Please note: This is a machine translated version. The original article is in German and can be accessed .

Fahrschule in Japan Teil 2

November 19th, 2017 | Tagged , | No comment so far | 64 reads

Aus gegebenem Anlass nun also Teil 2 (und vorerst der letzte Teil) zum Thema Fahrschule in Japan – the first part is here.

Und bevor ich es vergesse – vorneweg eine kurze Randnotiz für die Freunde der japanischen Sprache. The word “Driver's license” entspricht im Japanischen dem Wort 免許 menkyo (das ist der kürzeste Begriff, der volle Begriff ist 運転免許 unten menkyo, und der offizielle Begriff beinhaltet natürlich, auf was für ein Fahrzeug sich der Führerschein bezieht. “Menkyo” setzt sich aus den Schriftzeichen men (Ausnahme, Befreiung) und kyo (Erlaubnis) together – es handelt sich also um eine “Ausnahmegenehmigung”, und die Logik hinter diesem Wort ist verblüffend einfach: Per Gesetz ist es in Japan jedem verboten, ein Fahrzeug zu operieren. Wer von diesem Gesetz ausgenommen werden möchte, braucht deshalb eine Ausnahmegenehmigung – den Führerschein. Und noch ein Wort ist interessant: 助手席 joshuseki – der Beifahrersitz. Die korrekte Übersetzung lautet jedoch “Assistentensitz”, und das stammt aus der Zeit um 1916, als die ersten Taxis in Japan auftauchten und ein Assistent an Bord war, um den Motor anzukurbeln, die Tür zu öffnen und dergleichen. Noch heute steigen Japaner bei einem Taxi immer hinten ein (unless, es fahren mehr als 3 Leute mit), und nur die hinteren Türen öffnen sich automatisch.

Nach dem Erlangen der provisorischen Fahrerlaubnis geht es nun also raus auf die Strasse. Das war im Fall meiner Fahrschule zumindest eine kleine Herausforderung – jedenfalls bei Autos mit manueller Schaltung. Es gibt zwei Wege aus der Schule – eine 10%ige und eine 12%ige Steigung, sofort gefolgt von einer dreispurigen Strasse, und das auch noch nur 50 Meter von einer großen Kreuzung entfernt, mit ständig entweder stehendem oder rasenden Verkehr.

16 Stunden Praxis sind Pflicht im zweiten und letzten Block – die meiste Zeit verbringt man auf verschiedenen Routen auf der Strasse, ein paar Stunden aber auch im Innenhof – um dort Parken (in Reihe sowie rückwärts einparken/Richtung ändern) zu üben, aber auch um ein Mini-Sicherheitstraining zu machen – Vollbremsung bei 25 km / h, mit 20km/h in eine 90 Grad-Kurve fahren und dergleichen. Hinzu kommt eine Stunde Autobahnfahrt. Da die Schule groß ist, hat man selten den gleichen Fahrlehrer, und so trifft man viele verschiedene Charaktere. Das hat seine Vor- and disadvantages. The advantage: Bei einer Fahrlehrerin hatte ich zwei Stunden im Block. Eine nette Frau, aber sie gab pausenlos Anweisungen, egal ob man schon dabei war oder nicht. Sie trieb mich absolut in den Wahnsinn, und nach den zwei Stunden hatte ich Kopfschmerzen wie nach einer Flasche Kumpeltod. Dementsprechend war froh, dass die Lehrer jedes mal wechseln. The disadvantage: Dem einen Lehrer ist man zu schnell, dem anderen zu langsam. Das verwirrt ebenfalls.

Fahrschulauto in Japan -- diese sehen jedoch je nach Fahrschule völlig anders aus.

Fahrschulauto in Japan — diese sehen jedoch je nach Fahrschule völlig anders aus.

The 16 Stunden Theorie brachten erstaunlich wenig Neues. It seems, dass rund 90% its, was in der Theoriepeüfung nötig ist, im Block 1 gelehrt wird. Ausserdem gab es noch einen dreistündigen Erste-Hilfe-Block. Mein Jahr bei den Sanitätern liegt knapp 25 Years back, und die Auffrischung erwies sich als notwendig – offensichtlich haben sich sehr viele Regeln bezüglich der Ersthilfe drastisch geändert.

After 16 Stunden Praxis ist es wieder Zeit für 見極め mikiwame – die Prüfung vor der Prüfung. 45 Minutes “small” Prüfung, halb Strasse, halb Parkübungen – danach entscheidet der Prüfer, ob man reif für die finale Fahrprüfung ist oder ob man mehr Fahrstunden benötigt. Scheinbar war ich bereit, doch dann eröffnete man mir, dass ich vor der letzten Praxisprüfung die Vorprüfung zur letzten Theorieprüfung benötige. Das könne ich doch gleich, in circa einer halben Stunde machen. Da die Vorprüfung nichts kostet und man selbige beliebig oft wiederholen kann (und auch noch etwas Zeit hatte), setzte ich mich also an den Prüfungscomputer und beantwortete die 100 Fragen. 90 davon müssen richtig sein. Und ich hatte tatsächlich Glück: Exactly 90 Points.

Auch vor der letzten Praxisprüfung war mir nicht ganz klar, what will happen: Man sagte nur, that 8:30 begins, und das man um 12:00 Uhr fertig ist. Wenn es sich um eine große Fahrschule handelt, kann man diese Prüfung an der Schule ablegen und wird so von der wohl sehr schweren Fahrprüfung im Präfekturzentrum befreit. Letztendlich dauerte die Fahrschulfahrt jedoch pro Person noch nicht mal eine halbe Stunde, und die schwere Ausfahrt aus der Schule war nicht in der Fahrt inbegriffen. Zum Schluss musste jeder ein Mal einparken (und das ganze mit den Worten “Ich bin drin!” conclude), and that's about it. Jedes Mal fährt dabei ein anderer Prüfling hinten mit. Und obwohl einige das Einparken ordentlich vergeigten, haben letztendlich alle 8 Prüflinge an dem Tag bestanden. Der Rest der Zeit bestand aus Erklärungen und Däumchendrehen.

