You are currently browsing posts tagged with Right

Please note: This is a machine translated version. The original article is in German and can be accessed .

Tattoos bald nur noch vom Doktor?

September 28th, 2017 | Tagged , | 5 Comments | 738 reads

​Die Entscheidung des Richters in Osaka gestern, at the 27. September, schlug bei einem kompletten Berufszweig ein wie eine Bombe: Der Richter verurteilte einen Tattoostecher, der um das Jahr 2014 herum sein eigenes Tattoostudio betrieb. Dem Urteil zufolge sind “Tattoos als medizinischer Eingriff zu werten, da die Haut des Menschen bewusst mit einer Nadel zerstochen wird und als Ergebnis Infektionen und weitere Komplikationen auftreten können, die so nur von Medizinern ordnungsgemäß vermieden beziehungsweise behandelt werden können. Da die japanische Verfassung das Recht auf körperliche Unversehrtheit festschreibt, verstießen die Handlungen des nicht medizinisch geschulten Tattookünstler gegen geltendes Recht”. So lautete in etwa die Urteilsbegründung. Das Strafmaß wurde auf eine Geldbuße von 150’000 Yen (rund 1’200 Euro) festgesetzt und fiel damit äußerst milde aus. Der Anwalt des Angeklagten kündigte umgehend an, in Revision zu gehen, und beklagte, dass sein Plädoyer quasi vollständig vom Richter ignoriert wurde – in selbigem legte er dar, dass Tattoos unter anderem durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien, und dass das Stechen eines Tattoos wohl kaum als medizinischer Eingriff bewertet werden kann.

Tattoos sind im heutigen Japan, zumindest meiner Beobachtung nach, beliebter als noch vor zwanzig Jahren zum Beispiel. Die Pauschalisierung, dass Tattooträger auf jeden Fall etwas mit den Yakuza zu tun haben müssen, verschwindet immer mehr aus den Köpfen der Menschen. Da allerdings Tattooträger immer noch sanktioniert werden (viele öffentliche Bäder und heiße Quellen zum Beispiel verbieten den Zutritt mit Tattoos), hält sich die Zahl der Tätowierten im Vergleich zu europäischen Ländern zum Beispiel stark in Grenzen. Das schöne an dieser Situation ist, dass man viel weniger abgrundtief schlechte Tattoos in Japan sieht als anderswo. Und die echten Yakuzatattoos sind sogar richtig etwas für’s Auge.

It will be interesting, ob die nächste Instanz das Urteil kassiert oder nicht. Persönlich halte ich von dem Urteil nichts – es ist einfach zur völlig übertrieben.

Share:  

The conspiracy law and what it means,,de,t.co/TJ72XPvyBW,,en,t.co/YDnFdsaXxx,,en,t.co/033wdQTnMp,,en,inochi,,ja,katamari,,ja,WordPress,,en

May 25th, 2017 | Tagged , , | 3 Comments | 796 reads

Es war abzusehen: Trotz unübersehbarer Proteste seitens der Opposition, aber auch durchaus in der Bevölkerung (inklusive Proteste vor dem Parlament) drückte Ministerpräsident Abe am Dienstag, the 23. More 2017, seine Gesetzesvorlage zum 共謀罪 Kyōbōzai (“Konspirationsstraftatbestand”) durch das Unterhaus. Mit einer bequemen Mehrheit aufgrund der erdrückenden Macht der Regierungskoalition.

Was bedeutet dies nun genau? Hauptsächlich geht es darum (besser gesagt: sollte es eigentlich darum gehen), der Polizei und dem Staatsschutz (“公安” kōan) bereits bei Verdacht auf eine anstehende Straftat weitreichende rechtliche Mittel in die Hand zu legen. Vor allem durch Überwachung der verdächtigen Subjekte. Suspicion is confirmed,,de,the prosecution then can go before the actual fact to work,,de,Mainly are thus prevented terrorist actions and are removed from the organized crime of the ground,,de,these efforts are worldwide under the,,de,ratified by the UN international treaty,,de,United Nations Convention against Transnational Organized Crime,,de,Palermo Convention,,de,primarily this concerned the cross-border fight against human trafficking,,de,but also terrorist,,de,A conspiracy law was, however, does not really need it,,de,in German-speaking countries to get as very well without missing,,de,Japan would like to meet the conditions Palermo,,de,especially in view of the upcoming Olympic Games,,de, kann die Staatsanwaltschaft dann bereits vor der eigentlichen Tat ans Werk gehen. Hauptsächlich sollen damit Terroraktionen verhindert und dem organisierten Verbrechen der Boden entzogen werden. Weltweit sind diese Bemühungen unter dem 2000 von der UNO ratifizierten völkerrechtlichen Vertrag “Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität”, also “Palermo-Konvention” called, controlled – in erster Linie ging es dabei um die grenzüberschreitende Bekämpfung von Menschenhandel, aber auch Terror. Ein Verschwörungsgesetz braucht man dafür jedoch eigentlich nicht – im deutschsprachigen Raum kommt man zum Beispiel auch sehr gut ohne aus.

