em>普天間飛行場（Marine Corps Air Station Futenma、MCAS FUTENMA）</em> genannten Stützpunkt der US Marines. Jener nimmt dabei ein Viertel des Stadtgebietes ein. Nur durch eine Strasse getrennt, gibt es auch im Norden der Stadt einen Stützpunkt, womit quasi ein Drittel der Stadt vom Militär genutzt wird.
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/ginowan1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Ginowan: Altes Grabmal">
			<br><span>Ginowan: Schildkrötenpanzer-Grab</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/ginowan2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Ginowan: Einfahrt zur MCAS Futenma">
			<br><span>Einfahrt zur MCAS Futenma</em>
		</div>
	</div>
<p>
Als die Amerikaner nach Ende des Zweiten Weltkrieges den Flughafen in Ginowan zum Stützpunkt ausbauten, war Ginowan noch dünn besiedelt, doch das hat sich im Laufe der Jahrzehnte geändert. Der Flughafen liegt auf einem kleinen Plateau und wird durch ein schmales Waldgebiet von der Stadt getrennt, doch bringt der rege Flugverkehr - vor allem durch Armeehubschrauber - in einer dichtbesiedelten Gegend Probleme mit sich: Mehrfach stürzten schon Hubschrauber über Wohngebieten und Schulen ab oder verloren Teile. Dementsprechend gibt es grossen Widerstand gegen den Stützpunkt sowie eine starke Bewegung für die Verlegung der Einheit nach... irgendwohin - andere Präfekturen Japans sind ebenso im Gespräch wie Gebiete ausserhalb, zum Beispiel Guam. 
</p>
<p>
Entlang der Südspitze des Stützpunktes Futenma kann man etliche prächtige Grabanlagen im Okinawa-Stil sehen (ein Teil davon liegt jedoch innerhalb des Stützpunktes) - der Unterschied zu Grabanlagen im Rest Japans könnte grösser nicht sein. Die Gräber werden <em>亀甲墓 Kikkōbaka - Schildkrötenpanzer-Grab</em> genannt, und daran erinnern sie auch. Unter dem "Panzer" gibt es einen Eingang zu einem kleinen Raum. Das ganze soll jedoch keine Schildkröte, sondern eine Gebärmutter - bzw. das Symbol für Leben - darstellen. Interessant ist dabei, dass sich Gräber in Okinawa oft nahe oder hinter Wohnhäusern befinden: Das versucht man im restlichen Japan eher zu vermeiden.
</p>
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</div>

<h3 id="itoman">糸満 Itoman</h3>
<p>
Itoman nimmt den südwestlichen Zipfel der Insel Okinawa ein - das ganze Gebiet hat rund 55'000 Einwohner und ist verhältnismässig dicht besiedelt, obwohl es keine sehr grosse Ortschaft gibt. Die Gegend war früher bzw. ist heute noch immer für die Fischerei bekannt - so gibt es nahe des Stadtzentrums auch einen grösseren Fischereihafen. Itoman war von 1923 bis zur Schlacht von Okinawa 1945 mit <a href="#naha">Naha</a> durch die 15 km lange, einzige Bahnlinie von Okinawa verbunden. Durch die Schlacht wurden jedoch sämtliche Anlagen zerstört und seitdem nicht wiederaufgebaut.

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/itoman1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman: Der Rotary (Kreisel) im Zentrum">
			<br><span>Itoman: Der Rotary (Kreisel) im Zentrum</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/itoman2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman - Markthalle und Gaststätte">
			<br><span>Itoman - Markthalle und Gaststätte</em>
		</div>
	</div>
<p>
Ganz im Süden der Stadt, am <em>喜屋武岬 Kap Kiyan</em> an der Südwestspitze der Insel Okinawa gibt es 
eine schöne Steilküste, ein Friedensmahnmal und die Überreste einer alten Burg. Das ganze Gebiet gehört zum <em>沖縄戦跡国定公園　Okinawa-Schlachtfeld Quasi-Nationalpark</em>. So schön die ganze Gegend auch ist - in den letzten Tagen der Schlacht um Okinawa im Juni 1945 tobten dort erbitterte Kämpfe und unzählige Menschen begangen Selbstmord, indem sie sich von den Klippen stürzten. Ganz in der Nähe starb auch der amerikanische Generalleutnant Buckner durch umherfliegende Granatsplitter.
</p>
<p>
Das Stadtzentrum von Itoman selbst wirkt eher verschlafen - es geht gemächlich zu und es gibt kaum Sehenswertes und damit auch kaum Besucher. Die zieht es scharenweise eher zum <em>平和祈念公園 Friedenspark</em> ein paar Kilometer weiter östlich an der Küste und noch immer im Stadtgebiet von Itoman.

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/itoman3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman: Im Friedenspark">
			<br><span>Itoman: Im Friedenspark</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/itoman4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Itoman - Buddhastatue im Friedensdom">
			<br><span>Itoman - Buddhastatue im Friedensdom</em>
		</div>
	</div>

<p>Im Mittelpunkt der sehr grosszügig angelegten Anlege steht der 45 m grosse, strahlend weisse <em>沖縄平和祈念堂 Okinawa-Friedensgebet-Turm</em>. Im Mittelpunkt des dunklen Inneren steht eine grosse Buddhastatue. Vor allem Schulklassen besuchen diesen Turm oft und legen dort Gebinde aus gefalteten Papierkranichen als Zeichen für den Frieden ab. Der Eintritt in den Turm kostet 450 Yen. Ein paar Schritte entfernt vom Turm Richtung Küste steht das riesige <em>沖縄県立平和祈念資料館 Friedensmuseum der Präfektur Okinawa</em>, begonnen 1975 und hauptsächlich zu Bildungszwecken eingerichtet. Im Friedenspark gibt es noch ein paar andere Mahnmale - darunter das <em>平和の礎 Friedensufer</em>: ein kleiner, runder Brunnen, der wie bei einer antiken Arena mit zahlreichen grossen Gedenkstelen umgeben ist - dort sind die Namen vieler Gefallener eingraviert.
</p>
<p>
Zum Friedenspark kommt man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln - ein Bus fährt von Naha über Itoman zum Park (Haltestelle <em>平和祈念堂入口 Heiwakinendō-Iriguchi</em>). Von Itoman dauert das rund 20 Minuten und kostet 460 Yen.
</p>
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</div>


