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    <title>Japan Almanach</title>
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    <updated>2012-01-26T15:36:21Z</updated>
    <subtitle><![CDATA[Seiten aus und &uuml;ber Japan - f&uuml;r alle Japan-Reisenden, Japan-Interessierten und Japan-Infizierten.]]></subtitle>
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    <title>Hiraizumi</title>
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    <published>2012-01-24T15:36:24Z</published>
    <updated>2012-01-26T15:36:21Z</updated>

    <summary> ←遠野 Tōno Matsushima 松島→ Region: 東北 Tōhoku Präfektur: 岩手 Iwate 平泉 Hiraizumi Name: Hiraizumi. Wörtlich &quot;Ebene-Quelle&quot;. Der Lage nach zu urteilen dürfte der Name auch das bedeuten, was er aussagt: Eine Quelle in der Ebene. Lage: Hiraizumi befindet sich...</summary>
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        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="tono.html">←遠野 Tōno</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" height="17" width="176" align="absmiddle" /> <a href="matsushima.html">Matsushima 松島→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/iwate.png" alt="Lage von Iwate" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#iwate">岩手 Iwate</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>平泉 Hiraizumi</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Sehenswert" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div> Hiraizumi. Wörtlich "Ebene-Quelle". Der Lage nach zu urteilen dürfte der Name auch das bedeuten, was er aussagt: Eine Quelle in der Ebene.</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Hiraizumi befindet sich im hier weiten Flusstal des <em>北上川 Kitakami-gawa</em> gut 80 km südlich von <a href="morioka.html">Morioka</a> und ebenfalls gut 80 km nördlich von <a href="sendai.html">Sendai</a>.
</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> In Hiraizumi gibt es zahlreiche historisch interessante Bauten. Bei weitem am bekanntesten ist der Tempel <em>Chūson-ji</em> - mittlerweilen UNESCO-Weltkulturerbe.</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Hiraizumi: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>






					<h3>Hiraizumi - Beschreibung</h3>


<p>
Hiraizumi ist Teil des Distrikts <em>西磐井郡 Nishi-Iwai</em> - jener nimmt als Verwaltungseinheit über 60 km&sup2; ein, hat aber weniger als 9'000 Einwohner. Hiraizumi selbst hat zwar Stadtrecht, wurde aber mittlerweilen zu weiten Teilen mit der Nachbarstadt Ichinoseki zusammengelegt. Hiraizumi befindet sich im hier weiten Flusstal des <em>北上川 Kitakami-gawa</em>. Die Ebene ist nicht sehr gross, aber sehr fruchtbar, und wird vor allem für den Reisanbau genutzt. Hiraizumi ist klein, recht bedeutungslos und weit weg von allem. Das war jedoch nicht immer so, denn Hiraizumi war einst sehr bedeutend und prachtvoll. So prachtvoll, das Teile Hiraizumis 2011 von der UNESCO zum 12. Weltkulturerbe in Japan erklärt wurde.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hiraizumi1-xl.jpg">
<img src="chiho/hiraizumi1.jpg" alt="Der Bahnhof von Hiraizumi" title="Der Bahnhof von Hiraizumi" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Der Bahnhof von Hiraizumi</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hiraizumi2-xl.jpg"><img src="chiho/hiraizumi2.jpg" alt="Blick auf den Ort und die Umgebung" title="Blick auf den Ort und die Umgebung" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Blick auf den Ort und die Umgebung</span>
		</div>
	</div>
<p>
Rund um das 8. Jahrhundert u.Z. lag die Hauptstadt Japans und der kulturelle, politische und wirtschaftliche Schwerpunkt noch im fernen <a href="kyoto.html">Kyōto</a>. Im kalten Norden der Hauptinsel Honshū dominierte jedoch damals noch das <em>蝦夷 Emishi (auch: Ebisu oder Yezo)</em> genannte Volk. Das japanische Volk breitete seinen Machtbereich jedoch immer weiter nach Norden aus, wobei es zu zahlreichen Schlachten mit den Emishi kam. Dies geschah auch in der Gegend des heutigen Hiraizumi, welches oft als Militärlager genutzt wurde. Hiraizumi markierte die nördliche Grenze der Provinz <em>奥州 Ōshū</em>. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden die Emishi und Ainu immer weiter nach Norden vertrieben - und Ōshū wurde immer grösser. Bald umfasste Ōshū den Großteil des Nordens der Insel Honshū - und zwar die heutigen Präfekturen Aomori, Iwate, Miyagi und Fukushima. 

Der Name Hiraizumi tauchte in den Chroniken erstmals 1189 auf, aber der Ort existierte dabei schon ein paar Jahrhunderte. Gute 100 Jahre vorher, im Jahr 1087, liess sich der mächtige Clan der <em>奥州藤原 Ōshū-Fujiwara</em> in Hiraizumi nieder und sorgte für die Blütezeit. Damals lebten geschätzte 50 bis 100 Tausend Menschen in der Stadt - nach Kyōto war Hiraizumi damit immerhin die zweitgrösste Stadt Japans.


</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
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<img src="chiho/hiraizumi3.jpg" alt="Eine der Hauptstrassen von Hiraizumi" title="Eine der Hauptstrassen von Hiraizumi" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Eine der Hauptstrassen von Hiraizumi</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hiraizumi4-xl.jpg">
<img src="chiho/hiraizumi4.jpg" alt="Zederngesäumter Weg zum Chūsonji" title="Zederngesäumter Weg zum Chūsonji" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Zederngesäumter Weg zum Chūsonji</span>
		</div>
	</div>
<p>

</p>


	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hiraizumi5-xl.jpg">
<img src="chiho/hiraizumi5.jpg" alt="Hondō - Das Hauptgebäude im Chūsonji" title="Hondō - Das Hauptgebäude im Chūsonji" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Hondō - Das Hauptgebäude im Chūsonji</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hiraizumi6-xl.jpg">
<img src="chiho/hiraizumi6.jpg" alt="Dieser schlichte Bau beherbergt das goldene Mausoleum" title="Dieser schlichte Bau beherbergt das goldene Mausoleum" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Dieser schlichte Bau beherbergt das goldene Mausoleum</span>
		</div>
	</div>
<p>

</p>

<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "hiraizumi"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "hiraizumi"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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			<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Die <em>釜石線 Kamaishi-Linie</em> fährt von <a href="kamaishi.html">Kamaishi</a> an der Küste bis nach <em>花巻 Hanamaki</em> und von dort in einigen Fällen weiter bis <a href="morioka.html">Morioka</a>. Unterwegs hält dieser Zug in <em>新花巻 Shin-Hanamaki (shin=neu)</em> - dort halten auch die Shinkansen. Von Kamaishi bis Tōno braucht der Schnellzug rund 45 Minuten, die einfache Fahrt kostet 820 Yen. Nach Hanamaki braucht der Zug eine knappe Stunde und kostet ebenfalls 820 Yen. Die gesamte Strecke ist landschaftlich sehr sehenswert.
</p>

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			<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

<p>
In Arbeit</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        
    </content>
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    <title>Tōno</title>
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    <id>tag:www.tabibito.de,2012:/japan//1.144</id>

    <published>2012-01-19T15:55:18Z</published>
    <updated>2012-01-24T15:18:11Z</updated>

    <summary> ←釜石 Kamaishi Hiraizumi 平泉→ Region: 東北 Tōhoku Präfektur: 岩手 Iwate 遠野 Tōno Name: Tōno. Wörtlich &quot;Entfernt-Feld&quot;. Das trifft es auch ziemlich auf den Punkt, denn Tōno liegt weitab der alten Handelsrouten. Lage: Tōno liegt in einem Talkessel im Süden...</summary>
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        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="kamaishi.html">←釜石 Kamaishi</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" height="17" width="176" align="absmiddle" /> <a href="hiraizumi.html">Hiraizumi 平泉→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/iwate.png" alt="Lage von Iwate" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#iwate">岩手 Iwate</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>遠野 Tōno</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Muss man nicht unbedingt hin" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div> Tōno. Wörtlich "Entfernt-Feld". Das trifft es auch ziemlich auf den Punkt, denn Tōno liegt weitab der alten Handelsrouten.</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Tōno liegt in einem Talkessel im Süden der Präfektur Iwate zwischen Küste und der Hauptverkehrsachse durch die Präfektur. Nahe der Stadt befinden sich bis fast 2'000 Meter hohe Berge.
</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Das Folkloremuseum und einige der alten Bauernhäuser in der Gegend. Die Stadt selbst ist weniger interessant.</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Tōno: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>






					<h3>Tōno - Beschreibung</h3>

<p>
Tōno ist eine Kleinstadt im gleichnamigen Talkessel mitten in den Bergen in der Präfektur Iwate. Das Stadtgebiet ist rund 825 km&sup2; gross und hat knapp 30'000 Einwohner - Tendenz stark rückläufig. Das Tal war früher, bis zum Zweiten Weltkrieg, für seine Pferdeproduktion bekannt. Ansonsten hatte der Ort nie eine besondere Bedeutung - Tōno liegt einfach zu weit entfernt von der Küste und den grossen, alten Handelswegen.
</p>

<div class="picture-only clearfix">
	<a href="chiho/tono-panorama-xl.jpg" class="single_image"><img width="640" height="145" src="chiho/tono-panorama.jpg" alt="Panorama von Tōno und Umgebung" /></a><br/>
					<span>Panorama von Tōno und Umgebung</span>
</div>

<p>
Bekannt ist die Region um Tōno jedoch für seine Märchen und legendären Kreaturen. Die bekannteste Kreatur dürfte der <em>河童 Kappa</em> sein. Über seine Gestalt gibt es verschiedene Ansichten - alle eint jedoch, dass der Kappa im bzw. bei Flüssen wohnt, menschenähnlich aussieht und auf dem Kopf eine kleine Vertiefung hat. Darin befindet sich eine Flüssigkeit, die dem Kappa besondere Kräfte verleiht. Die benutzt er dazu, einsam umher wandernde Menschen zu Boden zu ringen und ihnen anschliessend die Eingeweide aus dem Allerwertesten herauszuziehen. Nein, in punkto Legenden ist man auch in Japan nicht zimperlich. Jedoch: Auch der Kappa kennnt ein gewisses Mass an Höflichkeit. Deshalb der überlebensnotwendige Tipp bei einer Begegnung mit dem Kappa: Höflich verbeugen. Der Kappa erwidert die Verbeugung und kippt damit die Flüssigkeit auf seinem Kopf aus - und wird damit seiner Zauberkräfte verlustig. Ganz einfach. Eine andere, allerdings etwas weniger bekannte Fabelfigur ist die <em>座敷童子 Zashiki-Warashi</em> - kleine Hausgeister, welche die dort lebende Familie beschützen (oder auch nicht, wenn sie verärgert wurden).
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/tono1-xl.jpg">
<img src="chiho/tono1.jpg" alt="Tōno: Der kleine Bahnhof" title="Tōno: Der kleine Bahnhof" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Tōno: Der kleine Bahnhof</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/tono2-xl.jpg"><img src="chiho/tono2.jpg" alt="Hauptstrasse von Tono" title="Hauptstrasse von Tono" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Hauptstrasse von Tōno</span>
		</div>
	</div>
<p>
Diese und andere Legenden machen Tōno in ganz Japan berühmt. Die Stadt als solche ist eigentlich völlig uninteressant, aber im Stadtgebiet gibt es zum Beispiel den <em>カッパ淵 Kappa-fuchi</em> - ein Stück naturbelassener Bachlauf, an dem sich angeblich häufig Kappa herumtreiben. Im Stadtzentrum gibt es zudem das <em>とおの昔話村 Tōno Mukashibanashi-Mura</em> - ein Komplex alter Häuser, in denen man sich über das Leben früher und einige der Legenden und deren Entstehung informieren kann. 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/tono3-xl.jpg">
<img src="chiho/tono3.jpg" alt="Im Dorf der Folkloregeschichten" title="Im Dorf der Folkloregeschichten" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Im Dorf der Folkloregeschichten</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/tono4-xl.jpg">
<img src="chiho/tono4.jpg" alt="Nabekura-Aussichtsturm im alten Schlosspark" title="Nabekura-Aussichtsturm im alten Schlosspark" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Nabekura-Aussichtsturm im alten Schlosspark</span>
		</div>
	</div>
<p>
Im Stadtgebiet (welches, wie oben erwähnt, sehr gross ist) gibt einige weitere Sehenswürdigkeiten - zum Beispiel das <em>千葉家の曲り家 Chiba-ke no Magariya</em> - ein grosses, L-förmiges altes Holzhaus mit Reetdach, oder auch das <em>遠野ふるさと村 Tōno-Heimatdorf</em> mit einigen traditionellen Häusern. All diese Sehenswürdigkeiten sind allerdings über ein recht grosses Gebiet verteilt. Das kann man - so nicht im Winter - mit dem Fahrrad abklappern (man kann sich zum Beispiel am Bahnhof Fahrräder ausleihen, und seltenerweise gibt es in Tōno sogar richtig gute Radwege) oder mit einem Leihwagen. Man kann sich auch ein Taxi mieten - eine 1-stündige Tour kostet 5,000 yen, aber es gibt auch 2 und 3-stündige Touren, die entsprechend teurer werden.
</p>
<p>
Tōno sollte man besser nicht im Winter (jener ist relativ lang in dieser Gegend) besuchen - die Tage sind sehr kurz, es wird sehr kalt und unwirtlich. Man sollte sich auch nicht allzu viel von der Stadt versprechen. Wie eingangs erwähnt, ist die Stadt selbst eher uninteressant, und die wenigen Sehenswürdigkeiten sind in der Hauptsaison ziemlich überlaufen. Andererseits ist Tōno freilich interessant, da es sehr abgelegen und noch immer sehr traditionell ist.
</p>
<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "tono"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "tono"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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			<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Die <em>釜石線 Kamaishi-Linie</em> fährt von <a href="kamaishi.html">Kamaishi</a> an der Küste bis nach <em>花巻 Hanamaki</em> und von dort in einigen Fällen weiter bis <a href="morioka.html">Morioka</a>. Unterwegs hält dieser Zug in <em>新花巻 Shin-Hanamaki (shin=neu)</em> - dort halten auch die Shinkansen. Von Kamaishi bis Tōno braucht der Schnellzug rund 45 Minuten, die einfache Fahrt kostet 820 Yen. Nach Hanamaki braucht der Zug eine knappe Stunde und kostet ebenfalls 820 Yen. Die gesamte Strecke ist landschaftlich sehr sehenswert.
</p>

<div class="back-to-top-wrapper">
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			<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

<p>
Nördlich des Bahnhofes von Tōno (das Zentrum ist im Süden) befindet sich die Herberge (<i>minshuku</i>) <em>とおの屋 Tōno-ya</em>, die nebenher ihren eigenen Sake (gennannt Doburoku) herstellt. Die Zimmer sind schlicht und typisch für eine Minshuku. Für eine einfache Übernachtung bezahlt man 3'500 Yen; für eine Übernachtung mit Abendessen 6'000 Yen. Da es nicht allzu viele Restaurants in Tōno gibt und das Essen sehr gut ist, ist eine Buchung mit Abendessen auf jeden Fall nicht verkehrt. Die Adresse: 岩手県遠野市材木町2-17 Iwate-Ken Tōno-shi 2-17 Zaimoku-chō, Telefon: 0198-62-4395. Die Webseite - sogar mit englischer Version: <a href="http://www.minshuku-tono.com">www.minshuku-tono.com</a>.</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Tōno in den Bergen ist bekannt für seine Märchen und Legenden - die Stadt selbst ist allerdings recht uninteressant.
    </content>
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    <title>Kamaishi</title>
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    <id>tag:www.tabibito.de,2012:/japan//1.143</id>

    <published>2012-01-15T15:50:04Z</published>
    <updated>2012-01-19T15:36:01Z</updated>

    <summary> ←宮古 Miyako Tōno 遠野→ Region: 東北 Tōhoku Präfektur: 岩手 Iwate 釜石 Kamaishi Name: Kamaishi. Wörtlich &quot;Kessel-Stein&quot;. Es gibt zahlreiche Theorien zum Namen - eine davon lautet, dass es in der Gegend viele grosse Felsen gibt, die Kochstellen ähnlich aussehen....</summary>
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        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="miyako.html">←宮古 Miyako</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" height="17" width="176" align="absmiddle" /> <a href="tono.html">Tōno 遠野→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/iwate.png" alt="Lage von Iwate" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#iwate">岩手 Iwate</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>釜石 Kamaishi</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Muss man nicht unbedingt hin" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div> Kamaishi. Wörtlich "Kessel-Stein". Es gibt zahlreiche Theorien zum Namen - eine davon lautet, dass es in der Gegend viele grosse Felsen gibt, die Kochstellen ähnlich aussehen. Eine andere Theorie sagt, der Name stammt vom Ainu-Namen "Kuma-Ushi" (Ort, an dem man Fisch trocknet) ab.</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> An der Pazifikküste, im Herzen der Region <em>陸中 Rikuchū</em>. Im Zentrum der Stadt fliesst der kleine Fluss <em>甲子川 Kashigawa</em> in die Bucht von Kamaishi. Bis zur nächsten Großstadt <a href="sendai.html">Sendai</a> im Südwesten sind es fast 150 km Luftlinie.
</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> In der Stadt selbst gibt es nicht viel - eher in der Umgebung. Für Fans: Die Ruinen des Hashino-Hochofens aus dem 19. Jahrhundert.</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kamaishi: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>






					<h3>Kamaishi - Beschreibung</h3>

<p>
Kamaishi ist eine kleine Stadt im Südosten der Präfektur Iwate mit rund 37'000 Einwohnern. Wie viele andere Städte in der Region kämpft die Stadt dabei mit einem starken Bevölkerungsrückgang: In den 1970ern lebten hier noch gute 70'000 Menschen, und davor sogar bis zu 90'000 Menschen. Die Stadt befindet sich nahezu im Zentrum des <em>陸中海岸国立公園 Rikchū-Küste-Nationalpark</em>, welcher sich entlang der gesamten Küste der Präfektur Iwate bis zur Präfektur Miyagi im Süden erstreckt. Die Küste ist sehr stark zergliedert und gehört zum Typ <em>Ria-Küste</em> - jene entstand vor Jahrmillionen durch die Absenkung des Binnenlandes und der damit einhergehenden Flutung von Bergtälern. Die Küste ist grösstenteils sehr steil, mit bis über 200 Meter hohen Kliffs.
</p>
<p>
Kamaishi befindet sich am Ende der gleichnamigen Bucht und ist von bis zu 1'300 m hohen Bergen umgeben. Die Stadt beherbergt seit Jahrhunderten einen wichtigen Fischereihafen. Landwirtschaft kann hingegen nur sehr begrenzt betrieben werden, da es an Ebenen mangelt.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/kamaishi1-xl.jpg">
<img src="chiho/kamaishi1.jpg" alt="Kamaishi: Der kleine Bahnhof" title="Kamaishi: Der kleine Bahnhof" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Kamaishi: Der kleine Bahnhof</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/kamaishi2-xl.jpg"><img src="chiho/kamaishi2.jpg" alt="Kamaishi: Blick über das Zentrum, den Hafen und die Bucht" title="Kamaishi: Blick über das Zentrum, den Hafen und die Bucht" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Blick über das Zentrum, den Hafen und die Bucht</span>
		</div>
	</div>
<p>
Kamaishi war für lange Zeit aufgrund der Bodenschätze in der Region bekannt. Mit der Eisenerzgewinnung begann man bereits vor dem Jahr 1'000, aber die richtige Ausbeutung begann erst mit der Entdeckung von Magnetit-, Gold- und Kupfervorkommen im Jahr 1727. Ab dem 19. Jahrhundert wurden massiv Eisenerze abgebaut. 1857 begann man schliesslich, das Erz in einem Hochofen westlichen Vorbilds zu verhütten. Reste des <em>橋野高炉 Hashino-Hochofens</em> sind noch immer sichtbar, aber recht weit entfernt vom Stadtzentrum und nur schwer erreichbar. Kamaishi bemüht sich seit geraumer Zeit, die Überreste als UNESCO-Weltkulturerbe eintragen zulassen.
</p>
<p>
Die Stahlindustrie bestimmt auch heute noch das Stadtbild, obwohl zahlreiche Hochöfen geschlossen wurden. Wer mit dem Zug anreist, bemerkt gleich gegenüber des winzigen Bahnhofs die große Stahlmühle von <em>Nippon Steel</em>. Die Bedeutung der Stadt als Stahlerzeuger wurde dabei Kamaishi während des 2. Weltkrieges zum Verhängnis: Zwei Mal, am 14. Juli und am 9. August 1945, wurde die Stadt durch Schiffsartillerie von amerikanischen Kriegsschiffen stark zerstört. Beim ersten Angriff starben über 500, beim 2. Angriff über 300 Menschen. Beide Male wurden über 2'500 Geschosse abgefeuert - die Angriffe zerstörten nicht nur die Stahlmühle, sondern löste auch Großbrände im Zentrum aus.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/kamaishi3-xl.jpg">
<img src="chiho/kamaishi3.jpg" alt="Die Stahlindustrie dominiert das Stadtbild" title="Die Stahlindustrie dominiert das Stadtbild" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Die Stahlindustrie dominiert das Stadtbild</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/kamaishi4-xl.jpg">
<img src="chiho/kamaishi4.jpg" alt="Friedensdenkmal im Medizin-Buddha-Park" title="Friedensdenkmal im Medizin-Buddha-Park" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Friedensdenkmal im Medizin-Buddha-Park</span>
		</div>
	</div>
<p>
Auf einem Hügel direkt am Stadtzentrum und hinter dem Krankenhaus befindet sich ein kleiner Park - der <em>薬師公園 Yakushi-Park</em> ist über eine Reihe von Treppen erreichbar. Oben befindet sich ein Friedensdenkmal mit Photos der Innenstadt nach dem Artillerieangriff im 2. Weltkrieg und der Aufforderung, es nie wieder soweit kommen zu lassen. Vom Park aus hat man eine schöne
Aussicht über die Stadt und Umgebung. Im Dezember 2011, gute 9 Monate nach dem verheerenden Tsunami vom 11. März 2011, ähnelte das Stadtzentrum allerdings ziemlich der Ansicht auf den Photos aus dem Krieg: Der Tsunami hatte grosse Lücken in das Stadtzentrum gerissen. Einige Stadtviertel wurden nahezu völlig zerstört; in der Innenstadt zerstörte die Flutwelle schliesslich das Erdgeschoss aller Häuser. Viele kleinere Häuser hielten dem Druck nicht stand und wurden fortgerissen oder irreparabel beschädigt.
<p>
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/kamaishi5-xl.jpg">
<img src="chiho/kamaishi5.jpg" alt="Stark gelichtet: Das Stadtzentrum ein paar Monate nach dem Tsunami von 2011" title="Stark gelichtet: Das Stadtzentrum ein paar Monate nach dem Tsunami von 2011" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Stadtzentrum nach dem Tsunami</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/kamaishi6-xl.jpg"><img src="chiho/kamaishi6.jpg" alt="Der Tsunami zerstörte weite Teile der Innenstadt" title="Der Tsunami zerstörte weite Teile der Innenstadt" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Der Tsunami zerstörte weite Teile der Innenstadt</span>
		</div>
	</div>
<p>
Erdbeben und Tsunami sind für die Stadt allerdings nichts Neues: 1896 wurden bei einem Tsunami über 1'000 Häuser zerstört, und rund 4'700 Menschen starben. 1933 wurden gut 650 Häuser zerstört, 37 Menschen starben. Aufgrund dieser Erfahrung baute man gigantische Wellenbrecher für rund 1,5 Milliarden Dollar vor der Stadt, doch der Tsunami 2011 übersprang auch diese Hürde und verwüstete die Stadt. Ca. 1'250 Menschen kamen ums Leben oder gelten seitdem als vermisst. Diese Katastrophe wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den enormen Bevölkerungsrückgang weiter beschleunigen.


