You are currently browsing posts tagged with Wirtschaft

​Neuer Besucherrekord: 2,68 Millionen Touristen allein im Juli

August 17th, 2017 | Tagged , | 1 Kommentar | 318 mal gelesen

Die japanische Tourismusbehörde gab gestern Zahlen bekannt¹, nach denen allein im Juli diesen Jahres fast 2,7 Millionen Touristen nach Japan kamen. Das ist nicht nur ein Anstieg von 16,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sondern auch einsamer Rekord – jener lag nämlich bisher bei 2,3 Millionen (im Juli 2016). Der Juli ist auch keine Ausnahme – auch wenn man sich den Zeitraum Januar bis Juli anschaut, beträgt der Anstieg der Besucher rund 17%. Knapp 800’000 Besucher im Juli kamen aus China (ein Anstieg von 6,8%), rund 650’000 aus Südkorea (ein saftiger Anstieg von 44%). Etwas mehr als die Hälfte der Besucher kommt also aus jenen beiden Ländern, aber man vermerkte auch gleichzeitig einen starken Besucheranstieg aus Vietnam, den Philippinen, Malaysia und anderen südostasiatischen Ländern.

Der Juli ist traditionell und aus guten Gründen Saison, aber ein wichtiger Grund fûr den Anstieg sind vor allem die LCC, die Billigfluglinien, die zunehmend auch Japan ansteuern. So wurde vor kurzem erst der Terminal 3 des Flughafens von Narita fertiggestellt – dieser dient ausschliesslich den LCC (man könnte da unken, dass die Fahrt von Narita nach Tokyo bald teurer ist als der Flug nach Japan). Doch es ist bei weitem nicht nur Tokyo: So erfreut sich zum Beispiel Osaka bei chinesischen Touristen steigender Beliebtheit, denn es ist schneller zu erreichen, und da in Kansai mehr Chinesen leben als zum Beispiel in Tokyo, kommt man dort auch mit Chinesisch überall weiter.

Lange Schlange mit chinesischen Touristen vor einer Ramen-Filiale in Osaka

Lange Schlange mit chinesischen Touristen vor einer Ramen-Filiale in Osaka

Überrascht bin ich von den Zahlen nicht. Als ich Anfang August wegen einer Konferenz in Osaka weilte, traf ich einen Geschäftspartner am frühen Abend bei Ebisubashi, dem beliebten Treffpunkt bei der Dotombori. Japanisch war da kaum zu hören – eher Chinesisch. Vor den Ramen- und Okonomiyaki-Restaurants standen sich die Besucher die Beine in den Bauch, so dass ein Essen dort gar nicht in Frage kam. Vor einer Woche schließlich begab ich mich mit meinem Besuch nach Asakusa, dem beliebten Tempelviertel in Tokyo. Dort war ich pflichtgemäß auch bei meinem ersten Japanaufenthalt vor über 20 Jahren, aber mein letzter Besuch in Asakusa liegt schon über 10 Jahre zurück. Damals schon war es relativ voll, aber das war kein Vergleich zu den Menschenmassen, die sich dort heutzutage durch die Nakamise-dori drängen. In einem kleinen Geschäft für Büttenpapier kam ich da mit einer Verkäuferin auf die Massen zu sprechen – sie meinte, dass die Anzahl der Besucher vor circa 4 Jahren schlagartig zugenommen hat. „Na das sollte ja dann wenigstens gut für’s Geschäft sein“ merkte ich noch an, aber sie winkte ab: Die meisten kaufen eh nichts. Nun ja, ob das nun stimmt oder nicht, sei dahingestellt.

¹ Die offizielle Pressemitteilung befindet sich hier, eine englische Zusammenfassung gibt es hier.

Teilen:  

Zollfreier Käse und Wein im Anmarsch

Juli 6th, 2017 | Tagged , | 9 Kommentare | 644 mal gelesen

Das sind doch mal – zumindest für Wein- und Käsegourmets – erfreuliche Nachrichten: Offensichtlich haben sich heute Vertreter der EU und Japans bei wichtigen Streitpunkten des 日本・EU経済連携協定 Japan-EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommens miteinander geeinigt. Seit 2013 wird das Abkommen verhandelt, und vor allem bei Käse stellten sich die Japaner lange Zeit stur – um, so läuft das ja bei anstehenden Freihandelsabkommen nun mal, die heimische Produktion zu schützen. Was in Sachen Molkereiprodukte wohl eher ein Scherz ist, wenn man die Butter- und sonstigen Engpässe in Japan in den letzten Jahren so betrachtet.

