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Please note: This is a machine translated version. The original article is in German and can be accessed .

Lose Gedanken zur japanischen Arbeitswelt

April 8th, 2016 | Tagged , | 7 Comments | 865 reads

April – das ist nicht nur der Beginn des neuen Schuljahres in Japan, but – logically – auch der Monat, an dem die frischgebackenen Schul- und Universitätsabsolventen ihre neue Arbeit antreten.
So auch bei meinem Kunden, bei dem ich einen Tag in der Woche vor Ort arbeite. Dieser Kunde ist eine mittelgrosse, rein japanische Softwareschmiede, die sich auf Oracle und Salesforce-Entwicklung spezialisiert hat. Und zwar ziemlich erfolgreich – man residiert quasi direkt neben der Ginza. Heute war dabei der erste Tag für 5 Neuankömmlinge: 4 Uni-Absolventen und 1 Quereinsteiger. Die Absolventen haben übrigens – und das ist typisch in Japan – noch nie ernsthaft programmiert und noch nie von Salesforce gehört. Sie sind jedoch die Überlebenden eines interessanten Rekrutierungsprozesses, bei dem Fragen wie “Wie viele Toilettenrollen verbraucht man in Japan pro Jahr?” gestellt werden. An der Frage scheitern schon mal sehr viele, denn diese Frage setzt voraus, dass man ungefähr weiss, wie viele Einwohner das Land hat. Die meisten wissen es nicht.

Und in der Nacht geht es im kuscheligen Nahverkehr nach Hause

Und in der Nacht geht es im kuscheligen Nahverkehr nach Hause

Es gibt da die Mär der Sushiköche, die angeblich jahrelang Teller spülen müssen, bevor sie ihren ersten Fisch aufschlitzen dürfen. Das kommt nicht von ungefähr. Altehrwürdige Sushiläden funktionieren in der Tat nach dem Prinzip: Ein paar Jahre Teller waschen, dann ein paar Jahre Reis zubereiten, dann darf man irgendwann an weissfleischigen Fisch, später an roten (wie Thunfisch und so weiter). Bis man endlich selbst an der Theke steht, können so schnell fast 10 Jahre vergehen. So in etwa läuft das auch bei meinem Kunden. In den ersten zwei Jahren dürfen die Neuankömmlinge quasi nur eines: Testen. Hunderttausende Datensätze erstellen, in allen nur erdenklichen Kombinationen, dann hochladen und testen, bis der CPU schlapp macht. Irgendwann beginnen sie dann, das Programmieren zu lernen – damit sie dann sogenannte Testklassen schreiben dürfen, mit der die richtigen Klassen getestet werden (bei Salesforce ist das Pflicht). Dann wird für eine Prüfung nach der anderen gelernt. Und nach ein paar Jahren darf man, wenn man sich gut geführt hat, zum Kunden – und Spezifikationen für Kunden schreiben. Und Programmieren, so sich herausstellt, dass man das Zeug dafür hat. Das ist eine harte Schule – zwei Jahre nur testen ist nicht Jedermanns Sache, und so verlassen eins, zwei Leute pro Jahr die Firma wieder.

Wer es geschafft hat, darf dann weitermachen wie bisher: Arbeiten bis der letzte Zug fährt, mit hohem Termindruck – aber tagsüber eher döselig und am Handy herumspielend. Gelegentlich mit Kommentaren von oben nach dem Motto “na zum Mittagessen gehen ist diese Woche leider nichts”. If hot, man soll sich das Essen gefälligst während der 13, 14 Stunden vor dem Rechner in den Rachen stopfen. Das ist freilich furchtbar effektiv: Sure, das Prinzip des jahrelangen Trainings an der “Basis” hat ungemeine Vorteile. Das dröge Überarbeiten am Computer nicht. Gerade beim Programmieren nicht. Es gibt Ausnahmen, aber in der Regel kann man ein Problem, für das man nach 10 Stunden Arbeit eine Stunde braucht , um es zu lösen, am nächsten Morgen in 10 Minuten lösen.

