Blogneuigkeiten

Juni 2nd, 2013 | Tagged , | 13 Kommentare | 4158 mal gelesen

Zur Abwechslung mal ein paar Notizen in eigener Sache:

1. Twitter
——————————
Ich habe mich lange davor gescheut, aber die Neugier hat letztendlich gesiegt: Tabibito zwitschert jetzt. Nur gelegentlich, aber immerhin. Wer also Twitter benutzt, ist herzlichst dazu eingeladen, mich dort zu verfolgen. Zu finden bin ich dort unter

@Tabibito_Tokyo

Was es dort gibt? Neben automatischen Nachrichten zu neuen Blogeinträgen und selbstgedrehten Videos auf YouTube gibt es dort immer mal wieder Randbemerkungen und das eine oder andere Foto. Nein, nicht von mir, Gott bewahre!

2. Fremdbloggen
——————————
Da ich ja bekanntermaßen mit unglaublich viel Zeit gesegnet bin, habe ich vor ein paar Wochen auch noch einen anderen Blog begonnen. Obwohl dieser den Großteil der Leser des Japan-Blogs nur äußerst peripher tangerieren dürfte, gebe ich nun doch mal der Öffentlichkeit bekannt: Auf Tech Notes gibt es Beiträge zu diversen Programmierersorgen. Auf Englisch, und mit weit gestreuten Themenbereichen, soll der Blog eine Art Notizbuch mit Lösungsvorschlägen sein – in der Hoffnung, dass der eine oder andere Vorschlag einem Kollegen weiterhelfen kann. Kein Blog zum einfach mitlesen also.

3. Was sonst noch geschieht
——————————
Ansonsten arbeite ich fleißig an den Seiten über die Philippinen. Immerhin sind die nun schon halb fertig, aber es wird wohl noch etwas dauern. Als nächstes wird wohl eine Überarbeitung des langen Artikels zur Japanischen Küche fällig sein. Der Artikel ist ziemlich beliebt (erscheint zum Beispiel auf Platz 4, wenn man im deutschen Google „Japanische Küche“ eingibt), aber er schreit geradezu nach einer Neufassung.

Und das waren sie, die Neuigkeiten. Ab nächster Woche geht es wieder munter weiter mit dem Japan-Blog. So es die Zeit erlaubt…

Teilen:  

13 Responses to “Blogneuigkeiten”

  • Vamp898 sagt:

    Das hört sich grundsätzlich interessant an :D aber ich werde dem leider trotzdem nicht folgen.

    Glaub mir, einen Gentoo Linux Admin möchte man nicht gerne als Kommentator zu Blog-Einträgen :D

    Das würde nur in riesigen Diskussionen ausarten, Gentoo Admins sind bei sowas echt wirklich gemein, die müssen irgendwie immer alles besser wissen und fühlen sich gezwungen einen 1000 Seiten langen 作文 zu schreiben der ihre aussage untermauert :D

    Leider sieht das ganze auch sehr Weblastig aus (MySQL (das ja eig. praktisch tot ist und jetzt MariaDB heisst (bzw. MariaDB dessen nachfolge antritt))), ich bin da eher der C und C++ Typ =)

    Ich hoffe natürlich trotzdem das du damit viel erfolg haben wirst :D zur Weihnachtszeit bin ich das nächste mal in Tokyo, vielleicht stößt man ja mal zufällig auf der Straße irgendwo zusammen :P bis dahin hab ich auch meinen JLPT-N4 was endlich ausreichen sollte um mir mal an nem gescheiten Ramen Stand ein paar gute Ramen zu kaufen :D

    Ich freue mich auf den Japanische Küche Artikel =) ich koche gerne aber bis auf so banale gerichte wie 寿司、おにぎり、豚カツ und 照り焼きチキン kam bei uns noch nichts aufn Tisch (u_u), muss mich mal weiter bilden!

    Hau rein^^

    • Ernst sagt:

      MySQL ist tot? Das ist mir jetzt neu irgendwie. Klär mich mal auf. =9
      Nicht dass ich dir da jetzt nicht glaube, dass es besseres gibt, aber so drastisch habe ich es bisher noch nicht gelesen?

