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Please note: This is a machine translated version. The original article is in German and can be accessed .

Stimmen der Unvernunft – Deutschland vs. Japan

August 28th, 2017 | Tagged , | 14 Comments | 889 reads

In the last post habe ich wohl eine etwas kühne These aufgestellt: Dass es im öffentlichen Raum, online wie offline, in Japan weniger unvernünftig zugeht als zum Beispiel in Deutschland. Kühn deshalb, weil das alles in allem eine subjektive Meinung ist, die man so nur schwer in Zahlen ausdrücken kann. Kühn auch deshalb, weil es sicherlich davon abhängt, wo genau man in Deutschland (in my case: zumeist Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) is – und wo genau man in Japan ist (meistens im Großraum Tokyo).

Was die reale Welt anbelangt, stehe ich zu meiner Behauptung. Wohin ich in meiner alten Heimat auch schaue – der Wahnsinn springt mich überall an. Auf Tattoos. Auf T-Shirts. Von den oftmals sinnlos vollgesprayten Häuserwänden. Von Ritzungen im Fensterglas der Züge. Und nicht zuletzt von den Unterhaltungen im Zug. All das erlebt man in Japan äußerst selten: Tattoos gibt es von vornherein viel weniger, und bedruckte T-Shirts bestechen in der Regel höchstens durch ihr radeberechendes Ausländisch. Graffiti? Muss man suchen. Unterhaltungen im Zug? Sind eher selten, vor allem im Berufsverkehr. Telefon klingelt im Zug? Embarrassing. Zerkratzte Scheiben? Bisher noch nicht gesehen. Der Unterschied ist so stark, dass das meinen Kindern als allererstes in Deutschland auffiel: Graffiti. Und das laute Unterhalten in öffentlichen Räumen.

Online hingegen sind sich Japan und Deutschland jedoch näher. Vor allem die Rechte macht in den Foren Dampf, aber besorgniserregender ist in Japan der unbewußte Rassismus, der überall durchdringt. Aber auch hier gibt es einen feinen Unterschied, und als Beispiel fallen mir da zunächst die Benutzerkommentare auf Yahoo! Japan, das beliebteste Nachrichtenportal in Japan, und Benutzerkommentare bei der Tagesschau ein. Die Tagesschaukommentare werden dabei etwas stärker moderiert. Was zum Beispiel rechtes Gedankengut anbelangt, nehmen sich beide Portale nicht viel. Doch ein guter Teil der Kommentare auf der Tagesschau bestehen aus Medien-Bashing und grob gesagt ausgewiesener Klugscheißerei. Medienschelte ist dabei natürlich völlig in Ordnung, erst recht bei den Öffentlich-Rechten (die Tagesschau schafft es oftmals nicht einmal, wenigstens die Überschriften korrekturzulesen – das ist unterstes Niveau und muss einfach erwähnt werden) – schließlich werden sie von allen mitfinanziert. No, es ist das sinnlose Herumkloppen auf Artikel, die oftmals ganz offensichtlich noch nicht mal zu Ende gelesen wurden. Eine sinnfreie Herumdeuterei, hin und wieder abgeschlossen mit einem falsch platzierten “but what about”-Totschlagargument. Dieses Pseudo-Intellektuelle Rumgehacke sieht man in Japan weniger in den Medien – und darüber bin ich froh. Kommentare schreiben, einfach um Frust abzulassen – gefühlt zumindest ist das in Japan weniger der Fall.

Rassistisches Gedankengut findet man jedoch auch in Japan im Internet sehr schnell – und da die Exekutive in Sachen rechtsextremes Gedankengut (Keyword Volksverhetzung), vorsichtig ausgedrückt untersensibilisiert ist, sind die Gedanken oftmals krasser formuliert.

Aber wie eingangs erwähnt, ist das alles sehr subjektiv – und sicherlich streitbar.

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People, um die man in Japan einfach nicht herumkommt – today: Matsuko DeLuxe

June 2nd, 2017 | Tagged , | 4 Comments | 656 reads

In einer losen Folge möchte ich an dieser Stelle einmal Personen vorstellen, um die man in Japan einfach nicht drumherum kommt. Weil sie allgegenwärtig sind, etwas Besonderes geleistet haben und/oder meinungsbildend sind.