Kein Themenwechsel, aber eine andere Geschichte: Gestern traf ich im morgendlichen Berufsverkehr jemanden, den ich ein paar Wochen zuvor in meiner Stammkneipe (etwas übertrieben vielleicht, bei rund einer Sitzung pro Monat) kennengelernt hatte. Er ist jetzt im dritten Jahr an der gleichen Universität, bei der ich vor 18 Jahren ein Jahr lang studiert hatte. Zu Beginn des dritten Jahres beginnen japanische Studenten normalerweise ihre Stellensuche. Entschieden wird dann meist noch vor dem Sommer – also fast ein Jahr vor den eigentlichen Abschlussprüfungen, aber die sind ja in Japan nur eine Formsache. Er war frisch gebügelt auf dem Weg zur Informationsveranstaltung einer Firma. Ich fragte ihn, ob er denn plane, vor Arbeitsantritt noch eine grössere Reise zu planen – das machen viele Japaner so. Aus guten Gründen: Er antwortete, dass das wohl angebracht sei – schliesslich könne man ja danach “für die nächsten 40 Jahre nicht mehr verreisen”. Das ist keine sensationelle Feststellung, aber mich überraschte die Selbstverständlichkeit, mit der er das sagte. Da klang kein bisschen Bedauern mit, sondern einfach nur der Tenor, dass das eben der unabänderbare Lauf der Dinge sei, mit dem man sich abgefunden hat. Uni. Ready. 40 Jahre ohne wesentlichen Urlaub arbeiten. Ready. Und wenn dann noch genügend Lebensenergie bleibt und nicht der Krebs oder eine andere Krankheit gegen Ende des Arbeitslebens zugeschlagen hat, vielleicht noch ein bisschen Urlaub.

And, ich lebe gern in Japan. And, ich passe mich natürlich an meine Umwelt an. No, an diese Arbeitsweise, und an diese Denkweise werde ich mich nie anpassen. Ich werde sie aber auch nicht bewerten. Mich versöhnte letztendlich, dass der Kollege mit seinem ihn erwartenden Schicksal versöhnt schien.

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Obsession Gacha

March 16th, 2016 | Tagged | 5 Comments | 549 reads

Nur echt im Negligé:  Anchira「西南西の守護神」/「根岸千秋@1日目東ユ-24a」の作品 [pixiv] #pixitail

Only genuine in negligee: Anchira work of "west-southwest of the guardian" / "Chiaki Negishi @ 1 day Higashiyu -24a" [pixiv] #pixitail

Lately it is again bombarded in Japan with a particularly annoying schtick. It refers to the fantasy game Gran Blue. And annoying is the whole reason, because the advertising industry want to with all the power plant a new word in the brains of people: Grumble guranburu – i.e. “Granblue (Fantasy) play”. It borders on brainwashing. Unfortunately, very effective – the game had probably already in the past year 7 exhibit million downloads, and expected to have grown considerably. The game works by today's conventional freemium strategy: You can download the game for free on your mobile phone or other mobile devices, but who want extras or move faster intends, pay extra. And lots of it. In Gran Blue there is 300 Yen, so good 2 Euro, Buy crystals, containing something. The weapons can, his armor or even companions. What you buy because, one does not – you have to break up the crystals after the acquisition, and live with it.

Particularly popular here probably a figure called Anchira, the only 3% of cases occur. Says the Manufacturer, Cygames. At the beginning there were a special action, wherein the probability, to meet Anchira, was doubled. Says the Manufacturer. But there was Zocker, then sat down, streamed their game – and translated in thousands of euros a few hours in the sand. A player had loudly this Artikels¹ only at 2'276sten time success and until then correspondingly almost 5’000 Euro gelöhnt. This was a chance of success 0,04% instead of propagated 6%. And he was probably not an isolated case.

Gacha-Automat: So wie er aussieht, einer der Ersten in Japan

Gach-Automatic: Just as it looks, one of the first in Japan

Themselves to blame, you want as like to say. Or loud “Fraud” call. Interestingly though definitely the Gacha principle. Gacha is the Japanese name for capsule toys, similar to children surprises. Machines, selling such toys, were 1965 invented in the US and found since 1970 many fans in Japan. Even after 45 Years keeps the love of gacha – everywhere you find those machines, and not just for kids, but also for adults. Gran Blue plays with this preference, and obviously quite successful (and apparently not very clean). After all, at least one branch in Japan, when business is booming right!