<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "kamaishi"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "kamaishi"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Die <em>山田線 Yamada-Linie</em> verbindet Kamaishi mit der Präfekturhauptstadt <a href="morioka.html">Morioka</a>. Die Züge fahren die Küste entlang Richtung Norden bis nach <a href="miyako.html">Miyako</a> und von dort weiter bis Morioka. Allerdings wurden weite Teile der Strecke durch den Tsunami von 2011 zerstört, so dass die Strecke zwischen Kamaishi und Miyako voraussichtlich einige Jahre gesperrt sein wird.
Wer Richtung Miyako nach Norden möchte, ist auf längere Sicht auf den Bus angewiesen. Es fahren Linienbusse vom Bahnhof bis <em>道の駅山田 Michi-no-eki Yamada</em> (45 Minuten, 640 Yen). Von dort fahren dann Busse weiter bis <a href="miyako.html">Miyako</a> - das dauert eine gute Stunde und kostet ebenfalls 640 Yen.
</p>
<p>
Die <em>釜石線 Kamaishi-Linie</em> verbindet Kamaishi mit dem Hinterland - die Züge fahren über <a href="tono.html">Tōno</a> bis nach <em>花巻 Hanamaki</em> und von dort in einigen Fällen weiter bis <a href="morioka.html">Morioka</a>. Unterwegs hält dieser Zug in <em>新花巻 Shin-Hanamaki (shin=neu)</em> - dort halten auch die Shinkansen. Von Kamaishi bis Tōno braucht der Schnellzug rund 45 Minuten, die einfache Fahrt kostet 820 Yen.
</p>
<p>
Die private <em>南リアス線 Minami-Rias-Linie</em> fährt bis nach <em>盛 Sakari</em> im Südosten der Präfektur Iwate. Diese rund 35 km lange Strecke wurde ebenfalls durch den Tsunami schwer beschädigt und ist auf lange Sicht unpassierbar.
<p>


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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

<p>
Ausserhalb von Kamaishi übernachtet - deshalb keine konkreten Empfehlungen.</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Kamaishi war einst durch die Stahlproduktion bekannt. Heute hat die Stadt wesentlich weniger Einwohner. Der Tsunami von 2011 richtete hier schwere Zerstörungen an.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Miyako</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/miyako.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2012:/japan//1.142</id>

    <published>2012-01-12T16:15:00Z</published>
    <updated>2012-01-15T15:16:48Z</updated>

    <summary> ←盛岡 Morioka Kamaishi 釜石→ Region: 東北 Tōhoku Präfektur: 岩手 Iwate 宮古 Miyako Name: Miyako. Wörtlich &quot;Schrein-alt&quot;. Rührt wahrscheinlich vom Wort &quot;Miyako (都)&quot; her - dieses bedeutet &quot;Hauptstadt&quot; und hebt die Bedeutung der Stadt für die Region hervor. So zumindest...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="morioka.html">←盛岡 Morioka</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" height="17" width="176" align="absmiddle" /> <a href="kamaishi.html">Kamaishi 釜石→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/iwate.png" alt="Lage von Iwate" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#iwate">岩手 Iwate</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>宮古 Miyako</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Sehenswert" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div> Miyako. Wörtlich "Schrein-alt". Rührt wahrscheinlich vom Wort "Miyako (都)" her - dieses bedeutet "Hauptstadt" und hebt die Bedeutung der Stadt für die Region hervor. So zumindest eine Erklärung für den Namen.</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> An der Pazifikküste, im Herzen der Region <em>陸中 Rikuchū</em>. In Miyako fliesst der <em>閉伊川 Hei-Gawa (gawa=Fluss)</em> in die lange Bucht von Miyako.
</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Jōdo-ga-hama und andere Abschnitte der zerklüfteten Küste in und bei Miyako.</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Miyako: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>






					<h3>Miyako - Beschreibung</h3>

<p>
Miyako ist eine kleine, relativ abgelegene Stadt an der <em>三陸海岸 Sanriku-Küste</em> im Norden der Insel Honshū. Unweit von Miyako befindet sich der östlichste Punkt der Insel Honshū - genannt <em>魹ヶ埼 Todo-ga-saki</em>. Die Gemeinde Miyako ist rund 1'300 km&sup2; gross und hat insgesamt knapp 58'000 Einwohner, wobei jedoch die Einwohnerzahl seit Jahrzehnten hauptsächlich aufgrund der Abwanderungen rückläufig ist - 1970 lebten hier noch rund 80'000 Menschen. 
</p>
<p>
Im 17. Jahrhundert befand sich hier der <em>鍬ヶ崎湊 Kuwa-ga-saki Minato (Minato = Hafen)</em> - ein Aussenhafen der Stadt <a href="morioka.html">Morioka</a>. Im Jahr 1643 ging das kleine holländische Segelschiff Breskens beim heutigen Miyako vor Anker, was für Aufsehen sorgte - die Besatzung wurde mit Hilfe von eigens vor Ort gebrachten Prostituierten von Bord gelockt und daraufhin festgenommen.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/miyako1-xl.jpg">
<img src="chiho/miyako1.jpg" alt="Miyako: Blick auf den Bahnhof" title="Miyako: Blick auf den Bahnhof" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Miyako: Blick auf den Bahnhof</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/miyako2-xl.jpg"><img src="chiho/miyako2.jpg" alt="Miyako: Bahnhofsvorplatz" title="Miyako: Bahnhofsvorplatz" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Miyako: Bahnhofsvorplatz</span>
		</div>
	</div>
<p>
In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Miyako zu einem Fischereihafen mit regionaler Bedeutung. Der Ort wurde jedoch immer wieder von Erdbeben und Tsunamis sowie von Hungersnöten und Aufständen heimgesucht. Grössere Erdbeben und Tsunami gab es in den Jahren 869, 1611, 1677, 1700, 1772, 1896 und 1933 - jeweils mit zahlreichen Toten und Verletzten im Gebiet rund um das heutige Miyako.
</p>
<p>
Am 6. Mai 1869 wurde die Bucht von Miyako Schauplatz eines kurzen Seegefechts zwischen den kaiserlichen Truppen und den Anhängern des alten Bakufu, die sich auf der Flucht nach Norden befanden. Das Gefecht konnten die kaiserlichen Truppen der Meiji-Regierung für sich entscheiden. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/miyako3-xl.jpg">
<img src="chiho/miyako3.jpg" alt="Spezialität der Region: Luftgetrockneter Lachs" title="Spezialität der Region: Luftgetrockneter Lachs" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Spezialität der Region: Luftgetrockneter Lachs</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/miyako4-xl.jpg">
<img src="chiho/miyako4.jpg" alt="Miyako: Blick über das Stadtzentrum" title="Miyako: Blick über das Stadtzentrum" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Miyako: Blick über das Stadtzentrum</span>
		</div>
	</div>
<p>
Das Stadtzentrum von Miyako ist recht klein und beginnt beim Bahnhof von Miyako. Am Bahnhofsvorplatz befindet sich ein kleines Kaufhaus - dahinter verläuft die Hauptstrasse der Stadt. Die Stadt selbst ist für Besucher relativ uninteressant - alles ist mehr oder weniger neu und wenig aufregend. Das macht jedoch die Küste bei Miyako problemlos wett: Die Küste bei Miyako ist stark zerklüftet und vom Typ <em>Ria-Küste</em>. Soll heissen, es gibt unzählige grosse wie kleine Buchten, viele kleine Kliffe und Inseln - eine schlichtweg spektakuläre Landschaft. 
</p>
<p>
Von Miyako muss man nicht weit fahren - vom Bahnhofsvorplatz fahren regelmässig Linienbusse nach <em>浄土ヶ浜 Jōdo-ga-hama (hama = Strand)</em>. Die Fahrt dauert rund 15 Minuten. Unweit der Bushaltestelle am Besucherzentrum befindet sich eine Bootsanlegestelle. Von dort fahren - unregelmässig - Ausflugsdampfer rund 40 Minuten lange Touren entlang der Küste bei Jōdo-ga-hama. Am besten informiert man sich bei der Touristeninformation direkt vor dem Bahnhof über die Abfahrtszeiten des Schiffes (das Schiff fährt, so es denn fährt, oft nur ein Mal am Tag).
</p>
<div class="picture-only clearfix">
	<a class="single_image" href="chiho/miyako-panorama-xl.jpg"><img width="640" height="145" alt="Der Strand bei Jōdo-ga-hama" src="chiho/miyako-panorama.jpg"/></a><br/>
					<span>Der Strand bei Jōdo-ga-hama</span>
</div>
<p>
Der Strand bei Jōdo-ga-hama zählt zu den 100 schönsten Stränden Japans (und Japan hat sehr, sehr viele Strände). Wer dort ist, versteht, warum: Der weisse Strand mit der winzigen, schroffen Inselkette direkt vor der Küste ist einzigartig. Am Strand selbst kann man auch baden, aber die Badesaison in dieser Region Japans ist relativ kurz. Es gibt auch einen sehr schönen Weg, teilweise durch Tunnel, entlang der Küste bei Jōdo-ga-hama. Leider wurden jedoch weite Abschnitte des Weges aufgrund des Erdbebens und Tsunami am 11. März 2011 unpassierbar. Da sich aufgrund des Bebens weite Teile der Küste um mehrere Meter absenkten, dürfte der Weg wohl auf längere Sicht unpassierbar bleiben.

<p>
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/miyako5-xl.jpg">
<img src="chiho/miyako5.jpg" alt="Blick auf die Küste bei Miyako" title="Blick auf die Küste bei Miyako" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Blick auf die Küste bei Miyako</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/miyako6-xl.jpg"><img src="chiho/miyako6.jpg" alt="Inseln bei Jōdo-ga-hama nahe Miyako" title="Inseln bei Jōdo-ga-hama nahe Miyako" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Inseln bei Jōdo-ga-hama nahe Miyako</span>
		</div>
	</div>
<p>
Am Strand befindet sich ein Denkmal, das an den Tsunami von 1960 erinnert. Damals verursachte ein schweres Erdbeben in Chile eine grosse Flutwelle in Miyako. Besonders gefährdet war dabei schon immer die Gemeinde <em>田老町 Tarō-chō</em>, heute ein Stadtteil von Miyako. Aus diesem Grund errichtete man 1958 einen über 10 Meter hohen Schutzdeich bei Tarō-chō. Die Investition zahlte sich beim Tsunami 1960 aus - während in anderen Orten in der Nähe zahlreiche Menschen ihr Leben liessen, blieb Miyako dank des Deiches nahezu unversehrt.
</p>
<p>
Weniger Glück hatte man beim schweren Erdbeben am 11. März 2011. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 9.0 lag gute 100 km entfernt von Miyako im Meer. Das Beben selbst war weniger verheerend, aber es senkte Teile der Küste ab - und damit auch den Schutzdeich. Die grösste Tsunami-Welle erreichte die Stadt ca. 40 Minuten nach dem Beben. Während der Tsunami selbst "nur" rund 10 Meter hoch war, erreichte die rücklaufende Welle eine Höhe von fast 40 Metern. Infolgedessen wurden knapp 4'000 Häuser völlig zerstört. Über 400 Menschen starben und gute 300 Menschen gelten seitdem als vermisst.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/miyako7-xl.jpg">
<img src="chiho/miyako7.jpg" alt="Tsunami-Schäden in Miyako" title="Tsunami-Schäden in Miyako" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Tsunami-Schäden in Miyako</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/miyako8-xl.jpg"><img src="chiho/miyako8.jpg" alt="Tsunami-Schäden in Miyako" title="Tsunami-Schäden in Miyako" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Tsunami-Schäden in Miyako</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der Tsunami löschte Stadtteile wie Tarō (nebst dem oben erwähnten Schutzdeich) und Kuwa-ga-saki völlig aus und erreichte auch das Zentrum der Stadt. Der Hafen wurde ebenfalls zu grossen Teilen verwüstet. Das Fischereiwesen erlebte durch den Tsunami schwere Verluste, von denen sich die Stadt und ortsansässige Industrie nur schwer erholt. Da auch Brücken weggespült wurden, erlitt die Infrastruktur ebenfalls schwere Verluste.
</p>
<p>

Mehr zu Miyako siehe <a href="/japan/blog/2012/01/06/die-kuste-von-iwate-9-monate-danach-eine-momentaufnahme-teil-1/">Reisebericht aus Miyako</a>.



<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "miyako"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "miyako"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

	<div class="picture-only clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/miyako9-xl.jpg"><img src="chiho/miyako9.jpg" alt="Dieselzug nach Miyako (hier im Bahnhof Morioka)" title="Dieselzug nach Miyako (hier im Bahnhof Morioka)" border="0" height="200" width="300" /></a><br />
						<span>Dieselzug nach Miyako (hier im Bahnhof Morioka)</span>
	</div>
<p>
Die <em>山田線 Yamada-Linie</em> verbindet Miyako mit der Präfekturhauptstadt <a href="morioka.html">Morioka</a>. Die Dieselzüge brauchen rund 2 Stunden für die Strecke, die einfache Fahrt kostet 1'890 Yen. Es fahren nur wenige Züge am Tag. Eigentlich fährt dieser Zug weiter die Küste entlang bis nach <a href="kamaishi.html">Kamaishi</a>. Weite Teile dieser Strecke wurden jedoch vom Tsunami weggespült, weshalb die Yamada-Linie auf längere Sicht nur bis Miyako fahren wird. 
</p>
<p>
Von Miyako fährt die private <em>三陸鉄道 Sanriku-Eisenbahn</em> bis nach <em>久慈 Kuji</em> im Nordosten der Präfektur Iwate. Bis Kuji sind es 71 Kilometer. Auch diese Linie wurde vom Tsunami teilweise zerstört. Teile der Strecke werden wieder befahren (2012), aber es empfiehlt sich, vor Fahrtantritt festzustellen, von wo bis wo die Linie einsatzbereit ist.
<p>
Wer von Miyako nach Süden möchte, ist auf längere Sicht auf den Bus angewiesen. Es fahren Linienbusse vom Bahnhof bis <em>田の浜 Tanohama</em> - kurz vor der Endhaltestelle halten diese Busse am <em>道の駅山田 Michi-no-eki Yamada</em>. Die Fahrt dauert eine gute Stunde und kostet 640 Yen. Vom Michi-no-eki Yamada fahren dann Busse nach <a href="kamaishi.html">Kamaishi</a> - der Bus kostet ebenfalls 640 Yen und braucht gute 45 Minuten.
</p>

<div class="back-to-top-wrapper">
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</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

<p>
Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzt in Miyako. Es gibt ein paar grosse Hotels bei Jōdo-ga-hama, die man besser über Reiseveranstalter bucht. Im Süden der Stadt, nahe des Bahnhofs <em>磯鶏 Sokei</em>, steht das grosse Hotel <em>ホテル近江屋 Hotel Ōmiya</em> direkt am Hafen. Eine Übernachtung kostet dort in einem Einzelzimmer 4'980 Yen. Die Zimmer sind sehr gross und bei Meerblick durchaus schön. Die Adresse: 〒027-0024 岩手県宮古市磯鶏一丁目1-18 - zip 027-0024, Iwate Pref., Miyako-shi, Sokei 1-1-18. Telefon: 0193-62-3660. Die Webseite: <a href="http://www.hotel-oomiya.co.jp/">hotel-oomiya.co.jp</a>.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Die Küste bei Miyako ist sensationell schön. Leider wurden Stadt und Umgebung massiv vom Tsunami zerstört.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Morioka</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/morioka.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2012:/japan//1.141</id>

    <published>2012-01-08T16:54:44Z</published>
    <updated>2012-01-12T16:14:51Z</updated>

    <summary> ←秋田 Akita Miyako 宮古→ Region: 東北 Tōhoku Präfektur: 岩手 Iwate 盛岡 Morioka Name: Morioka. Zu deutsch &quot;gedeihen - Hügel&quot;. &quot;Mori&quot; wurde früher mit dem Zeichen für &quot;Wald&quot; geschrieben. Das wurde später in das Zeichen für &quot;gedeihen&quot; umgewandelt - in...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="akita.html">←秋田 Akita</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" height="17" width="176" align="absmiddle" /> <a href="miyako.html">Miyako 宮古→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/iwate.png" alt="Lage von Iwate" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="tohoku.html">東北 Tōhoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="tohoku.html#iwate">岩手 Iwate</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>盛岡 Morioka</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Kann man sehen, muss man aber nicht" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div> Morioka. Zu deutsch "gedeihen - Hügel". "Mori" wurde früher mit dem Zeichen für "Wald" geschrieben. Das wurde später in das Zeichen für "gedeihen" umgewandelt - in der Hoffnung, die Stadt würde gedeihen.</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Im Zentrum der Präfektur Iwate, im <em>北上盆地 Kitakami-Tal</em>. Im Zentrum treffen sich drei Flüsse, wobei der Kitakami-Fluss dominiert. Gut 20 km nördlich befindet sich der aktive Vulkan Iwate-san</em>.
</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die Burgruine. Die alte Bank. Die Gegend.</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Morioka: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Morioka - Beschreibung</h3>

<p>
Morioka ist Hauptstadt der Präfektur Iwate und gleichzeitig die grösste Stadt in der näheren Umgebung. Die Stadt selbst hat knapp 300'000 Einwohner - Tendenz leicht rückläufig. Morioka spielt als Verkehrsknotenpunkt eine wichtige Rolle in der Präfektur, denn hier treffen sich mehrere Bahnlinien, und die Stadt ist bequem innerhalb von 2&frac12; Stunden mit dem Shinkansen von Tokyo aus erreichbar.
</p>
<p>
Wie so viele Städte in der Provinz entstand Morioka im Schatten einer Burg. Die erste Burg entstand bereits Anfang des 9. Jahrhunderts und wurde <em>志波城 Shiwanoki (Shiwa-Burg)</em> genannt. Die Burg wurde an strategisch günstiger Stelle gebaut - am Zusammenfluss von <em>北上川 Kitakami-gawa</em> und <em>雫石川 Shizukuishi-gawa</em>.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/morioka1-xl.jpg">
<img src="chiho/morioka1.jpg" alt="Blick über den Kitakami-Fluß zum Vulkan Iwate" title="Blick über den Kitakami-Fluß zum Vulkan Iwate" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Blick über den Kitakami-Fluß zum Vulkan Iwate</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/morioka2-xl.jpg"><img src="chiho/morioka2.jpg" alt="Morioka: Blick zum Hauptbahnhof der Stadt" title="Morioka: Blick zum Hauptbahnhof der Stadt" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Morioka: Blick zum Hauptbahnhof der Stadt</span>
		</div>
	</div>
<p>
Das Stadtbild von Morioka wird vom 2'038 Meter hohen Vulkan <em>岩手山 Iwate-san</em> dominiert - so er sich nicht unter Wolken versteckt. Der Iwate ist ein aktiver Vulkan. Zwar fand der letzte, kleinere Ausbruch bereits 1919 und der letzte grosse Ausbruch 1731 statt, aber seit 2007 herrscht am Iwate-san Alarmstufe 1 (höchste Stufe: 5), da wieder vermehrt vulkanische Aktivität stattfindet. Der Berg ist relativ leicht begehbar, wobei jedoch manchmal der Zugang zum Gipfel aufgrund vulkanischer Aktivität gesperrt wird. Der Iwate-san ist übrigens einer der <em>日本百名山 - Japans berühmteste 100 Berge</em> - im überaus bergreichen Japan durchaus eine Ehre.
</p>
<p>
Wie die meisten Präfekturhauptstädte ist das heutige Morioka sehr modern und wenig aufregend. Läuft man vom Hauptbahnhof der Stadt Richtung Zentrum, kommt man nach wenigen hundert Metern zur <em>開運橋 Kaiun-Brücke</em>, einer kleinen aber für japanische Verhältnisse auffälligen Brücke über den Kitakami-Fluss. Läuft man von dort noch einmal gute 15 Minuten Richtung Osten, gelangt man zum grossen <em>盛岡城跡公園 Morioka-Burgruinenpark</em>. 

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/morioka3-xl.jpg">
<img src="chiho/morioka3.jpg" alt="Im Zentrum - an der altehrwürdigen Kaiun-Brücke" title="Im Zentrum - an der altehrwürdigen Kaiun-Brücke" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Im Zentrum - an der Kaiun-Brücke</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/morioka4-xl.jpg">
<img src="chiho/morioka4.jpg" alt="Die Berge am Stadtrand" title="Die Berge am Stadtrand" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Die Berge am Stadtrand</span>
		</div>
	</div>
<p>
Von der Burg von Morioka steht dieser Tage ausser den Mauern so gut wie gar nichts mehr - wie so viele Festen in Japan wurde auch diese Burg 1871 mit Abschaffung der Han (ehemalige Gebietseinheiten) und Errichtung der Präfekturen geschliffen. Was bleibt, ist ein schöner Park mit vielen Bäumen, einen schönen Ausblick auf Stadt und Umgebung und die dicken Aussenmauern der verschiedene Burgbereiche. Dort, wo einst der Donjon (zum Aufbau japanischer Burgen siehe <a href="/japan/burgen.html#kouzou">hier</a>) stand, befindet sich heute nur noch ein Sockel. Auf dem stand einst ein Reiterdenkmal, aber selbst das gibt es heute nicht mehr: Das Metall wurde einst eingeschmolzen, da es für einen Krieg gebraucht wurde.
</p>
<p>
Heute dient der Park der Erholung - ausserdem finden im Parkbereich auch diverse Veranstaltungen statt. Unterhalb des Parks findet man zudem kleine Teiche sowie das durchaus sehenswerte <em>盛岡史料館 Museum für Stadtgeschichte</em>. Der Eintritt in das Erdgeschoß ist frei (dort kann man etliches über örtliche Feste sehen); Eintritt in das Stadtmuseum im 2. Stock kostet 300 Yen.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/morioka5-xl.jpg">
<img src="chiho/morioka5.jpg" alt="Kleine Brücke innerhalb der Burgruine" title="Kleine Brücke innerhalb der Burgruine" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Kleine Brücke innerhalb der Burgruine</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/morioka6-xl.jpg"><img src="chiho/morioka6.jpg" alt="Burgruine: Hier stand mal ein Denkmal" title="Burgruine: Hier stand mal ein Denkmal" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Burgruine: Hier stand mal ein Denkmal</span>
		</div>
	</div>
<p>
Ein paar hundert Meter nördlich des Burgparks befinden sich zahlreiche Präfekturverwaltungsgebäude - darunter das grosse Gerichtsgebäude. Vor jenem steht der <em>石割桜 ishiwarizakura - der felsspaltende Kirschbaum</em>. Der sieht in der Tat interessant aus: Der Kirschbaum stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1650 und wächst direkt aus einem grossen Granitblock heraus. So sieht es zumindest aus. Zahlreiche Legenden ranken sich um den Baum - so soll der Felsen einst durch Blitzschlag gespalten worden und später Baumsamen hineingefallen sein. Der Kirschbaum überlebte sogar einen Großbrand vor rund 80 Jahren. Heute ist der Baum Naturdenkmal und sieht natürlich besonders während der Kirschblüte Anfang/Mitte Mai sehr eindrucksvoll aus.
</p>
<p>
Zwischen Präfekturamt und Gerichtsgebäude einerseits und dem Burgpark andererseits liegt die interessante <em>内丸 Uchimaru Burginnenhofstadt</em>. Die ist von drei Seiten von dem Burggraben umgeben. Auf der burgzugewandten, vierten Seite befindet sich der <em>櫻山神社 Sakurayama-Schrein</em>. Das kleine Viertel ist aufgrund seiner alten Struktur interessant: Hier drängen sich zahlreiche winzige Häuser aneinander, wobei viele von ihnen Restaurants, Bars und Kneipen beherbergen. Dies ist quasi das alte Amüsierviertel der Stadt und konnte einen gewissen Flair bewahren, ohne dass dies besonders hervorgehoben wird. Dieses kleine Viertel ist keine Sehenswürdigkeit als solche - aber persönlich empfand ich diesen Flecken als eine Art Besonderheit von Morioka.

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/morioka7-xl.jpg">
<img src="chiho/morioka7.jpg" alt="Stolz der Stadt: Der steinspaltende Kirschbaum" title="Stolz der Stadt: Der steinspaltende Kirschbaum" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Stolz der Stadt: Der steinspaltende Kirschbaum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/morioka8-xl.jpg"><img src="chiho/morioka8.jpg" alt="Reste der Burgunterstadt von Morioka" title="Reste der Burgunterstadt von Morioka" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Reste der Burgunterstadt von Morioka</span>
		</div>
	</div>
<p>
Östlich des Burgparks fliesst der kleine <em>中津川 Nakatsu-gawa</em> gemächlich durch die Stadt. Vom Park aus gesehen auf der anderen Seite des Flusses steht ein altes, schönes Backsteingebäude. Da Backsteingebäude in Japan selten sind, fällt das Bauwerk sofort auf. Das dreistöckige Gebäude wurde 1911 fertiggestellt und ist kennzeichnend für jene Zeit, in der es Mode war, nach westlichem Vorbild zu bauen. Das Haus wurde damals von der Morioka-Bank gebaut. Heute beherbergt der Bau eine Filiale der <em>岩手銀行 Iwate-Bank</em>. Ein Blick in die Schalterhalle lohnt sich ebenfalls (auch wenn es für Mitteleuropäer sicher kein unvertrauter Anblick ist).
</p>
<p>
Hinter der Bankfiliale verbergen sich ein paar der altehrwürdigen Soba-Restaurants der Stadt. Soba - das sind Buchweizennudeln, die in Japan sowohl heiss als auch kalt gegessen werden. Iwate ist dabei für ein Gericht namens <em>わんこそば Wanko-Soba</em> bekannt. "Wanko" sind kleine, lackierte Schälchen. Die Idee: Soba-Nudeln werden in winzigen Portionen in kleinen Schälchen gereicht. Kaum ist das Schälchen geleert, wird nachgereicht - ein regelrechter Wettbewerb zwischen dem Nudelesser und der Bedienung. Normalerweise gibt es beim Wanko-Soba-Essen ein Zeitlimit von 5 bis 15 Minuten. Der Rekord liegt wohl bei guten 500 Schälchen. In dem kleinen Viertel hinter oben erwähnter Bankfiliale befindet sich zum Beispiel das Soba-Restaurant <em>東屋 Azuma-ya</em>. Dort kann man für 3'500 Yen ein Wanko-Soba-Gelage abhalten. Man kann aber auch ganz gepflegt einfach nur eine normal grosse Schale Soba essen (zwischen 700 und 1'000 Yen). Azuma-ya kann ich dabei nur empfehlen - die Soba mit Entenfleisch waren ganz vorzüglich.