Präfekturzentrum der Verkehrspolizei. Jeder Autofahrer muss hier ca. alle drei Jahre antanzen

Präfekturzentrum der Verkehrspolizei. Jeder Autofahrer muss hier ca. alle drei Jahre antanzen

Mit dieser letzten Fahrprüfung hat man dann auch die Fahrschule “absolviert”. Closing, ready. Man bekommt ein paar Unterlagen sowie die magnetischen Sticker für Fahranfänger, die man sich in Japan genau ein Jahr lang ans Auto kleben muss (das ist Pflicht). Ganz Schluss ist dann aber doch nicht, denn die finale Theorieprüfung muss man am Präfekturzentrum der Verkehrspolizei ablegen. Davon gibt es in den meisten Präfekturen genau eines, in Tokyo aber gibt es drei. Selbst in der Präfektur Kanagawa, mit seinen Millionenstädten Yokohama und Kawasaki, gibt es genau ein Zentrum. Wer die Prüfung ablegen will, muss sich nicht vorher anmelden – man kann einfach dort antanzen, muss dies aber werktags zwischen 8:00 and 8:30 or 13:30 and 14:00 do. Dort angekommen lässt man seine Papiere überprüfen, bezahlt 1’750 yen Prüfungsgebühr, füllt Formulare aus und setzt sich mit 100 oder mehr Leuten in den Prüfungsraum. 50 Minuten Zeit bekommt man dann für 95 Fragen, wobei es für die letzten 5 Fragen bei drei Antworten jeweils 2 Punkte gibt (wer eine der drei Antworten falsch hat, verliert beide Punkte). Who 90 Punkte oder mehr hat, hat gewonnen. Laut Prüfer erreichen nur 0.5% 100 Points, im Schnitt fallen um die 15% by (overall, including. derjenigen, die die Prüfung wiederholen). Eine gute halbe Stunde nach dem Test erfolgt die “Siegerehrung” im Foyer: Die Prüflinge werden vor einer großen digitalen Leinwand versammelt, und dann erscheinen plötzlich Zahlenblöcke auf der Tafel – mit Löchern. Die Löcher stellen diejenigen dar, die das ganze noch mal versuchen dürfen (in Tokyo darf man das wohl am gleichen Tag machen, in Kanagawa zum Beispiel nicht).

Die Gewinner werden dann wieder auf Tour geschickt: Zu einem anderen Schalter, danach Foto, dann Gebührenmarken für 2’050 yen kaufen. After: Anderthalb Stunden Pause, bis man sich den Führerschein am Schalter abholen kann.

"Siegerehrung" nach der theoretischen Prüfung: Nummern, die nicht gezeigt werden, haben verloren. Bingo.

“Siegerehrung” nach der theoretischen Prüfung: Nummern, die nicht gezeigt werden, haben verloren. Bingo.

Conclusion: Mit Deutschland kann ich es mangels Erfahrung nicht vergleichen, aber die ganze Prozedur (des Führerscheinmachens) ist ziemlich gut durchorganisiert und letztendlich nicht besonders kompliziert. Solange man sich an all die kleinen Regeln hält. Eine interessante Erfahrung ist es auf jeden Fall, wenn auch eine kostspielige.

An dieser Stelle sei allerdings auch noch erwähnt, dass es zwei Alternativen zu diesem Weg gibt:

  1. Wer bereits im Ausland einen Führerschein gemacht und dort mindestens 3 Monate mit seinem Führerschein verbracht hat, kann sich im gleichen Amt und ganz ohne Prüfung einen japanischen Führerschein erstellen lassen. Das gilt aber nur für Länder, mit denen es entsprechende Abkommen gibt. Bei deutschen Führerscheinen geht das, bei amerikanischen zum Beispiel jedoch nicht. Das ganze Verfahren des Umschreibens ist here sehr detailliert beschrieben.
  2. Wer Geld sparen will und/oder nicht sattelfest im Japanischen ist, kann die Prozedur auch bei einem auf Englisch sprechende Kundschaft spezialisierten Unternehmen machen. Ohne Theoriestunden, denn die sind nicht Pflicht – nur das Bestehen der Prüfung (die man auch auf Englisch ablegen kann) is required. Da man die Theorieprüfung beliebig oft wiederholen kann, lernt man dann eben so lange, bis man es geschafft hat. Die Praxis erfolgt dann auf Englisch. Mit dieser Methode bezahlt man nur ungefähr die Hälfte – ob diese Methode nervenschonender ist, I know, however, not.
Schalter zum Umschreiben ausländischer Führerscheine

Schalter zum Umschreiben ausländischer Führerscheine

 

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The mass murder of Zama,,de,t.co/mbh7vjrRwN,,en

November 14th, 2017 | Tagged | No comment so far | 365 reads

​In den meisten japanischen Nachrichten wird tagtäglich von irgendwelchen Verbrechen berichtet, just, als ob Japan ein absolut gefährliches Land sei. Doch der Fall, der momentan durch die Presse und die Köpfe der Menschen geistert, wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Es geht um den Fall von Shiraishi, einem 27-jährigen, wohnhaft in einem Apartment in der Stadt Zama, Präfektur Kanagawa.

Aufmerksam wurde die Polizei auf Shiraishi am 31. October, Halloween also, als sie Häuser durchsuchte, da es einige Vermißtenfälle gab und die Handyortung der Opfer jeweils in der gleichen Gegend schwächer wurden. In der Wohnung des mutmaßlichen Täters fanden die Beamten über 200 Körperteile von insgesamt 9 People – verteilt auf Kühltruhen, Kübel und so weiter, nur hier und da mühsam mit Katzenstreu bedeckt. Es dauerte ein paar Tage, um die Opfer zu identifizieren: Es handelt sich um 8 junge Frauen zwischen 15 and 26 Years (darunter drei Oberschülerinnen) und einen jungen Mann, the, so fand man später heraus, auf der Suche nach seiner vermissten Freundin war.