Japan möchte die Palermo-Bedingungen erfüllen – vor allem mit Blick auf die anstehenden Olympischen Spiele 2020 in Tokyo. As far as, so good. The ambitious in the law framework for the implementation of this law has, however, in itself,,de,Offenses must thanks to the conspiracy law,,de,or better Antikonspirationsgesetzes,,de,in the bud,,de,examined,,de,This includes, for example, the extraction of rare plants from Japanese forests,,de,Smugly asked one opposition politician at too short legislative reading in the House,,de,if you now probably also applies as a terror suspect,,de,if you go mushroom picking in the forest,,de,The government's crystal clear and konochentrockene response,,de,Rightly protesting many bright minds against it,,de,a massive curtailment of civil rights,,de,if the state can listen to massively even in such trifles and observe,,de,But the statement,,de,I go tomorrow in the woods collecting mushrooms,,de: Overall 277 Straftatbestände dürfen dank des Verschwörungsgesetzes (oder besser Antikonspirationsgesetzes?) bereits im Ansatz “untersucht” will. Dazu zählt zum Beispiel die Entnahme seltener Pflanzen aus japanischen Wäldern. Süffisant fragte ein Oppositionspolitiker bei der viel zu kurzen Gesetzeslesung im Unterhaus, ob man jetzt wohl auch als Terrorverdächtiger gilt, wenn man im Wald Pilze sammeln geht. Die glasklare und konochentrockene Antwort der Regierung: And.

Zurecht protestieren zahlreiche helle Köpfe dagegen. It is feared, justifiably, eine massive Beschneidung der Bürgerrechte, wenn der Staat schon bei solchen Lappalien massiv abhören und observieren darf. Allein die Aussage “Ich gehe morgen im Wald Pilze sammeln” might as call the plan and, for example, tap into the Internet and the phone's state security,,de,Critics also complain,,de,that there is already enough legal means,,de,Terrorgefahren,,en,and therefore it should actually go in Japan,,de,to identify in advance and thwart,,de,But the law has now passed the House,,de,and since Abe holds a two-thirds majority in the upper house,,de,it will probably master this final hurdle easily,,de,And certainly before the end of this legislature,,de,So before,,de,This raises in me again the question,,de,It was das Supreme Court saikōsai,,ja,the Supreme Court in Japan actually makes,,de,While the Supreme Court cheerfully conceded in Karlsruhe a law after another,,de,one has the impression,,de. Kritiker monieren zudem, dass es bereits genügend rechtliche Mittel gibt, Terrorgefahren, und darum sollte es ja eigentlich gehen in Japan, im Vorfeld zu erkennen und zu vereiteln.

Doch das Gesetz hat nun das Unterhaus passiert, und da Abe auch im Oberhaus eine Zweidrittelmehrheit hält, wird es wohl auch diese letzte Hürde problemlos meistern. Und das mit Sicherheit vor Ende dieser Legislaturperiode, also vor dem 18. June.

Das wirft in mir wieder mal die Frage auf, was das 最高裁 saikōsai, der Oberste Gerichtshof in Japan eigentlich macht. While the Federal Constitutional Court in Karlsruhe cheerfully conceded a law after another,de, hat man den Eindruck, Abe that can switch to their heart and will prevail,,de,without fear before the Supreme Court,,de,the well has the power in Japan,,de,to stop politicians and their projects,,de,t.co/TJ72XPvyBW,,en – ohne Angst vor dem Obersten Gericht zu haben, das auch in Japan durchaus die Macht hat, Politiker und deren Vorhaben zu stoppen.