</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/morioka9-xl.jpg">
<img src="chiho/morioka9.jpg" alt="Selten: Altes Backsteingebäude der Iwate-Bank" title="Selten: Altes Backsteingebäude der Iwate-Bank" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Selten: Altes Backsteingebäude der Iwate-Bank</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/morioka10-xl.jpg"><img src="chiho/morioka10.jpg" alt="Azuma-ya - eins der alten Soba-Restaurants" title="Azuma-ya - eins der alten Soba-Restaurants" border="0" height="200" width="300" /></a>
			<br /><span>Azuma-ya - eins der alten Soba-Restaurants</span>
		</div>
	</div>
<p>
Fazit: Morioka ist keine spektakuläre Stadt, aber durchaus einen Abstecher wert - zumal die Stadt wunderbar als Sprungbrett zu zahlreichen interessanten Orten in der Umgebung dienen kann.
</p>

<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "morioka"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "morioka"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>


<p>
Morioka liegt an der <em>東北新幹線 Tōhoku-Shinkansen Linie</em> und ist damit sehr gut erreichbar. Der schnellste Shinkansen von <a href="tokyo.html">Tokyo</a> (genannt "Hayate") braucht knappe 2&frac12; Stunden nach Morioka, die einfache Fahrt kostet 13'840 Yen. Der gleiche Shinkansen fährt schliesslich weiter nach <a href="aomori.html">Aomori</a> (49 Minuten, 5'970 Yen). Bis zur nächstgrösseren Stadt, <a href="sendai.html">Sendai</a>, fährt man ebenfalls am besten mit dem Shinkansen Richtung Tokyo. Die Fahrt nach Sendai kostet dann 6'290 Yen und dauert knapp 45 Minuten. Mit einem normalen Zug dauert die gleiche Fahrt gute 3 Stunden und kostet 3'260 Yen.
</p>
<p>
Von Morioka aus kann man ebenfalls bequem mit dem Shinkansen an die Westküste gelangen. Der <em>こまち新幹線 Komachi-Shinkansen</em> fährt in gut 1&frac12; Stunden von Morioka bis nach <a href="akita.html">Akita</a>. Die einfache Fahrt kostet 4'500 Yen (mit normalen Zügen braucht man dafür gute 3&frac12; Stunden, die Fahrkarte kostet dann 2'210 Yen).
</p>
<p>
In Morioka beginnt die <em>山田線 Yamada-Linie</em>, welche die Stadt mit der Küste im Osten verbindet. Der Zug fährt von Morioka über <a href="miyako.html">Miyako</a> (2 Stunden, 1'890 Yen) bis nach <a href="kamaishi.html">Kamaishi</a>. Allerdings wurde die Strecke zwischen Miyako und Kamaishi durch den Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt und dürfte über mehrere Jahre hinweg nicht passierbar sein. Züge bis Miyako fahren hingegen (Stand: Dezember 2011). Die Strecke zwischen Morioka und Miyako ist landschaftlich wunderschön. Achtung: Es fahren nur sehr wenige Züge am Tag. Die Strecke gehört zum JR-Netz und kann damit mit dem <a href="/japan/reisetipps.html#railpass">Railpass</a> benutzt werden.
</p>

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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

	<div class="picture-only clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/morioka11-xl.jpg"><img src="chiho/morioka11.jpg" alt="Definitiv empfehlenswert: Kumagai-Ryokan" title="Kumagai-Ryokan" border="0" height="200" width="300" /></a><br />
						<span>Kumagai-Ryokan</span>
	</div>

<p>
Etwas südlich des Bahnhofs und Zentrums, von beiden ca. 15 Minuten zu Fuss entfernt, liegt das <em>熊ヶ井旅館 Kumagai-Ryokan</em> - etwas versteckt in einem kleinen Wohnviertel. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet und typisch für ein Ryokan (Tatami, Futonbetten). Eine einfache Übernachtung dort ist mit 4,000 Yen für ein Einzelzimmer relativ preisgünstig. Zudem ist die Familie, die das Ryokan betreibt, sehr nett. Der Clou bei diesem Ryokan ist jedoch die <em>熊ヶ井旅館食堂 Kumagai Ryokan Gaststätte</em> im Erdgeschoss. Dort gibt es herzhafte Küche aus der Region und zahlreiche Sake-Arten. Das einfachste "Omakase"-Menü (omakase = überlassen) bestand aus fünf kleineren Speisen mit viel gesundem Gemüse, einem Fisch- und einem Fleischgericht. Das ganze ist sättigend, schmeckt ausgezeichnet und kostet gerade mal 1,050 Yen. Auf jeden Fall empfehlenswert! Man kann dort auch einkehren, ohne zu übernachten. 
Die Adresse: 岩手県盛岡市大沢川原3-2-6 (Iwate-ken Morioka-shi Ōzawa-Kawara 3-2-6, Telefon: 019-651-3020. Webseite (mit englischer Version sogar): <a href="http://kumagairyokan.com" target="_blank">kumagairyokan.com</a>. 

</p><p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Morioka ist die kleine, durchaus sehenswerte Hauptstadt der Präfektur Iwate
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Takayama</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/takayama.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2011:/japan//1.140</id>

    <published>2011-02-09T14:50:47Z</published>
    <updated>2011-02-26T16:29:27Z</updated>

    <summary> ←伊豆半島 Izu-Halbinsel Nagoya 名古屋→ Region: 中部 Chūbu Präfektur: 岐阜 Gifu 高山 Takayama Name: Takayama. Zu deutsch &quot;Hoch - berg&quot;. Zum Namen gibt es zwei Theorien - die eine besagt, dass der Ort so heisst, weil er nun mal von...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="izu.html">←伊豆半島 Izu-Halbinsel</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" height="17" width="176" align="absmiddle" /> <a href="nagoya.html">Nagoya 名古屋→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/gifu.png" alt="Lage von Gifu" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chubu.html">中部 Chūbu</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chubu.html#gifu">岐阜 Gifu</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>高山 Takayama</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Sehr sehenswert!" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div> Takayama. Zu deutsch "Hoch - berg". Zum Namen gibt es zwei Theorien - die eine besagt, dass der Ort so heisst, weil er nun mal von hohen Bergen umgeben ist. Andere schreiben den Namen einem General des 16. Jahrhunderts zu, der da wohl Takayama Geki hiess.</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Im Nordosten der Präfektur und im Zentrum des <em>飛騨山脈 Hida-Gebirges</em>, welches auch häufig 北アルプス Nordalpen genannt wird. Takayama liegt dort in einem Talkessel am <em>宮川 Miyagawa (-gawa=Fluss)</em>.
</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die historischen Stadtviertel im Zentrum. Das alte Bezirksverwaltungsamt Takayama-Jin'ya. Die Umgebung.							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Takayama: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Takayama - Beschreibung</h3>

<p>
Takayama ist das Verwaltungs- und kulturelle Zentrum der Hida-Region - jene liegt zwar quasi in der Mitte Japans, aber weit weg von den Grossstädten und der Küste. Die Stadt hat rund 65'000 Einwohner - im Zuge einer Verwaltungsreform im Jahr 2005 wurden zahlreiche umliegende Gemeinden der Stadt zugeschlagen. Seitdem ist Takayama-Stadt mit 2'177 km² so gross wie Tokyo, hat aber, da die Region spärlich besiedelt ist, trotzdem nur 93'000 Einwohner. Takayama besitzt seit 1936 das Stadtrecht und liegt 560 bis 600 m über dem Meeresspiegel. Aufgrund der Lage der Stadt ist das Klima etwas anders als in anderen Landesteilen - im August wird es oft über 30 Grad warm, aber von Dezember bis März kann es knackig kalt werden (der Rekord liegt bei minus 25 Grad). Das ganze Jahr hindurch sind die Niederschlagsmengen relativ hoch - das gilt auch für den in der Regel schneesicheren Winter.  
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/takayama1-xl.jpg">
<img src="chiho/takayama1.jpg" alt="Der erste Eindruck täuscht: Bahnhof von Takayama" title="Der erste Eindruck täuscht: Bahnhof von Takayama" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Der erste Eindruck täuscht: Bahnhof von Takayama</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/takayama2-xl.jpg"><img src="chiho/takayama2.jpg" alt="Takayama: Blick vom Burghügel auf die Stadt" title="Takayama: Blick vom Burghügel auf die Stadt" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Takayama: Blick vom Burghügel auf die Stadt</span>
		</div>
	</div>
<p>
Takayama ist das traditionelle Zentrum der <em>飛騨地方 Hida-Region</em> - jenes Gebiet war im 19. Jahrhundert noch als <em>飛騨国 Hida-no-kuni (Land Hida)</em> bekannt. Hida - das ist eine Gebirgsregion in den Nordalpen bzw. im Hida-Gebirge mit einigen bis über 3'000 m hohen Bergen und sehr viel Schnee im Winter. Aus diesem Grund war die Region nie sehr dicht besiedelt und Takayama erlangte nie überregionale Bedeutung. Während der <a href="geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> entwickelte sich der Ort jedoch zu einer netten Burgunterstadt mit lebhaftem Handelswesen. Nach dem Ende der Edo-Zeit wurde die Stadt Hauptort der Präfektur Takayama, welche jedoch später Teil der Präfektur Gifu wurde.
</p>
<p>
Da sich aufgrund der Lage nie Industrie im grossen Stil in der Stadt niederliess, blieb die Stadt von den zahllosen Bombenangriffen während des Zweiten Weltkrieges verschont. Dadurch konnte sich die Stadt über Jahrhunderte hinweg - von vereinzelten kleineren Aufständen abgesehen, natürlich entwickeln. Dank dessen gibt es auch zahlreiche alte Stadtviertel, wie man sie in grösseren japanischen Städten seit Ende des Krieges kaum noch findet.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/takayama3-xl.jpg">
<img src="chiho/takayama3.jpg" alt="Traditionelle Strasse nahe der Nakabashi-Brücke" title="Traditionelle Strasse nahe der Nakabashi-Brücke" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Traditionelle Strasse nahe der Nakabashi-Brücke</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/takayama4-xl.jpg">
<img src="chiho/takayama4.jpg" alt="Etliche Häuser haben auch nachts ihren Reiz" title="Etliche Häuser haben auch nachts ihren Reiz" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Etliche Häuser haben auch nachts ihren Reiz</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Stadt hat zwar nicht viele Einwohner, aber von einigen Hotels abgesehen gibt es kaum grössere Häuser. Dadurch ist das eigentliche Zentrum relativ gross. Im Westen der Stadt befindet sich der Bahnhof der Stadt. Unweit des unspektakulären Bahnhofs beginnt die <em>国分寺通り Kokubunji-Strasse</em> - die Haupstrasse des Ortes. Läuft man diese rund 10 Minuten Richtung Westen, gelangt man zu einer der Brücken über den <em>宮川 Miyagawa (gawa = Fluss)</em>. Diese Brücke heisst <em>鍛冶橋 Kaji-bashi (Schmiede-Brücke)</em>. Teile der Bürgersteige der Kokubunji-Strasse sind als überdachte Ladenpassagen angelegt. Hinter dem Fluss ändert sich der Name der Strasse in <em>安川通り Yasugawa-Strasse</em>. Die meisten historischen Strassenzüge befinden sich linkerhand und rechterhand der Yasugawa-Strasse. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/takayama5-xl.jpg">
<img src="chiho/takayama5.jpg" alt="Jin'ya - Das alte Verwaltungszentrum der Region" title="Jin'ya - Das alte Verwaltungszentrum der Region" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Jin'ya - Das alte Verwaltungszentrum der Region</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/takayama6-xl.jpg"><img src="chiho/takayama6.jpg" alt="Im Jin'ya - der Bau beherbergte bis in die 1960er die Verwaltung" title="Im Jin'ya - der Bau beherbergte bis in die 1960er die Verwaltung" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Hier befand sich bis in die 1960er die Verwaltung</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wer vom Bahnhof aus gesehen an der Ampel vor der Kaji-bashi nach rechts abbiegt und bis zur zweiten Ampel weiterläuft (dauert keine 10 Minuten), gelangt zum <em>高山陣屋 Takayama-Jin'ya</em>, dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Hida-Region. 1629 brachte das Shogunat in Edo (heute Tokyo) die Hida-Region unter direkte Kontrolle - zum Teil möglicherweise aufgrund der Bodenschätze (dazu zählen auch Gold, Silber und Kupfer) der Region. Seit dieser Zeit wurde der Jin'ya genannte Komplex als Verwaltungszentrum genutzt. Der Komplex besteht aus zahlreichen grösseren Gebäuden. Die meisten stammen zwar nicht mehr aus dem 17. Jahrhundert, sind aber allesamt im traditionellen Stil der Region, das heisst z.B. nahezu vollständig aus Holz, gebaut. Das Hauptgebäude, genannt <em>母屋 (Omoya) - "Mutterhaus"</em>, ist ein Nachbau aus dem Jahr 1816 und komplett erhalten. Im Inneren findet man zahlreiche kleinere und grössere Empfangshallen, die Zimmer für die Mägde, den Vorsteher, eine kleine Folterkammer, die Küche usw.  
</p>
<p>
Zum Bereich zählen auch grössere Lagerhäuser, in denen damals die Abgaben der Bauern der Region - zumeist in Form von Reis - gelagert wurden. Heute beherbergen die Lagerhallen Ausstellungen über den Komplex selbst sowie über die Geschichte der Region. Der Jin'ya ist ein eindrucksvolles Ensemble alter japanischer Architektur und erlaubt einen originalgetreuen Einblick in die Geschichte - dies ist in Japan relativ selten, da die meisten historischen Gebäude in Japan entweder Tempel, Schreine oder Burgen sind. Beim Jin'ya hingegen handelt es sich um etwas Profaneres, eher den Alltag darstellendes Artefakt. Eintritt in den Jin'ya kostet 600 Yen. Wer auch nur milde an Geschichte interessiert ist, sollte ca. 2 Stunden einplanen, denn es gibt viel zu sehen. Beim Rundgang sollte man auch bedenken, dass der Bau immerhin bis zum Jahr 1969 aktiv als Verwaltungszentrum genutzt wurde (ob das auch die Folterecke betrifft, bleibt leider offen...)
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	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/takayama7-xl.jpg">
<img src="chiho/takayama7.jpg" alt="Von der Burg ist leider nicht mehr viel übrig" title="Von der Burg ist leider nicht mehr viel übrig" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Von der Burg ist leider nicht mehr viel übrig</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/takayama8-xl.jpg"><img src="chiho/takayama8.jpg" alt="Burggraben unterhalb des Burghügels" title="Burggraben unterhalb des Burghügels" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Burggraben unterhalb des Burghügels</span>
		</div>
	</div>
<p>
In Takayama gab es auch mal eine Burg - diese wurde 1588 auf einem Hügel nahe des Stadtzentrums gebaut. Die Freude an der Burg hielt allerdings nicht lange: Da wie oben erwähnt die Stadt bzw. das gesamte Land unter direkte Kontrolle der Regierung in Edo gestellt wurde, liess man die Burg 1695 schleifen. Heute sind von der Burg nur noch Teile des Walls erhalten (siehe Photos oben). Vom Burghügel kann man sich jedoch zumindest halbwegs ein Bild von der Stadt und der Umgebung machen.
</p>
<p>
Läuft man vom Burghügel Richtung Osten, also weg vom Stadtzentrum, gelangt man nach ca. 10 Minuten zum alten Tempelbezirk der Stadt. In vielen japanischen Städten liegen buddhistische Tempel (und damit meist auch Friedhöfe) dicht beieinander in einem bestimmten Stadtteil. Das ist in Takayama nicht anders - hinter dem <em>江名子川 Enako-gawa</em> - nicht mehr als ein kleiner Bach - reihen sich 11 Tempel sowie drei Schreine aneinander. Einige der Tempel sind schön anzuschauen, stellen aber (zumindest für Japan) keine grosse Besonderheit dar.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/takayama9-xl.jpg">
<img src="chiho/takayama9.jpg" alt="Im Tempeldistrikt nördlich des Zentrums" title="Im Tempeldistrikt nördlich des Zentrums" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Im Tempeldistrikt nördlich des Zentrums</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/takayama10-xl.jpg"><img src="chiho/takayama10.jpg" alt="Zeitreise in die 1950er/60er: Shōwa-Museum" title="Zeitreise in die 1950er/60er: Shōwa-Museum" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Zeitreise in die 1950er/60er: Shōwa-Museum</span>
		</div>
	</div>
<p>
Takayama hat noch einiges mehr zu bieten - zum Beispiel unzählige Gallerien (mit Verkaufsraum - in Takayama und Umgebung wird aufgrund der Beliebtheit bei Touristen sehr viel Schmuck und Handwerkskunst hergestellt) aber auch Museen. Ein durchaus sehenswertes Museum ist das <em>昭和館 Shōwa-kan</em> zwischen Bahnhof und Tempelbezirk und nur ein paar Meter von der Hauptstrasse entfernt. Shōwa war das Motto des Kaisers Hirohito und kennzeichnet die Epoche von 1926-1989. Das Shōwa-kan versucht mit sehr viel Liebe zum Detail, vor allem das Japan der Nachkriegszeit bis zu den 1970ern anhand von zahllosen Originalgegenständen aus der Zeit darzustellen. Der Eintritt kostet 500 Yen und ein Besuch ist sehr empfehlenswert.
</p>
<p>
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die andernorts in Japan nur noch schwer zu findenden <em>朝市 Asaichi (Morgenmarkt)</em>, bei denen Händler aus der Umgebung Lebensmittel und allerlei Krimskrams verkaufen. Es gibt mehrere davon - einer davon befindet sich direkt vor dem Jin'ya. Wie der Name schon andeutet, finden die Märkte nur morgens statt. Weiterhin erwähnenswert ist der <em>飛騨国分寺 Hida-Kokubunji</em> - ein grösserer Tempel unweit der Hauptstrasse und nur wenige Minuten zu Fuss vom Bahnhof entfernt.
</p>
<p>
Takayama ist zurecht auch bei ausländischen Besuchern sehr beliebt - hier kann man ein weniger hektisches und zum Teil noch intaktes, historisches Japan abseits der grossen Touristenströme erleben. Und das ganze liegt eingebettet in einer wunderschönen Bergwelt. Takayama wurde früher oft <em>小京都 (Shō-kyōto) Klein-Kyōto</em> genannt - zurecht. Dass Takayama dabei keine wirkliche historische Bedeutung hatte, spielt keine Rolle.
</p>
<p>
Kleine Anmerkung am Rande: Aufgrund der relativ grossen Besucherdichte - auch von ausländischen Besuchern - gemessen an der Einwohnerzahl, hatte ich persönlich den Eindruck, dass Takayama beinahe internationaler als Tokyo ist: Es wird an viel mehr Orten Englisch gesprochen und verstanden als in Tokyo. In dieser Stadt kommt man auch ohne Japanischkenntnisse sehr gut voran - besser als in Tokyo wahrscheinlich.
</p>

<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "takayama"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "takayama"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>


<p>
Es gibt nur eine Bahnlinie von und nach Takayama - die <em>JR 高山本線 JR-Takayama-Hauptlinie</em>. Jene beginnt in Gifu (nahe <a href="nagoya.html">Nagoya</a> und fährt bis <a href="toyama.html">Toyama</a> an der Westküste. Da dies eine JR-Linie ist, können Railpass-Besitzer die Linie benutzen (mehr dazu siehe <a href="/japan/reisetipps.html#railpass">Japan-Railpass</a>). Von Gifu bis Takayama kommt man am schnellsten mit dem <em>ひだ特急 Hida-Express</em> - jener braucht ziemlich genau 2 Stunden und kostet 4'810 Yen. Wer mit dem Bummelzug fährt, muss meistens unterwegs umsteigen - die Fahrt kostet dann zwar nur 2'520 Yen, aber man braucht rund 3&frac12; Stunden. Bis Toyama braucht der Express knapp 1&frac12; Stunden (3'280 Yen) und der Bummelzug 2&frac12; Stunden (1'620 Yen). Die gesamte Strecke ist landschaftlich sehr schön, weshalb es auch im Bummelzug nicht langweilig wird. 
</p>
<p>
Wer unbedingt mit der Bahn fahren möchte und von Tokyo kommt, muss einen grossen Bogen machen - der schnellste Weg führt über <a href="nagoya.html">Nagoya</a>, also gen Westen, und von dort über Gifu nach Takayama im Nordosten. Das dauert lange und kostet ohne Railpass viel Geld. In diesem Fall ist der Expressbus eine günstige Alternative: Statt 14'500 Yen kostet der Bus nur 6'500 Yen. Mit 5&frac12; Stunden und ohne Umsteigen ist der Bus sogar ein bisschen schneller - und der Bus muss die Nordalpen überqueren, was die Strecke sehr interessant macht. Der Busbahnhof in Takayama liegt direkt neben dem Bahnhof. Der Bus fährt zum Busbahnhof von <a href="shinjuku.html">Shinjuku</a> in der Mitte von Tokyo.

</p>

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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

	<div class="picture-only clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/takayama11-xl.jpg"><img src="chiho/takayama11.jpg" alt="Sehr schön eingerichtet: Riksha-Hotel" title="Sehr schön eingerichtet: Riksha-Hotel" border="0" height="199" width="300" /></a><br />
						<span>Sehr schön eingerichtet: Riksha-Hotel</span>
	</div>

<p>
Takayama ist ein beliebtes Ausflugsziel für Japaner - und für Ausländer. Von einer Hotelangestellten erfuhr ich, dass allein in ihrem Hotel rund 800 Deutsche Urlauber pro Jahr einkehren. Will heissen, in Takayama und näherer Umgebung gibt es etliche grosse Hotels. Eine persönliche Empfehlung ist jedoch das kleine <em>力車イン Rickshaw Inn</em>. Jenes liegt unweit der Kokubunji-Strasse (siehe oben) und gute 5 Minuten zu Fuss vom Bahnhof und den historischen Gassen entfernt. Das Hotel liegt in einem kleinen Haus in einer Seitengasse und ist von den Zimmern bis zum grossen Aufenthaltsraum sehr liebevoll eingerichtet. Eine Übernachtung ist mit 4'200 Yen pro Person auch erstaunlich preiswert. Die Adresse: zip 506-0016, Gifu-ken, Takayama-shi Suehiro-chō 54, Tel: 0577-32-2890. Webseite: <a href="http://www.rickshawinn.com" target="_blank">rickshawinn.com</a>. 