      • Vamp898 sagt:

        Dafür gibt es folgende Indizien

        Viele Distributionen haben MySQL bereits komplett aus ihrem Repository geworfen (Fedora, openSUSE, Archlinux)

        Viele weiter haben angekündigt dies mit dem nächsten Release von MariaDB zu tun (RHEL, SLES, Gentoo, Ubuntu/Debian u.s.w.)

        Der (jetzt ehemalige) Hauptentwickler von MySQL ist der Erfindet und Hauptentwickler von MariaDB und praktisch alle Entwickler von MySQL arbeiten inzwischen nurnoch an MariaDB

        Selbst Wikipedia hat bereits alle Server komplett auf MariaDB umgestellt da MariaDB (zum. zum aktuellen Stand) ein Drop-In Replacement ist und ein wechsel von MySQL auf MariaDB ohne jegliche Anpassung stattfinden kann.

        Da Wikipedia unter anderem Werbung damit macht wie viel schneller jetzt alles läuft und sowieso niemand mehr Oracle mag und es keine Arbeit kostet auf MariaDB umzustellen (mit der Ausnahme das man eine gute Distribution verwenden muss), ist MySQL praktisch tot.

        Zudem steht MariaDB komplett unter der LGPL weswegen man MariaDB für sehr vieles verwenden kann wo man bei MySQL eine Kommerzielle Lizenz hätte kaufen müssen.

    • tabibito sagt:

      Naja, MySQL für tot zu erklären halte ich etwas für verfrüht. CentOS zum Beispiel hat MariaDB nicht in den Repos (es gibt freilich Anleitungen, wie man das ändern kann), und CentOS ist sehr populär in Japan.
      Und wenn ich Sachen lese wie „Hilfe, kann mit PHP nicht in MariaDB einloggen“ und dann Antworten wie „Einfach ein downgrade von PHP 5.4 auf 5.3 machen!“ lese, bin ich mir nicht sicher, ob ich unsere Produktionsserver wirklich so schnell auf MariaDB umstellen soll. Ich werde noch ein bisschen abwarten, grünen Tee trinken und ansehen, wie das so läuft.
      Und was Japan angeht – einem Land, in dem IE 6 noch immer sehr beliebt ist – dann glaube ich, dass MySQL noch sehr lange weiterleben wird :)

      • Vamp898 sagt:

        > CentOS zum Beispiel hat MariaDB nicht in den Repos

        Einfach weil CentOS allgemein Steinzeit Software verwendet.

        > bin ich mir nicht sicher, ob ich unsere Produktionsserver wirklich so schnell auf MariaDB umstellen soll.

        MariaDB ist 100% Binärkompatibel zu MySQL, d.h. wenn er sich mit MariaDB nicht einloggen kann, kann er sich auch nicht in MySQL einloggen.

        Vielen ist noch nicht ganz klar

        MariaDB == MySQL

        Das ist von den identischen Entwicklern und es ist die identische Software. Sogar die Befehl und Init-Scripte heissen alle gleich. Der einzige Unterschied ist das MariaDB patches beinhaltet die in MySQL nicht akzeptiert wurden.

        Weil Oracle natürlich angst um seine Existenz hatte hat Oracle diese Patches inzwischen nachgezogen, aber MariaDB hat sich in der Zeit natürlich auch weiter entwickelt und ist da schon wieder weiter. Im Endeffekt ist es also so das MySQL MariaDB hinter hinkt, beide aber Binärkompatibel sind.

        Der einzige unterschied ist eig. der Name (Aus rechtlichen Gründen) und dass MariaDB unter der LGPL steht.

        Viele Distributionen gehen auch einfach hin und nennen ihr MySQL Pakete um, man installiert MySQL, denkt man hat MySQL, und hat in Wirklichkeit MariaDB ohne das man es jemals merken wird.

        So Halbwissen wie „Downgrade dein PHP“ gabs schon immer und wirds auch immer geben. Solange Ubuntu User sich frei zu Fachthemen äußern dürfen (ich weiss das jetzt gemein alle über einen Kamm zu schären, aber 99% solcher Tipps kommen nunmal aus Ubuntu Foren,. da kann ich auch nix für) wird sich das auch nicht ändern.

