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If the people chasing the Prime Minister,,de,t.co/jH6HS0GK4y,,en

October 10th, 2017 | Tagged , , , | 1 Kommentar | 394 reads

Plakat des geplanten Auftritts in Shinyurigaoka

Plakat des geplanten Auftritts in Shinyurigaoka

Das Land steckt mitten im Campaign, und bei diesem Wahlkampf wird natürlich auch seine Majestät MP Abe aktiv und geht auf Tournee. Das erweist sich jedoch als gar nicht so einfach, wie sich spätestens am 5. Oktober erwies. An jenem Tag wollte er eigentlich eine Rede vor dem Bahnhof von 新百合ケ丘 Shin’yurigaoka, einer relativ wohlhabenden Gegend im Westen von Kawasaki, hold. Sin’yurigaoka und Umgebung kenne ich sehr gut — es liegt schließlich keine zwei Kilometer von mir entfernt. Doch dann geschah etwas unerwartetes: Der Auftritt wurde urplötzlich verlegt. Und zwar fünf Bahnhöfe weiter, after 向ヶ丘遊園 Mukōgaoka-Yuen (I also know how my hand,,de,What happened,,de,Already a few weeks ago there was during an appearance by Abe in Akihabara / Tokyo ugly scenes,,de,Supporters of the anti-Abe movement repeatedly shouted things like,,de,Come Back kaere,,ja,Go home,,de,Stop,,ja,yamero,,ja,At some point it was too colorful Abe,,de,He said to his followers,,de,pointing to the troublemakers,,de,We can not lose to these people,,ja,konna hitotachi ni makeru wake ni wa ikanai,,ja,It is not acceptable,,de,because we lose out against the,,de,especially the,,de,konna hitotachi,,ja,scandalized,,de,described it quite well,,de,what about all those Abe,,de,Politicians or not,,de,think,,nl,who disagree with him,,de). Was war geschehen?

Schon vor ein paar Wochen gab es bei einem Auftritt von Abe in Akihabara/Tokyo unschöne Szenen: Anhänger der Anti-Abe-Bewegung riefen immer wieder Sachen wie “帰れ kaere” – “Geh nach Hause” or “やめろ!” yamero – “Stop” between. Irgendwann wurde es Abe zu bunt: Er sagte zu seinen Anhängern, auf die Störenfriede zeigend:

こんな人たちに負けるわけにはいかない – konna hitotachi ni makeru wake ni wa ikanai (Es kann nicht angehen, dass wir gegen die da den Kürzeren ziehen)

Besonders das “konna hitotachi”, approximately “since the”, erregte Anstoß, beschrieb es doch ganz gut, was Abe über all jene, Politiker oder nicht, denkt, die nicht mit ihm übereinstimmen. These popular also in the parliaments heckling,,de,Hooter yaji,,ja,and Abe is known for its snotty answers for a long time,,de,He has almost a Zwischenrufallergie,,de,and which often manifests itself in a brazen arrogance,,de,Of course, Abe's opponents were aware of his scheduled appearance in Shin'yurigaoka,,de,to German way,,,de,New Lilienberg,,de,and blew the attack,,de,especially on Twitter,,de,So much so,,de,that his advisers dissuaded him perform there,,de,and instead dodged by Mukōgaoka-yuen,,de,which caused some confusion in New Lilienberg,,de,And for joy in the anti-Abe-bearing course,,de,we had so prevented his appearance,,de,Today Abes Another program was announced,,de,planned public appearances are in the northeast of the country,,de ヤジ yaji called, und Abe ist seit langem für seine patzigen Antworten bekannt. Er hat quasi eine Zwischenrufallergie, und die äußert sich nicht selten in einer dreisten Arroganz.

Natürlich wussten Abes Gegner von seinem geplanten Auftritt in Shin’yurigaoka (zu deutsch übrigens “Neu-Lilienberg”) und bliesen zur Attacke – vor allem auf Twitter. Das ging soweit, dass seine Berater ihm abrieten dort aufzutreten, und stattdessen nach Mukōgaoka-Yūen auswichen, was für einige Verwirrung in Neu-Lilienberg sorgte. Und für Freude im Anti-Abe-Lager natürlich, hatte man doch so seinen Auftritt verhindert.

