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Indoktrinierung my Hotellektüre: APA-Hotels

January 19th, 2017 | Tagged | 7 Comments | 907 reads

Rechter Mist: Erhältlich in allen APA-Hotels

right Fog: Available in all APA Hotels

In recent years, they sprouted like mushrooms Tokyo bottom: APA-Hotels. If somewhere in the immediate city center, but especially in the region around the Ginza, only one 200 Square meter site was free, stood little later a very narrow, but 8 or more floors high APA Hotel strikes. APA Hotels are classic business hotels, with tiny, yet affordable rooms. APA is the way for “Always Pleasant Amenity”. Im September 2016 there were already 413 APA-Hotels (they are also found in the province) with a total of nearly 70’000 beds.

Founded and directed, the APA empire (these include not only the hotels, but also luxury apartments and resorts) of Toshio Motoya Toshio Motoya, an arch-conservative-reactionary writer, of published under the name Seiji Fuji. His wife, in turn, is CEO and figurehead of the hotel division. In all hotel rooms and lobbies of the APA Hotels in Japan now can be found a little black book entitled True history of Japan (hontō no nihon no rekishi) – “The true history of Japan” – and there is even an English translation: “The Real History of Japan”. However, accompanied by the words “Theoretical Modern History II”. What already sit up leaves, because on the one hand, the book is as “theoretical history” designated, on the other hand declared the author, that it is here to “true story” is.

According Motoya aka Fuji truth provides inter alia as:

The false Nanking Massacre has been inscribed on the International Memory of the Word Register despite Japan’s objections.

A Nanking Massacre deniers ie. And not only that – the entire book is a hodgepodge extreme right Gedankenguts, which is a curl your toenails reading. For good reason, there is no Chinese translation, but there is also Chinese, understand English or even Japanese. Kat and Sid, an American and a Chinese, have the hotel chain therefore on the Chinese platform Weibo a video dedicated, and that has enormous appeal found: About 90 Million times the video has been viewed. The Chinese are not amused: It calls for a boycott of the hotel chain. Justifiably, I think, because this is a particularly nasty type of indoctrination. Surely it is the right of the owners, construe moronic book – but it is also the right of Japan visitors, especially the Chinese, call for boycotting.

Who wants more to learn about the book, including numerous citations – at Buzzfeed there is a lengthy article on English and Japanese.

 

 

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Interview with Ambassador Dr. Hans Carl von Werther

November 10th, 2016 | Tagged , , , | 2 Comments | 2356 reads

This interview was longer in planning and is in this form not be the only – planned is a series of interviews with Germans in Japan. An interview with the Ambassador is of course a very special affair, because it is here to the highest representatives of Germany in Japan, and thus to a point of view very own.

The interview took place on 29. September 2016 between the Ambassador and me instead of in the office of the German Embassy in Tokyo. For a better understanding, but first a brief biography of the current ambassador.

career
1971 High School
1972 American High School Diploma, St. Albans School, Washington, D.C..
1973-1975 military service
1979 Graduate economist, University of Mainz
1979-1984 scientific Assistant, University of Mainz
1984-1986 Attaché (education) Foreign Office, Bonn
1986-1987 Institute for Peace Research and Security Policy, Hamburg
1987-1990 Embassy Hanoi, Vietnam
1990-1992 Permanent Representation to NATO, Brussels
1992-1994 Deputy. Training manager for the Professional category, Ministry of Foreign Affair, Bonn
1994-1997 Embassy Asunción, Paraguay
1997-2000 Deputy. Head of West Europe Unit, Bonn / Berlin
2000-2002 Secretary for European Policy, FDP parliamentary group, Berlin
2003 Royal College of Defence Studies, London
Master in International Relations, King’s College, London
2004-2005 Head of the task force "Germany in Japan 2005/2006", Ministry of Foreign Affair, Berlin
2005-2007 Head of East Asia Unit, Ministry of Foreign Affair, Berlin
2007-2010 Envoy, Embassy Beijing, China
2010-2011 Commissioner for Personal, Ministry of Foreign Affair, Berlin
2011-2014 Head of the Central Department, Ministry of Foreign Affair, Berlin
since March 2014 Ambassador in Tokyo
Interview mit Botschafter von Werthern

