Quentin Tarantino meets … a white dog?
Zur Abwechslung mal wieder was Triviales. Softbank, einer der Mobilfunkriesen in Japan (und als alleiniger Vertreiber des iPhones ziemlich erfolgreich) zieht schon seit Jahren die gleiche Kampagne im Fernsehen durch: Mit der “weissen Familie”, bestehend aus Vater (weisser Hund), Mutter, Tochter (japanische Schauspielerin) und einem schwarzen (sagt man das eigentlich noch oder war das bereits politisch inkorrekt?) Sohn. Das sieht dann so aus:
Am Anfang haben viele, nun ja, ich und ein paar Bekannte zumindest, lange gezweifelt, was das ganze soll. Aber nach unzähligen verschiedenen Spots macht es langsam Spass und ich halte mittlerweilen die ganze Werbestrategie für sehr gelungen.
Anscheinend bekommt die Familie in Bälde auch Zuwachs: Ein grosser Bruder, genannt Tara-chan, soll bald auftauchen. Tara? Tara…ntino? Genau. Quentin Tarantino. Wirbt im japanischen Fernsehen bald mit einem weissen Hund und einem farbigen Sohn und japanischer Tochter für Handys. Das ist so absurd, das muss einfach gut sein.
Nun mag ich zwar die Werbekampagne, aber geholfen hat es trotzdem nichts: Ich habe letztendlich meinen Vertrag mit Docomo verlängert, und für ziemlich genau 0 Yen ein neues Handy: Ein Google-Handy. Auch sehr praktisch, denn es kann so ziemlich alles (oder sogar noch mehr!?) das, was ein iPhone kann.
Vor kurzem ist übrigens Tarantino’s neuester Film Inglourious Basterds angelaufen. Werbekampagne hier: 面白さタランかったら全額返金しバスターズ (Omoshirosa TARANkattara zengaku henkin shibastaazu). Tarankattara hier als Wortspiel – die normale Form lautet “tarinakattara” (wenn’s nicht reicht). Zusammen: “Wenn der Film nicht unterhaltsam genug ist, gibt es volles Geld zurück”. Der Deal: Wer innerhalb der ersten 60 Minuten vor Langeweile oder was weiss ich welchen Gründen den Film verlässt, bekommt sein Geld zurück.
Man darf gespannt sein, wie sehr sich “Inglourious Basterds” mit japanischem Mainstream vereinbaren lässt. Obwohl das hartgesottene ブラピ (burapi = Brad Pitt)-Fans in Japan kaum aus der Fassung bringen dürfte.
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