</p><p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Takayama liegt gut versteckt im Hida-Bergland und wartet mit einer fast intakten Altstadt auf - eine Seltenheit in Japan.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Hikone</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/hikone.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2011:/japan//1.139</id>

    <published>2011-01-22T16:46:52Z</published>
    <updated>2011-02-06T15:21:55Z</updated>

    <summary> ←大阪 Ōsaka Sakamoto 坂本→ Region: 近畿 Kinki Präfektur: 滋賀 Shiga 彦根 Hikone Name: Hikone. Hikone bedeutet &quot;(prächtiger) Mann&quot;, -ne ist die Wurzel. Es gibt recht wilde, teilweise nicht ganz jugendfreie Theorien zur Namensentstehung. Der Name scheint zumindest einem Bergnamen...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="osaka.html">←大阪 Ōsaka</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" height="17" width="176" /> <a href="sakamoto.html">Sakamoto 坂本→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/shiga.png" alt="Lage von Shiga" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kinki.html">近畿 Kinki</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kinki.html#shiga">滋賀 Shiga</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>彦根 Hikone</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Kann man sich durchaus ansehen" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Hikone. Hikone bedeutet "(prächtiger) Mann", -ne ist die Wurzel. Es gibt recht wilde, teilweise nicht ganz jugendfreie Theorien zur Namensentstehung. Der Name scheint zumindest einem Bergnamen entliehen worden zu sein. 
</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Am Ostufer des <a href="sakamoto.html#biwa">Biwa-Sees</a>, zwischen <a href="osaka.html">Ōsaka</a> und <a href="nagoya.html">Nagoya</a> und im Zentrum der Präfektur Shiga.
 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die schöne Burg. Und die Burgunterstadt.							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Hikone: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Hikone - Beschreibung</h3>

<p>
Hikone ist eine kleinere Stadt am Westufer des <em>琵琶湖 Biwa-ko (-ko = See)</em> - immerhin der grösste See Japans. Die Verwaltungseinheit <em>彦根市 Hikone-shi (-shi = Stadt)</em> erstreckt sich entlang des Seeufers, ist fast 200 km² gross und hat insgesamt gut 110'000 Einwohner. Die Stadt ist eines der Industriezentren der Präfektur und hat sich zudem in den letzten Jahrzehnten zur Bettenstadt von <a href="kyoto.html">Kyōto</a> und <a href="osaka.html">Ōsaka</a> entwickelt - dank der guten Verkehrsanbindung ist die Stadt trotz der relativ grossen Entfernung zu den beiden Städten attraktiv als Wohnsitz. Dementsprechend ist die Stadtbevölkerung entgegen des üblichen Trends stetig gewachsen.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hikone1-xl.jpg">
<img src="chiho/hikone1.jpg" alt="Blick auf das Stadtzentrum und die Berge im Hinterland" title="Blick auf das Stadtzentrum und die Berge im Hinterland" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Blick auf das Stadtzentrum und die Berge im Hinterland</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hikone2-xl.jpg"><img src="chiho/hikone2.jpg" alt="Nordteil des grossen Biwa-Sees" title="Nordteil des grossen Biwa-Sees" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Nordteil des grossen Biwa-Sees</span>
		</div>
	</div>
<p>
Hikone ist zwar nicht bedeutend genug, um eine eigene Shinkansenhaltestelle zu bekommen (jener fährt knapp am Stadtzentrum vorbei), ist aber trotzdem einen Abstecher wert: Hikone wartet mit einem formidablen Schloss auf - dem <em>彦根城 Hikone-jō (jō=Schloss)</em> - dieses gehört immerhin zu den <em>現存12天守 Genzon-Jūni-Tenshu</em>, den 12 in Japan übrig gebliebenen Burgen im Originalzustand (mehr dazu siehe unter <a href="burgen.html">Burgen Japans</a>). Damit nicht genug - in Japan gibt es nur zwei Burgen, die weitestgehend im Originalzustand erhalten geblieben sind (also nicht nur der Hauptbau, sondern die Anlage als solche) - Hikone sowie die bekanntere Burg von <a href="himeji.html">Himeji</a>.
</p>
<p>
Das Schloss ist auch unter dem Namen <em>金亀城 Konki-jō, wörtlich: Burg der Güldenen Schildkröte</em> bekannt. Gebaut wurde die Burg rund um das Jahr 1622, also zu Beginn der <a href="geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> und damit zu einer Zeit, als sehr viele Burgen in Japan entstanden. 

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hikone3-xl.jpg">
<img src="chiho/hikone3.jpg" alt="Aufstieg zum Schloss von Hikone" title="Aufstieg zum Schloss von Hikone" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Aufstieg zum Schloss von Hikone</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hikone5-xl.jpg">
<img src="chiho/hikone5.jpg" alt="Donjon (Hauptbau) der Burg von Hikone" title="Donjon (Hauptbau) der Burg von Hikone" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Donjon (Hauptbau) der Burg von Hikone</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Burg von Hikone gehört zu den sogenannten Flachland-Berg-Burgen - wurde also auf einem kleinen Berg in relativ flachem Land gebaut. Strategisch lag die Burg dabei sehr günstig - wer von Edo (heute Tokyo) zur alten Hauptstadt <a href="kyoto.html">Kyoto</a> wollte, kam, so er keine langen Umwege machen wollte, zwangsläufig an der Burg vorbei. Zudem lässt sich von Hikone der grosse <a href="sakamoto.html#biwa">Biwa-See</a> sehr gut überschauen.
</p>
<p>
Zu Beginn der Meiji-Restauration rund um 1871 wurde das alte System in Japan abgeschafft und die meisten Burgen stillgelegt bzw. mehr oder weniger stark zerstört. Auch die Burg von Hikone wurde stillgelegt. Bis dahin herrschte der <em>井伊氏 Ii-Clan</em> über das Han (Lehen) Hikone von der Burg aus. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Burgen liess man Burg nebst Hauptbau stehen. Neben dem Hauptbau (Donjon) überstanden auch 7 weitere Gebäude (inkl. Wachtürme z.B.) die Zeiten - und so wurde Hikone-jō im Jahr 1952 zum Nationalschatz Japans erklärt - eine Ehre, die in ganz Japan nur vier Burgen zu Gute kam - man spricht dabei von den <em>国宝四城 Kokuhō-Yonjō (Vier Nationalschatz-Burgen)</em>. 
</p>
<p>
Die Burg liegt zwischen Bahnhof und Seeufer - und da sie auf einem Hügel liegt, kann man sie nicht verfehlen. Vom Bahnhof läuft man gute 10 Minuten bis zum Eingang der Burg. Eintritt kostet 500 Yen - mit dem gleichen Ticket hat man auch Zugang zum Genkyū-Garten (siehe weiter unten). Innerhalb und rund um die Burg stehen sehr viele Kirschbäume, weshalb Hikone während der Kirschblüte (Ende März/Anfang April) extrem überlaufen ist. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hikone7-xl.jpg">
<img src="chiho/hikone7.jpg" alt="Im Genkyū-en von Hikone" title="Im Genkyū-en von Hikone" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Im Genkyū-en von Hikone</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hikone8-xl.jpg"><img src="chiho/hikone8.jpg" alt="Teich im Genkyū-en und Burg im Hintergrund" title="Teich im Genkyū-en und Burg im Hintergrund" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Teich im Genkyū-en und Burg im Hintergrund</span>
		</div>
	</div>
<p>
Unterhalb der Burg wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts zur Belustigung des Ii-Clans ein wunderschöner Garten angelegt - genauer gesagt gleich zwei davon: der <em>玄宮園 Genkyū-en (en=Park)</em> und der <em>楽々園 Rakuraku-en</em>. Letzterer wurde damals als Zweitwohnsitz des Ii-Clans zu Friedenszeiten errichtet. Beide Parks können heute besichtigt werden und sind in sehr gutem Zustand. Der Genkyū-Garten fällt durch die zahlreichen, grossen Teiche auf, die fast die Hälfte des Parks einnehmen. Vom Park hat man auch einen schönen Blick auf die neben dem Park auf dem Hügel thronenden Burg. Die Parks - sie gehören zusammen - gelangt man durch das <em>黒門 Kuromon (Schwarzes Tor)</em> an der Nordseite der Burganlage.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hikone9-xl.jpg">
<img src="chiho/hikone9.jpg" alt="Kyōbashi - einer der Eingänge zum Schloss" title="Kyōbashi - einer der Eingänge zum Schloss" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Kyōbashi - einer der Eingänge zum Schloss</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hikone10-xl.jpg"><img src="chiho/hikone10.jpg" alt="Schlendermeile Yume-Kyōbashi Castle Road" title="Schlendermeile Yume-Kyōbashi Castle Road" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Schlendermeile Yume-Kyōbashi Castle Road</span>
		</div>
	</div>
<p>
An der Südseite der Burganlage hingegen befindet sich die <em>京橋 Kyōbashi (-bashi = Brücke)</em>, welche den äusseren Burggraben überspannt und den Eingang zum alten Viertel <em>本町 Honmachi</em> darstellt. Hinter der Brücke beginnt die lange <em>夢京橋キャッスルロード Yume-Kyōbashi Castle Road (yume=Traum)</em> - eine angenehme, relativ ruhige Strasse, die einer Geschäftsstrasse zur Edo-Zeit (17. bis 19. Jahrhundert) nachempfunden wurde. Die meisten Gebäude sind Nachbauten, was allerdings nicht das Vergnügen schmälert - keines der Häuser ist grösser als 2 Stockwerke - und die Häuserfassaden sind liebevoll nachgebaut wurden. Zudem wird die Strasse von Bäumen gesäumt, was in Japan relativ selten zu sehen ist. Das ganze dient freilich der Tourismusindustrie: Hier reiht sich ein Restaurant oder Souvenirladen an den anderen, und vor allem zur Kirschblüte strömen zehntausende Besucher durch die schmale Strasse.

</p>


<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "hikone"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "hikone"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

<p>
Zwei Linien fahren Hikone an - die <em>東海道本線 JR Tōkaidō-Honsen</em>, welche auch mit dem Railpass benutzt werden kann, sowie die private <em>近江鉄道 Ōmi-Tetsudō</em>. Letztere fährt nur innerhalb der Präfektur Shiga. Die JR-Linie fährt von <a href="himeji.html">Himeji</a> durch bis Hikone - am schnellsten sind die <em>新快速 (Neuer Schnellzug)</em>, welche von Himeji über Kōbe, Ōsaka und Kyōto bis nach Hikone und etwas weiter nach <em>米原 Maibara</em> fahren - von <a href="kobe.html">Kōbe</a> (Bahnhof Sannomiya)  braucht der Schnellzug gute 1½ Stunden (2'210 Yen), von <a href="osaka.html">Ōsaka</a> 76 Minuten (1'890 Yen) und von <a href="kyoto.html">Kyōto</a> 46 Minuten (1'110 Yen). 
</p>
<p>
Wer in die andere Richtung möchte, muss in Maibara umsteigen - der Zug braucht bis dorthin 5 Minuten (180 Yen). Dort befindet sich auch die nächstgelegene <em>Shinkansen-Haltestelle</em>, von der man direkt nach Nagoya und Tokyo in der einen Richtung und Osaka, Kobe, Hiroshima und Fukuoka in der anderen Richtung kommt. Wer es nicht eilig hat und von/nach Nagoya möchte, muss in Maibara und <em>大垣 Ōgaki</em> umsteigen - das ganze dauert 1¼ Stunden und kostet 1,570 Yen (mit dem Shinkansen 45 Minuten und 3'440 Yen).
</p>

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</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>

	<div class="picture-only clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hikone11-xl.jpg"><img src="chiho/hikone11.jpg" alt="Curry-Udon in Hikone" title="Curry-Udon in Hikone" border="0" height="199" width="300" /></a><br />
						<span>Curry-Udon in Hikone</span>
	</div>
<p>
Sehr viele Hikone-Besucher übernachten nicht in der Stadt sondern sehen sich den Ort als Tagesanflug an. In Bahnhofsnähe scheint es ein paar wenige, kleine Business-Hotels zu geben. 
</p>
<p>Um gute Verpflegung muss man sich in der Stadt keine Sorge machen - vor allem in oben beschriebener Yume-Kyōbashi Castle Road gibt es etliche hervorragende Restaurants. Die Gegend ist unter anderem für gutes Rindfleisch bekannt - das <em>近江牛 Ōmi-Rind</em>. Auch Udon (dicke, weisse Weizennudeln) sind ein Merkmal der Region. Persönlich kann ich das Restaurant <em>ちゃかぽん Chakapon</em> nur empfehlen - es befindet sich in der Castle Road vom Schloss aus gesehen rechterhand und auf halber Höhe der Strasse. Man erkennt das Restaurant an einem roten Vorhang mit einem weissen 井 in einem Kreis. Die <em>カレーうどん Curry-Udon</em> dort (siehe Photo) sind ganz aussergewöhnlich und ein wahres Gedicht. 
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Hikone am Biwa-See ist bekannt für seine noch im Originalzustand erhaltene Burg und den schönen Blick auf den Biwa-See.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Wakayama</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/wakayama.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2011:/japan//1.138</id>

    <published>2011-01-16T16:20:31Z</published>
    <updated>2011-01-17T16:08:34Z</updated>

    <summary> ←高野山 Kōyasan Kyōto 京都→ Region: 近畿 Kinki Präfektur: 和歌山 Wakayama 和歌山 Wakayama Name: Wakayama. Wörtlich: Japan-Lied-Berg. Der Name wurde angeblich von einer Bucht in der Nähe geliehen, die da Waka-ura (ura=Bucht) heisst. Lage: An der Westküste der Kii-Halbinsel und...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
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        <![CDATA[    <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="koyasan.html">←高野山 Kōyasan</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" align="absmiddle" height="17" /> <a href="kyoto.html">Kyōto 京都→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/wakayama.png" alt="Lage von Wakayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kinki.html">近畿 Kinki</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kinki.html#wakayama">和歌山 Wakayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>和歌山 Wakayama</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-1.png" alt="1 von 5 Sternen: Kein Muss im Reiseprogramm" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Wakayama. Wörtlich: Japan-Lied-Berg. Der Name wurde angeblich von einer Bucht in der Nähe geliehen, die da Waka-ura (ura=Bucht) heisst.
</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
An der Westküste der Kii-Halbinsel und im Nordwesten der gleichnamigen Präfektur. Bis zum Zentrum von <a href="osaka.html">Ōsaka</a> im Nordosten sind es 60 km Luftlinie, bis zum Internationalen Kansai-Airport nur 20 km. Die Insel <em>淡路 Awaji</em> auf der anderen Seite der Bucht von Ōsaka ist ebenfalls nur 20 km entfernt.
 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die restaurierte Burg. Der Yōsui-Garten.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Wakayama: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#umgebung">Umgebung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Wakayama - Beschreibung</h3>

<p>
Der richtige Stadtname lautet <em>和歌山市 Wakayama-shi (shi = Stadt)</em>, und die Stadt ist mit gut 350'000 Einwohnern eine der kleineren Präfekturhauptstädte Japans. Damit ist Wakayama trotzdem die mit Abstand grösste Stadt der grossen Präfektur Wakayama - rund 40% der Einwohner leben in der Hauptstadt. Das Bevölkerungswachstum ist seit vielen Jahren negativ - 1980 lebten hier noch mehr als 400'000 Einwohner. Der Grossteil der Stadt befindet sich südlich der Mündung des <em>紀の川 Kinokawa (kawa = Fluss)</em> und östlich der Küste der Bucht von Ōsaka. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/wakayama1-xl.jpg">
<img src="chiho/wakayama1.jpg" alt="Blick über den Bahnhof auf das Stadtzentrum" title="Blick über den Bahnhof auf das Stadtzentrum" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Blick über den Bahnhof auf das Stadtzentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/wakayama2-xl.jpg"><img src="chiho/wakayama2.jpg" alt="Keyaki-Blvd. im Stadtzentrum von Wakayama" title="Keyaki-Blvd. im Stadtzentrum von Wakayama" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Keyaki-Blvd. im Stadtzentrum von Wakayama</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wakayama befindet sich unweit der Wiege des alten Japans (Yamato), und so findet man auch in Wakayama sehr alte Siedlungsspuren - darunter Hügelgräber aus der Zeit zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert. Der Ort wuchs seitdem zwar langsam, aber überregionale Bedeutung sollte er dabei nicht erlangen. 1585 wurde in Wakayama auf Geheiss von <em>豐臣秀吉 Toyotomi Hideyoshi</em> eine Burg gebaut, wodurch die Stadt mehr und mehr als Burgunterstadt um die Burg herum gebaut wurde. In dieser Zeit erhielt die Stadt auch ihren heutigen Namen.
</p>
<p>
Die Burg ist von einem kleinen Park umgeben und thront zwischen Hauptbahnhof und Hafen auf einem Hügel. Im Laufe der Meiji-Restauration 1871 wurde die Burg aufgegeben und einige Gebäude und Festungsanlagen wurden entfernt. Das Burggelände wurde später als Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Donjon (Hauptbau) überlebte - im Gegensatz zu vielen anderen Burgen in Japan - die nächsten Jahrzehnte zwar, doch letztendlich wurde auch dieser Teil vollends zerstört - während des grossen Bombenangriffes auf Wakayama durch die Amerikaner am 9. Juli 1945. Bei dem Bombenangriff raste ein Feuersturm durch Teile der Stadt - mehr als 1'000 Bewohner kamen ums Leben.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/wakayama3-xl.jpg">
<img src="chiho/wakayama3.jpg" alt="Der restaurierte Donjon der Burg von Wakayama" title="Der restaurierte Donjon der Burg von Wakayama" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Der restaurierte Donjon der Burg von Wakayama</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/wakayama4-xl.jpg"><img src="chiho/wakayama4.jpg" alt="Eingang zur Burg von Wakayama" title="Eingang zur Burg von Wakayama" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Eingang zur Burg von Wakayama</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der Donjon wurde 1958 wieder aufgebaut - die Burg kann heute besichtigt werden. Um zur Burg zu gelangen, braucht man vom Hauptbahnhof nur rund 2 km immer entlang der Hauptstrasse, der <em>けやき通り Keyaki-Strasse (Keyaki = Jap. Zelkove)</em>, Richtung Osten Westen. Von der Burg bis zum Hafen sind es nochmals ca. 2 km Richtung Osten. 
</p>
<p>
Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt ist der <em>養翠園 Yōsui-en</em> genannte, durch zahlreiche Teich geprägte, japanische Garten. Der Garten befindet sich im Westen der Stadt in unmittelbarer Nähe des Hafens.
</p>
<p>
Wakayama hat seit Jahrzehnten mit der schwindenden Bevölkerung zu kämpfen. Hinzu kam der Bau von grossen Einkaufszentren am Stadtrand, wodurch es mit den traditionellen Geschäften im Stadtzentrum, vor allem in der traditionellen Einkaufsstrasse <em>ぶらくり丁商店街 Burakuri Chōshō-Tengai</em>, bergab ging. Der Trend konnte in jüngster Zeit umgedreht werden, doch der Bevölkerungsschwund wird weiterhin ein grosses Problem für die Stadt darstellen.
</p>
<p>
Mangels echter Sehenswürdigkeiten ist Wakayama weniger als Ausflugsziel bekannt, doch die Stadt ist ein ideales Sprungbrett zu Fahrten entlang der schönen Küste von Wakayama Richtung Süden oder auch zu einem Abstecher nach <a href="koyasan.html">Kōyasan</a> im Nordosten der Präfektur.

</p>

<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "wakayama"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "wakayama"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise"><em>Anreise</em></h3>

<p>
In Wakayama treffen sich mehrere Bahnlinien. <em>JR West</em> betreibt die <em>和歌山線 Wakayama-Linie</em>, die von der Stadt in das Zentrum der Kii-Halbinsel bis zur Präfektur Nara fährt. Wer nach Kōyasan möchte, muss mit dieser Linie erstmal bis <a href="hashimoto.html">Hashimoto</a> fahren. Die <em>紀勢本線 Kisei-Honsen</em> fährt von Wakayama Richtung Süden immer die Küste entlang bis nach <em>新宮 Shingū</em> - von dort fährt eine Anschlusslinie die Ostküste entlang über <a href="ise.html">Ise</a> bis nach <a href="nagoya.html">Nagoya</a>. Die <em>阪和線 Hanwa-sen (Osaka-Wakayama-Linie)</em> verbindet Wakayama mit <a href="osaka.html">Ōsaka</a>. Bis <em>天王寺 Tennō-ji</em> in Ōsaka braucht der Schnellzug ziemlich genau eine Stunde - die einfache Fahrt kostet 830 Yen. Der Bahnhof der JR-Linien heisst <em>和歌山 Wakayama</em> und befindet sich östlich des Zentrums.
</p>
<p>
Die private Nankai Electric Railway Co. Ltd. betreibt ebenfalls Linien von und nach Wakayama - darunter die <em>南海本線 Nankai-Hauptlinie</em>. Diese fährt vom und zum Bahnhof <em>難波 Namba</em> in Osaka - der Expresszug braucht knapp eine Stunde und kostet 1'390 Yen. Nankai betreibt des weiteren noch zwei weitere, kleine Linien im Stadtbereich. Achtung: Nankai-Linien fahren vom Bahnhof <em>和歌山市 Wakayama-shi</em> zwischen Zentrum und Hafen ab.
</p>
<p>
Vom Hafen in Wakayama fährt die <em>南海フェリー Nankai-Fähre</em> über die Bucht von Osaka bis <a href="tokushima.html">Tokushima</a> auf Shikoku. Es fahren meistens 8 Fähren am Tag - die Fahrt dauert 2 Stunden und kostet 2,000 Yen einfach. </p>

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</div>


<h3 id="hotel"><em>Übernachtung</em></h3>
<p>
Vor allem in Bahnhofsnähe gibt es zahlreiche mehr oder weniger gute Businesshotels. Das <em>和歌山アーバンホテル Wakayama Urban Hotel</em> ist ein sehr modernes, grosses Businesshotel auf der Ostseite des Hauptbahnhofs - zu Fuss liegt es keine zwei Minuten entfernt. Eine Übernachtung dort kostet ab 6,500 Yen pro Nacht. Die Webseite: <a href="http://www.w-urbanhotel.com" target="_blank">w-urbanhotel.com</a>.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Wakayama ist eine unspektakuläre Präfekturhauptstadt südlich von Ōsaka - mit einem Schloss und einem schönen Garten.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Koyasan</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/koyasan.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2011:/japan//1.137</id>

    <published>2011-01-10T16:28:39Z</published>
    <updated>2011-02-08T14:05:12Z</updated>

    <summary> ←橋本 Hashimoto Wakayama 和歌山→ Region: 近畿 Kinki Präfektur: 和歌山 Wakayama 高野山 Kōyasan Name: Kōyasan. Wörtlich: &quot;Hoch-Feld-Berg&quot;. Der Name kennzeichnet die Hochebene - der Ort selbst heisst Kōya-chō. Der Name Kōyasan ist jedoch gebräuchlicher und in Japan hinreichend bekannt. Lage:...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[   <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="hashimoto.html">←橋本 Hashimoto</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" height="17" width="176" /> <a href="wakayama.html">Wakayama 和歌山→</a></div>
					</center>
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							<img src="/japan/img/prefectures/wakayama.png" alt="Lage von Wakayama" height="150" width="170" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
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								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kinki.html">近畿 Kinki</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kinki.html#wakayama">和歌山 Wakayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>高野山 Kōyasan</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-5.png" alt="5 von 5 Sternen: Muss man nicht unbedingt sehen" height="25" width="100" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Kōyasan. Wörtlich: "Hoch-Feld-Berg". Der Name kennzeichnet die Hochebene - der Ort selbst heisst Kōya-chō. Der Name Kōyasan ist jedoch gebräuchlicher und in Japan hinreichend bekannt.
</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Im Nordosten der <a href="kinki.html#wakayama">Präfektur Wakayama</a> und im Zentrum der Kii-Halbinsel. Kōyasan ist eine Hochebene mit einer Durchschnittshöhe von ca. 1'000 m über dem Meeresspiegel. Bis <a href="osaka.html">Ōsaka</a> im Norden sind es rund 60 Kilometer Luftlinie, bis <a href="wakayama.html">Wakayama</a> im Westen ca. 40 km.
 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Den Ganzen Ort, besonders aber Oku-no-in und den Kongōbu-ji.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kōyasan: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#umgebung">Umgebung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Kōyasan - Beschreibung</h3>