Interview mit Botschafter von Werthern

Tabibito: ​Herr Botschafter, thank you, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Sie waren vor Japan ja unter anderem in China, Vietnam und in Paraguay tätig. War Japan Ihr Wunschland? Oder wie hat es Sie letztendlich nach Japan verschlagen?
Botschafter von Werthern: ​ Ich war in Deutschland ab 2004 zuständig für ein Großprojekt, das sich „Deutschland in Japan 2005/2006“ nannte, und anschließend Referatsleiter für Ostasien; auch mit der Zuständigkeit für unsere Beziehungen zu Japan. Deswegen habe ich mir immer gewünscht, mal nach Japan versetzt zu werden. Dass ich als Botschafter kommen würde, habe ich mir eigentlich gar nicht zu erträumen gewagt. Deswegen könnte man sagen, dass die Berufung nach Japan die Erfüllung eines Wunsches ist, den ich eigentlich nie ernsthaft gehegt habe.
Tabibito: ​Dann brauche ich Sie wahrscheinlich nicht nach Ihrem ersten Gedanken fragen, der Ihnen durch den Kopf ging, als Sie gehört haben, dass es nach Japan geht.
Botschafter von Werthern: ​Ich war natürlich sehr, sehr froh, denn ich hatte damit eigentlich nicht gerechnet. I knew, dass Japan einer der offenen Posten war, denn die Botschafterstelle war schon seit vier Monaten vakant. Aber es standen auch noch einige andere Posten zur Auswahl, wo ich natürlich auch gerne hingegangen wäre. Japan stand jedoch ganz oben auf meiner Liste.
Tabibito: ​ Haben Ihnen Ihre Erfahrungen in China eigentlich in Japan helfen können?
Botschafter von Werthern: ​ Ja, very. Ich habe in Peking beziehungsweise von Peking aus auch auf die Region im weiteren Sinne geschaut, inklusive der Beziehungen Chinas mit seinen Nachbarn, mit Japan und Korea, die Territorialkonflikte im Südchinesischen und im Ostchinesischen Meer. I think, dass mir das geholfen hat, weil ich sozusagen auch die andere Seite gut kenne. Das hilft natürlich beim Verständnis des Konfliktes als solchem, aber auch beim Verständnis dafür, wie Japan auf manche Dinge reagiert.
Tabibito: ​Dazu aus aktuellem Anlass: Vor zwei Stunden ist in fünfhundert Metern Entfernung von der Botschaft eine anti-chinesische Demonstration vorbeigezogen. Haben Sie das in China eigentlich auch einmal erlebt?
Botschafter von Werthern: ​ Ja, es gab anti-japanische Demonstrationen, es gab auch anti-europäische, z.B. anti-französische Demonstrationen. So hat es 2008, als das olympische Feuer durch die Welt getragen wurde, einen sehr unschönen Vorfall in Paris gegeben. Da ist die chinesische Fackelträgerin – eine Rollstuhlfahrerin – angegriffen worden. Danach hat es wilde Proteste in China gegeben, zum Beispiel auch einen Boykott von Carrefour. Es hat auch anti-japanische Demonstrationen gegeben; zum Teil sicher auch staatlich gelenkt. Weder in China noch hier in Japan gefallen mir diese Dinge. Ich verstehe zwar nicht, was sie sagen, aber diese von der Intonation her hasserfüllten Brüllereien sind nicht nur unjapanisch, sondern auch unschön.
Tabibito: ​ Das war ja zum Glück nur ein sehr kleines Häufchen. But now for something. Sie haben ja die Stelle an der Botschaft in Tokyo im Frühjahr 2014 angetreten. Keine drei Monate später waren Sie bereits in Fukushima vor Ort. Es ist schon eine Weile her, aber was war Ihr persönlicher Eindruck von der Lage vor Ort?
Botschafter von Werthern: ​Das war schon ein spannender Besuch in jeglicher Hinsicht. Ich war zum ersten Mal überhaupt im Leben im Inneren eines Atomkraftwerks, noch dazu im Inneren eines havarierten Atomkraftwerks. Uns wurde alles gezeigt, was wir sehen wollten – und wo man hin konnte, of course – einige Stellen sind natürlich immer noch viel zu gefährlich wegen der hohen Strahlung. I had the feeling, dass die Betreiber des Kraftwerks das Menschenmögliche tun, um dort die Schäden zu beseitigen. Nach eigener Aussage wird das aber mindestens vierzig Jahre dauern. Das hängt natürlich damit zusammen, dass die Probleme unglaublich groß sind. Also auch jetzt, zwei Jahre nach meinem Besuch, haben sie den Durchfluss des Grundwassers immer noch nicht im Griff. Und auch die Dekontaminierung des Grundwassers, sowie die Dekontaminierung der Erde außenrum, ist sehr, sehr schwierig und langwierig. Nachdem ich das gesehen habe, verstehe ich noch besser den Beschluss der deutschen Bundesregierung – kurz nach Fukushima ist der ja gefallen – den Zeitplan für den Ausstieg aus der Kernkraft vorzuziehen. Das hat die Bundeskanzlerin ja auch hier öffentlich gesagt im letzten Jahr. Sie hat sich gedacht: Wenn noch nicht einmal ein so hochtechnologisiertes und so hervorragend organisiertes Land wie Japan offensichtlich mit den Risiken der Atomkraft umgehen kann, wer soll das dann eigentlich können?
Tabibito: ​Warum denken Sie, dass Japan nicht damit umgehen kann? Ist es die Natur, ist es menschliches Versagen, ist es politisches Versagen?
Botschafter von Werthern: ​Es ist wie immer ein Zusammenspiel mehrerer Dinge. Ich habe dort auch gelernt, dass das Ausmaß der Katastrophe sehr viel geringer gewesen wäre, wenn man sich an die Auflagen der Aufsichtsbehörde gehalten hätte. Denn die Aufsichtsbehörde hat ja bestimmt, dass die Notfallgeneratoren nicht mehr vor dem Kernkraftwerk, sozusagen am Strand, stehen dürfen, sondern hinter das Kernkraftwerk, höher ins Gelände, verlegt werden müssen. Das haben sie auch getan. Aber die Schaltzentrale ist unten am Strand geblieben, und nachdem sie überflutet war, fiel das ganze Notstromkonzept dort aus. Es ist aber vielleicht wirklich so, dass wir mit den Risiken der Atomkraft gerade in einem Land, das immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht wird, letztendlich nicht jedes Risiko ausschließen können. Und das zeigt Fukushima. Von der auch hier völlig ungelösten Frage der Endlagerung mal ganz abgesehen.
Tabibito: ​Sie haben neulich den Deutsch-Japanischen Kooperationsrat zur Energiewende, kurz GJETC¹, mit ins Leben gerufen. Was wird da im Hinblick auf die Atomkraft geschehen?
Botschafter von Werthern: ​ Dieses Gremium wird sich hauptsächlich mit erneuerbaren Energien beschäftigen. Es geht nicht um Atomkraft, sondern um die Förderung der Erneuerbaren, also Windkraft, Sonnenkraft, Wasserkraft und so weiter. Da haben Deutschland und Japan ohnehin eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Anfang des Jahres, als sich die Umweltminister hier getroffen haben, wurde ein Memorandum of Understanding unterschrieben. Dieser Energierat versammelt jetzt Experten und Leute, die ganz praktisch mit erneuerbaren Energiequellen zu tun haben, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und in beiden Ländern möglichst die erneuerbaren Energien voranzutreiben.