<h3 id="seifa-utaki">斎場御嶽 Seifa-utaki</h3>

<p>
Auf einer kleinen Halbinsel im Südosten der Insel Okinawa und in der Gemeinde <em>知念 Chinen</em> liegt ein Heiligtum des alten Königreiches Ryūkyū - das sogenannte <em>斎場御嶽 Seifa-utaki</em>. Japanisch- (bzw. Schriftzeichenkenntnisse) helfen bei dem Namen übrigens gar nicht: Im Japanischen würde man den Namen eigentlich <em>Saijō Mitake</em> lesen, aber das wird auf Okinawa nicht verstanden. Im Okinawa-Dialekt bedeutet der Name "Höchste Ritualstätte". Seifa-Utaki ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes <em>琉球王国のグスク及び関連遺産群 - Die Gruppe der Gusuku und anderer, zusammenhängender Kulturerbestätten des Königreiches Ryūkyū </em>. Das Gebiet liegt nur wenige Kilometer von der Küste entfernt an einem kleinen Berg und besteht aus Steinwegen, die zahlreiche seltsam geformte Felsen miteinander verbinden. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/sefa-utaki1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Im Heiligtum Seifa-utaki">
			<br><span>Im Heiligtum Seifa-utaki</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/sefa-utaki2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Blick auf die Insel Kudaka">
			<br><span>Blick auf die Insel Kudaka</em>
		</div>
	</div>
<p>Die Ritualstätte war vor allem im 15. und 16. Jahrhundert bedeutsam - also teilweise noch vor der Vereinnahmung durch das benachbarte Japan. Der Zutritt war aufgrund des heiligen Charakters der Anlage begrenzt - nur sehr wenige Menschen durften den Ort besuchen. Wer sich nicht ausgiebig mit der Geschichte des Königreichs Ryūkyū auseinandergesetzt hat, wird Seifa Utaki nicht sonderlich spannend finden (obwohl die Natur schön ist, aber die teilt man sich in der Regel mit mehr oder weniger grossen Besuchergruppen). Eine Besonderheit ist aber ein Ort namens <em>三庫理 Sangūi</em> - eine senkrecht stehender Felsen und eine daran angelehnte Felswand bilden einen fast perfekten dreieckigen Durchgang. Geht man dort hindurch, hat man dahinter von einem winzigen Platz einen schönen Blick auf den Pazifik und die <em>久高島 Kudaka-jima</em> genannte Insel (jene hat knapp 200 Einwohner) - siehe Foto.
</p>
<p>
Der Eintritt in die Anlage kostet 200 Yen. Der einzige Bus dorthin ist die Linie 38, die bis zum Busbahnhof nach <a href="#naha">Naha</a> fährt. Der Bus fährt allerdings recht selten - wer Pech hat, wartet 2 Stunden. Die Fahrt dauert über eine Stunde - je nach Verkehr kann es allerdings auch wesentlich länger dauern.
</p>

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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Aufgrund der Entfernungen reisen die meisten per Flugzeug an - es gibt unzählige Flüge zu den meisten grossen Städten in Japan. Nach Tokyo beträgt die Flugzeit ca. 3 Stunden. Je nach Saison kann man Hin- und Rückflug schon für rund 20'000 Yen buchen. Es gibt auch ein paar Auslandsflüge nach Naha - so zum Beispiel von <a href="/taiwan/taipei.html">Taipei (Taiwan)</a>, <a href="/hongkong/">Hong Kong</a>, <a href="/korea/seoul.html">Seoul</a> sowie nach Shanghai.
</p>
<p>
Naha Airport ist auch das Drehkreuz für Flüge zu den anderen Inseln Okinawas - nach <a href="okinawa.html#ishigaki">Ishigaki</a>, <a href="okinawa.html#miyakojima">Miyakojima</a>, <a href="okinawa.html#yonaguni">Yonaguni</a> usw. usf. Je kleiner die Insel desto kleiner das Flugzeug desto teurer das Flug - Island-Hopping in der Präfektur ist ein teures Vergnügen.
</p>
<p>
Die andere Möglichkeit ist eine Anfahrt mit der Fähre - es gibt Fähren von Tōkyō (2 Tage, 23'500 Yen - ohne Bett, fährt aber nicht im Winter), Ōsaka (1&frac12; Tage, 18'800 Yen) sowie Kagoshima (14'200 Yen). Fahrpläne und mehr Informationen zu Preisen etc. gibt es bei <a href="http://www.aline-ferry.com/route/" target="_blank">A"Line</a>.
</p>
<p>
Achtung: Im Internet gibt es nachwievor viele Informationen zu den Fährverbindungen Richtung <a href="okinawa.html#ishigaki">Ishigaki</a>, <a href="okinawa.html#miyakojima">Miyakojima</a> usw. - einige der Fährlinien haben jedoch bereits ihren Betrieb komplett eingestellt. Daher vor allem bei Fährverbindungen zu den kleineren Inseln nicht auf das Internet verlassen!
</p>
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<h3 id="anreise">Transport</h3>
<p>
Es gibt auf Okinawa seit ein paar Jahren die sogenannte <em>ゆいレール Yui-Rail</em> - eine Einschienen-Hochbahn. Die Linie beginnt praktischerweise direkt am Flughafen von Naha, fährt quer durch <a href="#naha">Naha</a> und endet - ebenfalls - praktisch am 15. Bahnhof - unweit des alten Königspalastes von <a href="#shuri">Shuri</a>. Eine Fahrt von Anfang bis Ende kostet 290 Yen, ansonsten meist um die 200 Yen. Es gibt ein sogenanntes <em>フリー乗車券 furii jōshaken - Tageskarte</em>. Für 600 Yen kann man damit die Bahn den ganzen Tag lang benutzen und kommt zudem ermässigt in viele der Sehenswürdigkeiten. 
</p>
<p>
Ansonsten hat man auf der Insel nur zwei Möglichkeiten: Auto mieten oder mit dem Bus fahren. Es gibt unzählige Buslinien, doch die Busse brauchen auch ihre Zeit und fahren - je nach Linie - nicht sehr häufig: Es ist mühselig, sich mit dem Bus zu bewegen. Ohne Buslinienplan ist man auch ziemlich aufgeschmissen - man kann den Plan scheinbar nur am Zentralen Busbahnhof kaufen (unweit der Kokusai-dōri). Den Plan gibt es nur auf Japanisch.
</p>
<p>
Auch mit eigenem Auto ist es schwer, voranzukommen - zumindest, so lange man in der Gegend von Naha ist. Die ganze Gegend leidet unter akuter Strassenverstopfung.
</p>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Wenn es eins im Übermass gibt, dann Übernachtungsmöglichkeiten - ausserhalb von Naha gibt es entlang der Strände riesige Strandresorts, und ansonsten unzählige kleine Hotels und Pensionen. Da die Preise im allgemeinen recht niedrig sind (im Vergleich zum Rest Japans), sind auch Übernachtungen recht günstig: Man kann mitten in Naha für gerade mal 2'000 Yen übernachten. Ein Beispiel dafür ist das <em>Stella Resort</em> - ein kleines Hotel am Ende einer überdachten Einkaufsstrasse, keine 5 Minuten Fussweg von Kokusai-dōri und Mitsukoshi-Kaufhaus entfernt. Die nächstgelegene Station der Yui-Rail ist <em>牧志 Makishi</em>, knapp 10 Minuten entfernt. Sowohl zum Flughafen als auch nach Shuri braucht man also keine 30 Minuten. Das Hotel ist sauber, hat seine eigene Atmosphäre und die Betreiber sind nett. Dusche und Toilette werden gemeinschaftlich genutzt - dafür kostet ein Einzelzimmer auch nur 2'500 Yen. Mehrbettenzimmer gibt es auch, da wird es noch billiger. Die Adresse: <em>〒900-0013　那覇市牧志3丁目6−41 (zip 900-0013, Naha-shi Makishi 3-6-41) STELLA RESORT, Tel: 098(863)1330</em>. Vorbildlich: Die Webseite hat sogar eine englische Variante - <a href="http://www.stella-cg.com/" target="_blank">www.stella-cg.com</a>.
</p>

