Photos: III
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Auf dieser Seite gibt es Photos meiner fünften und sechsten Japanreise im Winter 2002/03 und 2003/4 zu sehen. Photos von Burgen z.B. oder Bergen gibt es in dieser Galerie nicht - wer die sehen möchte, siehe Schlösser und Berge.
富士山 - Der Fuji-san bei Sonnenuntergang
Der Fuji-san bei Sonnenuntergang - photographiert vom Berg Takao, der noch im Bereich der Stadt Tōkyō liegt. Das uns dieser Anblick erwarten würde, hatte ich nicht geahnt, als ich zum zweiten Mal nach Takao fuhr. Diesen Anblick gibts nur einmal im Jahr, vorausgesetzt es ist heiter! Als ich ankam, warteten bereits viele Leute mit Riesenobjektiven auf den Sonnenuntergang...
おせち料理 - Neujahrsessen
Was dem Deutschen sein Weihnachten, ist dem Japaner sein Neujahrsfest:
Zwar kommt Weihnachten mehr und mehr in Mode, doch wird es nie den gleichen Stellenwert
erreichen wie zum Beispiel in Deutschland.
In Japan wird dafür das Neujahrsfest - genannt お正月 Oshōgatsu -
in der Familie gefeiert.
Man geht zu einem Tempel um für ein glückliches neues Jahr zu beten - dieser
Tempelbesuch heisst Hatsumōde 初詣 (=Erster Tempelbesuch). Und es gibt spezielles
Essen - das sogenannte osechi ryōri. Das wird drei Tage lang gegessen, denn
so lange dauern die Feiertage (vom 1. bis 3. Januar. Das auf dem Photo war für vier
Personen gedacht und reicht natürlich nur einen Abend. Das rote Fleisch links ist
basashi 馬刺, rohes Pferdefleisch - eine Spezialität aus Kumamoto
und nur dort zu Neujahr auf dem Tisch.
Die Rückreisewelle nach den Feiertagen heisst auf Neujapanisch "U-turn" und ist der
blanke Wahnsinn. Wer es vermeiden kann, in dieser Zeit zu reisen, sollte zu Hause bleiben...
電車 - Züge
Eigentlich ein aus Versehen entstandenes Photo - ein ziemlich leerer Zug der Yurakuchō-Linie in Tōkyō. Die U-Bahnen sehen eigentlich alle ziemlich gleich aus - sehr viel, sehr bunte Werbung überall, in den neuen Zügen sogar mit LCD-Bildschirmen über allen Türen. In einigen Zügen werden während der Stosszeit alle Sitze hochgeklappt. Das ganze Nahverkehrssystem ist in Japan hocheffizient und einfach unglaublich präzise - es sei denn, es ist mal wieder irgendwo jemand vor einen Zug gesprungen, was öfter einmal vorkommt - kein Wunder bei 30 Millionen Menschen in und um Tōkyō.
炊き上げ - Takiage, eine Neujahrstradition
In Japan gibt es zahlreiche religiöse Traditionen, die auch noch von Region zu Region variieren können. Mehr im Norden findet man die Tradition des Yakubarai, was soviel bedeutet wie "das Böse vertreiben". Das tut man während der Neujahrsfeiertage. Alte Amulette und Horroskope usw. werden nahe eines Schreines - hier der Hakusan-jinja in Niigata an der Westküste - verbrannt. Das Verbrennen nennt sich takiage 炊き上げ. Hier brennt ein Daruma 達磨 - eine Dharmapuppe. Aufmerksamen Betrachtern wird aufgefallen sein, dass nur ein Auge schwarz ist. Hier hatte irgendjemand einen guten Vorsatz zum neuen Jahr. Allerdings wurde der Vorsatz nicht erfüllt, deshalb blieb ein Auge weiss. Und deshalb landet er auf dem Scheiterhaufen - damit er im neuen Jahr mehr Glück hat.
新潟 - Niigata
Blick von einer Aussichtsplattform auf die Stadt Niigata. Niigata ist eine nicht allzu attraktive Industriestadt an der Westküste Japans. Wie man hier gut erkennen kann, wird nicht nur in den ganz grossen Ballungszentren, sondern einfach überall sehr eng gebaut. Die Nähe des Industriekombinats zur Wohngegend ist freilich beängstigend.