Bei der ersten Vernehmung gab der junge Mann an, sich über Twitter und andere Netzwerke an Menschen gewandt zu haben, die Selbstmordabsichten geäussert hatten. Er bot ihnen an, mit ihnen zu reden, und ihnen unter Umständen zu helfen. Dabei gab er vor, ebenfalls mit Selbstmordgedanken zu spielen. Später widerrief er seine Aussage und gab zu, dass seine Opfer meistens nur reden wollten, und das er eigentlich nur auf das Geld der Opfer aus war.

Kaltblütige Mordserien wie diese gibt es überall irgendwann mal. Das wirklich Erschreckende an dem Fall ist, dass der Täter erst am 22. August diesen Jahres in die Wohnung eingezogen war. Und diese Wohnung befindet sich in einem dicht bebauten Wohngebiet. In jenem Wohngebiet also konnte der Mörder quasi innerhalb von rund zwei Monaten 9 Menschen ermorden – erst eine komplizierte Handyortung konnte die Polizei auf die richtige Fährte bringen.

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Die Schlagwörter des Jahres

November 10th, 2017 | Tagged , | No comment so far | 418 reads

Das Jahr hat noch ein paar Wochen übrig, doch Bildungsgigant U-can ist wie jedes Jahr wieder dabei, das beliebteste bzw. prägendste neue oder in Mode gekommene Wort des Jahres zu ermitteln – on this side,de. Etliche Worte sind in der Tat neu, andere gibt es schon seit langem, aber sie tauchten nun in diesem Jahr verstärkt als Schlagwörter in den Nachrichten auf. In die engere Auswahl kamen erstmal 30 Begriffe, die einen schönen Eindruck davon liefern, was die Menschen in Japan in diesem Jahr soweit beschäftigte. Aus dieser Auswahl wird nun erstmal die Top 10 ermittelt. An dieser Stelle deshalb erstmal eine Liste der 30 bewegendsten Schlagwörter des Jahres 2017 – for all, die Japanisch lernen oder lernen wollen. Interessanterweise ist dieses Jahr auch ein rein deutsches Wort dabei — allerdings unter einer nur Eingeweihten bekannten Bedeutung.

# Japanischer Begriff Pronunciation Direkte Übersetzung Background / Significance
1 アウフヘーベン aufuheeben (pick up) Aufheben (im Hegelschen Sinne) Von Governeurin Koike benutzt – im Sinne von “eine Diskussion überwinden”
2 インスタ映え insutabae Instagram-Abbild Dinge zurechtrücken/manipulieren, damit sie auf Instagram einen guten Eindruck machen
3 うつヌケ utsunuke Depression überwinden Nach einem beliebten Mangatitel
4 うんこ漢字ドリル unko kanji doriru Fäkalien-Kanji-Drill Bei Kindern beliebtes Lernmaterial, bei dem ein Kothaufen den Lehrer mimt
5 炎上○○ enjō (marumaru) XYZ-Aufflackern Nach einem beliebten Comedy-Programm. Für Netizens bedeutet “Enjō” auch “Shitstorm” oder Netzdiskussion
6 AIスピーカー ei-ai-supiika- Künstliche-Intelligenz-Lautsprecher Amazon’s Alexa & Co.
7 9・98(10秒の壁) kyū ten kyūhachi 9,98 (die 10-Sekunden-Barriere) Bezieht sich darauf, ob die japanischen 100m-Sprinter die 10-Sekunden-Marke knacken können
8 共謀罪 kyōbōzai Konspirationsstraftat See here
9 GINZA SIX (Kaufhausname) Name eines neuen Kaufhauses an der Ginza, in the 241 Markenläden vertreten sind (eröffnet im April 2017)
10 空前絶後の kūzen zetsugo no “früher nicht und später auch nicht” extrem selten
11 けものフレンズ kemono furenzu Biesterfreunde Populäres Anime/RPG
12 35億 sanjūgo oku 3.5 billion Beliebter Slogan der Komödiantin “Bluson Chiemi with B” (bezieht sich auf Anzahl der Männer auf der Erde)
13 Jアラート jei araato J-Alarm Frühwarnsystem der japanischen Regierung für Raketenabschüsse in Nordkorea
14 人生100年時代 jinsei hyakunen jidai Zeitalter der 100-jährigen Diskussion über gesellschaftliche Veränderungen im Angesicht der gesteigerten Lebenserwartung
15 睡眠負債 suimin fusai Schlafschulden / Schlafdefizit Diskussion über mangelnden Schlaf in Japan und die gesundheitlichen Spätfolgen
16 線上降水帯 senjō kōsuitai Regenband Meteorologisches Phänomen, das in Japan 2017 zu einigen, lokal stark begrenzten Sturzfluten mit zahlreichen Toten sorgte
17 忖度 sontaku Vorauseilender Gehorsam / Wunsch von den Lippen ablesen Im Zusammenhang mit Korruptionsaffären benutzter Begriff – siehe auch hier: http://www.tabibito.de/japan/blog/2017/04/03/metis-patriotenporno/
18 ちーがーうーだーろー! chi-ga-u-da-ro-u Das ist doch völlig falsch! Verzweifelter Ausruf der Ex-Abgeordneten Toyoda, als sie ihren Sekretär nach Strich und Faden massregelte
19 刀剣乱舞 Tōken Ranbu “Schwerttanz” Beliebtes PC- und Mobilspiel von DMM Games
20 働き方改革 Hatarakikata Kaikaku Reform der Arbeitsweise Öffentliche Diskussion über die Art und Weise, wie in japanischen Firmen gearbeitet wird (Stichwort Überstunden)
21 ハンドスピナー handosupina- Handspinner Die auch in Japan beliebten Spielzeuge
22 ひふみん hifumin Zahnloser, älterer und sehr drolliger Shōgi-Experte
23 フェイクニュース feiku nyuusu Fake News
24 藤井フィーバー Fujii fiibaa Fujii-Fieber Fujii ist ein Mittelschüler, der in atemberaubender Geschwindigkeit zum Shōgi-Meister aufstieg
25 プレミアムフライデー puremiamu furaidee Premium Friday Initiative zum Abbau von Überstunden/Ankurbelung des Konsums – siehe hier: http://www.tabibito.de/japan/blog/2017/01/16/premium-freitag/
26 ポスト真実 posuto shinjitsu Postfaktisch
27 魔の2回生 ma no nikaisei “Teuflische Wiedergewählte” Eine Reihe von wiedergewählten Politikern, die sich in Sicherheit wähnten und sich grobe Fehltritte erlaubten
28 ○○ファースト (marumaru) faast XYZ-First Nach “America First”, “tomin fiirst” (see also here)
29 ユーチューバー yūchūbaa You-Tuber
30 ワンオペ育児 wanope ikuji “one operator”-Kindeserziehung Families, bei denen aus diversen Gründen sich nur ein(and) Einzige(r) um die Kinder kümmern kann
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9. General Blogger Summit