¹ See Webseite des GJETC and Nachrichten zum Start

Tabibito: ​ Sie haben im Jahr 2015 an der Akita International University eine Rede zum Thema „Deutsch-französische Versöhnung und was man daraus lernen kann“ gehalten. Was kann Japan davon lernen? Ist da irgendwas übertragbar?
Botschafter von Werthern: ​Eins-zu-eins ist sicher nichts übertragbar. Die Situation sowohl unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg als auch in der Zwischenzeit bis heute ist in Ostasien und in Europa doch sehr unterschiedlich. Die Essenz dessen, was ich damals und bei anderen Gelegenheiten gesagt habe, ist aber dies: Die deutsch-französische Erfahrung, dass zwei Länder, die über Jahrhunderte hinweg Erzfeinde waren und viele Kriege gegeneinander geführt haben, jetzt so eng zusammenarbeiten, wie zwei souveräne Länder nur zusammenarbeiten können; dass auch die Zivilgesellschaften eng miteinander verflochten und verbunden sind – diese Erfahrung macht auch für andere Länder oder andere Regionen in der Welt Hoffnung. Wir sagen nicht, dass wir in Europa oder gar die Deutschen es richtig gemacht haben und die anderen falsch – das wäre nicht nur überheblich, sondern auch nicht richtig. Aber gerade letztes Jahr, siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, haben wir oft darüber gesprochen, welche Erfahrungen wir gemacht haben. Wir bieten diese Erfahrungen an, aber Japan und die Japaner müssen daraus ihre eigenen Schlüsse ziehen, wenn sie das überhaupt wollen.
Tabibito: ​Angela Merkel hat rund einen Monat später beim Forum in der Asahi Pressezentrale genau das gleiche Thema angesprochen. Warum gilt das als so wichtig?
Botschafter von Werthern: ​ Zu besonderen Jahrestagen stellt man sich die Frage: “Was können wir lernen, was haben wir mitgenommen?” So, wie wir uns 2014 die Frage gestellt haben „Befindet sich die Welt möglicherweise in einer Situation, with the 1914 vergleichbar ist, als der Erste Weltkrieg ausgelöst wurde?“, so hat man sich 2015 eben die Frage gestellt: „Was ist eigentlich 1945 gewesen und warum ist es hier so und dort anders gewesen und welche Schlüsse können wir daraus ziehen?“ Im Wesentlichen lag das an diesem Jubiläum. Und nicht zuletzt hat Premierminister Abe zu dem gleichen Jubiläum im August eine viel beachtete Erklärung abgegeben. Auch in Europa ist natürlich in allen Hauptstädten des Endes des Zweiten Weltkrieges gedacht worden.
Tabibito: ​Was müsste Ihrer Meinung nach eigentlich passieren, so, die Beziehung zwischen Japan und China sich ähnlich entwickelt wie die zwischen Deutschland und Frankreich oder Deutschland und Polen? Ist das überhaupt möglich in der jetzigen Konstellation?
Botschafter von Werthern: ​Wir hatten in Europa eine wahrscheinlich historisch einmalige Chance. Und insofern hatten wir Deutsche 1945 und in den Jahren danach auch ein unglaubliches Glück, dass wir direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Nachbarn wie Frankreich hatten, die die Hand zur Versöhnung ausgestreckt haben. Schon knapp zwanzig Jahre später, bei der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags 1963, war das Verhältnis zu Frankreich schon schwieriger. Und der Élysée-Vertrag wäre auch beinahe nicht zustande gekommen. Es war wirklich eine historische Chance, die weder für Deutschland heute wiederholbar wäre, noch ist sie für Japan und China wiederholbar. In Europa ist es uns vielleicht besonders gut gelungen, und das ist immer noch weit davon entfernt, vollständig gelungen zu sein, dass wir Deutsche gelernt haben, uns als Täter im Zweiten Weltkrieg zu verstehen – dass wir gelernt haben, in Europa uns selber und die Konflikte mit unseren Nachbarn in der Vergangenheit auch durch die Augen der anderen zu sehen. Jemand hat mal gesagt: „Die Erinnerung an die eigene Vergangenheit ist immer dann unvollständig, wenn sie nicht auch die Erinnerung der Opfer mit umfasst.“ Ich glaube, das haben wir in Deutschland in einem langen, very, sehr schmerzhaften und umstrittenen Prozess inzwischen einigermaßen hinbekommen. Und das ist eine Regel, die überall anwendbar sein sollte: Wir müssen versuchen, auch durch die Augen des Anderen sehen zu lernen. Dadurch wären, I think, Fortschritte möglich.
Tabibito: ​Japan und Korea zum Beispiel scheinen ja da noch immer gerade mal auf halbem Wege zu sein. Im August wurde der Oberbürgermeister von Freiburg im Breisgau gefragt, ob er in einem Park der Stadt eine Trostfrauen-Statue aufstellen könne. Und er sagte erst mal ja, hat das aber wieder später zurückgezogen. Was wäre eine diplomatische Antwort auf diese Problematik mit der Trostfrauen-Statue?
Botschafter von Werthern: ​ Die Antwort hat der Oberbürgermeister von Freiburg ja selber gefunden. Er hat gesagt, dass ihm die internationale Implikation nicht klar war, als er dieses Angebot bekommen und ihm zugestimmt hat. Es war ihm nicht klar, welche Gefühle er damit in Japan verletzen würde. Und deswegen hat er diese Entscheidung dann auch zurückgenommen. Das passt schon auch ein bisschen auf die Antwort auf die letzte Frage. In diesem Fall hat man nur auf Korea geschaut und nicht auf Japan. Wenn man beide Winkel in den Blick nimmt, dann findet man auch bessere Antworten. Im Übrigen haben sich Japan und Korea ja in der sogenannten Trostfrauen-Frage doch sehr aufeinander zubewegt. Die Vereinbarung vom 28. Dezember letzten Jahres, die jetzt auch zu großen Teilen umgesetzt worden ist, ist doch nicht nur objektiv eine erfreuliche Entwicklung, sondern wird so auch in Japan und Korea von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung als positiv angesehen.

​Wie das entstanden ist, I do not know, aber natürlich haben sich viele schon lange die Frage gestellt, warum es eigentlich zwei Demokratien und zwei Marktwirtschaften wie Japan und Korea nicht schon viel früher geschafft haben, im Angesicht eines immer übermächtiger werdenden China näher zueinanderzufinden.

Tabibito: ​Man könnte fast meinen, dass diese doch recht plötzliche und späte Einigung quasi unter dem Druck Chinas entstanden ist. Würden Sie dem zustimmen?
Botschafter von Werthern: ​Wie das entstanden ist, I do not know, aber natürlich haben sich viele schon lange die Frage gestellt, warum es eigentlich zwei Demokratien und zwei Marktwirtschaften wie Japan und Korea nicht schon viel früher geschafft haben, im Angesicht eines immer übermächtiger werdenden China näher zueinanderzufinden. Aber ob das – ich würde es nicht unbedingt Druck, sondern vielleicht einfach nur Vernunft nennen – eine Rolle gespielt hat, kann ich letztlich nicht beurteilen.

Die Diskussion in Japan heute erinnert mich sehr stark an die Diskussion in Deutschland nach der Wiedervereinigung Anfang der 90er-Jahre, als wir ja auch von der internationalen Staatengemeinschaft aufgefordert wurden, uns stärker an friedenserhaltenden Maßnahmen zu beteiligen.

Tabibito: ​ Die jetzige japanische Regierung versucht momentan, to amend the Constitution. Und zwar geht es vor allem um die Änderung, wenn nicht gar Abschaffung, des sogenannten Pazifismus-Paragrafen 9. Dazu entstand vor zwei Jahren eine interessante Initiative, angestoßen von einer Hausfrau aus Kawasaki. Diese versuchte, genau diesen Paragrafen als Friedensnobelpreis-Kandidaten vorzuschlagen. Was halten Sie eigentlich von der Idee an sich, to amend the Constitution?
Botschafter von Werthern: ​ Nach unserem Staats- und Verfassungsverständnis sind Verfassungsänderungen etwas völlig Normales. Auch das deutsche Grundgesetz ist unzählige Male verändert worden. Allerdings haben wir da den Kernbestand der ersten 19 items, in denen unter anderem grundlegende Menschenrechte festgelegt sind, die nicht verändert werden dürfen. Nach unserem Verständnis ist eigentlich eine Verfassung, die seit fast siebzig Jahren unverändert ist, etwas unnormal. Wenn ich es richtig verstanden habe, will die Regierung auch nicht den Kernbestand des Artikels 9 change, also das Verständnis, dass Japan eine friedliche Nation ist und keinen Angriffskrieg mehr führen will, genauso, wie sich Deutschland das ja festgeschrieben hat, sondern Japan möchte in der Lage sein, sich auch mit militärischen Mitteln an internationalen Friedensmissionen zu beteiligen. Das begrüßen wir sehr. Die Diskussion in Japan heute erinnert mich sehr stark an die Diskussion in Deutschland nach der Wiedervereinigung Anfang der 90er-Jahre, als wir ja auch von der internationalen Staatengemeinschaft aufgefordert wurden, uns stärker an friedenserhaltenden Maßnahmen zu beteiligen. Damals dachten in Deutschland auch viele, dass das eine Rückkehr zum alten Militarismus bedeutet. Man muss derlei Veränderungen in der eigenen Bevölkerung sehr sorgfältig diskutieren, und man muss es eben auch dem Nachbarn verständlich machen.
Tabibito: ​Ich denke, da ist noch viel nachzuholen. Denn ein Grundtenor der Rhetorik ist zurzeit, dass sich Japan angeblich im Falle eines Angriffs nicht verteidigen dürfte. Der Eindruck scheint in vielen Schichten der Bevölkerung entstanden zu sein, die das nun befürworten.
Botschafter von Werthern: ​Dass sich Japan selber verteidigt, ist schon immer möglich gewesen durch die Interpretation des Artikels 9 und die Aufstellung der Selbstverteidigungskräfte.