松山 - Matsuyama
Panorama von Matsuyama in der Präfektur Ehime auf der kleinsten der vier Hauptinseln, Shikoku. Das Photo entstand vom Schlossberg aus (mehr zum Schloss siehe Matsuyama-jō). Man kann hier die Küste zum Setonaikai, dem Seto-Binnenmeer zwischen Honshū und Shikoku, sehen. Im Setonaikai befinden sich unzählige Inseln, die die Gegend einmalig machen. Allerdings sind die Küsten stark industrialisiert, so dass man nach wirklich unberührten Ecken suchen muss.
内子 - Uchiko (Shikoku)
Ganz normales, ländliches Haus in der Nähe der Stadt Uchiko im Westen der Insel Shikoku. Hier geriet ich in wirklich massive Schneeschauer, die nicht unbedingt typisch für diese Region sind...Schön zu erkennen ist das dreieckige Chidori Hafu - der typisch japanische "Regenpfeifergiebel" links am Haus.
鹿児島 - Kagoshima
Auch kein besonderes Photo, aber dieses soll zeigen, dass es in einigen japanischen Städten auch beschaulich zugehen kann - hier in Kagoshima, der südlichsten Grossstadt der Insel Kyūshū. Strassenbahnen sind in mittelgrossen Städten Japans durchaus üblich und sehr praktisch. In Kagoshima ist es wärmer als im Rest des Landes, da es sich direkt am Meer und sehr weit südlich befindet - deshalb auch die Palmen. Bekannt ist die Stadt für ihren aktiven Vulkan (siehe Sakurajima).
都心 - Innenstadt von Tokyo
Blick auf die Skyline von Tōkyō an einem selten klaren Tag. Von hier ( da mit Tele aufgenommen) sieht alles sehr kompakt aus, doch in Wahrheit besteht die Metropole aus mehreren Subzentren, unterbrochen von niedriggeschossigen Wohnsiedlungen, hier und da ein paar Parks, dem Kaiserpalast etc. Im Hintergrund deutlich zu erkennen ist die Bucht von Tōkyō und das gegenüberliegende Ufer - die Halbinsel Bōsō.
池袋 - Ikebukuro (Tokyo)
Der Schatten des Sunshine City genannten Wolkenkratzers in Ikebukuro auf ein Wohngebiet. Ikebukuro ist eines der Subzentren der Hauptstadt entlang der Yamanote-Ringlinie. Das Sunshine City war mit seinen 60 Etagen lange Zeit das höchste Gebäude in Japan, bis ihm der Landmark Tower in Yokohama den Rang ablief. Ein Fahrstuhl bringt die Besucher des Sunshine in weniger als 30 Sekunden aufs Dach des Hochhauses. Von dort hat man bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick auf den ganzen Wahnsinn der Großstadt.
新宿 - Shinjuku (Tokyo)
Freitag nacht um halb zwölf im Bahnhof Shinjuku - schier unglaubliche Menschenmassen - die Hälfte davon betrunken - schieben sich durch den Bahnhof. Auch Shinjuku ist ein Subzentren mit den meisten Wolkenkratzern der Stadt. Und dem Vergnügungsviertel Kabuki-chō 歌舞伎町 in der Nähe, dass natürlich gerade Freitag nacht sehr belebt ist. Da die letzten Züge gegen halb eins fahren und viele einen weiten Weg haben, ist auch nachts für Trubel gesorgt. Shinjuku gilt als belebtester Bahnhof der Welt: Hier kreuzen sich zwölf Bahnlinien, und schätzungsweise vier Millionen Menschen pro Tag steigen hier tagtäglich um.
夢の島 - "Insel der Träume"
Sonnenuntergang über Yume no shima 夢の島 - die "Insel der Träume". Welch poetischer Name für eine ehemalige Müllkippe! Da Flächen in Tōkyō schon lange knapp geworden sind, wich man auf das Meer aus und baute - schon seit Jahrhunderten - neue Inseln in die seichten Küstengewässer der Bucht von Tōkyō. Die Inseln müssen natürlich mit irgendetwas aufgefüllt werden. Warum also nicht mit dem Müll der Großstadt? Das macht man noch heute. Yume no shima ist allerdings schon länger komplett aufgefüllt. Deshalb befinden sich dort jetzt Industrieanlagen, Lagerhallen, ein Holzlagerplatz, ein Heliport und ein Golfplatz. Aber muss man das jetzt wirklich "Insel der Träume" nennen!?


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