<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br />
</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/insel-okinawa.html</link>
            <guid>http://www.tabibito.de/japan/insel-okinawa.html</guid>
            
            
            <pubDate>Sat, 02 Jan 2010 03:42:20 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Okinawa</title>
            <description><![CDATA[  <center>
	<div id="rundgang">
		<a href="kagoshima.html">← 鹿児島 Kagoshima</a> <img src="img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="insel-okinawa.html">Insel Okinawa 沖縄島 →</a>
	</div>
</center>


<div class="wrapper clearfix">
<div class="left"><img src="chiho/hata-okinawa.gif" width="150" height="100" alt="Flagge von Okinawa" /></div><div class="left160"><h2>沖縄県  Präfektur Okinawa</h2>
Das weisse "O" in der Mitte steht für den ersten Buchstaben im Namen, der äussere rote Kreis für das Meer und der innere rote Kreis für Entwicklung. Symbolblume der Präfektur ist der Indische Korallenblaum, Symbolbaum die Ryūkyū-Kiefer und Symbolvogel der vom Aussterben bedrohte Okinawa-Specht.</div>
</div>
					<div id="internal-links">
						Präfektur Okinawa: <a href="insel-okinawa.html">Insel Okinawa</a>
					</div>
<p>
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</p>
<br />	
		<center>
			<div style="border: 1px solid #777;color:#5D030F;font-size: 12px;width:515px" align="center">
					<img src="chiho/okinawa-map.gif" alt="Karte von Okinawa" border="0" width="503" height="318" usemap="#okinawamap" border="0" style="margin: 5px;" /><br />
					<span style="margin-left:5px;">Karte von Okinawa mit den wichtigsten Inseln</span>
			</div>
		</center>
<br />
<p>
Okinawa bedeutet wörtlich übersetzt "Band im Meer", und das beschreibt die Präfektur recht gut: Die Präfektur besteht aus einem langen Band lose verteilter Inseln, die sich im weiten Bogen zwischen <a href="/taiwan/">Taiwan</a> und den Inseln der Präfektur Kagoshima erstrecken. Die Inselkette trennt dabei das Südchinesische Meer vom offenen Ozean - dem Pazifik. Die Inselkette wird dabei in die <em>沖縄諸島Okinawa-Inseln</em>, die <em>慶良間 Kerama-Inseln</em>, die <em>尖閣諸島 Senkaku-Inseln</em>, die <em>宮古諸島 Miyako-Inseln</em> sowie die <em>八重山諸島 Yaeyama-Inseln</em> untergliedert, doch es gibt auch etliche abgelegene, isolierte Inseln.
</p>
					<h3>Allgemeines</h3>
<p>
<a href="regionen.html"><img src="chiho/overview-okinawa.gif " width="200" height="158" alt="Wo ist Okinawa? Anklickbare Minikarte Japans" align="left" border="0" usemap="#regionen" /></a> Okinawa liegt mit einer Gesamtfläche von 2'275 km&sup2; auf Rang 44 der japanischen Präfekturen - nur <a href="tokyo.html">Tokyo-to</a>, <a href="kinki.html#kyoto">Kyōto-fu</a> und <a href="shikoku.html#kagawa">Präfektur Kagawa</a> sind kleiner. Mit ca. 1,36 Millionen Einwohnern liegt Okinawa auf Rang 32 von insgesamt 47 Präfekturen. Von der Ausdehnung her gesehen ist Okinawa jedoch eindeutig am grössten: Die Ost-West-Ausdehnung beträgt rund 1'000 km, die Nord-Süd-Ausdehnung um die 400 km.
</p><p>
Die Präfektur besteht aus 160 Inseln - wenn man nur Inseln mit einer Fläche > 0,01 km&sup2; einbezieht: Es gibt jedoch unzählige kleinere Inseln, wobei sich aufgrund der Topographie die genaue Anzahl ständig ändert - aufgrund der vielen Korallenriffe verschwinden und entstehen Inseln. Von den 160 "grösseren" Inseln sind 49 bewohnt. Die Inseln im Nordosten, inklusive der Hauptinsel, sind subtropisch, die anderen tropischer Natur - dies bedeutet, dass die durchschnittliche Temperatur im kältesten Monat 18 Grad Celsius nicht unterschreitet.
</p>