Aber irgendwann werden die Zinsen wieder steigen, und dann wird der japanische Staat ein echtes Problem haben.

Tabibito: ​Sie haben ja vor einiger Zeit auch Volkswirtschaft studiert.
Botschafter von Werthern: ​ Vor sehr langer Zeit, and.
Tabibito: ​Was sagt der Volkswirt in Ihnen in Anbetracht der japanischen Schuldensituation?
Botschafter von Werthern: ​Die Schulden sind, wenn man die reinen Zahlen anschaut, schon atemberaubend: Fast 240 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Andererseits gibt es das Argument, dass die japanischen Staatsschulden fast zu 100 Prozent von Japanern selbst gehalten werden – es gibt also keine Auslandsverschuldung, sodass die Gefahr eines Zusammenbruchs dadurch, dass sich zum Beispiel Ausländer von japanischen Staatspapieren trennen, und dass es dadurch riesige Wechselkursverwerfungen und mehr gibt, nicht besteht. Trotzdem muss natürlich auch eine Verschuldung, die im Inland gehalten wird, bedient werden. Das geht verhältnismäßig leicht, wenn die Zinsen niedrig sind. Aber irgendwann werden die Zinsen wieder steigen, und dann wird der japanische Staat ein echtes Problem haben. Dies umso mehr, da ja noch enorme demografische Probleme hinzukommen – more, als wir sie in Deutschland kennen. Denn die Japaner bekommen genauso wenige Kinder wie wir, aber sie werden noch viel älter, und das wird eine weitere Belastung des Staatshaushaltes mit sich führen. Und da ist der Rat der Experten teuer.
Tabibito: ​Die Deutsche Botschaft kümmert sich wie, and, wie jede Botschaft in jedem Land, zu einem gewissen Grade um die deutschen Staatsbürger in Japan. Über wie viele Deutsche sprechen wir da?
Botschafter von Werthern: ​ Wir wissen es nicht genau. Wir schätzen etwa 6.000. Wir ermutigen alle Deutschen, sich bei der Botschaft online zu registrieren. Das geht auch ganz leicht über die gemeinsame Website von Botschaft und Generalskonsulat (www.japan.diplo.de). Denn wir möchten gerne die Deutschen erreichen im Falle einer Katastrophe. Ich halte das auch deswegen für wichtig, weil der deutsche Anteil an den Ausländern in Japan verschwindend gering ist. Also wenn die Japaner, sagen wir mal im Fall einer großen Katastrophe, an Ausländer denken, denken sie zunächst an Chinesen, Koreaner und so weiter. Das heißt, uns als Botschaft wird in einem solchen Fall eine große Verantwortung zukommen. Und dafür wäre es gut, wenn wir wüssten, wie wir unsere Landsleute erreichen können. Es registrieren sich aber nicht alle, und man ist dazu auch nicht verpflichtet.
Tabibito: ​ Es gibt ja seit geraumer Zeit den „Fonds für hilfsbedürftige Deutsche“ in Japan, einst als Dittman-Fond bekannt. Was macht der Fond? Was geschieht da eigentlich?
Botschafter von Werthern: ​Der BDF genannte Fond kümmert sich um Deutsche, die hier in Japan in Not geraten. Auf den ersten Blick kommt einem das etwas merkwürdig vor, es gibt aber doch immer wieder Fälle. Zum Beispiel deutsche Frauen, die mit japanischen Männern verheiratet waren, inzwischen geschieden oder verwitwet sind, und die Mühe haben, die Ausbildungskosten für ihre Kinder zu bezahlen. Es gibt natürlich auch ein paar, glücklicherweise nicht sehr viele, deutsche Familien, die mit Krankheit oder sonstigen Dingen zu kämpfen haben, wo einfach die Finanzierung und manchmal auch die Basis dafür fehlt, um sich hier im Sozialsystem oder überhaupt in der japanischen Gesellschaft zurechtzufinden. Da hat der BDF eine wirklich sehr wichtige Aufgabe, die natürlich auch unsere Arbeit in der Botschaft sehr erleichtert, indem er Geld sammelt und es diesen Familien zur Verfügung stellt, sowie ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite steht.
Tabibito: ​ Wie viele Leute, schätzen Sie, werden so unterstützt?
Botschafter von Werthern: ​Das weiß ich gar nicht, denn ich bin nicht Mitglied des BDF, und das unterliegt natürlich auch der Schweigepflicht. Um zum Beispiel einem Kind die Schulausbildung oder auch ein Studium zu bezahlen, ist in Japan eine Menge Geld notwendig. Deswegen macht der BDF auch jedes Jahr im Residenzgarten sein Sommerfest, zu dem man zugegebenermaßen ziemlich teure Tickets kaufen kann. Das Geld geht eben alles in die Arbeit des BDF und – wenn ich ein bisschen Reklame dazu machen darf – ist auch eine schöne Gelegenheit, bei normalerweise gutem Wetter, deutsches Essen und Getränke im Residenzgarten zu genießen und an einer Tombola teilzunehmen, wo es auch schicke Preise gibt.
Tabibito: ​Um einmal zur Botschaftssituation von vor vier Jahren zu kommen. Sie haben ja gesagt, dass sich die Botschaft zum Beispiel im Falle einer neuen Katastrophe um die Mitbürger im Land kümmert, nur haben das viele Deutsche, ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht, sich vor fünf Jahren, and, im Stich gelassen gefühlt, weil die Botschaft relativ schnell im Vergleich zu anderen Botschaften nach Ōsaka umgezogen ist und auch viele Leute keine Benachrichtigung erhalten haben. Wenn jetzt wieder ein schweres Erdbeben geschieht, und wenn dann vielleicht auch noch das AKW in Niigata wieder in Betrieb gegangen ist und havariert – würde irgendwas anders laufen? Es gab ja zum Beispiel Town-Hall-Meetings mit Ihrem Vorgänger. Gab es irgendwelche Konsequenzen oder Schlüsse, dass irgendetwas anders gemacht werden wird?

Natürlich ist ein solcher Vorfall wie 2011 nicht im Voraus planbar. Es bricht immer – das ist völlig unvermeidlich – erst mal das große Chaos aus.