Nun ist man also übereingekommen, den Importzoll für Weichkäsesorten (wie Camembert, Mozzarella usw.) aus der EU von 29,8% auf 0% zu reduzieren – allerdings nur für die ersten 20 Kilotonnen pro Jahr. Das entspricht in etwa der Menge, die momentan alljährlich nach Japan importiert wird. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet sind das gerade mal 150 Gramm pro Person und Jahr, also keine besonders grosse Menge. Bei Hartkäsesorten soll die Importsteuer ebenfalls komplett fallen – ohne Begrenzung, dafür aber nur schrittweise im Laufe der nächsten 15 Jahre.

Japanisches Käseregal: Einfach nur furchtbar

Japanisches Käseregal: Einfach nur furchtbar

Bei Wein soll der Importzoll von momentan 15% (mindestens aber 125 Yen, also rund 1 Euro, pro Liter) entfallen – und zwar sofort. Auch die Zollabgaben für Pasta, Schweinefleisch usw. sollen mit dem Abkommen entfallen.

Was hat die EU davon? Da geht es mehr um Hardware: Der Importzoll von 10% auf japanische Autos soll spätestens 7 Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens entfallen, und da können sich einige europäische Autobauer schon mal warm anziehen, denn japanische Autos sind und bleiben eine ernstzunehmende Konkurrenz. Auch Zölle für Haushaltselektronik wie Fernseher zum Beispiel sollen fallen – innerhalb von 5 Jahren von 14% auf 0%.

Schön, das alles. Aber wie bei anderen Freihandelsabkommen auch bleiben natürlich immer Zweifel. Sind das wirklich Win-Win-Abkommen? Sollte man wirklich Waren bevorzugen, die 10,000 Kilometer oder gar mehr weit gereist sind? Im Falle von Käse muss ich leider (als absoluter Käsefan) sagen: Ja, sicher! Aber hallo! Aber das ist natürlich nur eine extrem egoistische, wenn auch wohlschmeckende Ansicht.

Teilen:  

KFC Japan verkauft Pizza Hut – Bewegung in der Branche?

Mai 22nd, 2017 | Tagged , | 5 Kommentare | 661 mal gelesen

Wie jetzt bekannt wurde, hat Kentucky Fried Chicken, auch in Japan äußerst beliebt, im Mai alle seine japanischen Pizza-Hut Filialen an eine Investorengruppe verkauft. Für wie viel ist zwar nicht genau bekannt, aber man weiß zumindest, dass Pizza Hut dem Unternehmen während der vergangenen 10 Jahre insgesamt rund 24 Millionen Euro Verlust eingefahren hat.

Man fragt sich warum. Dominiert wird die Pizzalieferservice-Industrie von den drei Granden Domino’s Pizza, Pizza-la und Pizza Hut. Der Wettbewerb ist ziemlich hart – das merkt man an den nicht enden wollenden Marketing-Bemühungen der drei Giganten. Doch als Endverbraucher, erst recht mit europäischem oder amerikanischem Hintergrund, wundert man sich dann doch, dass ein Pizza-Lieferservice in Japan in finanzielle Schieflage geraten kann. Denn so viel steht fest: Die Preise sind schlichtweg exorbitant. Zumindest wenn man satt werden möchte. Immer wieder wird die Kundschaft mit Coupons gelockt oder mit Angeboten wie „Kauf eine und bekomm die zweite Umsonst“ gelockt. Doch letztendlich bezahlt man doch immer wieder irgendwie 25 Euro und bekommt dafür… ein niedliches, kleines Stück Pizza, das vorn und hinten nicht reicht, solange man nicht gerade auf strenger Diät ist. Wer mit Pizza vom Lieferservice in Japan satt werden möchte, wird da oft enttäuscht. Für das gleiche Geld kann man in den meisten Restaurants regelrecht schlemmen.

Typisches Lockangebot: 30% auf die beliebtesten Pizzen. Man zahlt sich dennoch dumm und dämlich in Japan

Typisches Lockangebot: 30% auf die beliebtesten Pizzen. Man zahlt sich dennoch dumm und dämlich in Japan

Wenn man sich mit Freunden trifft oder die Arbeitsbesprechungen mal wieder etwas länger dauern, kommt man gelegentlich trotzdem nicht drumrum, aber jedes Mal stelle ich fest, dass die コスパ kosupa – eine wunderschöne japanische Biz-Talk-Abkürzung, die für „Cost-Performance“ steht – für Pizza in Japan einfach mal nicht stimmt.

Da es in Japan auch an brauchbaren Tiefkühlpizzen mangelt, kommt der Pizzafreund letztendlich nicht darum herum, sich die belegten Fladenbrote selbst zu basteln. Und siehe da – es schmeckt wesentlich besser, und die kosupa ist auch akzeptabel.

Von den ネタ neta Belägen möchte ich hier gar nicht erst anfangen. じゃがバターベーコン jaga butter bacon (Kartoffel-Butter-Schinken) oder die unsäglich süßen ジューシー厚切テリヤキチキン Juicy atsugiri Teriyaki Chicken müssen wirklich nicht sein.