Heute wurde Abes weiteres Programm bekanntgegeben – geplant sind öffentliche Auftritte im Nordosten des Landes, but on closer inspection one realizes,,de,that some performances were canceled,,de,This was justified by the North Korean crisis,,de,but it can safely be assessed as an excuse,,de,because in North Korea currently does not change,,de,Nothing in any case,,de,what it would be worth,,de,to disrupt the election campaign,,de,On Twitter there was for Shin'yurigaoka situation obviously much malice,,de, dass einige Auftritte gestrichen wurden. Begründet wurde dies mit der Nordkorea-Krise¹, doch das kann man getrost als Ausrede bewerten, denn in Nordkorea ändert sich momentan nichts. Nichts jedenfalls, was es wert wäre, den Wahlkampf zu unterbrechen.

Auf Twitter gab es für die Shin’yurigaoka-Situation natürlich viel Häme, For example, here:

Aber auch sonst kursieren auf Twitter sehr viele relevante Hashtags – for example:

#安倍アラート (“Abe-Alarm”
#安倍総理を追え (“Jagt Ministerpräsident Abe”)
#国難 (“Landesübel” – ein Wort, das Abe gern benutzt. Seine Gegner bezeichnen ihn deshalb gern als eigentliches Landesübel)
#阿部やめろ (“Abe stop,,de,The chanting was by Abe with the terse remark,,de,We will of which certainly not allow ourselves to be beaten,,de,The choice was also significantly under the sign of,,de,Moritomo-Spendenskandals,,ja,Since it did not help,,de,that the Moritomo boss Kagoike ungefragt,,de,but with the press in the notes and the equivalent of 8,,de,Euro-filled envelope in front of a run by Abe's wife showed up and said loudly Restaurant,,de,I now give back the donation,,de,What a farce,,de,Who the Liberal Democrats in the downward trend seen,,de,is still more likely to optimistic camp,,de,For while Abe might have found an appropriate antagonist in Koike,,de,so the whole remains yet at the local level,,de,At the national level, there is not such a figure,,de”).

¹ See for example here

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Sayonara 2channel,,ja,Oissu,,fr,t.co/O3Lszm0GZG,,en,t.co/HRo1Y2DA7a,,en. Oissu, 5channel!

October 2nd, 2017 | Tagged , | No comment so far | 450 reads

Da staunten Millionen Japaner gestern und heute nicht schlecht, als sie ihr allseits beliebtes 2channel im Browser aufriefen – und plötzlich zu 5channel umgeleitet wurden! Erklärt wird das ganze mit einer wie üblich putzigen Animation, bei der die 2 durch ein possierliches Tierchen weggekickt wird und eine 5 appears. 2ちゃんねる 2channel hatte ich früher schon einmal vorgestellt, aber dieses japanische Internetphänomen ist trotzdem eine weitere Meldung wert.

Aus 2 mach 5: 2channel benennt sich um

From 2 mach 5: 2channel benennt sich um (auf das Bild klicken um Animation zu sehen)

Gegründet wurde 2channel im Jahr 1999 – als sehr, sehr einfaches BBS (bulletin board system) mit null Layout, gewährleisteter Anonymität und Schmuddelimage, welches unter anderem auch durch das Geschäftsmodell unterstrichen wurde: Das Portal finanzierte sich dadurch, nicht jugendfreie Banner einzublenden, wenn man einen Link nach aussen klickte – erst danach wurde und wird man weitergeleitet. To 1998 existierten andere, beliebte Boards, zum Beispiel tennou.com, aber die verschwanden nach und nach. 2channel profilierte sich schnell als “Speaker’s corner” the Internet. In 2002 zählte man bis zu 3 Millionen Nutzer pro Tag – im weltweiten Internetseitenranking lag 2ch, wie die Seite gern abgekürzt wird, ranked 4. Die Spielregeln waren und sind relativ einfach:

• Jedes Thema (thread) kann maximal 1’000 Beiträge haben oder bis zu 500kb groß sein. Danach fällt das Beil – egal wo die Diskussion steckt.
• Man muss keinen Namen eingeben, und auch keine Email-Adresse: Deshalb gibt es extrem viele Beiträge von “名無しさん nanashi-san” — “Herr/Frau Namenlos”
• Es gibt bzw. were about 1,,de,voluntary Guardian,,de,however, let go through almost anything and let,,de,ch or,,de,is now just 5ch from said reasons, a popular valve,,de,to deflate the Internet,,de,and, accordingly, the tone is rough,,de,especially as it is less sensitive in Japan in terms of political correctness,,de,Every now and then also appear useful information on,,de,but in the end is the most gossip,,de,Gossip and meaningless Aufeinanderrumhacken,,de,The name change was Loki Technology,,de,Inc,,en,a small American company,,de,this took yesterday,,de,What does the company in order,,de,is not clear,,de,But this much is clear,,de,ch is on a descending branch,,de,Young people prefer to use Twitter,,de,Instagram and Co,,de,Users of 5ch are getting older,,de,but that does not necessarily friendly,,de’000 freiwillige Wächter – die allerdings fast alles durchgehen ließen und lassen.