Heute geht es um マツコ・デラックス Matsuko Deluxe, einem Schriftsteller und Fernsehunterhalter, der seit vielen Jahren als seine eigene Kunstfigur durch die Landschaft tobt. Der 44-jährige Mann taucht nur in weiten Frauenkleidern auf und hat eigenen Angaben zufolge die perfekten Körpermasse: 180/180/180. Begonnen hat Matsuko Deluxe, Year 1972, seine Karriere als Schriftsteller, mit Beiträgen für ein Schwulenmagazin.

An Matsuko muss man sich erstmal gewöhnen. Seine Stimme, seine Erscheinung, seine Körperfülle, sein Lachen, dass durch Mark und Bein dringt. Matsuko sprengt – vollkommen bewusst – alle Geschlechtergrenzen. Er ist nicht Mann, er ist nicht Frau – er ist Matsuko (ein Frauenname). Das ist in Japan, wo gleichgeschlechtliche Liebe zwar bekannt und nicht verboten ist, wohl aber totgeschwiegen wird, eine besondere Leistung, auch wenn Matsuko bei weitem nicht der Erste ist (andere bekannte Personen aus dem Genre sind Haruna und Ikko, um nur zwei zu nennen). The “the” ist dabei gewußt gewählt – er bevorzugt die Anrede mit männlichen Personalpronomen.

Bemerkenswert ist seine Allgegenwar im japanischen Fernsehen. Lediglich am Sonntag hat Matsuko sendefrei, an den anderen Tagen hat er eins, an manchen Tagen auch zwei Programme, die alle am Abend oder in der Nacht laufen. Dafür braucht man sehr, sehr viel Energie, zumal er in allen Programmen mehr oder weniger die Hauptrolle spielt.

Matsuko kann man mögen oder nicht. Manchmal kann ich ihn mir antun, aber jeden Tag wäre zu viel. Persönlich ganz interessant finde ich 夜の巷を徘徊する yoru no chimata o haikai suru (“durch die nächtlichen Gassen ziehen”) – läuft jeden Freitag in der Nacht auf TV Asahi und zeigt Matsuko, wie er mit dem Kamerateam (das auch in die Sendung einbezogen wird) durch diverse Gassen streift und wahllos in Geschäfte reinspaziert. Das kann er gut – er ist äußerst direkt, nicht selten unverschämt, aber meistens auf seine Art erfrischend. Er scheut sich auch nicht vor Konflikten – bleibt aber in seinen Ansichten meistens recht neutral. In Berlin jedenfalls würde man ihn einfach “ein Orijinal” call.

Matsuko Deluxe ist dabei gleichzeitig der lebende Beweis, dass es vollkommen okay ist in Japan, schwul zu sein: Solange man nur schrecklich schrill und extravagant ist.

Hier zur bildlichen Veranschaulichung drei ziemlich amüsante Werbespots mit Matsuko Deluxe:

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Pressefreiheit in Japan

April 27th, 2017 | Tagged , | 1 Kommentar | 561 reads

In letzter Zeit wird viel über die Pressefreiheit beziehungsweise über die Beschneidung selbiger berichtet – unterlegt vom aktuellen Report der Vereinigung “Reporter ohne Grenzen”, die eine prinzipielle Verschlechterung der Lage im diesjährigen Report beklagten¹. Mit besonderer Sorge werden da die Entwicklungen in den USA, Turkey, Ungarn und einigen anderen Ländern gesehen. Doch wo steht da eigentlich Japan?

Now, die gute Nachricht ist, dass Japan auf dem gleichen Platz steht wie im vergangenen Jahr. The bad news: It is the 72. Place. Damit steht Japan ziemlich weit im Mittelfeld – für eine Demokratie, die seit 72 Jahren Bestand hat, eigentlich eher traurig. Burkina Faso, Papua Neuguinea und Haiti können das offensichtlich wesentlich besser. Die Lage wird auch nicht besser – on the contrary. Since 2012 bemüht sich die Regierung unter Abe, die Pressefreiheit zu beschneiden, indem man zum Beispiel ein Gesetz verabschiedete, das Geheimnisverrat mit bis zu 10 Jahren Gefängnis ahnden kann (siehe Beitrag Attack on freedom of speech in Japan in the late) – selbst die UNO protestiert(and) gegen dieses Gesetz – erfolglos. Hinzu kommen Vorfälle wie dieser hier: Sendeunfall bei Asahi: Are assaults of the State to the media?.

