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General Election,,de,- no cleaning storm,,de,t.co/1UO8ufQFv4,,en,t.co/i34fO5MURs,,en,no cleaning storm,,de 2017 – kein reinigender Sturm

October 24th, 2017 | Tagged , , | No comment so far | 428 reads

Die japanischen Fernsehsender hatten gestern allerhand zu tun: Einerseits fanden am 23. Oktober die vorgezogenen Unterhauswahlen statt, andererseits fegte ein – ungewöhnlich später und ungewöhnlich großer – Taifun über das Archipel. Leider hatte der Sturm im Bezug auf die Wahlen keinen reinigenden Effekt. Man wählte, welch’ Surprise, konservativ. 465 Sitze wurden im Unterhaus vergeben, und Abe’s Liberaldemokraten kamen auf 284 Seats, also gut 61%. Der Juniorpartner, the Komeito, kam auf 6,2%, und die neue “Partei der Hoffnung” von Tokyos Gouverneurin Koike schaffte es auf 50 Seats, Also key 11%.

Die stärkste, wahre Oppositionspartei (die Partei der Hoffnung kann man einfach nicht als Opposition bezeichnen, dazu liegt sie viel zu sehr auf Regierungslinie) schaffte es gerade mal auf 55 Seats, i.e. 12%. Allerdings wurde diese Partei erst vor rund 2 Wochen gegründet: The 立憲民主党 Konstitutionell-Demokratische Partei (short: 立憲 rikken, englische Abkürzung: CDP) unter dem Vorsitz des integren Edano entstand aus Mitgliedern der Minshintō, den Fortschrittlichen Demokraten, die vorher beschlossen hatten, nicht bei der Wahl anzutreten.

Action im Japanischen TV: Taifun-Nachrichten links und oben; Wahlen in der Mitte und unten

Action im Japanischen TV: Taifun-Nachrichten links und oben; Wahlen in der Mitte und unten

Die Rechnung von Abe ging damit auf. Die Umfragewerte der Regierung gingen im Sommer in den Keller, denn viele Leute hatten genug von Filz und Korruption. Doch Kim Jong-un, der nordkoreanische Führer, veranlasste mit seinem Säbelrasseln viele Japaner, das Altbewährte zu wählen – Abe und seine Liberaldemokraten, die ihrem Volk Schutz vor dem unberechenbaren Pyongyang versprechen. Wahlen waren ja eigentlich erst 2018 due, doch das Timing war gut für die Regierung, und die kurze Frist, die für die Neuwahl angesetzt wurde (about 3 Weeks), ließ ganz offensichtlich der Opposition nicht genug Zeit, sich zu formieren.

Abe kann somit vier weitere Jahre so weitermachen wie bisher – schon jetzt ist er der mit Abstand am längsten amtierende Ministerpräsident im Nachkriegsjapan. Leider hat er nun auch eine bequeme Zweidrittelmehrheit, mit der er nach eigenem Gutdünken die Verfassung ändern kann. Und die schon vor langer Zeit beschlossene Mehrwertsteuererhöhung wird nun wohl auch kommen. In this sense, – im Osten leider nicht viel Neues.

​Das Wahlergebnis als solches bestätigt Abes strategisches Geschick, und davor muss man den Hut ziehen. Aber wenn man all die Skandale und Skandälchen bedenkt (Begünstigung eines ultrarechten Bildungsträgers, Klüngelei beim Bau einer Veterinäruniversität, die keiner so recht braucht, ein Versuch, die Selbstverteidigungsstreitkräfte für Parteipolitik zu missbrauchen usw. usf.), you ask yourself seriously, was noch geschehen muss, um die Leute umzustimmen. Diese Frage kann wahrscheinlich nur Edano, Parteivorsitzender der CDP beantworten – gewinnen er und seine Partei an Beliebtheit, könnte er — sometime — Abe gefährlich werden.

Interessant war das Abschneiden der Kommunistischen Partei Japans: Während die KPJ während der Governeurswahl von Tokyo vor ein paar Monaten erstaunlich viele Wähler anzog, konnte sie bei der Unterhauswahl nicht gerade punkten. Wenn es um Staatspolitik geht, war die Partei den Wählern dann wohl doch zu suspekt.

Tama-Fluss, an dieser Stelle sonst ein Rinnsal, nach dem Taifun

Tama-Fluss, an dieser Stelle sonst ein Rinnsal, nach dem Taifun

As mentioned in, zog zu allem Übel am Wahltag auch noch ein Taifun über das Land. Kurz vor Mitternacht erreichte “LAN” Land – in der Präfektur Shizuoka – von wo er entlang der Berg gen Norden zog und dabei auch Kanagawa und Tokyo querte. Obwohl der Taifun noch relativ kräftig war, hielten sich die Schäden in der Hauptstadtregion in Grenzen, auch wenn es vereinzelt zu Stromausfällen und am Montag zu einem leichten Verkehrschaos kam. Schlimmer erwischte es vorher Fukuoka und die Kansai-Region (Area around Osaka): In einem Ort in der Präfektur Wakayama fielen in den 48 Stunden vor und während des Taifuns rund 880 mm of rain – in Berlin fallen im Vergleich nur rund 600 mm rainfall – pro Jahr, mind you.

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If the people chasing the Prime Minister,,de,t.co/jH6HS0GK4y,,en

October 10th, 2017 | Tagged , , , | 1 Kommentar | 494 reads

Plakat des geplanten Auftritts in Shinyurigaoka

Plakat des geplanten Auftritts in Shinyurigaoka

Das Land steckt mitten im Campaign, und bei diesem Wahlkampf wird natürlich auch seine Majestät MP Abe aktiv und geht auf Tournee. Das erweist sich jedoch als gar nicht so einfach, wie sich spätestens am 5. Oktober erwies. An jenem Tag wollte er eigentlich eine Rede vor dem Bahnhof von 新百合ケ丘 Shin’yurigaoka, einer relativ wohlhabenden Gegend im Westen von Kawasaki, hold. Sin’yurigaoka und Umgebung kenne ich sehr gut — es liegt schließlich keine zwei Kilometer von mir entfernt. Doch dann geschah etwas unerwartetes: Der Auftritt wurde urplötzlich verlegt. Und zwar fünf Bahnhöfe weiter, after 向ヶ丘遊園 Mukōgaoka-Yuen (I also know how my hand,,de,What happened,,de,Already a few weeks ago there was during an appearance by Abe in Akihabara / Tokyo ugly scenes,,de,Supporters of the anti-Abe movement repeatedly shouted things like,,de,Come Back kaere,,ja,Go home,,de,Stop,,ja,yamero,,ja,At some point it was too colorful Abe,,de,He said to his followers,,de,pointing to the troublemakers,,de,We can not lose to these people,,ja,konna hitotachi ni makeru wake ni wa ikanai,,ja,It is not acceptable,,de,because we lose out against the,,de,especially the,,de,konna hitotachi,,ja,scandalized,,de,described it quite well,,de,what about all those Abe,,de,Politicians or not,,de,think,,nl,who disagree with him,,de). Was war geschehen?