2ch bzw. jetzt eben 5ch ist aus besagten Gründen ein beliebtes Ventil, um im Internet Luft abzulassen, und entsprechend rauh ist der Umgangston – zumal man in Japan in Sachen politischer Korrektheit weniger empfindlich ist. Hin und wieder tauchen auch brauchbare Informationen auf, aber letztendlich ist das meiste Klatsch, Tratsch und sinnloses Aufeinanderrumhacken.

Der Namenswechsel wurde von Loki Technology, Inc, einer kleinen amerikanischen Firma, decided – diese übernahm gestern, at the 1. October 2017, 2channel. Was die Firma damit will, ist nicht ganz klar, aber so viel steht fest: 2ch ist auf einem absteigenden Ast. Junge Leute benutzen lieber Twitter, Facebook, Instagram und Co. Die Benutzer von 5ch werden immer älter — aber deshalb nicht unbedingt freundlicher. As such, it is quite interesting to see,,de,which wants to make Loki so,,de,Currently, the website needs beaten,,de,and which must of course be paid somehow,,de, was Loki damit machen will. Momentan braucht die Webseite geschlagene 60 Server, und die müssen natürlich irgendwie bezahlt werden.

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Tattoos bald nur noch vom Doktor?

September 28th, 2017 | Tagged , | 5 Comments | 669 reads

​Die Entscheidung des Richters in Osaka gestern, at the 27. September, schlug bei einem kompletten Berufszweig ein wie eine Bombe: Der Richter verurteilte einen Tattoostecher, der um das Jahr 2014 herum sein eigenes Tattoostudio betrieb. Dem Urteil zufolge sind “Tattoos als medizinischer Eingriff zu werten, da die Haut des Menschen bewusst mit einer Nadel zerstochen wird und als Ergebnis Infektionen und weitere Komplikationen auftreten können, die so nur von Medizinern ordnungsgemäß vermieden beziehungsweise behandelt werden können. Da die japanische Verfassung das Recht auf körperliche Unversehrtheit festschreibt, verstießen die Handlungen des nicht medizinisch geschulten Tattookünstler gegen geltendes Recht”. So lautete in etwa die Urteilsbegründung. Das Strafmaß wurde auf eine Geldbuße von 150’000 Yen (rund 1’200 Euro) festgesetzt und fiel damit äußerst milde aus. Der Anwalt des Angeklagten kündigte umgehend an, in Revision zu gehen, und beklagte, dass sein Plädoyer quasi vollständig vom Richter ignoriert wurde – in selbigem legte er dar, dass Tattoos unter anderem durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien, und dass das Stechen eines Tattoos wohl kaum als medizinischer Eingriff bewertet werden kann.

Tattoos sind im heutigen Japan, zumindest meiner Beobachtung nach, beliebter als noch vor zwanzig Jahren zum Beispiel. Die Pauschalisierung, dass Tattooträger auf jeden Fall etwas mit den Yakuza zu tun haben müssen, verschwindet immer mehr aus den Köpfen der Menschen. Da allerdings Tattooträger immer noch sanktioniert werden (viele öffentliche Bäder und heiße Quellen zum Beispiel verbieten den Zutritt mit Tattoos), hält sich die Zahl der Tätowierten im Vergleich zu europäischen Ländern zum Beispiel stark in Grenzen. Das schöne an dieser Situation ist, dass man viel weniger abgrundtief schlechte Tattoos in Japan sieht als anderswo. Und die echten Yakuzatattoos sind sogar richtig etwas für’s Auge.

It will be interesting, ob die nächste Instanz das Urteil kassiert oder nicht. Persönlich halte ich von dem Urteil nichts – es ist einfach zur völlig übertrieben.

