Gut versorgt: Kleine Statistik

March 15th, 2010 | Tagged | 10 Kommentare | 570 mal gelesen

In meiner Wahlheimatstadt erscheint alljährlich ein Katalog – eine Art Gelber Seiten, in denen alle Institutionen und Geschäfte aufgelistet werden. Deshalb mal an dieser Stelle eine kleine Statistik – wer möchte, kann das gern mit seinem Wohnort vergleichen:

Stadtname:		浦安 Urayasu, Präfektur Chiba
Stadtfläche:		17 km²
Einwohner:		164'000
davon Ausländer:	3,300 (2,0%)
Einwohnerdichte:	9'480 pro km²
Neulandanteil (neu seit 1960):	¾ der Gesamtfläche
Bahnlinien:		1
U-Bahnlinien:		1
Buslinien:		26
Besucher pro Jahr:	> 20 Millionen (hauptsächlich Disneyland & Cirque du Soleil)
Hotels:			22
------------
Fast Food-Restaurants:	27
Restaurants - gemischt:	40
Restaurants - westlich: 40
Restaurants - ethnisch:	 8
Restaurants - japanisch:28
Sushibars		29
Japanische Esshallen:	12
Tonkatsu-Restaurants (jap.Kotelett)			12
Yakiniku (koreanisches Gegrilltes)-Restaurants:		19
Okonomiyaki-Restaurants:	14
Udon/Soba (jap. Nudeln):	26
Ramen-Shops (chin. Nudelsuppe)	25
Chinarestaurants:		27
Jap. Kneipen (Izakaya)		66
Bars				25

Convenience Stores:		54

Universitäten:		 3
Oberschulen:		 4
Mittelschulen:		 9
Unterschulen:		17
Kindergärten:		22

Bibliotheken:		 5
Bücher in Bibliotheken:	 2 Millionen

Schreine:		 4
Tempel:			12

Friseure:		91
Zahnärzte		79

Usw. usf. Erstaunlich, was man alles auf 17 km² unterbringen kann!

Das Wort des Tages: 統計 tōkei – Statistik.

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10 Responses to “Gut versorgt: Kleine Statistik”

  • Juergen says:

    Wusste gar nicht, dass es eigene Restaurants für Tonkatsu gibt. Für jemanden, der nicht so an jap. Essen gewöhnt ist, ist Tonkatsu mit Krautsalat was feines. Bin durch meinen Japan-Urlaub ein riesen Fan davon geworden und koche mir das Gericht ab und zu.

  • Leon says:

    wow wirklich erstaunlich was man auf so ne fläche alles drauf bekommt :D vorallem die masse an unis und schulen is beachtlich für die zahl an leuten die bloß in deiner stadt wohnen

  • Felix says:

    2% Ausländeranteil?.. hm.. keine Angst der Überfremdung? ;-)

    cheers

  • gojira says:

    Habs mir mal auf g-earth angeschaut, da ist ja wirklich jeder Quadratmeter dicht ;-) Und nahtlos der Übergang zu Tokyo. Ich vermute der Fluss ist die Stadtgrenze?
    Zahlen sind eine Sache, aber wie würdest du denn das Feeling der Stadt , die “city vibes” (gibt dafür ein japanisches Wort?) beschreiben? Eher beschaulich oder ist genug los?

  • Anonymous says:

    @Juergen
    Tonkatsu-Läden gibt es fast überall wie Sand am Meer. Definitiv eine leckere Angelegenheit!

    @Leon
    Lass Dich nicht durch die Zahl der Unis täuschen – die meisten Studenten sind von ausserhalb und leben ausserhalb. Und zwei der Unis sind ziemlich klein.

    @Felix
    Und wie! Zumal ca. 80% der Ausländer aus Korea und China stammen, also kaum als Ausländer identifizierbar sind :-)

    @gojira
    Dabei hat die Stadt schon aussergewöhnlich viele Parks…
    Ja, der Fluss ist die Grenze. Mit “city vibes” ist nicht viel – kein Wunder, bis in die 1960er war hier alles entweder Wasser oder Reisfelder. Die Stadt ist da eher beschaulich – wer was erleben will, muss schon nach Tokyo fahren

  • Michael says:

    @gojira
    Gibt es den ein dt. Wort für “City Vibes”? ;)
    Und wo “genug los” möchte ich persönlich nicht wohnen.
    Roppongi und Co. haben z.B. null Attraktivität und Lebensqualität für mich.
    Würde jedes beschauliche Fischerdorf den “City Vibes” Tokios bevorzugen. :)
    Aber jeder darf nach seiner façon froh werden…
    ;)

  • Pikku says:

    So viele Bars?
    Mich würde das Nachtleben in jenen mal interessieren…
    Wipperfeld hat auch viel zu bieten:

    1 Kirche
    2 Kneipen
    1000 Leute
    5000 Kühe

    Einiges los!!

    Ps: Hab endlich mit dem Japanischkurs in Köln begonnen, hoffe das ich bald noch mehr dieser Kultur erfahre und endlich auch mal die Texte lesen kann;)

  • ディーン says:

    @Michael
    Klar gibt’s das: “Stadtschwingungen”
    Um Magnitude 7 sehr aufregend ;-)

  • Anonymous says:

    @ディーン
    Na da kann doch praktisch jede Stadt in Japan mehr oder weniger mit dienen…

    mehr als in Deutschland auf alle Fälle :D

  • ディーン says:

    Na klar, “Stadtschwingungen” wären in Deutschland gar nicht zugelassen – ausser vielleicht als Unwort des Jahres.

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