Schon vor ein paar Wochen gab es bei einem Auftritt von Abe in Akihabara/Tokyo unschöne Szenen: Anhänger der Anti-Abe-Bewegung riefen immer wieder Sachen wie “帰れ kaere” – “Geh nach Hause” or “やめろ!” yamero – “Stop” between. Irgendwann wurde es Abe zu bunt: Er sagte zu seinen Anhängern, auf die Störenfriede zeigend:

こんな人たちに負けるわけにはいかない – konna hitotachi ni makeru wake ni wa ikanai (Es kann nicht angehen, dass wir gegen die da den Kürzeren ziehen)

Besonders das “konna hitotachi”, approximately “since the”, erregte Anstoß, beschrieb es doch ganz gut, was Abe über all jene, Politiker oder nicht, denkt, die nicht mit ihm übereinstimmen. These popular also in the parliaments heckling,,de,Hooter yaji,,ja,and Abe is known for its snotty answers for a long time,,de,He has almost a Zwischenrufallergie,,de,and which often manifests itself in a brazen arrogance,,de,Of course, Abe's opponents were aware of his scheduled appearance in Shin'yurigaoka,,de,to German way,,,de,New Lilienberg,,de,and blew the attack,,de,especially on Twitter,,de,So much so,,de,that his advisers dissuaded him perform there,,de,and instead dodged by Mukōgaoka-yuen,,de,which caused some confusion in New Lilienberg,,de,And for joy in the anti-Abe-bearing course,,de,we had so prevented his appearance,,de,Today Abes Another program was announced,,de,planned public appearances are in the northeast of the country,,de ヤジ yaji called, und Abe ist seit langem für seine patzigen Antworten bekannt. Er hat quasi eine Zwischenrufallergie, und die äußert sich nicht selten in einer dreisten Arroganz.

Natürlich wussten Abes Gegner von seinem geplanten Auftritt in Shin’yurigaoka (zu deutsch übrigens “Neu-Lilienberg”) und bliesen zur Attacke – vor allem auf Twitter. Das ging soweit, dass seine Berater ihm abrieten dort aufzutreten, und stattdessen nach Mukōgaoka-Yūen auswichen, was für einige Verwirrung in Neu-Lilienberg sorgte. Und für Freude im Anti-Abe-Lager natürlich, hatte man doch so seinen Auftritt verhindert.

Heute wurde Abes weiteres Programm bekanntgegeben – geplant sind öffentliche Auftritte im Nordosten des Landes, but on closer inspection one realizes,,de,that some performances were canceled,,de,This was justified by the North Korean crisis,,de,but it can safely be assessed as an excuse,,de,because in North Korea currently does not change,,de,Nothing in any case,,de,what it would be worth,,de,to disrupt the election campaign,,de,On Twitter there was for Shin'yurigaoka situation obviously much malice,,de, dass einige Auftritte gestrichen wurden. Begründet wurde dies mit der Nordkorea-Krise¹, doch das kann man getrost als Ausrede bewerten, denn in Nordkorea ändert sich momentan nichts. Nichts jedenfalls, was es wert wäre, den Wahlkampf zu unterbrechen.

Auf Twitter gab es für die Shin’yurigaoka-Situation natürlich viel Häme, For example, here:

Aber auch sonst kursieren auf Twitter sehr viele relevante Hashtags – for example:

#安倍アラート (“Abe-Alarm”
#安倍総理を追え (“Jagt Ministerpräsident Abe”)
#国難 (“Landesübel” – ein Wort, das Abe gern benutzt. Seine Gegner bezeichnen ihn deshalb gern als eigentliches Landesübel)
#阿部やめろ (“Abe stop,,de,The chanting was by Abe with the terse remark,,de,We will of which certainly not allow ourselves to be beaten,,de,The choice was also significantly under the sign of,,de,Moritomo-Spendenskandals,,ja,Since it did not help,,de,that the Moritomo boss Kagoike ungefragt,,de,but with the press in the notes and the equivalent of 8,,de,Euro-filled envelope in front of a run by Abe's wife showed up and said loudly Restaurant,,de,I now give back the donation,,de,What a farce,,de,Who the Liberal Democrats in the downward trend seen,,de,is still more likely to optimistic camp,,de,For while Abe might have found an appropriate antagonist in Koike,,de,so the whole remains yet at the local level,,de,At the national level, there is not such a figure,,de”).

¹ See for example here

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Hopeless,,de,Party of Hope,,de,t.co/vlSE9zCPWN,,en: Partei der Hoffnung

October 5th,,en,Permanent link to Hopelessly,,de,fears really like for several weeks,,de,has Prime Minister Abe dissolved the lower house and call new elections scheduled,,de,And very soon,,de,And he seems to be because of his cause to be safe,,de,Due to several corruption,,de,and indeed other scandals are the poll numbers in the cellar,,de,But the opposition is not worth the name and as always too busy with themselves,,de,It will be a tragedy again,,de,Added to this is also so popular in Japan,,de,Apostate form new party and everything will be fine,,de,a political Ringelpiez with touch,,de,The new star in the firmament has so vacuous as stupid name,,de,希望 の 党 when kibo,,mi,founded in,,de,led by Tokyo Governor,,de, 2017 | Tagged | 3 Comments | 844 reads

Wie schon seit mehreren Wochen regelrecht befürchtet, hat Ministerpräsident Abe das Unterhaus aufgelöst und Neuwahlen angesetzt: Und zwar sehr bald, at the 22. October. Und er scheint sich da seiner Sache sicher zu sein. Aufgrund mehrerer Korruptions- und anderer Skandale sind zwar die Umfragewerte im Keller, aber die Opposition ist den Namen nicht wert und wie immer viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Es wird wieder ein Trauerspiel werden.