November 7th, 2017 | Tagged , | 7 Comments | 1370 reads

Bloggergipfel – mit Dank an Thuruk für das Logo!

Bloggergipfel – mit Dank an Thuruk für das Logo!

Und schon ist wieder ein Jahr rum – Zeit für ein neues Bloggertreffen! Und zwar wird dies bereits die neunte Auflage. Der Name “Bloggergipfel” soll dabei niemanden abschrecken – gerne sind auch Blogvoyeure eingeladen.

Als Terminvorschlag stelle ich mal den 2. December, ein Sonnabend, in den Raum. Falls jemand an diesem Tag nicht kann, bitte einen alternativen Termin vorschlagen. Sollte sich da ein Tag herauskristallisieren, an dem deutlich mehr Leute können, lässt sich sicher etwas machen.

Da es auch Bloggerinnen mit sehr jungen Kindern gibt, können wir das Treffen auch gern um ein Nachmittagsprogramm (mit Nachwuchs) erweitern.

Die Regeln sind ansonsten wie immer:

1. Das Treffen findet in Tokyo statt – innerhalb oder nahe der Yamanote-Linie (Example: Nakano, Ebisu, Meguro, Shibuya usw)
2. Bowling, Billard oder was weiss ich, als Vorspiel quasi, sind machbar.
3. Partners can come like – as people, just want to be this easy.

Therefore, first a question in the round: Wer will? Wer kann? Are there any local proposals? Bessere Vorschläge als die obigen? Also, Please forwards this article to your friends and leave a comment, when it suits you and where it suits you!

If someone wants to make the 幹事 this year, bitte melden! volunteers ago!

Und noch eine Bitte: Bitte teilt den Aufruf, where possible – es gibt mit Sicherheit einige Interessierte, die hier nicht täglich vorbeischauen, und neue Gesichter sind immer willkommen!

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​Filmkritik: Survival Family

November 1st, 2017 | Tagged | 2 Comments | 640 reads

Filmposter Survival Family

Filmposter Survival Family

Nach langer Pause ist mal wieder Zeit für eine Filmkritik. Heute geht es um einen der erfolgreichsten japanischen Filme (in Japan) diesen Jahres: サバイバルファミリー Survival Family.

Der Streifen erzählt die Geschichte der Familie Suzuki – ein Ehepaar mit zwei Kindern, die um die 18 Years old. Und die vier Familienmitglieder sind so furchtbar gewöhnlich, dass sich der Film nicht allzu lange mit dem Aufbau der Charaktere beschäftigt. Herr Suzuki arbeitet in der Buchhaltung eines grossen Unternehmens in Tokyo, are 150% für die Firma und will dementsprechend zu Hause einfach nur in Ruhe gelassen werden. Die Wohnung ist sehr eng, und Frau Suzuki gibt sich als Hausfrau reichlich Mühe, ist aber von allem ziemlich genervt. Unter anderen von den beiden Kindern. Die Tochter, Pennälerin, ist aufmüpfig und starrt nur auf ihr Handy. Der Sohn, Student, will genau wie sein Vater, einfach nur in Ruhe gelassen werden, zumal er gerade eine Kommilitonin anhimmelt. Natürlich ist auch er schwer handyabhängig.
Der Film kommt ziemlich schnell zur Sache. Als der Vater morgens aufwacht, hat er die böse Ahnung, verschlafen zu haben. Seltsamerweise ist der Wecker stehengeblieben. Doch nicht nur das: Auch der Strom ist weg. Und das Gas. Und Wasser. Nichts funktioniert, nicht einmal Geräte mit Batterien. Pflichtbewusst wie er ist, stürmt er trotzdem zur Arbeit, und die Kinder – mit Fahrrädern – zu den Schulen. Draussen: Kein Auto fährt, auch kein Zug. Nichts bewegt sich. Überall nur ratlose Menschen. Suzukis Kollegen kommen noch nicht einmal in ihr Bürogebäude, weshalb sie sich gewaltsam Zutritt beschaffen. Das nützt freilich nicht viel, denn weder Licht noch Computer funktionieren.

Nach und nach wird das Ausmaß der Misere klar: Es gibt in der ganzen Stadt keinen Strom, und keinerlei Informationen über das warum oder wie lange es noch dauert. Lebensmittel und vor allem Wasser werden knapp. Und so beschliesst die Familie, to flee – ganz in den Süden, zu Verwandten in Kagoshima. Man macht sich auf den Weg zum Flughafen Haneda (einer der zahllosen “Please? Was?”-Momente im Film), aber natürlich ist auch der nicht in Betrieb. Mittlerweile kostet eine Flasche Wasser am Wegesrand schon 2,500 Yen, i.e. 20 Euro. Und so fasst Herr Suzuki einen gewagten Plan: Es soll mit dem Fahrrad Richtung Süden gehen. Gerüchten zufolge soll es in Osaka bereits Strom geben. Natürlich wird es eine entbehrungsreiche Fahrt. Man trifft Diebe, aber auch sehr freundliche Menschen. Und es wird lebensgefährlich, understood. Aber das Erlebnis schweißt die Familie – wer hätte das geahnt! – natürlich eng zusammen.

