Fundgrube Mandarake

Februar 24th, 2017 | Tagged | 1 Kommentar | 582 mal gelesen

Am vergangenen Wochenende habe ich es doch tatsächlich geschafft, eine DER Hauptattraktionen Tokyos (zumindest für viele Japanbesucher) zu sehen: Eine Filiale, genauer gesagt die Ur-Filiale des Unternehmens Mandarake Inc. Die Firma startete in den 1980ern als An- und Verkauf von Mangas, hat heute über 300 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von knapp unter 100 Millionen Dollar. Drei Filialen gibt es in Tokyo – in Akihabara, Shibuya und eben auch in Nakano.

Das Geschäftsmodell an sich ist eine Goldader, denn auch in Japan gilt die Buchpreisbindung (Bücher dürfen also nicht unter dem auf der Rückseite gedruckten Preis verkauft werden), und Japaner sind mangaversessen. Doch die Aufnahmekapazität der Wohnungen ist begrenzt, also werden Manga auch oft wieder verkauft, und dann gilt die Buchpreisbindung nicht mehr. Mandarake kaufte und kauft auch gern Restbestände auf und verkauft diese je nach Nachfrage mal billiger, mal teurer. Der Rekord liegt wohl bei 8’000 Euro (oder so) für ein Manga.

Mandarake in Nakano, Tokyo

Mandarake in Nakano, Tokyo

Das Geschäftsmodell wurde erweitert – heute bekommt man dort auch mehr oder weniger seltene Spielzeuge, Actionfiguren, Accessoires, Sammelkarten – einfach alles, was Sammelherzen höher schlagen läßt. Zumindest die Niederlassung in Nakano ist dabei sehr interessant (ich nehme mal an, die anderen auch), denn dort gibt es auf drei Etagen verteilt unzählige Läden, in denen man völlig problemlos einen ganzen Tag verbringen kann. Sagt jemand, der sich nicht besonders für Manga interessiert – für Mangaliebhaber ist bestimmt eine ganze Woche drin.

Besonders hat es mir der Lego-Todesstern angetan – 3’449 Teile – den ich am liebsten meinem Sohn gekauft hätte, aber der Preis von gut 300’000 Yen, also rund 2’500 Euro, war mir dann doch ein bisschen hoch. Hmm. Irgendwann muss ich wohl doch wieder dorthin…

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