Standarte des prestigeträchtigen Foreign Correspondence Club of Japan

Standarte des prestigeträchtigen Foreign Correspondence Club of Japan

Doch nicht nur das: Reporter werden von Regierungsbeamten gegängelt und teilweise unverhohlen verbal angegriffen – so erst geschehen in der letzten Woche bei einem Pressetermin des Wiederaufbauministers Imamura. Well: Imamura ist nun seit vorgestern weg vom Fenster, nachdem er noch einen vom Stapel gelassen hatte: Bei einem offiziellen Empfang verlautete er nämlich, that “…Glück hatte, dass die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe die Tohoku-Region getroffen hatte”. Clear, er meinte damit, dass es auch stärker besiedelte Gegenden hätte treffen können, aber die Betroffenen waren verständlicherweise nicht begeistert von der Aussage ihres Wiederaufbauministers.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr, die Reportern durch die sehr starke und einflussreiche politische Rechte droht. Sofort wird dort auf allen Kanälen von Vaterlandsverrat und Nestbeschmutzung gesprochen und Zeter und Mordio geschrien. Morddrohungen gehören wie selbstverständlich zum Repertoire und gehen den Reportern schnell an die Nieren.

Ein anderes, älteres Problem sind die 記者クラブ Kisha kurabu – the “Reporterclubs”. Ein freier Reporter kann in Japan nicht einfach so in eine Pressekonferenz marschieren – er muss Mitglied im Club sein, und der Club entscheidet auf eigene Faust, wer rein darf und wer nicht. Oder wer fliegt.

Eine Verschlechterung der Pressefreiheit bringt zum Anfang auch immer ein besonders trauriges Phänomen mit sich – nämlich das der Selbstzensur. Und wenn man sich die Nachrichtensendungen in Japan so anschaut, dann sind so ziemlich alle Sender voll bei der Selbstzensur dabei (siehe Artikel zum Niedergang der japanischen Fernsehnachrichten). Nach Besserung sieht es leider nicht aus: Auf jeden Fall nicht unter der jetzigen Regierung.

Well: In 2010 rangierte Japan beim gleichen Index übrigens auf Platz 11².


¹ See here
² See here

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METI’s Patriotenporno

April 3rd, 2017 | Tagged , , | 9 Comments | 685 reads

Since I am recently a bilingual pamphlet with the evocative name “Wonder NIPPON!” stumbled, the already since a year ago by the Japanese Ministry of Economy (METI) was released. The Japanese title is much better: It surprised the world Japan! – “What the world is amazed: Nippon!”. On the following page you will get back to the headline “Did you realize that Japan is getting this much attention?” – “Did you know, that Japan gets in the world so much attention?” confronted. What follows, are some nice photos, and a few pages later listless ragtag graphics, against which gets explains the astonished reader, why Japan is so so unique, that it is quite a lot of attention, certainly at least more attention than other countries, earned. It is all done in the context of the preparations for the Olympic Games in Tokyo 2020.

Wundervolles Japan. Und die Menschen erst!

Wonderful Japan. And people only!

As we learn, among other things, the Japanese (and indeed all!) perceive the nature very different, feel quasi with other senses – presented to “five Japanese keywords, that could impress the world” (“Five Japanese keywords that may impress the world”). Also learn, perceive that Japanese colors differently. And since my favorite subject should not be missed: All four sides of the 64-page brochure is the 4 dedicated Seasons, of which many Japanese still believe, that these are very special. Believe it or not: These four seasons: Spring, Summer, Autumn and winter!

What strangely missing, is the so-vaunted lately “omotenashi” – Japanese hospitality. In an interesting arc strikes this column in the Japan Times doing a bow to an important aspect of Omotenashi – the term Conjecture sontaku. The direct translation is not easy, but it basically means, someone read a wish / to meet, The summit was before ever expressed. Thus was recently in the scandal surrounding the involvement of Prime Minister Abe along with wife in the award of a property well below its value at the ultra-right school operators Moritomo Gakuen (see here) also explains, why the Treasury was the deal to approve the land at all: The Moritomo boss accepted, it around “sontaku” negotiated – those in charge at the Treasury assumed, Abe to do a favor, without the prime minister himself knew about it. Elsewhere it's called felt or corruption, however, in Japan it is a virtue. Sontaku eben. Or anticipatory obedience.