Wer dennoch in Japan unbedingt Pizza bestellen möchte, sollte es bei Salvatore Cuomo versuchen. Die sind wenigstens halbwegs genießbar. Aber auch da muss man bei den Größen aufpassen: Eine Pizza mit 27 cm Durchmesser (Größe M) wird dort mit „Genug für 1.5 Personen“ beschrieben, ist hauchdünn und kostet in der einfachsten Variante 13 Euro.

Teilen:  

BOOKOFF schreibt wieder rote Zahlen

April 10th, 2017 | Tagged , | 3 Kommentare | 589 mal gelesen

Bookoff - der japanische Riesenantiquariat

Bookoff – der japanische Riesenantiquariat

Sie sind aus dem Raum Tokyo nicht mehr wegzudenken – die „BOOK•OFF“-Filialen der gleichnamigen, 1990 in Sagamihara (Präfektur Kanagawa) gegründeten Firma. 843 Filialen gibt es nunmehr. Bookoff startete quasi als Antiquariat oder besser gesagt „Gebrauchtbuchhandel“, denn dort findet man weniger rare Kostbarkeiten für Bibliophile, sondern einfach nur Bücher, die jemand nicht mehr braucht. Dazu zählen vor allem die sehr billigen 文庫 bunkō-Bücher, Mangas und Kinderbücher. Seit geraumer Zeit gehören auch CDs, DVDs und Computerspiele zum Angebot.

Das Unternehmen lebt und stirbt mit seinen Algorithmen, nach denen die Preise berechnet werden. Für die meisten Bücher, die man zu Bookoff schleppt, bekommt man ein bisschen Geld – das dauert in der Regel weniger als eine Stunde, aber die Beträge sind oft minimal, zumindest bei CDs und Bücher. Das ist natürlich immer noch besser, als alles wegzuwerfen, und das weiss Bookoff natürlich auch – damit wird geworben.

Heute wurde allerdings bekannt, dass Bookoff zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen in der Halbjahresabrechnung vorweisen muss. So machte das Unternehmen zwischen September 2016 und März 2017 rund 1,1 Milliarden Yen Verlust (also gute 8 Millionen Euro) – bei einem Umsatz von rund 300 Millionen Euro. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8%, aber scheinbar machen dem Konzern die Expansionspläne zu schaffen, denn Bookoff hat nun auch begonnen, Second-Hand-Kleidung, -hardware und dergleichen zu verkaufen.

Bookoff ist deshalb interessant, weil es in Japan das Konsumverhalten aktiv verändert. Waren gebrauchte Sachen, egal ob Bücher, Kleidung oder Autos, früher bei vielen Japanern eher verpönt, so sind die Bookoff-Läden heute sehr beliebt und meistens gut gefüllt. Kein Wunder – die Geschäfte sind wahre Fundgruben sowohl für Bücherfans als auch für Musik- und Filmeliebhaber. Da sollte man eigentlich meinen, dass Bookoff den großen Verlagen in Japan ein Dorn im Auge sein sollte, aber dem ist nicht so: Schaut man sich die Aktieninhaber der Firma an, so ist Yahoo! Japan mit 15% der größte Aktieninhaber (anstelle von Ebay wird in Japan Yahoo Auction benutzt, und Bookoff vertreibt viele Sachen auch auf dieser Plattform), gefolgt von zahlreichen großen japanischen Verlagen mit jeweils 5%. Anstatt Bookoff zu bekämpfen, sichern sich die Verlage so eher ihren Anteil – oder sie versehen ihre teureren Bücher ganz einfach mit „consumables“, also Sachen, die den Wert der Bücher erhöhen, aber eine Weiterverkauf schwierig machen, da diese wertsteigernden Sachen (wie zum Beispiel Codes für Onlineausgaben etc) nur ein Mal benutzt werden können.

So gesehen ist es schwer vorstellbar, dass Bookoff letztendlich zugrunde geht – zu viel steht für die Anteilseigner auf dem Spiel. Es wäre auch schade, denn bei Bookoff kann man hin und wieder den einen oder anderen kleinen Schatz bergen, und es macht Leuten wie mir, die prinzipiell keine Bücher wegwerfen können, das Leben ein bisschen einfacher, da man kein allzu schlechtes Gewissen haben muss, wenn man die Lieblinge bei Bookoff „entsorgt“.