        > Und was Japan angeht – einem Land, in dem IE 6 noch immer sehr beliebt ist – dann glaube ich, dass MySQL noch sehr lange weiterleben wird :)

        Das ist leider wahr, da muss mal jemand wirklich aufräumen. Ich finde es ja super das Online Shops inzwischen teilweise 5-15% aufpreis verlangen wenn man mit IE <=8 einkauft aber das geht mir noch nicht weit genug ;)

        Es bräuchte halt man ein IT-Systemhaus das da mal so richtig aufräumt mit Qualität und Fachwissen.

        Ich wäre schon damit zufrieden wenn ich リトルバスターズ ohne WinE spielen könnte :D

        • tabibito sagt:

          Hmm, also wenn MariaDB == MySQL, dann scheint MariaDB nicht allzu revolutionär zu sein :)

          Zu CentOS kann ich eigentlich nur sagen, dass ich recht zufrieden damit bin, da es sehr robust ist. Habe allerdings auch nicht so viel mit Fedora, Gentoo und Co rumgespielt.

          • Vamp898 sagt:

            > dann scheint MariaDB nicht allzu revolutionär zu sein :)

            Ist es auch nicht, MySQL ist nur tot :P

            Allerdings wurde MariaDB deswegen erschaffen weil Oracle eben von OpenSource nicht viel hält. Die wollen das zum Geldmachen melken und das wars.

            Deswegen hat sich eh schon lange nicht mehr viel an MySQL getan weil Oracle da kaum Entwicklungsarbeit reingesteckt hat.

            Damit also an MySQL wieder was passiert und die unzähligen Verbesserungen die existierten und nicht von Oracle übernommen wurden endlich da sind, wurde MariaDB gegründet.

            Das heisst eig. war MySQL theoretisch schon tot bevor MariaDB geboren wurde und nur deswegen wurde MariaDB überhaupt gemacht.

            Es soll weder besser noch besonders sein, sondern einfach genau das was MySQL sowieso hätte sein sollen. Deswegen nennt man das ganze auch „Drop-In Replacement“, es ist praktisch die identische Software mit anderem Namen, nur das sie eben aktiv weiter entwickelt wird.

            > Zu CentOS kann ich eigentlich nur sagen, dass ich recht zufrieden damit bin, da es sehr robust ist.

            Das ein System Robust ist, ist für mich persönlich eine Absolute Grundvoraussetzung und sollte kein Feature sein. Leider sehen das so Distributionen wie Fedora, Ubuntu & Co. anders.

            Man kann Gentoo halt unterstellen sie würden „Schummeln“ weil Gentoo natürlich viel kann wo andere Distributionen, selbst wenn sie noch so viel arbeit reinstecken, niemals das selbe Ergebnis erreichen könnten.

            Beispiel libjpeg.

            Wenn mein System libjpeg15 am laufen hat, sind alle Programme gegen libjpeg15 kompiliert. Tausche ich nun libjpeg15 durch libjpeg14 aus, ist alles was libjpeg benutzt (und das ist verdammt viel) kaputt und irreperabel einfach kaputt.

            Bei Gentoo lässt man einen Befehl durchlaufen und er kompiliert die Anwendungen neu gegen libjpeg14. Das geht nur bei Distributionen die aus dem Quellcode kompilieren. Und dadurch hat man natürlich die Freiheit das man sich beliebig die Versionen zusammen suchen kann die man braucht und diese auch immer 100% perfekt zusammen passen. Auch nur deswegen ist Gentoo Rolling Release und andere Systeme eben nicht. Wenns bei anderen Systemen ein libjpeg Update geben würde, und man würde das sofort einspielen wäre alles kaputt. Also ist „echtes“ Rolling Release nur mit Distributionen wie Gentoo möglich.

            Zudem umgeht man extrem viele Fehlerquellen und Sicherheitslücken indem man sachen deaktiviert die man garnicht braucht. Ich brauche auf meinen Systemen hier nirgends ldap oder pam support, auch kein selinux, prelinking oder sonst was. Hibernate und Suspend dürfen die Maschinen auch nicht können. Wenn das ganze schon überhaupt nie im Kernel ist/war, kann es auch niemals Probleme machen. Und was ich nicht explizit installiert/eingerichtet habe ist auch nicht da und macht somit auch keine Probleme. Robuster und sicherer geht nicht.