					<div class="picture-only clearfix">
						<img src="chiho/okinawa-islet.jpg" alt="Winzige Insel in Okinawa" border="0" width="300" height="225" border="0" /><br />
						<span>Typisch in Okinawa: Winzigste Inseln</span>
					</div>
<p>
Der alte Name Okinawas lautet <em>琉球 Ryūkyū</em>, und diesen Namen findet man noch immer sehr häufig in Okinawa. Zwar wird Okinawa verwaltungstechnisch oft zusammen mit <a href="kyushu.html">Kyushu</a> zu Kyushu-Okinawa zusammengefasst, doch historisch, kulturell, geographisch, wirtschaftlich und ethnisch gesehen bildet Okinawa eine eigene Einheit. Meinungen über die Herkunft der Bewohner gehen auseinander (besonders bezüglich der Nähe von Okinawa-Bewohnern zu Japanern), doch Ryūkyū gehörte traditionell nicht zu Japan - erst 1609 geriet es unter den Einfluss Japans, blieb dabei jedoch auf lange Zeit gleichzeitig ein Vasallenstaat Chinas. Offiziell wurde Ryūkyū 1872 von Japan annektiert. Okinawa war die einzige Region Japans (von einigen sehr kleinen, abgelegenen anderen Inseln abgesehen), die direkt von den Amerikanern während des 2. Weltkrieges erobert wurde. Aus diesem sowie aus strategischen Gründen blieb Okinawa bis 1972 unter amerikanischer Kontrolle, bis die Territorialgewalt zurück an Japan übertragen wurde.
</p>
<p>
Okinawa unterscheidet sich somit in vielen Dingen von anderen Landesteilen Japans: Die Kultur ist eigen, und so ist mitunter auch die Sprache, wobei es von Insel zu Insel mittweilen grosse Unterschiede gibt. Okinawa gehört leider auch zu den Regionen Japans mit den grössten wirtschaftlichen Problemen: Die Arbeitslosigkeit ist grösser als im Rest des Landes und die Wirtschaftsleistung geringer. Eine der Haupteinnahmequellen der Präfektur ist dabei der Tourismus: Okinawa ist aufgrund seines subtropischen bis tropischen Klimas sehr beliebt als Ausflugsziel von Inlandstouristen.
</p>
<h3 id="kultur">Besonderheiten</h3>
<p>
Okinawa ist in Japan bekannt für eine ganze Reihe von Besonderheiten, die man sonst nicht oder kaum in Japan findet. Eines davon ist der <em>シーサー Shīsā (auch: Siisaa oder shisaa)</em>, eine mythologische, Wasserspeier-ähnliche Figur (auch als Gargoyle im Englischen bekannt), wobei die Shisaa stets eine Mischung aus Hund und Löwe darstellen. Man findet sie auf Okinawa an nahezu allen älteren Gebäuden, aber auch vor Geschäften und anderen Orten. Diese Sagengestalt soll böse Geister fernhalten und ist in ähnlicher Gestalt durchaus auch in China, weniger aber in Japan anzutreffen (dort findet man eher die <a href="/japan/burgen.html#shachi">Shachihoko</a> - welsähnliche Gestalten auf den Dächern, die vor Feuer schützen sollen). Das Wort steht im Okinawa-Dialekt für "Löwe" - auf Japanisch "Shishi".
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okinawa1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Ein typischer Shīsā">
			<br><span>Gibt es überall: Shīsā</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/okinawa2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Auch die gibt es oft: Habu (Giftschlangenart)">
			<br><span>Auch die gibt es oft: Habu (Giftschlangenart)</em>
		</div>
	</div>
<p>
Okinawa ist auch bekannt für seine <em>ハブ (Habu)</em> - eine Grubenotternart (eine Unterfamilie der Vipern). Die Habu gibt es in rauhen Mengen auf den Ryūkyū-Inseln. Auf der Insel Amami (nördlich von Okinawa, in der Präfektur Kagoshima) fand man heraus, das 2 von 1'000 Einwohnern bereits einen Schlangenbiss hinter sich hatten. Diese Schlangen können bis über 2 m lang werden und sind, verglichen mit anderen Vertretern der Familie, "relativ harmlos" - die Sterblichkeitsrate liegt wohl bei ca. 3%. Es gibt auch ein Gegengift. Da die Habu kühle, dunkle Orte lieben, verkriechen sie sich gern in Häusern, Höhlen usw. Okinawa-Einwohner haben jedoch aus der Not eine Tugend gemacht: Sie legen Habu in japanischen Reisschnaps ein - der heisst <em>ハブ酒 (habu-shu)</em>. Die Flaschen enthalten oft eine komplette Schlange.
</p>
<h3 id="essen">Essen und Trinken</h3>
<p>
In Okinawa gibt es überdurchschnittlich viele sehr alte Menschen - Japan ist ja allgemein bekannt für seine hohe Lebenserwartung, aber innerhalb Japans sind die Bewohner von Okinawa am langlebigsten - zumindest die Frauen mit knapp 87 Jahren (Männer liegen in Japan auf Rang 25 von 47 Präfekturen). Das Geheimnis der Langlebigkeit suchen viele in der Ernährung - die Frage ist, ob da was dran ist. Obwohl Okinawa aus vielen kleinen Inseln besteht, dreht sich in Okinawa weniger um Fisch als ums Schweinefleisch: Nahezu alles wird verwertet, z.B.:
<ul>
	<li><em>ミミガー Mimigaa</em> sind sehr klein geschnittene Schweineohren</li>
	<li><em>チラガー Chiragaa</em> sind ähnlich wie die Mimigaa, jedoch vom Schweinegesicht</li>
	<li><em>ラフティー Raftii</em> sind sehr dick geschnittene, fettige Schweinerippchen</li>
	<li><em>ソーキそば Sōki Soba</em> Mit Soyasauce, Awamori (siehe unten), braunem Zucker usw. angerichtete Nudelsuppe mit knorpellastigen Schweinerippchen</li>
	<li><em>スパム Spam</em> - ein Mitbringsel der amerikanischen Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg - im Deutschen oft als "Frühstücksfleisch" bezeichnet. Spam ist in Okinawa sehr beliebt, überall erhältlich und in zahlreichen Gerichten anzutreffen.</li>
</ul>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/okinawa3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Sōki-Soba">
			<br><span>Sōki-Soba</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/okinawa4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Okinawa: Umi-budō">
			<br><span>Umi-budō (=Meerestrauben)</em>
		</div>
	</div>
<p>
Des weiteren ist Okinawa für folgende Speisen und Zutaten berühmt:
<ul>
	<li><em>チャンプルー Chanpurū</em> Gebratenes Gemüse (wörtlich: Vermischtes). Am bekanntesten: Mit <em>ゴーヤー Goya</em>, eine grüne Bittermelone, die wirklich recht bitter aber trotzdem recht gut schmeckt. Chanpurū enthält oft Tōfu, O-fu (kleine Brotstückchen) und ähnliches.</li>
	<li><em>豆腐よう Tōfu-yō</em> ist zusätzlich mit Hefe vergorener Tōfu von schmieriger Konsistenz und markantem Eigengeschmack. Ist sehr nahrhaft, schwer und wird deshalb nur in geringen Mengen, häufig zusammen mit Sake oder Schnapps, verzehrt</li>
	<li><em>すくがらす豆腐 Sukugarasu Tōfu</em> Sukugarasu sind eine Kaninchenfischart - sie sind klein und haben giftige, stark schmerzende Stacheln. Auf Okinawa werden diese Fische in sehr jungem Alter gefangen und in Salzlake oder Essig eingelegt - die 1, max. 2 cm langen Fische werden im Ganzen auf Tōfu gelegt und haben einen charakteristischen Eigengeschmack.</em> 
	<li><em>タコライス Taco-rice</em> Ein Mitbringsel der amerikanischen Streitkräfte - und der lokalen Küche angepasst - man nehme typische Tacos-Zutaten wie Salat, Tomate, gebratenes Gehacktes, scharfe Sauce - und serviere es auf Reis. Taco-Reis ist weit verbreitet auf Okinawa.</li>
	<li><em>紅芋 Beni-imo</em> (auch: Daijo) eine purpurfarbene Süsskartoffelart. Wird vor allem süss - als Gebäck oder Eis zum Beispiel verwendet. </li>
	<li><em>海ぶどう Umi-budō</em> - wörtlich "Meerestrauben", oft auch "Meereskaviar" genannt. Eine Algenart mit vielen kleinen, grünen Kügelchen, die beim Essen von der Struktur her an Kaviar erinnern. Wird meistens roh einfach nur so oder im Salat gegessen.</li>
	<li><em>シークヮーサー shīkwāsā</em> Eine sehr saure Zitronenart, roh nicht geniessbar. Wird gern als Zusatz an Erfrischungs-, aber auch alkoholische Mixgetränke gegeben oder als Zutat beim Kochen verwendet. Hat neben der Säure einen charakteristischen Beigeschmack.</li>
</ul>
<p>
Dies ist freilich nur eine kleine Auswahl. Da es sehr viel Militär und einen beachtlichen amerikanischen Einfluss (jenen jedoch nur auf der Hauptinsel) gibt, ist auch viel westliches Essen anzutreffen (darunter eine nur in Okinawa anzutreffende Fast Food-Kette namens A&W). Die Hauptinsel zum Beispiel wimmelt nur so von Steakhäusern, wobei die Preise leicht unter dem üblichen (recht hohen) Preisen für Steak in Japan liegen. In Sachen Alkohol ist Okinawa auch kein unbeschriebenes Blatt:
<ul>
	<li><em>泡盛 Awamori</em> ist ein für Japan ungewöhnlich starker Reisschnapps, meist über 40% stark. Es gibt hunderte Sorten davon und er ist auch oft in Bars im übrigen Japan anzufinden. Gebraut wird Awamori interessanterweise nicht aus japanischem (Rundkorn)reis, sondern aus Basmati- und anderem Langkornreis, der dafür oft aus Thailand und anderen Ländern importiert wird. Probieren lohnt sich - es gibt sehr gut schmeckende Sorten.</li>
	<li><em>オリオンビール Orion Beer</em> Selbst in Sachen Bier braut man auf Okinawa sein eigenes Süppchen - anstelle von Kirin, Ebisu, Asahi und Co. wird auf Okinawa meistens das lokale Bier "Orion" eingeschenkt. Prädikat: Nicht umwerfend, aber trinkbar.
	</li>
</ul>
<p>
Folgend eine Kurzbeschreibung der bedeutendsten Inseln von Okinawa, geordnet nach Grösse (und nicht vollständig!):
</p>