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Japanese pension now after,,de,Years contributions available,,de,t.co/dKcOmnsXdZ,,en 10 Jahren Beitragszahlungen erhältlich

September 25th, 2017 | Tagged , | 1 Kommentar | 529 reads

Besser gut aufheben: Das japanische Rentenbeitragsbuch

Better pick up good: The Japanese pension contribution Book

Beinahe habe ich es vergessen, aber die Japan Times hat mich zum Glück daran erinnert: At the 1. August 2017 erschien auf der Webseite des 日本年金機構 Japan Pension Service (JPS) eine unscheinbare Mitteilung¹, die schon lange erwartet wurde. Die Nachricht besagt, dass der Mindestzeitraum für Rentenbeitragszahlungen von 25 on 10 Jahre gekürzt wird. Meaning, man musste vorher mindestens 25 Jahre lang in die japanische Rentenkasse eingezahlt haben, um eine japanische Rente beziehen zu können. Who less than 25 Jahre einzahlte (das betraf in erster Linie Ausländer, die vor Ablauf der Zeit zurückgingen), hatte einfach mal Pech. Die einzige Möglichkeit, die es gab, etwas von seinem Geld wiederzusehen, war der Antrag auf Rückzahlung: Somit konnte man maximal 36 Monatsbeiträge zurückerstattet bekommen, but that had or,,de,still must be made within,,de,happen years after emigration,,de,For foreigners this is good news,,de,Years are of course a long time,,de,and who, for example,,,de,lived for years in Japan,,de,hat quasi,,en,Years always paid only into the pension fund,,de,without ever anything besides the,,de,to be able to get annual rates,,de,For some nationalities it is, however, only partially as easy possible to accumulate,,de,because there are certainly also pension agreements between some states,,de,as well as between Germany and Japan,,de,a brochure, there are online,,de,National pension,,de,National Pension kokumin nenkin,,ja,There is, incidentally, since,,de,Since the existence of that pension, pensions have increased by 32 times,,de,however, the contributions to the 110 times,,de,The direction is clear,,de. immer noch muss innerhalb von 2 Jahren nach Wegzug geschehen.

Für Ausländer ist das eine gute Nachricht, because 25 Jahre sind natürlich eine lange Zeit, und wer zum Beispiel “only” 15 Jahre in Japan lebte, hat quasi 13 Jahre lang immer nur in die Rentenkasse eingezahlt, ohne je etwas ausser den 3 Jahressätzen zurückbekommen zu können. Für einige Nationalitäten ist das allerdings nur bedingt so einfach zusammenfassbar, denn es gibt durchaus auch Rentenabkommen zwischen einigen Staaten – so auch zwischen Deutschland und Japan (eine Broschüre dazu gibt es online²).

The Japanese “Volksrente” (国民年金 kokumin nenkin) gibt es übrigens seit 1961. Seit Bestehen dieser Rente sind die Renten um das 32-fache gestiegen – die Beiträge hingegen um das 110-fache. Die Richtung ist deutlich. Anyone who wants to receive the full amount,,de,has to at least,,de,have paid into the pension fund years,,de,And the full amount,,de,Menkin full amount nenkin mangaku,,ja,this year are,,de,yen per year,,de,Yen less per year than,,de,German pension insurance,,de,Working in Germany and Japan,,de,German concerns because the agreement probably less,,de,still very interesting,,de,And yet it is in Germany with the,,de,Years of contributions so similar,,de,which I will never come,,de,unless I work until I,,de, muss dabei mindestens 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Und der volle Betrag (面金満額 nenkin mangaku) sind in diesem Jahr 779,300 yen pro Jahr (or. 65,000 yen, just 500 Euro) pro Monat – 800 Yen weniger pro Jahr als 2016.

¹ See here
² See Deutsche Rentenversicherung: Arbeiten in Deutschland und in Japan (PDF)

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Light on the road,,de,New pages about Kagawa,,de,t.co/t220laVFPb,,en,t.co/XGmQg54Q3X,,en,refreshing,,de | Neue Seiten über Kagawa