Hinzu kommt auch noch das in Japan so beliebte “Abtrünnige gründen neue Partei und alles wird gut”-Match – ein politisches Ringelpiez mit Anfassen. Der neue Stern am Firmament hat den so nichtssagenden wie blödsinnigen Namen 希望の党 kibō no tō – Partei der Hoffnung, gegründet am 25. September 2017 unter Führung der Tokyo-Gouverneurin Yuriko Koike Yuriko Koike,,ja,and that is common in this little game,,de,abundant experience,,de,She was in six different parties,,de,She was most recently chairman of Tokyo,,de,Citizens first tomin faasto,,ja,First capital residents,,de,but that was not enough her,,de,because even the name of this party prohibits the nationwide spread of political activities,,de,The birth of this new party was already interesting and speaks for,,de,Koike,,ja,Actually some members wanted a,,de,Association of Japan first Nippon First no kai,,ja,Japan-first movement,,de,even here joins the global trend,,de,establish,,de,to which should also include Koike,,de. Sie hat, und das ist üblich bei diesem Spielchen, reichlich Erfahrung: Sie war bereits in sechs verschiedenen Parteien. Zuletzt war sie Vorsitzende der Tokyoter 都民ファースト tomin faasto – “Hauptstadtbewohner Zuerst”-Party, doch das reichte ihr nicht, denn schon allein der Name dieser Partei verbietet die landesweite Ausbreitung der politischen Aktivitäten.

Die Geburt dieser neuen Partei war schon einmal interessant und spricht für (or. against) Koike: Eigentlich wollten einige Abgeordnete eine “日本ファーストの会 Nippon First no kai” (Japan-Zuerst-Bewegung, man schliesst sich auch hier dem globalen Trend an) gründen, zu der auch Koike gehören sollte, but suddenly they held a press conference and declared,,de,that they will form their own party,,de,It is also interesting,,de,because Abe announced the dissolution of the House, only about an hour later known,,de,you may not believe in chance because,,de,From the outset, some members of the declared,,de,Democratic Progressive Party,,ja,Democratic Progressive Party,,de,a party,,de,which is founded in a similar way as the hope party just last year,,de,interested in the new party,,de,and finally they even announced,,de,not participate in the election in favor of Hope Party,,de,This is however no matter Koike,,de,Today, they made it clear,,de,that not everyone is automatically accepted by the Democratic Progressive Party,,de, dass sie ihre eigene Partei gründen werde. Interessant ist es auch deshalb, weil Abe nur rund eine Stunde später die Auflösung des Unterhauses bekannt gab. An Zufall mag man da nicht glauben.

Von vornherein erklärten sich einige Abgeordnete der 民進党 – “Demokratische Fortschrittspartei”, eine Partei, die sich auf ähnliche Art und Weise wie die Hoffnungspartei erst im vergangenen Jahr gründete, interessiert an der neuen Partei, und schließlich gab man sogar bekannt, zugunsten der Hoffnungspartei nicht an der Wahl teilzunehmen. Das ist Koike allerdings egal: Heute machte sie deutlich, dass nicht jeder von der Demokratischen Fortschrittspartei automatisch willkommen sei.

The policy direction of the new hope party is quite different times,,de,Conservative,,de,with a touch of nationalism,,de,So something like this is quite in Japan,,de,very rarely,,de,Only a few points there are downright sensational views,,de,one is the example of the nuclear phase-out,,de,Otherwise do not put as much hope,,de,but at least one is increasingly clear,,de,Koike blossomed more and more to a true despot,,de,on the one determines will have much joy,,de,to speculate on the outcome of elections is mainly this year particularly difficult,,de,The ruling Liberal Democrats are likely to escape unscathed strong,,de,but the opposition is too fragmented,,de,and in their Wahlverspechen often much too close to the government,,de,to really make a difference,,de,this will,,de: Konservativ, mit einem Hauch von Nationalismus. Also so etwas ist ja in Japan ganz, ganz selten! Nur in wenigen Punkten gibt es geradezu sensationelle Standpunkte – so ist man zum Beispiel für den Atomausstieg. Ansonsten steckt da nicht viel Hoffnung, aber zumindest eines wird immer deutlicher: Koike mausert sich mehr und mehr zu einer wahren Despotin, an der man bestimmt noch viel Freude haben wird.

Über den Wahlausgang zu spekulieren ist vor allem dieses Jahr besonders schwer: Die regierenden Liberaldemokraten werden sehr wahrscheinlich stark Federn lassen, aber die Opposition ist viel zu zersplittert, und in ihren Wahlverspechen oft auch noch viel zu nah dran an der Regierung, um wirklich einen Unterschied machen zu können. Das wird – again – provide a great low turnout,de.

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J-Alert in Aktion. Alles nur Panik?

September 1st, 2017 | Tagged , | 5 Comments | 726 reads

J-Alert auf dem Handy

J-Alert auf dem Handy

At the 29. August, früh am morgen, brummte mein Handy zwei Mal kurz. The reason: Zwei Warnungen, herausgegeben vom sogenannten J-Alert, einem Raketenfrühwarnsystem. “ミサイル通過。ミサイル通過。” – “Rakete fliegt vorbei, Rakete fliegt vorbei”. Wer etwas verdächtiges finde, solle nicht näher herangehen, sondern es bei der Polizei oder Feuerwehr melden. Die andere Meldung besagte, dass sich die Bewohner von Hokkaido, Tohoku, Nord-Kanto und Nord-Chubu – of 12 Präfekturen also – in stabile Gebäude oder Keller in Sicherheit bringen sollen. Morgens, at 6:14.

Grund war eine Mittelsteckenrakete, die von Nordkorea aus Richtung Pazifik abgefeuert wurde – die erste Rakete seit 2009 aus Nordkorea, die dabei Japan überquerte. Später am Tag wurde in den Nachrichten bemängelt, dass sich kaum jemand an die Warnung gehalten und in Sicherheit gebracht hatte. No wonder. For sure,de, man kann die Leute natürlich kirre machen, aber J-Alert schießt hier mit riesigen Kanonen auf winzigste Spatzen: Erstens handelte es sich (sehr wahrscheinlich) um einen Testabschuß – allzu viel TNT oder gar eine Atombombe sollte man also nicht in der Rakete erwarten. Außerdem weiß man aus Erfahrung, daß Nordkorea die Raketen so abfeuert, wie es üblich ist: Very high. In this case (und anderen Fällen vorher) befand sich die Rakete 550 km über Japan. In dieser Höhe sind bereits zahlreiche Satelliten unterwegs, und bei deren Vorbeiflug kann man ja auch nicht jedes Mal eine Warnung herausschicken. Und selbst wenn die Rakete unplanmässig bereits über Japan zu Boden gehen sollte – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, davon getroffen zu werden? Hoch genug, um zig Millionen Menschen kirre zu machen und in Bunker zu schicken? Scarcely.