Botschafter von Werthern: ​Wir haben versucht, so viel wie möglich aus der damaligen Situation zu lernen. Ich habe ja, als ich hier ankam, auch noch ein Town-Hall-Meeting gehalten, und habe zum Beispiel die Deutschen aufgefordert, sich bei uns zu registrieren, habe versucht, auf die vielfältigen Fragen einzugehen. Wir halten auch in der Botschaft seitdem jedes Jahr eine große Krisenübung ab, in der wir – auch weil unsere Belegschaft ja ständig wechselt – to attempt, uns ganz praktisch auf eine solche Situation einzustellen. Also das wird sozusagen unter echten Bedingungen gespielt. Wir haben ja einen Verteidigungsattaché hier. Die Soldaten wissen, wie man solche Übungen macht und wie man da auch Szenarien einspielt, die realistisch sind. Da kommt so mancher, einschließlich meiner Person, schon ins Schwitzen. Aber es ist gut, dass wir uns darauf einstellen. Wir wollen in Zukunft diese Übungen auch ausweiten, indem wir zum Beispiel die deutsche Schule in Yokohama oder das Goethe-Institut, die Handelskammer und so weiter, deren Rolle wir bisher nur gespielt haben, auch einbeziehen, sodass ich glaube, dass wir verhältnismäßig gut vorbereitet sind. Natürlich ist ein solcher Vorfall wie 2011 nicht im Voraus planbar. Es bricht immer – das ist völlig unvermeidlich – erst mal das große Chaos aus. Aber je besser man sich darauf eingestellt hat, desto schneller kriegt man das Chaos dann auch in den Griff. Zu Ihrer Bemerkung über die Verlagerung der Botschaft nach Ōsaka-Kōbe – da war ich ja noch nicht hier, aber wenn ich es recht verstehe, stand man damals vor der Frage „Was passiert, wenn die radioaktive Wolke nach Tokio kommt? Ist es dann nicht besser, wir operieren von einem Gebiet aus, in dem wir einigermaßen sicher sind, als dass die Botschaft, wenn sie hier geblieben wäre, vielleicht völlig außer Funktion gesetzt wäre?“ Es hätten dann alle im Keller gesessen und gar nichts mehr tun können. Damals ist die Entscheidung gefallen, dass es vernünftiger ist, zu verlagern. Aber natürlich ist das auch immer eine Frage der Kommunikation. Andere haben es anders entscheiden. Im Nachhinein sind wir natürlich auch klüger. Aber im Nachhinein sieht immer alles leichter aus, als wenn man in der Situation steht.
Tabibito: ​Dann wollen wir hoffen, dass es so schnell nicht wieder zu der Situation kommt.
Botschafter von Werthern: Dazu kann ich nur Amen sagen.
Tabibito: ​ Dann möchte ich mich herzlich bei Ihnen für das Interview bedanken.
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​Japan droht UNESCO mit Boykott

October 16th, 2015 | Tagged | 6 Comments | 2184 reads

Last weekend, a decision of the UNESCO entered a storm of protest going on in Japan. It was about the inclusion of numerous collections in the so-called World Soundtrack Awards – a lesser-known offshoot of the World Heritage. Besides two Japanese collections of documents were also there documents on the massacre in Nanjing (as rape of Nanking) recorded – with the aim of, to obtain these documents in the future for posterity. This tastes most Japanese do not, of course,: According to the official Japanese interpretation although there was quite “some incidents” in Nanking after taking by the Japanese Imperial Army in the year 1937. However, China claims, that Japan at that time, not only a few, but around 300’000 Chinese, mostly civilians, raped and / or murdered. Eyewitnesses spoke of a true bloodlust, which lasted for over a month. Other historians of 50’000 to more than 200’000 Victims. After unofficial, but then widespread interpretation in Japan happened but nothing – everything was simply part of the invention and, now so, difficult undeniable Chinese Propaganda.

Japan criticized mainly, Japanese that were not involved in the decision, and therefore referred to the election as politically motivated. The suspicion is quite obvious: Land A sagt, that was so, and country B says, it was very different – if now added the UNESCO and country are quite A, asking B Lackland, then feels B behind went course. This, however, you have to say, that almost every country except Japan cherishes little doubt, that the Japanese army committed war crimes on a large scale in Nanking.
Here Japan had to decide a dispute with South Korea before the UNESCO Committee for the World Heritage site itself until a few months ago: It was about the inclusion of some industrial monuments from the Meiji Era, and South Korea put some wheels in motion to the recording to prevent, since many of the plants stood for the exploitation of Korean forced laborers and this would not sufficiently appreciated.

Now threatened this week immediately senior government members so, Adjust contributions to the UNESCO down to the other. That would be a bitter blow for the organization, because since the contribution of the American boycott Japan is a major donor. Whether it will get that far, but is not yet clear. What is clear, however,, that there is hardly a more effective method for Japan, its really good reputation abroad ruining thoroughly. Blind historical denial and absolute stubbornness are simply times no virtues. Given all of the documents, partly in Japanese, mind you – for example, about the competition of two officers, ASAP 100 Killing Chinese only with his sword – and including numerous, very disturbing pictures and film footage of the missionary John Magee, finding it really hard, To preserve version if the Japanese stance on the issue.

Japan has incidentally been lucky when deciding – Documents on the fate of the comfort women, these are also vehemently denied, also stood for election, but the Commission decided at the end against a receiving.

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70 Jahre Kriegsende: Historical

August 18th, 2015 | Tagged | 9 Comments | 1914 reads

Asahi-Shimbun vom 7. November 1937: Gefeiert wird der Beitritt Italiens zum Anti-Komintern-Pakt zwischen Japan und Deutschland

Asahi-Shimbun vom 7. November 1937: Gefeiert wird der Beitritt Italiens zum Anti-Komintern-Pakt zwischen Japan und Deutschland

Before 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg endgültig – mit der Kapitulation Japans. Zum Jahrestag gab es einiges Bemerkenswertes: So kramte man bei der ARD noch einmal in den Archiven und recherchierte zu den Atombombenabwürfen, um so an einem Mythos zu rütteln: Dem Mythos, dass nur die Atombomben Japan in die Knie zwangen und, so paradox es klingen mag, dabei halfen, mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Man hatte schliesslich an Okinawa gesehen, wozu Japaner fähig sind, wenn es um den Endkampf geht. Der Schlüsselsatz ist meiner Meinung nach die folgende Aussage:

Warum aber hat Japan nach Hiroshima nicht kapituliert? “Weil es für Tokio nur eine weitere zerstörte Stadt war”, sagt Sherwin. “Zuvor waren schon Dutzende andere zerstört worden. Was für das Kriegskabinett viel entscheidender war, war die Kriegserklärung der Sowjets.”

(Those: Siehe obiger Link). Right. Tokyo und nahezu alle mehr als mittelgrossen Städte des Kaiserreichs waren bereits nahezu komplett zerstört. Auch in Deutschland hatte die völlige Zerstörung der Städte nicht den gewünschten Effekt. Warum sollte die Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki da plötzlich ins Gewicht fallen?