September 14th, 2017 | Tagged , , | 4 Comments | 645 reads

Heute gab die japanische Polizei einen Aufruf an die Presse durch, dass Autofahrer doch bitte etwas eher ihr Licht anschalten mögen¹. Grund für den Aufruf war die Erkenntnis, dass ein Sechstel aller Verkehrstoten in der Stunde vor Sonnenuntergang verunglückten – besonders im Herbst. In figures: 2015 kamen in ganz Japan 4’113¹ Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Deutschland waren es im Vergleichszeitraum 3’459 Verkehrstote³. Das ist nicht schlecht, when one considers, dass Japan rund 50% mehr Einwohner hat als Deutschland. Aber es sind dennoch genau 4’113 Tote zu viel. Der Aufruf mit dem Licht ist durchaus berechtigt, und vielleicht löst es ja auch ein anderes Problem: In Japanese cities also plentiful, many drivers are in the middle of the night completely without light go,,de,and of course even more dangerous,,de,The reason lies in the abundant almost everywhere streetlights,,de,many drivers apparently do not notice,,de,that they wear no light,,de,as it is quite bright anyway,,de,from tolerable,,de,my own experience I know,,de,it almost always are women,,de,picking up their men from the station,,de,Real nice disregard of the right of way,,de,run over the curb and the like,,de,A short note still in their own right,,de,I have now finally managed,,de,work up a part of the summer vacation,,de,The result is two brand new sites,,de,one over,,de,Naoshima,,en,and another of the city,,de,Kanonji,,ja, und die sind natürlich noch gefährlicher. Der Grund liegt in der fast überall reichlich vorhandenen Straßenbeleuchtung – viele Fahrer merken offensichtlich nicht, dass sie kein Licht anhaben, da es ohnehin ziemlich hell ist. Aus leidlicher, eigener Erfahrung weiss ich, dass es sich dabei fast immer um Frauen handelt, die ihre Männer vom Bahnhof abholen. So richtig schön mit Vorfahrt missachten, Bordstein überfahren und dergleichen.


Eine kurze Notiz noch in eigener Sache: Ich habe es jetzt endlich geschafft, einen Teil des Sommerurlaubs aufzuarbeiten. Das Ergebnis sind zwei nagelneue Seiten – eine über Naoshima und eine andere über die Stadt Kanonji. To mark the occasion, therefore, there is a photo of a different kind from Kanonji,,de,taken at low tide on the Seto Inland Sea,,de,Watt and sunset in Kanonji,,de – aufgenommen bei Ebbe am Seto-Binnenmeer.

Watt und Sonnenuntergang bei Kanonji, Shikoku

Watt und Sonnenuntergang bei Kanonji, Shikoku

¹ See for example here (Japan Times, English).
²Those: See here.
³Those: See here.

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What are all so afraid you part,,de,t.co/tHvSR9KX9g,,en,t.co/oRkXLswB8p,,en 817: ticks

September 11th, 2017 | Tagged , | 1 Kommentar | 527 reads

Man kann nicht sagen, dass es Japanern an Beschäftigung mangelt. Vor allem wenn es um Ängste geht. Prinzipiell hat man vor 1001 Dingen Angst, und man tut alles, um das Gefürchtete zu vermeiden. Ganz radikal. Zur Zeit gaukeln sich die Medien dabei gegenseitig bei einem Thema hoch: ticks (in Japanese: マダニ Madani). Der Grund ist eine relativ neue, und zur Zeit noch auf Ostasien beschränkte Krankheit, die von den kleinen Blutsaugern übertragen wird: SFTS. Die Abkürzung steht für Severe fever with thrombocytopenia syndrome (starkes Fieber mit Thrombozytopenie – that is, die Blutplättchen werden stark dezimiert). Verursacht wird SFTS durch ein Virus der Bunyaviridae-Familie. Ursprünglich war diese Krankheit nur im ländlichen China zu Hause, aber es gab bereits auch mindestens einen Todesfall in Korea, und im Juli diesen Jahres auch den ersten in Japan: Eine von einer Katze gebissene Frau war infiziert. Die Krankheit hat es in der Tat in sich – die Sterblichkeitsrate liegt laut Wikipedia zwischen 12% and 30%.