Teilen:  

Premium-Freitag

Januar 16th, 2017 | Tagged | 3 Kommentare | 753 mal gelesen

Ganz tolles Ding: Der Premium Friday

Ganz tolles Ding: Der Premium Friday

Überstunden bis der Arzt kommt. Oder wieder geht. Noch immer ist das leider Alltag in Japan – wider aller Bemühungen, Firmen und Ämtern zu erklären, dass (zu viele) Überstunden weder dem Arbeitgeber noch dem Arbeitnehmer gutes tun. Beide Seiten verlieren, wenn die Angestellten zu viel arbeiten. Und so gibt es immer mal wieder neue Ideen, wie man das Problem lösen könnte. Vor ein paar Jahren zum Beispiel tauchte das Wort ノー残業デー No zangyō day auf – der „überstundenfreie Tag“. Als in meiner Firma damals noch viele Japaner arbeiteten, führten wir auch einen überstundenfreien Tag ein – jeweils am Mittwoch sollte es Punkt 7 („定時“ – teiji, „zur regulären Zeit) nach Hause gehen. Die Angestellten schafften es exakt eine Woche lang, sich daran zu halten.

Nun geistern wieder diverse karōshi-Fälle durch die Presse, also wird es mal wieder Zeit, etwas Aktionismus zu zeigen. So tauchen zum Beispiel die ersten Firmen auf, die ihren Angestellten Geld bezahlen, wenn sie sich mit Überstunden zusammenreißen (in einem konkreten Fall war davon die Rede, Angestellten 10’000 Yen (rund 80 Euro) pro Monat zu bezahlen, wenn sie weniger als 30 Stunden Überarbeit pro Monat leisten). Immerhin besser als das, was manche Firmen machen: Für eine Pauschale von 10’000 Yen pro Monat 25 oder mehr Überstunden verlangen.

Ende vergangenen Jahres nun entwarf das Wirtschaftsministerium eine neue Kampagne: Man propagiert nun den プレミアムフライデー Premium Friday. Firmen sollen demzufolge ihre Angestellten am letzten Freitag des Monats um 15 Uhr nach Hause schicken. Die Idee: Die Angestellten sollen sich dann um ihre Familien kümmern können. Oder einkaufen gehen – um die Wirtschaft anzukurbeln. Oder was auch immer. Wie üblich hat man aus diesem Grunde auch eine nagelneue Webseite ins Leben gerufen. Wesentlicher Bestandteil dieser Webseite ist es, den Besuchern zu erklären, was sie tun müssen, um das tolle Logo benutzen zu dürfen. Sicher sind bei der Erstellung des Logos, der Webseite und der Erklärungen zum rechtmäßigen Benutzens des Logos zahllose Überstunden draufgegangen, weil man während der vielen Meetings zur Vorbereitung in der regelmäßigen Arbeitszeit nicht zu Potte kam.

Ob das was bringt? Ein paar Firmen werden da vielleicht mitmachen. Aber was würde es schon bringen, wenn sich zum Beispiel ein Drittel aller Firmen im Raum Tokyo daran halten würde? Alle Geschäfte, Kinos, Restaurants und dergleichen würden brechend voll sein. Schöne Erholung! Anstatt also solche albernen Aktionen ins Leben zu rufen, sollte man lieber die Energie darauf verwenden, striktere Regeln für Firmen in Sachen Überstunden einzuführen – beziehungsweise die eigentlich schon bestehenden Regeln durchzusetzen.

 

Teilen:  

Ein Tag im Müll

September 27th, 2016 | Tagged , | 5 Kommentare | 776 mal gelesen

Was macht man an einem (mal wieder) hoffnungslos verregnetem, freien Tag? Genau, man geht mit seinen Kindern zur örtlichen Müllanlage. Auf Wunsch der Kinder wohlgemerkt, denn als die Schulklasse dort zur Exkursion war, war Töchterchen lustig befleckt krank zu Hause.

Das örtliche ゴミ処理センター Müllzentrum besteht aus einer Mülltrennungsanlage nebst Müllverbrennungsanlage… und einem angeschlossenen, grösseren Schwimmbad mit dem eher italienisch anmutenden Namen Yonetti. Dieses seltsame Wort stammt vom japanischen Wort 余熱 yonetsu Restwärme ab und erklärt damit gleich, was mit der Abwärme der Müllverbrennungsanlage geschieht. Eine vernünftige Idee.

Müllrampe

Müllrampe

An einem verregneten Feiertag rufen wir also im Müllzentrum an und fragen, ob man sich die Anlage ansehen könne. Ja, hiess es – aber nur die Wiederaufbereitungsanlage. Für die Verbrennungsanlage muss man einen Tag im voraus reservieren. Wir spazieren also hin und betreten den blitzblanken Eingangsbereich im vierten Stock – der liegt auf Strassenhöhe, denn das Müllzentrum liegt am Hang eines kleinen Tals. In der dritten Etage befindet sich eine riesige Ausstellungsfläche und eine offensichtlich gelangweilte Empfangsdame, denn wir sind die einzigen Gäste. In der Ausstellung können sich die Kinder austoben: Sie können an Kurbeln drehen und dann erkennen, wieviel Strom sie gerade produzieren und welche Haushaltsgeräte man damit betreiben kann (die Kurbel war so klein – ich kam nur bis zum Fön; bis zur Mikrowelle reichte es nicht), mit dort angeschlossenen iPhones kann man über eine grosse Karte der Stadt fahren und sieht hier und ort animierte 3D-Abbildungen dessen, was da so kreucht und fleucht usw. Schliesslich kam noch eine Angestellte und führte uns 45 Minuten lang durch den Bau, zeigte uns die Müllrampe, den Kontrollbereich, den Sortierbereich usw. und beantwortete dazu alle Fragen der Kinder mit viel Geduld. Ein richtiges Erlebnis, quasi. Besagte Anlage ist übrigens für 450 Tonnen Müll pro Tag ausgelegt und produziert 7,500 kWh Strom.

