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Mord verjährt nicht … oder?

Juli 31st, 2008 | 1 Kommentar | 895 mal gelesen

Manchmal gibt es schon seltsame Kanten in der Rechtssprechung. Da richtet man ganz ohne Vorwarnung munter in Japan zum Tode Verurteilte hin, nachdem man sie Jahre, nicht selten Jahrzehnte, ohne jegliche Rechte in Einzelhaft hat schmoren lassen. Da berufen sich Richter im Notfall auf ein Geständnis – egal, wie es zustande gekommen ist. Da werden fast 99% aller Angeklagten letztendlich schuldig gesprochen.

Aber – im krassen Gegensatz dazu lässt man Mordfälle in Japan verjähren. Nach 30 Jahren kann man nach jetzigem Recht nicht mehr belangt werden. Die Debatte um die Verjährung flammt alle paar Jahre mal wieder auf – meistens, kurz bevor ein spektakulärer, ungeklärter Mordfall verjährt. Verzweifelt bäumen sich die Angehörigen dann auf, versuchen, die Öffentlichkeit aufzurütteln, um den Täter vielleicht doch noch vor der Verjährung fassen zu können. Meistens natürlich ohne Erfolg.

Deutschland, bzw. die BRD, hat die Verjährung bei Mordfällen 1979 endgültig abgeschafft (wahrscheinlich kommt hierzu noch ein korrigierender Kommentar eines juristisch bewanderten Lesers, oder?). Aber irgendwie scheint man es in Japan nicht durchzubringen.

Das Wort des Tages: 時効 jikō – ji ist die Zeit, ko bedeutet “wirken, Wirkung”. Die “Verjährung”.

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Nicht zu fassen: “Arschkrampen” im japanischen iTunes

Juli 28th, 2008 | 2 Kommentare | 463 mal gelesen

Anfangs mochte ich iTunes nicht – die Sachen, die ich mag, gab es einfach nicht. Und da ich in Japan wohne, konnte ich deutsche Sachen nicht kaufen – das war schlichtweg nicht möglich.
Seit einiger Zeit hatte ich den leisen Verdacht, dass das Angebot besser geworden ist. Da gebe ich also spasseshalber “Wischmeyer” ins Suchfeld ein, und was sehe ich da – im japanischen iTunes – 29 Treffer! Unglaublich.
Das ist doch ein passendes Ende für einen Sonntag: Sich für ¥ 1,500 “aggi aggi – Arschkrampen im Reich der Leguane” von 1993 (mit Artwork!) vom japanischen iTunes herunterladen.
Wer die Arschkrampen nicht kennt – reinhören lohnt sich, aber es ist nichts für Zartbesaitete… Ich habe Euch gewarnt.

iTunes Japan goes Arschkrampen

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Hitze

Juli 25th, 2008 | 4 Kommentare | 445 mal gelesen

Entweder habe ich es verschlafen oder die Wetterfrösche: Die Regenzeit scheint irgendwann einfach so aufgehört zu haben. Was darauf immer folgt, ist brüllende Hitze. Nicht die angenehme Hitze der Tropen, wie in Singapur zum Beispiel, sondern eine Mischung aus tropischer Hitze und Wüstenhitze. Mit anderen Worten, es ist schweineheiss, und das wird sich bis September auch nicht ändern. Ganz besonders angenehm ist das natürlich im Herzen einer Großstadt zu geniessen, in der es auffällig nach Ozon riecht. Allein vom blossen Dasein kommt man ins Schwitzen.
Aber da muss man wohl durch. Auch durch das Wechselbad der Temperaturen – 35 Grad, 20 Grad, wieder 35, dann 25 Grad usw. usf. Klimaanlagen sei Dank. Aber verfluchen werde ich sie ganz bestimmt nicht.

Wetter in Tokyo in der kommenden Woche

Oben die Wetteraussicht für Tokyo bis Anfang August – das oben ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit und unten die Tageshöchst- bis Tiefsttemperaturen (vom Meteorologischen Amt).

Das Wort des Tages: 猛暑 mōsho – mo bedeutet “heftig、wild”, sho die Hitze. Die (extreme) Sommerhitze.

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Schweres Erdbeben im Nordosten

Juli 24th, 2008 | 3 Kommentare | 685 mal gelesen

Vor rd. 20 Minuten gab es erneut ein schweres Erdbeben im Nordosten – Stärke 6.8 bzw. eine starke 6 auf der japanischen Erdbebenskala (höchste Stufe: 7). Selbst im Raum Tokyo war das Beben deutlich spürbar.
Am stärksten war das Beben in Ost-Aomori und Nordost-Iwate. Bleibt nur zu hoffen, das nicht allzu viele Schäden und Opfer zurückbleiben. Wenigstens bleibt uns scheinbar ein Tsunami erspart.