<p>
Seit der Mitte des 6. Jahrhunderts unserer Zeit begann Japan damit, über China den Buddhismus einzuführen - anfangs mit überwältigendem Erfolg. Damals lag das Zentrum Japans in der Yamato genannten Region - namentlich in Kansai, im heutigen Ōsaka und der Präfektur Nara. Nach der Einführung des Buddhismus wurde dabei umgehend begonnen, die buddhistische Lehre an japanische Gepflogenheiten anzupassen, so dass schnell japantypische Strömungen entstanden.
</p>
<p>
Eine dieser Strömungen wurde von einem Mönch namens <em>空海 Kūkai (wörtlich: Leeres Meer)</em> alias <em>弘法大使 Kōbō Daishi</em> (dieser Name wurde posthum verliehen) gegründet. Kūkai lebte von 774 bis 835 und gilt als geistiger Vater der <em>真言宗 Shingon-Sekte</em> - der "Lehre der wahren Worte". Kūkai reiste damals mehrere Jahre lang nach China und baute nach Rückkehr das Grundgerüst für die Sekte. Jene wird in Japan auch oft <em>密教 Mikkyō - Geheime Lehre</em> genannt - eine Spielart des Buddhismus (im Sanskrit wird diese Richtung Vajrayana genannt - und im Westen oft mit "Esoterischer Buddhismus" bezeichnet).
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/koyasan1-xl.jpg">
<img src="chiho/koyasan1.jpg" alt="Gräberfeld im Oku-no-in" title="Gräberfeld im Oku-no-in" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Gräberfeld im Oku-no-in</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan2-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan2.jpg" alt="Gokusho im Oku-no-in" title="Gokusho im Oku-no-in" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Gokusho im Oku-no-in</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der Mönch Kūkai machte es sich 816 zum Ziel, eine buddhistische Oase zu schaffen, in der die Mönche in aller Abgelegenheit ihren Gebeten nachgehen können. Kōyasan bot sich ddazu geradegehen an - es liegt nur einige dutzend Kilometer vom damaligen Machtzentrum (zu jener Zeit <a href="kyoto.html">Kyōto</a> entfernt, aber aufgrund seiner Plateaulage war und ist es dennoch sehr abgeschieden. Das Plateau erinnert von der Form her etwas an einer im Buddhismus symbolbehafteten Lotusblüte und ist cirka 6 mal 3 Kilometer gross. Der Tennō <em>嵯峨 Saga</em> stiftete den Mönchen das Gebiet im Jahre 816.
</p>
<p>
Kūkai verschied im Jahr 835, worauf mit dem Bau eines ihm gewidmeten Tempels bzw. Mausoleums begonnen wurde - dem <em>弘法大師御廟 Kōbō Daishi-Gobyō</em>. Das Hauptgebäude mit Kūkais Grab wird <em>灯篭堂 Tōrō-dō (Laternenhalle)</em> genannt und liegt am hinteren Ende des weiten Geländes des <em>奥の院 Oku-no-in (=Hinterer Tempel)</em>. Im Keller der Laternenhalle brennen viele kleine Laternen, einige von ihnen wohl schon mehrere hundert Jahre lang. Laut der Shingon-Sekte wird hier, im Oku-no-in, der <em>弥勒菩薩 Miroku-Bosatsu, sanskrit: Maitreya, Buddha der Zukunft</em> vor Kūkai erscheinen - und nur Kūkai höchstpersönlich wird verstehen, was der Buddha zu sagen hat. Aus diesem Grund wurde der Oku-no-in schon vor über tausend Jahren eine beliebte Begräbnisstätte: Buddhisten wollten und wollen so nah wie möglich am Geschehen sein, so der Buddha der Zukunft in Erscheinung tritt. Und so wurde aus dem Oku-no-in ein riesiges Gräberfeld mit tausenden und abertausenden Gräbern, manche davon sehr, sehr alt, manche sehr neu. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/koyasan3-xl.jpg">
<img src="chiho/koyasan3.jpg" alt="Kōbō-Daishi Mausoleum" title="Kōbō-Daishi Mausoleum" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Kōbō-Daishi Mausoleum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan4-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan4.jpg" alt="Firmengrabstätte (hier Panasonic) im Oku-no-in" title="Firmengrabstätte (hier Panasonic) im Oku-no-in" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Firmengrabstätte (hier Panasonic) im Oku-no-in</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Hälfte des Gräberfeldes liegt unter freiem Himmel, der Rest hingegen in einem alten Zedernwald, durch den auch ein Bach verläuft. Die Atmosphäre in dem Wald ist eine ganz besondere, vor allem dank der zahlreichen alten Steingräber und Symbole - und der Tatsache, dass viele Gräber mehr oder weniger stark mit Moos und Flechten versehen sind. Ein Blick auf die Grabstätten ist dabei recht aufschlussreich - zum einen hinsichtlich der vielen verschiedenen Stile, aber auch aufgrund der "Mischung": Man findet Grabstätten zum Beispiel für die in Birma gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges, aber auch unglaublich viele Firmengrabstätten, so z.B. von Panasonic, Yakult, diversen namhaften Autoherstellern usw. Die Gräber müssen dabei nicht unbedingt die komplette Asche der Verschiedenen enthalten - oftmals werden dort nur Haarsträhnen z.B. hereingelegt. In der Mitte bzw. eigentlich schon eher am Ende des Oku-no-in steht dabei ein weiterer Gebäudekomplex - der <em>御供所 Gokusho - die Opferstätte</em>, in der Opfergaben (zum Beispiel von Reis usw.) beigebracht werden.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/koyasan5-xl.jpg">
<img src="chiho/koyasan5.jpg" alt="Manihōtō-Pagode im Jōfuku-In" title="Manihōtō-Pagode im Jōfuku-In" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Manihōtō-Pagode im Jōfuku-In</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan6-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan6.jpg" alt="Mausoleum des grossen Tokugawa Ieyasu" title="Mausoleum des grossen Tokugawa Ieyasu" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Mausoleum des grossen Tokugawa Ieyasu</span>
		</div>
	</div>
<p>
Heutzutage gibt es in Kōyasan insgesamt 117 Tempel - doch früher, vor allem während der Blütezeit in der <a href="geschichte.html#muromachi">Muromachi-Periode</a> (1333-1568), waren es wohl rund 1'500, mit vielen Tausend Mönchen. Kōyasan war quasi eine Mönchsrepublik mit nicht unerheblicher Wirtschaftsmacht, doch das änderte sich Ende des 16. Jahrhunderts / Beginn der Edo-Zeit im 17. Jahrhundert, als dem Tokugawa-Shōgunat der starke buddhistische Klerus zum Dorn im Auge wurde  - Truppen marschierten in Kōyasan ein, Tempel wurden zerstört und Mönche in Massen gejagt und getötet. Viele Tempel wurden enteignet, aber einer völligen Invasion und Zerstörung konnte man sich letztendlich entziehen.
</p>.
<p>
Oku-no-in liegt knapp 2 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt - der langgezogene Gräberbereich beginnt dabei schon bei <em>一の橋 Ichinohashi</em>, einer winzigen Brücke zwischen Zentrum und dem inneren Bereich des Oku-no-in. Entlang der Strasse zwischen Oku-no-in und Zentrum (bzw. dem grossen Tor Daimon am anderen Ende des Ortes, siehe unten) reiht sich ein Tempel nach dem anderen. Darunter befindet sich zum Beispiel die durch die Farbenpracht auffällige <em>摩尼宝塔 Manihōtō Manihō-Pagode</em>. Die gehört zum <em>成福院 Jōfuku-in</em>, einem der zahlreichen Tempel, die zur Shingon-Sekte gehören. Die Pagode ist relativ neu - sie wurde 1965 fertiggestellt - und selten für Japan, da sie achteckig ist. Teile der Pagode und die Hauptreliquie stammen aus Myanmar.
</p>
<p>
Etwas abseits des Zentrums, einer Kreuzung an der Touristeninformation der Stadt, aber nur ca. 10 Minuten zu Fuss entfernt, befindet sich eine für auch nur leicht an japanischer Geschichte Interessierte, bedeutsame Sehenswürdigkeit: Das <em>徳川家霊台 Tokugawa-ke Reidai (Familiengrab der Tokugawa-Familie)</em>. Der bekannteste Vertreter des Clans, <em>Tokugawa Ieyasu 徳川家康</em>, lebte rund um 1600 und galt als Reicheiniger, der die zerstrittenen Reiche Japans einigte und damit den lang anhaltenden Krieg beendete sowie als erster die Hauptstadt nach Edo, heute Tokyo, verlegte. Früher waren mehrere Tokugawas in diesem Familiengrab bestattet - heute sind es "nur noch" die Gräber von Ieyasu und Hidetada (einer von Ieyasu's Söhnen), die erhalten geblieben sind. Die kleinen Mausoleen wurden in der Mitte des 17. Jahrhunderts gebaut und bestechen durch ihre klaren, aber sehr detaillierten Formen.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/koyasan7-xl.jpg">
<img src="chiho/koyasan7.jpg" alt="Aussenansicht des Kongōbu-ji" title="Aussenansicht des Kongōbu-ji" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Aussenansicht des Kongōbu-ji</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan8-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan8.jpg" alt="Prächtige Vorhalle im Kongōbu-ji" title="Prächtige Vorhalle im Kongōbu-ji" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Prächtige Vorhalle im Kongōbu-ji</span>
		</div>
	</div>
<p>
Das Herzstück der Tempelanlage von Kōyasan ist zweifelsohne der <em>金剛峰寺 Kongōbu-ji (-ji = Tempel)</em> - jener ist immerhin der Hauptsitz der eingangs erwähnten Shingon-Sekte (wobei der Begriff Sekte im Buddhismus keinerlei negative Bedeutung hat - es handelt sich eher um eine Strömung). Shingon bedeutet Mantra und stellt eine der Hauptrichtungen im Buddhismus dar. In Japan allein gibt es dabei insgesamt 18 verschiedene Shingon-Sekten, wobei die von Kōyasan die älteste und grösste Sekte darstellt. Die Kōyasan-Shingon-Sekte betreibt in ganz Japan ca. 4'000 Tempel. Der Begriff Kongōbu-ji wird häufig auf die Haupthalle bezogen - dabei zählen in Kōyasan viel mehr Bereiche zum Kongōbu-ji, so zum Beispiel auch das oben beschriebene Gräberfeld Oku-no-in.
</p>
<p>
Der Hauptbereich des Kongōbu-ji, <em>主殿 shuden Haupthalle</em> genannt, wurde 1593 gebaut und 1861 umgebaut - was man heute sieht, stammt zum grossen Teil aus dem 19. Jahrhundert. Der Tempel ist Sitz des obersten Hohepriesters der Kōyasan-Shingon-Sekte (2011 war es der 412. Hohepriester seit Bestehen der Sekte in Japan). Der Tempel ist sehr geräumig und weist zwei Besonderheiten auf: Zum einen zahlreiche Schiebetüren, die vom berühmten japanischen Maler <em>狩野 探幽 Kanō Tan'yū</em> im 17. Jahrhundert gestaltet wurden. Eine zweite Besonderheit ist der zum Tempel gehörende <em>蟠龍庭 Banryūtei</em> - mit 2'340 m² der grösste Steingarten Japans. Einige Bereiche der Haupthalle des Kongōbu-ji sind betretbar - und so kommt man auch als Besucher in den Genuss, Teile des Steingartens sowie die prächtigen Schiebetüren geniessen zu dürfen.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/koyasan9-xl.jpg">
<img src="chiho/koyasan9.jpg" alt="Taikai-dō im Garan-Tempelbezirk" title="Taikai-dō im Garan-Tempelbezirk" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Taikai-dō im Garan-Tempelbezirk</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan10-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan10.jpg" alt="Die grosse Pagoda im Garan-Bezirk" title="Die grosse Pagoda im Garan-Bezirk" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Die grosse Pagoda im Garan-Bezirk</span>
		</div>
	</div>
<p>
Nur wenige hundert Meter westlich der Haupthalle des Kongōbu-ji liegt ein grösserer Tempelbereich mit dem Namen <em>壇上伽藍 Danjō-Garan</em>. Weite Teile dieses Bereiches stammen aus dem 19. Jahrhunderts - die grosse Pagode <em>根本大塔 Konpon-Daitō</em> (siehe oben rechts) stammt dabei sogar erst aus dem Jahr 1937 und wurde damals zu Ehren des 1'100sten Jahrestages des Einzuges von Kūkai errichtet (stimmt allerdings nicht auf das Jahr genau). Der Bereich enthält zahlreiche kleinere Tempel, aber auch kleine Teiche, Brücken usw. und ist sehr geräumig. "Garan" ist übrigens ein an dem Sanskrit-Begriff <i>Sangharama</i> angelehntes Wort und bedeutet schlichtweg Tempel(-bezirk). 
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/koyasan11-xl.jpg">
<img src="chiho/koyasan11.jpg" alt="Daimon - Das grosse Tor am Eingang zum Kōyasan" title="Daimon - Das grosse Tor am Eingang zum Kōyasan" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Daimon - Das grosse Tor am Eingang zum Kōyasan</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan12-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan12.jpg" alt="Stilleben im Winter" title="Stilleben im Winter" border="0" height="199" width="300" /></a>
			<br /><span>Stilleben im Winter</span>
		</div>
	</div>
<p>
Läuft man von Garan noch einen knappen Kilometer weiter Richtung Westen (es gibt nur eine Strasse), kommt man zum gewaltigen <em>大門 Daimon - Grosses Tor</em>. Das Tor wurde im Laufe der Geschichte mehrere Male neu- und umgebaut - das jetzige Tor stammt aus dem Jahre 1705 und ist immerhin 25 m hoch. Hinter dem Tor hört Kōyasan quasi auf - es geht steil abwärts, und man hat je nach Wetter einen grandiosen Blick auf die näherliegende Bergwelt.
</p>
<p>
Kōyasan ist langgezogen und erstreckt sich von Daimon bis Oku-no-in über ca. 4 Kilometer. Für Japan-Besucher mit etwas Zeit und auch nur einem bisschen Interesse in japanischem Buddhismus ist Kōyasan definitiv eine Empfehlung. Man sollte dabei jedoch unbedingt mindestens einen vollen Tag einplanen, denn es gibt viel zu sehen. Wer nur wenig Zeit hat, sollte sich dabei jedoch mindestens Oku-no-in und die Haupthalle des Kongōbu-ji ansehen. Kōyasan ist übrigens seit 2004 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes <em>紀伊山地の霊場と参詣道 Heilige Stätten und Pilgerwege in den Kii-Bergen (offiziell: Sacred Sites and Pilgrimage Routes in the Kii Mountain Range)</em>. 


</p><h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "koyasan"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "koyasan"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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			<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>

	<div class="picture-only clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/koyasan13-xl.jpg"><img src="chiho/koyasan13.jpg" alt="Einziger Weg zum Kōyasan: Die Standseilbahn" title="Einziger Weg zum Kōyasan: Die Standseilbahn" border="0" height="199" width="300" /></a><br />
						<span>Einziger Weg zum Kōyasan: Die Standseilbahn</span>
	</div><p>
Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, muss mehrmals auf dem Weg nach Kōyasan umsteigen. 
Wer mit der Bahn fährt, muss auf jeden Fall erstmal zur nächstgelegenen Stadt <a href="hashimoto.html">Hashimoto</a> fahren. Von dort fährt die private <em>南海高野線 Nankai-Kōya-Linie</em> 
bis nach <em>極楽橋 Gokurakubashi</em>. Weiter kommt die normale Bahn nicht, denn es wird zu steil. Von Gokurakubashi verkehrt deshalb eine Standseilbahn bis Kōyasan - die Linie heisst <em>鋼索線 Kōsaku-sen</em> und besteht aus nur zwei Bahnhöfen - Start- und Zielbahnhof. Auf der 800 m langen Strecke legt die Standseilbahn 330 Höhenmeter zurück - das dauert 5 Minuten und kostet 380 Yen.
</p>
<p>
Vom Bahnhofsvorplatz von Kōyasan verkehren in kurzen Abständen Busse nach Kōyasan - die fahren quer durch den Ort bis zum Oku-no-in. Zum Laufen ist die Strecke etwas zu weit bzw. unpraktisch, da kein echter Weg für Fussgänger existiert. Bis zur Endhaltestelle Oku-no-in (dort dreht der Bus und fährt wieder zurück) dauert es ca. 20 Minuten, die Fahrt kostet 400 Yen.
</p>

<div class="back-to-top-wrapper">
	<div class="back-to-top">
			<a href="#top">Zurück nach Oben</a>
	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Kōyasan ist dafür bekannt, dass man in den Tempeln übernachten kann. Das hat in Japan Tradition und nennt sich <em>宿坊 Shukubō (wörtlich: Übernachten - Mönch)</em>. Klingt vielleicht romantisch, ist aber knallhartes Geschäft: Preise unter 10,000 Yen pro Nacht findet man selten. Dutzende Tempel bieten Übernachtungen an - am besten informiert/bucht man dabei bei der Internetseite <a href="http://www.shukubo.net">Shukubo.net</a>, da dort die vielen Herbergen koordiniert werden und Informationen auch auf Englisch erhältlich sind.
</p>
<p>
Eine Übernachtung im Tempel lohnt aus zwei Gründen: Zum einen, weil dies die (fast) einzige Möglichkeit ist, in den Genuss reiner, buddhistischer Küche zu kommen (sehr, sehr Tōfu-lastig!). Zum anderen, weil man (doch das hängt vom Tempel an) an den Morgengebeten teilnehmen kann bzw. bei einigen Tempeln sogar muss. Es sei jedoch angemerkt, dass Shukubō freilich kommerzialisiert ist: Es handelt sich hier um eine wichtige Einnahmequelle der Tempel von Kōyasan und ist im grossen und ganzen nicht repräsentativ für das Leben in Tempeln in Japan. Tempel bilden in Kōyasan allerdings nahezu die einzige Übernachtungsmöglichkeit - normale Hotels gibt es nicht.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Kōyasan ist eine buddhistisch sehr bedeutvolle Region im Herzen der Kii-Halbinsel. Hier befindet sich das Hauptquartier der bedeutsamen Shingon-Sekte und weit mehr als 100 andere Tempel.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Hashimoto</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/hashimoto.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2011:/japan//1.136</id>

    <published>2011-01-08T17:09:25Z</published>
    <updated>2011-01-11T15:53:25Z</updated>

    <summary> ←伊勢 Ise Kōyasan 高野山→ Region: 近畿 Kinki Präfektur: 和歌山 Wakayama 橋本 Hashimoto Name: Hashimoto. Wörtlich: Brücke - Grund. Ein sehr häufiger Ortsname, aber als Stadtname gibt es nur dieses Hashimoto. Lage: Im Nordosten der Präfektur Wakayama. Die Stadt liegt...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
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    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[  <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="ise.html">←伊勢 Ise</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" align="absmiddle" height="17" /> <a href="koyasan.html">Kōyasan 高野山→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/wakayama.png" alt="Lage von Wakayama" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kinki.html">近畿 Kinki</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kinki.html#wakayama">和歌山 Wakayama</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>橋本 Hashimoto</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-1.png" alt="1 von 5 Sternen: Muss man nicht unbedingt sehen" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Hashimoto. Wörtlich: Brücke - Grund. Ein sehr häufiger Ortsname, aber als Stadtname gibt es nur dieses Hashimoto.
</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Im Nordosten der <a href="kinki.html#wakayama">Präfektur Wakayama</a>. Die Stadt liegt im schmalen Flusstal des <em>紀ノ川 Kinokawa</em> und wird im Norden wie im Süden von hohen Bergen eingerahmt. Nur wenige Kilometer nördlich beginnt Ōsaka, wenige Kilometer östlich beginnt die Präfektur Nara.
 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> In der Stadt selbst gibt es nicht viel, aber die Stadt ist ein gutes Sprungbrett für Wanderungen in den Bergen im Norden sowie für Touren nach <a href="koyasan.html">Kōyasan</a>.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Hashimoto: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#umgebung">Umgebung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Hashimoto - Beschreibung</h3>

<p>
Hashimoto ist eine Kleinstadt mit gut 50'000 Einwohnern im Nordosten der Präfektur und rühmt sich selbst mit dem Titel <em>柿の里 - Heimat der Kaki</em>. Kaki sind etwas gleiner als Äpfel, etwas platter als Tomaten, und wenn sie reif sind knallorange. In Japan (und weiten Teilen Chinas) sind Kaki weit verbreitet. Wenn sie reif geworden sind, haben sie ihren eigene, leicht süssen Geschmack. Sind sie beinahe überreif, werden sie extrem süss. Kaki werden auch gern getrocknet. Gut 50'000 Einwohner mag viel klingen - doch das bezieht sich auf die Gemeinde, also ein relativ grosses Gebiet mit zahlreichen Siedlungen. Das Zentrum von Hashimoto hat, zumindest dem Anschein nach, nicht viel mehr als 10'000 Einwohner.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hashimoto1-xl.jpg">
<img src="chiho/hashimoto1.jpg" alt="Blick vom Bahnhof auf das Zentrum" title="Blick vom Bahnhof auf das Zentrum" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Blick vom Bahnhof auf das Zentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hashimoto2-xl.jpg"><img src="chiho/hashimoto2.jpg" alt="Traditionelles Haus im Zentrum" title="Traditionelles Haus im Zentrum" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Traditionelles Haus im Zentrum</span>
		</div>
	</div>
<p>
Hashimoto hat ein Touristeninformationszentrum gleich vor dem Bahnhof. Als ich mich dorthin verirrte, war ich überrascht, als mich die junge Frau in der Touristeninformation auf fast perfektem Englisch ansprach - denn Hashimoto ist nicht unbedingt ein von Ausländern überlaufener Ort. Ich fragte sie, da ich einige Stunden Zeit totzuschlagen hatte, was es denn Sehenswertes gäbe in der Stadt. "Eigentlich nichts" sagte sie. Das einzige halbwegs interessante sei ein altes Haus (jenes beherbergt eine Arztpraxis) in der Nähe - siehe Photo oben rechts. In der Tat ist das ganze Viertel zwischen Hauptstrasse vor dem Bahnhof und dem Kinokawa recht interessant - die schmalen Gassen und viele alte, zum Teil halb verfallenen Häuser haben ihren Charme.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/hashimoto3-xl.jpg">
<img src="chiho/hashimoto3.jpg" alt="Kimitōge bei Hashimoto" title="Kimitōge bei Hashimoto" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Kimitōge bei Hashimoto</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/hashimoto4-xl.jpg"><img src="chiho/hashimoto4.jpg" alt="Kimitōge - am Mitsuishi-yama" title="Kimitōge - am Mitsuishi-yama" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Kimitōge - am Mitsuishi-yama</span>
		</div>
	</div>
<p>
Hashimoto ist nützlich als Sprungbrett in die nähere Umgebung. Bis zum Zentrum der Bergkette im Norden dauert es mit dem Zug keine 10 Minuten (Richtung Ōsaka). Von der Station <em>紀見峠 Kimitōge (tōge = Pass)</em> kann man schöne Wanderungen unternehmen - zum Beispiel zum 739 m hohen <em>三石山 Mitsuishi-Yama</em> oder zum 1,125 m hohen <em>金剛山 Kongō-san</em>.
</p>
<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "hashimoto"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "hashimoto"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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	</div>
</div>


<h3 id="anreise"><em>Anreise</em></h3>
<p>
In Hashimoto treffen sich zwei Bahnlinien - die private <em>南海高野線 Nankai-Kōya-Linie</em> und die staatliche (JR) <em>和歌山線 Wakayama-Linie</em>. Erstere verkehrt zwischen <em>汐見橋 Shiomibashi</em>, einem Bahnhof in <a href="osaka.html">Ōsaka</a>, und <em>極楽橋 Gokurakubashi</em> - dem Eingang zum <a href="koyasan.html">Kōyasan</a>. Mit dem Expresszug dauert es von Ōsaka (Namba, um genau zu sehen) gute 50 Minuten, die Fahrt kostet 670 Yen. Bis Gokurakuen braucht man 38 Minuten, die Fahrt kostet 430 Yen. Auf dieser Teilstrecke bewältigt der Zug ca. 500 Höhenmeter - die Strecke ist landwirtschaftlich sehr reizvoll.
</p>
<p>
Die Wakayama-Linie fährt von <em>王寺 Ōji</em> in der Präfektur Nara bis nach <a href="wakayama.html">Wakayama</a>. Die Fahrt dauert etwas mehr als eine Stunde, der Fahrpreis  beträgt 820 Yen.
</p>

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	<div class="back-to-top">
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	</div>
</div>


<h3 id="hotel"><em>Übernachtung</em></h3>
<p>
In <em>紀見峠 Kimitōge</em> (siehe oben) steht die staatliche Herberge (国民宿舎 Kokumin Shukusha) <em>紀伊見荘 Kimisō</em> wie eine Trutzburg über dem Tal. Der Service ist typisch für die staatlichen Herbergen - es gibt japanische Zimmer, Onsen usw. Ohne Essen bezahlt man pro Nacht für ein Doppelzimmer ab 5'850 Yen. Hier ist die offizielle <a href="http://www.kiimisou.net/" target="_blank">Webseite</a>. Vom Bahnhof Kimitōge läuft man gute 5 Minuten. In der Herberge gibt es auch ein Restaurant (geöffnet bis 20 Uhr).
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Ise</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/ise.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2011:/japan//1.135</id>

    <published>2011-01-01T17:14:15Z</published>
    <updated>2011-01-08T16:58:13Z</updated>

    <summary> ←四日市 Yokkaichi Hashimoto 橋本→ Region: 近畿 Kinki Präfektur: 三重 Mie 伊勢 Ise Name: Ise. Eigentlich der Name der Region. Die Stadt heisst 伊勢市 (Ise-shi, Shi=Stadt). Der Name als solches wurde erst 1955 verliehen - nach der Zusammenlegung mehrerer Gemeinden,...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
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    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[  <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="yokkaichi.html">←四日市 Yokkaichi</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" align="absmiddle" height="17" /> <a href="hashimoto.html">Hashimoto 橋本→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/mie.png" alt="Lage von Mie" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kinki.html">近畿 Kinki</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kinki.html#mie">三重 Mie</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>伊勢 Ise</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-4.png" alt="4 von 5 Sternen: Unbedingt sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Ise. Eigentlich der Name der Region. Die Stadt heisst 伊勢市 (Ise-shi, Shi=Stadt). Der Name als solches wurde erst 1955 verliehen - nach der Zusammenlegung mehrerer Gemeinden, allen voran 宇治山田 Uji-Yamada.
</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
An der Ostküste der <a href="kinki.html#yokkaichi">Präfektur Mie</a> und im Zentrum der 伊勢志摩 Ise-shima genannten, historischen Region - eine grosse Halbinsel in der <em>Ise-Bucht 伊勢湾</em>. Liegt gute 100 km südlich von <a href="nagoya.html">Nagoya</a> und ein paar Kilometer landeinwärts.