Japan is special, no question. It's just an island nation, the long time spent in voluntary isolation. Japanese people but colors and the like perceive differently than other people, is outrageous nonsense. And whether the tipping over of entire mountains with gray concrete should include the specific nature of understanding of Japanese, may also be discussed. The METI could therefore also likes to paint the other, apply vaunted virtue: Humility kenkyo. modesty. Because Japan has enough without this strange exaggeration to offer. Since I'm less worried about the foreigners, reading this pamphlet – but more to the Japanese, reading this and probably believe everything, what does it say. Denn note: It should even be places outside of Japan, where there are four seasons. It was rumored to be other countries, where hospitality is important. And it should even be countries, where the food tastes. Kaum zu glauben, aber wahr.

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Yomiuri – the giant

December 19th, 2016 | Tagged | 5 Comments | 597 reads

The other day I had a meeting with representatives of the Yomiuri Shimbun Yomiuri Shimbun (shimbun = “new + hear” = newspaper) in their brand new headquarters located on the north end of the Imperial Palace. The newspaper publisher is a giant – for empire includes not only various newspapers and magazines, but also one of the strongest baseball teams in Japan, an amusement park (“Yomiuri Land”), a television station (Nittere Nittele – Yomiuri heard at least by far the biggest block of shares) and much more. Yomiuri is for many years the daily newspaper with the highest circulation worldwide, and by far the, as you can see in the following table (Those: Wikipedia):

daily newspaper Land Edition
2013 2008
Yomiuri Shimbun Japan 9,690,000 10,021,000
Asahi Shimbun Japan 7,450,000 8,038,000
Mainichi Shimbun Japan 3,322,000 3,857,000
The Times of India India 3,322,000 2,951,000
Dainik Jagran India 3,113,000 2,523,000
Reference News China 3,073,000 2,751,000
The Nikkei Japan 2,769,000 3,056,000
Bild Germany 2,658,000 3,142,000
People’s Daily China 2,603,000 2,315,000
Chunichi Shimbun Japan 2,533,000 2,761,000

Die beiden auflagenstärksten Tageszeitungen kommen also aus Japan, aber die Zahlen zeigen deutlich, dass es in Japan mit den Auflagen deutlich bergab geht, während es – nicht überraschend – in Indien (und vorerst auch noch in China) stark bergauf geht. Die Zeitungsverlage von Yomiuri, Asahi und Nikkei stehen übrigens dicht an dicht beieinander, was aber in Tokyo, wo sich Gewerbezweige auch heute noch gern im gleichen Stadtviertel tümmeln, durchaus üblich ist.

Von der Kantine des Hauptquartiers hat man einen bemerkenswerten Blick auf den Kaiserpalast und den Rest der Gegend südlich des Palastes.

Westteil des Kaiserpalastes, dahinter: Shinjuku

Westteil des Kaiserpalastes, behind it: Shinjuku

Bei der Gelegenheit durfte ich mir auch noch den enormen newsroom der Yomiuri ansehen (in dem Fotografieren allerdings strikt verboten ist). Im selbigen, bestückt mit einem riesigen Konferenztisch, dutzenden Bildschirmen und Uhren an den Wänden, tobt jeden Abend eine regelrechte Schlacht, when it comes, was am nächsten Tag auf das Titelblatt soll. Bei knapp 10 Millionen Lesern sollte das in der Tat gut überlegt sein. At 1 Uhr abends muss dann alles entschieden sein – danach kann nichts mehr geändert werden. Für die Redakteure ist das sicher keine leichte Sache, denn die meisten müssen natürlich bis zum Schluss dableiben.

Redaktion der Japan News

Redaktion der Japan News

Die konservativ ausgelegte Yomiuri Shimbun verlegt auch gleichzeitig eine der beiden übriggebliebenen Tageszeitungen auf Englisch in Japan: Die hieß früher “Daily Yomiuri”, heute heißt sie schlicht “The Japan News” (the other, übriggebliebene Zeitung ist die “The Japan Times“). Übriggeblieben deshalb, weil es bis vor ca. 10 Jahren noch mehr gab.