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<br />
<div class="wrapper clearfix" id="okinawa">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">沖縄島</span><br>
       <span class="redsmall">[Okinawa-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Okinawajima (-jima = Insel) wird oft auch schlicht als <em>本島 Hauptinsel</em> sowie poetisch oft als <em>美ら島 (Churashima = schöne Insel)</em> bezeichnet. Sie ist die grösste (mehr als 53% der Gesamtfläche der Präfektur) und am dichtesten bevölkerte Insel, ist rund 1'208 km&sup2; gross und beherbergt mit 1.23 Millionen Einwohner rund 90% der Gesamtbevölkerung der Präfektur. Fast 20% der Insel werden als Militärstützpunkt der Amerikaner benutzt.</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="iriomote">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">西表島</span><br>
       <span class="redsmall">[Iriomote-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Iriomote ist gute 289 km&sup2; gross, hat aber nur ca. 2'000 Einwohner. Die gesamte Insel ist grösstenteils bewaldet und relativ stark zerklüftet. Der höchste Berg ist immerhin fast 470 m hoch. Das Innere der Insel ist verhältnismässig ursprünglich - ein grosser Teil der Insel ist Teil des <em>西表石垣国立公園 Iriomote-Ishigaki Nationalparks</em>.</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="ishigaki">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">石垣島</span><br>
       <span class="redsmall">[Ishigaki-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Ishigaki (wörtlich Steinzaun) liegt nur wenige dutzend Kilometer entfernt von Iriomote, ist knapp 223 km&sup2; gross und ist Heimat von rund 45'000 Menschen (also relativ dicht besiedelt). Die tropische Insel ist bekannt für seine Mangroven und den relativ naturbelassenen Norden - jener ist Teil des <em>西表石垣国立公園 Iriomote-Ishigaki Nationalparks</em>. Die Insel ist touristisch sehr gut erschlossen und ein beliebtes Ausflugsziel für Japaner.
</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="miyako">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">宮古島</span><br>
       <span class="redsmall">[Miyako-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>
Die Insel Miyako ist knapp 159 km&sup2; gross, hat aber mit ca. 55'000 Einwohnern eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Es gibt keine hohen Berge auf Miyako, aber die Küste der Insel gilt als eine der schönsten von Japan. Zudem ist Miyako für seine eigene Kultur und eigene Sprache (bzw. Dialekt) sehr bekannt. 1873 strandete ein deutsches Handelsschiff auf Miyako - die Schiffbrüchigen wurden sehr gastfreundlich aufgenommen und schrieben später darüber in Büchern und Zeitungen. Als Gedenken wurde 1995 ein deutscher Themenpark eingerichtet, welcher auch von Gerhard Schröder während seiner Amtszeit als Kanzler besucht wurde - seitdem gibt es auch eine Gerhard-Schröder-Strasse auf Miyako-jima.