Die Lösung ist radikal: Man soll nicht mehr in die Natur gehen. Enough. Natur ist gefährlich. So zumindest kommt es bei der Bevölkerung an, wenn man den Fernsehsendern Glauben schenken soll. Noch gefährlicher sind scheinbar nur Pressekonferenzen: Bei einer solchen zum Thema “Gefahr durch Zecken aufgrund von SFTS usw.”, veranstaltet in der vergangenen Woche von der Präfekturverwaltung der Präfektur Miyazaki brachten die Verantwortlichen zwei Zecken mit: Eine tote und eine lebende. Damit die Presse auch was zu filmen hat, wurde die lebende Zecke auf einem Tisch ausgesetzt, und tat das, was Zecken eben so tun: Sie krabbelte unter den Kameras einfach davon. Der Versuch, die Zecke mit der Pinzette (!) wieder einzufangen, misslang – sie ward nie wieder gesehen. Im Anschluss daran wurde im Raum Insektengift versprüht – und es gab eine offizielle Entschuldigung der Verantwortlichen. On the idea, mit einem einfachen Blatt Papier die Zecke am Fortkrabbeln zu hindern kam scheinbar niemand. Oder man hatte schlicht und ergreifend zu viel Angst.

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The new ex-princess,,de,t.co/Kk95sepVbz,,en

September 4th, 2017 | Tagged | 3 Comments | 721 reads

By Monadaisuki (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

On Sunday, the 3. September, fand eines der größten Medienereignisse dieses Jahres in Japan statt: Die öffentliche Bekanntgabe der Verlobung zwischen 眞子内親王 Mako Naishin’ō (Prinzession Mako) – und 小室圭 Kei Komuro. Both are 25 Years old, und die Verlobung ist eine schon längst beschlossene Sache, aber aufgrund der schweren Regenfälle mit zahlreichen Todesopfern im Juli auf Kyushu wurde die Bekanntgabe bis gestern verschoben. Man hatte letztendlich jedoch etwas Pech, denn die Nachrichten über den neuen Kernwaffentest Nordkoreas wogen auch ziemlich schwer. Aber gerade in solchen Zeiten giert dem Volk nach erfreulichen Nachrichten.

Prinzessin Mako ist die Tochter von 秋篠宮文仁親王 Prinz Fumihito Akishino皇太子徳仁親王 Kronprinz Naruhito, der nächste in der Thronfolge ist. Die geplante Hochzeit von Prinzessin Mako ist nun deshalb etwas Besonderes (obwohl es das auch schon vorher gab), weil sie einen “Gewöhnlichen” heiratet. Damit tritt sie automatisch aus der kaiserlichen Familie aus – sie verliert den Titel “Princess” – und wird wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben mehr oder weniger frei sein, denn das Leben am japanischen Hof ist streng vom 宫内 庁 kunaichō, dem Kaiserlichen Hofamt, sowie der Klatschpresse reglementiert bzw. eingeschränkt. So viel setzt die Prinzessin jedoch auch nicht aufs Spiel, denn aufgrund der rigiden Erbfolgegesetze (die mangels männlicher Thronfolger durchaus kontrovers betrachtet werden) sind weibliche Thronfolger ohnehin gänzlich ausgeschlossen.

Die Pressekonferenz der Beiden gestern wurde in allen Nachrichtensendern genüsslich seziert. Prinzessin Mako verglich ihren Zukünftigen mit der Sonne, er seine Angebetete mit dem Mond. Das Ganze wirkte (und etwas anderes darf man natürlich nicht erwarten) bis auf das allerkleinste Detail abgesprochen und extrem angestrengt. Kennengelernt haben sich beide übrigens an der 国際基督教大学 ICU – the “International Christian University” – einer Eliteuni in Tokyo.

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J-Alert in Aktion. Alles nur Panik?

September 1st, 2017 | Tagged , | 5 Comments | 646 reads

J-Alert auf dem Handy

J-Alert auf dem Handy

At the 29. August, früh am morgen, brummte mein Handy zwei Mal kurz. The reason: Zwei Warnungen, herausgegeben vom sogenannten J-Alert, einem Raketenfrühwarnsystem. “ミサイル通過。ミサイル通過。” – “Rakete fliegt vorbei, Rakete fliegt vorbei”. Wer etwas verdächtiges finde, solle nicht näher herangehen, sondern es bei der Polizei oder Feuerwehr melden. Die andere Meldung besagte, dass sich die Bewohner von Hokkaido, Tohoku, Nord-Kanto und Nord-Chubu – of 12 Präfekturen also – in stabile Gebäude oder Keller in Sicherheit bringen sollen. Morgens, at 6:14.