Die beiden englischen Tageszeitungen in Japan sind vor allem auf japanische Leser angewiesen — die paar Ausländer reichen nicht aus, um eine anständige Tageszeitung zu betreiben. Zumal sie mit den üblichen Problemen von Tageszeitungen in den meisten Ländern zu kämpfen haben: Die Werbekundschaft bricht weg, und die Leserschaft wird immer digitaler, so dass auch die großen japanischen Zeitungen begonnen haben, ihre Ausgaben zu digitalisieren – kostenpflichtig natürlich.

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Novum: Erstmals japanischer Twitter-Nutzer wegen Fehlinformation verurteilt

November 28th, 2016 | Tagged , , | Comments Off on Novum: Erstmals japanischer Twitter-Nutzer wegen Fehlinformation verurteilt | 646 reads

It took a full hour, as after the devastating earthquake of Kumamoto at the 14. April 2016 suddenly the phones in the Zoo Kumamoto began to ring. The anxious caller wanted to know all the same: Whether it was true because, that a lion had broken out of the cage and now stroll freely around the city. The zoo keeper could not confirm that and were justifiably puzzled: Where all these calls suddenly came?

The reason for the panic the caller was a single Tweet. This included the picture of a lion, the walking leisurely across the road, and the short message

Gerüchte-Tweet: Angeblich ausgebrochener Löwe in Kumamoto

Rumour Tweet: Allegedly erupted lion in Kumamoto

That can not be true – due to the earthquake is a lion escaped from a nearby zoo. — Kumamoto

In no time, the message spread on Twitter – in a few hours was the message from more than 25’000 shared users and thus read by hundreds of thousands. People, the usual met outside in evacuation centers as in the case of a major earthquake (usually are the parks or schoolyards, Sports facilities, etc.) went for fear of lions quickly back into their half-destroyed houses back – Understandably, there were not a few to do with the fear.

If the image you look at in retrospect, one recognizes immediately, that this can not be received in Japan: The green and the shape of the traffic lights there are so not in Japan, the road markings look different, and then there is also a street name in English on the curb right below. Surely that will also have many recognized, but when you see the photo on a tiny cell phone screen – bibbernd, out in the cold, after a severe earthquake – one pays attention to the details, of course, less.

Polluters seemed very excited and even posted stuff like “So many Retweets – that is fun!” and “Over 20’000 – thank you!”. The next day his Twitter account has been suspended, and the police in Kumamoto started its work. At the 20. July finally a 20-year-old employee in the far distant from Kumamoto Kanagawa Prefecture was arrested. The man had nothing whatsoever to do with Kumamoto and stated, having written the tweet just for fun. The picture with the lion he had found on the internet – it was in April 2016 in South Africa was added and it was a tame lion, the strolled for filming by the road.

The cups joke now occupied by the courts and concluded, it around “Obstruction of authorities working with false information” is – occupied by well 2 Years probation and a fine of about 4’000 Euro. Thus, this is the first case of Hoax dema (short for demagoguery), the Japanese had legal consequences. And that's just as well. Because demagogy has in Japan especially after major natural disasters tradition and cost many Koreans after the earthquake in Tokyo in 1923 the life, was spread as, that living in the capital Koreans would poison the wells. Also after the earthquake in Tohoku 2011 and in Kumamoto 2016 gab es antikoreanische demagoguery, for example in the form of assertion, that Koreans looting WOULD CHOOSE through the streets.

The legal offense of deliberate misinformation is explosive, because there is certainly a gray area, which could be, for example, for journalists dangerous. But generally considered the arrest and conviction is only to be welcomed in this case, because in case of disaster – plus from a safe distance – to put dangerous rumors in the world should not go unpunished.

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Phänomen Pikotaro

October 20th, 2016 | Tagged , | 2 Comments | 1935 reads

For a few weeks already one hears about Japan name Pico Taro Piko Tarō (PIKOTARO) and his idiosyncratic song, that is so complicated, that it is now simply abbreviates only PPAP. This represents Pen Pineapple Apple Pen, or to put it correctly on or Japlish. Engrish saying, Pen pie Nappo over Appoooh pen (Penpainappoappopen). And that is actually already the whole text reveal. This just 1:09 long piece, mind his first work, it has the comedian in the present state not only on 57 brought million views of his YouTube videos – but now also in the Top 100 the American Billboard Charts. As a newcomer, he was ranked 77, and making it the first Japanese since 26 Years, of it in the American Top 100 has achieved. As well as the 7. Japanese ever. Not bad for a 54-year-old entertainer, the hitherto hardly knew.

