Mito - Beschreibung
Mito ist eine relativ alte Stadt mitten in der Präfektur Ibaraki im Nordosten der Kanto-Ebene. Gegründet wurde die Stadt während der Kamakura-Zeit, also vor rund 800 Jahren. Wie so viele Städte in Japan (und anderswo) begann alles mit dem Bau einer Burg. Hier entstand sie auf einem kleinen Plateau am Senba-See 千波湖.
Nichts neues: Zentrum von Mito / Ibaraki
Treppe zum Jōban-Schrein
Unterhalb der Burg bildete sich alsbald eine Burgunterstadt. Und so wuchs Mito langsam vor sich hin, ohne je gross Bedeutung zu erlangen. Die Region war dereinst unter den Namen Hitachi 日立 und auch Jōban 常磐 bekannt. Beide Namen findet man heute noch oft in der Region. So zum Beispiel beim Jōban-jingū 常磐神宮 - dem Joban-Schrein.
Jener befindet sich rund zwei Kilometer westlich des heutigen Zentrums rund um den Bahnhof. Das Bahnhofsviertel bietet den üblichen Charme japanischer Provinzstädte und ist nicht weiter erwähnenswert.
Kōbun-tei im Kairaku-Park von Mito
Im Kairaku-Park von Mito
Rund um den Schrein herum, oberhalb des Senba-ko 千波湖 (Semba-See), also dort, wo alles begann, findet man die Hauptattraktion (bzw. einzige Attraktion) von Mito - den 12 Hektar grossen Kairaku-en 偕楽園 (Garten des Teilens der Freude mit dem Volke). Jener war früher wesentlich grösser, zählt aber dennoch zu den drei meien 名園 (berühmten Gärten) Japans (die anderen beiden sind der Kōraku-en in Okayama und der Kenroku-en in Kanazawa).
Eine der Hauptattraktionen des Kairaku-en ist ein kleiner Pflaumenbaum-Wald, wobei die japanische Pflaume, genannt Ume 梅 (lat. Prunus mume), sich von hiesigen Sorten unterscheidet. Die Pflaumenblüte beginnt meist im März und besticht durch grosse Blüten.
Der Eintritt in den Park ist frei, mit Ausnahme des Kōbun-Tei 好文亭 in der Mitte (Eintritt 190 ¥) - einer alten, prächtigen Villa, die seit Gründung des Parks 1842 dort stand - bis sie, wie der Rest der Stadt, beim Bombenangriff im August 1945 völlig verbrannte. Der Nachbau aus den 1950ern ist jedoch sehr gelungen und besonders die typisch japanischen Malereien an den Wandschranktüren - hier stellen sie meist Pflanzen dar - sind sehr eindrucksvoll.
Die Bahn hält nicht mehr am Kairaku-en, aber es fahren etliche Busse vom Nordausgang des Bahnhofs von Mito zum Park (230 ¥). Neben dem Park gibt es noch ein grosses historisches Museum über die Meiji-Zeit.
Japanische "Ferkeltaxe": private Mito-Linie
Am Strand von Ōarai
Rund 15 Kilometer östlich von Mito und leicht mit dem Zug zu erreichen liegt die Hafenstadt Ōarai 大洗. Dort gibt es auch einen (nicht gerade attraktiven) Strand, der im Sommer sehr beliebt ist. Ansonsten ein trister Urlaubsort. Einzig die Fähre nach Muroran (室蘭) auf Hokkaidō ist interessant. Die fährt zwei Mal täglich im Sommer, nimmt auch Fahrzeuge mit und kostet unschlagbare 8000 ¥ pro Person in der zweiten Klasse. Der Trip dauert knappe 20 Stunden. Mehr Informationen zu der Fähre gibt es hier).
Anreise
Mito liegt an der wichtigen Jōban - Linie 常磐線, die von Tokyo gen Nordosten fährt. Shinkansen halten nicht in der Nähe, aber es halten auch Schnellzüge. Der Super Hitachi-Express スーパーひたち fährt von Ueno 上野 (Tokyo) nach Mito in 1¼ Stunden, Kostenpunkt 4220 ¥. Mit dem Bummelzug dauert es 2¼ Stunden, aber es kostet nur 2210 ¥. Die Linie ist staatlich, der Railpass kann benutzt werden. Der gleiche Express fährt weiter gen Norden nach Sendai 仙台. Dauert gute drei Stunden und kostet 7330 ¥.
Vom Bahnhof in Mito zuckelt auch noch die private Mito Rinkai-Sen 水戸臨海線 nach Süden bis zur Endhaltestelle Mito Jingū 水戸神宮. Dauert über eine Stunde, Kostenpunkt 1310 ¥.
Übernachtung
Mito ist nicht gerade ein Mekka für Touristen - man findet fast nur Business-Hotels - naturgemäss hauptsächlich am Bahnhof. Darunter das Tōyoko Inn 東横イン rund fünf Minuten zu Fuss südlich des Bahnhofs am Sakura-Fluss. Ein klimatisiertes Doppelzimmer mit Frühstück in der Lobby kostet 8190 ¥.
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe Übernachtungstipps Japan.


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