Der Kontrollraum

Der Kontrollraum

In Kawasaki wurde 1990 der Müllnotstand ausgerufen. Die gute Millionen Bewohner produzierten einfach zu viel Müll, und man musste etwas machen. Die Einwohnerzahl wuchs nämlich ständig weiter, doch Deponien und Müllverbrennungsanlagen waren bereits am Limit. Interessanterweise setzte man jedoch nicht da an, wo man es zunächst vermuten würde – bei der Müllvermeidung. Man kennt eben seine Pappenheimer und weiss, dass der Verzicht auf all die kunstvollen Verpackungen nicht leicht in Japan durchzusetzen ist. Stattdessen setzte man alles auf Mülltrennung und somit der Wiederverwertung. Doch auch dort gibt es verschiedene Ansätze: Während in Deutschland das Pfandsystem bevorzugt wird (vor allem Ostdeutsche sind ja damit gross geworden), gibt es im Japan gar kein Pfandsystem. Stattdessen wird nach Leibeskräften getrennt – nach PET- und Plaste, verschiedenfarbigem Glas, Batterien, Papier, sonstigem brennbaren und nichtbrennbarem Müll. Nein, auch Biotonnen haben sich nicht durchgesetzt, und sie wären in dicht besiedelten Gebieten wie Tokyo auch keine gute Idee.

Yonetti-Schwimmbad, betrieben mit der Abwärme der benachbarten MVA

Yonetti-Schwimmbad, betrieben mit der Abwärme der benachbarten MVA

Bei der Müllverwertung gibt es in Japan noch sehr viel Potential – siehe zum Beispiel Müllvermeidung. Aber die bisherigen Maßnahmen greifen natürlich auch. Vor allem die Aufklärung begeistert mich zumindest: Die Idee, die Müllzentren zu einer Mischung aus Museum und Erlebnispark zu machen und mit der Schule Exkursionen dorthin zu gestalten ist prima. Als wir durch die Ausstellung gingen, kamen übrigens noch drei Besucher – Klassenkameraden meiner Tochter, die beschlossen hatten, sich dasganze noch mal in Ruhe anzusehen.

Teilen:  

Unbeliebtes China oder können 83% der Japaner irren?

Mai 20th, 2016 | Tagged , | 9 Kommentare | 1042 mal gelesen

Alljährlich und beginnend mit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der VR China vor 44 Jahren veranlasst das japanische Außenministerium eine Umfrage, in der unter anderem untersucht wird, was der Durchschnittstaro über eben jene Volksrepublik denkt¹. In diesem Jahr war das Ergebnis so schlecht wie nie: 83,2% der Befragten gaben an, der VR China und deren Bewohnern gegenüber „nicht wohlgesonnen“ oder „eher nicht wohlgesonnen“ zu sein. Das war früher anders: Bis zum Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 war es eher andersrum – bis zu 80% blickten dabei wohlwollend auf die Festlandschinesen. Logisch, könnte man hier einwerfen: In jener Zeit war es ja normalen Chinesen gar nicht möglich, nach Japan zu kommen – man konnte den Genossen gemütlich aus der Ferne zusehen und freute sich wahrscheinlich, dass sich das Riesenreich allmählich wirtschaftlich öffnete.

Veränderung der Unbeliebtheitsskala gegenüber China. Quelle: Aussenministerium

Veränderung der Unbeliebtheitsskala gegenüber China. Quelle: Aussenministerium

Mit dem Tian’anmen-Vorfall war das plötzlich vorbei: Der Anteil derer, der eher mißtrauisch auf das Treiben in China sah, war schlagartig in der Mehrheit. Und in den vergangenen Jahren kann man auch nicht gerade von einer Sonnenscheinpolitik Chinas gegenüber Japan sprechen: Die Gebietsansprüche sind enorm, auch gegenüber Japan (Senkaku-Inseln) und werden immer aggressiver vertreten. Doch das ist nicht das einzige Problem: Japanische Produkte sind in der explosionsartig entstandenen Mittelschicht Chinas aufgrund des Misstrauens in die heimischen Produkte enorm beliebt, doch da auch ein noch so gewiefter japanischer Windelhersteller mal nicht eben zusätzliche 100 oder mehr Millionen Chinesen mit Windeln versorgen kann, kommt die Produktion nicht hinterher, zumal es nach wie vor schwer ist, sich auf dem gut protektionierten chinesischen Markt niederzulassen. Aus diesem Grund begann vor ein paar Jahren ein regelrechter Einkaufstourismus gen Japan.