shows the success of the small piece, as random and idiosyncratic can be success. The first, were aware of Pikotaro, were very likely Japanese high school students – the famous Female college students joshi kōkōsei act not infrequently as a trendsetter. And in this case, which is also not without forth: The stresses Japanese pronunciation of the four English words, and the choice of words inevitably recalls the often absurd teaching English at Japanese schools, which often stubborn on the timpani abstruse grammatical constructs, blunt vocabulary learning and the common repetition so important phrases like “This is a pen” and “This is an apple” limited – in often radebrechender pronunciation part of the teacher himself. The song is simply a parody of the English language education in Japan. And as such, the Opus a small masterpiece, not least because of its simplicity.

Well: Learn Japanese you can with Pikotaro now. At least three vocabulary. When, however, he botched the pronunciation gorgeous:

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Pokémon Go anywhere – not only in Japan. What's going on there?

July 19th, 2016 | Tagged , | 7 Comments | 1073 reads

App Store Japan: Lauter Pokemon Go-Guides aber kein Pokemon Go

App Store Japan: Lauter Pokemon Go-Guides aber kein Pokemon Go

Nintendo seems to have met with his Pokemon app again a special nerve. If we can give the television reports faith, the game is an absolute hit – anyway there, where it is to have. And Japan is not funny enough to. And not only that – a date for the release is not even laid. is rumored to be ready in July, But as accurately one knows the apparently not yet.

Why the delay? After all, this is but Pokemons homeland! Now, for a suspected, that Nintendo still under investigation, whether the game could possibly be regulated by the authorities. News of verunfallten Pokemon Go players abroad are also heard in Japan with great interest, and the idea, that authority shall prohibit the game, is not far-fetched: Safety first – anzen daiichi (safety first) is a Japanese always and everywhere repeated mantra. Whether but really what has changed with release of the game for the worse, may be doubted: Is already going on estimated half of all Japanese directed with Chocks on the Mini apparatus through the area. The other half is trying, avoid those half, and that is not always easy in the center of Tokyo.

Other rumors say, that the patent has not yet been recognized or that the server architecture is not yet. Since the fans have to be patient so willy-nilly. However, as already, also thanks to the News, a huge hype about the game not available there, , the publication in Japan ungehend break all records.

At the same time in China (there is not yet available the game) voices, warn of the game¹ – the whole is probably a by Japanese and Americans jointly developed a Trojan horse, can with the Google and whoever the Google data mitliest sent people manipulate, that they are unknowingly to scouts. That sounds like a healthy dose of paranoia, but looking at right light do not have to think twice, to the potential to recognize abuse. And game or not – The idea, my phone, two software giants and order me unknown algorithms me, where to go next, I do not exactly uneasy. But apart from that the idea as such is simply groundbreaking.

¹ See for example here

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Rap in Japan. Und es gibt sie doch: Politische Texte

November 3rd, 2015 | Tagged , | 1 Kommentar | 723 reads

Was mich an, as they say, “zeitgenössischer” Musik in Japan schon jeher stört, ist die Seichtigkeit. In der Regel sind die Texte so seicht, wie es nur geht – if at all, denn meistens hat man es nur mit einem sinnfreien Kauderwelsch aus Japanisch und Englisch zu tun. Aber das ist der Mainstream und wäre letztendlich so, als ob man die deutsche Musikszene an den üblichen Schlagerbarden misst. Oder an Helene Fischer, würde ich jetzt gern schreiben – leider habe ich noch nie etwas von ihr gehört, sondern nur einiges über sie gelesen, weshalb ich da mal lieber nicht vergleiche.

Heute wurde ich gleich auf zwei Ausnahmen aufmerksam – beides Rapper, die sehr wohl ziemlich politisch werden in ihren Texten. Der eine sagt mir dabei auch textlich zu, der andere eher weniger. Zum einen wäre da KEN THE 390, hier mit ZORN,NORIKIYO und dem Lied “Make Some Noise”:

In dem Stück geht es letztendlich darum, dass das Volk letztendlich nur veräppelt wird (unter anderem wird die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke kritisiert) und das es doch langsam mal an der Zeit sei, die Stimme zu erheben. Nicht schlecht gemacht und professionell produziert.