Erdbebenkarte 24. Juli 2008, 00:26 I [klicken um zu vergrössern]

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Herr 33, bitte vortreten!

Juli 22nd, 2008 | 11 Kommentare | 679 mal gelesen

Einen Herrn 一一 (1-1 – in seinem Fall “Kazuhito” gelesen) kannte ich schon. Auch einen 三七三 (3-7-3, Minami) gab es schon. Heute habe ich zum ersten Mal einen Herrn 三三 (3-3, gelesen: Sanza) getroffen. Ganz offensichtlich werden Namen in Japan gelegentlich wohl mit dem Knobelbecher entschieden.
Mit Zahlen gibt es da wirklich einige Wörter im historischen und modernen Japanisch, die man entweder kennt oder nicht – wenn man sie nicht kennt, hat man nicht die geringste Chance, diese Wörter richtig auszusprechen. Wie zum Beispiel

一二三四五六七 (1-2-3-4-5-6-7). Gelesen: Hajishirazu. Ein Wort- bzw. Kanjispiel. Acht heisst auf Japanisch “hachi”. -shirazu heisst “nicht kennen”. Alle Zahlen ausser der acht kennen, quasi. “Haji” bezieht sich hier aber auf 恥 – die Scham. Ergo “schamlos”, eine schamlose Person.

十八番 (10-8-Nummer). Oft gelesen: Ohako. Bedeutet so viel wie Spezialgebiet, Steckenpferd.

Ach ja, auch der Name 一 (1) existiert wohl. Und zwar beginnt die Lesung in einem Fall mit “N” (wenn mit lateinischen Buchstaben geschrieben). Vorschläge? Nur so viel: Die Lesung ergibt durchaus Sinn.

Mit Namen möchte ich gar nicht erst weitermachen – da gibt es noch viel mehr davon. In Japan gibt es übrigens laut Schätzungen zwischen 150,000 und 270,000 verschiedene Nachnamen (historische Personen eingeschlossen). In Deutschland wohl ungefähr ebensoviele. In China mit seinen 1.3 Milliarden nur ca. 4,000. Und in Korea ganze 274 Nachnamen – das erklärt die fast 9 Millionen Kim. Manchmal weiss ich nicht, was besser ist: Die spartanische koreanische Lösung oder die vertrackte japanische Lösung – bei der selbst Japaner oft nur mit Kopfschütteln auf Visitenkarten anderer schauen.
Hier noch eine interessante Seite zu Namen in Japan und anderswo – auf Japanisch: www.myouji.info/sekai.html.

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Deutschland und Polen als Vorbild für Japan und Südkorea?

Juli 18th, 2008 | 4 Kommentare | 532 mal gelesen

Ja ja, es geht mal wieder, aber zum ersten Mal seit langem in diesem Blog, um Eilande, für die sich eigentlich kaum einer interessiert. In diesem Fall (mal wieder) um 竹島 (Takeshima, jap. “Bambusinsel”) alias 独島 (Dokdo, kor.: Einsame Insel). Das ist eine Handvoll eigentlich unbewohnter Inseln mit insgesamt nur 0.23 km² Fläche, um die sich (Süd)korea und Japan schon seit Ewigkeiten zanken. Seit 1953 werden die Inseln quasi von Südkorea besetzt – so zumindest die japanische Lesart. Die Inseln liegen zwischen Japan und Südkorea mitten im Japanischen, ach nein, Ostmeer (so der koreanische Name).

Momentan sehen die Beziehungen zwischen Japan und Südkorea eigentlich ganz gut aus – zumindest wesentlich besser als noch vor zwei Jahren zu Koizumi’s Zeiten. Doch da schlägt das Bildungs- und Wissenschaftsministerium plötzlich zu – und schreibt in einer Richtlinie für Schulbücher plötzlich vor, das besagte Inseln als japanisches Territorium im Unterricht zu erwähnen seien. Bisher fanden die Inseln keine Erwähnung.

Erwartungsgemässt schluckt man den Köder gern auf der anderen Seite des Meeres – Proteste laufen an, Austauschprogramme werden abgesagt usw. – ach ja, dies passierte alles in dieser Woche.

Japanische Geschichtslehrbücher sind ein Dauerthema im Zank mit den Nachbarn – regelmässig gibt es grossen Ärger mit China und Korea über verdrehte oder, das ist eher der Fall, einfach ausgelassene historische Ereignisse. In vielen Fällen ist der Ärger begründet, obwohl chinesische Geschichtsbücher mit Sicherheit auch nicht lupenrein sind.

Doch ach – da tauchte doch gestern tatsächlich ein interessanter Gedanke auf: Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak äussert sich zu dem neuen Streit und rät, einen kühlen Kopf zu bewahren. Und es vielleicht mit dem deutsch-polnischen Weg zu versuchen: Deutschland und Polen arbeiten an gemeinsamen Texten zur Geschichte, um beide Seiten klarzustellen.