Geht weg wie warme Semmeln: Merries-Windeln.

Geht weg wie warme Semmeln: Merries-Windeln.

Mein Schwager, seines Zeichens jemand, der über mehrere Filialen einer Drogeriekette wacht, schildert dieses 爆買い bakugai (in etwa: Kaufrausch) genannte Verhalten so: Die Filiale hat noch nicht einmal geöffnet, aber schon parkt ein Bus voll mit Chinesen vor der Tür. Sobald die Filiale aufmacht, dauert es keine 2 Minuten, bis sämtliche Bestände eines gewissen Produkts (zum Beispiel Windeln der Marke Merries) restlos ausverkauft sind. Keiner spricht ein Wort Japanisch, aber das Personal wird mitunter unfreundlich angeraunzt, wenn die Menge nicht ausreichte. Mitunter klappen die Busgesellschaften etliche Filialen kurz hintereinander ab, und es wird gekauft, was in den Bus passt.

Das ist bzw. war aber nicht nur in Drogerien so – auch Luxusartikel sind sehr gefragt. Laut Untersuchung des Tourismusamtes² gibt angeblich ein Besucher aus China im Durchschnitt über 2,000 Euro in Japan aus – und das garantiert nicht nur für Hotel und Souvenirs. Es werden Waren gehamstert und schliesslich mit Gewinn in China weiterverkauft (deutsche Japanbesucher geben im Schnitt nur 1’200 Euro aus und Koreaner nur 500 Euro).

Ein positives Problem, möchte man meinen, denn ohne den für viele unheimlichen Besucherstrom würde es der ohnehin schon lange kränkelnden Wirtschaft noch schlechter gehen. 83,2% der Japaner geht das jedoch offensichtlich gegen den Strich. Man muss allerdings kein Psychologe oder Soziologe sein, um zu erahnen, dass es einfach Angst ist – Angst vor dem immer stärker werdenden Nachbarn, der mit Japan bald machen kann, was er will – denn Japan liegt an der Peripherie und ist wohl oder übel gezwungen, sich mit der Volksrepublik zu arrangieren. Das merkt man allein daran, dass wiederum 70% der Befragten angaben, gute Beziehungen zu China für sehr wichtig zu erachten.


¹ Die Umfrageergebnisse werden hier veröffentlicht. Gefragt wird auch nach Koreanern (64,7% sind jenen nicht wohlgesonnen).
² Ergebnisse siehe hier.

Teilen:  

Versandhandel mit Drohnen gestartet

April 26th, 2016 | Tagged , , | 2 Kommentare | 652 mal gelesen

Soraraku - Drohnenbringdienst von Rakuten

Soraraku – Drohnenbringdienst von Rakuten

Rakuten, der japanische Versandhandelgigant, hat heute mit grossem Trara sein そら楽 Soraraku-Pilotprojekt vorgestellt¹: Es geht um die bereits von Amazon propagierte Idee, Online bestellte Waren mittels Drohnen zum Endverbraucher zu bringen. Das hat man nun auch zum ersten Mal in Japan getestet – indem man Golfzubehör mittels Drohne zu einem Golfplatz in der Präfektur Chiba transportierte. Die eigens für Rakuten entworfene Drohne kann bis zu 2 Kilogramm transportieren; der Versand soll wohl kostenlos werden.

Das Wort Soraraku² setzt sich zusammen aus „sora“ (Himmel) und „raku“ (bequem, bzw. auch der erste Teil im Firmennamen). Ganz offiziell soll der Versand mit Drohnen allerdings erst im Jahr 2020 beginnen. Und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass man damit in Japan sehr schnell ernst macht. Dann wird es im japanischen Luftraum vor den hässlich-rosanen Rakuten-Drohnen nur so wimmeln.

In der Grossstadt werden die Fluggeräte nicht viel ausrichten können, aber in ländlichen Regionen könnte der Einsatz von Drohnen durchaus sinnvoll sein und sogar umweltschonend: Anstatt einen Kleintransporter loszuschicken, setzt man einfach kleine Drohnen ein. Aber schon bei der Bekanntgabe der Amazon-Drohne habe ich mich ernsthaft gefragt, wie man das mit der Sicherheit bewerkstelligen möchte — vom Hacken der Drohnen selbst mal ganz abgesehen könnte ich mir gut vorstellen, dass ドローン狩り dorōn-gari Drohnenjagd schnell zu einem beliebten Hobby wird. Einen Rotor zerschiessen, mit einer Aludecke bewerfen und zum Absturz bringen, EMP — es gibt bestimmt zahlreiche Möglichkeiten, um an die Beute zu kommen, und es dürfte schwer werden, den Übeltäter zu finden.