Share:  

Schluss mit All-you-can-drink in Japan?

April 17th, 2017 | Tagged , , | 2 Comments | 734 reads

Die Gesetzesvorlage zur Einschränkung des Tabakkonsums liegt bereits vor – hernach soll zum Beispiel in Japan das Rauchen in öffentlichen Räumen, inklusive Gaststätten und Bars, bald gänzlich verboten werden. The rationale: Das macht man weltweit eben so, und da bald die Olympischen Spiele in Tokyo anstehen, it's time, ähnliche Regeln in Japan einzuführen. Wie genau das dann geregelt wird, ist zwar nicht ganz klar, da ja in Japan auch draussen oftmals bereits Rauchverbot besteht, aber dass das Gesetz verabschiedet wird, ist nur noch eine frage der Zeit.

Das Wohlfahrts- und Gesundheitsministerium scheint jedoch bereits einen Schritt weiter zu denken – demnächst soll nämlich nicht nur der nationale Tabak-, sondern auch der Alkoholkonsum gedrosselt werden¹ Eingeschränkte Werbung, höhere Steuern, regulierter Verkauf — die Maßnahmen sind denen der Tabakrichtlinie ähnlich. Angeblich wird da auch zusätzlich über ein Verbot DES japanischen Volkssports nachgedacht: the 飲み放題 nomihōdai (=All You Can Drink). Dieser Volkssport hat in Japan eine lange Tradition, und das ganze ist mehr oder weniger direkt mit der Tatsache verbunden, dass nahezu alle Pendler und Studenten in den Großstädten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren – diese aber je nach Linie zwischen Mitternacht und 1 Uhr nachts komplett den Verkehr einstellen. Die Zeit zum geselligen Beisammensein ist damit zeitlich stark begrenzt, weshalb man auf das altbewährte Mittel der Druckbetankung zurückgreift: Man zahlt also zwischen 1’500 oder 2’000 Yen (about 15 Euro also) – je nach Etablissement mal mehr, mal weniger – und kann dafür 2 Hours (auch das variiert je nach Lokal, but 2 Stunden ist das übliche Maß) lang soviel Alkohol trinken wie man möchte.

Nombee-Daigaku - "die Trinkeruniversität". Typisch Japan...

Nombee-Daigaku – “die Trinkeruniversität”. Typisch Japan…

Dass dieses Angebot die Menschen dazu verleitet, weniger verantwortungsbewusst zu trinken, dürfte klar sein. Unter Studenten ist das besonders extrem, da dort Trinkspiele sehr beliebt sind – und dank “All-you-can-drink” läuft man nicht Gefahr, sein Budget zu sprengen. Für Ausländer ist das meistens gewöhnungsbedürftig – ich konnte mich mit dem nomihōdai noch nie so richtig anfreunden, da es beinahe wie ein Zwang wirkt, trinken zu müssen bis die Zeit rum ist (“der Geiz treibt’s rein”). Von den All-you-can-drink-Zombies in den späteren Zügen mal ganz abgesehen. Hinzu kommt, dass viele Kneipen viel herumtricksen: Da werden die Getränke, selbst Bier, gestreckt bis es nicht mehr geht, und wer kurz vor Ende der Frist noch bestellen möchte, wartet plötzlich vergebens auf Angestellte im eigentlich sehr serviceorientierten Japan.

For sure,de, echtes Bier ist in Japan vergleichsweise teuer. Whisky, Wein sowie vor allem dubiose Mixgetränke, die nur einen Zweck haben – the (Gelegenheits)trinker schnell und billig abzufüllen – sind in Japan billig, a fortiori, wenn man die Preise ins Verhältnis mit anderen Preisen setzt. Japan war schon immer ein Paradies für Raucher und Trinker, doch wie es scheint, neigt sich diese Zeit auch in Japan dem Ende zu. Ob man das gut findet oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Verantwortungsvolleren Alkoholkonsum zu propagieren ist jedoch keine schlechte Idee. Überregulierung hingegen schon. Da dies alles mit den anstehenden Olympischen Spielen begründet wird, werden da sicher auch schon die ersten Japaner die Spiele verfluchen.