Gigantische Gacha-Ecke (in Kagoshima)

Gigantic Gacha corner (in Kagoshima)

See Japan Times: Smartphone gamers blow small fortune on their obsession

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Now it's official: Japaner sterben aus

March 3rd, 2016 | Tagged | 10 Comments | 632 reads

All 10 Jahre gibt es in Japan eine große Volkszählung, und alle 5 Jahre eine kleine. Nun war es wieder so weit, und vor einer knappen Woche wurden die Ergebnisse veröffentlicht¹. Diese Ergebnisse sind keine große Überraschung, aber sie markieren dennoch eine historische Zäsur: Zum ersten Mal seit Beginn der Volkszählungen vor knapp 100 Jahren ist die Bevölkerung Japans gesunken, sprich die Wachstumsrate ist nunmehr negativ. In other words: Es sterben mehr Japaner als neue dazukommen. In Zahlen ausgedrückt, there 2016 knapp eine Millionen weniger Japaner als noch 2011; of 128 Millionen Einwohnern sind nur noch 127 Millionen da.

Das ist freilich kein Wunder, liegt doch die Geburtenrate seit Jahren bei rund 1,4 Kindern pro Frau. Logischerweise braucht man aber 2,1 Kinder oder mehr, um ein positives Wachstum aufzuweisen. Oder mehr Einwanderer, but that will not happen as quickly. Not in Japan. Und so zeigten sich die Politiker erschrocken, und Abe erklärte, dass er alles daran setzen werde, dass die Bevölkerung nicht unter 100 Millionen rutscht. Da muss er sich allerdings anstrengen, denn das Land rast mit hoher Geschwindigkeit auf diese Marke zu. Und da nunmehr schon ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 Jahre ist, wird sich der Trend noch beschleunigen.

Bevölkerungsentwicklung Japan - bisher und Prognose

Bevölkerungsentwicklung Japans – bisher und Prognose (Those: Wikipedia)

Wer in Tokyo oder einer anderen Metropole Japans wohnt, sollte an diesem Punkt vielleicht Hoffnung schöpfen, dass die Züge bald etwas leerer werden. Da wird man jedoch noch eine Weile warten müssen, denn Tokyo zählt zu den weniger als 10 Prefectures, in denen mehr Menschen leben als vor 5 Years. Will hot, der jetzige Rückgang betrifft in erster Linie die ländlichen Regionen, und das ist in den meisten Gemeinden mehr als offensichtlich: Für immer geschlossene Läden und verfallende, da schon lange unbewohnte Häuser sind dort ein alltäglicher Anblick.

Der Trend hat auch große wirtschaftliche Konsequenzen – und zwar seit vielen Jahren: Da schon lange offensichtlich ist, dass die Bevölkerung abnimmt, geht auch die Wirtschaft von einem abnehmenden Markt aus – in den man nur ungern investiert. Damit wird Japan nun allerdings leben müssen, denn dieser Trend ist nicht ohne weiteres umkehrbar.

¹ See, among others here

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Japan is safe? One of many statistics

February 8th, 2016 | Tagged | 7 Comments | 868 reads

Last week I had a curious case reported, the currently the Japanese police and the media employed: The mysterious theft of straps in trains in the capital region. As reaction to the article was one of the issues, how safe is Japan because these days actually.

Doitsu News Digest (doitsu = Deutschland), online- and print edition of a Japanese news network with offices in Dusseldorf, Paris and London, dedicated to the sides 13 to 15 The latest issue (see here) the topic Crime also a few pages – inter alia, to crime incidence in comparison between Germany and Japan. The figures are quite clear, according to these statistics. According to German crime statistics, there are in Germany “most dangerous” city, Frankfurt am Main, knapp 17’000 Offenses per 100’000 Population. The majority of offenses consists of property offenses, Robbery and fraud. In Berlin there were 2014 however, almost 16,000 Fälle (second place) however, and in Munich less than 8’000 Fälle.