Drohnen-Regeln laut MLIT

Drohnen-Regeln laut MLIT (Quelle: MLIT)

Auch in Japan wird natürlich mehr und mehr über Drohnen diskutiert – so fand man zum Beispiel im vergangenen Jahr eine Drohne auf dem Dach der Residenz des Ministerpräsidenten, und in einem Land, in dem vor gar nicht allzu langer Zeit Giftgasanschläge auf U-Bahnen verübt wurden, macht man sich zu Recht sorgen. Aus diesem Grund wurden im März 2016 vom MLIT (Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism) neue Richtlinien darüber erlassen, wann man eine Erlaubnis zum Drohnenflug braucht und wann nicht³.

¹ Siehe Pressemitteilung.
² Siehe Webseite des Soraraku-Services
³ Siehe hier

Teilen:  

Beginn der Liberalisierung des japanischen Strommarktes

April 5th, 2016 | Tagged , | 2 Kommentare | 684 mal gelesen

Alles neu macht der… April. Am 1. April beginnt das neue Schuljahr, am 1. April beginnen die „Neuen“ in den Firmen zu arbeiten, am 1. April beginnt für viele Firmen das Fiskaljahr. Dementsprechend treten am 1. April auch oftmals neue Gesetze in Kraft. Eine der größten Änderungen am 1. April des Jahres 2016 dürfte die schon seit langem angekündigte Liberalisierung des Strommarktes sein. Bisher nämlich gab es pro Region nur einen einzigen Versorger (ganz Japan wurde so unter exakt 10 Stromlieferanten aufgeteilt); im Falle Tokyos und Umgebung war dies die berühmt-berüchtigte Firma TEPCO. Ob man wollte oder nicht – man kam nicht um Tepco herum. Das ist nun also seit dem 1. April anders, und es ist amüsant zu sehen, wer da alles plötzlich auf den Markt drängt. Am lautesten sind unter anderem die großen Mobilfunkanbieter, aber auch Tokyo Gas zum Beispiel. Man lockt mit allerlei Tarifen und Ideen: Ein Betreiber zum Beispiel verspricht Preisnachlässe, je mehr der Stromabnehmer am Tag läuft. Dazu bekommt man einen Schrittzähler aufgebrummt, der die Schritte (und den damit verbundenen, obgleich sehr geringen) Preisnachlass in Echtzeit anzeigt.

Doch die Japaner sind vorsichtig, und das ist verständlich. Bis zum 23. März haben gerade mal 0,4% der Japaner beschlossen, den Anbieter zu wechseln¹. Die Strompreise kann man dabei schon seit Monaten vergleichen, doch wenn man genau hinschaut, wird der Strom als solcher nicht gerade billiger. Es sind maximal die zahlreichen kleinen Zugaben, Coupons zum Beispiel, mit denen man etwas hinzugewinnen kann, doch lohnt sich der Aufwand wirklich? Und – welcher der Anbieter wird überleben? Für wen soll man sich entscheiden – und wer garantiert, das man bei all dem Kleingedruckten letztendlich nicht übers Ohr gehauen wird? Und vor allem: Woher kommt plötzlich der ganze Strom her? Die Liberalisierung des Strommarktes bedeutet ja, dass quasi jeder Strom produzieren, kaufen, weiterleiten und verkaufen kann. Bei Anbietern wie au (einer der 3 Mobilfunkgiganten) zum Beispiel kann man davon ausgehen, dass es hier weniger um die Stromerzeugung als um den geschickten Handel mit der Elektrizität geht – verbunden mit der geschickten Förderung des eigentlichen Geschäftsfeldes, denn wer bei au telefoniert und Strom bezieht, bekommt natürlich einen Rabatt. Bei Tokyo Gas ist die Sache natürlich anders, denn die können natürlich sehr wohl ihren eigenen Strom produzieren (und mit der sogenannten „Enefarm“ produzieren lassen) – und Rabatte anbieten, so die Kunden auch ihr Gas von dort beziehen.

Liberalisierung des Strommarktes: Sonnige Zeiten für Solarenergie?

Liberalisierung des Strommarktes: Sonnige Zeiten für Solarenergie?

Ist die Liberalisierung des Strommarktes also eine gute Nachricht? Auf jeden Fall. Man hat in Fukushima gesehen, was geschehen kann, wenn eine Firma ein absolutes Monopol innehält. Denn, man kann es gar nicht oft genug wiederholen, die Reaktorkatastrophe war nur bedingt Folge des Tsunamis und Erdbebens – der Hauptschuldige war Tepco. Nun beginnt jedoch der Wettbewerb, und das kann natürlich im Endeffekt zu höherem Kostendruck und daraufhin zu Einsparungen in der Anlagensicherheit führen. Doch mit der Liberalisierung hat man endlich eine Wahl: Bisher musste man seinen Strom von Tepco und Co beziehen – oftmals widerwillig wohlgemerkt, denn bei der Idee, dass diese Giganten wider besseren Wissens die Atomkraftwerke wieder hochzufahren versuchen, behagt natürlich nicht. So jedoch kann man mit einem Wechsel des Anbieters ein Zeichen setzen und bewusst auf diverse Erzeugungsarten verzichten.