¹ See for example here.

Share:  

Airbnb will go ahead in Japan

March 13th, 2017 | Tagged , , , | 2 Comments | 1106 reads

Jetzt völlig legal: Airbnb in Japan

Now, legally: Airbnb in Japan

Today the Japanese parliament has taken an interesting decision: Airbnb is therefore officially legal in Japan. However, not without limitations. On the one hand may Airbnb providers their apartments or houses to a maximum 180 rent days a year. And: We speak the local authorities the right to, to adopt its own restrictions. Whether the local authorities will make use of, remains to be seen.

The latest figures, visited in 2016 believe it or not 24 Million foreigners Japan (a record – and in Tokyo, it is clearly noticeable: it teems with foreign visitors!), and 3,7 Millions of visitors, i.e. 15%, used Airbnb. analysts estimate, that number in 2020 up to 35 could rise million. Here it is not clear, if so, the number of Airbnb users or the number of nights Airbnb is meant (I guess,,de,anatomy,,de, rather the latter).

Previously Airbnb was a somewhat risky business in Japan – not for the customers, but for providers – because it was not clear, whether this would be tolerated for Japan new business model. However, the restrictions are likely some providers embitter the joy. On the other hand there is the official approval at the right time: On the one hand increase the number of visitors for several years continuously. On the other hand in the coming years major events on, such as the Rugby World Cup 2019 and the Olympic Games in Tokyo in 2020.

Personally, I have so far never been used Airbnb. My father, for example, already – on his last tour to Okinawa. If the quality of Japanese hotels in the lower price range anyway so look at, is the proliferation of Airbnb anyway welcome. And necessary: Something is missing, particularly major events, often simply accommodation. Even near the airport Haneda, the yes has more international flights, lacks lodging, which every time is a nuisance, since many flights leave as early or arriving so late, that one is dependent on one night.

Airbnb's Japan side is the way here.

Share:  

The sad (?) End of the Yakuza

January 11th, 2017 | Tagged , | 2 Comments | 851 reads

Vorgestern lief in einem kleinen japanischen Spartensender (東海テレビ Tōkai Terebi) eine interessante Dokumentation über den Kampf der Yakuza mit der japanischen Verfassung. Der japanische Titel lautet “ヤクザと憲法” – Yakuza to Kempō (Yakuza und die Verfassung). Wie ich später herausfand, wurde die Doku von VICE gedreht, und VICE ist bekannt für seine Vorliebe für japanische Yakuza (es gibt dazu dutzende Dokus auf YouTube). Doch diese Dokumentation war etwas anders als die anderen. Hier wurde man nicht in die schillernde Welt der Yakuza mit all ihren Tattoos, Ehrbezeugungen, seltsam anmutenden Ritualen und dergleichen eingeführt, sondern man erlebte auf bedrückende Weise, what it means, dieser Tage ein Mitglied der Yakuza in Japan zu sein.

Before 26 Jahren wurde in Japan ein Gesetz mit dem klangvollen Namen 暴力団員による不当な行為の防止等に関する法律 – “Gesetz zur Vermeidung unerlaubter Handlungen durch Mitglieder von gewalttätigen Banden” erlassen. Hinzu kommen noch einige andere Gesetze und Richtlinien sowie unzählige Initiativen. Immobilienmakler, Banks, Bildungseinrichtungen, Companies – and, selbst Hotels, Restaurants, Bestattungsunternehmen und dergleichen müssen sich seitdem dazu verpflichten, die Kundschaft nach einer möglichen Zugehörigkeit zu einer 指定暴力団 – shitei bōryokudan – als gewalttätig eingestuften Gruppierung (so das Neusprech für Yakuza) zu durchleuchten. So muss man zum Beispiel beim Eröffnen eines Bankkontos oder beim Anmieten von Räumlichkeiten versprechen, dass man eben nicht zu einer solchen Gruppierung zählt. Wer das nicht verspricht, bekommt weder ein Konto, noch eine Wohnung. Stellt sich im Nachhinein jedoch heraus, dass man gelogen hat, wird man wegen Betrugs vor Gericht gestellt.

