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Neue Einreisebestimmungen ab 1.Juni 2008!

April 1st, 2008 | 12 Kommentare | 983 mal gelesen

Es hatte sich ja schon mit dem Gesetzesentwurf zum Zwangssprachtest für Ausländer angedeutet – die Einreisebestimmungen werden womöglich verschärft. Insofern keine grosse Überraschung eigentlich, aber was das japanische Parlament heute in einer ausserordentlichen Plenarsitzung durchgeboxt hat, ist dann doch etwas überraschend – die Verschärfung der Einreise für alle Ausländer, auch Kurzzeitbesucher also (sprich: Touristen). Folgende Regeln treten demnach ab dem 1. Juni 2008 in Kraft:

  1. Der Reisepass als Beweis der Staatsangehörigkeit reicht fürhin nicht mehr aus. Dem jeweiligen Land entsprechend, muss mindestens ein weiterer Beweis erbracht werden. Auszug aus dem Katalog:
    Deutsche müssen unaufgefordert bei der Einreise ein Liter Bier (alkoholfrei gilt nicht) in 10 Minuten leer trinken. Schweizer müssen in der gleichen Zeit 300 Gramm Emmentaler verdrücken. Amerikaner hingegen eine grosse Pizza mit Ketchup. Achtung: Die Lebensmittel müssen selbst mitgebracht werden!
  2. Ein Mini-Sprachtest muss absolviert werden. Die folgenden drei Sätze müssen fehlerfrei und ohne zu stottern auf Japanisch gesagt werden:
    1.) Wo bitteschön ist das nächste Sushi-Restaurant?
    2.) Ich bin zwar Ausländer, aber Sie dürfen sich ruhig neben mich setzen
    3.) Ja, in meinem Land gibt es auch Autos, Eisenbahnen und Zigaretten.
    Achtung Deutsche, der Sprachtest erfolgt nach dem oben genannten Test!
  3. Darauf folgt ein kurzer Landeskunde-Test: Es sind alle Nachkriegsministerpräsidenten Japans mit Vor- und Zunamen und Regierungszeit (Monat reicht) zu nennen. Weiterhin gefragt werden kann nach den Namen der 15 in Japan benutzten Lauchsorten sowie den 50 beliebtesten Fischsorten.
  4. Einreisende müssen äusserst glaubwürdig nachweisen, noch nie etwas von Marihuana gehört zu haben. Wünschenswert sind Antworten wie
    - Marie wer?
    - Kenn ich! Das ist doch diese mexikanische Grenzstadt!
    - Das hatte ich mal als Kind. Grassierte bei uns im Kindergarten.

Etwas drastisch ist leider die geplante Sanktion, falls der Test nicht bestanden wird: Die potentiellen Japanbesucher werden bei Nichtbestehen umgehend nach Kaesong (DVRK, auch: Nordkorea) abgeschoben, wo sie für drei Wochen als Billigarbeitskräfte für südkoreanische Firmen Zwangsarbeit zu leisten haben. Das Gehalt geht vollständig an die Opferhilfe der “Familien nach Nordkorea verschleppter Japaner”.
Ich wünsche viel Erfolg bei der Einreise. Achtung – im Winter warme Sachen mitnehmen, in Nordkorea ist es saukalt zu dieser Zeit!

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