</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="kume">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">久米島</span><br>
       <span class="redsmall">[Kume-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Kume-Jima ist ca. 59 km&sup2; gross, liegt ca. 100 km westlich der Hauptinsel und hat knapp 10'000 Einwohner - die leben nahezu ausnahmslos in der einzigen Stadt auf der Insel. Die Insel ist bekannt für ihre schönen, langen Sandstrände und als Taucherparadies. </p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="minamidaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">南大東島</span><br>
       <span class="redsmall">[Minamidaitō-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Minamidaitō-jima (Minami = Süd) ist eine der entlegensten Inseln - sie liegt ca. 400 km östlich der Hauptinsel und ist knapp 31 km&sup2;. Die Insel ist nahezu topfeben, relativ rund und hat rund 1'300 Einwohner. Bis 1899 war die Insel unbewohnt - danach wurde sie von Japan annektiert und besiedelt. Geologisch gesehen gehört die Insel nicht zu Okinawa. Der alte Name der Insel lautet <em>Süd-Borodino-Insel</em>.</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="irabu">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">伊良部島</span><br>
       <span class="redsmall">[Irabu-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Irabu liegt ein paar Kilometer westlich der <a href="#miyako">Insel Miyako</a>, ist rund 29 km&sup2; gross - allerdings hängt Irabu quasi mit der benachbarten <em>下地島 Shimoji-shima</em> zusammen - jene ist rund 10 km&sup2; gross. Beide Inseln zusammen haben rund 7'500 Einwohner. Beide Inseln sind recht flach</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="yonaguni">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">与那国島</span><br>
       <span class="redsmall">[Yonaguni-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Yonaguni markiert den westlichsten Punkt Japans - bis zur Hauptinsel sind es 520 km; bis <a href="/taiwan/">Taiwan</a> im Westen nur 111 km. Die linsenförmige Insel ist rund 29 km&sup2; gross und hat weniger als 2'000 Einwohner. Bekannt wurde die Insel in den 1980ern durch die Entdeckung der <em>与那国島海底遺跡 Unterwasserpyramiden von Yonaguni</em> in rund 5 bis 30 Meter Tiefe - es wird noch immer gestritten, ob die relativ streng geometrischen Strukturen menschlichen oder natürlichen Ursprungs sind. 
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="ie">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">伊江島</span><br>
       <span class="redsmall">[Ie-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Insel Ie liegt nur ein paar Kilometer westlich der Hauptinsel und ist knapp 23 km&sup2; gross. Auf der Insel leben knapp 5'000 Einwohner, die grösstenteils von der Landwirtschaft und Fischerei leben. Ein grosser Teil der Insel wird von den Amerikanern als Stützpunkt genutzt - dazu zählt auch ein Flughafen. Zudem gibt es zahlreiche Zeugen der Schlacht von Okinawa.</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="iheya">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">伊平屋島</span><br>
       <span class="redsmall">[Iheya-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Iheya ist die nördlichste bewohnte Insel der Präfektur Okinawa, knapp 22 km&sup2; gross und hat rund 1'400 Einwohner. Bis zur Nordspitze der Hauptinsel sind es rund 40 km. Die Insel besteht eigentlich aus zwei Inseln: der Insel Iheya und der <em>野甫島 Noho-jima</em>. Unweit der Insel, ein paar Kilometer weiter südlich, liegt die <em>伊是名島 Izena-Shima</em> - 15 km&sup2; gross und mit knapp 1'600 Einwohnern.</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="tarama">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">多良間島</span><br>
       <span class="redsmall">[Tarama-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Tarama liegt auf halbem Wege zwischen <a href="#miyako">Miyako</a> und <a href="#ishigaki">Ishigaki</a>, ist fast kreisrund, knapp 20 km&sup2; gross und hat knapp 1'000 Einwohner. Die Insel hat ihren eigenen Flughafen und ist hauptsächlich für den Zuckerrohranbau, weniger jedoch als Ausflugsziel bekannt.
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="tarama">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">渡嘉敷島</span><br>
       <span class="redsmall">[Tokashiki-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Hauptinsel der Tokashiki-Inseln ist gute 15 km&sup2; gross und hat ca. 700 Einwohner. Die Insel liegt in Sichtweite der Hauptinsel und ist leicht von dort mit der Fähre zu erreichen. Rund um die grösste Insel der Tokashiki-Inseln schart sich eine grosse Anzahl weiterer kleiner und kleinster Inseln.
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="kitadaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">北大東島</span><br>
       <span class="redsmall">[Kitadaitō-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Diese Insel ist rund 12 km&sup2; gross, hat gerade mal 680 Einwohner und liegt sehr abgelegen: Bis zur Hauptinsel sind es ca. 400 km gen Westen. Die einzige nähergelegene, bewohnte Insel ist die <a href="#minamidaito">Minamidaitō-jima</a> ein paar dutzend Kilometer weiter nördlich. Bis 1899 war die Insel unbewohnt - heute wird hier hauptsächlich Zuckerrohr angebaut.
</p></div>
</div>


<div class="wrapper clearfix" id="senkaku">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">尖閣諸島</span><br>
       <span class="redsmall">[Senkaku-Shotō]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die Senkaku-Inseln sind eine territorial umstrittene Inselgruppe 410 km westlich der Hauptinsel und 170 km nördlich von <a href="#ishigaki">Ishigaki</a>. Sowohl die <a href="/china/">VR China</a> als auch <a href="/taiwan/">Taiwan</a> beanspruchen die insgesamt rund 7 km&sup2; grosse, unbewohnte Inselgruppe für sich - vor allem, seit rund um die Inseln Erdöllagerstätten entdeckt wurden. In China sind die Inseln als <em>釣魚台群島 - Diaoyutai Islands - Fischerinseln</em> bekannt. Seit ein paar Jahre betreibt Japan auf den Inseln einen Leuchtturm und sogar einen kleinen Schrein. Die insgesamt 8 Inseln waren von 1880 bis in die 1940er bewohnt.