            Aber das ist ein anderes Thema und ich schweife hier gerade extrem ab :D hab ich schon erzählt das ich diesen Winter nach Japan gehe :D ich freue mich! Wollte schon immer die Weihnachtslichter in Tokyo sehen, letztes Jahr im Mai waren die natürlich nicht mehr da.

            Und in nichtmal ganz 2 Jahren hab ich meine JLPT-N1 Prüfung yeeehaaa, dann kann ich ja in Japan persönlich dafür sorgen das da mal die Software in der Industrie ein bisschen auf den aktuellen Stand gebracht wird ;)

    • tabibito sagt:

      Danke jedenfalls für den Input! Ich werde mal ein bisschen rumbasteln und sehen, wie sich das so anfässt. Habe keine Probleme damit, in Japan mit irgendwas Vorreiter zu sein :)

    • Ernst sagt:

      Danke für die Informationen. Habe das zu meiner Schande nicht wirklich verfolgt, sehe aber den Sinn dahinter schon. Werde mir das im Sommer mal näher anschauen.

      Und zum IE6… ich würde einfach kompletten PAgeblock einbauen. IE6 == Weiterleitung auf lemonparty… Man macht mich der IE6 wütend.

  • zoomingjapan sagt:

    Habe dich gleich mal auf Twitter geadded – mit meinem privaten Account „chochajin“ und mit meinem Account zum Blog „zoomingjapan“.

  • ディーン sagt:

    Also das mit Mindestanforderungen IE6/Safari 5/Firefox 7 für Online Banking in Japan kann ich bestätigen. Und das gehört in einem Land wo Online Banking auf derselben Sicherheitsstufe steht wie ins Webmail einloggen, noch zu den harmlosen Vorkommnissen. Wer schon mal die Controlpanels bei Yahoo Domains gesehen hat, glaubt sich in die 90er Jahre rückversetzt zu den Anfängen des Internets. Wer dann noch weiss wie’s hintendurch in den Firmen IT-mässig aussieht, wird sich mit IE6 bereits wieder topmodern vorkommen.

    Tabibito, was Umstellungen bei Datenbank angeht – nach meiner Erfahrung immer schön vorsichtig und lieber konservativ fahren. Auch eine 100% binäre Kompatibilität ist keine Garantie für reibungslosen Betrieb, besonders wenn man später aus div. Gründen doch wieder zurück zu MySQL will/muss. Es genügt die Konfiguration in MariaDB anzufassen oder ein neues Feature auszuprobieren und man hat den Einwegsalat. Will jetzt hier keine Diskussion vom Stapel lassen, nur kurz mein Senf zum Thema vorschnell Adaptieren.

    • Vamp898 sagt:

      Vorschnell ist ja nun nicht gerade vorschnell, MariaDB gibts seit Januar 2009. Ich dachte eig. dadurch das Wikipedia jetzt über MariaDB läuft hätte das schon einiges an Wind gemacht.

      MySQL ist ja defakto seit fast 4 Jahren tot bzw. schon länger da ja MariaDB gegründet wurde weil MySQL praktisch tot ist :P alles was die (jetzigen) MySQL Entwickler tun sind die Sachen dies in MariaDB gibt (mit praktisch kaum noch Entwicklern) in MySQL einzupflegen, damit sie nicht zu weit hinterher hinken (Oracle verkauft ja MySQL und es ist kein so tolles Verkaufsargument mehr wenn Wikipedia damit Werbung macht das alles viel schneller und besser ist :D)

      Es gibt im übrigen eine Webseite welche die exakten Unterschiede zwischen MariaDB MySQL auflistet.

      Der „lustigste“ Unterschied ist das es Timer-Probleme geben kann da MariaDB an vielen stellen wesentlich schneller arbeitet :D aber wir wollen mal hoffen das niemand so einen Code je geschrieben hat der von so etwas abhängt ala

      // Etwa ein paar sekunden warten
      for ( int i = 999999999; i != 0; i– ) {}

      :D :D :D :D

      https://kb.askmonty.org/en/mariadb-vs-mysql-compatibility/