Grund war eine Mittelsteckenrakete, die von Nordkorea aus Richtung Pazifik abgefeuert wurde – die erste Rakete seit 2009 aus Nordkorea, die dabei Japan überquerte. Später am Tag wurde in den Nachrichten bemängelt, dass sich kaum jemand an die Warnung gehalten und in Sicherheit gebracht hatte. No wonder. For sure,de, man kann die Leute natürlich kirre machen, aber J-Alert schießt hier mit riesigen Kanonen auf winzigste Spatzen: Erstens handelte es sich (sehr wahrscheinlich) um einen Testabschuß – allzu viel TNT oder gar eine Atombombe sollte man also nicht in der Rakete erwarten. Außerdem weiß man aus Erfahrung, daß Nordkorea die Raketen so abfeuert, wie es üblich ist: Very high. In this case (und anderen Fällen vorher) befand sich die Rakete 550 km über Japan. In dieser Höhe sind bereits zahlreiche Satelliten unterwegs, und bei deren Vorbeiflug kann man ja auch nicht jedes Mal eine Warnung herausschicken. Und selbst wenn die Rakete unplanmässig bereits über Japan zu Boden gehen sollte – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, davon getroffen zu werden? Hoch genug, um zig Millionen Menschen kirre zu machen und in Bunker zu schicken? Scarcely.

Ich halte J-Alert deshalb für einen nicht ernstzunehmenden PR-Gag der Regierung, die damit lediglich unterstreichen will, wie gefährlich wir doch leben, und wie notwendig es deshalb ist, dass Japan eine schlagfertige Armee unterhält. Und so könnte man das ganze natürlich als platten Aktionismus und groben Unfug abtun – wären da nicht die Erinnerungen an die alte Heimat: Ein fester Bestandteil des DDR-Alltags waren Sirenentests, und überall hingen Schilder, die erklärten, welche Töne was bedeuten: At 3 Minuten dauernder, on- und abschwellender Sirene weisses Papier an die Fenster kleben, denn es könnte ein Atombombenangriff sein! For sure,de, die Gefahr war damals realer. Von daher sehe ich es nicht ein, dass Kinder in Japan mit so einem Wahnsinn aufwachsen müssen. Was kommt wohl als nächstes? Wehrlager? Heimatschutzbrigaden? J-Alert hin oder her – wenn das die höchste Genauigkeit ist, die man mit dem System erreicht, ist es zu nichts zu gebrauchen und lediglich ein billiges, politisches Instrument.

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​Neuer Besucherrekord: 2,68 Millionen Touristen allein im Juli

August 17th, 2017 | Tagged , | 1 Kommentar | 451 reads

Die japanische Tourismusbehörde gab gestern Zahlen bekannt¹, nach denen allein im Juli diesen Jahres fast 2,7 Millionen Touristen nach Japan kamen. Das ist nicht nur ein Anstieg von 16,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sondern auch einsamer Rekord – jener lag nämlich bisher bei 2,3 Million (im Juli 2016). Der Juli ist auch keine Ausnahme – auch wenn man sich den Zeitraum Januar bis Juli anschaut, beträgt der Anstieg der Besucher rund 17%. Knapp 800’000 Besucher im Juli kamen aus China (ein Anstieg von 6,8%), rund 650’000 aus Südkorea (ein saftiger Anstieg von 44%). Etwas mehr als die Hälfte der Besucher kommt also aus jenen beiden Ländern, aber man vermerkte auch gleichzeitig einen starken Besucheranstieg aus Vietnam, den Philippinen, Malaysia und anderen südostasiatischen Ländern.

Der Juli ist traditionell und aus guten Gründen Saison, aber ein wichtiger Grund fûr den Anstieg sind vor allem die LCC, die Billigfluglinien, die zunehmend auch Japan ansteuern. So wurde vor kurzem erst der Terminal 3 des Flughafens von Narita completed – dieser dient ausschliesslich den LCC (could be sunk as, dass die Fahrt von Narita nach Tokyo bald teurer ist als der Flug nach Japan). Doch es ist bei weitem nicht nur Tokyo: So erfreut sich zum Beispiel Osaka bei chinesischen Touristen steigender Beliebtheit, denn es ist schneller zu erreichen, und da in Kansai mehr Chinesen leben als zum Beispiel in Tokyo, kommt man dort auch mit Chinesisch überall weiter.

