Jigoku-dani

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    Lage von Nagano
    Region: 中部 Chūbu
    Präfektur: 長野 Nagano

    地獄谷 Jigoku-dani

    3 von 5 Sternen: Abstecher wert
    Name:

    Jigoku-dani. Auf Deutsch „Höllental“. Orte mit dem gleichen Namen gibt es viele in Japan.

    Lage:

    Im Nordwesten der Präfektur Nagano, gute 25 km nordöstlich von Nagano. Das Tal liegt nahe der Ortschaft Yudanaka 湯田中.

    Ansehen:

    Die heissen Quellen und die Affen, die sich darin sichtbar wohlfühlen. Sich selber in Yudanaka in
    einer heissen Quelle niederlassen.

    Jigoku-dani – Beschreibung

    In Japan gibt es aktive Vulkane und Erdbeben – aber auch angenehme Seiten seismischer Aktivitäten. Die werden Onsen 温泉 genannt – zu deutsch „Heisse Quellen“. Und davon gibt es unzählige. Von Hokkaidō bis Kyūshū. Und in keinem anderen Land werden die heissen Quellen so kultiviert wie in Japan.

    Jigoku

    Affen im onsen. Scheint Spass zu machen.
    Jigoku

    Menschlicher kann ein Affe kaum aussehen.

    Um viele heisse Quellen wurden Hotels oder Bäder gebaut – bei einigen kann man auch direkt an der frischen Luft im heissen Wasser sitzen (rotenburo 露天風呂). Im onsen wäscht man sich nicht – man duscht vorher und steigt danach gereinigt in simples, klares und meist sehr heisses Wasser. In den Jigokudani-Onsen hingegen baden die japanischen Affen (nihon zaru 日本猿, Rotgesichtsmakaken, macaca fuscata). Die Affen können sich frei bewegen – dies ist kein Zoo oder Freigehege. Natürlich wird aber der Besucherstrom durch Wege geleitet. Die Affen haben sich in das Theater gewöhnt und nehmen von den Menschen quasi keine Notiz.

    Jigoku

    Familientreffen auf dem Geländer
    Jigoku

    Hangsicherung auf japanisch

    Wer nicht nur badende Affen, sondern auch autofahrende Affen sehen möchte, sollte sich nach Nikkō begeben. Ob man das Spektakel im Höllental auch im Sommer erleben kann, weiss ich nicht. Wie man am Foto rechts erkennen kann, geht man mit der Natur an vielen Orten nicht gerade zimperlich um. Der Hang könnte rutschen? Dann betonieren wir ihn einfach zu! So etwas sieht man vielerorts.

    Anreise

    Ist etwas kompliziert. Mit der privaten Nagaden Nagano-Linie 長電長野線 fährt man von Nagano bis zur Endstation Yudanaka (40 Minuten mit dem Express). Von dort fahren Busse nach Kanbayashi Onsen 上林温泉. Von dort läuft man ca. eine halbe Stunde. Ist gut ausgeschildert.

    Übernachtung

    Es gibt zwei Ryokan’s bei den Jigoku-dani Onsen sowie noch mehr in Yudanaka. Dort gibt es auch zahlreiche Onsen. Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe Übernachtungstipps Japan.


    Jigoku-dani, das Höllental – badende Affen in heissen Quellen und viel Natur

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    Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei Tabibitos Japan-Blog empfohlen.

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