Filmausschnitt 'Yakuza und die Verfassung' (Quelle: Tokai TV)

Filmausschnitt ‘Yakuza und die Verfassung’ (Those: Tokai TV)

Das ganze geht noch weiter: Yakuza-Kinder bekommen keinen Kindergartenplatz. Bestattungsunternehmer akzeptieren keine Bestattung von Gangmitgliedern. Finanzen kann man nur noch mit Bargeld regeln. Selbst das Wahlrecht wird bekannten Yakuza entzogen. Das jedoch steht im Widerspruch mit Artikel 14 Paragraph 1 of the Japanese Constitution:

Alle Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich, es gibt keine unterschiedliche Behandlung in politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Beziehung aus Gründen der Rasse, des Glaubens, des Geschlechts, der sozialen Stellung oder Herkunft.

So lautet zumindest die Meinung der Yakuza und ihrer Anwälte. Bei einigen Punkten lässt sich sicherlich streiten – das Eröffnen eines Bankkontos zum Beispiel ist meines Wissens nach kein gesetzlich garantiertes Grundrecht. Doch Kindern den Zugang zum Kindergarten zu verwehren ist etwas anderes. Zumal es in Japan nicht damit getan ist, den Yakuza abzuschwören: Es gibt zwar Aussteigerprogramme, aber selbst Jahre nach dem Ausstieg ist es für Bandenmitglieder nahezu unmöglich, einem geregelten Leben nachzugehen.

Der Staat macht so Täter zu Opfer. Den meisten Japanern ist das nur recht: Die Mehrheit möchte die Yakuza verschwinden sehen, denn wie man es auch dreht und wendet – es handelt sich um organisiertes Verbrechen. Allerdings muss es auch Aufgabe des Staates sein, Aussteigern, und die gibt es durchaus, auch eine Chance zu geben. Denn das wird bei dem jungen Mann, den VICE dort begleitete, clearly: Er erklärte, offensichtlich verzweifelt, dass er auf keinen Fall die Yakuza verlassen werde, for the, was ihn außerhalb der Organisation erwartet, ist keinen Deut besser.

Eine deutsche oder englische Version der Doku habe ich leider noch nicht finden können, aber die japanische Version, inklusive Erklärung gibt es here. Wer eine deutsche oder englische Version findet, bitte hier posten!

Share:  

Novum: Erstmals japanischer Twitter-Nutzer wegen Fehlinformation verurteilt

November 28th, 2016 | Tagged , , | Comments Off on Novum: Erstmals japanischer Twitter-Nutzer wegen Fehlinformation verurteilt | 666 reads

It took a full hour, as after the devastating earthquake of Kumamoto at the 14. April 2016 suddenly the phones in the Zoo Kumamoto began to ring. The anxious caller wanted to know all the same: Whether it was true because, that a lion had broken out of the cage and now stroll freely around the city. The zoo keeper could not confirm that and were justifiably puzzled: Where all these calls suddenly came?

The reason for the panic the caller was a single Tweet. This included the picture of a lion, the walking leisurely across the road, and the short message

Gerüchte-Tweet: Angeblich ausgebrochener Löwe in Kumamoto

Rumour Tweet: Allegedly erupted lion in Kumamoto

That can not be true – due to the earthquake is a lion escaped from a nearby zoo. — Kumamoto

In no time, the message spread on Twitter – in a few hours was the message from more than 25’000 shared users and thus read by hundreds of thousands. People, the usual met outside in evacuation centers as in the case of a major earthquake (usually are the parks or schoolyards, Sports facilities, etc.) went for fear of lions quickly back into their half-destroyed houses back – Understandably, there were not a few to do with the fear.

If the image you look at in retrospect, one recognizes immediately, that this can not be received in Japan: The green and the shape of the traffic lights there are so not in Japan, the road markings look different, and then there is also a street name in English on the curb right below. Surely that will also have many recognized, but when you see the photo on a tiny cell phone screen – bibbernd, out in the cold, after a severe earthquake – one pays attention to the details, of course, less.

Polluters seemed very excited and even posted stuff like “So many Retweets – that is fun!” and “Over 20’000 – thank you!”. The next day his Twitter account has been suspended, and the police in Kumamoto started its work. At the 20. July finally a 20-year-old employee in the far distant from Kumamoto Kanagawa Prefecture was arrested. The man had nothing whatsoever to do with Kumamoto and stated, having written the tweet just for fun. The picture with the lion he had found on the internet – it was in April 2016 in South Africa was added and it was a tame lion, the strolled for filming by the road.