Momentan spielen dabei fossile Brennstoffe die eindeutige Hauptrolle: Gute 40% der Energie werden mit Erdgas produziert, 30% mit Kohle und knapp 15% mit Erdöl. Knapp 8% werden in Wasserkraftwerken produziert, und gerade mal knappe 3% mit anderen, regenerativen Energiequellen (allen voran Solarenergie)². Deshalb gibt es heute auch nur ganze 3 Anbieter, die ausschliesslich regenerative Energie anbieten – zu mehr reicht die Produktion noch nicht.

Es wäre freilich schön, wenn vor allem regenerative Energiegewinnungsformen von der Liberalisierung profitieren. Vielleicht findet sogar eine echte Dezentralisierung statt – das wäre im erdbebengeplagten Japan mit Sicherheit keine schlechte Sache. Ob sich der Markt wirklich in diese Richtung entwickelt, wird man allerdings erst in ein, zwei Jahren einschätzen können – wenn hoffentlich mehr Japaner Interesse an alternativen Anbietern entwickeln.

¹ Siehe unter anderem hier
² Siehe Weissbuch der Energie in Japan 2015

Teilen:  

Strafzinsen auch für Sparer?

Februar 5th, 2016 | Tagged | 1 Kommentar | 579 mal gelesen

In einem für viele Betrachter verzweifelten Akt ist es vor einer Woche also geschehen: 日銀 nichigin – BoJ (Bank of Japan) gab bekannt, dass sie die Zinsen für Einlagen bei der Nationalbank unter 0% drückt – und zwar auf -0.1%. Das bedeutet also, dass eine Bank, die dort 100 Millionen Yen für ein Jahr einlegen will, fortan 100,000 Yen Strafzinsen bezahlen muss, also dementsprechend nur 99,900,000 Yen zurückbekommt. Diese Massnahme wurde unter anderem getroffen, weil die Bank of Japan ihr erklärtes Ziel von 2% Inflation partout nicht erreichen kann. Man krepelt, wie schon seit vielen Jahren um die 0% herum, und die extrem niedrigen Ölpreise (99 yen pro Liter!) machen der Bank ihre Arbeit auch nicht leichter. Mit der Massnahme möchte man die Banken aucch dazu zwingen, mehr Geld an die Wirtschaft zu verleihen anstatt es bei der Zentralbank zu horten.
Wird man das erreichen? Experten vermelden unisono, dass das quasi die letzte Waffe sei – und dazu auch noch eine wirkungslose.

Doch nun geht die Diskussion darüber los, ob ein negativer Zinssatz nicht auch Privatpersonen einholen wird. Seit vielen Jahren schon bekommen Sparer nahezu keine Zinsen auf ihr Erspartes, und daran hat man sich schon gewöhnt – diese Situation befeuert auch schon lange den Aktienmarkt, da jede zweite Hausfrau heutzutage „in Aktien macht“. Doch wäre es theoretisch nicht auch möglich, dass Banken den Strafzins an ihre Kunden weitergeben? Noch wird das vehement verneint – zumindest von den grossen Banken wie Mizuho, MUFJ oder SMBC. Durchaus denkbar wäre jedoch, dass die Banken versuchen, die Kosten mittels Gebühren vom Kunden einzuholen, denn noch sind Konten für Privatkunden in der Regel gebührenfrei – sprich, es gibt keine Kontennutzungsgebühren (für Überweisungen und andere Dienstleistungen zahlt man natürlich).

Im Inneren der Bank of Japan. Stark verschwommen leider, da striktes Fotografierverbot

Im Inneren der Bank of Japan. Stark verschwommen leider, da striktes Fotografierverbot

Letztendlich ändert sich jedoch (noch) nicht viel: Japanische Banken waren noch nie die beste Adresse, um sein Geld zu vermehren. Und dennoch lagern immer noch viele Japaner ihr Geld auf der Bank: Im Schnitt über 5 Millionen Yen, also knapp 40,000 Euro pro Person. Im Schnitt, wohl gemerkt, denn in Japan gibt es rund 2,5 Millionen Dollarmillionäre (in Deutschland hingegen „nur“ 1,1 Millionen) – und zig Millionen Japaner, die sich wünschten, auch nur einen kleinen Teil des Durchschnitts ihr eigen nennen zu können.

Teilen:  

« Ältere Einträge