Ich halte J-Alert deshalb für einen nicht ernstzunehmenden PR-Gag der Regierung, die damit lediglich unterstreichen will, wie gefährlich wir doch leben, und wie notwendig es deshalb ist, dass Japan eine schlagfertige Armee unterhält. Und so könnte man das ganze natürlich als platten Aktionismus und groben Unfug abtun – wären da nicht die Erinnerungen an die alte Heimat: Ein fester Bestandteil des DDR-Alltags waren Sirenentests, und überall hingen Schilder, die erklärten, welche Töne was bedeuten: At 3 Minuten dauernder, on- und abschwellender Sirene weisses Papier an die Fenster kleben, denn es könnte ein Atombombenangriff sein! For sure,de, die Gefahr war damals realer. Von daher sehe ich es nicht ein, dass Kinder in Japan mit so einem Wahnsinn aufwachsen müssen. Was kommt wohl als nächstes? Wehrlager? Heimatschutzbrigaden? J-Alert hin oder her – wenn das die höchste Genauigkeit ist, die man mit dem System erreicht, ist es zu nichts zu gebrauchen und lediglich ein billiges, politisches Instrument.

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Zeit der Rücktritte: Oberdemokratin und Verteidigungsministerin gehen

July 27th, 2017 | Tagged , | 2 Comments | 493 reads

Renhō bei einer Veranstaltung. Photo: Ogiyoshisan

Renhō bei einer Veranstaltung. Photo: Ogiyoshisan

Pünktlich zur Urlaubssaison haben sich zwei ranghohe Frauen dazu entschlossen, zurückzutreten. Eine aus freien Stücken, bei der anderen eher unausweichlich. Zum einen gab heute 村田 蓮舫 Renhō Murata, Chefin der (einst) stärksten Oppositionspartei, the Democrats, ihren Rücktritt bekannt und zog damit die Konsequenzen aus dem desaströsen Abschneiden ihrer Partei bei den Governeurswahlen in Tokyo Anfang Juli, bei der die Kommunisten und noch andere Parteien die Demokraten weit hinter sich liessen. Renhō wird, very unusual, mit ihrem Vornamen genannt. Halb Japanerin, halb Taiwanesin, war sie einst als Model und Nachrichtensprecherin bekannt, bevor sie in die Politik ging. Sie gilt als mitunter recht bissig aber durchaus integer, auch wenn versucht wurde, sie mit ihrer doppelten Staatsbürgerschaft – eigentlich nicht erlaubt in Japan und laut Renhō’s Angaben so eigentlich auch nicht beabsichtigt – aus dem politischen Geschäft zu dringen. Das Problem hat sie nun aber offensichtlich erkannt: Die Regierungspartei kann sich noch so dämlich anstellen — ihre Partei schafft es einfach nicht, daraus Kapital zu schlagen. Es fehlt an Überzeugung, dass ihre Partei eine ernstzunehmende Alternative darstellt (schliesslich hat man ja als Regierungspartei rund um das Jahr 2010 auch so einiges verpfuscht).


Inada bei einer Pressekonferenz. Photo: Jim Mattis

Inada bei einer Pressekonferenz. Photo: Jim Mattis

Abgang Nummer 2 war längst fällig: 稲田 朋美 Tomomi Inada, Anwältin und seit knapp einem Jahr Verteidigungsministerin, is – und zwar gerade rechtzeitig, bevor sie gegangen wird. Sie war es, die sich vor den besagten Governeurswahlen in Tokyo öffentlich präsentierte und “auch im Namen der Selbstverteidigungskräfte” darum bat, die Kandidaten der Liberaldemokraten zu wählen, womit sie die Streitkräfte mal einfach so zur Parteiarmee umwandelte. Spätestens da begann der Stuhl zu wackeln, doch den endgültigen Ausschlag gab letztendlich ein Skandal um dem Parlament vorenthaltene Berichte zu den Aktivitäten der japanischen Selbstverteidigungskräfte bei ihrer humanitären Mission im Südsudan. Als absolute Hardlinerin war ihr Posten im Kabinett eigentlich sicher, liegt sie doch mit Ministerpräsident Abe auf ein und dergleichen Linie, doch die Zustimmungsraten für die Regierung sind dank unzähliger Skandale im Keller – about 30% currently, Tendenz fallend. So gesehen ist der Abgang von Inada möglicherweise nur ein verzweifelter Versuch von Abe, etwas an Popularität zu gewinnen, denn so viel weiß sicherlich auch der Ministerpräsident: Die Regierung hat den Bogen überspannt, die Leute sind des Zirkus überdrüssig.

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Schallende Ohrfeige für Regierungspartei bei Tokyo-Wahl

July 4th, 2017 | Tagged , , | 3 Comments | 690 reads

On Sunday, the 2. July, war es wieder so weit: Die Bewohner von Tokyo waren aufgerufen, ihr Präfekturparlament zu wählen. Turnusgemäß findet die kurz 都議選 togisen genannte Wahl alle 4 years instead, und obwohl “only” eine Kommunalwahl, gilt sie doch als wichtiger Stimmungsmesser, because 1.) geht es hier um nicht weniger als die Hauptstadt, and 2.) sind knapp 11,3 Millionen Menschen wahlberechtigt – das sind etwas mehr als 10% der gesamten wahlberechtigten Bevölkerung.

Der Wahlkampf war in diesem Jahr relativ leise und schmerzlos – trotzdem stieg die Wahlbeteiligung von 43,5 bei den letzten Wahlen im Jahr 2013 on 51,3%. Das bedeutet allerdings, dass die Wahlbeteiligung auf einem relativ niedrigen Niveau bleibt. Das Ergebnis der Gouverneurswahlen ist jedoch sehr interessant:

Party Seats 2017 Seats 2013
Meeting of the citizens first,,ja,Tokyoter zuerst,,ja,New Komeito Komeito,,ja,Tokyo consumer network,,ja,Net,,en,independent,,de,共産党 共産党 Communist Party,,de,民進党 Democratic Party,,de,other,,de,Liberal Democratic Party,,ja,there are for that result mainly two explanations,,de,First, if it were the past and future Governor,,de,Yuriko Koike Yuriko Koike,,ja,The Arabic-speaking sociologist since August,,de,in office,,de,and generally the Tokyo are quite pleased with her,,de,It is regarded as integrity and as someone,,de,can tackle,,de,The smell of felt,,de,decades quasi a must in the upper floors of the city administration,,de,does not depend on her,,de (“Tokyoter zuerst”)-Motion 55 6
公明党 Komeito 23 22
東京・生活者ネットワーク (Net) 1 3
Parteilos 0 9
共産党共産党 Kommunistische Partei 19 17
民進党 Demokratische Partei 5 7
Sonstige 1 5
自民党 23 57