Verbrechensstatistik: Häufigkeit je Präfektur (Quelle: http://area-info.jpn.org/CrimPerPop.html)

crime Statistics: Frequency per prefecture (Those: http://area-info.jpn.org/CrimPerPop.html)

In Japan, however, one can emphasize a zero: The statistics for measuring crime in Japanese cities led by Osaka: With 1,700 cases to 100’000 Population is this city the “hottest paving”. Depending on, where to look, you will still find other details, but on the whole, the crime list seems to be actually led by Osaka and there around 2% to lie (see for example here). Tokyo is located, in comparison Prefecture only on rank 7 with 1.5% and Akita prefecture with 0,5% in last place (could be sunk as, that was clear – da da everyone knows each). If the figures may also vary slightly – the dimensions are relatively clear: The prejudice, that Japan is extremely safe, is no prejudice. Although the Japanese media often paint a different picture, when they pounce again enjoyable on a new murder case.

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The Shinto University

January 26th, 2016 | Tagged , | 3 Comments | 674 reads

Every morning I walk past this vast display of a university on the platform: “Become a Japanese, which reflects the heart of the country!” Now although I am long enough in Japan, order not to find too exceptional, still enough German, to view with a German eye. My mind's eye is this notice then sets in Germany – in German – before. “Complete the course for Germans at the Heinrich-the-squinters University”. Madness. In the small print are still a few details – such as the importance of learning the traditional Japanese way of sitting, called Sit seiza, or the correct handling of chopsticks”.

Anzeige der Kokugakuin-Universität

Display of Kokugakuin University

The ad promotes the Kokugakuin Kokugakuin Universität (on Wikipedia Is there even a German contribution), and you deliberately chose the old characters for the name (the spelling is used today 国 学院 大学). The university has at least approximately 11,000 Students and was founded 1920. The establishment is known for its proximity to the Shinto, because here you can be trained to Shinto priests.

The display is certainly an eye-catcher, she stabs it appears from the usual in Japan images of all too perfect people in advertising. On the other hand I can live so long in Japan – on these heavily nationalistic style I'll never get used to me quite. But here just different standards apply.

Interestingly at the Kokugakuin University is the Shinto Encyclopedia, at which one has worked a few decades. There is even a fully public English version here, in which it is worthwhile, poke around a bit.

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Opposition in the fight against the overtime

January 16th, 2016 | Tagged , | 4 Comments | 512 reads

Katsuya Okada 2010 in Honolulu. Quelle: Wikipedia.

Katsuya Okada 2010 in Honolulu. Those: Wikipedia.

Katsuya Okada, Head of the opposition Democratic Party, today made an interesting legislative proposal: Unpaid overtime (sogenannte service overtime) should therefore be banned, the number of hours per week to be regulated by an upper limit and the time between two shifts should be defined by a statutory lower limit. Grounds: The current work culture can be like not so well agree with the family life.

The proposal comes on the same day, Late in the near Karuizawa in Nagano Prefecture in the night a bus carrying 39 Skiing holidays accident. 14 Inmates did not survive the accident. At the accident site, there were no less than ice or snow. Just a few hours later, however, it was found, that the bus company was already in the sights of supervision, because you failed, to allow the mandatory health checks carried out for drivers. In addition, there were rumors, that the two drivers drove daily for three days on highways through the area, which could fuel the debate about the working hours even further.

Now Okada's proposal is obviously laudable, but unfortunately there is a small flaw: Okada and his party are part of the opposition, and currently has absolutely nothing to say in Japan. Therefore, is likely to happen not too much.

According to the topic: Over a week ago appeared in the online edition of the Süddeutsche Zeitung published the article In the land of panting, where it comes to the working conditions of Japanese women. Of the, now so, abesehen getting used to headline times the article is worth reading and reflects quite well quite a sad reality again.

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New Year – New Event! It's that easy.

January 5th, 2016 | Tagged , | 5 Comments | 713 reads

Auch in Japan bringt 2016 einige Neuerungen mit sich, und eine Neuerung der angenehmeren Sorte habe ich erst heute festgestellt: From 2016 gibt es einen Feiertag mehr in Japan. In fact (Fanfares, Please) the 山の日 yama no hi – Day of the mountain. Dafür hat man den 11. August ausgewählt – ein Feiertag mit festem Datum also, was bedeutet, dass dieser Feiertag ausfällt, wenn er auf einen Sonnabend fällt. Eigentlich sollte der 12. August Tag des Berges werden, doch davon hat man aus Pietätsgründen letztendlich abgesehen: 1985 zerschellte Flug JAL123 an einem Berg in der Präfektur Gunma – 520 Passagiere starben, only 4 überlebten.

