Muss auch mal sein – kleiner Exkurs in die Koleopterologie

Juni 26th, 2006 | 2 Kommentare | 1080 mal gelesen

Wo ich nun schon den japanischen Katzen zwei Artikel gewidmet habe (hier und hier), sollen auch unsere sechsbeinigen, kleinen Krabbler nicht zu kurz kommen. Mai- und Junikäfer sind mir hier leider noch nicht aufgefallen, aber im Juni treibt der Rosenkäfer in Japan sein Unwesen. Nein, Unwesen ist zu viel gesagt. Rosenkäfer gibt es zwar auch in Mitteleuropa und anderswo, aber in Deutschland zum Beispiel sind sie so selten, dass sie als geschützte Tierart eingestuft werden mussten. In Japan fliegen sie im Sommer haufenweise durch die Gegend – auch mitten in der Grossstadt. Das gute Tier ist mit 2 cm Länge schon ziemlich gross, und ich finde es jedes Mal beeindruckend, dass sich so ein fetter Käfer in der Luft halten kann. Leider besuchte uns heute nicht nur dieser Goldkäfer, sondern auch eine nette Hornisse. Der konnte ich allerdings schnell den Ausgang zeigen.

Insekten sind durchaus häufig, auch in Städten, und so gehört eine Gazetür zum Standard in nahezu allen Wohnungen. Praktisch, denn dank dieser Schiebetüren braucht man sich nicht selbst drum kümmern.


Goldglänzender Rosenkäfer: Rund 2 cm gross, grünlich schimmernd mit weissen Punkten. Äusserst zahlreich in Japan.

Das Wort des Tages: 金蚊 (kanabun). Der japanische Name für den Rosenkäfer. kana bedeutet Gold (auch: Geld), bun ist das Insekt. Alleinstehend wird das letztere ka gelesen und bedeutet „Mücke“.

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2 Responses to “Muss auch mal sein – kleiner Exkurs in die Koleopterologie”

  • Dr. Joachim Roppel sagt:

    Das ist ja sehr interessant mit dem japanischen Rosenk?fer! Hierzulande
    gibt es vergleichbar sch?ne Rosenk?fer, jedoch habe ich noch nie ein solch massenhaften Auftreten erlebt. Zum Anschauen siehe unter: koleopterologie.de

  • Jeffrey sagt:

    Wie viel Geld bekommt man für einen Japanischen Rosenkäfer?