Irgendwann kommt die Familie dann doch – man darf es verraten, denn natürlich muss es bei einem populären japanischen Film immer so ablaufen – in der tiefsten Provinz in Kagoshima an und lässt sich dort nieder. Die Dorfszenen haben einen kleinen Beigeschmack. Ist das die versteckte Nachricht hinter dem Film? Die Rückkehr in die guten alten Zeiten, ohne Strom, nur unter sich? Japaner als Fischer, Jäger und Ackerbauern, die von der Welt in Ruhe gelassen werden sollen? Man kann es nur ahnen.
Was ist an diesem Film nun so besonders? Zum einen kommt er völlig ohne Computergrafiken aus, ist aber trotzdem an manchen Stellen bedrückend realitätsnah. Besonders interessant ist jedoch, dass der Film als “Überlebenskomödie” angepriesen wird. For sure,de, er hat seine komischen Momente, doch was der Film da beschreibt, ist eine blanke Horrorvorstellung (und die Ereignisse im Jahr 2011 gaben darauf einen winzig kleinen Vorgeschmack): Die Vorstellung, mitten in Tokyo zu sein, wenn plötzlich und länger das gesamte Licht ausgeht. Der Film reisst zwar ein paar der zu erwartenden Probleme an (Müll auf den Strassen, skrupellose Geschäftemacher usw.), but, wahrscheinlich da als Komödie deklariert, bei weitem nicht in realistischem Ausmaß. Der Überlebenskampf wäre mit Sicherheit viel, viel härter.

Erwähnt werden sollte auch der Familienvater / Hauptdarsteller 小日向 文世 Fumiyo Kohinata, der bei mir vor allem als knallharter und korrupter Detektiv Kataoka in den Yakuza-Schinken “Outrage” and “Outrage Beyond” von Beat Takeshi (Kitano) einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Der Eindruck war so stark (ie, er spielte seine Rolle so gut), dass ich eine Weile brauchte, mich an den neuen Charakter zu gewöhnen. Jenen mürrischen, altklugen Charakter erklärt seine Filmgattin ihren Kindern während eines Wutausbruchs selbiger ganz gut: “Euer Vater… ist nun mal so!”

I doubt it, dass dieser Film irgendwann mal in Deutschland gezeigt wird. Aber für Japanisch-Lernende oder anderweitig Japaninteressierte ist er trotzdem sehenswert – wenn man nicht allzu viel Logik erwartet. Popcorn nicht vergessen!

Der Trailer:

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Multikulti in japanischen Convenience Stores

October 26th, 2017 | Tagged , | 2 Comments | 839 reads

Wie jüngst bei einer Umfrage unter den drei größten Convenience Store-Ketten (convenience stores, short “konbini”, sind kleine Läden, die rund um die Uhr geöffnet haben und nahezu alles verkaufen – in erster Linie Essen und Getränke) ans Licht kam, arbeiten allein bei diesen drei Ketten rund 44’000 Foreigner – or about 6% aller Konbini-Angestellten. Kunden im Großraum Tokyo dürfte diese Nummer nicht ins Staunen bringen, denn die Zahl der Ausländer hinter der Ladentheke hat in der Tat stark und spürbar zugenommen. Das ist insofern beachtlich, dass das eigentlich gar nicht so geplant war: Intern- und andere Visa, die zum Arbeiten berechtigen, schließen eigentlich den Niedriglohnsektor aus. Da bleiben eigentlich nur Studenten und Ehepartner übrig. But the staff are often established citizens,,de,and certainly not married in any case,,de,The convenience store chain is the just right,,de,and from the economy now calls coming towards government,,de,enclose also positions as the one Konbini manager in the visa regime,,de,who gets offered a job as a manager,,de,should therefore must get a visa,,de,Convenience Store in Japan,,en,The whole thing is the view of 7-Eleven and Co,,de,meaningful,,de,if not essential for survival,,de,because the stores will simply workers from,,de,The work in stores,,de,especially for managers,,de,definitely no picnic,,de,one is constantly on the go and has to deal with hundreds of different things at the same time,,de,In addition, the content is not exactly abundant,,de – und sicherlich nicht in jedem Fall verheiratet. Den Convenience-Store-Ketten kommt das gerade recht, und aus der Wirtschaft kommen nun auch Rufe Richtung Regierung, auch Positionen wie die eines Konbini-Manager in die Visaregelung einzuschliessen – do you mean, wer eine Stelle als Manager angeboten bekommt, soll deshalb auch ein Visum bekommen dürfen.

Convenience Store in Japan

Convenience Store in Japan

Das ganze ist aus Sicht von 7-Eleven und Co. sinnvoll, wenn nicht sogar überlebensnotwendig, denn den Läden gehen schlicht die Arbeitskräfte aus. Die Arbeit in den Geschäften ist, vor allem für die Manager, definitiv kein Zuckerschlecken – man ist pausenlos auf Trab und muss sich mit vielen hundert verschiedenen Dingen gleichzeitig beschäftigen. Zudem ist das Gehalt nicht gerade üppig, so of course the points are not very attractive,,de,especially at a time as now,,de,where there are many more part-time jobs as workers, at least in the Tokyo area,,de,Japan is so international,,de,conditioned,,de,Excellent English language skills you should not expect so anyway,,de,Most foreign workers come from the Southeast,,de,and the South Asian region and therefore speak not necessarily good English,,de – erst recht in einer Zeit wie eben jetzt, in der es zumindest im Raum Tokyo wesentlich mehr Teilzeitstellen als Arbeitskräfte gibt.