Dieser Vorschlag klingt zwar utopisch in dieser Gegend hier, aber wer weiss: Es ist allemal einen Versuch wert und würde viel zur späten Versöhnung beitragen.

Um aber noch kurz bei der Deutschland-Polen-Analogie zu bleiben – einen Kaczyński wünsche ich weder Südkorea noch Japan.

Das Wort des Tages: 教科書 – kyōkasho – “lehren – wissenschaft – schrift”. Das Lehrbuch.

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Neue Japan-Ressource? GEO-Reisecommunity

Juli 15th, 2008 | 8 Kommentare | 590 mal gelesen

Wer eine eigene Webseite betreibt, dürfte wissen, wie schwer es ist, mehr als nur Familienmitglieder zu einem Besuch auf die eigenen Seiten zu entführen. Man muss sehr viel Arbeit reinstecken und es dauert sehr lange, bis sich etwas entwickelt.
Aber dazu gibt es ja Portalseiten und Communities. In Sachen Reisen und in Sachen Japan und beides zusammen gibt es die sogar wie Sand am Meer. Ca. ein Mal pro Woche bekomme ich Post von einer mal wieder gerade aus dem Boden gestampften Reisecommunity, die freundlich nachfragt, ob ich nicht beitreten möchte. Ich müsste mir nicht mal die Arbeit machen, meine Beiträge auf den eigenen Seiten zu kopieren – das würden sie schon gern für mich machen. Na klar doch.
Bildempfehlung der GEO-Reisecommunity-RedaktionEine neue Seite hat es mir aber momentan angetan – die GEO-Reisecommunity. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich früher schon oft und gern die GEO und GEO-Reise gelesen habe. Natürlich kann man auch auf dieser Seite Reisebilder nebst Reiseberichten und Reisetipps etc. posten. Natürlich gibt es auch eine Reisecommunity. Die Seite hebt sich aber von vielen dadurch ab, dass das Design äusserst gelungen ist und die technische Durchführung ebenfalls. Kein Wunder – schliesslich steckt ja auch ein grosser Verlag dahinter.
Schaut man sich die bisherigen Reiseberichte so an, scheinen etliche Profis am Werk zu sein – zumindest sehen die Fotos oft zu professionell aus für Amateure.
Mal sehen, was in Sachen Japan so geschehen wird auf dieser Community. Momentan gibt es nur zwei Reiseberichte und drei Tipps und ein paar Reisefotos von Japan (ansonsten gibt es bereits knapp 1,000 Reiseberichte von allen möglichen Reisezielen und über 20,000 Fotos), aber das wird sich wohl ziemlich schnell ändern, und ich werde wohl auch ein paar Fotos und Tipps beisteuern und eventuell in einer Gruppe mitarbeiten – so erreicht man ein paar mehr Japan- und Reiseinteressierte als nur über die eigene Webseite.

Einen Wermutstropfen haben diese Reiseportale natürlich: Man gibt mit dem Posten von Einträgen quasi das Urheberrecht ab (ein guter Grund für mich zumindest, nicht Inhalte meiner eigenen Seiten woanders zu veröffentlichen). Aber dafür hat man eben kostenlose Informationsquellen und eine Plattform, auf der man gelesen wird, ohne lange warten zu müssen.
Hier noch der Link: http://www.geo-reisecommunity.de. Viel Spass beim Stöbern.

Das Wort des Tages: 旅行記 ryokōki. Ryoko ist die Reise, -ki die Annalen, der Bericht.

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iPhone in Japan – Braucht man das?

Juli 12th, 2008 | 4 Kommentare | 614 mal gelesen

Nun war es gestern auch in Japan (und wohl auch in Deutschland!?) so weit – Steve Jobs’ neues Gadget, das iPhone, wurde auf den japanischen Markt geschleudert. Am Freitag, dem 11. Juli, ging der Verkauf los. Einige Verrückte hatten schon seit Dienstag auf den Bürgersteigen des iPhone-anbietenden Telefondienstleisters Softbank kampiert, um unter den Ersten zu sein.
Viele räumen dem iPhone keine grossen Chancen in Japan ein. Klar gibt es auch hier eine Apple-Fangemeinde, aber viele Handys können bereits das, was das iPhone kann – manchmal besser und manchmal schon seit Jahren.
Der Kaufpreis von ca. 23,000 JPY dürfte kein grosses Hindernis für potentielle Käufer sein, wohl aber die anfallenden monatlichen Kosten: Wer das Internet auf dem iPhone voll auskosten möchte, zahlt ca. 8,000 Yen, also rund 50 Euro Grundgebühr – fast das Vierfache eines normalen Handys. Mich jedenfalls hält das aufs Erste vom Kauf ab, auch wenn mich der Rest schon sehr reizt.