Von dem neuen Feiertag werden nicht allzu viele Japaner etwas haben, denn Obon fällt in vielen Jahren auf dieße Zeit und ist damit sowieso schon in vielen Firmen ein Feiertag. Am Tag des Berges soll man von jetzt an gefälligst die Berge wertschätzen. And why not. Es gibt bereits den Tag des Meeres, und sowohl Berge als auch Meere gibt es mehr als genug in Japan.

Feiertage sind in Japan – unfortunately, it must be said – Staatssache. Say, alle nunmehr 16 (!) Feiertage gelten für das gesamte Land. In Deutschland sind viele Feiertage Ländersache, und im Schnitt kommt man auf 9 to 13 Holidays, je nach Bundesland. Ein Gedanke hinter den doch ungewöhnlich vielen Feiertagen ist die Idee, Japaner zu mehr Urlaub “zu zwingen”. Zwar gibt es auch hier gesetzlichen Urlaub, aber in vielen Firmen ist es noch immer fast unmöglich, den Urlaub auch wirklich einzulösen.

So ganz funktioniert das ganze allerdings nicht. Zum einen liegt das daran, dass Dienstleister, aber auch viele andere Gewerbezweige selbst gesetzliche Feiertage ignorieren (der Postbeamte, der jeden Tag Pakete aus meinem Büro abholt, erzählte mir erst heute, dass er morgen zum ersten Mal seit 44 Tagen einen freien Tag hat). Zum anderen hat ein Feiertag, an dem quasi das gesamte Land frei hat, nur bedingten Erholungswert: Wohin man auch geht, es ist überall hoffnungslos überfüllt, Übernachtungen sind teurer als üblich und so weiter und so fort. Daran wird sich allerdings so bald nichts ändern – man kennt es einfach nicht anders.

Hier noch einmal der Vollständigkeit halber die aktualisierte Liste japanischer Feiertage:

1. January New Year's Day (gantan) New Year
2. Monday in January Coming-of-Age Day (Seijin no hi) Day of adult
11. February The date of the founding remember の (Kenkoku Kinen no hi) National Foundation Day
20. March Vernal Equinox の (shunbun no hi) Spring Day- and equinox
29. April Showa Day (Shōwa no hi) Showa-Tag (prior Emperor)
3. More Constitution Day (kempo kinenbi) Constitution Day
4. More Greenery Day (midori no hi) Greenery Day
5. More Children's Day (kodomo no hi) Children's Day
3. Monday in July Marine Day (umi no hi) Day of the Sea
11. August Mountain of the day (yama no hi) Day of the mountain
3. Montag im September The respect for the elderly の (keirō no hi) Day of respect for old people
22. September Autumnal Equinox の (shūbun no hi) Autumn Day- and equinox
2. Monday in October Sports の (taiiku no hi) Sports Day
3. November The culture の (Bunka no hi) Day of culture
23. November Labor Thanksgiving Day (rōdō kansha no hi) Day of thanksgiving for the work
23. December Emperor's Birthday (Tenno tanjōbi) Tennō Birthday

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Nächtliches Tête-à-tête mit der Polizei

December 1st, 2015 | Tagged , | 10 Comments | 701 reads

Wie viele Beschwerden habe ich darüber schon gelesen: Die Polizei halte andauernd Ausländer auf Fahrrädern an, um sicherzugehen, dass das Fahrrad nicht gestohlen wurde, was schon fast an Schikane grenze. So richtig konnte ich das bisher noch nicht nachvollziehen, denn in meinen nun fast 20 Jahren Japanerfahrung und ungezählten Kilometern auf verschiedensten Fahrrädern wurde ich bisher noch nie angehalten. Das war mir fast schon unheimlich.