Wird Japan damit internationaler? Bedingt, and. Hervorragende Englischkenntnisse sollte man deshalb trotzdem nicht erwarten: Die meisten ausländischen Angestellten kommen aus dem südost- und südasiatischen Raum und sprechen deshalb nicht zwangsläufig gutes Englisch.

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General Election,,de,- no cleaning storm,,de,t.co/1UO8ufQFv4,,en,t.co/i34fO5MURs,,en,no cleaning storm,,de 2017 – kein reinigender Sturm

October 24th, 2017 | Tagged , , | No comment so far | 405 reads

Die japanischen Fernsehsender hatten gestern allerhand zu tun: Einerseits fanden am 23. Oktober die vorgezogenen Unterhauswahlen statt, andererseits fegte ein – ungewöhnlich später und ungewöhnlich großer – Taifun über das Archipel. Leider hatte der Sturm im Bezug auf die Wahlen keinen reinigenden Effekt. Man wählte, welch’ Surprise, konservativ. 465 Sitze wurden im Unterhaus vergeben, und Abe’s Liberaldemokraten kamen auf 284 Seats, also gut 61%. Der Juniorpartner, the Komeito, kam auf 6,2%, und die neue “Partei der Hoffnung” von Tokyos Gouverneurin Koike schaffte es auf 50 Seats, Also key 11%.

Die stärkste, wahre Oppositionspartei (die Partei der Hoffnung kann man einfach nicht als Opposition bezeichnen, dazu liegt sie viel zu sehr auf Regierungslinie) schaffte es gerade mal auf 55 Seats, i.e. 12%. Allerdings wurde diese Partei erst vor rund 2 Wochen gegründet: The 立憲民主党 Konstitutionell-Demokratische Partei (short: 立憲 rikken, englische Abkürzung: CDP) unter dem Vorsitz des integren Edano entstand aus Mitgliedern der Minshintō, den Fortschrittlichen Demokraten, die vorher beschlossen hatten, nicht bei der Wahl anzutreten.

Action im Japanischen TV: Taifun-Nachrichten links und oben; Wahlen in der Mitte und unten

Action im Japanischen TV: Taifun-Nachrichten links und oben; Wahlen in der Mitte und unten

Die Rechnung von Abe ging damit auf. Die Umfragewerte der Regierung gingen im Sommer in den Keller, denn viele Leute hatten genug von Filz und Korruption. Doch Kim Jong-un, der nordkoreanische Führer, veranlasste mit seinem Säbelrasseln viele Japaner, das Altbewährte zu wählen – Abe und seine Liberaldemokraten, die ihrem Volk Schutz vor dem unberechenbaren Pyongyang versprechen. Wahlen waren ja eigentlich erst 2018 due, doch das Timing war gut für die Regierung, und die kurze Frist, die für die Neuwahl angesetzt wurde (about 3 Weeks), ließ ganz offensichtlich der Opposition nicht genug Zeit, sich zu formieren.

Abe kann somit vier weitere Jahre so weitermachen wie bisher – schon jetzt ist er der mit Abstand am längsten amtierende Ministerpräsident im Nachkriegsjapan. Leider hat er nun auch eine bequeme Zweidrittelmehrheit, mit der er nach eigenem Gutdünken die Verfassung ändern kann. Und die schon vor langer Zeit beschlossene Mehrwertsteuererhöhung wird nun wohl auch kommen. In this sense, – im Osten leider nicht viel Neues.

​Das Wahlergebnis als solches bestätigt Abes strategisches Geschick, und davor muss man den Hut ziehen. Aber wenn man all die Skandale und Skandälchen bedenkt (Begünstigung eines ultrarechten Bildungsträgers, Klüngelei beim Bau einer Veterinäruniversität, die keiner so recht braucht, ein Versuch, die Selbstverteidigungsstreitkräfte für Parteipolitik zu missbrauchen usw. usf.), you ask yourself seriously, was noch geschehen muss, um die Leute umzustimmen. Diese Frage kann wahrscheinlich nur Edano, Parteivorsitzender der CDP beantworten – gewinnen er und seine Partei an Beliebtheit, könnte er — sometime — Abe gefährlich werden.

Interessant war das Abschneiden der Kommunistischen Partei Japans: Während die KPJ während der Governeurswahl von Tokyo vor ein paar Monaten erstaunlich viele Wähler anzog, konnte sie bei der Unterhauswahl nicht gerade punkten. Wenn es um Staatspolitik geht, war die Partei den Wählern dann wohl doch zu suspekt.

Tama-Fluss, an dieser Stelle sonst ein Rinnsal, nach dem Taifun

Tama-Fluss, an dieser Stelle sonst ein Rinnsal, nach dem Taifun

As mentioned in, zog zu allem Übel am Wahltag auch noch ein Taifun über das Land. Kurz vor Mitternacht erreichte “LAN” Land – in der Präfektur Shizuoka – von wo er entlang der Berg gen Norden zog und dabei auch Kanagawa und Tokyo querte. Obwohl der Taifun noch relativ kräftig war, hielten sich die Schäden in der Hauptstadtregion in Grenzen, auch wenn es vereinzelt zu Stromausfällen und am Montag zu einem leichten Verkehrschaos kam. Schlimmer erwischte es vorher Fukuoka und die Kansai-Region (Area around Osaka): In einem Ort in der Präfektur Wakayama fielen in den 48 Stunden vor und während des Taifuns rund 880 mm of rain – in Berlin fallen im Vergleich nur rund 600 mm rainfall – pro Jahr, mind you.