The cups joke now occupied by the courts and concluded, it around “Obstruction of authorities working with false information” is – occupied by well 2 Years probation and a fine of about 4’000 Euro. Thus, this is the first case of Hoax dema (short for demagoguery), the Japanese had legal consequences. And that's just as well. Because demagogy has in Japan especially after major natural disasters tradition and cost many Koreans after the earthquake in Tokyo in 1923 the life, was spread as, that living in the capital Koreans would poison the wells. Also after the earthquake in Tohoku 2011 and in Kumamoto 2016 gab es antikoreanische demagoguery, for example in the form of assertion, that Koreans looting WOULD CHOOSE through the streets.

The legal offense of deliberate misinformation is explosive, because there is certainly a gray area, which could be, for example, for journalists dangerous. But generally considered the arrest and conviction is only to be welcomed in this case, because in case of disaster – plus from a safe distance – to put dangerous rumors in the world should not go unpunished.

Share:  

Dual citizenship in Japan — theory and practice

September 15th, 2016 | Tagged | 1 Kommentar | 1711 reads

japanischer Reisepass

Japanese passport

The questioning of citizenship of a politician has indeed economic. Adolf could spend no time, but from America rumors are like “Obama is not born as an American” and the like would be transitional and. From Japan we hear such a thing actually less, because here are almost all Japanese Japanese. Well, fast alle. This week had Renhō Renho, Ex-Minister, now Oberhaus MEP and figurehead of the Democratic Party, admit, that she has dual citizenship¹. Renho, Half-Taiwanese, Half-Japanese, took only 1985 Japanese citizenship, “missed” However, it then, abandon the Taiwanese citizenship. And that is actually banned in Japan: Dual citizenship is not provided in the Japanese legal system. Consequently, children have only one Japanese parent to its 22. choose life, which citizenship they wish to accept.

The unveiling of Renho kicked in gear accordingly a debate. Namely, even suspected by the authorities, that roughly 90% the control of these concerned scissors little attempt and retain dual citizenship. And why not: A balance with respect to its citizens, there is no distinction between the States. And while it does not make sense for some nations, to have two citizenships (For Americans, the yes, no matter, where they work and live, have to pay taxes in the US, as long as they retain the citizenship), it would for many other – for German – very well make sense. Because in addition to the cost of the passport renewal you pay no money to the old home, but a Japanese passport would be quite useful, because one can not get rid of as quickly as opposed to permanent residency. And: One could choose and go and be politically active elsewhere. The only drawback of a Japanese passport would only, that — apparently only in theory — would give up his German passport. A very high inhibition threshold.

It's worth watching, which will lead the discussion. If you try, to close the loopholes in terms of dual citizenship? Or is it dual citizenship does, conditionally, understood, even approve? It will be interesting. The latter would be considered at a right light, the simpler – and also for Japan even more viable solution.

¹ See for example here (English)

Share:  

Taxes in Japan (Attention: Thrilling topic!)

January 29th, 2016 | Tagged , | 6 Comments | 1115 reads

Wichtig: Quellsteuernachweis (Muster)

Important: Quellsteuernachweis (Muster)

Many years ago I had ever heard about the exemplary and easy Tax Returns reported for employees in Japan – follows current events to another, short post. Actual, because just the back YEA nenmatsu chōsei the year-end tax adjustment, held. Currently also, because I recently stumbled across a page, on the one beautifully simple to calculate his taxes (See link below).

As in most other countries, there are direct and indirect taxes – indirect taxes (such as VAT, Tobacco etc.) should we not here further interest. It is about the direct taxes, which can be divided into two types of: The state tax and municipal tax. The state taxes (kokuzei) are usually withdrawn in the form of withholding tax by the company directly from the content. This tax is called Withholding income tax gensen shotokuzei, So source income tax, is charged on a monthly basis, by the company “preserved” and then paid to the State. The control is linked to the amount of salary, and the progressive. For the first 1,95 Million yen per year, you pay 5%, for the amount over to 3,3 Million 10%, about to 6,95% 20% und so weiter – the top tax rate is 40%, but since you have already converted more than all right 10,000 Earn euros per month. Who Dependents fuyō kazoku – “dependent family members” – has, can to his own annual allowance of 380,000 yen again recorded the same amount as allowance – pro Person. Since there are certainly a few extra rules: If the wife (no, no gender-neutral term, because we are talking about Japan) less than ca. 105,000 Earned yen per month, applies also as “dependent”. Until three, there were four years even with these tax breaks, if you had children, but that one has time just deleted, so you now only get tax relief at the municipal tax. From content to before calculating the tax by the way also the contributions for the sick- deducted and pension funds as well as expenses for travel expenses – these are not taxed luckily.