 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die im Shintōismus wichtigsten Schreine Naikū und Gekū. Die Küste südlich von Ise, vor allem aber die "Ehepaarfelsen" (meoto iwa).
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Ise: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#umgebung">Umgebung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Ise - Beschreibung</h3>

<p>
Ise ist eigentlich der Name einer ganzen Region (der vollständige Name lautet 伊勢志摩 (Ise-Shima)), seit den 1950ern aber auch der Name einer aus mehreren Ortschaften zusammengelegten Stadt. Das Stadtgebiet ist 179 km² gross, und die Stadt hat knapp über 100'000 Einwohner. Obwohl verhältnismässig klein, kennt jeder in Japan Ise - denn hier befindet sich das wichtigste shintōistische Heiligtum Japans - der Ise-Schrein. Dank des Schreins lebt die Stadt zu einem guten Teil vom Tourismus, ansonsten gibt es aber auch Schiffbauindustrie, Textilindustrie und - nicht zu vergessen - die Perlenzucht. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/ise1-xl.jpg">
<img src="chiho/ise1.jpg" alt="Bahnhof und Vorplatz von Ise-shi" title="Bahnhof und Vorplatz von Ise-shi" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Bahnhof und Vorplatz von Ise-shi</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/ise2-xl.jpg"><img src="chiho/ise2.jpg" alt="Hauptstrasse von Ise" title="Hauptstrasse von Ise" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Hauptstrasse von Ise</span>
		</div>
	</div>
<p>
Ise hat mehrere Bahnhöfe. Der Hauptbahnhof heisst <em>伊勢市 (Ise-shi)</em>, wobei der Bahnhof selbst eher provinziell aussieht (der nur wenige 100 m entfernt liegende Bahnhof <em>宇治山 Uji-Yamada</em> ist wesentlich grösser). Das Stadtgebiet ist grosszügig angelegt, ein echtes, städtisch anmutendes Zentrum gibt es eigentlich nicht.
</p>
<p>
Nahezu alle Besucher der Stadt kommen hierher, um den <em>伊勢神宮 (Ise-jingū, Ise-Schrein)</em> zu sehen. Genauer gesagt handelt es sich dabei um zwei Schreine: Den <em>内宮 (Naikū, Innerer Schrein)</em> und dem <em>外宮 (Gekū, Äusserer Schrein)</em>. Auf dieser Seite beginnt die genauere Beschreibung mit dem Inneren Schrein.
</p>
<h3>内宮 - Naikū - Innerer Schrein</h3>
<p>
Der Innere Schrein liegt ca. 6 km entfernt vom Hauptbahnhof und ist am besten mit dem Bus erreichbar (fährt vom Bahnhofsvorplatz ab, Linien 51 &amp; 52, 410 Yen pro Person). Der Innere Schrein ist - wie der Name schon andeutet - der wichtigere der beiden Schreine. Schreine (shintōistisch, nicht zu verwechseln mit Tempel - diese sind buddhistisch) sind in Japan in der Regel einer Gottheit zugeordnet, und davon gibt es im Shintōismus (<em>神道 Shintō = göttlicher Weg, urjapanische Religion</em>) unzählige. Der Innere Schrein von Ise ist keiner geringeren Gottheit gewidmet als <em>天照 Amaterasu</em> - die Zeichen bedeuten "Himmel" und "scheinen", weshalb Amaterasu oft mit "Sonnengöttin" übersetzt wird. Amaterasu ist die wichtigste Gottheit im Shintōismus sowie die Begründerin des japanischen Kaiserhauses - japanische Kaiser gelten als direkte Nachkommen von Amaterasu und sind somit logischerweise auch die höchsten Priester im Shintōismus.  
</p>
<p>
Der Innere Schrein, der offizielle Name lautet <em>皇大神宮 Kōtai-Jingū, wörtlich: "Kaiser-gross-Schrein")</em>, wurde der Legende nach im Jahr 5 unserer Zeitrechnung angelegt, wechselte jedoch mehrfach den Ort. Der erste Schreinbau im heutigen Ise wurde wohl im 7. Jahrhundert vollendet. Man betritt die Anlage - jene befindet sich in einem wald- und hügelreichem Gebiet am Stadtrand - über eine lange Holzbrücke, genannt <em>宇治橋 Uji-bashi (bashi = Brücke)</em>, die dort den sehr klaren und relativ kleinen <em>五十鈴川 Isuzu-gawa (-gawa = Fluss)</em> überspannt. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/ise3-xl.jpg">
<img src="chiho/ise3.jpg" alt="Brücke am Eingang zum Inneren Schrein (Naikū)" title="Brücke am Eingang zum Inneren Schrein (Naikū)" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Brücke am Eingang zum Inneren Schrein (Naikū)</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/ise4-xl.jpg"><img src="chiho/ise4.jpg" alt="Kazahi-no-minomiya-Nebenschrein im Naikū" title="Kazahi-no-minomiya-Nebenschrein im Naikū" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Kazahi-no-minomiya-Nebenschrein im Naikū</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wer in Japan einen Schrein betritt, reinigt sich in der Regel vorher durch das Händewaschen und Mundausspülen mit heiligem Wasser. Am Inneren Schrein kann man das dies ein paar hundert Meter rechterhand der Uji-Brücke am Ufer des Isuzu-Flusses tun. Die Anlage des Inneren Schreins ist übrigens recht weitläufig und wird von sehr hohen (japanischen) Zedern dominiert. Die Hauptroute führt nach dem Überqueren der Brücke nach rechts - nach der Stelle der rituellen Waschung stösst man wenige hundert Meter später auf die <em>神楽殿 (Kaguraden)</em> - <i>Kagura</i> bedeutet wörtlich "Gott - Vergnügen" und ist ein shintōistischer Tempeltanz, <i>-den</i> bedeutet schlichtweg "Gebäude".
</p>
<p>
Läuft man am Kaguraden vorbei und weiter geradeaus, gelangt man wenige hundert Meter weiter zum Eingang des <em>御正宮 Goshōgū (Hauptschrein)</em>. Dieser Teil der Anlage liegt in einer Senke innerhalb eines kleinen Plateaus und wird von mehreren Erd- und Steinwällen sowie Palisaden umgeben. Der Hauptschrein darf nur vom Kaiser und einigen wenigen Hohepriestern betreten werden - Besucher haben aufgrund der Lage des Hauptschreins im Rahmen des Erlaubten auch keine Möglichkeit, den Hauptschrein zu Gesicht zu bekommen - man kann gerade so nur Teile der Giebel und des Daches sehen. Die einzigen anderen normal Sterblichen, die den Hauptschrein sehen können, sind ein paar Dutzend Schreiner - denn der Hauptschrein wird alle 20 Jahre komplett durch einen genauen Nachbau ersetzt. Diese weltweit wohl einzigartige Prozedur macht den Hauptschrein sehr wahrscheinlich zum jüngsten ältesten Bauwerk der Welt: Die Bauten sind zwar fast 2000 Jahre alt, aber eigentlich nicht älter als 20 Jahre.
</p>
<p>
Der Hauptschrein wird grösstenteils aus dem Holz der <em>檜 Hinoki (Hinoki-Scheinzypresse)</em> gebaut, welche logischerweise hauptsächlich im Wald rund um den Inneren Schrein angebaut wird. Die Regeln für den Neubau des Schreines sind traditionell überliefert - nachwievor werden keine Nägel und andere Metallgegenstände verwendet. Die Vorbereitung zum 62. Schrein-Neubau wurde 2005 gegeben - der Umzug der Schreingottheit in den neuen Bau wird <em>正遷宮 Shōsengū (eigentlicher Schreinumzug)</em> genannt und ist für das Jahr 2013 geplant (der erste Umzug fand im Jahr 690 statt). Das Prinzip des Neubaus der ganzen Anlage alle 20 Jahre spiegelt einen wichtigen Teil der japanischen Kultur wieder: Im Gegensatz zu Europa zum Beispiel zählte noch nie, wie alt ein Gebäude z.B. ist - es hat seinen Nutzen zu erfüllen und deshalb wird meist rein zweckmässig gebaut - mit eingebautem Haltbarkeitsdatum. Danach wird einfach neu gebaut. Das ganze spiegelt den natürlichen Kreislauf wieder.
</p>
<p>
Der Hauptschrein im Inneren Schrein weist noch eine Besonderheit aus: Es ist der einzige im <em>神明造 Shinmeizukuri</em>-Stil gebaute Schrein Japans (jener Stil darf nicht in anderen Schreinen nachgebaut werden - deshalb wird oft das Präfix "yuitsu" (Einziger) vorangesetzt) - dieser ist insofern interessant, dass er der wahrscheinlich einzige prä-buddhistische Architekturstil in Japans Schreinen darstellt. Davon hat man jedoch, wie bereits erwähnt, nicht sehr viel, da man die Hauptbauten nicht zu Gesicht bekommt. Kleinere Schreine im Bereich, zum Beispiel der <em>風日祈宮 Kazahi-no-minomiya</em> (siehe Photo oben rechts) oder der <em>荒祭宮 Aramatsuri-no-miya</em> linkerhand vor dem Hauptschrein, die sich ebenfalls im Bereich des Inneren Schreins befinden, sind allerdings in ähnlichem Stil gebaut wie der Hauptschrein (nur kleiner), so dass man trotzdem in den Genuss der einzigartigen Architektur kommt.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/ise5-xl.jpg">
<img src="chiho/ise5.jpg" alt="Bis hierher und nicht weiter: Eingang zum Kernbereich" title="Bis hierher und nicht weiter: Eingang zum Kernbereich" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Bis hierher und nicht weiter: Eingang zum Kernbereich</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/ise6-xl.jpg"><img src="chiho/ise6.jpg" alt="Die Okage-Yokochō vor dem Schrein" title="Die Okage-Yokochō vor dem Schrein" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Die Okage-Yokochō vor dem Schrein</span>
		</div>
	</div>
<p>
Im Hauptschrein wird der Legende nach der <em>八咫鏡 Yata no kagami (Yata-Spiegel)</em> aufbewahrt - eines der drei mysteriösen Throninsignien der japanischen kaiserlichen Familie. Die anderen beiden (ein Schwert und ein sogenanntes Krummjuwel) befinden sich, so sagt man zumindest, in Nagoya und Tokyo. Von keiner der drei Throninsignien existieren Fotos oder zuverlässige Skizzen, was schon seit jeher für viele Spekulationen sorgte. Im Inneren Schrein und für jedermann zugänglich befindet sich übrigens auch etwas für Pferdefans - das <em>御厩 Miumaya</em> (ein kleiner Pferdestall). Im Inneren Schrein und im Äusseren Schrein leben jeweils zwei <em>神馬 Shinme (göttliche Pferde)</em>. Diese Pferde wurden in der Regel dem Schrein gewidmet und dienen dazu, Gottheiten zu tragen. Meistens kann man sowohl im Inneren als auch im Äusseren Schrein zumindest ein Pferd in seinem Stall stehen sehen. 
</p>
<p>
Zwischen Bushaltestelle und oben erwähnter Uji-Brücke befindet sich ein weitreichendes Areal vollbebaut mit alt anmutenden Gebäuden, die zumeist Restaurants und Souvenirläden, aber auch Gallerien und Kunstwerkstätten beherbergen. Von rund 6 Millionen Besuchern der Stadt pro Jahr schlendern immerhin geschätzte 4 Millionen Menschen durch die Strassen dieses <em>おかげ横丁　Okage-yokochō</em> genannten Gebietes, welches einer  Tempelvorstadt des 19. Jahrhunderts nachempfunden wurde. Auf die Idee, diese Sehenswürdigkeit zu bauen (eröffnet wurde die Okage-Yokochō 1993) kam der Firmenchef der <em>赤福餅 Akafuku-mochi</em>-Firma - diese stellt die für Ise bekannten roten Mochi her (eine Süssigkeit aus gestampften Reis). Die Okage-yokochō eignen sich vortrefflich zum Mittagessen - man kann viele verschiedene Sachen einfach so im Stehen probieren oder richtig essen gehen. Souvenir- und Kunstjäger kommen auch auf ihre Kosten.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<a class="single_image" href="chiho/ise7-xl.jpg">
<img src="chiho/ise7.jpg" alt="Innerhalb des äusseren Schreins (Gekū)" title="Innerhalb des äusseren Schreins (Gekū)" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Innerhalb des äusseren Schreins (Gekū)</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/ise8-xl.jpg"><img src="chiho/ise8.jpg" alt="Innerhalb des äusseren Schreins (Gekū)" title="Innerhalb des äusseren Schreins (Gekū)" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Innerhalb des äusseren Schreins (Gekū)</span>
		</div>
	</div>
<p>
Der <em>外宮 Gekū (Äusserer Schrein)</em> liegt nur wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt und ebenfalls wie der Innere Schrein mitten in einem Wald. Der richtige Name dieses Schreins lautet <em>豊受大神宮 Toyouke-Taijingū (wörtlich: Reichtum-empfangen-Grossschrein)</em>. Den Annalen zufolge wurde der Äussere Schrein zuerst im Jahre 804 erbaut und beherbergt den Gott Toyouke - jener ist unter anderem für Nahrungsmittel und somit auch für den Reisanbau "zuständig". Ansonsten hat der Äussere Schrein vieles mit dem Inneren gemein: Der Hauptschrein heisst zwar hier <em>御正殿 Goshōden (Haupthalle)</em>
, ist ebenfalls im oben erwähnten Shinmeizukuri-Stil errichtet und darf von normal sterblichen nicht betreten - und gesehen werden. Wie im Inneren Schrein gibt es auch hier kleinere, betretbare Schreine rundherum. Vor dem Hauptschrein auf einer kleinen Lichtung befinden sich die <em>三ツ石 Mitsuishi - Drei Steine</em>, die auf traditionelle shintōistische Art mit Seilen umzäunt sind und angeblich eine ganz besondere Energie ausstrahlen: Man erkennt das daran, das japanische Besucher gern ihre Hände über den Steinen ausstrecken.</p>
<p>
Der Ise-Schrein besteht nicht nur aus den beiden Hauptschreinen Naikū und Gekū, sondern verwaltet darüberhinaus 125 Nebenschreine - die meisten in näherer, andere in weiterer Umgebung von Ise.
</p>
<div class="double-picture clearfix">
	<div class="picture-left">
	<a class="single_image" href="chiho/ise9-xl.jpg">
	<img src="chiho/ise9.jpg" alt="Ehepaar-Felsen von Weitem" title="Ehepaar-Felsen von Weitem" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Ehepaar-Felsen von Weitem</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
	<a class="single_image" href="chiho/ise10-xl.jpg"><img src="chiho/ise10.jpg" alt="Ehepaar-Felsen von Nahem" title="Ehepaar-Felsen von Nahem" width="300" border="0" height="199" /></a>
			<br /><span>Ehepaar-Felsen von Nahem</span>
	</div>
</div>
<p>
Die Stadt Ise liegt ein paar Kilometer landeinwärts, doch mit dem Zug braucht man nur 7 Minuten bis <em>二見浦 Futami-no-ura</em> mit der <em>参宮線 Sangū-Linie</em>. Vom Bahnhof Futami-no-ura sind es dann nur noch gute 10 Minuten zu Fuss bis zur Promenade. Läuft man die ein paar hundert Meter entlang Richtung Osten, kommt man zu einer zumindest durch Bilder recht bekannten Sehenswürdigkeit Japans - den <em>夫婦岩 Meoto-iwa (auch: fūfuiwa)</em>. -iwa bedeutet Fels. Es handelt sich dabei um eine Gruppe  kleinerer bis grösserer Felsen im Meer, nur ein paar Meter von der Küste entfernt. Die beiden grössten Felsen sind dabei mit mächtigen Seilen verbunden - "Meteoiwa" bedeutet übersetzt "Ehepaar-Felsen". Solche "Meteoiwa" gibt es an zahlreichen Stellen in Japan, wobei jedoch die bei Ise am bekanntesten sein dürften. Die Felsen gehören zum <em>二見興玉神社 Futami-Okitama Jinja (jinja=Schrein)</em>. Das grosse Seil, genannt <em>注連縄 Shime-Nawa</em>, wiegt mehr als eine Tonne und muss mehrfach im Jahr während bestimmter Zeremonien ausgetauscht werden. Seile dieser Art in jeder Form und Grösse und aus Reisstroh gewunden haben eine wichtige Bedeutung im Shintōismus (sowie im Sumo).
</p>




	<div class="picture-only clearfix">
<a class="single_image" href="chiho/ise11-xl.jpg"><img src="chiho/ise11.jpg" alt="Probierenswert: Ise-Udon" title="Probierenswert: Ise-Udon" width="300" border="0" height="199" /></a><br />
						<span>Probierenswert: Ise-Udon</span>
	</div>
<p>
Ise und die nähere Umgebung sind für mehrere Spezialitäten bekannt: Die Liste wird angeführt von den in Japan sehr begehrten <em>伊勢エビ Ise-Ebi</em>. Der deutsche Name der imposanten und sehr leckeren Tierchen lautet "Japanische Languste" - die werden bis zu 30 cm lang und am liebsten roh als Sashimi, aber auch gekocht oder gebraten gegessen. Natürlich gibt es in Ise-Stadt auch Restaurants, die Langusten aus heimischen Fang anbieten - es sei aber angemerkt, dass die Preise selbst für japanische Verhältnisse relativ teuer sind.
</p>
<p>Eine weitere Spezialität ist das Rindfleisch aus der nahe gelegenen Stadt Matsuzaka - entsprechend heisst das Fleisch <em>松坂牛 Matsuzaka-gyū (gyū=Rind)</em>. Neben Rindfleisch aus Kōbe, Yonezawa (Präf. Yamagata) und Ōmi (Region am Biwa-See) gilt Matsuzaka-Rind als eine der feinsten Rindfleischarten Japans. Zu recht, versteht sich. Auch in Ise wird Matsuzaka freilich angeboten - nicht nur als Steak, sondern zum Beispiel auch in <em>肉まん (Nikuman - mit Fleisch gefüllter Teig)</em>.
</p><p>
Wer es profaner mag, dem seien <em>伊勢うどん Ise-Udon</em> anempfohlen. Udon sind sehr dicke, weisse Weizennudeln. Ise-Udon entscheiden sich von anderen Udon dadurch, dass die Nudeln noch dicker als üblich sind und mit einer fast schwarzen, süsslich-scharfen Sauce gegessen werden. Sehr angenehm im Geschmack - und mit Rindfleisch oben drauf gleich doppelt so lecker.
</p>
<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "ise"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "ise"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Die nächstgelegene Grossstadt ist <a href="nagoya.html">Nagoya</a>. Von dort fahren sowohl die halbstaatliche JR-Linie. Mit der JR (<a href="reisetipps.html#railpass">Railpass-</a>Benutzer können diese Linie benutzen) dauert es mit dem <em>みえ Mie-Express</em> ca. 90 Minuten, der Fahrpreis beträgt 1,940 Yen. Der Mie-Express ist reservierungspflichtig. Die privaten <em>近鉄 Kintetsu-Züge</em> kosten 1,410 Yen. Mit dem Express braucht man nur 80 Minuten, doch dann bezahlt man mit Zuschlag 2,690 Yen. Der normale, nicht zuschlagspflichtige Zug der Kintetsu braucht knapp 100 Minuten und ist deshalb für Reisende ohne Railpass die kostengünstigste Variante.
</p>
<p>
Wer weiter nach Süden möchte, kommt nur mit der <em>JR 紀勢本線 Kisei-Honsen</em> weiter - die fährt von Ise bis nach <em>新宮 Shingū</em>, von wo man dann die <em>きのくに線 Kinokuni-Linie</em> benutzen kann, welche die Kii-Halbinsel entlang der Küste bis nach <a href="wakayama.html">Wakayama</a> und dann weiter bis nach <a href="osaka.html">Ōsaka</a> abfährt. Es gibt sowohl Bummel- als auch Expresszüge.
</p>
<p>
Die <em>近鉄大阪線 Kintetsu-Ōsaka-Linie</em> durchquert quasi die Kii-Halbinsel und fährt durch <em>大和高田 Yamato-Takada</em> bis nach <a href="osaka.html">Ōsaka</a>. Die ganze Fahrt bis Osaka dauert fast zwei Stunden und kostet 1,750 Yen. Besonders das Teilstück zwischen Matsuzaka und Takada ist sehr schön, da es mitten durch die Berge führt.

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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Es gibt zahlreiche Hotels in der Stadt und Umgebung. Praktisch ist zum Beispiel das <em>伊勢ターミナルホテル Ise Terminal Hotel</em> - ein kleines Hotel nahe des Bahnhofs (zu Fuss eine gute Minute entfernt. Ein Einzelzimmer beginnt dort bei 4'500 Yen - das Hotel ist ein Standard-Business Hotel und damit durchaus in Ordnung. Hier die <a href="http://www.ise-th.com" target="_blank">Webseite</a> der Stadt. Die Adresse: <em>三重県伊勢市吹上１丁目３−９ Mie-ken Ise-shi Fuki-Age 1-3-9</em>, Tel: 0596-24-4133. Die Betreiber sind nett und sprechen auch ein bisschen Englisch.
</p>
<p>
Unweit vom Hotel, Richtung Uji-Yamada-Bahnhof aber gut versteckt liegt eine kleine Izakaya (Restaurant-Kneipe) mit dem Namen <em>輩杯 (High-Hi)</em> - die ist auf frischen Fisch spezialisiert, bietet aber auch vieles andere an (zum Teil auch westliche Küche). Die Qualität ist hervorragend und die Besitzer sehr nett. Die Adresse: Fukiage 1-10-17, Tel: 0596-23-4360. Mittwoch ist Ruhetag.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Ise in Japan beherbergt den wichtigsten Schrein im Shintoismus und hat ausserdem noch gutes Essen und die berühmten Ehepaar-Felsen zu bieten.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Yokosuka</title>
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    <id>tag:www.tabibito.de,2010:/japan//1.134</id>

    <published>2010-07-19T16:29:23Z</published>
    <updated>2010-07-19T16:30:44Z</updated>

    <summary> ←横浜 Yokohama Kamakura 鎌倉→ Region: 関東 Kantō Präfektur: 神奈川 Kanagawa 横須賀 Yokosuka Name: Yokosuka. &quot;-suka&quot; wird häufig in Ortsnamen für einen Ort mit einer Sandbank verwendet - diese kann an einem Fluss oder am Meer liegen. &quot;Yoko&quot; bedeutet &quot;waagerecht&quot;...</summary>
    <author>
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        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
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        <![CDATA[ <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="yokohama.html">←横浜 Yokohama</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" width="176" height="17" align="absmiddle"> <a href="kamakura.html">Kamakura 鎌倉→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/kanagawa.png" alt="Lage von Kanagawa" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kanto.html">関東 Kantō</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kanto.html#kanagawa">神奈川 Kanagawa</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>横須賀 Yokosuka</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: kein Muss" width="100" height="25"></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Yokosuka. "-suka" wird häufig in Ortsnamen für einen Ort mit einer Sandbank verwendet - diese kann an einem Fluss oder am Meer liegen. "Yoko" bedeutet "waagerecht" und "bei".