</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="okidaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">硫黄鳥島</span><br>
       <span class="redsmall">[Iōtori-shima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>
Die Insel Iōtori (wörtlich: Schwefel-Vogel-Insel) ist nur 2,5 km&sup2; gross, unbewohnt und die nördlichste Insel der Präfektur. In der Inselmitte befindet sich ein aktiver Vulkan, dem die Insel reiche, abbaubare Sulphatvorhaben verdankt. Bis 1959 war die Insel bewohnt, doch wurden dann alle Bewohner aufgrund der vulkanischen Aktivität zur Insel <a href="#kume">Kume</a> evakuiert. Schwefel wurde danach noch bis zu einem weiteren Vulkanausbruch 1967 abgebaut.

</p></div>
</div>

<div class="wrapper clearfix" id="okidaito">
<div class="left">
    <center>
       <span class="xxlarge">沖大東島</span><br>
       <span class="redsmall">[Okidaitō-jima]</span>
    </center>
</div><div class="left80"><p>Die dreieckige Insel Okidaitō-jima ist heute unbewohnt und nur einen guten Quadratkilometer gross. Einst war die Insel auch als <em>Rasa Island</em> bekannt. Die nächstgelegene, bewohnte Insel ist die 150 km entfernte <a href="#minamidaito">Minamidaitō-jima</a>. Die Insel war während des Krieges zeitweise Armeestützpunkt - heute wird sie zum Teil von den Amerikanern auf Okinawa als Schiessplatz benutzt. Bekannt war die Insel auch für den industriellen Guano-Abbau.
</p></div>
</div>



<br />

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            <pubDate>Tue, 29 Dec 2009 03:38:35 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Yamaga</title>
            <description><![CDATA[             <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="aso.html">←阿蘇 Aso</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="kagoshima.html">Kagoshima 山鹿→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/kumamoto.png" alt="Lage von Kumamoto" width="170" height="150" longdesc="tohoku.html">																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kyushu.html">九州 Kyūshū</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kyushu.html#kumamoto">Kumamoto 熊本</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Yamaga 山鹿</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Kann man sich mal ansehen" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Yamaga. Bedeutet "Berg - Reh". Ein seltener Ortsname in Japan. Die gleichen Zeichen (aber "sanroku" gesprochen) werden für einen Spielstein im japanischen Schach (Shōgi) benutzt.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Im Norden der Präfektur Kumamoto, ca. 30 km nördlich der Stadt <a href="kumamoto.html">Kumamoto</a>. Die Stadt erstreckt sich in einem Tal entlang des kurzen, aber relativ breiten <em>菊池川 Kikuchi-gawa (-gawa=Fluss)</em>. 
							</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> (bzw. erleben:) Eine der vielen heissen Quellen in Yamaga. Das Yachiyo-za Kabuki-Theater - ein interessantes Theater mit viel Geschichte.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
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					</div>
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					<h3>Yamaga - Beschreibung</h3>

<p>
Yamaga ist eigentlich der Name einer Region im Norden von Kumamoto bzw. in der historischen Provinz <em>肥後 Higo</em> und tauchte in der heutigen Form zum ersten Mal im 8. Jahrhundert auf. Das Gebiet wurde aber bereits spätestens im 5. Jahrhundert besiedelt - davon zeugen die Überreste von alten Gräbern aus der <a href="/japan/geschichte.html#kofun">Kofun-Zeit</a>. Auf einem Berg nahe der heutigen Stadt stand sogar seit dem 8. Jahrhundert eine historische Festung - das <em>鞠智城 Kikuchi-Schloss</em>. Den Namen verdankte die Feste dem über Jahrhunderte in der Region dominierenden Kikuchi-Clan. Die Stadt tauchte später oft in den Annalen auf - als Kriegsschauplatz, als Ort mit ausgezeichneten heissen Quellen sowie im 18. Jahrhundert als Ort, der für die Schirm- und Laternenherstellung berühmt ist.
</p>
<p>
Obwohl verhältnismässig abgelegen, war Yamaga vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts wegen seiner heissen Quellen ein beliebter Ausflugsort. Darüber hinaus wuchs Yamaga aber nicht übermässig - es gab nie wirklich nennenswerte Industrien in der Gegend, weshalb der Ort auch völlig unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überstand.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamaga1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Steintor des Kongōjō-ji">
			<br><span>Steintor des Kongōjō-ji</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/yamaga2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Ehemaliges Bankgebäude von 1925">
			<br><span>Ehemaliges Bankgebäude von 1925</em>
		</div>
	</div>
<p>
Der Ort hat heute ausser in der Tat sehr schönen heissen Quellen (siehe <a href="/japan/kinugawa-onsen.html#onsen">Onsen</a>) auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten - so zum Beispiel den <em>金剛乗寺 Kongōjō-ji</em>, ein schöner Tempel der Shingon-Sekte, interessanterweise unter anderem von einem Engländer geleitet. Der Tempel befindet sich im Stadtzentrum quasi neben dem Rathaus der Stadt. 
</p>
<p>
Wie eingangs erwähnt war und ist die Stadt bekannt für die Produktion traditioneller <em>灯籠 Tōrō - Laternen</em>, die hier nur aus japanischem Papier und Leim hergestellt werden. Zur O-bon-Zeit, hier am 15. und 16. August, findet in Yamaga zu Ehren der Laternenmacher das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte <em>山鹿灯籠まつり Yamaga-Laternenfest</em> statt. Ca. 1'000 in Sommerkimonos gekleidete Frauen tanzen dort mit Laternen auf ihren Köpfen - laut Stadt kommen alljährlich  um die 300'000 Besucher zu dem Fest.
</p>
<p>
Im Stadtzentrum gibt es zudem das <em>山鹿灯籠民芸館 - Yamaga-Laternen-Handwerksmuseum</em> (siehe Photo oben rechts). Das Gebäude war einst eine Bank und ist ein schönes Beispiel für die der europäischen Architektur angelehnten Bauweise der <a href="/japan/geschichte.html#taisho">Taishō-Zeit</a> rund um 1920 - dieser Bau stammt von 1925 und befindet sich im Originalzustand.
</p> 