Viel Presse und grosser Auflauf am Freitag Vormittag vor der Bic Camera-Filiale in Yurakucho, Tokyo

Das Wort des Tages: おしゃれ – oshare. “chic”, “modisch”. Persönlich bin ich jedes Mal aufs Neue begeistert vom Design der Apple-Spielzeuge

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G8-Gipfel zu Ende… Erfolg? Oder nicht? War was?

Juli 11th, 2008 | 4 Kommentare | 438 mal gelesen

Was haben Lee Myung-bak, der Präsident Südkoreas, und Yasuo Fukuda, der japanische Ministerpräsident, gemeinsam? Ganz einfach: Beide sind momentan extrem unpopulär. Der eine, weil er seinen Landsleuten amerikanisches Rindfleisch unterjubeln möchte. Der andere wegen andauernder Blässe und chronischer Dickköpfigkeit.
Genau aus diesem Grunde hätte Fukuda als Gastgeber des G8-Gipfels sehr gut einen Erfolg des letzteren brauchen können.
Die japanische offizielle Presseerklärung nach dem Gipfel jedenfalls war ein Erfolg: Sie war so schwammig formuliert und uneindeutig, dass man sie je nach Gusto deuten konnte. Somit geschah etwas ziemlich Seltenes: Die grossen Zeitungen des Landes werteten das Ergebnis sehr unterschiedlich. Einige sahen die Abschiedserklärung als Erfolg an. Andere stuften das Ergebnis eher als ernüchternd ein. Was doch geschickte Sprache so alles bewirken kann!
Wie man diese gemeinschaftliche letzte Erklärung als Erfolg werten kann, bleibt mir jedoch, egal in welcher Sprache, unverständlich. Da erklärt man also, gemeinsam gegen den Klimawandel kämpfen zu wollen, mit den jeweils angemessenen Verbindlichkeiten. Toll. Klingt wie ein Raucher, der verspricht, dieses Mal aber wirklich aufzuhören. Ganz ehrlich (oh, herrliche Selbstironie).
Nun ja, ausser (horrenden) Spesen ist da wohl nicht viel gewesen. Aber wenigstens wissen jetzt ein paar Leute mehr, wie schön die Gegend um Toyako aussieht.

Das Wort des Tages: 曖昧 – aimai (-na Adjektiv). Bedeutet “zweifelhaft, uneindeutig”.

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Wahnsinn Sommerferien – wer zu spät kommt…

Juli 9th, 2008 | 9 Kommentare | 649 mal gelesen

Normalerweise bereite ich meine Touren nicht grossartig vor. Schon gar nicht Monate im voraus. Aber in Japan kommt man einfach nicht drumherum. Das habe ich vor zwei Jahren wieder einmal gemerkt, als ich im Mai versuchte, einen Platz auf der Fähre nach Hokkaido zu ergattern (fahren wollte ich im August) und schon alle Plätze weg waren. Oder letztes Jahr, als ich Ende April versuchte, für Mitte August ein Hotel in Tokushima auf Shikoku zu buchen – alles voll (da zu der Zeit ein bekanntes Festival stattfand). Ja, Geschwindigkeit ist keine Hexerei.

Dieses Jahr sollte es eine Tour werden, die mit einer 14 Stunden dauernden Fahrt mit dem Schlafwagen beginnt. Also ging ich im Mai zum Fahrkartenschalter, um für einen Donnerstag Mitte August eine Fahrkarte zu buchen. “Sie können erst einen Monat im Voraus buchen. Genauer gesagt frühestens am 7. Juli, morgens um 10 Uhr”.
Gesagt, getan. Leider ist der 7. ein Werktag und meine Arbeit beginnt genau um 10. Also ging ich frohen Mutes am 7. Juli um 13 Uhr während der Mittagspause zum Fahrkartenschalter:

"Dorthin, die und die Klasse bitte"
   "Moment... oh, leider ausverkauft"
"Wie ist es mit der Klasse?"
   "Tut mir leid..."
"Irgendwas anderes? Gleicher Zug?"

(5 Minuten Suche am Computer später...)
   "Oh, sie haben Glück, dort in der Klasse in dem
    Abteil ist noch ein einziger Platz frei"

Zum mitmeisseln: Fahrkarte. Nachtzug. Ungefähr genau so teuer wie der schnellere Shinkansen und fast der gleiche Preis wie ein Flugticket. Tag: Donnerstag. 3 Stunden nach Beginn der Vorreservierung: Ausgebucht.
Wer hier nicht plant, hat wirklich ganz gepflegt verloren. Wenigstens habe ich dieses Mal jedoch etwas mehr Glück gehabt.

Das Wort des Tages: 早いものが勝ち – hayai mono ga kachi – “schnell – person – siegt” – Wer zuerst kommt…

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