							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
Am (nördlichen) Eingang zur <em>三浦半島 Miura-Halbinsel</em>, am Westufer der Bucht von Tokyo und unweit des Eingangs zur Bucht. Bis zur Präfekturhauptstadt <a href="yokohama.html">Yokohama</a> im Norden sind es rund 20 km Luftlinie.
							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Die Uferpromenade. Ansonsten - die Umgebung (Affeninsel, den ältesten Leuchtturm Japans usw).
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Yokosuka: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>
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					<h3>Yokosuka - Beschreibung</h3>


<p>
Yokosuka ist mit gut 400,000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt der sehr dicht besiedelten Präfektur Kanagawa und ist zudem die erste grössere Stadt die man nach dem Einlaufen in die Bucht von Tokyo vorfindet. Ein Ortsteil der Stadt heisst <em>久里浜 Kurihama</em> - der Ort, an dem Mitte des 19. Jahrhunderts Commodore Perry mit seinen schwarzen Schiffen anlegte und damit die Landesöffnung und Modernisierung Japans einleitete (siehe <a href="geschichte.html#meiji">Meiji-Zeit</a>).
</p>
<p>
Seitdem bzw. auch schon teilweise davor war Yokosuka deshalb eine wichtige Hafen- und Werftstadt. Hinzu kam die Stahlproduktion in der Stadt, um die Werften mit den erforderlichen Rohstoffen beliefern zu können. Dabei spielte ein Franzose eine grosse Rolle - <em>フランソワ・レオンス・ヴェルニー François Léonce Verny</em> wurde 1864 nach Yokosuka entsandt, um dort beim Aufbau einer modernen Stahlproduktion zu helfen. Er blieb für 12 Jahre vor Ort und trug damit wesentlich dazu bei, das Japan an andere Industrienationen anschloss und nebenher seine Flotte in kurzer Zeit modernisieren konnte. Ihm ist deshalb in Yokosuka heute auch ein Park gewidmet.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yokosuka1.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yokosuka - Im Stadtzentrum">
			<br><span>Yokosuka - Im Stadtzentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/yokosuka2.jpg" width="300" height="225" border="0" alt="Yokosuka - Im Mikasa-Park">
			<br><span>Yokosuka - Im Mikasa-Park</span>
		</div>
	</div>
<p>
Des weiteren erlangte Yokosuka auch schnell Berühmtheit als Marinestützpunkt - seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es in Yokosuka einen Flottenstützpunkt sowie eine Kadettenschule. 1907 wurde Yokosuka das Stadtrecht verliehen. 1923 wurde die Stadt durch das Grosse Kantō-Erdbeben (siehe <a href="geschichte.html#taisho">hier</a> arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Rolle als einer der wichtigsten Flottenstützpunkte büsste sie jedoch dadurch nicht ein. Sofort nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Japan im August 1945 nahm die amerikanische Marine den Ort in Beschlag, um dort neben <a href="iwakuni.html">Iwakuni</a> und <a href="insel-okinawa.html">Futenma/Okinawa</a> einen der grössten Stützpunkte in Japan aufzubauen. 
</p>
<p>
Seitdem taucht Yokosuka zumeist in Verbindung mit den amerikanischen Stützpunkten in den Nachrichten auf - so nach Zwischenfällen zwischen Zivilisten und Stützpunktpersonal oder auch durch die Stationierung eines nukleargetriebenen Flugzeugträgers zwischen 2005 und 2008 usw. In Yokosuka gibt es jedoch nicht nur amerikanische Stützpunkte, sondern auch solche der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte.
</p>
<p>
Die Stadt selbst ist eher uninteressant - grosse Bereiche entlang der Küste sind off-limit für Zivilisten und das Stadtzentrum selbst recht modern und unspektakulär. Geschichtsinteressierte können jedoch im zentralen <em>三笠公園 Mikasa-Park</em>. Herzstück des Parks ist das dort am Kai eingemauerte Schlachtschiff "Mikasa", welches im Russisch-Japanischen Krieg 1904/5 eine zentrale Rolle spielte (der Krieg brachte der russischen Marine eine verheerende Niederlage ein). Das Schiff ist gut erhalten und kann auch von innen besichtigt werden.
</p>
<p>
Ansonsten ist die Umgebung von Yokosuka schon interessanter - südlich der Stadt beginnt die Miura-Halbinsel, und unweit der Stadt steht der älteste Leuchtturm Japans (westlichen Vorbilds) - der <em>観音埼灯台 Kannon-Zaki Tōdai (Kap Kannnon-Leuchtturm)</em>, erbaut 1869. Direkt im Hafen der Stadt Yokosuka und mit der Fähre erreichbar liegt das winzige, unbewohnte Eiland <em>猿島 (Entō. Auch: Sarushima</em> - zu Deutsch die "Affeninsel" - die einzige natürliche Insel in der Bucht von Tokyo (in selbiger gibt es unzählige künstliche Inseln).
</p>



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<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Drei Bahnlinien verbinden Yokosuka mit dem Rest der Welt - eine davon ist die <em>横須賀線 Yokosuka-Linie</em>. Diese beginnt in Kurihama südlich von Yokohama und fährt über Yokosuka nach <a href="zushi.html">Zushi</a>, <a href="kamakura.html">Kamakura</a>, <a href="yokohama.html">Yokohama</a> bis nach <a href="tokyo.html">Tokyo</a>. Diese Linie ist eine der wichtigsten Bahnlinien des Grossraums Tokyo. Vom Bahnhof Tokyo bis Yokosuka braucht man mit dieser Linie 80 Minuten, die einfache Fahrt kostet 1'050 Yen.
</p>
<p>
Etwas schneller ist die private <em>京浜急行 Keihin (=Tokyo-Yokohama) -Expresslinie</em>, welche auch über Yokohama bis nach Tokyo fährt (allerdings nicht zum Bahnhof Tokyo, sondern nur nach Shinagawa und Sengakuji). 
</p>
<p>
Die <em>京急久里浜線 Keikyū Kurihama-Linie</em> ist eigentlich nur eine Erweiterung der oben genannten Keihin-Linie und fährt gen Süden auf die Miura-Halbinsel.
</p>
<p>
In Yokosuka muss man mit den Bahnhöfen aufpassen - es gibt mehrere Bahnhöfe im Stadtzentrum, und genau gesehen gibt es zwei Hauptbahnhöfe - Yokosuka als Hauptbahnhof der JR-Linie (Yokosukua-Linie) und <em>横須賀中央 Yokosuka-Chūō (Zentrum)</em> als Hauptbahnhof der Keihin-Linie. Der Bahnhof Yokosuka ist sehr klein und liegt ziemlich abseits - von dort muss man mit dem Bus weiter bis ins Zentrum fahren. Yokosuka Chūō hingegen markiert das eigentliche Zentrum der Stadt.
</p>
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Das <em>セントラルホテル Central Hotel</em> liegt eine Minute zu Fuss entfernt vom Yokosuka Chūō-Bahnhof und damit so zentral wie mōglich. Ein typisches Stadthotel mit den üblichen Annehmlichkeiten  dieser Preisklasse. Ein Doppelzimmer kostet ab 16'000 Yen. Die Adresse: 〒238-0007 神奈川県横須賀市若松町2-8 (zip 238-0007, Kanagawa Pref. Yokosuka-shi Wakamatsu-chō 2-8, Tel: 046-827-1111.
</p>
<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br /><?php include($_SERVER['DOCUMENT_ROOT'].'/agodatest.php'); ?>
</p>
]]>
        Yokosuka ist ein bekannter Marinestützpunkt am Eingang zur Bucht von Tokyo.
    </content>
</entry>

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    <title>Kofu</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/kofu.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2010:/japan//1.133</id>

    <published>2010-07-07T16:40:48Z</published>
    <updated>2010-07-10T15:32:08Z</updated>

    <summary> ←新潟 Niigata Shōsenkyō 昇仙峡→ Region: 中部 Chūbu Präfektur: 山梨 Yamanashi 甲府 Kōfu Name: Kōfu. Setzt sich zusammen aus dem &quot;Kō&quot; (甲) in 甲斐国 (Kai-no-kun, Name der historischen Provinz) und dem &quot;fu&quot; in Kokufu (国府 - Name der damaligen Provinzregierung)....</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[  <center>
					<div id="rundgang">
					<a href="niigata.html">←新潟 Niigata</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="izu.html">Shōsenkyō 昇仙峡→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/yamanashi.png" alt="Lage von Yamanashi" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="chubu.html">中部 Chūbu</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="chubu.html#yamanashi">山梨 Yamanashi</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>甲府 Kōfu</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-2.png" alt="2 von 5 Sternen: Abstecher wert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
				Kōfu. Setzt sich zusammen aus dem "Kō" (甲) in 甲斐国 (Kai-no-kun, Name der historischen Provinz) und dem "fu" in Kokufu (国府 - Name der damaligen Provinzregierung).
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div>
					In einem Talkessel inmitten der Präfektur - und rundherum umgeben von bis über 2'500 m hohen Bergen.  Bis Tokyo im Osten sind es gute 100 km Luftlinie, bis zum Fuji-san im Süden gute 30 km.
 							</div>
						
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div>
Zu sehen gibt es eigentlich nicht sehr viel, aber die Bergwelt rundherum ist spektakulär.
							</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kōfu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Kōfu - Beschreibung</h3>

<p>
Kōfu ist das Verwaltungszentrum der Präfektur Yamanashi und war schon früher das Zentrum der historischen Provinz <em>甲斐国 Kai-no-kuni</em>. Jenes entsprach so ziemlich genau der heutigen Präfektur - und ist eine der wenigen Verwaltungseinheiten Japans, die nicht an der Küste liegen. Kōfu erlangte aufgrund seiner abgeschiedenen Lage in einem Talkessel im Hinterland deshalb nie wirklich überregionale Bedeutung. Die Stadt bzw. die Verwaltungseinheit Kōfu (mit allen eingemeindeten Orten fast 200 km² hat heute weniger als 200'000 Einwohner und ist damit für eine Präfekturhauptstadt sehr klein. Der Talkessel ist schon seit Jahrtausenden bewohnt - in der Gegend fand man auch Hügelgräber aus der <a href="geschichte.html#kofun">Kofun-Zeit</a>.
</p>
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		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kofu1.jpg" alt="Kofu - Blick auf das Stadtzentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Kofu - Blick auf das Stadtzentrum</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/kofu2.jpg" alt="Dominiert die weitere Umgebung - der Fuji-san" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Dominiert die weitere Umgebung - der Fuji-san</span>
		</div>
	</div>
<p>
Wie es sich für eine alte Provinzhauptstadt gehōrt, wurde auch in Kōfu eine Burg gebaut - der Bau begann 1583. Später wurde die Stadt und das Gebiet zwar streckenweise zentral vom Shogunat in Edo (heute Tokyo) verwaltet, aber das damals <em>舞鶴城 (Maizuru-jō - Burg des tanzenden Kranichs)</em> blieb bestehen. Der Name ist übrigens keine Seltenheit - viele weisse Burgen in Japan wurden so genannt, und die meisten Burgen in Japan waren weiss. Burgherr war anfangs kein geringerer als <em>徳川家康 Tokugawa Ieyasu</em>, der berühmte Reichseiniger des 17. Jahrhunderts.
</p>
<p>
Von der Burg stehen seit Ende des 19. Jahrhunderts nur noch die Burgmauern, doch beginnt man nach und nach, Teile der Burg wieder aufzubauen. Selbst von einem Nachbau des Hauptbaus, dem Donjon, ist die Rede. Selbst ohne Donjon gilt die Burgruine bereits als eine der 100 bekanntesten Burgen Japans. Vom Burgplateau hat man jedenfalls einen guten Überblick über die Stadt bzw. den ganzen Talkessel - und die umliegende Bergwelt. Auf dem Gelände der Burg sticht ansonstend der <em>謝恩塔 Shaon-tō ("Turm der Dankbarkeit")</em> sofort ins Auge - der weisse Obelisk wurde 1914 errichtet und dem gut 3 Jahre zuvor verstorbenen Meiji-Tennō gewidmet.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kofu3.jpg" alt="Kofu - in der Burgruine" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>In der Burgruine</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/kofu4.jpg" alt="Kofu - was von der Burg noch steht" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Kofu - was von der Burg noch steht</span>
		</div>
	</div>
<p>
Ausser der Burgruine - praktischerweise im Zentrum gelegen - gibt es nicht allzu viel zu sehen in Kōfu - das liegt zum Teil auch daran, dass die Stadt am 7. Juli 1945 von gut 100 Bombern der Amerikaner nahezu vollständig dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das Stadtzentrum beginnt am Hauptbahnhof, und dort, am Südausgang, beginnt auch gleich der Schlosspark mit der Schlossruine. Die grösste Einkaufsstrasse befindet sich etwas weiter südlich. Unweit des Nordausgangs wiederum steht man direkt vor dem klobigem <em>山梨文化会館 (Yamanashi-Kulturhaus)</em> - ein gigantischer Betonklotz, der zahlreiche Medienfirmen (Fernsehen, Radio, Internet usw.) unter einem Dachvereint. Entworfen wurde der gewaltige Bau 1966 von keinem geringeren als <em>丹下健三 Tange Kenzō</em>, dem japanischen Stararchitekten, welcher auch das gewaltige <a href="/japan/tokyo-shinjuku.html">Rathaus von Tokyo</a>, den Hauptbahnhof von <a href="/mazedonien/skopje.html">Skopje</a> und viele andere Bauwerke entworfen hatte.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/kofu5.jpg" alt="Kofu: Im 長禅寺 (Chōzen-ji)-Tempel" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Im 長禅寺 (Chōzen-ji)-Tempel</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
			<img src="chiho/kofu6.jpg" alt="Kofu - Die Stadt ist bekannt für Hōtō" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Hōtō - die Spezialität der Stadt</span>
		</div>
	</div>
<p>
Natürlich gibt es auch in Kōfu die übliche Anzahl von Tempeln und Schreinen - viele Tempel konzentrieren sich dabei hauptsächlich im Stadtteil nordöstlich des Bahnhofs, und einige von ihnen, besonders aber der <em>甲斐善光寺 Kai-Kōzenji</em>, sind einen Abstecher wert.
</p>
<p>
Wie jede andere Stadt in Japan auch, wartet Kōfu mit seiner eigenen Spezialität auf - jene wird <em>ほうとう (Hōtō)</em> genannt und ist im wesentlichen ein dicker, würziger Eintopf mit sehr breiten Nudeln, Fleisch und Gemüse. Empfehlenswert. 
</p>
<p>
Der Hauptgrund für einen Besuch in Kōfu ist für viele allerdings die Lage der Stadt - wer in die traumhaft schöne Bergwelt <a href="shosenkyo.html">Shosenkyo</a> im Norden will, kommt um Kōfu kaum herum.

</p>

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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>
<p>
Mit dem <em>JR Azusa Ltd. Express あずさ特急列車 </em> dauert es bis <strong>Kōfu 甲府</strong> rund 
1½ Stunden von <a href="tokyo-shinjuku.html">Shinjuku</a> sowie eine Viertelstunde länger von 
<a href="tokyo-chiyoda.html#tokyo">Tōkyō-eki</a>. Der gleiche Express fährt weiter nach <a href="matsumoto.html">Matsumoto</a> - das dauert über eine Stunde. 
</p><p>
Regionalzüge fahren auch nach Tokyo - man muss jedoch in <strong>Ōtsuki 大月</strong> umsteigen. Das ganze
dauert dann von <a href="tokyo-shinjuku.html">Shinjuku</a> 2¼ Stunden, ist jedoch spürbar 
billiger.
</p>

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</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Direkt vor dem Bahnhof steht das schmale <em>甲府ターミナルホテル Kōfu Terminal Hotel</em> - ein typisches Businesshotel mit dem üblichen Service. Praktisch, da sehr zentral. Die Preise sind auch normal und beginnen bei 4'000 Yen für ein Einzelzimmer und bzw. 7'700 Yen für ein Doppelzimmer. Die Adresse: <em>〒400-0031 山梨県甲府市丸の内1-2-12 (zip 400-0031 Yamanashi Pref. Kōfu-shi Marunouchi 1-2-12)</em>, Tel.: 055-232-7351.
<br /><br />

 Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.<br /><br />
</p>
]]>
        Kofu ist die Präfekturhauptstadt von Yamanashi/Japan, relativ klein und das ideale Sprungbrett für Ausflüge in die spektakuläre Bergwelt der Umgebung.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Uwajima</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/uwajima.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2010:/japan//1.132</id>

    <published>2010-06-21T16:31:36Z</published>
    <updated>2010-07-04T16:03:08Z</updated>

    <summary> 松山 Matsuyama Yawatahama 八幡浜→ Region: 四国 Shikoku Präfektur: 愛媛 Ehime Uwajima 宇和島 Name: Uwajima. Der Name &quot;uwa&quot; leitet sich angebluch aus einem alten Wort für &quot;umgeben, Ring&quot; her - da hier Berge eine Bucht umgeben. Der heutige Name enstand...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[<center>
		<div id="rundgang">
					<a href="matsuyama.html">松山 Matsuyama</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="yawatahama.html">Yawatahama 八幡浜→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/ehime.png" alt="Lage von Ehime" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="shikoku.html">四国 Shikoku</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="shikoku.html#ehime">愛媛 Ehime</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Uwajima 宇和島</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Uwajima. Der Name "uwa" leitet sich angebluch aus einem alten Wort für "umgeben, Ring" her - da hier Berge eine Bucht umgeben. Der heutige Name enstand später aus der Verschmelzung der alten Ortsnamen Uwagun und Itashima.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Uwajima liegt im Westen der Insel Shikoku im Südwesten der Präfektur Ehime - unweit der Stadt beginnt die südliche Präfektur Kōchi. Bis zur Präfekturhauptstadt <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a> im Norden sind es 75 km Luftlinie - auf der Strasse ungefähr doppelt so viel.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die schöne Burg mitten im Stadtzentrum. Ansonsten: Die Gegend - die Küste und die Terassenfelder westlich und südlich der Stadt.
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Uwajima: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#sotodomari">Sotodomari</a> | <a href="#yusu">Yusu</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Uwajima - Beschreibung</h3>

<p>
Uwajima ist der Name einer fast 500 km² grossen Verwaltungseinheit nebst gleichnamiger Stadt im Westen der Präfektur Ehime auf Shikoku. Die Gemeinde hat ca. 83'000 Einwohner - und die Tendenz ist stark rückläufig, denn in den 1980ern zählte man noch gute 110'000 Einwohner. Insgesamt ist die Gegend um Uwajima selbst für japanische Verhältnisse relativ abgeschieden, wobei sich die Verkehrsanbindung jedoch innerhalb der letzten Jahre durch den Bau einer Schnellstrasse verbessert hat. 
</p>
<p>
Zusammengelegt wurde die Stadt aus <em>吉田町 Yoshida-chō</em>, <em>三間町 Mima-chō</em> und <em>津島町 Tsushima-chō</em> zusammengelegt. Eine erste Festung wurde im heutigen Uwajima um 941 u.Z. gebaut. Die Gegend sah damals jedoch noch ein bisschen anders aus - der grösste Teil der flachen Bereiche der Stadt war damals noch Meer, dem man nach und nach Neuland abgerungen hatte. 1601, zu Beginn der <a href="geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> also, wurde im heutigen Uwajima die Burg vom Daimyō <em>藤堂 Tōdō</em> errichtet - danach entwickelte sich die Stadt selbst zur florierenden Burgunterstadt.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/uwajima1.jpg" alt="Uwajima: Blick auf die Umgebung vom Schloss aus" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Uwajima: Blick auf die Umgebung vom Schloss aus</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/uwajima2.jpg" alt="Uwajima - Das Zentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Blick auf das Zentrum</span>
		</div>
	</div>
<p>
1914 verband man Uwajima mit dem Eisenbahnnetz. 1921 wurde der Stadt erstmals Stadtrecht verliehen. Da Uwajima einen wichtigen Hafen und auch etwas Industrie hat, fiel die Stadt im Sommer den Bombenangriffen der Alliierten zum Opfer - mehr als die Hälfte des Stadtzentrums wurde zerstört.
</p>
<p>
Auch heute noch ist der Hafen von Bedeutung und zählt zur Gruppe der eigens ausgewiesenen "wichtigen Häfen" Japans. Von und nach Uwajima verkehren vor allem Fischtrawler und Fähren zu etlichen abgelegenen Inseln in der Gegend. Es gibt jedoch keine Fähre (mehr) zur Nachbarinsel <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> - wer dorthin will, muss in <a href="yawatahama.html">Yawatahama</a> aufs Boot. 
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/uwajima3.jpg" alt="Uwajima - die kleine, feine Burg" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Uwajima - die kleine, feine Burg</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/uwajima4.jpg" alt="Uwajima: Der Stierteufel - Die Stadt ist bekannt für Stierkämpfe" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Stierteufel - Die Stadt ist bekannt für Stierkämpfe</span>
		</div>
	</div>
<p>
Uwajima selbst ist eine eher blasse, kleine, moderne Stadt, in der es nicht furchtbar viel zu sehen gibt. Definitiv sehenswert ist jedoch die Umgebung einschliesslich der Lage der Stadt sowie die Burg, die mitten in der Stadt auf einem steilen Hügel thront. Jene Burg gehört zur Gattung der <em>平山城 Hirayama-Burgen</em>, was bedeutet, dass sie auf einem Hügel in einer Ebene errichtet wurde. Das ist nichts Besonderes in Japan - aber die Burg von Uwajima ist eine der nur 12 verbliebenen <em>現存天守 Genzai Tenshu</em> - Burgen, bei denen der Hauptbau (Donjon) noch im Originalzustand ist (siehe <a href="burgen.html">Burgen in Japan</a>). Wer zur Burg will, muss erstmal über einen steilen Weg 80 Höhenmeter überwinden. Der Eintritt in die Burg selbst kostet 200 Yen. Die Burg selbst ist sehr klein, mit einem kleinen, gepflegten Park vor dem Eingang - und einem formidablen Blick über die Stadt und die Bucht.
</p>

	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/uwajima5.jpg" alt="Uwajima - Der Hafen" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Hafen</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/uwajima6.jpg" alt="Uwajima" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Landschaft bei Uwajima</span>
		</div>
	</div>

<p>
Ansonsten ist Uwajima in Japan vor allem für <em>闘牛 tōgyū - Stierkampf</em> bekannt - im Gegensatz zum spanischen Stierkampf kämpfen hier jedoch die Rindviecher gegeneinander. Der Fremdenverkehrsverband von Uwajima hat sich nicht lumpen lassen und dem Spektakel eine eigene japanische und englische Webseite ins Netz gestellt - siehe <a href="http://www.tougyu.com" target="_blank">www.tougyu.com</a>.
</p>

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	</div>
</div>


<h3 id="sotodomari">外泊 Sotodomari</h3>

<p>
Die gesamte Küste bei Uwajima und südlich davon ist stark zergliedert - mit unzähligen langen, verzweigten Buchten und unzähligen kleinen und winzigen Inseln. Es handelt sich dabei um eine <em>Rias-Küste</em>, was in etwa bedeutet, dass aufgrund des in der Vergangenheit gestiegenen Meeresspiegels Täler unter den Meeresspiegel gerieten und vollliefen. Zwar liegt bei solchen Küsten die Talsohle meistens nur knapp unter dem Meeresspiegel (will heissen, die Buchten sind nicht tief), aber dafür gibt es auch so gut wie kein ebenes Land - die Berge erstrecken sich bis zum Meer.