Towards the end of the year will be settled. If you have paid too much tax? Or you have a working life insurance? Or an earthquake insurance? Or even bought a house recently? Possibly new family members, who want to be nourished by the same content? Then there are money back (but not in the final bill Years – see council tax down). For insurance companies, for example, maximum 50,000 Euro pro Jahr, a neugekauftes House 100 to 200,000 Euro pro Jahr (10 For years) und so weiter. As a result of the settlement do you get an extremely important, small note: the Withholding gensen chōshūhyō – Quellsteuer- or. Proof of income. The list should cancel precaution, because some offices or banks require this.

That was the state tax. But then there are the inhabitants- or municipal tax, called Resident tax juminzei, said in metropolitan areas than Ward tax kuminzei and in most other places than Municipal tax shiminzei is known. Actually, this tax is in community- and prefectural tax (Prefectural tax kenminzei) divided, but in many prefectures which is drafted as an amount, so that you do not have to worry about, who gets what. The municipal tax varies from place to place easily, but on average it is around 10 Percent – 4% it will go to the Prefecture. Only here is tax relief noticeable, if you miternährt Gamilienmitglieder: The control can be as up to around 5% sinken (and the family members, so inactive, see above ceiling) pay nothing. Conveniently, you can also calculate this tax online, so you know, was auf einen zukommt. Many larger companies draw the municipal tax equal from the content, but for small businesses it's too complicated, because everything has to be handled by the local tax authorities of employees. In that case, the company reported income to the tax office, and you get a booklet with the spring 5 Payment slips. With a bill can be paid all at once (Unfortunately, there's no discount), the others are each valid for one quarter. The nice thing: With these coupons you can usually even with the konbinis pay for.

There are still a number of other taxes, such as the earthquake reconstruction aid control, but these are, apart from the real estate tax for landowners times, only relevant for tradespeople. Seen in the complexity of the Japanese tax system keeps halfway into frontiers. And that's just as well.

More about taxes in Japan you can, for example, – in German – at JETRO read.

A tax / salary calculator for Japan there here (unfortunately does not work on mobile devices, mind you!).

Share:  

Nächtliches Tête-à-tête mit der Polizei

December 1st, 2015 | Tagged , | 10 Comments | 816 reads

Wie viele Beschwerden habe ich darüber schon gelesen: Die Polizei halte andauernd Ausländer auf Fahrrädern an, um sicherzugehen, dass das Fahrrad nicht gestohlen wurde, was schon fast an Schikane grenze. So richtig konnte ich das bisher noch nicht nachvollziehen, denn in meinen nun fast 20 Jahren Japanerfahrung und ungezählten Kilometern auf verschiedensten Fahrrädern wurde ich bisher noch nie angehalten. Das war mir fast schon unheimlich.

Gegen Mitternacht am Sonnabend passierte es dann doch. Bei Kilometer 63 auf meiner Tagesetappe hielten mich plötzlich zwei Polizisten an der Brücke zwischen Tokyo und Kawasaki auf. “Nanu, brauche ich jetzt für die Einreise in die Präfektur Kanagawa plötzlich ein Visum?” dachte ich erst – denn eigentlich gab es keinen ersichtlichen Grund, mich anzuhalten. Ich hatte Vorder- und Rücklichter, keinen Regenschirm in der Hand und keine Kopfhörer auf. Die letzte rote Ampel, die ich überfahren hatte, sollte auch ausser Sichtweite gewesen sein. Sofort wurde ich von den beiden nach der 防犯登録 (bōhan tōroku), der polizeilichen Registrierung meines Fahrrads, in demand. Die ist in Japan Pflicht. Der Polizist suchte nach dem markanten Aufkleber und fand ihn auch schnell. Nanu, Präfektur Chiba!? Das liegt doch auf der anderen Seite von Tokyo! Sehr verdächtig. I told them, dass ich letztes Jahr von Chiba nach Kanagawa gezogen bin. Woher ich gerade komme, war die nächste Frage. Als ich sage, dass ich gerade aus dem 20 Kilometer entfernten Ikebukuro komme, schauen sie mich noch mal verdutzt an. Dann wird über Funk die Polizei in Chiba kontaktiert. Zwischendurch sagt mir noch der Polizist, dass das ja ein ganz schön teures Fahrrad sei. Well, in einem Land, in the 98% der Menschen mit gerade mal gut 100 Euro teuren Omafahrrädern herumkrepelt, ist ein 600-Euro-Rad natürlich schon auffällig.