Mit viel Spannung wurde dann schliesslich Ministerpräsident Abes Rede zum Jahrestag erwartet. Der von mir sehr geschätzte Professor Zöllner hat die Rede umgehend ins Deutsche übersetzt und danach hervorragend zusammengefasst und kommentiert. Allzu viel will ich da nicht hinzufügen. Die Rede war ein merkwürdiger Spagat zwischen der Richtung, die Abe längst eingeschlagen hat, und dem, was das Volk und die Weltgemeinschaft im Allgemeinen erwarten. Natürlich gab es nach der Rede sehr kritische Stimmen aus Korea und China. Allerdings muss ich dazu sagen: Ich hatte Schlimmeres erwartet. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn Abe ordentlich aussenpolitisches Porzellan zerschlagen hätte, aber er tat es nicht.

Wie immer hielt auch der Kaiser eine Ansprache. Die ist jedes Mal ziemlich kurz, aber dieses Jahr fügte er das Wort 反省 hansei Selbskritik with a, und das war schon ein verhältnismäßig starkes Wort, das der Kaiser hier benutzte. Den Wortlaut der Rede findet man… exactly, at Prof.. Zöllners “Kotoba”.

Glico-Werbung während des Krieges

Glico-Werbung während des Krieges

A propos: In der letzten Woche fand ich im “Heimatmuseum” der Gemeinde 西之表 Nishi-no-Omote auf der Insel Tanegashima ein paar Ausgaben der Asahi-Shimbun aus Kriegszeiten. Die konnte man sich dort einfach so ansehen, und das ist relativ selten. Die Zeitungen damals waren voller Kriegsberichte und Brandreden gegen die Feinde, aber das kennt man ja vom Völkischen Beobachter. Was mich beim Betrachten alter Zeitungen aus Kriegszeitungen jedoch jedes Mal mitnimmt, ist die Werbung auch heute noch existierender Firmen. So zum Beispiel die Werbung von Glico, einem Süßwarenhersteller, dessen Logo sich in den all den Jahren nicht geändert hat. Slogan:

イマニ僕等モ征ク (imani bokura mo yuku) – “Bald ziehen auch wir los!”

und daneben die Aufforderung, eine gesunde, zweite kaiserliche Armee zu erziehen. With “nährhaften Süßigkeiten” von Glico natürlich. Links oben steht dann noch die Aufforderung 慰問袋ニ何ヨリ – “gehört mehr noch als alles andere ins Heimatpaket”. Natürlich geschah das gleiche auch in Deutschlands Zeitungen. Aber es ist immer wieder schockierend, to see, mit welcher Leichtigkeit Gesellschaften Kinder mit in den Krieg einbeziehen und somit eine ganze Generation aufs Spiel setzen. Mit kräftiger Unterstützung geschäftstüchtiger Firmen.

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Abe kauft sich Zeit

June 23rd, 2015 | Tagged , | 9 Comments | 1890 reads

At the risk, meine Leser zu langweilen, kommt hier schon wieder… Policy. Denn es tut sich so einiges – die nächsten Monate könnten spannend werden. Im Wesentlichen dreht sich alles um den 安全保障関連法案 Anzen Hoshō Kanren Hōan – den Gesetzesentwurf zur (Landes)sicherheit, mit dem man quasi die pazifistische Verfassung aushebeln möchte. Erst sah es so aus, als ob Abe mittels einer bequemen Mehrheit im Parlament den Gesetzesentwurf irgendwie durchmogeln kann. Doch es regt sich Widerstand. Anfangs manifestierte sich der erst durch Rentner, die vor Bahnhöfen davor warnten, dass Japans friedliebender Charakter in Gefahr ist. Hinzu kam eine Graswurzelbewegung, ins Leben gerufen von einer Hausfrau, mit dem gleichen Ziel – den Pazifismusartikel in der Verfassung zu erhalten. Daraus wiederum entstand eine Bewegung zahlreicher Honoratioren im In- and abroad, die sich darum bemühen, the japanische Verfassung mit dem Friedensnobelpreis zu krönen. Keine schlechte Idee, I think.

In der vergangenen Woche schlossen sich nun zahlreiche Forscher zusammen, um vor Abes Plänen zu zu warnen: Sein Vorhaben sei 違憲 – iken – verfassungswidrig. Abe tobte – wer hat da die Wissenschaftler auf den Plan gerufen? Doch das war nicht alles. Seit der vergangenen Woche gibt es zudem Demonstrationen in Tokyo – oft organisiert und hauptsächlich besucht von jungen Japanern. Sehr jungen Japanern – einige Sprecher waren noch nicht mal im wahlfähigen Alter.

Heute trat Abe konsequenterweise auf die Bremse: Er verlängerte die diesjährige Parlamentssitzungsperiode um 95 Tage bis Ende September. So lange wurde die Sitzungsperiode im Nachkriegsjapan noch nie verlängert. Das Ziel ist klar: Abe möchte eine ausreichende Mehrheit sowie die Bevölkerung hinter sich sehen, denn seine Umfragewerte sind stark gefallen. Momentan erklären sich weniger als 40% der Bevölkerung mit Abes Arbeit zufrieden; only 29% sind dabei für die Neuinterpretation der Verfassung und 53% dagegen¹. Abe wird freilich stur bleiben und auf sein Ziel hinarbeiten, aber dank des immer stärker werdenden Widerstandes könnte in den nächsten Monaten so einiges passieren.

Interessant ist in diesem Licht da die heutige Meldung zum Anlass des 50-jährigen Jahrestages der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen (Süd)korea und Japan. Abe sprach bei einer von der südkoreanischen Botschaft in Tokyo abgehaltenen Zeremonie² und versicherte dort, dass er an einer auf Freundschaft fussenden Beziehung mit Südkorea arbeiten möchte – zusammen mit der südkoreanischen Präsidentin. Dies sei schliesslich wichtig, um Friede und Stabilität in der Region zu gewähren. Auch aus Südkorea kamen heute ermunternde Töne von der Präsidentin. Meldungen dieser Art hat man seit Jahren nur noch selten gehört und lassen aufhorchen. Buhlt Abe da um Verständnis für sein Gesetzesvorhaben beim Nachbarn? Oder will er damit der eigenen Bevölkerung zeigen, dass er ja nichts Böses im Schilde führt? Es bleibt abzuwarten. Ich jedenfalls vertraue dem Burschen nicht.

¹See here.
²See for example here.

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Can make history: Japan makes 15 Million USD easy for US Universities

March 17th, 2015 | Tagged , | 2 Comments | 3004 reads

To the only true history in terms of Japan's role in World War II, there is now already since the day, where the war ended, Dispute between the States concerned. This is nothing new and still a recurring theme, Also on this blog. The dispute over the sovereignty of interpretation is here obviously played more and more outside the former war zone in recent times. One example is the erection of memorials to the so-called “Comfort Women” in Glendale, California and New Jersey Korean initiators. Japan had unsuccessfully sued friendly groups in the past year, however, before US courts¹.