</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/sotodomari1.jpg" alt="Altes Terassendorf bei Sotodomari I" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Altes Terassendorf bei Sotodomari I</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/sotodomari2.jpg" alt="Altes Terassendorf bei Sotodomari II" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Altes Terassendorf bei Sotodomari II</span>
		</div>
	</div>
<p>
Aus diesem Grund mussten die hiesigen Bewohner aus der Not eine Tugend machen - die Berghänge sind zu steil zum Bebauen und zum Anbau von Obst, Gemüse und Getreide. Da es reichlich Steine gibt, baute man also Terassen. Die meisten Dörfer der Region liegen dabei meist direkt am Meer auf schmalen Uferstreifen - und gehen dann auf Steinterassen weiter. <em>外泊 Sotodomari</em> ist so ein Dorf - es liegt im äussersten Südwesten der Präfektur Ehime auf einer langgezogenen Halbinsel rund 35 km Luftlinie von Uwajima entfernt. Das Dorf könnte auch irgendwo in Schottland liegen: Winzige Gassen und Treppen durchziehen die Siedlung, und alles ist auf liebevoll geschichteten Steinwällen errichtet. Da das Dorf noch sehr intakt ist, gilt es heute als eines der <em>美しい日本の歴史的風土100選 - die 100 schönsten historischen Landschaften Japans</em>. Zu Recht.
</p>

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</div>


<h3 id="yusu">遊子 Yusu</h3>
<p>
Das Dorf Yusu bzw. die komplette Halbinsel <em>蒋淵半島 Komobuchi-Halbinsel</em> beginnt gute 10 km westlich von Uwajima und wurde schon vor Jahrzehnten von der Stadt eingemeindet. Yusu ist eigentlich ein Fischerdorf, aber aus Gründen der Selbstversorgung wird auch Landwirtschaft betrieben - auf sogenannten <em>段々畑 Dandanbatake - Terassenfeldern</em>. Das Konzept ist simpel: Durch das Anlagen von Terassen schafft man nahezu genauso viel Anbaufläche wie in einer Ebene vorhanden wäre.
</p>
	<div class="double-picture clearfix">
		<div class="picture-left">
			<img src="chiho/yusu1.jpg" alt="Terassenfelder in Yusu - sie werden weniger" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Terassenfelder in Yusu - sie werden weniger</span>
		</div>
		<div class="picture-right clearfix">
<img src="chiho/yusu2.jpg" alt="Bucht bei Yusu" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Bucht bei Yusu</span>
		</div>
	</div>
<p>
Die Hangneigung ist jedoch in dieser Region durchweg sehr gross und man kann nur erahnen, wieviel Aufwand es kostete bwz. kostet, die Terassen zu pflegen geschweige denn neue anzulegen. Dies wird ersichtlich, wenn man von Uwajima auf die Halbinsel fährt: Man erkennt überall die Überreste alter Terassen - diese zerfallen und verwittern innerhalb weniger Jahre aufgrund der Vegetation und den starken Regenfällen während der Regenzeit und der Taifune. Die Terassen selbst sind meist nur einen Meter breit. Das Betreiben der Terassenfelder ist sehr aufwendig und die Produktionskosten können freilich mit landschaftlichen Betrieben in Ebenen nicht mithalten - die Terassen begannen somit aus der Landschaft zu verschwinden. Der Ort Yusu ist heute einer der ganz wenigen Orte auf Shikoku, in denen man noch aktiv auf Terassen anbaut. Die Gegend um Yusu bietet somit eine einzigartige Kulturlandschaft, wie man sie sonst kaum noch sieht. 
</p>
<p>
Natürlich kämpfen örtliche Gruppen für den Erhalt der wenigen verbliebenen Terassen - wie lange dies Erfolg hat, bleibt abzuwarten: Die Region kämpft seit langem gegen einen deutlichen Bevölkerungsrückgang, und in die Terassen muss viel Arbeit gesteckt werden.
</p>



<h3>Mehr Photos</h3>
<p>
</p><div id="PictoBrowser091224233405">Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer</div><script type="text/javascript" src="/japan/sys/swfobject.js"></script><script type="text/javascript"> var so = new SWFObject("/japan/sys/pictobrowser.swf", "PictoBrowser", "540", "510", "8", "#EEEEEE"); so.addVariable("source", "keyword"); so.addVariable("names", "uwajima"); so.addVariable("userName", "tabibito-x"); so.addVariable("userId", "30023628@N06"); so.addVariable("ids", "uwajima"); so.addVariable("titles", "off"); so.addVariable("displayNotes", "off"); so.addVariable("thumbAutoHide", "off"); so.addVariable("imageSize", "medium"); so.addVariable("vAlign", "mid"); so.addVariable("vertOffset", "0"); so.addVariable("colorHexVar", "EEEEEE"); so.addVariable("initialScale", "off"); so.addVariable("bgAlpha", "80"); so.write("PictoBrowser091224233405");	</script>


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</div>


<h3 id="anreise">Anreise</h3>


<p>
Der nächste Flughafen ist weit entfernt - er liegt fast 150 km weiter nördlich in <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a>. Uwajima liegt am Ende bzw. dem Beginn der <em>予土線 Yodo-Linie</em> - die fährt von Uwajima Richtung Osten in die Präfektur Kōchi bis nach <em>窪川 Kubokawa</em> - von dort kann man dann weiter bis nach <a href="kochi.html">Kōchi</a> fahren. Uwajima ist auch Endhaltestelle der <em>予讃線 Yosan-Linie</em> - diese fährt von Uwajima über <a href="matsuyama.html">Matsuyama</a> bis nach <a href="takamatsu.html">Takamatsu</a>. Nach bzw. von Matsuyama dauert es mit dem Expresszug knapp 90 Minuten und kostet 3'410 Yen; mit dem Bummelzug braucht man fast 3 Stunden, die Fahrkarte kostet dann 1'750 Yen. Alle Linien sind JR, können also mit dem <a href="reisetipps.html#railpass">Japan Railpass</a> benutzt werden.
</p>
<p>
Achtung: Es gibt keine nennenswerten Fährverbindungen mehr von und nach Uwajima - wer nach <a href="kyushu.html">Kyūshū</a> möchte, muss nach <a href="yawatahama.html">Yawatahama</a> im Nordwesten.
</p>



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	</div>
</div>


<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
<p>
Bei Verwandten in der Umgebung übernachtet - deshalb keine persönlichen Empfehlungen.

</p>

<p>
Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
<br /><br />

</p>]]>
        Uwajima ist eine Kleinstadt auf Shikoku und bietet ein formidables Schloss sowie eine hochinteressante Umgebung.
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Kusatsu</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.tabibito.de/japan/kusatsu.html" />
    <id>tag:www.tabibito.de,2010:/japan//1.131</id>

    <published>2010-05-26T16:19:29Z</published>
    <updated>2010-06-21T15:20:43Z</updated>

    <summary> 関東 Kantō Kinugawa-Onsen 鬼怒川温泉→ Region: 関東 Kantō Präfektur: 群馬 Gunma Kusatsu-Onsen 草津温泉 Name: Kusatsu - wörtlich: &quot;Gras&quot; und &quot;Hafen&quot;. Es gibt noch ein - wesentlich grösseres Kusatsu in Japan (Präfektur Shiga), aber der Name Kusatsu-Onsen (onsen=heisse Quelle) macht deutlich,...</summary>
    <author>
        <name>tabibito</name>
        <uri>http://www.tabibito.de</uri>
    </author>
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.tabibito.de/japan/">
        <![CDATA[   <center>
		<div id="rundgang">
					<a href="kanto.html">関東 Kantō</a> <img src="/japan/img/virtual.gif" alt="Virtueller Rundgang" align="absmiddle" width="176" height="17" /> <a href="kinugawa-onsen.html">Kinugawa-Onsen 鬼怒川温泉→</a></div>
					</center>
					<div id="infobox" class="clearfix">
						<div id="infobox-map">
							<img src="/japan/img/prefectures/gunma.png" alt="Lage von Gunma" width="170" height="150" />																
						</div>
						<div id="infobox-right">
							<div id="infobox-name" class="clearfix">
								<div id="infobox-name-left">
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Region:</strong> <a href="kanto.html">関東 Kantō</a> </div> 
									<div class="infobox-name-left-item"><strong> Präfektur:</strong> <a href="kanto.html#gunma">群馬 Gunma</a> </div> 
								</div>
								<div id="infobox-name-middle"><h2>Kusatsu-Onsen 草津温泉</h2></div>
								<div id="infobox-name-right"><img src="/japan/img/stars-3.png" alt="3 von 5 Sternen: Durchaus sehenswert" width="100" height="25" /></div>
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Name:</strong></div>
Kusatsu - wörtlich: "Gras" und "Hafen". Es gibt noch ein - wesentlich grösseres Kusatsu in Japan (Präfektur Shiga), aber der Name Kusatsu-Onsen (onsen=heisse Quelle) macht deutlich, welches gemeint ist.
							</div>
							<div id="infobox-name">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Lage:</strong></div> Kusatsu liegt in einem Talkessel am Hang des Shirane-san auf durchschnittlich über 1'000 m Höhe. Bis <a href="nagano.html">Nagano</a> im Westen sind es 35 km Luftlinie, bis <a href="tokyo.html">Tōkyō</a> im Südosten knapp 150 km.
 						</div>
							<div id="infobox-name-bottom">
								<div class="infobox-name-label"><strong> Ansehen:</strong></div> Die Stadt selbst. Die zahllosen heissen Quellen unter freiem Himmel. Der Shirane und die anderen Vulkane inkl. Kraterseen
						</div>
						</div>
					</div>
					<div id="internal-links">
						Kusatsu: <a href="#beschreibung">Beschreibung</a> | <a href="#anreise">Anreise</a> | <a href="#hotel">Übernachtung</a> | <a href="#kommentare">Leserkommentare</a>
					</div>


					<h3>Kusatsu - Beschreibung</h3>

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Kusatsu heisst heute eigentlich <em>草津町 Kusatsu-chō</em> (chō ist eine Verwaltungseinheit innerhalb einer Stadt) und ist ein in Japan landesweit bekannter Erholungsort. Den Grund für den Ruhm findet man in der umliegenden Bergwelt: Direkt hinter Kusatsu befindet sich der 2'160 m hohe <em>草津白根山 Kusatsu-Shirane-san</em> - siehe weiter unter - sowie weniger als 30 km weiter südlich der <em>浅間山 Asama-yama</em>. Beides sind ziemlich aktive Vulkane mit in der jüngeren Vergangenheit imposanten Ausbrüchen.
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Eine derart geologisch aktive Zone bringt angenehme Nebeneffekte mit sich: <em>温泉 - onsen - heisse Quellen</em>. Gerade in Kusatsu am Fuss der Berge tritt sehr viel heisses Wasser aus dem Boden und machte so den Ort bereits vor hunderten von Jahren berühmt. Die heissen Quellen von Kusatsu haben dabei zwei Besonderheiten aufzuweisen: Zum einen ist das Wasser vom pH-Wert aus gesehen sehr sauer, zum anderen äusserst heiss - die Austrittstemperatur liegt je nach Quelle bei 45 bis fast 95 Grad Celsius.
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			<img src="chiho/kusatsu1.jpg" alt="Kusatsu: Im Zentrum der Stadt" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Kusatsu: Im Zentrum der Stadt</span>
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<img src="chiho/kusatsu2.jpg" alt="Der Kōsen-ji (Tempel) im Zentrum" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Kōsen-ji (Tempel) im Zentrum</span>
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Während in den meisten Kurorten mit heissen Quellen in Japan mehr oder weniger tief im Boden gebaut werden muss, kann man in Kusatsu protzen: Mitten in der Stadt sprudelt das dampfende Wasser nur so aus dem Boden und von dort über ein Geflecht aus Holzgestellen. Das ganze nennt sich <em>湯畑 Yubatake (Heisswasserfeld)</em> und gibt es durchaus auch anderswo, aber nicht so gross und zentral wie in Kusatsu. Mittels der Gestelle werden die <em>湯の花 yunohana - "Heisswasserblumen"</em> quasi "angebaut" - diese Kristalle bestehen zu einem grossen Teil aus Schwefel und werden später in anderen Onsen zum Beispiel als Badezusatz verkauft bzw. genutzt. In Kusatsu dreht sich dabei alles rund um das Yubatake - die erste Adresse am Platz befindet sich dort und alle wichtigen Strassen beginnen bzw. enden dort. 
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Rund 200 m südwestlich des Yubatake "thront" der <em>光泉寺 Kōsen-ji</em>, ein kleiner Tempel, über dem Geschehen. Jener ist schon sehr alt - möglicherweise wurde er schon um das Jahr 712 u.Z. herum gegründet. Der Tempel ist ansonsten eigentlich nur aufgrund seiner Lage interessant. Interessant ist auch die Strasse, die im Nordosten (dem unteren Teil) von Yubataka beginnt - hier findet man ein schönes Ensemble typischer Onsen-Herbergen. Das ist in der Form relativ selten geworden in Japan: Normalerweise sind selbst die berühmten Onsen-Kurorte in Japan mit modernen Betongebäuden nur so durchsetzt. 
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			<img src="chiho/kusatsu3.jpg" alt="Yubatake - das Heisse-Wasser-Feld" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>"Yubatake" - das "Heisse-Wasser-Feld"</span>
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<img src="chiho/kusatsu4.jpg" alt="Kusatsu: Yubatake bei Nacht" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Yubatake bei Nacht</span>
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Yubatake ist übrigens auch nachts durchaus ansehenswert, da das dampfende Feld und die umliegenden Häuser nett angestrahlt werden. Ebenfalls am Yubatake beginnend verläuft die wichtigste Flaniermeile der Stadt Richtung Westen. Die Strasse ist sehr klein, seltsamerweise nicht für den Verkehr gesperrt (jener ist zur Hauptreisezeit im Stadtzentrum unerträglich - man kann nur davon abraten, mit dem Auto ins Zentrum zu fahren) und wird hauptsächlich von Souvenirläden und Restaurants dominiert. Eine der Besonderheiten von Kusatsu sind die <em>温泉饅頭 Onsen-Manjū</em> - meist mit Bohnenpaste gefüllte, runde und sehr weiche Teigbällchen, die vor den Häusern im Dampf der heissen Quellen gedünstet werden (in der Regel wird freilich nachgeholfen).
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			<img src="chiho/kusatsu7.jpg" alt="Kusatsu - Heisse Quellen im Freien" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Heisse Quellen im Freien</span>
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<img src="chiho/kusatsu8.jpg" alt="Kusatsu" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Tradition Wasserschlagen</span>
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Der Ort selbst war bereits zur <a href="geschichte.html#edo">Edo-Zeit</a> (17. bis 19. Jahrhundert) für seine heissen Quellen berühmt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits ca. 65 Herbergen rund um oben genanntes Yubatake - geschätzte 10 bis 20 Tausend Besucher konnte der Ort alljährlich verzeichnen. Man sprach von <em>草津千軒江戸構え Kusatsu Senken Edo-gamae</em> - etwa "Kusatsu mit seinen Tausend Häusern, die es wie Edo (jetzt: Tokyo) aussehen lassen". Aufgrund der hohen Azidität des Wassers in Kusatsu galt ein heisses Bad dort auch schon damals als heilend - wichtig gerade für die oberen Schichten in Edo, bei denen Geschlechtskrankheiten dank häufiger Bordellbesuche verbreitet waren. Das Wasser aus den heissen Quellen war allerdings zum grossen Teil zu heiss zum Baden - deswegen liess man sich das sogenannte <em>湯もみ Yumomi</em> einfallen. Frauen rühren dabei mit grossen Holzpaddeln im Quellwasser, um es ein bisschen abzukühlen. Das wird heute als Folkloredarstellung angeboten - in einem kleinen Haus am Yubatake. Eintritt zur Show kostet 500 Yen. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.
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Läuft man von Yubatake die oben erwähnte Hauptflaniermeile immer weiter Richtung Westen, kommt man erst zu einem kleinen Bach, und weiter oben zu dem <em>西の河原公園　Nishi-no-kawara kōen (Park am westlichen Flussbett)</em>. Dort fliesst vielerorts heisses Quellwasser direkt aus dem Boden - mit Temperaturen, die von heiss bis fast siedend reichen. An einigen (offensichtlich weniger heissen) Stellen kann man auch ein Fussbad nehmen. Dort steht auch ein Gedenkstein mit der Inschrift "Freundschaft zwischen Japan und Deutschland". Dahinter stehen zwei Büsten - von <em>Julius Karl Scriba</em> und <em>Erwin Bälz</em>. Beide waren Ärzte, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Japan gingen, dort an der Universität Tokyo (Tōdai) lehrten und dabei halfen, das Land und sein Lehrwesen zu reformieren. Sie erforschten unter anderem die Heilkraft der heissen Quellen von Kusatsu und werden seitdem dort mit Büsten und Gedenktafeln geehrt.
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			<img src="chiho/kusatsu5.jpg" alt="Der Yugama am Shirane-san" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Der Yugama am Shirane-san</span>
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<img src="chiho/kusatsu6.jpg" alt="Kusatsu - Blick vom Shirane Richtung Asama-Vulkan" width="300" border="0" height="225" />
			<br /><span>Blick vom Shirane Richtung Asama-Vulkan</span>
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Kusatsu ist nicht nur für seine heissen Quellen berühmt, sondern auch für die umliegende Bergwelt - die Berge halten im Winter für Wintersport her und im Sommer für Wanderungen. Die Infrastruktur ist bestens darauf ausgelegt - es gibt entsprechende Bergstrassen, Seilbahnen, Sessellifte usw. usf. Ohne eigenes Gefährt kann man sowohl mit dem Bus als auch mit der Seilbahn fast bis ganz auf den Gipfel des Shirane-san fahren. Im Winter sind freilich die Strassen für lange Zeit unpassierbar - dort oben liegt selbst im Mai mitunter noch viel Schnee. Wer mit dem Bus fährt, kann dies vom Busbahnhof in Kusatsu-chō aus tun: Die Fahrt bis zur grossen Raststätte (Haltestelle: <em>白根火山 Shirane-Kazan</em>) unterhalb des eigentlichen Gipfels dauert eine halbe Stunde und kostet 1'100 Yen einfach. Die Route ist sehr schön. Es gibt 12 Busse pro Tag - die Abfahrtszeiten der Busse findet man <a href="http://www.kusatsu-onsen.ne.jp/access/bus02.html" target="_blank">hier</a> (leider nur Japanisch).
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Alternativ kann man mit dem gleichen Bus bis zur Haltestelle <em>殺生河原 Sesshō-Kawara</em> fahren - dort befindet sich die untere Haltestelle der 2,4 km langen Seilbahn, die bis auf 2'100 m Höhe fährt und 2,4 km lang ist (der Name der Station besteht aus den Wörtern "Leben vernichten - Flussbett" und erinnert an die lebensfeindlichen Charakter der Umgebung). Die Fahrt mit der Seilbahn kostet einfach 900 Yen und hin- und zurück 1'500 Yen. Die Bahn fährt ganzjährig, aber es gibt Wartungsintervalle (so z.B. Ende Oktober bis Mitte November), währenddessen die Bahn nicht fährt. Von der oberen Station fahren Shuttlebusse bis zum Rasthaus am Shirane-san - man kann aber auch laufen (dauert weniger als eine halbe Stunde).
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Die Hauptsehenswürdigkeit am Shirane-san ist der <em>湯釜 yugama (heisses-Wasser-Topf)</em> - ein fast runder, smaragdgrün bis blauer Kratersee mit einem Durchmesser von gerade mal 300 m und einer Wassertiefe von 30 m. Dank der Einspeisung von hauptsächlich Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid aus dem Untergrund ist der See mit einem pH-Wert von knapp unter 1 einer der - wenn nicht DER - sauerste natürliche See in der Welt - der See ist saurer als Batteriesäure. Da aus dem Untergrund rund um den See nachwievor viel Schwefelwasserstoff strömt, ist die unmittelbare Umgebung Sperrgebiet und lebensgefährlich - man hält sich auch besser an die Warnschilder (obwohl die nur auf Japanisch sind!) - mit Fumarolen ist nicht zu spassen. Wenn man schon mal dort ist, kann man von der Raststätte auch gleich auf den Hauptgipfel laufen: Der Weg ist leicht erkennbar, gut ausgebaut und der Aufstieg dauert keine Stunde. Von oben hat man - gutes Wetter vorausgesetzt - eine wunderbare Aussicht bis hin zu den japanischen Alpen in der Präfektur Nagano.

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<h3>Mehr Photos</h3>
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<h3 id="anreise">Anreise</h3>

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	<img src="chiho/kusatsu-express.jpg" alt="Karte von Rebun" width="300" border="0" height="225" /><br />

						<span>Fährt durch von Tokyo: Kusatsu Express</span>
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Früher fuhr sogar eine Eisenbahn bis nach Kusatsu, doch die Linie wurde irgendwann aufgegeben. Wer heute mit der Bahn fährt, kommt maximal bis <em>長野原草津口 Nagano-hara Kusatsu-guchi</em>. Der schnellste Weg dorthin von Tokyo aus ist der <em>特急草津 Kusatsu-Express</em> - jener braucht genau 2½ Stunden, die Fahrkarte kostet 4'930 Yen (einfach). Der Zug fährt von Ueno in Tokyo ab. Wer mit normalen Zügen fährt, muss in <em>高崎 Takazaki</em> umstunden - das dauert dann knapp 3½ Stunden und kostet 2'940 Yen. Von Nagano-Hara Kusatsu-guchi fahren dann mit dem Eisenbahnfahrplan abgestimmte Busse bis zum Busbahnhof von Kusatsu-chō - die einfache Fahrt kostet 670 Yen und dauert keine halbe Stunde.
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Von Shinjuku in Tokyo fahren auch Busse durch bis nach Kusatsu. Von Kusatsu bzw. vom oben genannten Bahnhof Nagano-hara Kusatsu-guchi fahren auch Busse ins nahe <em>軽井沢 Karuizawa</em> sowie bis nach <a href="nagano.html">Nagano</a>. Zu den Bussen zum Vulkan Shirane-san und der Seilbahn siehe oben.
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Zumindest in der Hauptreisezeit bedeutet die Anreise mit eigenem Auto Stress - das enge Stadtzentrum ist durch den Verkehr hoffnungslos überfordert. In der Stadt selbst kommt man mit dem <em>町内巡回バス Chōnai Junkai Basu (Stadt-Ringlinienbus)</em> - der fährt rund um die Stadt herum und kostet - egal wie lange man fährt - nur 100 Yen.
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<h3 id="hotel">Übernachtung</h3>
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In Kusatsu gibt es unzählige Hotels und Ryokans - viele mit eigenen heissen Quellen. Die im Stadtzentrum sind meistens relativ klein und teilweise nahezu historisch, die ausserhalb sind mitunter echte Bettenburgen. Eine interessante Alternative zu den üblichen Hotels ist die <em>綿貫ペンション Watanuki-Pension</em> - nach eigenen Angaben die älteste Pension Japans. Die Pension wird im Familienbetrieb unterhalten und hat ein bisschen Jugendherbergscharakter - das erkennt man gleich am Eingangsbereich und dem Speisesaal. Es gibt europäische und japanische Zimmer - bei beiden sollte man jedoch besser anspruchslos sein. Das ist allerdings bei einem Pro-Person-Preis für eine Nacht mit Frühstück von 6,400 Yen auch zu erwarten.
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Die Pension Watanuki hat jedoch zwei Besonderheiten aufzuweisen: Zum einen die heisse Quelle im Erdgeschoss - die ist winzig und besteht eigentlich nur aus einem kleinen Bad und Duschen, aber das Wasser im Bad stammt aus der heissen Quelle, und da der Raum sehr klein ist, kann man dort (so allein) wirklich das heisse Quellwasser nebst der Dämpfe voll und ganz geniessen: Sehr entspannend und nicht zu vergleichen mit den grossen, heissen Quellen. 
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Im Untergeschoss der Pension betreibt eines der Familienmitglieder zudem ein italienisches Restaurant - das <em>Ristorante Al Rododendoro</em>. Der Koch, ein Japaner, hat sein Handwerk drei Jahre lang gelernt - in Italien und Frankreich. In das Restaurant kann man nicht unvorangemeldet rein, und es gibt keine Speisekarte. Zudem ist es winzig - es passen keine 20 Leute rein. Wer essen möchte, muss ein paar Tage im Voraus reservieren. Das Menü ist eine Riesenüberraschung - alle Zutaten, vom Speck über Räucherfisch, diverse Brotsorten, Lasagneteig usw. bis zum Digestif ist alles selbstgemacht. Es wird auch sehr viel Gemüse genutzt - alles stammt aus der unmittelbaren Umgebung und aus biologischem Anbau. Die Kombinationen, der Ideenreichtum und die Qualität der Zutaten sind Michelin-Sterne-verdächtig und definitiv empfehlenswert. Das 5-Gänge-Menü (können auch mehr gewesen sein) kostet mit 7'000 Yen auch überraschend wenig - zumindest im Vergleich zu ähnlich hoher Qualität in Tokyo. Die Weinkarte ist übrigens klein, bietet jedoch auch angemessene Qualität.</p>
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Hier die Adresse der Pension:<br />
綿貫ペンション　/　リストランテ・アル・ロドデンドロ (Watanuki Pension/Al Rododendoro)<br />
〒377-1711 (zip 377-1711)<br />
群馬県吾妻郡草津町大字草津557-11 (Gunma-ken Agatsuma-gun Kusatsuchō Daiji-Kusatsu 557-11)<br />
Tel. Pension: 0279-88-3509<br />
Tel. Restaurant: 0279-88-6150<br />
Web: <a href="http://www.watapen.com" target="_blank">www.watapen.com</a>

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Zu allgemeinen Übernachtungstipps siehe <a href="reisetipps.html#hotel">Übernachtungstipps Japan</a>.
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</p>]]>
        Die heissen Quellen von Kusatsu in der Präfektur Gunma sind in ganz Japan berühmt - nebenbei gibt es auch so faszinierende wie gefährliche Vulkane zu sehen. 
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