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Tegel vs,,es,t.co/uM4A8t8xIX,,en,t.co/Zxw5JDKqkg,,en. Narita

October 19th, 2017 | Tagged , | 5 Comments | 1044 reads

So sehr ich auch den Flughafen Tegel mag (er hat einfach Stil) — es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr das Ankommen nach einer Flugreise den ersten Eindruck prägt. Als ich letzte Woche in Tegel ankam (as always), standen wir (as always) auf dem Rollfeld, so dass es mit Bussen zum Terminal geht. Der Flieger war nahezu vollbesetzt, also schätzungsweise 300 Passagiere stiegen aus. Dem gegenüber gab es 4 Schalter bei der Grenzkontrolle und einen Empfangsbereich, der viel zu klein war: Die Schlangen bei der Einreise reichten bis nach draussen. It takes quite a while, aber das macht ja nichts: Es dauert ja sowieso eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich das Gepäckband zu rollen beginnt. Und jenes ist schnell so voll, dass kein neues Gepäck raufgestellt werden kann, da ja die meisten noch bei der Einreise festhängen. Dass man seinen Koffer bereits vor dem Gebäude stehen sehen kann hilft da nicht – es kann trotzdem noch eine geschlagene Stunde dauern. Summa summarum dauert es mehr als eine Stunde, bis man endlich nach draussen gelangt. Unless, der Zoll möchte auch noch ein Wörtchen mitreden.

Bald Geschichte? Air Berlin und der Flughafen Tegel

Bald Geschichte? Air Berlin und der Flughafen Tegel

Ankunft in Narita bei Tokyo (aber es könnte auch genauso gut Haneda sein): Das Flugzeug fährt nach der Landung erstmal solange herum, dass man meint, ins Stadtzentrum gefahren zu werden. Nach dem Verlassen des Flugzeuges läuft man dann erstmal rund einen halben Kilometer – es gibt natürlich Laufbänder – bis man zur Quarantäne gelangt, durch die man in der Regel nur durchläuft. Die Einreise hat man bei Ausländern nun aufgetrennt – in den biometrischen Teil und den eigentlichen Einreiseschalter. Es gibt viele Passagiere von vielen verschiedenen Flügen, aber auch sehr viele offene Schalter sowie Einweiser, die einem sagen, wie und wohin man gehen muss. Meistens dauert das Passieren deshalb nur 15 Minuten oder gar weniger. Dahinter liegt die grosse Halle mit den Gepäckbändern, und die sind oftmals schon mit Gepäckstücken belegt, wenn man dort ankommt. Wer Glück hat, hat nach weniger als 5 Minuten sein Gepäck – unless, dauert es eben bis zu 30 Minutes. Dann geht es noch vorbei am Zoll, der mal mehr und mal weniger neugierig ist (heute war er zum Beispiel erstaunlich desinteressiert – der Zöllner wollte lediglich den Startflughafen wissen). Und so ist man nicht selten nach 30 Minuten und ziemlich stressfrei draussen.

Aber der Flughafen Tegel ist sowieso ein Anachronismus – viel zu klein und viel zu alt, um mit den heutigen Standards im internationalen Flugverkehr mithalten zu können. Mich beschleicht allerdings die leise Ahnung, dass es am nagelneuen Flughafen BER, so er denn mal fertig wird – nicht wesentlich besser sein wird. Or? Ich wäre ehrlich gesagt überrascht. Und einen Wermutstropfen gibt es ja beim Flughafen BER schon vor der Eröffnung: Einen Direktflug nach Japan wird es auch dort vorerst nicht geben.

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Karte der Bahnlinien von Tokyo und Umgebung Teil 1

October 12th, 2017 | Tagged , , , | 22 Comments | 869 reads

Es gibt so viele schöne Karten der Bahnlinien von Tokyo und Umgebung – aufwendig erstellt und schematisiert, um das ganze Wirrwarr auf engstem Raum unterzubringen. Was mir allerdings irgendwie fehlte, war eine maßstabsgetreue Karte, und dem wollte ich immer schon mal Abhilfe schaffen. Das Ergebnis ist eine Karte der Innenstadt von Tokyo und Teilen der angrenzenden Präfekturen Kanagawa, Chiba und Saitama – im Maßstab 1:36’000 (sprich 3cm entsprechen ungefähr einem Kilometer. Natürlich ist das Ergebnis ein Monster – bestehend aus 97 verschiedenen Bahnlinien und 959 Bahnhöfen. Schaut man sich die ganze Karte an, sieht man natürlich nicht viel:

Karte aller Bahnhöfe und Bahnlinien im Raum Tokyo

Karte aller Bahnhöfe und Bahnlinien im Raum Tokyo

Im Detail betrachtet wird die Sache schon etwas klarer, but naturally looks the somewhat chaotic,,de,especially in the center of Tokyo,,de,Distance lines-Neck,,de,With this card, I have big plans,,de,it is created in SVG format,,de,and after the card is inserted, a database,,de,is listed in the,,de,how many people in each one, for example station,,de,or fold,,de,When the station was built / when the railway line was built and so on and so forth,,de,that soon,,de,more on this channel,,de,anyone my enthusiasm for this project shares,,de,The rest I have in my defense recall,,de,I actually,,de,Geograph bin,,en – vor allem im Zentrum von Tokyo:

Streckenlinien-Ausschnitt

Streckenlinien-Ausschnitt

Mit dieser Karte habe ich noch einiges vor — sie ist im SVG-Format erstellt, und hinter der Karte steckt eine Datenbank, in der aufgelistet wird, wie viele Menschen zum Beispiel im jeweiligen Bahnhof ein- oder aussteigen, wann der Bahnhof erbaut wurde/wann die Bahnlinie entstand und so weiter und so fort. Dazu bald (hopefully) mehr auf diesem Sender. I hope, dass irgendjemand meinen Enthusiasmus für dieses Projekt teilt. Den Rest muss ich zu meiner Verteidigung daran erinnern, dass ich eigentlich, ja eigentlich, Geograph bin…

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If the people chasing the Prime Minister,,de,t.co/jH6HS0GK4y,,en