Gegen Mitternacht am Sonnabend passierte es dann doch. Bei Kilometer 63 auf meiner Tagesetappe hielten mich plötzlich zwei Polizisten an der Brücke zwischen Tokyo und Kawasaki auf. “Nanu, brauche ich jetzt für die Einreise in die Präfektur Kanagawa plötzlich ein Visum?” dachte ich erst – denn eigentlich gab es keinen ersichtlichen Grund, mich anzuhalten. Ich hatte Vorder- und Rücklichter, keinen Regenschirm in der Hand und keine Kopfhörer auf. Die letzte rote Ampel, die ich überfahren hatte, sollte auch ausser Sichtweite gewesen sein. Sofort wurde ich von den beiden nach der 防犯登録 (bōhan tōroku), der polizeilichen Registrierung meines Fahrrads, in demand. Die ist in Japan Pflicht. Der Polizist suchte nach dem markanten Aufkleber und fand ihn auch schnell. Nanu, Präfektur Chiba!? Das liegt doch auf der anderen Seite von Tokyo! Sehr verdächtig. I told them, dass ich letztes Jahr von Chiba nach Kanagawa gezogen bin. Woher ich gerade komme, war die nächste Frage. Als ich sage, dass ich gerade aus dem 20 Kilometer entfernten Ikebukuro komme, schauen sie mich noch mal verdutzt an. Dann wird über Funk die Polizei in Chiba kontaktiert. Zwischendurch sagt mir noch der Polizist, dass das ja ein ganz schön teures Fahrrad sei. Well, in einem Land, in the 98% der Menschen mit gerade mal gut 100 Euro teuren Omafahrrädern herumkrepelt, ist ein 600-Euro-Rad natürlich schon auffällig.

After nearly 10 Minutes, jetzt bin ich auch endlich richtig ausgekühlt, antwortet endlich die Polizei in Chiba und bestätigt, dass der Name des “Fahrzeughalters” mit dem von mir angegebenen Namen übereinstimmt. Meine Identität überprüft man interessanterweise nicht, und endlich kann es weiter gehen. Bei Kilometer 66 fahre ich schon wieder an einer anderen Streife vorbei, aber die haben Gottseidank schon einen japanischen Radler an der Angel und lassen mich ziehen, Zwei Mal muss nicht sein.

Those who still do not know – wer in Japan Fahrrad fährt, sollte auf jeden Fall wissen, auf wessen Fahrrad er da sitzt. So es ausgeliehen ist, sollte man eine Telefonnummer des Verleihs (oder des Besitzers) dabei haben, sonst kann es bei Kontrollen etwas länger dauern. 

2013 wurden in Japan rund 300’000 Fahrraddiebstähle gemeldet. In Deutschland waren es in etwa eben so viele (wobei Deutschland nur zwei Drittel der Einwohnerzahl hat). If hot, in Sachen Fahrrad ist Japan gar nicht so sicher, wie man meint. So gesehen sind die gelegentlichen Kontrollen nicht ganz unberechtigt.

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Pädophilenalarm – Enjokosai

November 26th, 2015 | Tagged , | 3 Comments | 635 reads

Sittenpitti-Alarm in Japan

Sittenpitti-Alarm in Japan

Ich weiss die App 防災速報” (bōsai sokuhō) – Katastrophenschutz-Blitzmeldung von Yahoo! Japan zu schätzen. Sie kostet nichts und sagt mir regelmässig bescheid, wenn Gefahr im Verzug ist. Das kann man auch wunderbar einstellen – was interessieren mich denn Erdbeben unterhalb der Stärke 5? Eben. When it “pling” macht und mein Handy mir sagt, dass es in ein paar Minuten exakt dort, wo ich gerade bin, gleich fürchterlich regnen wird, dann regnet es auch in der Regel ein paar Minuten später in Strömen.

Den Alarm, der heute jedoch, an einem schüttelfreien und blaubehimmelten Donnerstag reinkam, hatte ich vorher auch noch nicht gesehen. Laut Katastrophenschutzeilmeldung wurde ich darüber informiert, dass nur einen Kilometer von meinem Haus entfernt ein wildfremder und verdächtig aussehender Mann kleine Mädchen auf ihrem Nachhauseweg anquatscht – und zwar mit der Aufforderung, sie solen doch in eine 援助交際 enjo kōsai-Relationship¹ consent. Diese Nachricht wurde ihnen präsentiert von ihrer freundlichen Polizeiwache um die Ecke.

Sieh an – so vielfältig ist die Funke heutzutage. Böse kann ich ihr dafür nicht sein, denn just zu diesem Zeitpunkt war auch meine Tochter auf dem Heimweg, und die soll natürlich bitteschön keinen Sittenstrolch begegnen. Mich würde allerdings dann doch brennend interessieren, wie viele Mütter in der Gegend durch die Nachricht mobilisiert wurden. Und zu guter letzt hoffe ich natürlich, dass das für eine ausgemachte Menschenjagd hervorragend geeignete Werkzeug nie zur selbigen eingesetzt wird.