Für dieses Ergebnis gibt es hauptsächlich zwei Erklärungen. Als erstes wäre da die bisherige und künftige Gouverneurin 小池百合子 Yuriko Koike. Die Arabisch sprechende Soziologin ist seit August 2016 im Amt, und im Allgemeinen sind die Tokyoter mit ihr durchaus zufrieden. Sie gilt als integer und als jemand, der anpacken kann. Der Geruch von Filz, jahrzehntelang quasi ein Muss in den oberen Etagen der Stadtverwaltung, hängt ihr nicht an. The choice is a clear invitation to the capital city of Koike,,de,continue,,de,The second reason has indirectly to do with Koike,,de,the fifth,,de,Party change landed the nimble politician in the ruling Liberal Democrats and was, among others, Minister of Defense,,de,Against the wishes of her party, she decided in the summer,,de,to compete in the gubernatorial election of Tokyo,,de,she also became the first woman then,,de,An important point in their manifesto was the,,de,Citizens first Tomin First,,ja,tomin = capital residents,,de,So her accent was more on local politics,,de,With its supporters it formed a Tomin First Group,,de,which finally beginning,,de,gained the status of a political party,,de,Koike also filed a notice of resignation at the party the Liberal Democrats ago,,de, weiterzumachen.

Der zweite Grund hat indirekt auch mit Koike zu tun. Beim fünften (!) Parteiwechsel landete die wendige Politikerin bei den regierenden Liberaldemokraten und wurde unter anderem Verteidigungsministerin. Entgegen dem Willen ihrer Partei beschloss sie im Sommer 2016 after all, bei der Gouverneurswahl von Tokyo anzutreten, die sie als erste Frau dann auch gewann. Ein bedeutender Punkt in ihrem Manifest war das 都民ファースト Tomin First (tomin = Hauptstadtbewohner) – ihr Akzent lag also mehr bei der Lokalpolitik. Mit ihren Unterstützern bildete sie eine Tomin First-Gruppe, die schliesslich Anfang 2017 den Status einer politischen Partei erlangte. Koike reichte auch eine Parteiaustrittserklärung bei den Liberaldemokraten vor, but it was not until today,,de,one day after the election,,de,officially adopted,,de,Liberal Democrats during the election campaign in Tokyo,,de,Sangenjaya,,en,As before, Koike has recognized the signs of the times in time,,de,Thanks to the stunning arrogance of the ruling Liberal Democrats,,de,coupled with unspeakable blunders,,de,sometimes deliberately,,de,sometimes unintentionally,,de,more and more people are fed up by the government,,de,but for lack of alternatives at the country level, the dissatisfaction has not yet been reflected in national elections,,de,Now with tomin first it was but a serious alternative at the municipal level,,de,Said arrogance of the government expressed particularly evident in recent days,,de,Thus, the incumbent Defense Minister Inada announced at a campaign rally in Tokyo,,de, einen Tag nach der Wahl, offiziell angenommen.

Liberaldemokraten beim Wahlkampf in Tokyo (24. Juni, Sangenjaya)

Liberaldemokraten beim Wahlkampf in Tokyo (24. June, Sangenjaya)

Wie schon zuvor hat Koike die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt: Dank der atemberaubenden Arroganz der regierenden Liberaldemokraten, gepaart mit unsäglichen Patzern, teils absichtlich, teils unabsichtlich, haben immer mehr Menschen die Nase voll von der Regierung, doch mangels Alternativen auf Landesebene hat sich die Unzufriedenheit noch nicht bei landesweiten Wahlen niedergeschlagen. Mit tomin first gab es nun jedoch eine ernstzunehmende Alternative auf Kommunalebene.

Besagte Arroganz der Regierung äußerte sich in den vergangenen Tagen besonders deutlich. So verkündete die amtierende Verteidigungsministerin Inada bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tokyo, that they “On behalf of the Defense Ministry and the Self-Defense Forces to support the Liberal Democrat candidate,,de,asks,,de,public,,de,Statement testifies either of incredible effrontery or boundless stupidity,,de,I certainly hope,,de,that the latter is the case,,de,because the collection of the military by individual political forces is a good reason in Japan an absolute taboo,,de,The minister apologized and withdrew the statement,,de,but what remains is a strong aftertaste and a dark premonition,,de,that Abe's plans with the Japanese military might extend further than previously feared,,de,The arrogance expressed today,,de,again supplied by the boss himself,,de,Speaking in Akihabara counter-demonstrators appeared,,de” bittet. This (öffentliche) Aussage zeugt entweder von unglaublicher Unverfrorenheit oder grenzenloser Dummheit. Ich hoffe natürlich, dass letzteres der Fall ist, denn die Vereinnahmung des Militärs durch einzelne politische Kräfte ist aus gutem Grund auch in Japan ein absolutes Tabu. Die Ministerin entschuldigte sich und nahm die Aussage zurück, doch was bleibt ist ein starker Nachgeschmack und eine dunkle Vorahnung, dass Abes Pläne mit dem japanischen Militär womöglich weiter reichen als bisher befürchtet.

Die Arroganz äußerte sich auch heute, mal wieder geliefert vom Chef persönlich: Bei einer Rede in Akihabara tauchten Gegendemonstranten auf, the “Abe stop,,de,The chanting was by Abe with the terse remark,,de,We will of which certainly not allow ourselves to be beaten,,de,The choice was also significantly under the sign of,,de,Moritomo-Spendenskandals,,ja,Since it did not help,,de,that the Moritomo boss Kagoike ungefragt,,de,but with the press in the notes and the equivalent of 8,,de,Euro-filled envelope in front of a run by Abe's wife showed up and said loudly Restaurant,,de,I now give back the donation,,de,What a farce,,de,Who the Liberal Democrats in the downward trend seen,,de,is still more likely to optimistic camp,,de,For while Abe might have found an appropriate antagonist in Koike,,de,so the whole remains yet at the local level,,de,At the national level, there is not such a figure,,de!” called. Der Sprechchor wurde von Abe mit der lapidaren Bemerkung “Wir werden uns von denen erst recht nicht unterkriegen lassen” done with.

Die Wahl stand auch deutlich unter dem Zeichen des Moritomo-Spendenskandals. Da half es auch nichts, dass der Moritomo-Boss Kagoike ungefragt, aber mit Presse im Anhang und einem mit umgerechnet 8’000 Euro gefüllten Briefumschlag vor einem von Abes Ehefrau betriebenen Restaurant aufkreuzte und laut sagte “Ich gebe jetzt die Spende zurück”. Was für ein Schmierentheater!