October 10th, 2017 | Tagged , , , | 1 Kommentar | 465 reads

Plakat des geplanten Auftritts in Shinyurigaoka

Plakat des geplanten Auftritts in Shinyurigaoka

Das Land steckt mitten im Campaign, und bei diesem Wahlkampf wird natürlich auch seine Majestät MP Abe aktiv und geht auf Tournee. Das erweist sich jedoch als gar nicht so einfach, wie sich spätestens am 5. Oktober erwies. An jenem Tag wollte er eigentlich eine Rede vor dem Bahnhof von 新百合ケ丘 Shin’yurigaoka, einer relativ wohlhabenden Gegend im Westen von Kawasaki, hold. Sin’yurigaoka und Umgebung kenne ich sehr gut — es liegt schließlich keine zwei Kilometer von mir entfernt. Doch dann geschah etwas unerwartetes: Der Auftritt wurde urplötzlich verlegt. Und zwar fünf Bahnhöfe weiter, after 向ヶ丘遊園 Mukōgaoka-Yuen (I also know how my hand,,de,What happened,,de,Already a few weeks ago there was during an appearance by Abe in Akihabara / Tokyo ugly scenes,,de,Supporters of the anti-Abe movement repeatedly shouted things like,,de,Come Back kaere,,ja,Go home,,de,Stop,,ja,yamero,,ja,At some point it was too colorful Abe,,de,He said to his followers,,de,pointing to the troublemakers,,de,We can not lose to these people,,ja,konna hitotachi ni makeru wake ni wa ikanai,,ja,It is not acceptable,,de,because we lose out against the,,de,especially the,,de,konna hitotachi,,ja,scandalized,,de,described it quite well,,de,what about all those Abe,,de,Politicians or not,,de,think,,nl,who disagree with him,,de). Was war geschehen?

Schon vor ein paar Wochen gab es bei einem Auftritt von Abe in Akihabara/Tokyo unschöne Szenen: Anhänger der Anti-Abe-Bewegung riefen immer wieder Sachen wie “帰れ kaere” – “Geh nach Hause” or “やめろ!” yamero – “Stop” between. Irgendwann wurde es Abe zu bunt: Er sagte zu seinen Anhängern, auf die Störenfriede zeigend:

こんな人たちに負けるわけにはいかない – konna hitotachi ni makeru wake ni wa ikanai (Es kann nicht angehen, dass wir gegen die da den Kürzeren ziehen)

Besonders das “konna hitotachi”, approximately “since the”, erregte Anstoß, beschrieb es doch ganz gut, was Abe über all jene, Politiker oder nicht, denkt, die nicht mit ihm übereinstimmen. These popular also in the parliaments heckling,,de,Hooter yaji,,ja,and Abe is known for its snotty answers for a long time,,de,He has almost a Zwischenrufallergie,,de,and which often manifests itself in a brazen arrogance,,de,Of course, Abe's opponents were aware of his scheduled appearance in Shin'yurigaoka,,de,to German way,,,de,New Lilienberg,,de,and blew the attack,,de,especially on Twitter,,de,So much so,,de,that his advisers dissuaded him perform there,,de,and instead dodged by Mukōgaoka-yuen,,de,which caused some confusion in New Lilienberg,,de,And for joy in the anti-Abe-bearing course,,de,we had so prevented his appearance,,de,Today Abes Another program was announced,,de,planned public appearances are in the northeast of the country,,de ヤジ yaji called, und Abe ist seit langem für seine patzigen Antworten bekannt. Er hat quasi eine Zwischenrufallergie, und die äußert sich nicht selten in einer dreisten Arroganz.

Natürlich wussten Abes Gegner von seinem geplanten Auftritt in Shin’yurigaoka (zu deutsch übrigens “Neu-Lilienberg”) und bliesen zur Attacke – vor allem auf Twitter. Das ging soweit, dass seine Berater ihm abrieten dort aufzutreten, und stattdessen nach Mukōgaoka-Yūen auswichen, was für einige Verwirrung in Neu-Lilienberg sorgte. Und für Freude im Anti-Abe-Lager natürlich, hatte man doch so seinen Auftritt verhindert.

Heute wurde Abes weiteres Programm bekanntgegeben – geplant sind öffentliche Auftritte im Nordosten des Landes, but on closer inspection one realizes,,de,that some performances were canceled,,de,This was justified by the North Korean crisis,,de,but it can safely be assessed as an excuse,,de,because in North Korea currently does not change,,de,Nothing in any case,,de,what it would be worth,,de,to disrupt the election campaign,,de,On Twitter there was for Shin'yurigaoka situation obviously much malice,,de, dass einige Auftritte gestrichen wurden. Begründet wurde dies mit der Nordkorea-Krise¹, doch das kann man getrost als Ausrede bewerten, denn in Nordkorea ändert sich momentan nichts. Nichts jedenfalls, was es wert wäre, den Wahlkampf zu unterbrechen.

Auf Twitter gab es für die Shin’yurigaoka-Situation natürlich viel Häme, For example, here:

Aber auch sonst kursieren auf Twitter sehr viele relevante Hashtags – for example:

#安倍アラート (“Abe-Alarm”
#安倍総理を追え (“Jagt Ministerpräsident Abe”)
#国難 (“Landesübel” – ein Wort, das Abe gern benutzt. Seine Gegner bezeichnen ihn deshalb gern als eigentliches Landesübel)
#阿部やめろ (“Abe stop,,de,The chanting was by Abe with the terse remark,,de,We will of which certainly not allow ourselves to be beaten,,de,The choice was also significantly under the sign of,,de,Moritomo-Spendenskandals,,ja,Since it did not help,,de,that the Moritomo boss Kagoike ungefragt,,de,but with the press in the notes and the equivalent of 8,,de,Euro-filled envelope in front of a run by Abe's wife showed up and said loudly Restaurant,,de,I now give back the donation,,de,What a farce,,de,Who the Liberal Democrats in the downward trend seen,,de,is still more likely to optimistic camp,,de,For while Abe might have found an appropriate antagonist in Koike,,de,so the whole remains yet at the local level,,de,At the national level, there is not such a figure,,de”).

¹ See for example here

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