Ein anderer ist show-k, eigenen Angaben nach ein 愛国ラッパー – also ein patriotischer Rapper. Und was patriotisch in Japan bedeutet, wissen wir ja. So heisst es dann auch in diesem Stück, dass sich gegen das Freihandelsabkommen der Pazifikanrainerstaaten, TPP, wendet: “selbst in Deinem heißgeliebten Korea”. Die Musik ist nicht schlecht, die Sprache gut – aber mir ist der Bursche dann doch etwas zu national. show-k & LB: TPP Swag:

Dabei fällt mir, dem Gelegenheits-Rap-Goutierer, a, dass ich früher einmal der festen Überzeugung war, dass es Sprachen gibt, die sich für Rap eignen, und solche, die sich nicht eignen. Das hat sich geändert. Mit dem richtigen DJ, der richtigen Technik und passenden Reimen ist wahrscheinlich jede Sprache gleich gut geeignet.

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“Send accident” Asahi: Are assaults of the State to the media?

April 1st, 2015 | Tagged , , | 6 Comments | 3281 reads

Koga mit selbst gemachtem Schild. Photo mit freundlicher Genehmigung von Ryusaku Tanaka

Koga with homemade sign. Photo courtesy of Ryusaku Tanaka (Blogos.com)

The, was da am 27. March in the newscast News station Hōdō Station on TV Asahi, one of the major commercial broadcaster in Japan, live happened on the show, was already ripe script: Since at once roamed the master commentator He Maoming ancient Shigeaki Koga from off topic. Actually, it was about the situation in the Middle East, but suddenly Koga noted, that this is his last appeared as a sidekick of the moderator Museum of Ancient Iraq knows Lang Ichirō Furutachi will be. The rationale: He had been ousted from the transmitter and Furutachi's production company. He had previously verbal beating from Kantei, Japanese stickler for Chancellery, based, but thanks to the support of many people persevered this far.

Furutachi was visibly surprised, but immediately jumped into the discussion and said, “But that's not true yet so. And I told you, I, as an opportunity arises, again would like to work with you”. Koga replied: “But you said it yourself, that you're sorry, that they do not mind (meant is his deposition) could do. I recorded all … and if need be, I will publish the”, whereupon Furutachi well with the release of “all” drohte¹.

Koga commented on the political situation in the show every Friday, and he knew, what he was talking – he was himself a former public officials in the Ministry of Economy. Now Asahi and the newscast this is known, not particularly excited to be policy of Abe's, but Koga was there much undiplomatic and a critic of the Lord. When it came to Abe's decision, indirectly to support the fight against the Islamic State, He even kept a style of “I'm Charlie” be translated plate with the inscription “I am not Abe” in the camera.

At the 30. March was followed by the disclaimer from the Registry: We have no influence whatsoever on the transmitter, it was all a lie. That the Japanese rights drags course relish about the incident, is not surprising, because you have zeroed in many years ago on the left-liberal Asahi.

Koga warned some time ago, that it bräuchte² three steps to the loss of freedom of the press:

  1. The government suppresses media coverage
  2. Media practice then restraint from
  3. Autocrats win the elections due to lack of information

It warned Koga, that Japan is already in the middle of the second stage.

So what drove to Koga, to break all taboos and “on air” to let his frustrations run wild? Is it paranoid? Or is he one of the last voice crying in the wilderness? Should we believe him? Should we believe the government? Is he a hero or a spinner? By nature, I tend to the former. Because the government is capable of anything – especially since the Law for the protection of classified information was adopted, To give just one example. It will be interesting in any case, to pursue the career Koga.

One note, I would have: One searches for a video recording of the said scene, you have to dig very deep: It dive thousand videos on, but most are edited and simply baiting. It's a bit like “1984”: You try to make what happened undone by any means – as if it had never existed the incident. Instead one finds only distorted Splitter.


¹ The exact wording can be found here (Japanese): Huffingtonpost.jp: Furudate Ichiro Mr., Arguing news station and Shigeaki Mr. Koga to program step down (full text) (29. March 2015)
² Asahi Shimbun: Abe critic claims on air he was axed from TV program at behest of management (29. March 2015)

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