Wer die Liberaldemokraten im Abwärtstrend sieht, ist trotzdem eher zum optimistischen Lager zu rechnen. Denn während Abe in Koike eine angemessene Gegenspielerin gefunden haben könnte, so verbleibt das ganze doch auf lokaler Ebene. Auf nationaler Ebene gibt es eine solche Figur nicht. You can see that on the election results in Tokyo,,de,The traditionally strongest opposition force,,de,the Democratic Party,,de,is far behind in the lower ranks,,de,even the Communists had more than four times as many votes,,de: Die traditionell stärkste Oppositionskraft, die Demokratische Partei, liegt weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen – selbst die Kommunisten hatten mehr als vier Mal so viele Stimmen.

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The conspiracy law and what it means,,de,t.co/TJ72XPvyBW,,en,t.co/YDnFdsaXxx,,en,t.co/033wdQTnMp,,en,inochi,,ja,katamari,,ja,WordPress,,en

May 25th, 2017 | Tagged , , | 3 Comments | 797 reads

Es war abzusehen: Trotz unübersehbarer Proteste seitens der Opposition, aber auch durchaus in der Bevölkerung (inklusive Proteste vor dem Parlament) drückte Ministerpräsident Abe am Dienstag, the 23. More 2017, seine Gesetzesvorlage zum 共謀罪 Kyōbōzai (“Konspirationsstraftatbestand”) durch das Unterhaus. Mit einer bequemen Mehrheit aufgrund der erdrückenden Macht der Regierungskoalition.

Was bedeutet dies nun genau? Hauptsächlich geht es darum (besser gesagt: sollte es eigentlich darum gehen), der Polizei und dem Staatsschutz (“公安” kōan) bereits bei Verdacht auf eine anstehende Straftat weitreichende rechtliche Mittel in die Hand zu legen. Vor allem durch Überwachung der verdächtigen Subjekte. Suspicion is confirmed,,de,the prosecution then can go before the actual fact to work,,de,Mainly are thus prevented terrorist actions and are removed from the organized crime of the ground,,de,these efforts are worldwide under the,,de,ratified by the UN international treaty,,de,United Nations Convention against Transnational Organized Crime,,de,Palermo Convention,,de,primarily this concerned the cross-border fight against human trafficking,,de,but also terrorist,,de,A conspiracy law was, however, does not really need it,,de,in German-speaking countries to get as very well without missing,,de,Japan would like to meet the conditions Palermo,,de,especially in view of the upcoming Olympic Games,,de, kann die Staatsanwaltschaft dann bereits vor der eigentlichen Tat ans Werk gehen. Hauptsächlich sollen damit Terroraktionen verhindert und dem organisierten Verbrechen der Boden entzogen werden. Weltweit sind diese Bemühungen unter dem 2000 von der UNO ratifizierten völkerrechtlichen Vertrag “Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität”, also “Palermo-Konvention” called, controlled – in erster Linie ging es dabei um die grenzüberschreitende Bekämpfung von Menschenhandel, aber auch Terror. Ein Verschwörungsgesetz braucht man dafür jedoch eigentlich nicht – im deutschsprachigen Raum kommt man zum Beispiel auch sehr gut ohne aus.

Japan möchte die Palermo-Bedingungen erfüllen – vor allem mit Blick auf die anstehenden Olympischen Spiele 2020 in Tokyo. As far as, so good. The ambitious in the law framework for the implementation of this law has, however, in itself,,de,Offenses must thanks to the conspiracy law,,de,or better Antikonspirationsgesetzes,,de,in the bud,,de,examined,,de,This includes, for example, the extraction of rare plants from Japanese forests,,de,Smugly asked one opposition politician at too short legislative reading in the House,,de,if you now probably also applies as a terror suspect,,de,if you go mushroom picking in the forest,,de,The government's crystal clear and konochentrockene response,,de,Rightly protesting many bright minds against it,,de,a massive curtailment of civil rights,,de,if the state can listen to massively even in such trifles and observe,,de,But the statement,,de,I go tomorrow in the woods collecting mushrooms,,de: Overall 277 Straftatbestände dürfen dank des Verschwörungsgesetzes (oder besser Antikonspirationsgesetzes?) bereits im Ansatz “untersucht” will. Dazu zählt zum Beispiel die Entnahme seltener Pflanzen aus japanischen Wäldern. Süffisant fragte ein Oppositionspolitiker bei der viel zu kurzen Gesetzeslesung im Unterhaus, ob man jetzt wohl auch als Terrorverdächtiger gilt, wenn man im Wald Pilze sammeln geht. Die glasklare und konochentrockene Antwort der Regierung: And.

Zurecht protestieren zahlreiche helle Köpfe dagegen. It is feared, justifiably, eine massive Beschneidung der Bürgerrechte, wenn der Staat schon bei solchen Lappalien massiv abhören und observieren darf. Allein die Aussage “Ich gehe morgen im Wald Pilze sammeln” might as call the plan and, for example, tap into the Internet and the phone's state security,,de,Critics also complain,,de,that there is already enough legal means,,de,Terrorgefahren,,en,and therefore it should actually go in Japan,,de,to identify in advance and thwart,,de,But the law has now passed the House,,de,and since Abe holds a two-thirds majority in the upper house,,de,it will probably master this final hurdle easily,,de,And certainly before the end of this legislature,,de,So before,,de,This raises in me again the question,,de,It was das Supreme Court saikōsai,,ja,the Supreme Court in Japan actually makes,,de,While the Supreme Court cheerfully conceded in Karlsruhe a law after another,,de,one has the impression,,de. Kritiker monieren zudem, dass es bereits genügend rechtliche Mittel gibt, Terrorgefahren, und darum sollte es ja eigentlich gehen in Japan, im Vorfeld zu erkennen und zu vereiteln.

Doch das Gesetz hat nun das Unterhaus passiert, und da Abe auch im Oberhaus eine Zweidrittelmehrheit hält, wird es wohl auch diese letzte Hürde problemlos meistern. Und das mit Sicherheit vor Ende dieser Legislaturperiode, also vor dem 18. June.