Lange Schlange mit chinesischen Touristen vor einer Ramen-Filiale in Osaka

Lange Schlange mit chinesischen Touristen vor einer Ramen-Filiale in Osaka

Überrascht bin ich von den Zahlen nicht. Als ich Anfang August wegen einer Konferenz in Osaka weilte, traf ich einen Geschäftspartner am frühen Abend bei Ebisubashi, dem beliebten Treffpunkt bei der Dotombori. Japanisch war da kaum zu hören – eher Chinesisch. Vor den Ramen- und Okonomiyaki-Restaurants standen sich die Besucher die Beine in den Bauch, so dass ein Essen dort gar nicht in Frage kam. Vor einer Woche schließlich begab ich mich mit meinem Besuch nach Asakusa, dem beliebten Tempelviertel in Tokyo. Dort war ich pflichtgemäß auch bei meinem ersten Japanaufenthalt vor über 20 Years, aber mein letzter Besuch in Asakusa liegt schon über 10 Years back. Damals schon war es relativ voll, aber das war kein Vergleich zu den Menschenmassen, die sich dort heutzutage durch die Nakamise-dori drängen. In einem kleinen Geschäft für Büttenpapier kam ich da mit einer Verkäuferin auf die Massen zu sprechen – sie meinte, dass die Anzahl der Besucher vor circa 4 Jahren schlagartig zugenommen hat. “Na das sollte ja dann wenigstens gut für’s Geschäft sein” merkte ich noch an, aber sie winkte ab: Die meisten kaufen eh nichts. Well, ob das nun stimmt oder nicht, is an open question.

¹ Die offizielle Pressemitteilung befindet sich here, eine englische Zusammenfassung gibt es here.

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Bizarr: Tod durch Massagegerät | Survey: Nützliche Apps für Japan-Besucher

August 2nd, 2017 | Tagged , | 7 Comments | 864 reads

Mäusekino an einem Massagestuhl

Mäusekino an einem Massagestuhl

Das ist doch mal ein richtiges Sommerlochthema: Heute vermeldeten die Nachrichten, dass auf Hokkaido eine 77-jährige Frau durch ein elektrisches Massagegerät ums Leben kam. Das klingt nach einem Darwin-Award-Kandidaten. What happened? Now, die ältere Dame setzte sich mit einem langen Schal um den Hals gewickelt in ihren Sessel und stellte die Füße auf ein kleines, handliches, elektrisches Massagegerät. Dann nahm das Übel seinen Lauf: Der Schal geriet in die rotierende Walze und zog unerbittlich weiter – bis die Dame stranguliert war.

Das ganze wäre in der Tat nur ein Sommerlochfüller, aber an der Stelle möchte ich auch mal daran erinnern, dass Japaner die absoluten Massagefanatiker sind. The term “肩こり” (katakori) – die Schultern bzw. the back are braced,,de,always and everywhere hears,,de,in offices,,de,in pubs,,de,and in advertising,,de,where you offer funny pills,,de,to the problem to master,,de,You get heard more often,,de,that this,,de,tense shoulders problem,,de,something was typical Japanese,,de,the foreigners can not understand,,de,Whether this is really the,,de,More I want me to not miss,,de,because I did years ago in,,de,Already done,,de,The crochet,,de,and travel but something completely different,,de,Occasionally I am asked,,de,what apps I can recommend Japan visitors warmly,,de,Unfortunately I have always with a confident,,de,for I am for at least,,de,Years no more Japan-VISITORS,,de,Of course, apps are as Jorudan or Tenki.jp etc,,de,indispensable,,de,but the times are now all Japanese,,de,Who has tips,,de – hört man immer und überall – in den Büros, in Kneipen – und in der Werbung, wo man lustige Pillen anbietet, um dem Problem Herr zu werden. Man bekommt öfter zu hören, dass dieses “verspannte Schultern-Problem” etwas typisch Japanisches sei, das Ausländer nicht verstehen können. Ob dem wirklich so ist… I do not know. Mehr will ich mich dazu auch nicht auslassen, denn das habe ich vor Jahren in this article schon getan.


Passend zur Sommer- und Reisezeit aber mal etwas ganz anderes: Gelegentlich werde ich gefragt, welche Apps ich Japan-Besuchern wärmstens empfehlen kann. Das muss ich leider immer mit einem selbstbewussten “Um… yeah… i.e.…” answer – denn ich bin seit mindestens 12 Jahren kein Japan-BESUCHER mehr. Natürlich sind Apps wie Jorudan oder Tenki.jp usw. unabkömmlich, aber die sind nun mal alle Japanisch. Wer hat Tipps? Which app is useful,de – and why?

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