Especially the “Comfort women issue” runs like a thread through Japan's foreign policy and conception of history. While insisted especially in Korea and China, that there was organized slavery and forced prostitution of women in the Japanese-occupied areas systematically and state level – and Japan apologizes for not adequately, Not to mention all of reparations, has, we debated in Japan still, that all a huge lie and have up to its hype was. Finally was war, and something comes just before the war – not only in Japan. And “systematic” and “Enslavement” beziehungsweise “Forced prostitution” can be no question anyway be. The debate has now been fired even by an incident last year: It probably turned out, that one of the left-liberal Asahi-Shimbun published articles the journalist Takashi Uemura, came to the conclusion, that Japan is quite in debt, partially fake data contained. No, we are not talking about an article, which appeared in last week, but believe it or not 23 Years. It started a very ugly witch hunt against Asahi Shimbun and the journalists, working at a university lecturer.

South Korea, but also allow China for many years no stone unturned, to put the issue into the public eye, and as you can see in the above example,, through some pretty imaginative methods (we may rightly ask, what has actually looking for a reminiscent of the comfort women in East Asia memorial in the USA). In Japan, we interpret these actions understandably as character assassination – and if people want to. Also, by all means. So amazed the staff of the major US educational publisher McGraw-Hill Education not bad, than last year suddenly representative of the Japanese Embassy in the newsroom were and demanded, but that the publisher please his description of the role of Japan in 2. World war should rewrite². McGraw-Hill Education certainly did not think.

Well today was so well known, that the Japanese government in the current year 9 Universities in the USA 15 Want to provide millions of dollars of research money³. Nothing like this has been 40 Years, not more. And no, here is not about the exploration of individual learning, but to “correct” historical research. In principle, one can be objected nothing, although I thought, the government of a state universities of another country blessed with money, so that the story in the right (and, rights!) Back light, not very pleases. The beneficiaries also include the world-famous MIT. But what will make Japan's rights also? China and Korea are in no case relent in their efforts, To spread Japan's history in their favor. However, when I think about it, that I pay for something like this tax, is to me quite queasy.


¹ See here: LA Times: Federal judge upholds ‘comfort women’ statue in Glendale park
² See for example NY Times: U.S. Textbook Skews History, Prime Minister of Japan Says
³ Japan Times: To counter China and South Korea, government to fund Japan studies at U.S. colleges

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Movie review: Emperor – Fight for peace

December 23rd, 2013 | Tagged , , | 1 Kommentar | 5906 reads

Filmplakat 'Emperor'

Filmplakat 'Emperor’

What were seeing my inflamed eyes today at the video rental: A new film from Hollywood, entitled Emperor shūsen no emperaa the end of the war (Literally: The Emperor at the end of the war), mit Tommy Lee Jones als General MacArthur. Uninformed as I am, me was the approach of this film completely escaped. Now I know indeed the whole backstory, but of course I was still – or perhaps because – curious, as the topic was packed. MacArthur in Japan knows every child, because the General played the central role in post-war Japan. Essentially, it was in the movie about the war guilt of the Japanese Emperor. It was during and after the Second World War have enough votes, the Emperor if not the gallows, so but wanted to see at least before the court-martial. Finally, were all Japanese soldiers virtually in the emperor's name “on the way”. To anticipate: Der Kaiser blieb unangetastet, but lost its status gods. Surely deal was feared, that removal of the emperor Japan would have completely applied against the winner of the war.

Now, the movie starts, as he had to start: With historic photographs of the atomic bomb dropped on Hiroshima. A short time later, Tommy Lee Jones comes into scene – as gruff, narcissistic but far-sighted General MacArthur. And he plays his role well. The scenes with him are refreshing and interesting. Also Toshiyuki Ishida, a very famous actor in Japan, shines as General Kajima. Before, I was not a fan of Nishida, but I've changed my mind a while ago, and this film for me is further evidence, that Nishida is excellent for such roles. Also Masato Mother as Lord Privy Seal Kido plays his role perfectly and is also very well known in Japan.

So far, so good. The pictures of Tokyo in the first few weeks after the war are expected to apokalytpisch and commemorate historic photos from the time. There would be determined quite a lot of interesting dialogues and scenes, which would have the time involved and the historical background more could illuminate. Doch oh weh – Instead, it was decided to, incorporate into the plot even a love story, namely between Brigadier General Bonner Fellers, played by Matthew Fox, and a Japanese teacher named Aya, the Fellers met before the outbreak of the war in America. And so the conversation from her definitely interesting film with numerous flashbacks dismembered himself in the love story between Aya and Bonner. Burning Trümmerwüste Tokyo – Section – Aya rennt, blinded vo sunlight, through a bamboo grove. That's cruel and disturbing. These flashbacks, or AYA itself does not need a man. Too bad, because with this cast and this topic would it really be a good movie.

Randbemerkung: Interestingly, the Miyagi event Kyūjō Jiken – Palace incident explained in some detail in the film: After rumors began circulating, that the Tennō was ready, to surrender, tried circles of the army in a military coup, the targeted directly against the Emperor. Having refused, however, large parts of the army, to join in, committed leader, General Tanaka, Suicide. Many others also committed suicide and the coup attempt failed. Fortunately, you have to say probably, because Japan had not surrendered, things for Japan would certainly have not improved. By the surrender the land escaped perhaps even the fate of Germany – want to be called, a division of the country. This coup is missing (how many other incidents also) in Japanese textbooks, and so it is quite welcome, that this movie in this respect makes a little reconnaissance work.

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Character of the Year 2011: Bonds (kizuna)

December 13th, 2011 | Tagged , | 1 Kommentar | 1267 reads

Delegated = Bindung

And the winner is… a character, that not even the ca. 2,300 main character is. Read it “have” or “ban”, “kizuna” as well as “hoda-sareru”. The left radical means thread, and so it has to do something: The sign used to stand for a band, fascinated with the horse you Foot. Today is the sign, if at all, used with a reading: kizuna. This means Binding, and is meant that since the severe earthquake and tsunami in March often evoked the bond between people / in society, get through the tragedy together to. The word or. Characters you see in fact quite often these days.

With the human bond between it worked not always so, as it should – after the quake, there was looting in Japan, and from a reliable source I know of at least one case, where someone was stabbed because of a canister filled with fuel – But in the great whole, the solidarity among themselves very remarkable, and the discipline anyway: It will be donated, there's no tomorrow, and very, many Japanese are driven at least once to the north, to help.

About 500,000 People participated in the survey for the character of the year 2011. Good 60,000 selected “kizuna” (not bad, good about. 10,000 Characters in total). Place 2 occupied “Disaster – sai” (Accident, Character of the Year 2004) and 3 “Shock – shin” (Quake, Character of the Year 1995, see below). So slowly we go from here, the character for disasters, and I hope to open one more positive sign (pun intended) next year.

Trivial as a sign of the year: After the war, hundreds of characters simplifies. Including the sign 半 – The two slashes run up originally mirrored horizontally (So they show up mid-and out but not up). Even characters, The characters of this, were modified accordingly. But not 绊 – which is not one of the most important characters.