Das wirft in mir wieder mal die Frage auf, was das 最高裁 saikōsai, der Oberste Gerichtshof in Japan eigentlich macht. While the Federal Constitutional Court in Karlsruhe cheerfully conceded a law after another,de, hat man den Eindruck, Abe that can switch to their heart and will prevail,,de,without fear before the Supreme Court,,de,the well has the power in Japan,,de,to stop politicians and their projects,,de,t.co/TJ72XPvyBW,,en – ohne Angst vor dem Obersten Gericht zu haben, das auch in Japan durchaus die Macht hat, Politiker und deren Vorhaben zu stoppen.

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Zeit der Unsicherheit: North Korea

April 13th, 2017 | Tagged , | 3 Comments | 846 reads

Das ewige Thema Nordkorea gewinnt in den letzten Tagen immer mehr Aufmerksamkeit in den Medien und der japanischen Bevölkerung. Zwar ist man in Japan die vielen Atom- und Raketentests sowie all die anderen Provokationen seit Jahren gewohnt, doch die Lage scheint sich immer mehr zuzuspitzen. Man bekommt allmählich Angst – auf mehreren Ebenen. Die erste Ebene hat man bereits erreicht: Nachdem Donald Trump vor ein paar Tagen verlauten lies, dass er nur zwei Möglichkeiten für Nordkorea sehe – entweder Druck aus der VR China oder eine von den Amerikanern angestossene militärische Lösung, begann die Börse in Tokyo bereits damit, langsam aber sicher eine Talfahrt anzzutreten. Die Anleger sind verunsichert, since you do not know, what comes. Zur seit Jahrzehnten berechenbaren Unberechenbarkeit Nordkoreas kommt nun auch noch die Unberechenbarkeit des wichtigsten militärischen Partners Japans, the United States, in addition. Der halbherzige Angriff der USA mit Marschflugkörpern auf den Shayrat-Militärflughafen in Syrien trug da nicht zur Beruhigung bei. Quite the contrary. Es zeugt eher von der realen Gefahr, dass die USA in die Versuchung geraten, militärisch-chirurgische Operationen in Nordkorea zu planen. In Syrien mag das gehen – Assad und seine Armee sind genügend mit anderen Dingen beschäftigt und haben sehr wahrscheinlich nicht die Mittel, um über die Landesgrenzen hinaus zu reagieren. Nordkorea hingegen hat eine nicht näher bekannte Anzahl von Raketen, darunter auch Interkontinentalraketen, sowie ABC-Waffen, wobei sich die Experten nur über das “A” in ABC einig sind (heute verlautete allerdings Ministerpräsident Abe, dass er befürchte, dass das Land durchaus auch mit Sarin bestückte Raketen im Arsenal haben könnte)¹ – sicher keine völlig abwegige Behauptung.

In Japan hat man eher Angst vor den Raketen – schliesslich hat Nordkorea in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass es in der Lage ist, ballistische Raketen bis nach Japan und weiter zu schicken. Das wurde auch im Weissbuch des japanischen Verteidigungsministeriums anhand der folgenden Graphik anschaulich gemacht²:

Reichweite nordkoreanischer Raketen. Quelle: Weissbuch des japanischen Verteidigungsministeriums 2016

Reichweite nordkoreanischer Raketen. Those: Weissbuch des japanischen Verteidigungsministeriums 2016

Anhand der Grafik kann man erkennen, das gleich mehrere Raketentypen für einen Angriff auf Japan in Frage kämen – selbst die relative einfachen Scud ER-Geschosse könnten in Westjapan und Kyushu Schaden anrichten; die größeren Typen Rodong, Nodong, Taepodong, Musudan und Taepodong 2 könnten überall in Japan einschlagen. At the 17. März diesen Jahres wurde entsprechend auch erstmals in Japan (seit dem zweiten Weltkrieg) a “Katastrophenübung für den Fall eines Raketeneinschlages” in der Präfektur Akita abgehalten³.

Verglichen mit den Gefahren, die Südkorea im Falle einer militärischen Auseinandersetzung drohen, ist die Lage in Japan freilich noch eher harmlos. Es dürfte relativ unwahrscheinlich sein, dass irgendwann mal ein nordkoreanischer Soldat seinen Fuss auf japanisches Territorium setzt. Seoul hingegen liegt nur unweit der nordkoreanischen Grenze und ist selbst mit herkömmlicher Artillerie vom Norden her zu erreichen. Und selbst wenn Nordkorea schnell die Waffen strecken würde: Die Wiedervereinigung Südkoreas und Nordkoreas wird Südkorea ökonomisch komplett aus der Bahn werfen – was nicht ohne Folgen für Japan bleiben würde, da die Handelsbeziehungen sehr eng sind. So gesehen sitzen Südkoreaner, aber auch Japaner gebannt wie das Kaninchen vor der Schlange. Ob die Lage eskaliert oder nicht, kann von beiden letztendlich nicht vollständig kontrolliert werden. Somit bleibt nur die Hoffnung auf… Peace.

¹ See here: “North Korea may have sarin-tipped missiles, Abe says
² Those: Weissbuch des japanischen Verteidigungsministeriums 2016
³ See, among others here: 弾道ミサイル想定、初の避難訓練 秋田・男鹿

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Minister wirft Reporter raus: Imamura’s Wutausbruch

April 6th, 2017 | Tagged , , | 10 Comments | 884 reads

Sperrzone in Fukushima. Kariert: Sperrung Ende März 2017 aufgehoben.