After nearly 10 Minutes, jetzt bin ich auch endlich richtig ausgekühlt, antwortet endlich die Polizei in Chiba und bestätigt, dass der Name des “Fahrzeughalters” mit dem von mir angegebenen Namen übereinstimmt. Meine Identität überprüft man interessanterweise nicht, und endlich kann es weiter gehen. Bei Kilometer 66 fahre ich schon wieder an einer anderen Streife vorbei, aber die haben Gottseidank schon einen japanischen Radler an der Angel und lassen mich ziehen, Zwei Mal muss nicht sein.

Those who still do not know – wer in Japan Fahrrad fährt, sollte auf jeden Fall wissen, auf wessen Fahrrad er da sitzt. So es ausgeliehen ist, sollte man eine Telefonnummer des Verleihs (oder des Besitzers) dabei haben, sonst kann es bei Kontrollen etwas länger dauern. 

2013 wurden in Japan rund 300’000 Fahrraddiebstähle gemeldet. In Deutschland waren es in etwa eben so viele (wobei Deutschland nur zwei Drittel der Einwohnerzahl hat). If hot, in Sachen Fahrrad ist Japan gar nicht so sicher, wie man meint. So gesehen sind die gelegentlichen Kontrollen nicht ganz unberechtigt.

Share:  

Japanische Erwachsene werden jünger

June 19th, 2015 | Tagged , , | 6 Comments | 2846 reads

Unter 20 Jahre? Dann bleibt der Hahn trocken!

Unter 20 Years? Dann bleibt der Hahn trocken!

Yesterday, at the 17. June 2015, geschah etwas ziemlich seltenes im japanischen Oberhaus: Eine Gesetzesnovelle wurde einstimmig beschlossen. Es geht um eine Änderung des Wahlgesetzes, which says, dass das Wahlalter von 20 on 18 Jahre gesenkt wird. Somit haben die japanischen Parteien schlagartig 2,4 Millionen neue potentielle Wähler hinzugewonnen. Zwar nicht umgehend, denn traditionell verstreicht erstmal ein volles Jahr, bis die Änderung wirklich umgesetzt wird, but still. Zum letzten Mal wurde das Wahlalter übrigens 1945 herabgesenkt – of 25 on 20 Years.

Im internationalen Vergleich¹ lag Japan mit seinem hohen Wahlalter ziemlich abgeschlagen auf den hinteren Rängen – üblich sind 18 Years. Und es ist nicht verwunderlich, dass nun umgehend eine alte Debatte aufflammt: Ab wann ist man in Japan volljährig? Noch sind es 20 Years, wobei vor ein paar Jahren schon die Grenze für das Jugendstrafrecht gesenkt wurde. Doch Verträge abschliessen, Alkohol kaufen geschweige denn trinken und vieles Weitere ist für unter 20-jährige noch immer tabu. Das Absenken des Wahlalters allerdings ist eine Sache – unter 20-jährige in den Genuss von Alkohol kommen zu lassen eine andere.

Dass das Alter so hoch liegt, ist für Japaner natürlich völlig normal – schliesslich war das quasi schon immer so. Von daher gehört dies auch zu den Fakten über das eigene Land, mit denen man so ziemlich jeden Japaner regelrecht schocken kann: “In Deutschland darf man mit 16 Jahren Bier trinken”² ruft jedes Mal ungläubige Blicke hervor.

¹ Siehe here.
² Siehe Internationaler Vergleich Alkoholersterwerbsalter.

Share:  

« Older entries