Here is an overview of the characters of the year since 1995:

1995 Shock (Shin = quake: Kobe Erdbeben)
1996 Food (Shoku = food: O-157 food poisoning, BSE usw.)
1997 Inverted (Tō = drop, go bankrupt: Numerous bankruptcies of large capital companies)
1998 Poison (Doku = Poison: Dioxin- und Hormone scan Dale, Poisoning with toxic curry etc)
1999 End (Sue = Ende: End of the millennium, Doomsday scenarios, Nuklearunfall in Tokaimura etc.)
2000 Gold (Kin = Gold, Money: Medaillen in Sydney, Kim Song-Il, new coins and notes, etc.)
2001 War (Sen = fight: Terroranschlag auf World Trade Center usw.)
2002 Come (Ki = return: Economy is showing signs of recovery, Reduce workers' overtime, etc.)
2003 Tiger (Ko / zoom = Tiger: Economy strengthened, Hope)
2004 Disaster (Sai / wazawai = Unglück: Extremely hot summer, many typhoons, major earthquake in Niigata)
2005 Love (Ai = Love: Motto der Expo, Reconstruction after disasters, celebrity weddings)
2006 Life (Inochi = Life: Born Princess, Suicide of schoolchildren, Uncertainty in life)
2007 False (Denise = fake: Numerous food labeling fraud, Politician's wife Dale usw.)
2008 Change (kawaru change =: Major changes in policy – Obama, Climate change, Economic problems)
2009 New (Shin = new: New balance of power in Parliament, new laws, etc.)
2010 Heat (Sho = s own words: Record summer, Miners in Chile survive in hot tunnels, etc.)

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Unit 731

February 23rd, 2011 | Tagged , | 7 Comments | 2061 reads

One of the vielbeschworenene especially in Japan similarities between Germany and Japan is the fact, that the nationalist, totalitarian regimes during the Second World War such a hatred of other developed, that they denied any humanity, and thus it was considered legitimate, experimenting on living human. This happened in the concentration camps of Germany and the occupied Japan from happened in China. And possibly also in the heart of Tokyo. We are talking about the infamous 731Force (nana-san-ichi butai) – Unit 731. The unit was led by military doctor Shiro Ishii and Lieutenant General.

Ishii and Unit 731 are well known in Japan – primarily through the novel Satiation of the devil (Akuma no hōshoku) – Saturation of the Devil von Seiichi Morimura. The novel is presented from the Unit 731 crimes committed for the first time the public is, but was also criticized, da z.B. a photo was faked evidence and all witnesses, which were cited in the book, were anonymous (For obvious reasons,, be said to, for nationalists in Japan, a) deny the existence of such crimes and b) are not exactly squeamish). Unit 731 belonged to the Kwantung army – Guangdong-Armee , and worked as a unit to provide clean drinking water for the troops disguised.

Real mission of the unit, however, was the exploration and production of biological weapons, have been tried, especially in China on Chinese prisoners. Near the Chinese city of Harbin built the unit 1940 a huge investment, the approximately 6 square kilometers and about. 150 Building included – with thousands of containers, where e.g.. Were bred disease vectors such as fleas and rats. Were tested for military utility of highly contagious diseases such as plague, Cholera, Smallpox, Tularemia(Tularemia) and other. Of people were there but also weapons testing and much more – Organs were taken from living people, Limbs amputated and reattached falschrum, Body parts frozen and thawed, etc.. usf. We tested not only on Chinese soldiers, but also to women and children. Information about the total number of victims vary considerably – numbers can be found from a few thousand deaths to 400’000 Dead (The exact figure is likely to be difficult to determine exactly how the number of such. the dead of the bombing of Dresden – especially as the discussion around this topic is not always very heated).

Back to Tokyo: 1989 was found in the Shinjuku district near a large hospital and a school for infectious diseases, a mass grave, which pointed to possible war crimes. 2006 Toyo Ishii, a certain woman spoke up – She worked one day in the lab and the School of Military Unit 731 in Tokyo und offenbarte, that in the last days of the war helped, Burying corpses and body parts, to cover up the crime. She was even approached by the health minister cited, to verify its report.

Yesterday it was finally so far: After a long preparation, after all, even residents were relocated to, began yesterday, at the 21. February 2011 so, in Shinjuku/Tokyo (more precisely, Toyama 1chōme, exact location see here with the excavations at the former location of the unit 731. This is significant for Japan – a country, in which one is true of any war atrocities is certainly, would like to cover up its own role but rather. We can look forward to the results. China is certainly more than excited, because most of the victims were Chinese.

Ishii was no way held responsible for his actions: He negotiated with Murray Saunders, an American military doctor, a deal – In return for the transfer of research results from the biochemical experiments it has been granted law enforcement. Ishii operate in the following years, a small brothel and was popular in the neighborhood, because he treated patients for free. Ishii died 1959 Finally, a natural death. So at least one interpretation. There is also the view, that Ishii moved to Maryland / U.S., order to continue working in research.

Japanese news (Video) for excavation
News on to Asahi
Eyewitness account of a single 731-member (German, TAZ)

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Skirmish at Island in the Far East – a warning sign?

September 25th, 2010 | Tagged , | 3 Comments | 1093 reads

Today, the judicial authorities in Okinawa released the captain of the Chinese fishing boat, which is close to a good week before the 尖 阁 诸岛 Senkaku Islands alias 钓鱼台 群岛 Diaoyu-tai-Inseln (Chinese name) boat collided with a Japanese coastguard.
Those islands are uninhabited, are generally regarded as Japanese territory, But at the same time and have always vehemently Taiwan and the VR China claimed. It is certainly less in the islands to the islands as the environment around the islands – Finally, the area is around the islands to a distance of 200 km to international law the owner of the islands as Exclusive Economic Zone (EEZ) available. And around the Senkaku Islands, there are plenty of fish – and natural gas fields.

1895 Japan tore the Senkaku Islands with Taiwan under the nail. Laut of 1952 entered into force Treaty of San Francisco were among the islands “officially” zu Japan – control of the islands of Okinawa and was very 1972 returned by the Americans in Japan. Too bad, that neither the PRC nor Taiwan signed the contract.

In the incident a week ago took the Coast Guard determined the crew of fishing boat – and left up to the captain all released immediately. China was outraged that account: It ordered the Japanese Ambassador an award (Even after midnight), said all the meetings between Japan and China from on high and Provizebene and threatened with all sorts of measures. Almost as a return to yesterday were also four Japanese in China indicated suspicion of espionage. Japan, meanwhile insisted on an objective response, China to compromise. The U.S., after all, Japan's military ally, watched the goings-on rather listless and recently raised just short of the index finger.

Now there is trouble around islands in this region have always (see e.g.. here) – with Russia and South Korea. In terms of Senkaku Islands in Japan, however, make sure have a thick skin: China knows whether its size and Japan's dependence on the Chinese market. As will become evident very soon, Whose thumb presses are more effective.

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