¹ Enjo Kōsai – see Wikipedia. A propos: Erst Anfang diesen Monats veröffentlichte die UN einen Bericht über das Enjo Kōsai-Phänomen. Demzufolge sind 13% der japanischen Schülerinnen (älteren Semesters) mehr oder weniger mittelbar daran beteiligt. Da der Übergang zur Prostitution hier sehr fliessend ist, wurde die japanische Regierung deshalb stark kritisiert – Regierungsvertreter wiesen den Bericht und die Kritik jedoch zurück und halten den Bericht für übertrieben. Mehr dazu siehe unter anderem here.

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Paris is not the same New York. Or Tokyo.

November 20th, 2015 | Tagged , | 6 Comments | 914 reads

Schlagzeile in der Klatschpresse: Der Tag, an dem Tokyo zum Terrorziel wird.

Headline in the tabloids: The day, is at the Tokyo terror target.

It can not be denied – Japanese and living in Japan foreigners have a very comfortable place in the back row, to see all the turmoil in Japan viewed from from the Middle and Far West. Refugees? Will we see absolutely nothing to. Islamists in the country? Probably not. Japan rather produces its own religious fanatic, which then also must lack firearms access to alternatives.

Das Konzept des Islams ist weitgehend unbekannt und so auch der Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten. The common knowledge is limited, that Islam is monotheistic and banned alcohol and numerous food (the latter restrictions are the most modern Japanese in itself very suspicious).

9/11 however, although this is also happening in a great distance, left a deep impression. This was partly because, that the attack was more spectacular than that of Paris. In Shinjuku is a Twin Tower (the City Hall of Tokyo in Shinjuku). Also in and around Tokyo is a busy aviation. With just a little imagination one can understand the risk situation. The great interest in 9/11 but rather was based on, that it took place in the US. What happens there, Japan very busy. When the giant US sneezes, Japan gets immediately a cold. Quite different in the Middle East or in Europe: Due to the economic influence it interesting to the general public very comfortable here, ob in China ein Sack Reis umfällt. However, whether the Golan Heights are under attack or whether Mosul falls, whether the editors of a little satire sheet is massacred in Paris in the middle or if a soccer match is canceled in Germany, is in Japan really care. All this is far away, irrelevant and flickers at most times briefly into the public consciousness – so for example if a compatriot, as the two decapitated by Daesh journalists, is concerned.

Sure, in the news and the images of refugees and assassinations are shown. Recently, I'm very often asked about the refugee problem – this is not surprising, since Japan takes more than a few dozen a year on, so that one responds here with disbelief to the latest figures from Germany (the comments of my fellow Japanese in this regard are often judgmental, So neither positive nor negative). Which, however, for example in Japan missing, is the wave of (Pseudo)solidarity among ordinary people, good to see in social media, where suddenly every other Facebook users their profile picture occupied by the Tricolore. With good intentions, of course,, but pseudo therefore, because in those moments almost everyone seems to forget, that the assassination in Paris is not unique, but who adorns his profile picture already with the Lebanese or Nigerian flag (order to answer the question itself – Among my Facebook contacts exactly one).

And so Paris is far away. No one is really shocked – at least not as shocked as the average Central Europeans, including me, because the attacks were attacks on the, what we call the finer things in life: Concerts and evening in outdoor cafes and restaurants depend. In other words, an attack on the self-evident for us Luxury.

Can the same thing happen in Japan? Categorically one can not rule out the. But it's far less likely than in Germany, for example,. Currently there are no concrete dangers. That will not change so quickly, at least not by refugees from Arab countries. As Prime Minister Abe at a press conference in New York on 29. September was asked, whether Japan would be willing, (more) Accept refugees from Syria, was answered, that you intend to tackle the problem of demographic change differently: They want to first make sure, that women and the elderly have better working conditions and increase the birth rate. That it in the reception of refugees is not about Japan strongly aging society but a humanitarian gesture, did not play the slightest role as. The humanitarian role of Japan can be seen with the payment of funds to development as completed.

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