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yamaga3.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Aussenansicht des Yachiyoza-Theaters">
			<br><span>Aussenansicht des Yachiyoza-Theaters</em>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/yamaga4.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yamaga: Im Filmmuseum des Yachiyoza-Theaters">
			<br><span>Im Filmmuseum des Yachiyoza-Theaters</em>
		</div>
	</div>

<p>
Eine besondere Attraktion von Yamaga ist das <em>八千代座 Yachiyo-za</em> - Kabuki-Theater. Das Gebäude stammt von 1910 und befindet sich ebenfalls nahezu im Originalzustand. Yamaga war damals sehr bekannt als Ort vorzüglicher heisser Quellen - Besucher kamen aus ganz Japan. Und den Urlaubern dürstete nach Unterhaltung. Ursprünglich wurden nur Kabuki-Stücke aufgeführt (Kabuki ist die unterhaltsamere Variante japanischer Theaterkunst, im Gegensatz zum schwer verdaulichen Nō), doch später wurden auch Stummfilme und dann normale Filme aufgeführt. Leider ging der Betreiber jedoch schliesslich Anfang der 1970er bankrott und das Theater begann zu zerfallen. In den 1980ern begannen jedoch die Stadtbewohner, für den Erhalt zu kämpfen. Mittlerweilen wurde das Theater als wichtiges Kulturerbe Japans anerkannt. Ganz gelegentlich gibt es Aufführungen; ansonsten kann man das teilweise zum Museum ausgebaute Theater auch besichtigen - Eintritt kostet 200 yen sowie 100 yen für den Museumsbereich. Die fortschrittliche Bühnentechnik in Verbindung mit traditioneller japanischer Theaterbauweise ist durchaus interessant. Das Theater befindet sich unweit des Rathauses.
</p>



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	</div>
</div>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Die Stadt liegt etwas abseits der Eisenbahnen und Autobahnen. Ohne eigenes Gefährt ist man auf Busse angewiesen. Es gibt regelmässige Busse nach <a href="/japan/kumamoto.html">Kumamoto</a> - dauert gute 70 Minuten und kostet 870 yen.
</p>
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		<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Mangels Grösse gibt es kaum normale und Businesshotels - die meisten Herbergen sind Hotels mit angeschlossener heisser Quelle. Ich bin nicht mehr sicher, wo ich dort übernachtet habe, aber die meisten Hotels ähneln sich in Ausstattung und Angebot. Die Preise inkl. Abendessen und Frühstück liegen bei 10,000 yen aufwärts.
</p><p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br />

</p>]]></description>
            <link>http://www.tabibito.de/japan/yamaga.html</link>
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            <pubDate>Sun, 20 Dec 2009 04:22:58 +0900</pubDate>
        </item>
        
        <item>
            <title>Tabibito unterstützen</title>
            <description><![CDATA[<p>
Wer diese Webseite nützlich findet und sich auf irgendeine Art und Weise beteiligen oder erkenntlich zeigen möchte, kann dies auf folgende Art und Weise tun:
</p>
<h3>Teile anderen davon mit!</h3>
<p>
Ob Link oder einfach nur Mundpropaganda - je mehr Leute diese Seiten lesen, desto besser wird sie. Alle Seiten innerhalb von tabibito.de dienen als Informationsquelle und Denkanstoss. Wer also denkt, dass das Lesen dieser Seiten einem anderen von Nutzen sein könnten, dann teilt ihm/ihr davon mit!
</p>
<h3>Arbeite mit!</h3>
<p>
Sowohl der Blog als auch fast alle anderen Seiten (ca. 300 davon auf Deutsch) haben eine Kommentarfunktion. Kommentare, Korrekturen und sonstige Anmerkungen helfen dem Author und allen anderen Lesern, diese Seiten so korrekt und informativ wie möglich zu gestalten.
</p>
<h3>Spenden</h3>
<p>
Mit steigenden Besucherzahlen steigen auch die Anforderungen an die Hardware. Wer sich an den Kosten für den Server (dedicated Server) beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen.<br />
Auf Wunsch werden Spender hier namentlich und/oder mit Link der eigenen Wahl aufgeführt (Tabibito.de behält sich jedoch das Recht auf Nicht-Veröffentlichung des Namens/Links vor - Beispiel: Wer einen Euro spendet und einen Link zu irgendeiner Pokerseite anführt, wird definitiv nicht erwähnt. Der Link bleibt für ein Jahr auf dieser Seite bestehen.<br>
<br>
Gespendet werden kann über PayPal mittels PayPal-Konto oder Kreditkarte. Ober- und Untergrenzen gibt es nicht.

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</p>
<p>
<em>Achtung:</em> Durch eine Spende entstehen keinerlei rechtliche Ansprüche an den Betreiber dieser Seiten. Eine Rückerstattung der Spenden ist ebenfalls nicht möglich.
</p>
<h3><strike>Anständiges Bier nach Fernost schicken</strike></h3>
<p>
<strike>Schreiben macht durstig. Und was in Japan nachwievor eher Mangelware ist, ist ein ordentliches Bier mit Charakter, für das man nicht gleich einen Tageslohn ausgeben muss.</strike>
</p>

<h3>Spenderliste</h3>
<p>(Achtung: Der Link wurde vom Spender gesetzt und muss nicht identisch mit dem Spender sein)</p>:

<ul>
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<li><a href="http://www.100zeni.com/" target="_blank">the zenishop - Japanese knives and much more</a></li>
<?php } ?>
</ul>
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            <link>http://www.tabibito.de/japan/support.html</link>
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            <pubDate>Sat, 17 Oct 2009 02:49:10 +0900</pubDate>
        </item>
        
    </channel>
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