Sperrzone in Fukushima. Kariert: Sperrung Ende März 2017 aufgehoben.¹

At the 4. April kam es bei einer Pressekonferenz des Kabinetts zu einem handfesten Eklat: Masahiro Imamura, Minister für den Wiederaufbau von Katastrophengebieten, legte dort seine Ansicht zu den Fukushima-Flüchtlingen vor. The background: Die Regierung gibt immer mehr Gebiete rund um den verunglückten Atommeiler von Fukushima für die Bewohner frei, doch da gibt es massive Probleme. For sure,de, man hat viel Energie in die Dekontamination der verstrahlten Gegend gesteckt, doch das bedeutet noch lange nicht, dass wirklich jede Ecke vollends dekontaminiert ist. Bewohner, die besagte Zonen nach der Nuklearkatastrophe verlassen mussten, da die Gebiete komplett gesperrt wurden, erhielten finanzielle und andere Unterstützung vom Staat, but by declaring the areas again for habitable,,de,the state can now, of course, withdraw from the responsibility and emphasize the money,,de,The former residents can be there in two large groups divided,,de,and those are usually the older generation,,de,who just want back,,de,and those,,de,which the entire,,de,Although they want to,,de,but the risk appears many but then too big,,de,result since measurements on site,,de,that it radiates but still quite properly at various corners and ends,,de,These residents are called in Japan,,de,Voluntary evacuees jishu hinansha,,ja,voluntary evacuees,,de,and by March they received as rent allowances,,de,There are currently an estimated 77,,de,Fukushima evacuees,,de, kann der Staat sich jetzt natürlich aus der Verantwortung zurückziehen und die Gelder streichen.
Die ehemaligen Bewohner lassen sich da in zwei größere Gruppen einteilen: Those, und das sind meist die älteren Semester, die einfach nur zurück wollen, und diejenigen, denen das ganze (justifiably, mind you) is a bit fishy. Zwar wollen sie zurück, aber das Risiko erscheint vielen dann doch für zu groß, zumal Messungen vor Ort ergeben, dass es an diversen Ecken und Enden doch noch ganz gehörig strahlt. Diese Bewohner werden in Japan als 自主避難者 jishu hinansha – freiwillig Evakuierte designated, und bis zum März erhielten sie zum Beispiel Mietzulagen. Momentan gibt es noch geschätzte 77’000 Fukushima-Evakuierte, and more than half of them will,,de,currently at least,,de,not return,,de,To those very group it was at the press conference on Tuesday,,de,A reporter wanted to know,,de,whether residents,,de,not to return,,de,are now made completely on their own,,de,The flowery answers were not enough to the reporter,,de,he did that,,de,what makes a good reporter,,de,and drilled constantly by,,de,Until sometime Imamura the crystal clear answer came,,de,he think,,de,that said residents should be fully responsible from now on for themselves,,de,Finally, it is indeed their decision,,de,still does not return,,de,However, the resistant reporter met while a nerve,,de,Ultimately, the minister shouted at him,,de,he should shut up and leave the room,,de,the cool response of the reporter,,de,I will not do that,,de – momentan zumindest – nicht zurück¹.

Um eben jene Gruppe ging es bei der Pressekonferenz am Dienstag. Ein Reporter wollte wissen, ob die Bewohner, die nicht zurückkehren wollen, nun komplett auf sich allein gestellt sind. Die blumigen Antworten waren dem Reporter nicht genug – er tat das, was ein guter Reporter macht, und bohrte unentwegt nach. Bis irgendwann von Imamura die glasklare Antwort kam, dass er denke, dass besagte Bewohner von nun an komplett selbst für sich verantwortlich sein sollten. Schließlich sei es ja ihre Entscheidung, noch immer nicht zurückzukehren. Der resistente Reporter traf dabei jedoch einen Nerv: Letztendlich schrie der Minister ihn an, er solle die Klappe halten und den Raum verlassen (die kühle Antwort des Reporters: Das werde ich nicht tun).

Of course, now there have been calls for the dismissal of the Minister,,de,But Abe stands by him,,de,And even offered to Imamura,,de,to apologize to the reporter,,de,if it was necessary,,de,The behavior of the minister to the press or not,,de,the government's strategy,,de,cancel the restricted zones around Fukushima already,,de,to act as if nothing had happened,,de,and urge the residents with financial thumbscrew quasi to return home,,de,is already a strong piece Tobak,,de,official figures of Fukushima Prefecture,,de, aber Abe hält an ihm fest. Und Imamura bot sogar an, sich bei dem Reporter zu entschuldigen, “… falls es nötig sei”.

Das Verhalten des Ministers gegenüber der Presse hin oder her — die Strategie der Regierung, die Sperrzonen rund um Fukushima bereits jetzt aufzuheben, so zu tun als ob nichts gewesen wäre, und die Bewohner mit der finanziellen Daumenschraube quasi zur Heimkehr zu drängen, ist schon ein starkes Stück Tobak.

¹ See for example here (offizielle Zahlen der Präfektur Fukushima)

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The moral of the right edge

March 6th, 2017 | Tagged | 21 Comments | 1206 reads

Das ist eine Sache, I will never understand completely. Neither in Germany, even in Japan. Both countries are known to have groups on the extreme right, and these groups have, depending on the region once more, times less influence on politics. In Japan more more. But what always surprises me, is the contradiction between the (supposed) Values ​​of the right edge, und dem, what the right edge in reality does. But perhaps can lick anybody, perhaps from the right edge?, aufklären.

What I always get to hear from ultranationalists, is the high position we say German or even Japanese virtues. Wikipedia describes the word virtue as follows:

The word virtue (Latin virtus, ancient Greek ἀρετή Arete) is derived from suck; the original basic meaning is the suitability (prowess, excellence) one person. Generally understood as virtue has an excellent property or ethical standards.

so Tüchtig. Outstanding property. model pose. In contrast are the natural enemies of the right edge: Social fringe groups, Foreigner, “ticks” usw. – untugendhaftes Gesindel ook. But then so what: Donations scandals in NPD. The treasurer is burning with the party coffers by. Felt in Trumps Government. Felt at the extreme right in Japan: There just makes scandalous headlines, which clarifies all felt wonderfully. It's about School corporation "Moritomo Gakuen" Moritomo Gakuen (recognized school sponsorship), an association, of Japan in a few ultranationalist kindergartens (!) and operates schools. Moritomo wished recently in Osaka buy land for the construction of a primary school. The land price was 956 prized million yen (about 8 Million €), but the school authorities awarded the contract for 134 Millionen Yen, So a good million euros. A juicy discount so. Pikantes Detail: Akie Abe, Wife of Prime Minister Abe, until recently was honorary director of the school (and so spoke out, that has her almost forced upon this dignity such, that they could not say no). Even Abe themselves are links to Moritomo rumored.

The ordinary Discounted you now justified by contaminated: This will be done on the grounds contaminated, correct them 7 Million euro costs. Due to the protests, which now are from different sides, the Governor of Osaka now announced an investigation and refusing it to its end. After all,de.

The whole turns out, however, more and more as the bottom, and the more will be poking around in it, more turbid and deep it is. Represents the about the virtues, the nationalists are so proud? Run by Moritomo primary school with the sonorous name The kingdom of Mizuho Mizuho-no-kuni has finally following up the cause:

Human resource development of ensuring the national significance of pride and contribution and achievement force of as Japanese

— “The conservation of power, Service and pride as Japanese – Education of the people as the nation's talent” (the saying is so crude, I have serious trouble, to translate it). creativity, Service, Proud… by crooked land transactions, with secret entanglements up to the highest levels in? Which virtues are presented here because – how it all fits together? I just can not figure it me. Even with allerbestem will find it difficult to me, wrest the right edge of even a trace of credibility. But wait: Maybe that is also all lies Press, and actually all quite, quite different!? For sure,de, it must be well. Unlike the whole circus would indeed make no sense. Or?

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